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Was wäre, wenn wir all unser Geld zurückgäben und es ohne versuchten?

Ich hatte vor einiger Zeit eine kleine Geschichte hier präsentiert, die sehr nachdenklich macht und aufzeigte, wie es um unsere (angebliche?) Befreiung aus dem Sklaventum steht. In dieser Geschichte wurde den Sklaven die Ketten abgenommen. Damit aber der Palast des Königs weitergebaut werden konnte, hat man angeboten, für jeden Stein, der abgeliefert wird, eine Münze zu zahlen. Da lief eine Begeisterung durch die ehemaligen Sklaven und man organisierte sich immer effizienter möglichst viele Steine abzuliefern. Dieser kleine, beeindruckende Film regt ebenso zum Nachdenken an:

  1. klausbeyer
    August 2, 2011 um 6:36 pm

    Hallo Martin, alles klar bei Dir?
    Du liest Dich ja ungefähr so, als ob Du Fanta-(Sie) mit Wodka-(pur) gemeinsam getrunken hättest. Mischungsverhältnis unbekannt.
    Dabei trinkst Du kaum Alkohol. Muss ich mir Sorgen machen?
    Grüße, Weißbier-Klaus

    • August 2, 2011 um 9:16 pm

      Hallo Klaus,
      ich sitze hier leider im Büro ohne Weißbier. Aber das gönne ich mir gleich noch.
      Ich lese gerade das Buch über fließendes Geld. Zwar bin ich erst ein paar Seiten weit. Aber es öffnet die Augen für die Krux mit unserem zinsbasierten Geldsystem. Das kann nur in die Hose gehen. Also sollten wir uns alle schnell schlau machen, welche Alternativen es gibt. Eine davon ist ja auch das ohne Geld, wo genommen werden kann, das produziert wird. Dann gibt es noch das Bandbreitenmodell, und halt das fließende. Mal schauen, was sich noch auftreiben lässt.
      Lieben Gruß, Martin

  2. August 2, 2011 um 9:07 pm

    Ein wunderbarer Film ,ich wünschte wir wären schon so weit

    • August 2, 2011 um 9:12 pm

      Oh ja. So bedrückend die Erkenntnis ist, dass wir mal wieder auf ein Ende der Zinsspirale zulaufen und es bisher jedes Mal sehr leidvoll für den überweigenden Teil der Menschen abgelaufen ist, dann wäre es doch schön, wenn wir gelassen in diese neue Krise einlaufen. Denn es ist ja nur das Geld nichts mehr wert. Alle Ressourcen dieser Welt inklusive uns sind ja weiterhin etwas wert. Warum sollten wir es mit unserem Wissen, das ja da ist, dieses Mal nicht schaffen, es anders zu machen? Selbst die Superreichen, die ja von diesem Sytstem profitieren, müssen doch einsehen, dass es wenig Sinn macht, wenn alles im Chaos versinkt und am Ende sie dieses Mal mit.

  3. Elke
    August 2, 2011 um 10:01 pm

    Hallo Martin,

    was hältst du denn von diesem Modell?

    http://www.freimark-t.de/html/freigeld.html

    LG
    Elke

    • August 2, 2011 um 10:22 pm

      Liebe Elke,
      ja, das ist das fließende Geld. So könnte es was werden. Und so war es ja wohl auch:

      Die „Brakteatenzeit“ – Deutschlands glücklichste Zeit

      Diese 300 Jahre von etwa 1150-1450 waren Deutschlands glücklichste Zeit: Das damalige Silberbrechgeld, die sog. „Brakteaten“ (bractes = dünnes Blech), „drehten sich“ 52 mal schneller als unser heutiges Zinsgeld, weil beim halbjährlichen Umtausch der Münzen Umtauschgebühr zu zahlen war und Geld „sparen“ sich deshalb nicht lohnte. Um dem Umtauschverlust zu entgehen, gaben es die Bürger lieber schnell wieder für Waren oder Handwerker aus, verliehen zinslos Geld, das sie selbst nicht unmittelbar benötigten oder spendeten es für Dombauten. Aus dieser Zeit stammt auch das Sprichwort „Handwerk hat goldenen Boden“. Die Folge: 300 Jahre ununterbrochener wirtschaftlicher und kultureller Aufschwung. Fischerdörfer wuchsen zu mächtigen Hanse-Städten. Der Handel blühte. Arbeitslosigkeit und Armut war jegliche Basis entzogen. Die kaum mehr als 20.000 Bürger der – nach heutigen Begriffen kleinen – Stadt Köln hatten genug Geld, um das größte Dombauprojekt aller Zeiten in Angriff zu nehmen – mit der Technik vor 800 Jahren, ohne Kräne, Alu-Gerüste, Diamant-Schneidmaschinen, etc.! Die Bauern hatten Silber-Knöpfe an ihrer Kleidung und die Adligen beschwerten sich, daß die Handwerksmeister samtene Anzüge trugen und von ihnen äußerlich nicht mehr zu unterscheiden waren. Es gab die Vier-Tage-Arbeitswoche mit dem „Blauen Montag“, damit sich die „Arbeitsleut’“ von den Wochenend-Feierlichkeiten vor Arbeitsbeginn wieder erholen konnten. Die Wochenarbeitszeit lag bei 20-30 Stunden und es gab mehr als 150 arbeitsfreie Feiertage. In den Gasthöfen gehörte Silberbesteck zum allgemeinen Standard. Die Menschen lebten nicht, um zu arbeiten, sondern sie arbeiteten, um zu leben. Der weit verbreitete Wohlstand wurde durch Arbeit erworben und nicht durch leistungslose Zinsen. Wer nicht die Absicht hatte reich zu werden, konnte mit einer kurzen Arbeitszeit seinen Lebensunterhalt verdienen.

  4. Heinrich Schmitt
    August 3, 2011 um 2:23 pm

    Sehr gute Idee. Aber ich wuerde viel lieber alle meine Schulden abgeben….

  5. August 5, 2011 um 11:02 pm

    Ne ganz gute Geschäftsidee wäre auch, unter der Brücke zu stehen und ein großes Netz dabei zu haben…. – oder?

    • August 5, 2011 um 11:13 pm

      Hallo Ralf-Henning,
      hm, ich gebe zu, dass ich auf der Leitung stehe. Was möchtest Du mit diesem Bild der Brücke und dem Netz ausdrücken?
      LG Martin

  6. August 6, 2011 um 12:21 am

    das wäre das Beste seit langer Zeit,den es bringt den meisten Menschen ja sowieso nur Armut

  7. Sabina Goller
    August 7, 2011 um 5:34 pm

    wir steuern wieder dort hin, wo wir wieder arbeiten, um zu leben. Denn das Bewusstsein auch von denen, die jetzt Alles haben, ändert sich, wenn nichts mehr geht.Und Leute, das dauert nicht mehr lange!!!So geht es nicht mehr weiter. Das wissen und spüren die Meisten aber keiner kann sich vorstellen, ohne Geld zu existieren. In unserem dreidimensionalen Denken ist diese Erfahrung noch nicht vorhanden, aber soooo wird es kommen!!
    Geld ist Papier und Papier ist geduldig und momentan ist es mit Nichten gedeckt!!!
    Siehe Amerika und ich lebe hier.
    Thanks Martin fuer diesen Artikel – die Menscheit muss aufgerüttelt werden und Vertrauen haben in ihre eigenen Stärken, Dinge zu tun, die ihnen Spass machen (sinnvolle Arbeit)!!
    LG Sabina

  8. August 9, 2011 um 3:48 pm

    Vielen Dank für den kleinen Video-Clip! eine nette Vision, meine ich. Vielleicht wird sie sogar einmal Wirklichkeit. Dazu, denke ich, braucht es viel Vertrauen, sehr viel Vertrauen, Mitgefühl und Wachheit, weil dabei diesmal wirklich die ganze Welt (- ihre Bewohner -) gefragt ist: Was ist der wahre Wert des Lebens?

    • August 9, 2011 um 5:34 pm

      Lieber Michael,
      je mehr ich mich in die Themen einarbeite, desto mehr sehe ich, dass uns neben dem Streben nach Glück als quasi Sinn des Lebens, wir uns im Prinzip nur zwischen Liebe und Angst zu entscheiden müssen.
      Wer ängstlich ist, wird sich unterordnen, wegducken und im Extremfall zum Terroristen. Wer Angst hat, ist froh, seine Verantwortung abgeben zu können: „Meine Eltern, mein Boss, unser Staat wird schon wissen, was richtig ist.“ Wer Angst hat, vertraut angeblich Oberen mehr als sich selbst, ohen zu sehen, dass gerade Obere nur dort oben sind, weil sie das Unterdrücken beherrschen. Gleichzeitig misstraut er Andersartigen, da er über Indentifikation seine sichere Umgebung definiert.
      Wer liebt respektiert seine Mitmenschen indem, was sie sind. Er wird mit ihnen auf gleicher Augenhöhe im Dialog nach Lösungen suchen. Wer liebt, und insbesondere sich selbst ja auch annehmen kann, in dem wer er ist, übernimmt Verantwortung. Wer liebt, ruht in sich und weiß, dass egal, was passiert, es immer eine weitere Lösung geben wird. Das ist ein Urvertrauen in das Leben. Dieses positive Denken verdängt Misstrauen in Andere. „Gemeinsam sind wir stark“ ist hier der Leitgedanke.
      Ich bin gespannt, ob sich dieses Bewusstsein noch genügend durchsetzen wird, bevor es noch mehr Ängstliche gibt, wie jetzt in London, und lieber alles in Schutt und Asche legen, anstatt den Dialog mit friedlichen Mitteln zu suchen.
      Lieben Gruß, Martin

  9. Verena Borer
    August 10, 2011 um 10:40 am

    Im täglichen Leben kann ich es mir gut vorstellen. Es gibt auch genügend lebendige Beispiele dafür. doch, wie macht man es, wenn Samen zum Pflanzen benötigt wird oder gar ein Haus gebaut wird, Maschinen benötigt werden? Das ist für mich die grosse Frage. Einen Übergang kann ich mir auch vorstellen, damit es für alle menschen nachvollziehbar ist. Doch so wie die heutige Lage aussieht, wird es ganz schnell gehen und wir finden uns in etwas neuem wieder. Daher ist es gut sich mit neuen Ideen zu beschäftigen, damit es schon vorgedacht ist. Wir haben eine grossartige Zeit dieser Inkarnation gewählt, wir können teil – haben an diesem grossen Wandel. ich finde es ist für mich ein Geschenk.

    • August 10, 2011 um 11:24 am

      Hallo Verena,
      Nun, es ist doch so, dass wir uns über die Geldmittel selbst beengen. Wer nichts hat, kann nichts bewegen, sprich sich nur durch anderen bewegen lassen. Dabei haben wir doch alle notwendigen Ressourcen auf dieser Welt oder könnten sie beliebig im Rahmen ihrer Begrenzungen einfach zur Nutzung zur Verfügung stellen.
      Ich bin mit diesen Ideen noch nicht ganz durch. Gefunden habe ich die Ansätze in der Zeitgeist Bewegung. Schau mal:
      http://www.zeitgeistmovement.de/wissen/ressourcenbasierte-wirtschaft/
      Besonders interessant ist hier die Seite mit den Antworten auf die häufigsten Fragen …
      Lieben Gruß, Martin

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