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Ist die Erhebung von Steuern eine Schutzgelderpressung?

Ich hatte schon einmal einen Text von Andreas Popp zitiert, der sich mit der Analyse unserer Demokratie befasste und feststellt, dass wir in einer Tyrannei leben. Nun hat Herr Popp sich dem Thema Steuern gewidmet. Er kommt wie die Anarchisten zu dem Ergebnis, dass es keines Staates bedarf, um miteinander unser Leben zu gestalten. Er sieht den Mittelstand als die Basiskraft unseres Wirkens. Im Gegensatz zu den Anarchisten sieht er aber doch die Notwendigkeit einer Führerschaft in den Kommunen, da er zu viel Dumme in unserem Volk ausmacht. Hier möchte ich ihm klar widersprechen. Es mag den einen oder anderen Dummen geben. In der Summe und besonders wenn es die Belange in der Kommune angeht, so sind die Betroffenen sehr wohl in der Lage, sich über die zu entscheinden Punkte zu informieren und sich einzubringen.

Von der bsiher weniger werdenden Beteiligung an den Diskussionen zur Gestaltung unserer Gesellschaft aufgrund unseres Parteiensystems (-> Politikerverdrossenheit) auf die Dummheit der meisten Mitbürger zu schließen, finde ich abwegig. Dennoch finde ich viele Einsichten und Rückschlüsse von Herrn Popp als nachdenkswert und einer Reflektion wert. Lest selbst:

Was bedeutet eigentlich Staat – Über eine wichtige Vokabel der Tyrannei … (Quelle)

von Andreas Popp

Der Staat untersteht keinen Gesetzen mehr, sondern macht sie selbst. Er stellt sich über die Gerichte und steuert auch die Exekutive, die immer weiter ausgebaut wird, um einen menschenverachtenden Zustand zu sichern. Die „Staatsvertreter“ finanzieren ihr passables Einkommen durch physische Gewalt gegen die Menschen in Form einer Art „Schutzgelderpressung“, die man mit dem Begriff Steuern nur schönreden will.

In unserer schnelllebigen Zeit werden exakte Begriffsbestimmungen leider viel zu selten vorgenommen. Die (meist unwichtige) Tagesaktualität verursacht eine äußerst schlampige Vokabelnutzung, die meist ohne Sinn und Verstand von fast allen Medien und Politikern willkürlich eingesetzt wird.

Mit der heiligen Kuh Demokratie habe ich mich in den letzten Jahren stark auseinandergesetzt und dabei viele Überraschungen erlebt. Heute weiß ich, dass unsere Gesellschaftsform nichts mit „dem Volk als Souverän“ zu tun hat und das in einer „echten“ Demokratie z.B. Wahlen und Steuern verboten sind… (lesen Sie dazu gern meinen Aufsatz „Demokratie als Religion“ vom 31.07.2009 und sehen Sie das TV-Alpenparlament-Interview „Demokratie oder Trugbild“ vom 01.10.2010 auf www.wissensmanufaktur.net/interviews).

Der Staat – ein Begriff, der bei allen gesellschaftspolitischen Themen immer wieder auftaucht, ohne dass realisiert wird, was er eigentlich bedeutet. Ich denke gerade an eine Propaganda-Kampagne, die vor Jahren im Fernsehen lief: „Du bist Deutschland“. Prominente Persönlichkeiten sollten vermitteln, dass wir alle der Staat sind und gemeinsam kräftig anpacken sollten, um die Probleme dieser Zeit gemeinsam zu lösen. Es wird also suggeriert, dass „Du“ der Staat bist. Verklagt Dich also das Finanzamt, bist Du selbst der Kläger und der Angeklagte… Diese paradoxen Zusammenhänge werden leider nicht hinterfragt. Wichtiger ist schließlich, welche Prominenten gerade schwanger sind oder welche Terrororganisation wieder einmal plant, gegen die „freie“ westliche Welt vorzugehen. Da ist dann hindrance keine Zeit mehr, sich mit den „Nebensächlichkeiten“ unserer Gesamt-(UN)-Ordnung zu befassen.

Ich halte es für verfehlt, den Staatsbegriff für selbstverständlich zu halten, der schon immer „irgendwie“ existierte. Es handelt sich wohl eher um ein Konzept zur Führung der Untertanen. Die beste wissenschaftliche ausführliche Analyse zum Thema „Staat“ fand ich im Wiener Institut für Wertewirtschaft. Aber auch viele andere Arbeiten waren Gegenstand meiner Recherchen zu diesem Thema. Leider findet man keine allgemeinverständlichen kurz gefassten Darstellungen, die nicht schon im Keim die Lust am Lesen ersticken lassen. Genau hier sehen wir in der Wissensmanufaktur unsere Aufgabe, „normale“ Menschen an so wichtige Themen heran zu führen.

Wenn wir z.B. vom antiken Griechenland sprechen, gehen die meisten Menschen von einem alten Staatsgebilde aus. Aber dem ist nicht so. Es gab kein antikes Griechenland, sondern es gab einzelne Städte, wie Athen, Sparta oder Theben. Schließlich verbietet(!) die Demokratie in der ursächlichen Idee jedes größere Land, da die Gefahr von Intransparenz bei der Macht entsteht. Da die separaten altgriechischen Orte im heutigen geopolitischen Staatsgebilde Griechenland liegen, glauben wir irrtümlich, es gehörte auch damals schon zusammen.

Kaum jemand macht sich klar, dass der Begriff „Staat“ z.B. in Deutschland erst im 17. Jahrhundert auftauchte und man seine sprachlichen Wurzeln im Italienischen findet. Trotz der lateinischen Wurzeln geht das Wort allerdings nicht auf das alte Rom zurück. Staat leitet sich von „Status“ (Stand) ab und beschreibt eine Art „Ist-Zustand“. Es geht also um den Erhalt eines Standes, der im Rahmen des Materialismus wohl einen „Vermögensstand“ zementieren soll. Die unmittelbare Verbindung des Staates mit der politischen totalen Macht entwickelte sich erst im Laufe der Zeit. Man fabulierte lieber von einem Gemeinwesen (oder britisch Commonwealth), um die tatsächliche Herrschaft über die Menschen in geopolitisch definierten Gebieten zu verschleiern. Viele Gelehrte wiesen in den letzten Jahrhunderten immer wieder darauf hin, dass „Staat“ nicht mit „Stand“ zu verwechseln sei, denn die Erhaltung einer halbwegs ehrlich rechtlichen- und materialistischen Situation hatten die Erfinder des Staates offenbar gar nicht vor, wie es anfänglich suggeriert wurde. Immer wieder gab es die Warnung von Intellektuellen, dass die Einführung der juristischen Person „Staat“ letztlich nur auf die Zerstörung der unterprivilegierten Menschheit ausgelegt war.

Bis zur Einführung des Staates gab es auch kein öffentliches Recht, sondern lediglich private Vereinbarungen unter den Menschen, um sich zu „vertragen“ (daher der Begriff „Vertrag“). Durch die Einführung dieser neuen konstruierten „Person“ Staat wurde die Grundlage für unbegrenzte Ansprüche gegen die Menschen eines Landes zementiert, deren Auswirkungen bis heute dramatisch weiter wirken bis… ja bis wohin eigentlich? Die heutigen tyrannischen Gesetze der Regierungen helfen offenbar nicht, Konflikte zu vermeiden, nein sie schaffen sie erst.

Fast alle historischen Rechtswissenschaftler definieren den Staat als menschliche Verbände in einer bestimmten räumlichen Region, in der gewisse Personen alle Macht an sich ziehen, um die Untertanen zu steuern. Daher auch der Begriff Steuern. Der Staat sanktioniert, also steuert, mit diesen willkürlichen Eingriffen in das Vermögen der im Staatsgebiet ansässigen Völker deren Verhaltensweisen.

Der große Wirtschaftswissenschaftler Ludwig von Mises äußerte einmal: „Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden.“

Der Staat untersteht keinen Gesetzen mehr, sondern macht sie selbst. Er stellt sich über die Gerichte und steuert auch die Exekutive, die immer weiter ausgebaut wird, um einen menschenverachtenden Zustand zu sichern. Die „Staatsvertreter“ finanzieren ihr passables Einkommen durch physische Gewalt gegen die Menschen in Form einer Art „Schutzgelderpressung“, die man mit dem Begriff Steuern nur schönreden will.

Klingt mächtig überzogen? Ich glaube kaum. Der große Soziologe Max Weber vergleicht die Staatsfinanzierung mit „Raub, Beute, Konfiskationen, Kontributionen und Aufdrängung von wertlosen Zwangszahlungsmitteln“. Gerade den zuletzt genannten Begriff bearbeiten wir in unserer Wissensmanufaktur bekanntlich seit vielen Jahren.

Die „Entpersönlichung“ der Macht schaffte almost eine „unsterbliche“ Konstruktion der Unterdrückung, von der jeder Monarch oder Diktator der Vergangenheit nur träumen konnte. In Verbindung mit der Einführung der sogenannten „Demokratie“ wurden Machtapparate mit Armeen und Staatspolizisten aufgebaut, die in monarchischen Zeiten quantitativ gar nicht möglich waren. Erst der ausbeuterische staatliche Steuermechanismus schaffte die unendliche sprudelnde Quelle an Einnahmen. Gleichzeitig machte man die Untertanen über Sozialleistungen, Beamtengehälter oder öffentliche Aufträge an die Privatwirtschaft abhängig. Heute hängen wir eigentlich Alle im Schwitzkasten dieser Unterdrückungsmechanik. Durch die Manifestierung des „Volkes als Souverän“ (was natürlich niemals wirklich passierte) perfektionierte man diesen Wahnsinn erst richtig. Die Einführung der „Ochlokratie“ (Pöbelherrschaft) war geboren, auch wenn man den Begriff im Rahmen der politischen Korrektheit nicht nutzen darf. Jeder noch so inkompetente Staatsbewohner darf wählen gehen. Entschuldigen Sie bitte diese deutliche Wortwahl, aber was soll denn dabei herauskommen? Auf die Normalverteilung nach dem Mathematiker Gauß bin ich in anderen Aufsätzen bereits eingegangen. Die Masse hat nun einmal keinen hohen Sachverstand, stellt aber das größte Wählerpotential dar. Die Auswirkungen dieses Problems lassen sich eindeutig an der Qualität vieler Politiker ablesen.

Wir benötigen für fast alle Tätigkeiten eine Prüfung oder einen Führerschein, selbst wenn ich nur einen simplen Gabelstapler auf einem Betriebsgelände bewegen will. Aber eine einfache Wählerprüfung sucht man vergebens.

Würde man einen Wählerkompetenztest einführen, hätten wir vermutlich bei einer Wahlbeteiligung von 10 % der Landesbewohner eine Wahlbeteiligung von 100% der Wahlberechtigten zu verzeichnen.

Ich möchte mit diesen provokanten Aussagen nicht angreifen sondern warnen. Wer sich allerdings angegriffen fühlt, den meine ich auch. In diesem System besteht die impassioned Gefahr, dass die Regierungen nicht aus „Führerpersönlichkeiten“ bestehen (bitte nicht zu verwechseln mit „Verführern“), die im Interesse ihrer Untergebenen certain und nachhaltige Ziele verfolgen. Viel wahrscheinlicher ist, dass man den Menschen Arbeit und Wohlstand verspricht, wobei man diese Begriffe erstens nicht definiert und zweitens nicht einhalten kann.

Die heutigen Verfassungen der einzelnen Länder (Deutschland hat übrigens nicht einmal eine richtige Verfassung) werden von den machtbesessenen Regierungen nach Belieben verändert, als handele es sich um eine Hausordnung.

Die Einführung des Staatsbegriffs in Verbindung mit der praktizierten sogenannten Demokratie brachte die tyrannischen Machtstrukturen der heutigen Plutokratie (also der Geldherrschaft) hervor. Unsere Leser wissen, dass Banken kein Geld verleihen, sondern Kredite ohne jegliche echte Leistung vergeben… also Zahlungsmittel aus dem Nichts zaubern (was Ludwig von Mises bereits feststellte). Die Machtverhältnisse haben sich mittlerweile so stark verschoben, dass dieser Beraubungsvorgang aus meiner Sicht nur noch als „kriminell“ bezeichnet werden kann. Aber das Übelste ist, dass der Staat sich als Komplize beteiligt. Kann ein Bewohner eines Landes seine Kredite nicht mehr bezahlen, die leistungslos aus dem Nichts entstanden, stellt der Staat den Banken die Gerichtsvollzieher und sogar die Polizei zur Verfügung, um die unredlichen Ansprüche einzutreiben. Mir ist klar, dass einige semiwissende Leserinnen und Leser jetzt mächtig die Nase rümpfen, aber diese Menschen mögen bitte einmal darüber nachdenken, warum ich mich als ehemaliger erfolgreicher Unternehmer permanent auf der Unbeliebtheitsscala des Mainstreams nach oben treibe.

Leider glauben viele Menschen der ständig propagierten Demokratie- und Staatsreligion. Die alten Griechen kannten das Wort „Stasis“, welches die Auswüchse einer Tyrannei beschreibt und dessen etymologische Wurzel „Staat“ zu erkennen ist, wie ebenfalls bei den Begriffen „Statist“ oder „Metastase“. Werden diese Zusammenhänge nicht erkannt, machen sich viele gutgläubige „Bürger“ zum Mittäter beim Ausbau dieses auf Macht und Gier basierenden Systems. Die heutige fortgeschrittene „Stasis-Ordnung“ fährt zur Machterhaltung immer mehr Zwangsmittel auf, ob durch die steuerliche Schutzgelderpressung oder durch den Polizeistaat. Dabei lässt man sich gern angstverursachende Geschichten einfallen. Mit der Erfindung des „Terrors“ kann man bekanntlich massive Aufrüstungen rechtfertigen, wie sie u. a. der Vertrag von Lissabon vorschreibt.

Ich gebe offen zu, dass mich die heutigen Entwicklungen in unserer Welt äußerst besorgen und ich ganz klare radikale Tendenzen erkenne. Ausgerechnet aber mir wird allerding häufig extremes Gedankengut vorgeworfen.

Es macht mir aber auch Mut, dass immer mehr Menschen diesen von mir geäußerten harten Tobak als das anerkennen wollen, was ich wirklich meine. Ich möchte aufklären aus meiner Sicht, um durch exakte Begriffsbestimmungen endlich eine sinnhafte Kommunikationen führen zu können.

Schnell würden wir begreifen, dass Personen grundsätzlich natürlich sein sollten und geboren werden statt gegründet. Wir würden verstehen, dass wir weder Staaten, noch Aktiengesellschaften oder GmbHs benötigen und auch keine Regierungen oder Banken, wie wir sie heute kennen. Die regionalen, autarken und gesunden Strukturen würden wieder erstarken und könnten den Globalisierungswahn endlich ad absurdum führen. Kleine kommunale Führungsebenen könnten die Geschicke der Regionen managen. Die kommunale Verschuldung könnte sofort der Vergangenheit angehören, wenn wir es wollten. Der Mittelstand könnte wieder als Garant einer vernünftigen Wirtschaftsordnung fungieren. Ein gesunder Protektionismus (ein positives Wort) und eine neue Definition der Wirtschaft mit allen Aggregaten würden tatsächlich blühende Landschaften hervorbringen.

Hier liegen aus meiner Sicht die Schlüssel für eine komplette Erneuerung der Gesellschaft, die so dringend nötig ist.

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  1. Juni 3, 2011 um 1:06 pm

    Die Berichterstatter in Deutschland schlafen oder schauen bezahlt weg, während in den Nachbarländern die Systemfrage schon längst kollektiv bearbeitet wird:
    Reden ist Silber, Schweigen ist Schuld
    Über die unsägliche Rolle des deutschen Journalismus im Zuge der Entstehung des Movimiento 15-M

    Auch den Parteien gilt die Empörung, denn vielerorts in Europa haben sie vergessen, dass Parteien die Interessen der Bürger zu vertreten haben, anstatt den hechelnden Schoßhund zu spielen für jene, die längst zum Herr im Hause geworden sind. Der Tsunami der Empörung, der durch Europa rollt, ist auf dem besten Weg zu einer handfesten Systemkrise zu werden. Und worüber redet Deutschland? Ehec! Bestenfalls noch über Atomstrom.

  2. Juni 3, 2011 um 1:12 pm

    Die Revolution der radikalen Träumer
    Spanien empört sich – die Bewegung der «Indignados» rüttelt an nationalen Tabus

    Gegen diesen Wertezerfall sind die «Indignierten» aufgestanden. «Das beweist, dass Spanien nicht nur eine Altar- und Thron-Tradition, sondern auch eine freiheitliche Tradition hat.» Zwölf Wellen der Emigration ins Exil habe das Land seit den Katholischen Königen im 15. Jahrhundert miterleben müssen, «und immer sind die Besten und Fortschrittlichsten gegangen». Nun reiche es, «die Empörten haben ihr inneres Exil verlassen und beginnen, für ihr Land zu kämpfen». Im Gegensatz zu den Studentenrevolten und zur ausserparlamentarischen Opposition der 1960er Jahre haben sie aber keine Machtansprüche. Rivas glaubt nicht, dass aus der Bewegung neue politische Parteien entstehen werden. Sie nennt sich «unpolitisch und gewerkschaftsfern» und lehnt das etablierte System ab, «weil es den Fortschritt der Menschheit behindert», wie es im fünfsprachigen Manifest heisst (nachzulesen unter http://www.democraciarealya.es).

  3. jpr84
    September 16, 2011 um 1:25 pm

    guten tag herr Dr. Bartonitz

    ich habe mich oft gefragt, ob das volk zu dumm für eine demokratie ist oder nicht.
    aber nachdem ich andreas popp anhörte, fiel mir erst so richtig auf, wie dumm und desinteressiert die masse ist.
    es ist auch garnicht die aufgabe des volkses, politik mitzugestalten.

    allein ein system, in dem politiker nur für menschen innerhalb eines einzigen dorfes oder stadtbezirks regieren dürfen und für missetaten nicht nur bestraft werden können, sondern bestraft werden müssen – und zwar mit entzug des vermögens und/oder folter usw., reicht aus, um das recht wiederherzustellen.

    sobald die menschen von dogmatiken und ideologien gelöst werden, regelt sich alles von selbst.

    doch die eu ist die vielleicht wahnhafteste ideologie, die jemals geboren wurde. je größer ein staatengebilde, desto radikaler die unterdrückung des volkes.

    • September 16, 2011 um 3:54 pm

      Warum aber ist das Volk dumm? Weil es über das System Zinsgeld nach wie vor versklavt ist und es die Menschen noch immer nicht gemerkt haben. Und damit es dumm bleibt, haben wir Spiele geschaffen, die es ablenken. Erst die Stadien, dann das Radio und nun auch das Fernsehen. Und die Sendungen werden immer schlimmer. Die Lerninhalte in der Schule machen uns auch nicht schlauer, die Zusammenhänge zu sehen.
      Wenn die Menschen anstatt stundenlang sich vor der Glotze berieseln zu lassen, sich in dieser Zeit mehr über die Zusammenhänge informierten, wären wir schon längst weiter.
      Und:

      es ist auch garnicht die aufgabe des volkses, politik mitzugestalten

      ist auch stark zu hinterfragen. Warum zum Teufel soll der Mensch nicht seine eigenen Geschicke gestalten. Am weitesten haben hier die Anarchisten oder Voluntaristen gedacht. Wir brauchen keinen Staat, wenn wir in unseren Kommunen alle zusammen unsere Geschicke besprechen, entscheiden und so behandeln. Dies ist die höchste Form der Demokratie und Verantwortung. Hier kann sich dann keiner mehr rausziehen und sagen: „das haben aber doch die da oben entscchieden“. Und wenn wir alle gemeinsam gestalten, werden wir Niemanden fallen lassen, jeder würde mitgenommen. Keiner würde Verbrecher werden müssen. Wir brächten keine Gefängnisse, keine Ploizei, keine Richter und Rechtsanwälte. Es müsste also deutlich weniger gearbeitet werden, da die notwendige Arbeit zur Deckung unserer Bedürfnisse dann auf viel mehr Schultern verteilt werden könnte. Und die Automatisierung macht es dann noch einfacher, wenn Alle davon etwas haben können.

      doch die eu ist die vielleicht wahnhafteste ideologie, die jemals geboren wurde. je größer ein staatengebilde, desto radikaler die unterdrückung des volkes.

      Und genau das ist der Punkt, wo es heißt umkehren: die größte Flexibilität braucht es in den kleinsten Einheiten, und das ist die Kommune. Sobald Systeme nur zentralistisch aufgebaut sind, desto langsamer ist ein Anpassen an neue Erkenntnisse. Es wird zudem unnötig kompliziert. Was für einen Menschen am besten in welcher Situation ist, weiß er selbst, denn er kennt sich aus, dort wo er lebt. Und genau das ist das Konzept der Anarchie oder direkten Demokratie oder wie immer wir es nennen, wenn ohne Ideologie gemeinsam an den Lösungen gearbeitet wird.

      • Dezember 4, 2011 um 7:46 pm

        Hallo Nick,
        die Konstruktion des Staates mit einer repräsentativen Demokratie erscheint mir immer mehr nur als ein aufgeweichtes System der Feudalherrschaft.
        Waren die Beziehung der Leibeigenschaft, in der ja auch die Verantwortung beim Herren lag, damals direkt, so ist es über das heutige Staatsystem indirekt. Irgendeinem Herrn (Habender) muss man sich als Nichthabender andienen, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Durch das Parteiensystem haben sich die Habenden mit den Profilierenden verbrüdert, so dass für den Nichthabenden wieder nichts drin ist. Denn die Verantwortung wird so über den Wahlzettel über den Profilierenden zum Habenden weitergereicht.
        Da wir also seit Jahrhunderten in diesem Reigen des Nichtverantwortungtragens geschult und programmiert sind, müssen wir uns nicht wundern, wenn die Meisten Bürger es nicht können, da noch nie gelernt haben.
        Deine Beschreibung, wie es in der kommunalen Politik läuft, zeigt einmal mehr, wie wichtig eine dauerhafte Beteiligung der Bürger an den Geschicken der Kommune ist. Und je mehr im Konsens, um so besser.
        LG Martin

  4. Dezember 4, 2011 um 9:06 pm

    Das Paradoxe an dem System ist:
    Nur der, der mit seiner Arbeitsleistung das System finanziert, ist ein echt Betroffener.

    Und: Er zahlt mit 40% seiner Steuern die Zinsen für Staatsschulden, und X% für die Misswirtschaft, und X%, damit er überhaupt arbeiten darf. Und von seinem Netto zahlt er nochmal 40% Zinsdienst. Da viele einen Kredit laufen haben, …

    Vorhin hatte ich einen wundersamen Gedanken zur Demokratie.
    Welches Volk schafft sich mehrheitlich und freiwillig ein System der Unterdrückung, Verarschung und Verknechtung?

    Ich sag’s ja: Es lebt die Perversokratie, eine Dramödie der Spitzenklasse.

    Wolfgang

  5. Dezember 4, 2011 um 9:08 pm

    Perversokratie gegoogelt – gibt’s nicht!!!
    Hammer, ich bin ein Erfinder.

    • Dezember 4, 2011 um 10:27 pm

      Pervers darf es nur einem Menschen vorkommen, der erkannt hat, in welchem System er sich befindet. Da die meisten Menschen noch gar nicht mitbekommen haben, was läuft, haben sie das Gefühl (fäschlicherweise -> Goethe) frei zu sein und fliegen zu können. Mal schauen, wie viele weitere Abstürze wir in Kürze zu sehen bekommen …

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