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Wie viele Menschen braucht es, um eine neue Idee, einen Wandel herbeizuführen?

Ich hatte folgende Spintisiererei gerade in Facebook abgesetzt:

Wenn Alles Energie ist (seit 2000 wissen wir, dass auch Raum Energie ist), muss dann nicht Alles über Energiewellen miteinander verbunden sein?
Materie ist nur scheinbar für uns fest, weil die Elektronen um die Atome so schnell routieren.
Wenn aber alles miteinander verbunden ist, müssen dann nicht unsere Gedanken miteinander verbunden sein?
Warum wird uns das nicht bewusst? Weil nur der kleinste Teil unserer Gehirnaktivitäten bis ins Bewusstsein gerät und wir den Rest nicht wahrnehmen können? Weil wir es durch unsere “Zivilisation” nicht mehr geübt sind?
Wenn aber unsere Gedanken und Gefühle sich so gegenseitig wahrnehmen und beeinflussen können, ab wie vielen Menschen, die sich Anderes als das Bisherige vorstellen und wünschen, tritt der Wandel ein, sprich erfassen diese Wünsche alle Menschen (siehe Wende in der DDR)?
Also: wie groß muss die Occupy Bewegung, die eine menschenwürdigere Welt, eine Abkehr von der zerstörerischen Profitmaximierung wünscht, werden, so dass der Wandel sich ganz voll allein und friedlich einstellt?

Und diese Interessante Antwort erhalten:

Ich hatte mal einen Beitrag gelesen, wonach 90% einer menschlichen Gesellschaft IMMER Mitläufer sind, wogegen die restlichen 10% die Richtung angeben – 5% Lebensfreundlich und 5% Lebensfeindlich. Diejenige Gruppe, die hier dominiert, zieht die restlichen 90% mit.

Demnach liegt die kritische Masse bei 6% aller Menschen Minimum – ausgehend von 7 Milliarden Menschen global also 420.000.000 (420 Millionen), die sich der Zusammenhänge im Universum – also der Ganzheit allen Seins (Alles ist Eins) wirklich und funda-mental bewusst sind.

Wenn wir weiter differenzieren, dass die momentanen gesellschaftlichen Umwälzungen eher die sog. Industriestaaten betreffen, während die Ureinwohner Papua-Neuguineas z.B. daran keinen signifikanten Anteil haben, kommen wir auf diese Zahlen:

Gesamtheit der Bevölkerung in Ländern mit sehr hohem Bruttonationaleinkommen (größer 10.000 Dollar/Einwohner) = 15,9% von 7Mrd. = 1.113.000.000 (1,1 Mrd.) Menschen. Davon 6% = 66.780.000, also knapp 66 Millionen Menschen.

Diese Zahl verteilt sich auf die o.g. sog. Industriestaaten. Nach heutiger Lesart zählen alle Mitgliedsstaaten der OECD dazu, das sind momentan 34. Die Einwohnerzahl variiert dabei von 300 Mill. (USA) über 4,5 MIll. (Irland) bis zu 320.000 (Island).

Bei der oben hergeleiteten Rechnung ergibt das im Durchschnitt für jedes Land die Zahl von 1.964.118 “Erwachten”, in den USA müssten es fast 20 Millionen sein, in Irland reichen damit bereits 270.000 und für Island ergibt sich die Zahl von 19.080 Menschen.

Island hat sich per Volksentscheid von den Bankstern befreit (siehe Beitrag in “Hinter der Fassade”), das heisst, dass dort diese kritische Masse bereits erreicht wurde und die gesamte Bevölkerung den Wandel nun mitträgt.

In der ehem. DDR mit seinen 17 Mill. Einwohnern kommen wir immerhin auf eine Zahl von 1.020.000 Menschen, die an einer Änderung der Verhältnisse ein sehr starkes Interesse hatten, und interessanterweise wurden diese Zahlen auf den Demos erreicht – kurze Zeit später stürzte das Honnecker-Regime und eine neue Zeit begann (mit neuen Irrwegen…).

Und was ist nun mit Deutschland? Deutschland hat momentan eine stat. Bevölkerungszahl von ca. 82 Mill., was eine kritische Masse von knapp 5 Millionen Menschen benötigt, um hier einen Wandel herbeizuführen.

So, nun ist es raus. Also, wir brauchen 5 Millionen Menschen, die nicht mehr so leben wollen wie bisher und das mit ganzem Herzen. Vorausgesetzt du – also der du das jetzt gerade liest – gehörst zu dieser K.M.™ – HAHA… kleiner Spaß – dann besteht letztlich nur noch die Frage, wie bekommt man 5 Mill. Leute auf die Strasse… Ich gebe jetzt die Antwort nicht vor, das kann und mag jede/r mal selbst überlegen.

Und genau so interessant ist dieser Film, auf den ich hingewiesen wurde:

Das macht jedenfalls Mut, dass wir den Dreh doch noch bekommen, bevor wir unsere Erde niedergemacht haben!

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagworte: , ,
  1. Dezember 9, 2011 um 1:22 nachmittags | #1

    Stellt sich nicht die, zugebenermaßen unbequeme Frage,
    ob die jenigen, die das System “nutzen”,
    und es gleichzeitig verteufeln,
    bereits “krank” sind,
    BEVOR die Symptome in Erscheinung treten?

    Wer im Boot sitzt und kräftig schaukelt, sollte nicht den Kapitätn verfluchen.

    Um die Eingangsfrage zu beantworten:
    Solange das System funktioniert, ist es mindestens EINER zu wenig.

    Wolfgang

  2. Dezember 12, 2011 um 3:08 vormittags | #2

    Wenn ich verschiedene Wissenschaftler, mit denen ich mich in den letzten Tagen beschäftigte, richtig verstand, geht es der Evolution um die Entwicklung von BEWUSSTSEIN.
    Einer der Herren war so ehrlich zu gestehen, dass man Mühe habe mit einer Definition, was Bewusstsein genau ist. Gleichwohl erwartet man einen Bewusstseinssprung auf eine andere Ebene, eine, auf der Frieden herrscht.

    Bewusstsein bedeutet in der Praxis – auf Grundlage der Quantenmechanik – etwas sehr Einfaches: Es erschafft die reale Welt.
    Eine Theorie lautet: Jeder Mensch erschafft sich seine (eigene) Welt.
    Nun, das kann ich nicht so recht nachvollziehen, weil nicht gerade wenige Menschen eher einer relativ bewusstlosen Masse angehören. Aber wenn Menschen die materielle Realität wegen mangelnder Fähigkeiten gar nicht erschaffen können, gibt es vielleicht ein anderes Bewusstsein, das das kann; die Schöpfungsgeschichte bittet um Aufmerksamkeit.

    Was für ein Bewusstsein entwickelt sich?
    Wir leben in einer Ordnung, die auf mehreren Ebenen die laufende Entwicklung regelt, kontrollierend gestaltet. Wer kennt diese Ordnung?
    Wer sie kennt, hätte Bewusstsein über das Leben und könnte ohne jedes Problem der Ordnung folgend handeln. Er wäre integer und mit sich und der Welt im Reinen – und in Harmonie.
    Was könnte Menschen, die an sich intelligent sind und mit Affinität und Engagement in der Welt stehen, am Verstehen der Ordnung hindern?

    Man sagt, der Mensch sei sowohl “Gut” als auch “Böse”, und er hätte einen Freien Willen zu entscheiden, welchen Weg er geht. Aber wie kommt es, dass Mensch sich mal für das “Richtige” (Vernünftige) und mal für das “Falsche” (Destruktive) entscheidet? Kennt er die Ordnung nicht, in der er lebt? Mangelt es ihm an Bewusstsein darüber, mit welchen Mitteln das Leben Entwicklung hin zu seinem Ziel verfolgt? Entscheidet er sich für das “Gute”, ohne zu wissen, was WIRKLICH gut ist?

    Um es auf den Punkt zu bringen:
    Die ANNAHME, dass es Gutes und Böses gibt, halte ich für falsch.
    Dagegen teile ich die Ansicht, dass es das Gute OHNE das Böse gar nicht geben würde.
    Ich gehe sogar einen Schritt weiter: Ohne das Gute gäbe es das Böse nicht.
    In meinem Weltbild stehen sich lediglich zwei grundsätzliche Andersartigkeiten gegenüber. Und ihr Anders-Sein gestattet grundsätzlich keine objektive Bewertung des Anderen, ohne das genau wüsste, worin die Andersartigkeit besteht.
    (Das Erkennen des Anderen kann nur geschehen durch das, was die Quantenphysiker den “Beobachter” nennen – er ist potenziell in jedem Menschen vorhanden.)

    Krieg entsteht nur, wenn zwei Seiten sich (gegenseitig) sowohl selber für Gut, als auch die Anderen als Böse erklären.

    DAS könnte zum Beispiel Inhalt eines Neuen Bewusstseins sein:
    Andersartigkeit als Neutral zu fühlen und verschiedenartige Ansprüche nicht mehr mit Emotionalität (Hass), sondern mit Vernunft zu begegnen.

    Im Sinne der Eingangsfrage würde dies in meinem Sinne bedeuten:
    Nächstenliebe leben zu können,
    so wie Jesus es erklärte,
    auch seine FEINDE zu lieben,
    also die zu verstehen,
    die NUR anders sind.

    Wolfgang

  3. Dezember 12, 2011 um 9:04 vormittags | #3

    Da dieser Artikel mit seinen Kommentaren inzwischen sehr lang geworden ist und damit auch sein Laden, habe ich Wolfgangs Kommentar in einem neuen Artikel aufgegriffen, so dass wir nun hier weiter diskutieren können:
    https://faszinationmensch.wordpress.com/2011/12/12/steht-die-menschheit-vor-einem-bewusstseinsprung/

  4. Mai 19, 2012 um 10:17 nachmittags | #4

    Hier auch nochmals der Hinweis, dass es nur einen Teil der Gesellschaft für Erneuerungen braucht:

    Doch angesichts der unhaltbaren Zustände auf diesem Planeten mag die Frage gerechtfertigt sein, ob sich gesellschaftliches Engagement überhaupt noch lohnt? Ist es überhaupt realistisch anzunehmen, dass ein kultureller Wandel jetzt noch möglich ist? Dank der wissenschaftlichen Arbeit geistiger Pioniere wie etwa dem Autor Malcolm Gladwell oder dem Berliner Forscher Jens Krause von der Leibniz-Universität wissen wir heute, dass schon 5-10 Prozent der Individuen einer Gemeinschaft in der Lage sind, eine gesamte Gruppe in eine bestimmte Richtung zu lenken. Wenn ein System einen Schwellenpunkt erreicht, besitzen kleinere Gruppierungen von engagierten Menschen die Kraft, das ganze System nachhaltig zu beeinflussen. Es ist also keine Utopie zu glauben, dass wir tatsächlich in der Lage sind, nachhaltige kollektive Veränderungen zu erzielen. Die Möglichkeiten liegen greifbar nahe vor uns!

    Gefunden in: Innen und Außen verbinden – Gesellschaftliches Engagement und Spirituelle Revolution

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