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Wenn der Gaddafi vor dem Tribunal auspackt, können Sarkozy und Berlusconi auf Elba Doppelkopf spielen

Sehr schöne Auslassung von Hagen Rethe darüber, warum Kriege geführt werden. Unbedingt hörenswert:

Und dann noch etwas zum Nachdenken: Wer wirklich die Welt regiert / regieren könnte:

Sicherlich kann ein Film nicht in 9 Minuten alles erklären. Aber Eines wird doch immer sichtbarer: unsere Politiker treffen immer mehr Entscheidungen, die wir nicht mehr nachvollziehen können und seit Jahren ur dne Kopf schütteln und dann auch nicht mehr zur Wahl gehen, da wir ja doch nichts ändern können.

Zu Kennedy´s Tod hatte ich schon einen wichtigen Post geschrieben: Kennedy´s Hilferuf an Journalisten, die Macht des Militärkomplexes durch aufdeckende Berichte zu brechen

Zu Bin Ladens Tötung ist auch dieser Artkel, veröffentlicht auf dem blog Alles Schall und Rauch sehr erhellend: Sie konnten die Lüge nicht mehr aufrechterhalten

Ist dem so? Lässt sich da nichts mehr ändern? Doch nur, weil wir nur Schütteln und unsere Stimme, unsere Empörung nicht kund tun. Am besten doch bei unseren kommunalen Vertretern. Diese können unsere Stimmung sehr wohl weiter transportieren. Wenn wir denn mal was sagen täten. Oder?

Positiv denken ist angesagt, und das mit Liebe und Frieden: „Alles wird besser werden. Holen wir uns den Himmerl auf Erden …“, singt Xavier Naidoo

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: , , , ,
  1. Juni 24, 2011 um 12:05 pm

    Tut mir leid, ich halte es für sehr naiv, anzunehmen, durch Kontakte mit Kommunalpolitikern überhaupt Einfluss ausüben zu können. Die Stimmung im Wahlvolk ist den Politikern jeglichen Rangs sehr wohl bewusst, aber das kümmert die überhaupt nicht, und das muss die auch nicht kümmern, da die Wahlen auch bei solchen Verhältnissen entschieden werden, sie werden immer entschieden. Es kommt nur darauf an, bei der nächsten anstehenden Wahl der richtigen Schachzüge zu machen, um am Ende gut genug abzuschneiden. Alles andere zwischendurch ist uninteressant.

    Es kommt also darauf an, Politiker in die Macht zu bringen, die anders sind, so, wie wir uns das vorstellen. Dieses Problem ist uralt und war schon den alten Griechen bekannt. Es muss doch in diesem Lande Menschen geben, die integer sind, die unsere Probleme verstehen und Lösungen präsentieren können.

    Solche Menschen werden aber wahrscheinlich nicht in die etablierten Parteien eintreten. Also können wir solche Menschen nicht an die Macht bringen.

    Daraus folgt, dass wir zunächst einmal Parteien brauchen, in die integre Menschen eintreten wollen, und dann müssen wir diese Parteien auf dem Wahlzettel bringen und dem Wähler klarmachen, dass er eine dieser Parteien wählen muss, wenn er will, dass seine Interessen vertreten werden. Und sobald er das erkennt, werden diese Parteien die absolute Mehrheit erringen und Politiker an die Macht bringen, denen wir vertrauen können.

    So wird ein Schuh daraus.

    Die erste Partei dieses neuen Musters hat sich 2009 aus dem Zusammenschluss dreier Kleinparteien gebildet: die Deutsche Demokratische Partei ddp.

    Das ist ein ehrwürdiger Name; ursprünglich wurde die Deutsche Demokratische Partei 1918 als linksliberale Partei gegründet. Mit schwindendem Einfluss war sie an allen Weimarer Regierungen beteiligt, wurde 1933 aufgelöst und erst 2004 wiedergegründet.

    Parteivorsitzender ist seit 2009 Jörg Gastmann, der 2006 in seinem Buch „Die Geldlawine“ nicht nur eine brillante Analyse unserer Probleme vorgelegt, sondern mit dem Bandbreitenmodell einen genialen Lösungsansatz unterbreitet hat, der seither jeglicher Kritik standhalten konnte.

    Das Bandbreitenmodell ist parteipolitisch neutral. Auch die CDU könnte mit dem Bandbreitenmodell antreten und damit die Wahl gewinnen. Es werden mit dem Bandbreitenmodell lediglich wirtschaftspolitische Fragen beantwortet.

    Die ddp ist wie ihre Vorgängerpartei liberal und strikt den Menschenrechten verpflichtet. Das unterscheidet sie schon von allen etablierten Parteien.

    Ich bin nicht nur der Meinung, dass das Bandbreitenmodell eingeführt werden muss, und zwar global, sondern auch dass die ddp die Macht im Staate übernehmen muss, damit sich unser Volk und die Menschheit weiterentwickeln kann.

    Wir haben uns mit dem Kapitalismus in eine humanitäre Sackgasse hineinentwickelt, die überwunden werden muss und mit dem Bandbreitenmodell auch überwunden werden kann.

    Daher rufe ich alle liberalen, humanitären Kräfte auf, sich mit dem Bandbreitenmodell und der ddp zu beschäftigen, ihre Lethargie zu überwinden und sich zu engagieren!

  2. Juni 25, 2011 um 12:34 pm

    Sehr geehrter Herr Werner Popken,
    ich fange mal am Schluss an. Bitte gehen sie nicht davon aus, dass die Mehrheit unserer Bevölkerung, seit Th. Gottschalk in Rente gegangen ist, lethargisch dahin vegetiert. Ich verstehe und respektiere ihr Engagement für die ddp und das Bandbreitenmodell.
    Ein berühmter Gesellschftswissenschaftler hat vor vielen Jahren geschrieben. „Der Helm eines alten Genossen hat viele Beulen, manche sind auch vom Klassenfeind.“ Ich war von vielen Dingen genauso heiß beseelt wie sie. Ich habe Bäume gepflanzt, da hat noch niemand davon geredet dass Kohlendioxid maßgeblich an der Erderwärmung schuld ist. Damals waren es noch die Flurkohlenwasserstoffe, denen man den Kampf angesagt hatte. Ich halte mich für integer, wie sie es so schreiben, und bin heute noch ein Patriot für die Würde und Freiheit eines jeden Menschen auf diesem Planeten, world people, auch wenn dieses Wort vielleicht ein wenig aus der Mode gekommen ist. Ich glaube, viele Menschen, die sich entschließen einer Partei beizutreten, tun dies auch heute noch mit dem Herzen, weil sie den Wunsch verspüren etwas zu verändern. Die Meisten von ihnen werden genauso wenig in Entscheidungspositionen gelangen, wie mir es gelungen ist. Was geblieben ist, sind die Bäume, die mich nun schon weit überragen und die Menschen, mit denen ich sie gepflanzt habe. Mit fast allen bin ich heute, fast 30 Jahre später immer noch befreundet und stehen uns solidarisch bei. Parteien und auch sonstige Intressenvereinigungen entwickeln ab einer bestimmten Größe eine Eigendynamik, Verkastung, die nicht selten den ursprünglichen Zielen konträr entgegenwirkt. Wenn sie hier von Demokratie reden, unterliegen sie einem Grundirrtm. Im griechischen Vorbild war nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung an der Machtausübung und der Wahl ihrer Repräsentanten beteiligt. Wir haben die Mitbestimmung durch das Wahlrecht auf alle Bürger ausgeweitet, mehr nicht. In der jetzigen Situation stellt sich nur die Fragen, ob es gelingt, die Kapitalmagnaten dazu zu bewegen, ähnlich der Gründerzeit der industriellen Revolution, wieder mehr Verantwortung für das Gemeinwohl aller zu übernehmen. Wenn ihre Partei sagen wir mal 800.000 Mitglieder auf sich vereinigen könnte, bliebe sie doch mit 1% der Bevölkerung auch bloß eine Randgruppe, wie alle sogenannten Volksparteien, die m.E. sogar weniger Mitglieder haben. Zentralisierung hilft immer nur wenigen, Dezentralsierung immer vielen, wie die Geschichte uns es bitter gelehrt hat. So lange sich nichts grundsätzlich am Umgang mit dem Meschen ändert wird jedes noch so bis ins letzte Detail ausgeklügelte neue Verteilungsystem zum Scheitern verurteilt sein, weil es immer noch Gleichere unter Gleichen gibt. Erst wenn die Judikative gegen jede menschenfeindliche Aktion ohne Ansehen der Person vorgehen kann, wenn es sittliche Höchstgrenzen des Eigentums gibt, ich wär ja für zeitweiliges Nutzungsrecht, kann sich ein BGE zum Wohle der gesamten Bevölkerung auswirken. Da wir 20 Jahre nach der Einheit es immer noch nicht vollzogen haben, gleiche Löhne für gleiche Arbeit zu zahlen, halte ich ein Bürgergeld vor der Schaffung der notwendigen Voraussetzungen für gefährlich, weil alle anderen wichtigen Schritte auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden und heute schon in bestimmten Kreisen gerechnet wird, welchen Vorsprung sie sich damit sichern können.
    Hallo Martin,
    Kabarett oder Comedy ist ein Teil von Brot und Spiele. Meine Damen und Herren, es darf gelacht werden, wir haben die Überwachungskameras ausgeschaltet! Es hat die gleiche Funktion wie sie die in der DDR gehabt hatte. Wer darüber lacht, ändert erst einmal nichts…. Wer sich informiert, weiß es so wie so. Zugegeben, er hat es recht eindrucksvoll gemacht, der Herr Rehte. Was für ein Auto fährt er wohl oder hat er sonst noch was Positives vorzuweisen?

    • Juni 26, 2011 um 11:27 am

      Hallo Mike,
      was das Parteiensystem betrifft, so komme ich inzwischen auch zu dem Urteil, dass dieses System immer zu Korruption und Machterhaltungstrieben kommen wird, zu sehen aktuell an den Grünen, und damit alle schönen Ziele nur noch sekundär sind, besonders das zu pflegende Wohl des Volkes. Das gilt nicht nur für Parteien, sonder dies ist ein grundsätzliches Übel von Hierarchien. Und je höher und größer diese Gebilde werden, desto stärker prägen sich diese aus. Nicht umsonst haben viele Denker gerade des 19. Jahrhunderts den Sozialismus auf Basis von Parteien verurteilt.
      Nur hat sich auch leider gezeigt, dass Völker, die auf Dezentralisierung gesetzt haben, sich nicht lange gegen die mächtigen Partriarchate dieser Welt haben halten können. Am längsten haben dies noch die Spanier gegen die Faschisten geschafft. Am Ende mussten sie sich gegen diese durch Hitler unterstützt, und weil der „demokratischen“ Rest der Welt dezent weggeschaut hat, und weil Stalin entzweite, indem er Gelder in die Kummunistische Partei gepumpt hatte, beugen.
      Vielleicht waren die Menschen aber noch nicht reif für eine dezentrale Organisation ohne Hierarchien. Ob sie es heute schon sind? Es wäre zu wünschen, denn nur so ließe sich auch die dritte Komponenten der französischen Revolution erreichen: die Brüderlich-/Schwesterlichkeit.
      Und was die Comedians angeht: ja, auch an ihren Taten muss man sie messen. Ansonsten sieht es nur danach aus, die Verhältnisse zu nutzen, um damit Geld zu machen. Aber wem will man das in einem System wie dem unseren noch verübeln? Auf der anderen Seiten helfen Vorbilder. Je mehr desto besser.

  3. Juni 26, 2011 um 1:54 pm

    Hallo Martin,
    dass das bürgerliche Parteinsysem nicht funktioniert, hat ja schon Lenin erkannt und daraus die Partei 2.0, würde man heute sagen, entwickelt, die Partei neuen Typs. Also einem Kampfbund für soziale Gerechtigkeit, die eben keine Massenorganisation ist und der nur integere und fähige Kader angehören. Nach dem Lenin die Augen geschlossen hatte, war dies schon im Geburtsland der kommunistischen Ära Geschichte. Es gab nur noch inhaltslose Rituale, wie Bürgschaft und Bürgen aber sonst waren alle nachfolgenden Kommunistischen Parteien bürgerlicher als ihr Vorläufer. Mit der Kom. Intern. wurde es noch auf die Spitze getrieben. So dass viele gute Ideen der „Ketzerei“ bezichtigt wurden und ihre Verfechter selbst im Exil kein sicheres Leben führen konnten (Trotzki). Ich habe es ja selbst auch erlebt und bin, weil es auch IM’s gab, die nicht nur rumgeschnüffelt, verpetzt und verraten haben, schlimmeren Sanktionen entgangen. Solche Fälle sind mir in einigen Zusammenhängen bekannt und schon da fängt doch die Demagogie an: was nicht gut sein darf, muss auch in allen seinen Teilen schlecht sein. Die wahre Geschichte der DDR wird zu unseren Lebzeiten bestimmt nicht objektiv aufgearbeitet. Die einzige Konsequenz, die ich hinnehmen musste, war, ich wurde von öffentlichen Debatten ausgeschlossen oder nicht aufgefordert einen Beitrag zu halten. Ich konnte sogar mein Fernstudium antreten, also keine beruflichen Einschränkungen. Genutzt hat es am Ende nicht, die Wende war schneller.

    Ich glaube, so etwas muss es auch wieder geben, nur dass die Steuerzentrale die Richtungen vorgeben darf, die an der Basis, mit allen spezifischen Einzelheiten ausdiskutiert worden sind und als machbar eingeschätzt werden. So ganz kleine Ansätzchen sind ja auch in der jetzigen Parteienlandschaft sichtbar, wenn sich kommunale Gruppen anders oder sogar konträr zur vorgegebenen Richtung verhalten.

    „Thema nicht reif…“: ich denke, und das erleben wir ja heute auch ohne Sozialismus, das Grundübel ist unser System. Es hat das Perfidere nicht das Bessere am Ende gewonnen, wie so oft in der Geschichte. Wir sind also in guter Gesellschaft! Da wurde bespitzelt, abgeworben, ermordet, schon vor der Revolution (z.B. Sozialistengesetze, Rußland 1905 usw.) und dieses System mussten die Kommunisten übernehmen, nicht umgekehrt. Dass sie damit am Ende gleiche Greultaten anstellten, soll damit in keinster Weise entschuldigt werden! Aber was war mit Karl und Rosa? Die sind nicht durch eine Guerillera misshandelt und hingerichtet worden! Es hat nie einen fairen Wettbewerb zwischen beiden Systemen gegen, weil der Ostblock boykottiert wurde, wie Kuba heute noch. Woran liegt es, dass es Kuba so noch gibt? Sicherlich spielt die Diktatur eine Rolle. Aber wie lange hat Kuba versucht, sich von den USA zu befreien. Die Liste ist sehr lang. Sie beginnt nicht erst mit Josè Marti 1895 und die letzten sind vielleicht Com. Fuego, Che Guevara, Raul und Fidel Castro und viele Ungezählte, die heute noch lebendig sind in diesem Volk, das lieber stehend stirbt als in den Ketten Amerikas zu leben. Das war das Erfolgsrezept der Kubanischen Revolution und war deshalb in keinem Land wiederholbar. Ich war gestern zur Abschlussveranstaltung der 10. iberoamerikanischen Kulturtage hier in Halle. Das war ein Fest, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Die brauchen keine Band. Die fangen einfach an zu singen und zu tanzen. Es sind einfach wunderbare Menschen. Da findet Zukunft schon statt. Vielleicht demnächst in meinem Blog ein kleiner Beitrag. Aber jetzt bin ich vom Thema abgekommen. Vielleicht war es ja doch für Manchen eine neue Sichtweise und deshalb nicht ganz uninteressant.
    Was die Comedy betrifft, gibt es für mich einen ganz Großen, Hildebrand, weil nicht nur gut ist, was er macht, sondern auch politisch dazu steht. Außerdem sollte man Herrn Rehte sagen, sie könnten Skat miteinander spielen, denn zum Doppelkopf braucht man vier Spieler oder wollte er mit nach Elba?

  4. Juni 29, 2011 um 2:57 pm

    @Werner Poppken

    „…Parteivorsitzender ist seit 2009 Jörg Gastmann, der 2006 in seinem Buch „Die Geldlawine“ nicht nur eine brillante Analyse unserer Probleme vorgelegt, sondern mit dem Bandbreitenmodell einen genialen Lösungsansatz unterbreitet hat, der seither jeglicher Kritik standhalten konnte…“

    Sicher jeglicher?

    Hier warten Fragen seit Ewigkeiten auf Antworten 😀

    -> http://www.dpd-partei.de/viewtopic.php?f=263&t=2128

    „Kritik standhalten“ sieht anders aus…

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