Ich habe ein schönes Beispiel funktionierender Anarchie gefunden, in der seit 1987 etwa 80 große und kleine Leute Erfahrungen gesammelt haben. Auf der Web-Site der Kommune Niederkaufungen, 10 Km von Kassel gelegen, lässt sich speziell zum wichtigen Konsensentscheiden Folgendes im Zusatz zum Grundsatzpapier finden:
“Das bedeutet bei uns: Alle können sich an der Entscheidungsfindung beteiligen; es gibt keineAbstimmungen; jedeR Einzelne hat ein Vetorecht.
Im Grundsatzpapier steht: „Wir wollen, dass Entscheidungen möglich sind, die jede Meinungberücksichtigen und somit von allen getragen werden können.“
Wir treffen uns alle einmal wöchentlich im Plenum. Die Teilnahme wird erwartet. Kinder könnenam Plenum teilnehmen und ihre Anliegen einbringen. Die Form der Entscheidungsfindung ist im Laufe der Zeit mehrfach weiterentwickelt worden. Anstatt im Gesamtplenum diskutieren Weiterlesen…
Gefällt mir:
Sei der Erste, dem diese(r) Artikel gefällt.
Ich hatte mit meinem Post Keine gute Kultur, sagt mir meine Intuition: konstante Arbeitslosenzahl, Zocken mit Geld, Hungern durch Fleisch, riskante Großprojekte … deutlich machen wollen, dass mir meine Intuition sagt, dass in unserer Kultur etwas ganz schief läuft. Und zwar wider unserer menschlichen Natur. Das klar wahrnehmbare, immer schneller Auseinanderdriften zwischen Reich und Arm einhergehend mit der Verrohung unserer Gesellschaft kann nur ins Chaos führen. Was, wenn wir keinem mehr vertrauen können, im Konkurrenzkampf jeder gegen jeden steht? Kann dann überhaupt noch etwas gelingen?
Ist es dann nicht besser, wenn wir wieder mehr kooperativ werden, wenn wir wieder wirtschaften, damit wir Güter für ein besseres Leben produzieren und nicht damit mehr Geld angehäufelt wird. Ich habe mal wieder einen interessanten Beitrag zum Umdenken gefunden. Es ist noch ein Entwurf, veröffentlicht im letzten Monat auf der Plattform einer solidarischen und lebensdienlichen Wirtschaft: Eine andere Wirtschaft ist möglich – Entwurf einer Solidarischen Ökonomie“. Darin ist im Kapitel 3.2 mit entsprechenden Quellenangaben zu lesen, dass wir Menschen zwei Pole in uns haben, aber vorrangig zum Gesellschafts-bejahenden tendieren:
“Der Mensch existiert von seiner Evolution her nicht als Einzelwesen, sondern als Gemeinschaftswesen. D.h., dass der Mensch weder als Individuum noch als Gattung isoliert ohne andere oder Weiterlesen…
Gefällt mir:
Sei der Erste, dem diese(r) Artikel gefällt.
Gibt es aktive Initiativen, die sich um ein anderes Wirtschaften bemühen, eins, das nicht auf Gewinnmaximierung um jeden Preis aus ist? Dem ich mal nachgegangen und habe die folgenden Organisationen gefunden:
Stiftung trias – wohnprojekte-portal.de
- Fördert Initiativen , die Fragestellungen des Umganges mit Grund und Boden, ökologische Verhaltensweisen und neue Formen des Wohnens aufnehmen.
- Wendet sich gegen die Spekulation mit Grund und Boden. Mit Hilfe des Erbbaurechtes will sie aktiv als Bodenträger auftreten. Über den Erbbauzins sollen Mittel angesammelt werden um junge Projekte unterstützen zu können. Weiterlesen…
Gefällt mir:
Sei der Erste, dem diese(r) Artikel gefällt.
Ich hatte schon vor Kurzem auf das RealExperiment hingewiesen, das in Kürze startet und erproben will, wie eine Firma ohne hierarchische Strukturen (ohne Herrschaft) funktionieren kann. Heute wollte ich wissen, ob es ähnliches wie die Kooperativen in Argentinien nicht auch schon in Deutschland gibt. Und das 10 Jahre alte Wikipedia ist auch hier wieder eine gute Hilfe. In einer solidarische Ökonomie wird demnach Arbeit kollektiv, solidarisch und hierarchiefrei organisiert (=Anarchie) und stellt eine Strategie zur Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung dar. Weiter kann in der Frankfurter Rundschau online vom 7.7.2008 im Artikel Inseln im kapitalistischen Meer von Roland Bunzenthal gelesen werden:
“In kooperativer Form werden lokale Potentiale mit lokalem Bedarf zu einem Netzwerk verknüpft. Für die Abgrenzung solcher Betriebe haben die Wissenschaftler Weiterlesen…
Gefällt mir:
Sei der Erste, dem diese(r) Artikel gefällt.
Letzte Kommentare