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Artikel getaggt mit ‘Matriarchat’

Über die Vertreibung aus dem Paradies, und warum gehen wir nicht einfach wieder dorthin zurück?

Menschen sind faszinierende Wesen. Sie sind mit viel Intelligenz ausgestattet worden. Und mit zwei Überlebenstechniken, die unterschiedlicher nicht sein können: Kooperations- und Konkurrenzfähigkeit. Leider ist der Mensch vor einigen tausend Jahren aus dem Paradies des Matriarchats in das unterdrückende Patriarchat vertrieben worden. Lebten die Menschen früher in Fülle und konnten bedingungslos schenken und unter Gleichen (ohne Hierarchie) in Freiheit leben und im Konsens (Kooperation) ihr Leben bestimmen,  so hat ein Klimawandel vermutlich dazu geführt, dass dann das Wenige nicht mehr geschenkt werden konnte. Jetzt musste es gegen Räuber verteidigt (Konkurrenz) werden.

Nun sind wir mittlerweile soweit, dass wir wieder Fülle haben, über die wir bedingungslos wieder Schenken könnten. Nur verharren wir in alten Mustern (Gewohnheiten), weil kaum Jemand weiß, dass wir es auch wieder anders gestalten könnten. “Never touch Weiterlesen…

Auf der Suche nach einer besseren Welt: von Commons = Allmende = Gemeingut und dem bedingungslosen Schenken

Diskutant Stefan sagt: “Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich in 2000 bei der Arbeit an freier Software hatte, war: Es handelt sich nicht um eine Geschenk-Ökonomie, die nur funktioniert, wenn wieder zurück geschenkt wird. Es handelt sich gar nicht um Ökonomie. Bei der freien Software existiert die Koppelung zwischen Geben und Nehmen nicht. Wenn ich freie Software programmiere, dann tue ich das, weil ich es will. Wenn ich einen Artikel in Wikipedia erfasse, tue ich das, weil ich etwas zu einem Thema weiß, und nicht, weil ich morgen dafür die Wikipedia lesen darf. Ökonomie beinhaltet immer ein Tausch-Element, und davon will ich wegkommen. Die Menschheit ist reich genug, alle notwendigen Dinge so zu produzieren, dass wir alle gut leben können, und zwar nach folgendem Prinzip: Wir nehmen uns das, was andere geschaffen haben, und sie haben es aus keinem anderen Grund geschaffen, als dass sie es schaffen wollen, weil ihre individuelle Selbstentfaltung darin besteht, weil sie ihre Persönlichkeit darin ausdrücken, Dinge in die Welt zu setzen – Gedanken, Tassen, Computer, Käsekuchen, Gemälde oder was auch immer.

Als ich das in dem Artikel »Lasst uns die Spielregeln ändern« auf dem sehr interessanten Blog keimform.de gefunden hatte, sagte mir meine Intuition, ja, da ist was dran. Viele mich umgebende Menschen geben Weiterlesen…

Wollen wir lieber kooperativ Alle gewinnen oder konkurrierend nur Wenige gewinnen lassen?

März 14, 2011 1 Kommentar

Ich werde nun etwas Ungewöhnliches tun und einen kompletten Text von Prof. Gunther Dueck hier wiedergeben, weil ich ihn einfach so genial finde und er den Aspekt des kooperativ  - und konkurrenzgeprägten Marktes damit auf den Punkt bringt:

<<<< Beginn Text von Prof. Dueck >>>>>

Wirtschaft ist, laut Brockhaus, die „Gesamtheit aller Einrichtungen und Tätigkeiten zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse an Gütern und Dienstleistungen.“ Spätestens seit Alfred Rappaport’s Buch Creating Shareholder Value (1986) ist Wirtschaft vielleicht „die Gesamtheit aller im harten Wettbe-werb untereinander unternommenen Anstrengungen, den Wert der eigenen Unternehmen zu steigern.“ Einmal geht es um Menschen, das andere Mal um Geld und Macht. Sie wissen schon, was ich damit andeuten möchte?

Frauen vertrauen im Durchschnitt mehr dem Urteil ihrer emotionalen Intelligenz, Männer im Durchschnitt mehr ihrer analytischen Intelligenz. Diese beiden Intelligenzen kommen zu verschiedenen Wirtschaftsauffassungen. Der EQ verhilft zur Einsicht der Kooperation, der kalt berechnende IQ kämpft offen um seinen Vorteil. Ich kann das hier nicht in Kürze wissenschaftlich beweisen, ich belasse es hier bei einem illustrierenden Beispiel, das Sie alle kennen:

Ein Mensch („Innovator“) hat eine Karte, in der ein Goldschatz in der Südsee verzeichnet ist. Er muss nun einen Schiffseigner („Investor“) und einen im Pazifik erfahrenen Kapitän („Unternehmer“) finden, die mit einem Schiff hinsegeln und den Schatz holen. Dazu heuern sie Matrosen zum Mindestlohn an und Weiterlesen…

matriarchale versus patriarchale Wirtschaft

Ich habe gerade einen Artikel von der Helmut Kretzl in den Salzburger Nachrichten mit dem Titel Frauen versus Männerwirtschaft gefunden, in dem über die Arbeiten zweier Wirtschaftswissenschafterinnen berichtet wird. Hatte ich ja schon mehrfach darüber geschrieben, dass wir mit unserem aktuelle Wirtschaftssystem nicht mehr lange so weiter machen können, die beiden Frauen gehen ebenfalls starkt mit ihr in die Kritik. So sagt Frau Werlhof:

“… die gesamte Gesellschaftsordnung (ist) patriarchal geprägt …. Die jetzigen Krisen seien „der vorläufig letzte Ausdruck einer Wirtschaftsweise, die nicht die Versorgung der Bedürfnisse der Menschen zum vorrangigen Ziel hat, sondern in einer Linie die Versorgung der Bedürfnisse des Kapitals“: nämlich Akkumulation durch Profit. Damit werde am Ende der Kette kein wirklich konkreter, sondern vor allem ein abstrakter Reichtum produziert, „eben Kapital, in Form von Geld – auch virtuellem ’Finanzkapital’ und von Waren, Maschinerie, und Kommando, also Befehlsstrukturen“.”

Weiter heißt es in dem Artikel: Weiterlesen…

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Ein Plädoyer für die Verwendung des Begriffs “Matriarchat”

Januar 30, 2011 8 Kommentare

Der Begriff Matriarchat ist genauso wie der Begriff der Anarchie in unserer Gesellschaft völlig fehlverankert, wie noch gerade in den ZDF-20-Uhr-Nachrichten vom Sprecher selbst für den aktuell chaotischen, nicht ohne Gewalt ablaufenden Protest in Ägypten, fälschlich anstelle von Anomie verwendet. Warum dies so ist, kann ich noch nicht nachvollziehen. Da dem aber so ist, versuchen viele Forscher, dem Kind einen anderen Namen zu geben, um nicht selbst in einem negativen Rampenlicht zu stehen, da die Begriffe derzeit falsch beleuchtet werden.

Die 1986 gegründete, internationale Akademie HAGIA setzt sich für die Weiterverwendung des Begriffs Matriarchat ein, auch wenn er derzeit noch mit der Herrschaft der Frau verwechselt wird, da ähnlich dem Patriarchat ableitbar. Es wäre besser, den schon einmal verankerten Begriff weiterzuverwenden und ihn “nur” umzudefinieren, nämlich stehend für eine mütterlich=sorgsam, im Gleichgewicht miteinander umgehende Gesellschaft. Weitere Details sind dem Artikel der Akademie zu entnehmen, deren Lektüre ich empfehle: Warum der Begriff Matriarchat?

Nachtrag vom 25.10.2011:

Jede Meinung hält sich so lange, wie neue Informationen das Bild ins Wanken bringen. Mit diesem Artikel wurde ich nun überzeugt, dass es besser ist, nicht für das kooperative Zusammenleben ohne Hierarchien den Begriff des Matriarchats zu verwenden. So schreibtGerhard Bott in seinem Artikel
Zum Wortstamm “arché” im Begriff “Matriarchat”

Das Argument der deutschen “Matriarchatsforschung” , dass ”archy” zwar immer Herrschaft bedeutet , nur bei matriarchyangeblich nicht, entbehrt jeder Logik.  Ein so unlogischer deutscher Sonderweg hat deshalb , auch seiner Provinzialität  wegen, keine Chancen , wissenschaftlich ernst genommen zu werden. Nichts hat dies ja deutlicher gemacht als die “Anti-Gimbutas-Kampagne”. (vgl. dazu meinen Essay in diesem Blog  ).  Dies ist auch der Grund, warum sich so bedeutende Wissenschaftlerinnnen wie Marija Gimbutas und Gerda Lerner ausdrücklich von dem  Begriff   “Matriarchat”  distanziert haben.

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Sei kein Frosch – Du kannst auch etwas zum Besseren tun

Januar 23, 2011 1 Kommentar
Zertifikat der Rainforest Alliance

Zertifikat der Rainforest Alliance

Ich habe mich vor einigen Wochen umgeschaut, wo mit der Einhaltung von Regeln (=Compliance) in den Discounter-Flyern, die wir am Wochenende ohne Ende in unseren Briefkästen vorfinden, geworben wird. Ich dachte mir, dass sich hier vielleicht ein Maß an Durchdringung von Regeleinhaltungen erkennen lässt. Und ich habe gestaunt. Es hat sich mittlerweile doch ziemlich viel Gutes getan.

Das mir neueste Zertifikat ist das der Rainforest Alliance. Durch die Zertifizierung (rund 100 Kriterien) wird gewährleistet, dass auch die forstwirtschaftliche Nutzung nachhaltig ausgerichtet ist und somit zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt und natürliche Ressourcen bestmöglich schützt sowie den örtlichen Gemeinden ein Auskommen sichert. Verbraucher unterstützen durch den Einkauf von Produkten mit diesen Siegeln den Umweltschutz und fördern eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Erzeugung.

Gefunden hatte ich das Zertifikat im Prospekt von Kaiser´s für Chiquitas Bananen. Beim Googeln habe ich noch entdeckt, dass auch McDonald´s inzwischen nur noch Kaffee von entsprechend zertifizierten Produzenten verwendet. Aber auch die Plantagen-relevanten Produkte von Tchibo, Kraft Foods und Nestlé sind danach zertifiziert. Weiterlesen…

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Leben Menschen länger, wenn sie selbstbestimmter sind?

Januar 19, 2011 4 Kommentare

Auf meiner Suche nach Kulturen, die friedlicher und gemeinschaftlicher miteinander leben, habe ich mehrere Artikel über das Dorf Vilcabamba gefunden, in dem überdurchschnittlich viele über 100 Jährige leben, z.B. Mit 100 Jahren, da fängt das Leben an in einer Ärztezeitschrift.

Klar, dass Alle versuchen, den Grund zu finden, warum diese Menschen so lange leben. Alle schauen, wie man sich ernährt oder wie die Umgebung ausschaut. Aber keiner hat sich damit befasst, wie genau der Umgang dieser Menschen miteinander aussieht und in welcher seelischen Verfassung sie dabei sind. Und da scheint mir der eigentliche Grund liegen zu können.

Ich habe zudem noch einen sehr schönen zusammenfassenden Artikel zum Matriarchat von Hannelore Vonniere gefunden, der nochmals deutlich macht, was der Vorteil der Gleichbehandlung ist, insbesondere in der Konsensfindung Weiterlesen…

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Keine gute Kultur, sagt mir meine Intuition: konstante Arbeitslosenzahl, Zocken mit Geld, Hungern durch Fleisch, riskante Großprojekte …

Ich habe seit Monaten ein ungutes Gefühl, was den Zusammenhalt unserer Gemeinschaft betrifft. Derzeit haben wir wohl keine gute Kultur:

Wir warten seit über 20 Jahren darauf, dass die Arbeitslosenzahl zurück geht. Tut sie aber nicht. Nun kann man über vermeintlich faule Menschen reden. Oder meinen, dass jeder dorthin ziehen muss, wo er arbeiten kann, weil es besser für die Gemeinschaft ist, da sie dann entlastet wird, soziale Entwurzelung hin oder her. Wenn´s denn da auch Arbeit gäbe …

Wenn aber die Arbeitslosen nicht weniger werden, weil nicht mehr Erwerbsarbeit generiert werden kann, weil der Bedarf an Waren gedeckt ist und auch immer mehr automatisiert wird, aktuell durch die Cloudisierung der Computerwelt, müsste die Gemeinschaft sich dann nicht eingestehen, dass die konstante Arbeitslosigkeit auf Alle verteilt, oder auch anders ausgedrückt, die vorhandene Arbeit auf Alle verteilt werden sollte? Ist eigentlich ein einfacher Dreisatz, den auch unsere so genannten “bildungsfernen” Bürger rechnen können. Weil wir das nicht tun, geht die Angst um, selbst erwischt Weiterlesen…

Es gibt sie doch noch: regulierte und funktionierende Anarchie

Nicht Chaos und Gewalt sondern Organisation ohne Herrschaft pflegen die etwa 3 Millionen Minangkabau auf Sumatra. In dem Artikel Die Welt der Minangkabau auf dem Portal Über den genuinen Lebensstil von Ureinwohnern im Gegensatz zum Leben im Patriarchat wird ihre auf dem Matriarchat basierende und dem Patriarchat (Kapitalismus) trotzende Lebensgemeinschaft beschrieben.

Matriarchat bedeutet nicht die Herrschaft der Frau, wie es häufig mit dem Patriarchat als Herrschaft des Mannes verwechselt wird, sondern bezeichnet damit, dass die Frau in der Sippe bleibt und der Mann hinzukommt. Des weiteren zeichnet sich das Matriarchat durch Organisation durch Konsensbildung aus. Alle Mitglieder einer Sippe, egal welchen Geschlechts oder Alters (Erwachsene) besprechen sich und kommen zu einer einstimmigen Entscheidung. Diese Entscheidung Weiterlesen…

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Bedingtes Grundeinkommen gegen bedingte Nutzung gemeinschaftlicher Resourcen zu privaten Zwecken? Ob es Bolivien richtig macht?

Wenn ich mich an Nachrichten über Evo Morales Ayma, dem Präsident der Republik Bolivien, aus dem letzten Jahr erinnere, dann schwang da meist “der spinnt” mit und “der macht sein Land kaputt”. Liest man dagegen seine 10 Punkte zur Rettung unserer gemeinsamen Erde, gibt das ein ganz anderes Bild:

1. Mit dem Kapitalismus aufhören

Um den Planeten, das Leben und die menschliche Spezies zu erhalten, müssen wir mit dem Kapitalismus aufhören. Es ist Zeit, die finanziellen Schulden des Südens gegen die ökologischen Schulden des Nordens aufzurechnen.

2. Auf Kriege verzichten

Nichts und niemand kann sich aus einem Krieg ausschließen. Die Kriege sind die größte Verschwendung und Plünderung von Leben und der natürlichen Ressourcen. Wir, die indigenen Völker des Planeten, müssen der Welt sagen, dass Weiterlesen…

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