Startseite > Ethik > Wie leicht es ist, unser Klima nur durch Änderung unserer Ernährung zu retten

Wie leicht es ist, unser Klima nur durch Änderung unserer Ernährung zu retten

Nachdem ich meinen ökologischen Fußabdruck kennengelernt habe, bin ich ein wenig auf die Suche gegangen, was ich denn persönlich noch mehr tun kann? Dabei bin auf den lesenswerten Beitrag Muttis Sauerbraten und der Untergang der Welt – Vom Glück und von den Schwierigkeiten durch Essen die Umwelt zu schützen von Manfred Edinger gestoßen. Er hat eine Reihe von guten Argumenten aufgeführt, die klar machen, dass ein guter Beitrag allein durch die Umstellung der Ernährung geleistet werden kann.

Besonders beeindruckt hat mich sein Hinweis, dass wir wichtige Bibelzitate einfach geglaubt haben und uns nicht vergewissert haben, was Gott denn tatsächlich gesagt haben soll.

<< Beginn seines Textes>>

„Wenn es darum geht, die Umweltzerstörung zu erklären, wird immer wieder unsere Prägung durch das jüdisch-christliche Weltbild angeführt und die folgende Stelle aus der Genesis zitiert: „Seid fruchtbar und mehret Euch und macht Euch die Erde untertan“. Regelmäßig wird dieses  Zitat dabei aus seinem Zusammenhang gerissen und verkürzt wiedergegeben. Das Original lautet folgendermaßen: „Gott segnete sie und sprach zu ihnen: ‚Seid fruchtbar und mehret euch, füllet die Erde und machet sie untertan und herrschet über des Meeres Fische, die Vögel des Himmels und über alles Getier, dass sich auf Erden regt!’ Gott sprach weiter: ‚Seht ich gebe euch alles Grünkraut, das auf der ganzen Erde Samen trägt und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten; dies diene Euch als Nahrung!’“ Es ist keine Rede davon, dass die Tiere als Nahrung für den Menschen geschaffen wurden. Gott bestimmt den Menschen sozusagen zum Veganer.

Auch findet sich kein Hinweis darauf, dass die Menschen die Erde ausbeuten sollen, im Gegenteil: An einer etwas späteren Stelle wird klar, was mit untertan machen und herrschen gemeint ist: „Gott der Herr sprach: ‚Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei, ich will ihm eine Hilfe machen als sein Gegenstück.’ So bildete Gott der Herr aus der Erde allerlei Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zum Menschen um zu sehen, wie er sie benennen würde; und ganz wie der Mensch jedes Lebewesen benannte, so lautet sein Name.“ Es geht dabei also um „Herrschen“ durch sprachliches Bewusstsein, durch Benennen, nicht durch Schädigen der Tiere, die dem Menschen als „Gegenstück“, also quasi als Hilfe zur Bildung einer Identität als Mensch dienen sollen.

<< Ende seines Textes>>

und dass wir mit der Umstellung vom Fleichverzehr nicht nur etwas für unseren Klimaschutz tun können sonder auch gleich noch etwas gegen die Bekämpfung der Armut – es hungert jeder 6. Mensch auf der Erde – tun können, zeigt dieser kurze Film sehr eindrucksvoll:

Kategorien:Ethik Schlagwörter: ,
  1. Du hast noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: