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Artikel getaggt mit ‘Glück’

Was ist eigentlich Bewusstsein? Können wir es für eine bessere Welt verändern?

Prof. Dr. Thilo Hinterberger sprach im Haus der Wissenschaft über den Forschungszweig der “Angewandten Bewusstseinswissenschaften“. Ich habe mal die wichtigsten Fakten des Vortrags im Folgenden kurz dargestellt.

Wahrnehmung, Erkennen und Assoziieren sind nicht-bewusste Vorgänge in unserem Gehirn, die zu einer internen Repräsentation als Abbild der äußeren Welt führt.

Bewusstsein, im Englischen Consciousness leitet sich aus Lateinischen con = mit und scire = wissen, also dem Mitwissen ab.

Wir alle sind ein uns gegenseitig spiegelndes Gefüge.

Täuschung

Täuschung

Unser Gehirn konstruiert auf Basis des schon Erlebten laufend unsere Welt neu, dabei kann es leicht zu Fehlern kommen (das Bild links kommt bei ca. Minute 16). Und dass wir uns eine virtuelle Realität selbst bauen können, zeigen uns die Möglichkeit der luziden Träume, also jenen Träumen, denen wir uns bewusst sind und die wir in der Lage sind, selbst zu steuern. Viele Menschen wissen darüber nicht. Luzide zu träumen ist lernbar.

Die Vorstellung von uns selbst unterscheidet sich in Nichts anderem als eine Vorstellung von jemand Anderem.

Bewusstsein entsteht, wenn das Denken selbstreflexiv beobachtet wird. Damit ist das Selbst nur eine Illusion.

Es gibt das Beobachterproblem in Bezug auf die Trennung zwischen dem Ich und dem Gegenüber. Was passiert, wenn ich mich selbst in Beziehung mit dem zu beobachtenden Objekt setze? Die Realität ist abhängig vom Standpunkt des Beobachters.

Die aktuelle Chemie im Gehirn trägt stark dazu bei, wie die Realität rekonstruiert wird.

Bewusstsein ist Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Präsenz. Meditation ist der Zustand höchster Weiterlesen…

Kategorien:Bildung, Ethik, Gesellschaft Schlagworte: , , ,

Jamilanda – die öko-ligente LebensArt

Dieses Buch, Jamilanda – die öko-ligente LebensArt,  hat mich besonders berührt. Alexander Baltosée hat im letzten Jahr einen lesenswerten Roman der besonderen Art veröffentlicht. Er denkt visionär auf 700 Seiten das Leben in einer kleinen Region, wie ich es mir inzwischen wünschen würde, dass es so sein sollte. Was das Buch so besonders macht, ist die Kombination der fachlichen Wissensvermittlung über schon heute mögliches, weil  überall in der Welt vereinzelt praktiziertes, alternatives Leben, und der Erzählung einer sich vorsichtig und zeitnehmenden Entwicklung einer neuen Liebe aus der Ich-Perspektive. Der Erzähler ist ein Journalist, der über das Leben der Menschen in Jamilanda berichten soll. Der Leser begleitet so den Protagonisten während seiner Recherchen und erblickt durch seine Augen eine gleichsam prickelnd-pulsierende auch als beschauliche Welt.

Für mich war Vieles nicht neu, habe ich diese Themen doch schon, seit ich vor vier Jahren angefangen habe zu bloggen, selbst angesprochen. Alexander hat es also anders als ich geschafft, aus den vielen Teilaspekten ein äußerst informierendes Buch zu schreiben. Ohne nicht auch die Quellen und weiterführende Schriften im Abspann zu nennen, geht er auf fast alles im Leben ein, wie wir es so tun können, dass daraus eine bessere Welt als die jetzige entstehen kann. Damit ist er mir auf meiner Reise weit voraus und ich durfte darüber hinaus auch viel Neues von ihm lernen.

Sein roter Faden spinnt sich von der Art des offenen, transparenten Umgangs miteinander, über die freie Ausbildung unserer Kinder hin zu Weiterlesen…

Kategorien:Ökologie, Ökonomie, Bildung, Politik Schlagworte: ,

Steht unser Rechtssystem auf dem falschen Fundament: ist Eigentum Diebstahl?

Proudhon und seine Kinder

Pierre-Joseph Proudhon und seine Kinder

Ich hatte vor eniger Zeit schon einmal formuliert: Unser Geldsystem steht im Widerspruch zur Grundregel “Du sollst nicht stehlen”. In unseren Diskussionsbeiträgen ist in letzter Zeit immer wieder Mal der Begriff des Eigentums als ein zu hinterfragender aufgetaucht. Nun bin ich in dieser Woche mal der Frage nachgegangen, ob Eigentum so etwas wie ein natürliches Recht ist, oder ob es aus vernünftigen Gründen Sinn macht, es zu haben. Und wie so Vieles, sieht man Licht und Schatten. Meine Intuition sieht allerdings mehr Schatten, so dass ich zu meiner aktuellen Ansicht komme, dass ich mich der Meinung Proudhons anschließen mag, die er in seiner etwas längeren Streitschrift zum Eigentum sezierend seiner Leserschaft klar macht:

Eigentum ist Diebstahl.

Wobei wir einen weiteren Punkt unseres kapitalistischen Systems zu erkennen hätten, was uns weniger zuträglich ist, weil es für einige Wenige vermehrend wirkt, besonders. Proudhon schreibt in seinem Traktat unter anderem:

Das Eigentum aber ist ethymologisch wie nach den Definitionen der Rechtswissenschaft ein Recht außerhalb der Gesellschaft. Denn stammten die Güter eines jeden von der Gesellschaft, so wären die Bedingungen für alle gleich, und nachstehender Satz müßte einen “Widerspruch enthalten: Das Eigentum ist das Recht, das ein Mensch besitzt, völlig uneingeschränkt über ein gesellschaftliches Eigentum zu verfügen. Haben wir uns also um der Freiheit, Gleichheit, Sicherheit willen zur Gesellschaft zusammengeschlossen, so haben wir es nicht um des Eigentums willen getan; wenn also das Eigentum ein Naturrecht ist, so ist dieses Naturrecht kein soziales, sondern ein antisoziales. Eigentum und Gesellschaft sind zwei Dinge, zwischen denen unversöhnliche Feindschaft besteht: es ist ebenso unmöglich, zwei Eigentümer zu vereinigen, wie zwei Magnete mit ihren gleichen Polen. Entweder muß die Gesellschaft zugrunde gehen oder sie muß das Eigentum vernichten.

Und er geht bis auf Cicero zurück, der Eigentum durch Okkupation und Arbeit daran betrachtet:

… denn die Okkupation ist eine reine Weiterlesen…

Verstärkt sich das Hinterfragen unserer Welt darüber …

…, warum sie so ist wie wir sie wahrnehmen? Mein Lieblingsartikel, der aufweist, warum wir es so schwer mit dem Ändern überlieferter Traditionen haben, ist auf unserem SAPERION Blog heute unter den Alltime Top Ten aufgetaucht:

Wie eine Geschichte mit fünf Affen die Analogie zu den Problemen beim Ändern von alten Prozessen aufzeigt (Business Process Improvement) …

Zum Beispiel könnten wir wissen wollen,

  • ob wir auch ohne Geld wirtschaften könnten, oder
  • ob Hierarchien natürlich sind oder eher Gott-gegeben, oder
  • ob die Welt wirklich so aussieht, wie wir sie mit unseren beschränkten Wahrnehmungsorganen wahrnehmen,
  • ob der Mensch von Natur aus faul ist oder Weiterlesen…

Sollten wir die Goldene Regel besser erneuern in “Strebe nach deinem Glück und teile es”?

März 14, 2012 24 Kommentare

Glück ist wie ein Schmetterling.

Nana Mouskouri singt ein schönes Lied, aber was verstand sie von Glück und Schmetterlingen?

Beginnen wir mit dem “Glück”. Ein Sechser im Lotto – Glück gehabt? Die Folge des Geldsegens muss nicht mal anhaltende Freude bedeuten. Und wie verhält es sich mit dem Glück in der Liebe? Wenn sich mit Liebe Glücklichsein verbindet, scheint beides in der Gesellschaft nicht weit verbreitet zu sein.

Glück, das glaube ich, gönnt man den mit Erbsünde beladenen Menschen nicht – und führt sie statt dessen in Versuchung. Das bestätigt in gewisser Weise das Postulat der Erbsünde.

Schmetterlinge sind einfach nur wunderbar, und es fällt mir zugegebenermaßen nicht leicht, sie in die Ordnung der Tiere zu stecken. Jedenfalls entwickeln sie sich über ein befruchtetes Ei zu einer Raupe, die sich verpuppt und sich zu einem Schmetterling transformiert. Ist er geschlüpft, beginnt er ein friedvolles Dasein, flattert von Blüte zu Blüte und muss sich nur seiner so genannter Fressfeinde erwehren, und ist dann bestrebt, die Generationenfolge aufrecht zu erhalten.

Glück ist wie ein Schmetterling. Es entpuppt sich, wenn die Bedingungen stimmen. Versuchen wir gemeinsam, nach diesen Bedingungen zu suchen, um das Geheimnis des Glücks zu lüften und uns und die Welt mit vermehrtem Glück reicher zu machen.

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagworte: , ,

Volle Breitseite: “Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl”

Ich habe am Wochenende eine News-Mail bekommen, die es bzgl. Informationen rund um unser Geld in sich hat. Anregungen ohne Ende …
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“Occupy Economics!” Mit diesem Schlachtruf haben kürzlich 10 angehende Studenten der Wirtschaftswissenschaften in Harvard die einseitige und realitätsferne Ausrichtung der Standardökonomie in den Hochschulen bestreikt, sind aufgestanden und haben Gregory Mankiw’s Vorlesung demonstrativ verlassen. Hierzulande haben 50 Wissenschaftler gerade ein neues Wirtschaftsmodell gefordert. Die Vorstellungen, wie das aussehen könnte, sind zwar nach wie vor unscharf, doch wird immer deutlicher, wie es nicht mehr aussehen kann. Hubbert, bekannt geworden für seine frühe und genaue Vorhersage des Ölfördermaximums, hatte schon 1974 darauf hingewiesen, dass auch unser Finanzsystem nicht für die Ewigkeit gebaut ist. “Wir haben eine Kultur hervorgebracht, deren Stabilität dermaßen abhängig ist von anhaltend exponentiellem Wachstum, dass sie völlig unfähig ist mit den Herausforderungen von Nicht-Wachstum umzugehen.” Wie könnte das künftige Wirtschaftsmodell aussehen?
Der wachstumskritische französische Philosoph Serge Latouche propagiert einen Mix aus Schrumpfung und Regionalisierung. Alf Hornborg, ein Schwedischer Ökonom, hält künftig mindestens zwei verschiedene Währungen für nötig: Eine für die “globalisierte Spaßgesellschaft” und eine für die lokale Subsistenz und den Ernst des (Über)lebens. In ihrem neuen Buch “Occupy Money”! beschreibt auch die “Geldarchitektin” Margrit Kennedy eindrucksvoll, warum Weiterlesen…

Wenn der Sinn des Lebens glücklichzusein ist, macht dann das Schulfach Glück Sinn?

Dezember 27, 2011 27 Kommentare

Spontan hätte ich bei dieser Frage gesagt, ja, unbedingt sofort einführen! Denn was, wenn alle unsere Schüler Methoden lernten, wieder glücklich zu werden? Denn dass in unseren Schulen ja mächtig was schief läuft und die Schüler überwiegend unglücklich mit dieser Form der VERBildung sind, bestätigt mir die hohe Klickrate auf den Artikel Warum Schüler unsinnig büffeln müssen – Brief eines Vaters an seine Tochter zur Erklärung.

Da findet man in einem alten Focus-Glücksartikel so positive Wohlfühlworte:

„Wie viele von euch setzen sich zur Entspannung vor den Fernseher?“, fragt die Lehrerin. Rund die Hälfte der Schüler heben die Hand. „Wie fühlt ihr euch danach?“, fragt sie weiter. „Schwindlig“, kommt als Antwort, „leer“, „unzufrieden“, „müde“, „betäubt“, „frustriert“. Als Nächstes sollen die Jungen zu einer vorgegebenen Melodie den Rhythmus klopfen. Nach einer Weile gelingt das recht gut. Pearson jetzt: „Wie geht es euch, wenn ihr etwas tut, das ihr gut beherrscht?“ „Voller Energie“, beschreiben sich die Jungen, „beglückt“, „alles um einen wird Weiterlesen…

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Die größte Bedrohung für eine Gesellschaft, die das Glück (durch Konsum) zur höchsten Maxime erklärt hat, ist ein wunschlos glücklicher Kunde

… so resümiert der Soziologe Zygmunt Bauman in einem Interview mit Hans von der Hagen, das in dem Artikel Konsum macht einsam in der Süddeutschen veröffentlicht wurde. Dieses Interview führt uns die Mechanismen des Konsums vor Augen. Wenn wir Mitlgied der Glücksgesellschaft sein wollen, können wir gar nicht anders? Lest selbst

<<<< Beginn des Interviews >>>>

SZ: Herr Bauman, rastlos wird in unserer Gesellschaft eingekauft – weit mehr als gebraucht wird. Muss das so sein?

Zygmunt Bauman: Es ist eine Attacke aus dem Hinterhalt, die die Unternehmen führen. Das Interesse der Konsumenten wird zunächst geweckt und dann nach und nach ausgeweitet. Längst geht es nicht mehr um ein konkretes Bedürfnis, das der Verbraucher haben mag. Produkte werden beispielsweise künstlich entwertet und durch “neue und verbesserte” Varianten ersetzt. Das ursprüngliche Produkt ist dann womöglich eine Saison später nicht nur alt, sondern sogar peinlich. Wenn das funktioniert, wird das sich ständig fortsetzende Shopping zu einem Bedürfnis. So ist schon, bevor Sie ein Geschäft betreten, gesetzt, wie Sie sich entscheiden werden. Es geht um Verführung – und Sucht. Der Trick ist es, eine Weiterlesen…

Kategorien:Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft Schlagworte: , , ,

Messen wir doch bald unser Gemeinwohlbefinden mit einem Glücksindikator und nicht mehr per BIP?

Februar 1, 2011 1 Kommentar

Angeregt durch die Lektüre des nächsten Kapitels in Richard David Prechts Buch über Moral habe ich mich mal etwas schlauer gemacht, was unser Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrifft, sitzen doch Viele spannungsvoll vor dem Wachsen oder Schrumpfen dieser Zahl, als würde sie uns etwas darüber erzählen können, wie es um unseren Wohlstand bestellt ist. Denn mehr Wohlstand gleich mehr Glück könnte man meinen.

Weit gefehlt. Denn die US-Amerikaner fühlen sich seit Ende des Krieges nicht glücklicher als jetzt, und die Deutschen Weiterlesen…

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Wie viel Beschleunigung in der Wirtschaft hält der Mensch aus?

Ich habe gerade den sehr interessanten Artikel Prozesse – Mut zur Geschwindigkeit von Jens-Uwe Meyer veröffentlicht auf dem Web-Portal Havard Business Manager gelesen und kämpfe gerade mit widerstreitenden Gefühlen. Der Artikeln berichtet darüber, wie die derzeit erfolgreichsten Firmen der Welt ihre Innovationsprozesse eingerichtet haben und gibt Empfehlungen, was man davon für sich nutzen sollte.

Mikroökynomisch betrachtet bin ich begeistert, gibt der Artikel uns doch ein paar Ideen mit, wie wir selbst Innovation besser betreiben könnten. Makroökonomisch frage ich mich, ob da irgendein Gewinn bleibt, wenn nun alle Firmen in der Welt so innovativ sind und immer schneller immer nützlichere Produkte entwickeln. Ok, auf der einen Seite profitieren wir Konsumenten, weil Produkte immer besser und günstiger zu haben sind.

Aber was passiert sonst noch? Die Innovationsteams werden immer härter angetrieben, um noch schneller Ideen zu entwickeln. Mir kommt das Bild des Hamsters im Rad in den Sinn. Denn was nützt Weiterlesen…

Kategorien:Gesellschaft Schlagworte: , ,
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