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Wer sind die Rebellen in Libyen? Warum wird darüber so wenig berichtet?

Sind unsere Medien nicht mehr frei? Warum beschleicht mich seit Wochen das Gefühl, dass mit Libyen etwas nicht stimmt. Dass wir hier desinformiert werden. Informationen Häppchen-weise erhalten, die sich immer etwas schlimmer anhören, so als wolle man uns auf den endgültigen Krieg mit Bodentruppen vorbereiten? So Häppchen-weise, dass wir nichts bemerken, so wie es einem Frosch geht, der im kalten Wasser sitzt, das langsam erhitzt wird und er erst was merkt, wenn es zu Ende ist.

Sicher ist Gaddafi ein schräger Vogel und hat sicherlich einiges zu verantworten, was nicht koscher ist. Aber da gibt es ja westlich-orientierte Staaten, die so tun als ob, aber auch reichlich Leid verursachen.

Aber schauen wir uns das Völkerrecht an. Dies besagt, dass man von außen in die Belange eines souveränen Staats nicht eingreifen darf, solange in diesem Staat keine systematischen, ethnischen „Säuberungen“ passieren. Das ist in Libyen nicht der Fall. Hier haben bewaffnete Rebellen begonnen, gegen die eigene Staatsmacht vorzugehen. Dass diese das Recht hat, sich zu verteidigen, sollte außer Frage stehen. Nach dem Völkerrecht darf von außen auch keine Partei ergriffen werden, sprich eine Partei z.B. durch Waffenlieferung oder Ausbildung an der Waffe, geholfen werden. Kant hat sich sicher im Grab umgedreht, als allein die Resolution zum  Flugverbot beschlossen wurde. Immerhin hat sich Deutschland zumindest enthalten.

Was ich aber ganz und gar nicht verstehe ist, warum sich vor wenigen Jahren unsere westlichen Staatsmänner ein Wettstreit gaben, wer Gaddafi am stärksten die Hand schütteln konnte. Und von heute auf morgen soll alles ganz anders sein?

Also habe ich  mich mal wieder im Netz auf die Suche gemacht und habe einige Quellen gefunden, die doch etwas mehr Informationen bieten, als die paar wenigen seichten Worte, die uns in den klassischen Fernsehabendnachrichten geboten werden.

Da fragt zum Beispiel der Freitag Libyen – Züchtet sich der Westen neue Dschihadisten heran? In dem Artikel lässt sich wie folgt lesen:

 Dabei gerät außer Blick, um wen es sich bei den Aufständischen eigentlich handelt. Zum einen sind zahlreiche Generäle aus Gaddafis Armee zu den Aufständischen übergelaufen, mindestens fünf ihrer Führer, darunter der ehemalige Geheimdienstchef Gaddafis, gehörten bis vor Kurzem viele Jahre lang dem Regime an. Kann dieses Personal trotz jahrelanger persönlicher Verwicklung in zahlreiche Verbrechen eigentlich der Träger eines demokratischen Aufbruchs sein?

Die Aufständischen haben unterschiedliche Motive, sich gegen das Gaddafi-Regime zu wenden. Andy Stone: „The revolt was started in Benghazi on February 15-17th by the group called the National Conference of the Libyan Opposition. The protests had a clear fundamentalist religious motivation, and were convened to commemorate the 2006 Danish cartoons protests, which had been particularly violent in Benghazi. Diese Aktivisten wandten sich insbesondere gegen die Schließung islamistischer Seminare, das Verbot von entsprechenden Publikationen und die Inhaftierung von Islamisten. Sie werfen Gaddafi in vielfältiger Form die Verletzung islamischer Regeln vor (vom Kopftuch bis hin zur Frage, ob Homosexualität mit dem Tode bestraft werden soll oder ob Juden und Christen Mekka besuchen dürfen). Eigentlich müsste der Westen dabei applaudieren, ist der Kampf gegen den gewaltätigen Islamismus doch eines seiner Hauptanliegen. Schließlich kämpft Gaddafi nicht nur im eigenen Land gegen den Islamismus, sondern unterstützt auch den weltweiten Kampf des Westens.

Bei einem anderen Teil der Aufständischen hat sich der Gebrauch von Waffen längst usualisiert und gehört gleichsam zur Alltagskultur: Vor allem aus dem Osten des Landes rekrutierten sich Dschihadisten, die im Irak ein Fünftel der islamistischen Kämpfer ausmachen (The Economist) und viele kämpfen demnach auch in Afghanistan auf Seiten der Taliban. Dass Gaddafi den internationalen Kampf gegen den Terrorismus unterstützte, war diesen Kämpfern ein zusätzlicher Dorn im Auge. Hinzu kommt die schon seit vielen Jahren sich immer wieder in Unruhen entladende Unzufriedenheit darüber, dass die Stämme in der Kyrenaika (historische Bezeichnung für die ehemalige östliche Provinz) bei der Ausbeutung des Erdöls benachteiligt werden.

Ein weiterer Artikel titelt Heisst das Monster Gaddafi ? Darin ist ein Artikel von Fidel Castro selbst aufgeführt, ins Deutsche übersetzt: REFLEXIONEN DES GENOSSEN FIDEL Die Nato, der Krieg, die Lüge und die Geschäfte. Hierin erzählt er den Verlauf der letzten Jahre  und dichter der Wochen vor Kriegsbeginn. Mal eine interessante Blickweise mit der Hinterfragung, warum plötzlich die Kehrtwende.

Weiter geht es mit einem Artikel Libyen: Nicht Revolution, sondern Konterrevolution. In diesem sehr langen und informativen Artikel wird ebenfalls klargestellt, dass die Rebellen aus einer sehr kritischen Massen bestehen:

Nach heutigen Erkenntnissen ist der libysche Zweig von Al-Kaida die Fortsetzung der Libyschen Islamischen Kampfgruppe, deren Zentrum die Städte Darnah und Benghasi sind. Die ethnische Basis der LIFG bildet allem Anschein nach der Gaddafi-feindliche Stamm der Harabi, dem neben der Mehrheit der Mitglieder des Rebellen-Rats auch die beiden Hauptanführer der Rebellion, Abdul Fattah Junis und Mustafa Abdul Jalil, angehören. Alles deutet demnach darauf hin, dass es in der Praxis Überlappungen zwischen der LIFG, der Elite des Harabi-Stammes und dem von Obama unterstützten Rebellen-Rat gibt. Von Fred Wills, dem inzwischen verstorbenen ehemaligen Außenminister von Gyuana, habe ich vor vielen Jahren gelernt, dass sich hinter der Maske politischer Gruppierungen in Entwicklungsländern (und nicht nur dort) oftmals ethnische und religiöse Rivalitäten verbergen; so ist es auch in Libyen. Die Rebellion gegen Gaddafi ist ein gefährliches Gebräu aus fanatischem Hass gegen Gaddafi, Islamismus, Stammeswesen und Lokalpatriotismus.

Scholl Latour beschreibt in einem Beitrag „Wer sind die Rebellen? “in „Bild“, am 22. März 2011 eine andere Gruppe von Libyern, die sich ebenfalls den Rebellen angeschlossen haben:„Das sind Leute einiger weniger Stämme in Ostlibyen nahe der ägyptischen Grenze, die mit der Regierung in Tripolis unzufrieden waren. Sie haben sehr unterschiedliche Interessen. Eine wichtige Rolle unter den Rebellen nimmt die islamische Senussi-Bruderschaft ein, die einst den gestürzten Konig Idris I gestellt hat.“

Die Senussi-Bruderschaft galt lange Zeit auch im Westen als Terrororganisation, die von Killerauftragsmorden lebt. Und ausgerechnet diese Rebellen werden von dem ehemaligen Innenminister Gaddafis, Junis, geführt, der aus dem an der libysch-ägyptischen Grenze sesshaften Stamm der Obeidat stammt.

Besonders interessant sind die Zahlen zu dem Wasserprojekt, das 2009 vorgestellt worden ist. Die Wasserreservoires haben einen Wert von einigen Billionen Euro und sollten den ganzen Afrikanischen Norden in eine blühende Landschaft verwandeln. In dem Artikel  ist selbst wieder ein Artikel aus den Maghreb Nachrichten vom 20.03.2009 übersetzt wiedergegeben:

Libysche Offiziere präsentierten zum ersten Mal auf dem 5. Weltwasserforum in Istanbul ein Projekt zur Wasserförderung, das auf 33 Milliarden Dollars geschätzt wurde. Das Projekt wurde als die 8. Weltwunder bezeichnet und sieht die Errichtung eines künstlichen Flusses vor, damit die Bevölkerung im Norden Libyens mit trinkbarem Wasser versorgt werden können. Die Projektarbeiten wurden seit 1980 im Auftrage des libyschen Führers, Muammar Gaddafi, eingeführt. 2/3 des Projekts wurde bereits fertig gestellt. Es handelt sich um eine 4 000 Km lang Wasserleitung, die im Grunde liegendes gepumptes Wüstenwasser durch die libysche Sahara in den Norden fliessen lässt. „Die Studien zeigten, dass das Projekt kostensparender als die anderen Alternativen war.“ meldete der für das Grundwassermanagement zuständige Fawzi al Sharief Saeid. Der Wasservorrat reicht nach Berechnungen bis zu 4.860 Jahren, wenn die davon profitierenden Staaten Libyen, Sudan, Tschad und Ägypten ihn wie es vorgesehen verwenden.

Das Wasserprojekt in Libyen

Das Wasserprojekt in Libyen

Bei einem solchen Projekte könnte man schon ins grübeln kommen, was es bedeutet, so unabhängige Staaten in ganz Nordafrika zu bekommen. Diese konnten dann locker eine sehr autarke Afrikanische Union bilden. Damit wäre die Macht über Afrika ade.

Wie sieht es denn mit den Greueltaten aus?

Im Fernsehen der öffentlch, rechtlichen und im Radio hören wir immer nur von den Greuerltaten der Gaddafi-Getreuen. Hier ist ein Bericht, welche Greuerltaten von den Rebellen zu hören ist:
Libyen: Immer mehr Gräueltaten der Rebellen Immer mehr Gräueltaten der Rebellen:

Die grausamen Berichte decken sich mit Angaben von Zeugen aus Städten, in denen die Rebellen-Truppen bisher gewütet haben.Die Häuser werden durchsucht, Regierungstreue verschleppt und an unbekannten Orten misshandelt und getötet. Gestern sollen Rebellen Streumunition auf Wohngebiete Misrata abgeschossen haben. Später behaupteten sie, Gaddafis Truppen seien dafür verantwortlich. Die Munition, von der  Fragmente gefunden wurden, wiesen als Herkunftsland das Nato-Mitglied Spanien aus.

Wie sieht das eigentlich völkerrechtlich aus?

Das ist auch so eine spannende Frage. Ich erinnerte mich, das auch Kant schon sagte, dass Niemand ein Recht hat in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einzugreifen. Es müsse von innen her genesen, auch wenn es in diesem Konflikt Tote gäbe. Also habe ich nochmals gesucht und bin auf der Seite AG Friedensforschng in dem Artikel Libyen-Krieg und Völkerrecht von Gregor Schirmer, ehemailger Professor für Völkerrecht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und an der Humboldt-Universität zu Berlin,  geworden

In Libyen herrscht offensichtlich ein Bürgerkrieg. Bewaffnete Aufständische und Regierungstruppen stehen sich gegenüber. Das Interventionsverbot verlangt, dass andere Staaten, auch die UNO, nicht in einen solchen Krieg eingreifen, schon gar nicht mit militärischen Mitteln. Zu diesen Mitteln gehören auch Waffenlieferungen. Die Charta bestimmt, dass das Nichteinmischungsprinzip die Anwendung von Zwangsmaßnahmen nach Kapitel VII nicht berührt. Aber auch der Sicherheitsrat ist bei seinen Entscheidungen an das Völkerrecht gebunden. Anderen Staaten oder Staatengruppen die Erlaubnis zu erteilen, in einem Bürgerkrieg mit militärischen Mitteln Partei zu ergreifen, damit die Aufständischen einen Regimewechsel erzwingen können, gehört nicht zu seinen Befugnissen.

Auch der Artikel Die Militärintervention gegen Gaddafi ist illegitim Von Reinhard Merkel auf F.A.Z.net kommt zu dem Ergebnis, dass hier Völkerrecht gebrochen wird.

Ob man Diktatoren zum Teufel jagen soll, ist die eine Frage – selbstverständlich soll man das, so gut es geht. Man muss sich aber auch dem trostlosen Befund aussetzen: Die Intervention der Alliierten in Libyen steht auf brüchigem normativem Boden.

Der Blogger honigmann weist in seinem Post Deutschland beteiligt sich an geheimen Kriegsplanungen darauf hin , dass die EU schon den Einsatz von Bodentruppen vorbereiten würde.

„Deutschland beteiligt sich an geheimen Kriegsplanungen. So wird in der Europäischen Union der Einsatz von Bodentruppen in Libyen vorbereitet. Die Bundesregierung hat diesem Planungsvorlauf nicht widersprochen. Zudem verweigert sie den Abgeordneten des Bundestages die nötigen Informationen“, so Wolfgang Gehrcke anlässlich der Pläne der EU zum „Operationskonzept für eine Aktion EUFOR Libya“. Konkrete Operationspläne sollen diesem Planungsverfahren folgen. Der außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter: „Die Begründung, dass es sich um eine humanitäre Intervention handeln würde, trägt nicht. Bislang liegt keine Anfrage der Vereinten Nationen vor. Im Gegenteil: das OCHA betont, dass eine militärische Unterstützung nicht erforderlich ist.

Wenn man also nur will, dann lässt sich im Gegensatz zu unseren Standard-Medien doch einiges mehr rauslesen und erhält die Bestätigung für seine Intuition, dass nach Afghanistan und Irak nun ein Krieg mit einer weiteren Lüge begonnen wird. Die Frage ist, warum Russland, China, Indien und Brasilien hier der USA und Nato nicht die rote Karte gezeigt haben. Aber vielleicht verstehe ich das ja irgendwann auch nochmal …

Nachtrag vom 21.05.2011

Volker Pispers hat lange vor Lybien einen genialen Bühnenauftritt zum 11. September hingelegt, bei dem er die Taten der Regierungen der USA in einer Art und Weise seziert, dass einem die Spucke wegbleibt. Noch ein Mann mit einem Arsch in der Hose:

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Nachtrag vom 24.07.2011:

Hier ist noch ein Beitrag, der den neuen Imperialismus des 21. Jahrhunderts argumentiert und auch auf die Hintergründe zum Angriff auf Libyen eingeht. Zwar etwas martialisch am Anfang und Ende, aber die Informationen sprechen für sich:

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  1. Oktober 5, 2011 um 11:37 pm

    Hier spricht ein Blogger etwas anders über die Situation in Libyen. Dort wären 90% inzwischen gegen die Rebellen …
    http://einarschlereth.blogspot.com/2011/10/libyen-sturm-auf-sirte-gescheitert-tnc.html

  2. Kevin
    Oktober 6, 2011 um 12:39 am

    Dr. Martin Bartonitz :
    Hier spricht ein Blogger etwas anders über die Situation in Libyen. Dort wären 90% inzwischen gegen die Rebellen …
    http://einarschlereth.blogspot.com/2011/10/libyen-sturm-auf-sirte-gescheitert-tnc.html

    Ein Beitrag der an journalistischer Seriosität kaum zu übertreffen ist…

    • Oktober 6, 2011 um 7:54 am

      Nur weil er nicht ins Schema passt? Was, wenn er inhaltlich absolut korrekt ist, und nur textuell besser sein könnte?

  3. Kevin
    Oktober 6, 2011 um 9:11 am

    Was, wenn er nur in Ihr Schema passt und mir der Realität nichts zu tun hat? Haben Sie sich in den letzten Monaten mal in einem Libyer unterhalten? Sicher nicht, das sollten Sie tun! Sie würden sich in Grund und Boden schämen einen solchen Beitrag hier zu verlinken.

    • Oktober 6, 2011 um 9:31 am

      Wer mit einem Libyer der jeweils passenden Seite spricht, wird das hören, was diese Seite vertritt. Also müssten sie auch mit einem Libyer der anderen Seite sprechen. Da unser Mainstream aber nur die eine Seite sprechen lässt, greife ich mit meinen Beiträgen Inhalte der anderen Seite auf, so dass die zu hörenden Information ausgewogener werden.
      Nur wer auch die andere Seite anhört, ist in der Lage, kritischer auf das zu schauen, was man uns seitens der Herrschenden zu denken aufgibt.

  4. Oktober 24, 2011 um 5:59 pm

    Die Nato zerstört, von handfesten Interessen und vom Geist rücksichtsloser Gewalt geleitet, die Menschen leiden. so schreibt Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten

    Die Linke wurde auch wegen ihrer Ablehnung der militärischen Intervention der NATO als radikal gescholten. Dabei gäbe es gute Gründe für ein breites Parteienbündnis in Deutschland, sich wegen der Entwicklung der NATO hin zu einem Kriegsführungsbündnis Sorgen zu machen. Es gäbe auch gute Gründe, den Menschen verachtenden Zynismus und den imperialen Charakter der neuen NATO, wie sie im Falle der Intervention in Libyen wieder einmal sichtbar wurde, zu beklagen und dagegen anzugehen.

  5. Oktober 30, 2011 um 7:24 pm

    Nun haben wir es schwarz auf weiß, was die Rebellen in Libyen wirklich wollen:

    Libya: Militias Terrorizing Residents of ‘Loyalist’ Town | Human Rights Watch

    ‎Beharrlich von den NATO-Propagandamedien ignoriert: Jetzt kommt sogar die US-freundliche Menschenrechtsorganisation Human Rigths Watch – eher auffällig im Vertuschen der NATO-Verbrechen – nicht mehr umhin, schwerste Kriegsverbrechen durch die NATO-Al-Kaida-Rebellen festzustellen. Die Stadt Tawergha mit ehemals 30.000 vorwiegend dunkelhäutigen Einwohnern wurde komlett ethnische gesäubert, etliche Einwohner brutal ermordet, deportiert, die Stadt zerstört, geplündert und brandgeschatzt. Die Misurata-Brigaden wollen eine Rückkehr der überall im Land verstreuten Flüchlinge nicht zulassen. All diese Taten und die Kollektivbestrafung der Einwohner einer Stadt, stellen klar Kriegsverbrechen dar. Die NATO hatte nichts anderes zu tun, als den Verbrechern dieser Brigaden den Weg nach Sirte freizubomben, ihnen schwere Waffen und Munition und eingebettete Spezialeinheiten zur Verfügung zu stellen, um dort die Stadt in Schutt und Asche zu legen.

    • Kevin
      Oktober 30, 2011 um 8:11 pm

      Ich finde es wirklich schade, wie Sie die Verbrechen der einen mit den Verbrechen der anderen zu rechtfertigen versuchen. Auf nichts anderes läuft ihr Kommentar doch hinaus…

      • Oktober 30, 2011 um 11:25 pm

        Ich rechtfertige nicht. Gaddafi hat mit Sicherheit Dreck am Stecken und hat unterdrückt und sicher auch foltern lassen, was ich absolut verurteile. Ich will hier nur aufzeigen, dass sich gerade bestätigt, was zu erwarten war, wenn mit Gewalt ein Umsturz erfolgt. hier wird nun mit gleicher Münze, und ich wage zu prognostizieren, noch viel schlimmer nun agiert. Ich sehe dieses Land in Chaos sinken, das den Menschen noch viel mehr Leid und Ausbeutung bringen wird, als sie zuvor hatten. Und da darf man dann schon fragen: war es das wert? Zumal wir auch sehen, wer sich die Milliarden nun einstreicht. Das „befreite“ Volk geht dabei wieder aml leer aus.

  6. November 1, 2011 um 11:01 pm

    Auf The Intelligence ist heute der wichtige Artikel Warum die Wahrheit so oft zurückgewiesen wird von Konrad Hausner veröffentlicht worden, der aufzeigt, warum es so schwierig, aufklärend gegen bekannte Strukturen zu wirken. Psychologen kennen dies als Kognitive Dissonanz.

    Wir sind die Guten, wir leben in einem fortschrittlichen Land, hier herrscht Recht und Ordnung, wir leben in Freiheit, in Wohlstand – und wir sind stolz darauf. Ungerechtigkeiten, Verfolgung, Ausbeutung und Unterdrückung gibt es nur bei den Anderen. Das eigene Selbstwertgefühl mag, zumindest zu einem Teil, darauf beruhen, einer Gesamtheit anzugehören, die es auch wirklich verdient, stolz auf sie zu sein. Und wer lässt sich diese Illusion schon rauben? Da schalten wir doch lieber unsere rationale Denkfähigkeit ab.

  7. Kevin
    November 2, 2011 um 12:57 am

    Ironischerweise eignet sich das Modell der kognitiven Dissonanz auch hervorragend, um Verschwörungstheorien zu erklären. Sie selbst haben sich als bestes Beispiel inszeniert, wenn es darum ging, Ihre core beliefs (sorry, ich kenne keinen deutschen Ausdruck dafür) mit noch so guten Argumenten und Fakten zu erschüttern… es wird vermutlich nicht funktionieren.

    Achja, und wieso ist dieser Artikel „wichtig“?

    • November 2, 2011 um 7:43 am

      Um zu verstehen, warum Menschen sich selbst von den überzeugendsten Fakten nicht überzeugen lassen wollen und es deshalb etwas länger brauchen wird, etwas ändern zu können. Steter Tropfen hölt den Stein …

  8. November 6, 2011 um 6:39 pm

    Genial: nun wissen wir, was den libyschen Rebellen der Hilferuf an die Nato kosten wird:
    NATO gestattet sich Kostennote an NTC, von denkbonus

    480 Milliarden US- Dollar fordert die NATO von den Rebellen nach erbrachter Leistung. Dies entspricht ziemlich genau der Summe, die US- Marionettenführer Mahmud Dschibril für den Wiederaufbau des Landes innerhalb der nächsten 20 Jahre veranschlagt hat. Getreu dem Motto: Leistung muss sich wieder lohnen, lässt die NATO sich jeden der unzähligen Toten einzeln bezahlen.

    Und das Säbelrasslen geht weiter: nun darf der Iran dran glauben. Jedenfalls dann, wenn wir nicht laut rufen, dass jetzt Schluss mit den Erobergungskrisen ist!

    • Kevin
      November 6, 2011 um 8:49 pm

      Der Informationsgehalt ist gleich null!

      Es ist schade, dass Sie so auf die „Mainstreammedien“ schimpfen, weil nur im Netz die „Wahrheit“ steht und dann posten Sie hier so eine… ähm „Mist“.

      Die Ausbreitung der Meldung und ihre, ich bezeichne es mal als inhaltliche Flexibilität, beobachte ich schon seit ein paar Tagen. Mindestens seit dem 30 Oktober geistert dieser Müll im Netz herum und ist mittlerweile in einige Sprachen übersetzt worden. Doch entweder mangelt es den Übersetzern an Sprachkenntnissen, oder sie haben einen Drang zur Überdramatisierung. Zu Anfang waren es 40.000 Opfer, dann 70.000 Opfer und morgen sind es bestimmt schon 1 Mio.

      Immerhin die Zahl 480 Milliarden ist tatsächlich einmal im Libyen Kontext gefallen ist. Das war Mitte Mai, als Mahmoud Jibril in einem Interview Gaddafi beschuldigt hat, dass Land zu zerstören. Er schätzte damals den Schaden, den sein Regime angerichtet hatte, auf 480 Milliarden Dollar.

      Hatten Sie nicht mal einen Beitrag zitiert, in dem gefordert wurde, dass Leuten, die nicht Nachdenken das Wahlrecht entzogen gehört… irgendwie gewinnt dieser Vorschlag für mich immer mehr an Attraktivität 😉

  9. November 6, 2011 um 8:44 pm

    Heute Gaddafi – morgen Du

    Alle Mainstream- Medien sind sich einig:

    In Libyen wurde ein böser Diktator, der schlimmer war als Hitler und der sein eigenes Volk langsam wegmordete, gestürzt. Die NATO „half“ dabei den „Rebellen“ Libyens unter Beifall des libyschen Volkes.

    Opposition gegen diese Darstellung gibt es nur in alternativen Foren und Blogs wie diesem hier.

    Die Wahrheit ist:

    Die NATO hat einen souveränen Staat, der keinem NATO- Staat den Krieg erklärt hatte und keine Bedrohung darstellte, überfallen, tausende Zivilisten abgeschlachtet und Staatschef Gaddafi foltern und töten lassen. Die NATO hat auf diese Weise in Libyen den gleichen islamischen Extremisten, die sie angeblich in Afghanistan bekämpft, zur Macht verholfen. Im vormals modernsten und dem Westen wohlgesonnensten Staat Afrikas wird nun das islamische Recht, die Scharia, eingeführt.

    • Kevin
      November 6, 2011 um 9:00 pm

      Gut, dass es immerhin im Netz Leute gibt, die die Wahrheit kennen…

      • November 6, 2011 um 10:58 pm

        Aber sie sehen schon, dass die USA mit der NATO emsig an der Eroberung der Welt arbeiten, und wenn jetzt auch schon die Meidenmaschinereie sich auf den Iran einschießt, der 3. Weltkrieg nicht mehr ganz auszuschließen ist?

  10. November 6, 2011 um 11:53 pm

    Ein Amerikaner, der die richtigen Fragen an die gewählten Volksverträter stellt und klar macht, dass das, was die US-Amerikaner in der Welt anstellen, nicht Gutes ist:

  11. Kevin
    November 7, 2011 um 10:53 am

    Dr. Martin Bartonitz :
    Aber sie sehen schon, dass die USA mit der NATO emsig an der Eroberung der Welt arbeiten, und wenn jetzt auch schon die Meidenmaschinereie sich auf den Iran einschießt, der 3. Weltkrieg nicht mehr ganz auszuschließen ist?

    Ich sehe, dass etwas passiert. Ich sehe, dass Dinge passieren, die besser nicht passiert wären. Eine Eroberung der Welt durch die USA und erst recht durch die NATO kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Im übrigen sind es nicht die Medien, die sich auf den Iran einschießen, sondern einige Regierungsvertreter verschiedener Staaten haben das Thema auf die Agenda gesetzt, weil sie Schlimmes befürchten. Die Medien machen das einzig richtige: Sie nehmen das Thema auf und berichten darüber, um einen öffentlichen Diskurs anzuregen.

  12. Kevin
    November 7, 2011 um 3:30 pm

    Spielt das eine Rolle, wenn man seinen Kopf benutzt? Solange wir in Deutschland keine italienischen Verhältnisse habe, sehe ich keinen Grund mich zu beklagen. Von links bis rechts finden sie zu jeder politischen Richtung auch die passende Zeitung. Auch im öffentlich-rechtlichen finden sie kritische Sendungen, Kommentare und Nachrichten über „die da oben“. Nur weil Ihre Themen und Ihre Sichtweise dort wenig Raum einnehmen, ist das wohl kaum ein Grund Voreingenommenheit zu unterstellen.
    Wenn ich mir aber einige Ihrer Beiträge hier so ansehen, dann finde ich es wirklich schade, dass ich bislang nur wenig darüber gelesen oder gesehen habe. Kritische Berichterstattung ausdrücklich erwünscht!

    … allerdings über Blogs und Foren wie dieses hier!

  13. November 7, 2011 um 9:40 pm

    Und da ja die Standarpresse schon begonnen hat, für den Krieg gegen den Iran zu trommeln, sollten wir wieder links und rechts nach weiteren Wahrheiten fahnden. Nochmals vorab: ich bin kein Antisemit. Aber es muss erlaubt sein, auch die Führer Israels anklagen zu dürfen, wenn sie zu weit gehen, denn es steht dieses Mal ziemlich viel auf dem Spiel:

  14. Kevin
    November 7, 2011 um 10:31 pm

    Ich finde es wirklich bedauernswert, dass man den Hinweis: „Ich bin kein Antisemit“ schon fast reflexartig vor kritische Anmerkungen zur israelischer Außenpolitik stellt. Leider erscheint es eine Notwendigkeit geworden zu sein. Ich tue das nicht und wer die Frechheit besitzt, mir so etwas vorzuwerfen, von dem weiß ich, dass er ohnehin nichts Konstruktives beizutragen hat. Nur als Randnotiz.

    Ein „Trommeln“ gegen den Iran kann ich nicht feststellen. Die letzten Tage habe ich in verschiedenen Zeitungen darüber gelesen und ein aktives Dafür konnte ich nirgendwo entdecken. Wer die Debatte aufmerksam verfolgt hat, dem wird aufgefallen sein, dass auch in der israelischen Regierung unterschiedliche Positionen vertreten werden. Die Angriffsposition finde ich nicht gut, aber wer die Situation in Israel kennt, der kann sie zumindest nachvollziehen. An diesem Punkt gilt es doch anzusetzen.

    Einem iranischen Präsident, der die Auslöschung Israels propagiert, traut man halt nicht zu, dass er sein Atomprogramm nur zu friedlichen Mitteln aufbaut. Zu recht wie ich finde… und ich lebe nicht einmal in Israel!

    • November 8, 2011 um 8:03 am

      Ich bin schon als Antisemit bezeichnet worden, weil ich das Zinsnehmen kritisiert haben. Noch schlimmer wird es, wenn man als Deutscher etwas gegen die Politik der Isarealis sagt. Daher meine Ausführung am Anfang.
      Haben Sie sich den Film angeschaut? Da ist ein Beispiel enthalten, was Ahmadinedschad gesagt hat und was daraus wurde, nämlich genau die Aussage, die Sie wiederholt haben: Israel auszulöschen. Die Worte hören sich im Original definitiv anders an. Und ich habe mir seine letzte Rede vor der UN angehört. Da war auch nichts dramatische herauszuhören. Schade, dass die Vertreter der wichtigsten Staaten gegangen waren. Die hätten jedenfalls noch was bzgl. Pazifismus lernen können. Zumindest was das reden angeht.

  15. Kevin
    November 8, 2011 um 10:20 am

    Oh mann, verklären Sie bitte den iranischen Präsidenten nicht genau so, wie sie es mit Gaddafi getan haben. Im übrigen besteht über die Interpretation von Ahmadinejads Worten immer noch eine Kontroverse. Das seine Worte auch „friedlich“ interpretiert werden „könnten“, mag sein. Im Subtext der Nachricht kommt die Botschaft eindeutig an und viele Menschen haben es genau so verstanden (und das nicht, weil sie auf Übersetzungen angewiesen waren)

    Was bedeutet es denn, dass das Zionistische Regime verschwinden (oder sich auflösen, ich kann mich an den genauen Wortlaut nicht mehr erinnern) wird? Israel ist eine Demokratie und so lange die Menschen dort leben, wird das Regime bestehen.

    • November 8, 2011 um 3:58 pm

      Ich habe nicht und will auch beide nicht verklären. Ich will aber auch nicht unsere Art der Propaganda unserer Herrschenden hinnehmen. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

  16. Kevin
    November 8, 2011 um 4:05 pm

    Ich frage mich immer und immer und immer wieder: Welche Propaganda? Was sie als solche bezeichnen, sind veröffentlichte Meinungen, Interpretationen und Stellungnahmen.

    Eher wird man in Ihrem Blog mit Propaganda konfrontiert. Manipulation von Fakten, Halbwahrheiten und dreißte Unwahrheiten: z.B. NATO gestattet sich Kostennote an NTC

  17. Kevin
    November 8, 2011 um 9:11 pm

    Wo liegt wohl das Problem, wenn Sie jemandem erklären, dass blau daran zu erkennen ist, dass es blau ist?

    Die Schwierigkeit bei einer Diskussion mit Ihnen liegt darin, dass Sie einen Glauben verteidigen. Kategorien der Logik und des Lernens haben für Sie keine Bedeutung. Sie sind Experte der unzulässigen Schlussfolgerung: Propaganda ist „die gezielte Verbreitung bestimmter politischer, religiöser, wirtschaftlicher, aber auch künstlerischer oder humanitärer Ideen, insbesondere durch die Medien“. Die Tagesschau ist ein Medium und hat jemanden falsch zitiert. Also verbreitet die Tagesschau Propaganda.

    Den Zirkelschluss haben Sie auch gut drauf: Es gibt eine unbekannte Macht, die Medien und Politik lenkt, weil dass, was die Medien und die Politik tun nur erklärt werden kann, wenn es eine unbekannte Macht gibt, die Medien und Politik lenkt, um davon zu profitieren. So schreiben Sie es natürlich nicht, aber wenn man Ihre Argumentation aufschlüsselt, dann kommt das dabei raus.

    Vieles von dem, was auf den Seiten geschrieben wird, die Sie so regelmäßig besuchen, hält einem empirischen Wirklichkeitstest nicht stand. Ich vermute, dass Sie es zumindest manchmal bemerken, aber einfach darüber hinwegsehen, weil Fehler ja passieren können. Machen „die da oben“ Fehler wird generalisiert. Zu dem Artikel mit der Kostennote und dem Vorwurf inhaltlicher Flexibilität haben Sie sich noch gar nicht geäußert. Sie lassen andere für sich „denken“ und antworten statt dessen mit Videos und Artikeln. Sie wollen nicht wahrhaben, dass ein Berufsjournalist Informationen nicht nur sammelt, sonder sie auch bewertet und ihre Echtheit überprüft. Sicher passieren dabei Fehler. Die meisten Blogger, die Sie hier zitieren, tun dies nicht. Beim Lesen der ersten Zeilen ist meist klar: Hier wird Glaube gepredigt und die Jünger folgen. Kritisch hinterfragt werden Inhalte selten, er ist ja „einer von uns“, einer der „die Wahrheit erkannt hat“, die Wahrheit durch die man sich von den Anderen unterscheidet. Die Wahrheit, die einen besser und klüger aussehen lässt. Das diese nicht unbedingt realitätskompatibel sein muss, spielt keine Rolle.

    Kritisches Nachfragen dient ja ohnehin nur dazu, einen in die Ecke der Verschwörungstheoretiker zu stellen. Und dort richtet man keinen Schaden an, weil Verschwörungstheoretiker ja nichts verändern können. So haben die Mächtigen ein Interesse daran, einen in genau diese Ecke zu stellen und es bestätigt sich, dass man Recht hatte: Zirkelschluss die Zweite.
    Zudem ist diese Einstellung zutiefst antidemokratisch, weil die Meinungen Anderer abgewertet werden und man sich gern mehr Rechte einräumen möchte, als einem zustehen (z.B. Kein Wahlrecht mehr für Menschen, die Lindenstraße schauen — Sie haben diesen Artikel hier zitiert!!) Das ist genau so ein beschissenes Elitedenken wie das, was Sie Politikern vorwerfen. Politiker, und selbst die schlechtesten, können immerhin von sich behaupten, gewählt worden zu sein. Das gilt auch für die Ebene der EU, auch wenn dort die Legitimationskette an einigen Stellen zugegebenermaßen etwas zu lang geraten ist. Nur zum Verständnis: Die NATO gestattet sich eine Kostennote ist keine Meinung, sondern eine Aussage. Das zinsbasierte Geldsystem ist Schuld an unseren Problemen ist beides.

    Ironischerweise stellen sich die Jünger der Wahrheit immer dann selbst ein Bein, wenn es tatsächlich einmal gelingt eine echtes Problem aufzugreifen und Menschen zu mobilisieren. Die Occupy Bewegung, oder wie auch immer man sie nennen mag, wird deshalb nur eine Randerscheinung bleiben, weil viele Spinner einfach zu weit gehen und der „Durchschnittsbürger“ regelrecht Angst bekommt, sich an so etwas zu beteiligen. Einen Demonstration gegen den Ausbau einer Autobahn würden Sie sicher auch verlassen, wenn andauernd „Auto fahren verbieten“ Rufe ertönen. Veränderung wird so im Keim erstickt, nicht weil die Leute eine andere Meinung hätten, sondern weil sie nur innerhalb Ihrer eigenen Wahrheit zu Kompromissen bereit sind.

    Und das ist es, was MICH empört!

    • November 8, 2011 um 9:53 pm

      Die Bewegung wird nicht mehr aufzuhalten sein. Und sie muss sich nicht auf den Straßen alleine abspielen. Ich treffe viele Menschen aus allen Lagern und spreche mit Ihnen und der Tenor im Wesentlichen gleich: wir werden „verarscht“ und die Politk und Konzernkorruption ist viel größer als wir es erahnen konnten. Und da das System am Ende ist, wird der Bedarf an Korrekturen größer werden. Und damit wird automtisch die Bewegung an Fahrt gewinnen. Und hoffentlich finden die Korrekturen früher statt als die ersten Bomben auf Iran niedergehen. Sonst wird es wohl sehr dunkel um uns herum werden:

  18. Kevin
    November 8, 2011 um 10:52 pm

    Schade…

    • November 9, 2011 um 12:45 pm

      Hier noch Erhellendes zur Art der Manipulation unserer Mainstream-Medien: 10 Strategien der Manipulation sowie über die aktuelle Art der Propaganda:
      Ist das System relevant? Manipulation durch Neusprech (Teil 2)

      Gelingt es Wahrnehmung im großen Umfang zu beeinflussen, bedarf es oft keiner explizit formulieren Regeln oder übertriebener Sanktionsmechanismen mehr, da derart manipulierte Individuen glauben, ihr Handeln sei per se vernünftig und richtig. Zahlreiche soziale Phänomene, die oft mit dem Wortbaustein „-ismus“ enden, lassen sich auf diese Weise verstehen: Nationalismus, Terrorismus, Fanatismus aber auch Totalitarismus und Diktatur.

      Im Folgenden sollen nun weitere propagandistische Beispiele aus der aktuellen politischen Debatte aufgegriffen und dekonstruiert werden. …

  19. Kevin
    November 9, 2011 um 2:09 pm

    Florian Hauschild sollten Sie besser nicht zitieren, um Ihre Meinung zu untermauern: Im August hatten Sie schon sein „Das alte System ist gescheitert“ Märchen zitiert. Sein Geschreibsel beinhalten häufig ein argumentum ad metum. Eine schlüssige Argumentationsführung habe ich an kaum einer Stelle gefunden. In einem Punkt hat er allerdings vollkommen Recht: Schublade auf…

    Gerade wegen Leuten wie Ihnen wird die beratende Demokratie, die Herr Hauschild befürwortet niemals funktionieren. Sie schaffen es ja noch nicht einmal sich kritisch mit meinen Worten auseinander zu setzten. Wenn Sie andere denken lassen wollen, indem sie Videos und Artikel als Antwort posten (irgendwie kommt mir diese Formulierung so bekannt vor…), dann verstehe ich nicht, weshalb Sie mit dem bestehenden System so unzufrieden sind. Achaja, die kennen die Wahrheit nicht…

    • November 9, 2011 um 4:35 pm

      Diese „beratende“ Demokratie hat sehr wohl schon und das sehr gut funktioniert. Es waren zwar nur drei Jahre, aber die Ergebnisse waren deutlich besser, als das vorherige System. Leider hatte Hitler den Faschisten in Spanien zu viel Geld rübergreicht, so dass das Experiment 1936 in Spanien beendet war. Es wird nur nicht geschult, weil die Herrschenden dann nicht mehr herrschen würden.

  20. Kevin
    November 9, 2011 um 5:21 pm

    Sie schreiben so einen Blödsinn daher! Sorry, ich klinke mich aus, dass wird echt langsam zu bescheuert hier.

    Auch wenn Sie keinen Wert auf meine Meinung legen, habe ich einen gut gemeinten Rat für Sie: Lernen Sie zuzuhören, Denken Sie nach und vor allem passen Sie auf, dass man Sie nicht für die falschen Dinge respektiert.

  21. November 25, 2011 um 11:33 pm

    Wie einem Land Nordafrikas die „Menschenrechte“ gebracht werden
    Die Nato-Bestien sind gekommen
    Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

    „Der Schutz der Menschenrechte ist in diesem Land Nordafrikas sichergestellt. Inbegriffen sind nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Das Land kann sich auf seine wegweisenden Erfahrungen auf dem Feld der Verteilung des Wohlstands und des Rechts auf Arbeit berufen. Frauen sind in diesem Land hoch angesehen, und ihre Rechte werden von allen Gesetzen und der Gesetzgebung garantiert.“ – Das sind Auszüge aus einer Bewertung in einem Bericht des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen. Er stammt vom 4. Januar 2011 und basiert auf Studien vor Ort vom November 2010. Am 13. Mai 2010 war dieses Land in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gewählt worden. Das Land, von dem hier die Rede ist, ist Libyen, genauer die Libysch-Arabische Dschamahirija, wie sie bis Anfang 2011 existierte.

    „Diese Ära dürfte mit dem Krieg der Nato vorerst beendet sein. Die Nato-Bestien haben ihr Werk vollbracht. Sie bringen ihre Menschenrechte, ihre Demokratie und ihre Gesetzlosigkeit in ein Land, das Afrika zu Einigkeit und Unabhängigkeit führen und aus diesem vielfach erneut von Kolonialherrschaft bedrohten Kontinent die Vereinigten Staaten von Afrika machen wollte. „

  22. Kevin
    November 27, 2011 um 1:00 pm

    „Das sind Auszüge aus einer Bewertung in einem Bericht des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen.“

    Zwischen Anspruch und Wirklichkeit in Bezug auf die Wahrung der Menschenrechte gibt es schon einen Unterschied Herr Bartonitz. Sie und die Autoren des Artikels lesen „Bericht des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen“ und allein diese Tatsache löst bei Ihnen kein „Hey, Moment mal, da war doch was…“ aus. Soviel zum kritischen Umgang mit Informationen (wieder einmal!).

    Der UN Menschenrechtsrat ist der Nachfolger der UN-Menschenrechtskommission, die vor etwa sechs Jahren aufgelöst wurde, weil sie den Schutz der Menschenrechte nicht genügend gewürdigt hatte. Ich habe im Moment keine konkrete Zahl im Kopf, aber das von der damaligen UN-Menschenrechtskommission mit sehr großem Abstand am weitaus häufigsten für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemachte Land war: Israel. Ein Blick auf die Zusammensetzung der Kommission verrät alles. Die Änderungen beim Menschenrechtsrat können so grundlegend nicht gewesen sein, wenn man sich seine Arbeit in den letzten Jahren anschaut.

    Und zu guter Letzt: Würde Nordkorea einen Internationalen Kim Jong-Il Preis für Menschenrechte verleihen, dann bräuchte man sich um die Einhaltung der Menschenrechte dort wohl auch nicht mehr kümmern, oder? Der Gaddafi Preis verspottet Menschen, die sich wirklich für die Menschenrechte einsetzen! Das scheint Frau Fikentscher und Herr Neumann jedoch wenig zu interessieren…. genauso wie objektive Informationen. Viele Vermutungen, Hetze und Propaganda! Immerhin konnte man bei einigen Abstrusitäten sogar herzhaft lachen… um sich danach besorgt zu fragen: Verdammt, die meinen das wirklich ernst, oder?

  23. November 27, 2011 um 11:03 pm

    Würden Amerikaner und Co. nicht auch zu uns kommen, wenn wir mehr als Sklaven zu bieten hätten? Ich meine, bei uns SIND sie – und leisteten ganze Arbeit.

    Auf die Menschenrechte schauen ist für mich sehr spannend, besonders auf die tiefe Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Vermutlich ist das ein weltweites Problem. Jeder Mensch hat das Recht auf seine eigenen Meinung. Mir bedeutet es kein schlechter Anfang, dieses Recht zu respektieren.
    Ich kenne einen Spruch:
    Eine Meinung ist wie ein Nagel – je stärker man darauf einschlägt, je fester sitzt er.

    Ja, Kevin, einige Menschen meinen es mit der Missachtung von Menschenrechten sehr ernst, ebenso andere mit ihrer Gleichgültigkeit. Menschenleben haben nun mal keine Lobby, hatten sie wohl noch niemals.

    Im Grunde wissen wir doch gar nicht, wo wir anfangen sollen mit Veränderungsinitiativen. Ich meine, die sicherste Entscheidung im Sinne von Richtig/Falsch trifft derjenige, der bei SICH beginnt, und möglichst gar nicht aufhört in sienem Bemühen, fähiger zu werden.

    Klar, dass ist keine neue Erkenntnis, aber dass die Menschenrechte permanent verletzt werden, eben auch nicht.

    „Bleibe im Lande und nähre dich redlich“??
    Könnte es nicht sein, dass direkt neben uns die Rechte eines Kindes verletzt werden?

    Für alle einen guten Abend.

    Wolfgang

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  1. Oktober 27, 2011 um 7:22 pm

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