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Artikel getaggt mit ‘Commons’

Ist das Gemeingüter-basierte Leben die Lösung für alle unsere Probleme?

Auf keimform.de – Ein Blog auf der Suche nach dem Neuen im Alten - ist wieder ein innovativer Artikel erschienen, der ein Leben auf Basis von Gemeingütern aus vielen Richtungen beleuchtet und mich sehr angesprochen hat, da er wieder Vieles anspricht, was ich in meinen Artikeln auf der Suche nach einer besseren Welt schon selbst vorgeschlagen habe.

Der Artikel lautet Produzieren ohne Geld und Zwang und wurde von Christian Siefkes eingestellt.

Für Christian ist eine Zukunft denkbar, in der wir alle gleichberechtigt leben und dabei produzieren, was uns Spaß macht (was ja auch die Gruppe Realexperiment – sinnvoll Wirtschaften vertritt), und in der wir dabei sogar ohne Geld auskommen können, ja sogar ohne Tauschen. Denn in dieser Gesellschaft ist alles Bedürftige für alle vorhanden und kann genommen werden.

Er zeigt auf, dass Vieles in seinem Gesellschaftsmodell auch heute schon erkennbar ist. So haben schon viele Open Source Software-Produkte kapitalistisch produzierte Waren vom Markt zurück gedrängt: Weiterlesen…

Sollten wir besser gleich ganz ohne Geld leben?

Motiviert durch die aktuellen Finanzkrisen habe ich mich etwas weiter ins Thema vertieft. Dabei  hatte ich auf dem Blog keimform.de, der sich im Wesentlichen um Commons, also Gemeingüter dreht, einen Dialog begonnen und Fragen gestellt. Aufhänger war, dass ich als wesentliche Lösung neben den Gemeingütern Energie, Wasser und Lebensmittel auch noch die Umstellung unseres Geldsystems auf ein zinsloses vorgeschlagen hatte. Neben einem Schwall Unverständnisses, dass ich so einen unsinnigen Vorschlag unterbreiten konnte, gab es die folgende hilfreiche Antwort:

Der Witz bei den Commons ist, dass die Regeln, wann wer was nehmen kann, selbst verabredet werden. Und da gibt es nichts pauschales, sondern die Regeln müssen zu der Art der Ressourcen und Produkte sowie den Bedürfnissen der beteiligten Menschen passen. Selbstbestimmte Regeln sind da am besten geeignet. Bei Wissensgütern, das war Dein Beispiel, sind »open access« Regeln oft perfekt: Sie fördern die maximale Verbreitung. Wichtig: open access ist eine vereinbarte Regel, und keine Selbstverständlichkeit für alle Commons.

Bei rivalen Gütern (solche mit Nutzungskonkurrenz) sieht das anders aus. Hier kann »open access« sinnvoll sein, wenn genug da ist. Wenn nicht genug da ist, besteht die Gefahr Weiterlesen…

Kategorien:Gesellschaft Schlagworte: , ,

Auf der Suche nach einer besseren Welt: von Commons = Allmende = Gemeingut und dem bedingungslosen Schenken

Diskutant Stefan sagt: “Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich in 2000 bei der Arbeit an freier Software hatte, war: Es handelt sich nicht um eine Geschenk-Ökonomie, die nur funktioniert, wenn wieder zurück geschenkt wird. Es handelt sich gar nicht um Ökonomie. Bei der freien Software existiert die Koppelung zwischen Geben und Nehmen nicht. Wenn ich freie Software programmiere, dann tue ich das, weil ich es will. Wenn ich einen Artikel in Wikipedia erfasse, tue ich das, weil ich etwas zu einem Thema weiß, und nicht, weil ich morgen dafür die Wikipedia lesen darf. Ökonomie beinhaltet immer ein Tausch-Element, und davon will ich wegkommen. Die Menschheit ist reich genug, alle notwendigen Dinge so zu produzieren, dass wir alle gut leben können, und zwar nach folgendem Prinzip: Wir nehmen uns das, was andere geschaffen haben, und sie haben es aus keinem anderen Grund geschaffen, als dass sie es schaffen wollen, weil ihre individuelle Selbstentfaltung darin besteht, weil sie ihre Persönlichkeit darin ausdrücken, Dinge in die Welt zu setzen – Gedanken, Tassen, Computer, Käsekuchen, Gemälde oder was auch immer.

Als ich das in dem Artikel »Lasst uns die Spielregeln ändern« auf dem sehr interessanten Blog keimform.de gefunden hatte, sagte mir meine Intuition, ja, da ist was dran. Viele mich umgebende Menschen geben Weiterlesen…

Die größte Bedrohung für eine Gesellschaft, die das Glück (durch Konsum) zur höchsten Maxime erklärt hat, ist ein wunschlos glücklicher Kunde

… so resümiert der Soziologe Zygmunt Bauman in einem Interview mit Hans von der Hagen, das in dem Artikel Konsum macht einsam in der Süddeutschen veröffentlicht wurde. Dieses Interview führt uns die Mechanismen des Konsums vor Augen. Wenn wir Mitlgied der Glücksgesellschaft sein wollen, können wir gar nicht anders? Lest selbst

<<<< Beginn des Interviews >>>>

SZ: Herr Bauman, rastlos wird in unserer Gesellschaft eingekauft – weit mehr als gebraucht wird. Muss das so sein?

Zygmunt Bauman: Es ist eine Attacke aus dem Hinterhalt, die die Unternehmen führen. Das Interesse der Konsumenten wird zunächst geweckt und dann nach und nach ausgeweitet. Längst geht es nicht mehr um ein konkretes Bedürfnis, das der Verbraucher haben mag. Produkte werden beispielsweise künstlich entwertet und durch “neue und verbesserte” Varianten ersetzt. Das ursprüngliche Produkt ist dann womöglich eine Saison später nicht nur alt, sondern sogar peinlich. Wenn das funktioniert, wird das sich ständig fortsetzende Shopping zu einem Bedürfnis. So ist schon, bevor Sie ein Geschäft betreten, gesetzt, wie Sie sich entscheiden werden. Es geht um Verführung – und Sucht. Der Trick ist es, eine Weiterlesen…

Kategorien:Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft Schlagworte: , , ,
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