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Die Krisen machen es möglich: der ökonomische Wandel nimmt Fahrt auf und stellt nicht nur unser korruptes Politiksystem sondern auch das Geldsystem in Frage

Wer meinen Blog verfolgt hat, der hat inzwischen schon ein Reihe von Fehlentwicklungen in unseren Systemen erkennen können. Immer mehr Bücher kommen auf den Markt, die aufdecken, sich empören und zum wehren aufrufen.

Nun kommen auch vermehrt Plattformen, die mit konkreten Änderungsvorschlägen aufwarten. Eines davon ist die Initiative für ein nachhaltiges Geldsystem. Hier haben sich inzwischen 40 unabhängige Experten und Aktivisten zusammengeschlossen und haben formuliert:

Auf dieser Plattform sollen Artikel erscheinen, die Licht ins Dunkel unsere Geldsystems bringen soll. Die Initiatoren sind dort einzeln mit einer kurzen Beschreibung zur Person und wo vorhanden auch Links zu ihren Blogs aufgeführt.

Eine weitere Plattform, die den Wandel unterstützt, ist die Global Change Acadmey. Die Internet-Zeitung ngo-online formuliert in ihrem Artikel Mit Wissen gegen Wirtschaftskrisen – Prof. Wolfgang Berger über Ökologie und Ökonomie wie folgt:

Global Change Now e.V. bildet im wahrsten Sinne des Wortes eine Bewegung und bietet somit nicht nur Alternativen, sondern sogar Perspektiven für unser Wirtschaftssystem. Es geht nicht bloß darum sich zu empören, dass es schlecht läuft, sondern auch zu verstehen warum das so ist und wie man es besser machen kann.

Ich freue mich auf weitere Hinweise auf solche Initiativen, die den Wandel zu einer besseren Welt unterstützen.

Kategorien:Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft, Politik Schlagwörter: ,
  1. September 19, 2011 um 6:51 pm

    Und hier kommt noch ein interessanter Artikel, der erklärt, dass es gar nicht so viele Umdenker braucht, um einen Wende einzuleuten.
    Kritische Masse: 10 Prozent für ein neues Paradigma?
    Am Schluss findet sich dieses Zitat von Magret Mead

    Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann – tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.

  2. Dr. Manfred Voss
    September 21, 2011 um 8:00 pm

    http://www.wissensmanufaktur.net/

    z.B. Videovortrag von Andreas Popp:
    Danistakratie – Die Herrschaft des Wuchers

  3. September 24, 2011 um 12:43 pm

    Hallo Martin,
    mal abgesehen, das er sich in punkto Regionalwährungen wahrscheinlich (hoffentlich) versprochen hat, ein toller Vortrag. Ich hab ihn eine Nacht lang sacken lassen.
    Ist das nicht nur die Spitze des Eisberges, frage ich mich bei längerem Nachdenken, wo ist das Leben heute noch selbstbestimmt, also auch in eigener Verantwortung und wie weit reicht sie? Aber schon den Punkt muß man sich mal genau vor Augen halten und sich darüber klar werden, das nicht das Wirtschaftwunder unseren jetzigen Wohlstand hervorbringt. Die Geldabwertung in den Schwellenländern schafft zum erheblichen Teil die Möglichkeit, das hier rund 8 Mio. Menschen in einer sozialen Hängematte liegen können. kleines Beispiel. 2001 war der Umrechnungskurs zum Kenianischen Schilling 1 : 30 bis 1 :35 (also 1 : 17,5 zum Euro) heute liegt er knapp bei 1 :130 bei gleichzeitig inflationär steigenden Lebensmittelpreisen. Unser Wohlstand und da meine ich die Mehrheit aller in Deutschland lebenden Bürger (Menschen), wird aus dem Hunger der Entwicklungsländer, der endgültigen Zerstörung der Natur in diesen Ländern und der Kinderarbeit mitfinanziert. Es ist zu spät zu sagen, das haben wir nicht gewußt, Wir leben jeden Tag davon! Harambee schafft eine Insellösung für Kilifi (siehe http://www.harambee.at). Warum schaffen wir nicht mehr davon, bei gleichzeitig sinkender staatlichen Unterstützung der Welthungerhilfe? Ja ich bin dafür, das wir nicht mehr drum herum reden!
    Mit der Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens würden wir die Pforte zu 100% igen Einführung Giralgeldes betreten! Merkt ihr endlich was?

    Ich lebe in einen Haus ehemaliger Hausbesetzer, nette Menschen, gute Freunde, die mich unterstützen, und erlebe täglich, wie sie sich angepaßt haben und ihre Kinder für diese Gesellschaft dressieren, im guten Glauben das Richtige zu tun. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Naja eben der Lauf des Lebens! Wir sind doch heute lebensgefährlich abhängig von einer Vielzahl von Konsumketten, geschlossenen Geldkreisläufen usw., die uns mal suggerierten, unser Leben zu erleichtern. Dieses System nutzt unseren menschlichen Dran, uns das Leben zu vereinfachen und stellt es in einem falschen Kontext dar. Es suggeriert uns Sicherheiten, die nicht vorhanden und auch nicht notwendig sind, weil sie uns einer wichtigen Eigenschaft, der Aufmerksamkeit für uns selbst berauben, die uns am ende noch abhängiger macht. Sie hat es geschafft, alle Menschen zu vereinzeln und sie in reine Geldverhältnisse treten zu lassen (siehe Harz IV Bedarfsgemeinschaften) und zittert vor jeder Parallelgesellschaft. Versuche mal einem Freund zu helfen ohne das er dir Geld anbietet und fast beleidigt ist, wenn Du es ausschlägst. Mit jedem Wehwehchen rennt der Großteil der Menschen zum goodfather in with (es nicht zu tun, ist schon fast unter Strafe gestellt), alles liegt servierfertig in der Tiefkühltruhe, für jedes Problem gibt es einen Rechtsanwalt, Architekten oder sonst einen Gelehrten, die Namen der Pflanzen und Tiere kennen nur noch Experten oder ganz schräge Vögel, die eher belächelt werden und nie Einfluß haben. Gibt es außerhalb dieser Berufsgruppen Abgeordnete im Bundestag? Ich kenne keine Putzfrau oder einen Schlosser der dort sitzt! Wessen Interessen vertreten denn die Abgeordneten, wenn nicht ihre eigenen? Wo ist der Unterschied zwischen dem Abgeordnetenhaus in Deutschland, Kenia, Brasilien usw. Ich kenne keinen außer das sie sich von der Nationalität her unterscheiden! Auch ähliche Reaktionen der Menschen zum Beispiel ärztliche Versorgung sind in Kenia erkennbar.
    Es ist eine bürgerliche Gesellschaft, die uns weismachen will, das wir alle Bürger sind, am Tage der Wahl und danach sich nur noch um sich kümmert. Warum soll ich Menschen wählen, die so wie so nichts für mich unternehmen, als nur mein Mindestmaß an Existenz zu sichern, damit ich ihren Reichtum mehren kann??? Hat eine Wahl in den letzten 20 Jahren, mein Leben verbessert, sind irgendwo meine Interessen vertreten worden? Nein! Ist Boykott nicht auch ein politisches Mittel der Großen? Warum sollten wir es nicht auch benutzen können, um auf die Situation aufmerksam zu machen. Ich gehe nicht zur Wahl, nein, ich boykottiere sie als politisches Mittel der Demokratie.
    Alles was von dieser Matrix abweicht, wird sicherlich beobachtet, um einzugreifen wenn es relevante Züge annimmt, wie es A. Popp selbst ausspricht. Ich bin mir sicher, da ich ja ähnliche Erfahrungen gemacht habe, daß er weiß, von was er spricht und es kein PR Gag war.
    Das erklärt auch die Lähmung in dieser Gesellschaft, niemand wagt eine Veränderung, weil niemand weiß wie aus dem Schlamassel raus kommen ohne selbst dafür Verantwortung zu übernehmen. Jeder versucht so gut es geht, sein Süppchen noch daran zu kochen und das Bauchgefühl ist schon durch alle keimfreien Speisen, die wir zu uns nehmen, garantiert medizinisch geprüft, den Bach lang runter gegangen. Es begann nicht erst 1913, dies war nur ein Quantensprung, reiche Familien lassen sich bis ins römische Reich zurück verfolgen und auch 2012 wird das kein Ende haben. Nach jeder Zentralisierung kommt am Ende der Zusammenbruch des Systems. Warum auf das Ende warten und ins Chaos zurück fallen, warum nicht regional beginnen und sich von diesem System abkehren, Ist das nicht auch eine Form der Demokratie, wenn auch die Extremste? Jede Revolution beginnt in dir selbst, jede Bewegung von außen, will dich bestimmen.Viele Grüße Mike
    PS: Vom Lichtzentum Wittenberg habe ich noch keine Reaktion auf mein Kooperationsangebot, also auch bloß ein Süppchenkocher mit einem bunten Mäntelchen. Ich würde mich freuen, wenn ich mich korrigieren müßte.

    • September 24, 2011 um 11:18 pm

      Lieber Mike,
      es gibt positive Zeichen! Ich war 4 Tage auf Messen und Veranstaltungen unterwegs und es gibt immer mehr Menschen, die inzwischen auch sehen, dass unser derzeitige System voller Fehler ist und wie es zu der Umverteilung kommt. Und ich habe mit Menschen gesprochen, die Schlipse tragen, da sie einen entsprechend guten Tagessatz verdienen und sich entsprechend präsentieren müssen.

      Und ja, das mit den Parallelgesellschaften scheint mir der bisher beste Weg zu sein, an den Graswurzeln ein neues Miteinander zu schaffen. Ich muss allerdings gestehen, dass das kein einfacher Weg für Jemanden ist wie mich, der sich bis vor Kurzem in der Leistungsgesellschaft aufgehoben fühlte und im System blind mitgeschwommen ist. Hier kurz die Geschichte dazu:

      Ich habe die Anfrage eines Facebook-Freundes erhalten, der erst vor etwa 3 Wochen in meinen Freundeskreis eingetreten ist. Er beschäftigt sich mit Kommunikationsberatung und hat eine interessante Methode entwickelt, wie in großen Gruppen eine effiziente Abstimmung für z.B. neue Großprojekte oder neue Firmenstrategien entwickelt werden können. Nun ist er jung und noch nicht so richtig gut im Geschäft und wollte aber eine Messe bei uns um die Ecke nutzen, um sich bekannt mit seiner Methode zu machen. Da ich in der Nähe der Messe wohne, fragte er mich also an, ob ich Jemand kenne, bei dem er für drei Nächte unterkommen könne, denn seine bisherige Schlafgelegenheit wäre ausgefallen. Die Hotels wären aber zu teuer, das würde sein Budget nicht hergeben. Er wäre allerdings nicht allein, denn sein Coach würde auch noch eine Nacht kommen.

      Nun, da ich zu der Zeit selbst auf einer Messe sein würde, hatte ich mit mir gerungen (ich kannte ihn ja nicht) und angeboten, ggf. selbst meine Wohnung zur Verfügung zu stellen. Da ich selbst schon zur CeBIT in Hannover „privat“ bei Messen untergekommen bin, hatte ich mir vorgestellt, dass wir uns per Wohlfühlpreis einigen würden. Er hatte angeboten, dass wir uns in der Woche davor in Berlin treffen könnten, so dass er mich kennenlernt. Das war auch ein richtig gutes Gespräch, also galt dann mein Angebot, dass er kommen könne.

      Ich hatte ihn dann sogar am Abend von der S-Bahn mit dem Auto abgeholt, denn unser Dorf liegt etwas außerhalb. Nun kam er eine Stunde später als ich vorgeschlagen hatte und dann noch eine halbe Stunde später, da ich S-Bahn ausgefallen war. Damit verspätete sich auch ein versprochener Termin mit meiner Freundin.

      Ich hatte die Coach im Wohnzimmer hergerichtet. Etwas mehr an Essen besorgt, so dass er morgens versorgt war. Ihm das Bad so weit gerichtet, und bin dann am nächsten Morgen mit ihn zusammen aufgestanden und auch noch mit ihm gemeinsam per S-Bahn zur Messe gefahren. Von ihm kam bis dahin kein Wort über eine Vergütung meines Einsatzes, denn ich bis dato hatte. Dazu ist wichtig zu wissen, dass meine Freundin mich für verrückt erklärt hätte, einem Wildfremden meine Wohnung zu überlassen, während ich nicht da bin. Also habe ich ihr nichts darüber erzählt, was mich in weitere Bedrängnis brachte. Aber der junge Mann war mir sympathisch und auch seine schon erwähnte Diksursmethode, also los.

      Der junge Mann brachte mir wie vereinbart am Ende der Woche meinen Wohnungsschlüssel nach Berlin auf eine Veranstaltung, an der ich gerade teilnahm. Er bedankte sich, wir unterhielten uns kurz und dann ging er. Kein Wort über einen Ausgleich meiner Mühen. Ok, ging mir durch den Kopf, dann hat er vermutlich was in der Wohnung hinterlassen.

      Als ich dann Mitten in der Nacht wieder nach Hause kam, 1:30h verspätet, weil die Bahn wieder Umwege aufgrund von Sperrungen fahren musste, gab es aber auch keine Überraschung. Keinen Brieg mit einem „Dankeschön“. Nur eine Küche mit den Resten des Frühstücks und eine Dusche sowie ein Waschbecken, die nicht sauber gemacht waren. Da machte sich dann schon ein wenig Enttäuschung breit, weshalb ich ihm dann via Facebook noch um 2:00h morgens schrieb:

      Hi , bin jetzt auch wieder zuhause. Sag mal, rein Interessen-halber: Was wären Dir denn 3 Übernachtungen bei einem Bekannten bei mir im Dorf wert gewesen, der Dich am Bahnhof abgeholt hätte und dabei später zu seiner Freundin gekommen wäre, sich die Mühe gemacht hätte, Dir die Betten soweit zu richten, Dir den Kühlschrank mit Inhalt zur Verfügung gestellt hätte, Dusche und Herd, der anschließend in der Nacht die Küche, das Bad und die benutzte Bett- und Badwäsche gereinigt hätte, weil am Morgen die Freundin von der Nachtschicht zum Schlafen kommt? Lieben Gruß, Martin

      Morgens kam dann von ihm zurück:

      Du meinst, in Form eines Tausches? In Berlin ist es meist üblich, das Gleiche ebenfalls anzubieten. Oder wenn der Bedarf nicht da ist oder die gleiche Möglichkeit nicht gegeben ist, eben solche Sachen wie beim Umzug zu helfen oder generell für umfangreichere Hilfe zur Verfügung zu stehen. Manche helfen dafür auch einfach anderen, weil sie die Leistung nicht direkt zurückgeben können.Ähnlich funktioniert ja beispielsweise auch das Couchsurfer-Prinzip, man kann da nur woanders übernachten, wenn man selbst Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Manche geben ohne Gegenleistung, weil sie selbst viel vom Leben bekommen haben. Bei denen sind Einladungen zum Essen oder zu kulturellen Highlights ein aduäquater Tausch. Oft kommt erst zu viel späteren Zeitpunkten was zurück. Manchmal bekommen gänzlich andere Menschen dafür Gutes zurück, so hilft es dem Ganzen, denn das trägt sich weiter fort. Oder meinst Du in Geld? Das ist nämlich gar nicht so einfach. Man kann nämlich Gäste kalkulieren, nicht aber Gastfreundschaft. Und der Wert für einen selbst hängt auch von der eigenen Leistungsfähigkeit ab und vergleicht sich automatisch mit Marktpreisen. Ein Geldwert bildet daher keine gute Vergleichbarkeit. Ich würde momentan auf zweistelligen Betrag kommen, wenn ich das große Minus auf meinem Geschäftskonto sehe. Zu anderen Zeiten aber eben zu anderen Summen. Für manche wäre es aber eine Beleidigung, Gastfreundschaft mit Geld zu bewerten. Zeit bildet die Vergleichbarkeit schon besser ab. Da würde ich auf 6 bis 8 Stunden, also einen Tag kommen. Der kann schon mal vom Wert her 4stellig werden, je nachdem, was in der Zeit getan wird.

      Dieser Text hat mich dann erst einmal beschämt. Denn auf meinem Weg in eine besser Welt habe ich mich schon mit dem Gedanken angefreundet, dass doch eine Welt ohne Geld auch funktionieren könnte. Dass diese Welt aber schon so nah sein könnte, war mir dann doch nicht eingefallen. Und ja, er hat ja absolut recht, so kann es funktionieren und so scheint es j auch schon in gewissen Berliner Kreisen zu funktionieren. Und auch Du hast ja schon einige Erfahrungen in Deinen Kommentaren hier hinterlassen.

      Ich habe also nun ein Tauschguthaben! Und irgendwie fühlt sich das gut an. Getauscht hatte ich vor Kurzem auch schon wieder in der Familie. Ich hatte meiner Tochter bei Ihrem Umzug geholfen und sie mir anschließend. Wenn wir dieses Prinzip des Teilens im Urvertrauen (Liebe?) anwenden, das einem dann bei Bedarf auch geholfen wird, scheint mir das doch eine sehr lebenswertes Miteinander zu sein. Zu utopisch?

      In der Vorfreude auf eine bessere Welt wünsche ich Dir noch ein restliches schönes Wochenende, Martin

  4. September 25, 2011 um 10:29 am

    Hallo Martin, schöne Geschichte, ich habe schmunzeln müssen, wie gesagt wer da glaubt es geht alles und von heute auf morgen ohne Geld ist ein großer Phantast. Da gibt es die chinesische Geschichte über die Einfalt, die kann man an der Stelle umdrehen. Die meisten Menschen kommen mit solchen Dingen gar nicht mehr klar, weil sie glauben alles läßt sich in Geld ausdrücken und noch ein gutes Geschäft, also eine kleine Betrügerei, damit machen. Das haben sie mit der Muttermilch eingesogen, glaube ich. Ich denke zu einem „lebeneswerten Miteinander“ gehört auch Geld und wenn jeder genügend davon besitzt, entstehen die geldlosen Tauscherein wieder von ganz alleine. In der DDR wäre niemand auf die Idee gekommen, sich für eine Gefälligkeit Geld in die Hand drücken zu lassen, sicherlich die Ausnahmen gab es auch. Aber im Großen und Ganzen war es nicht üblich. Man setzte sich zusammen, trank noch ein Bier oder aß ein Gehacktesbrötchen und der Dank kam bei den meisten Menschen noch vom Herzen und war keine auswendig gelernte Höflichkeit. Ich sehne mich nicht nach der DDR zurück aber nach diesen Umgangsformen. Trotz vieler Überstunden war alles ruhiger und nicht so hektisch wie heute. Wenn etwas nicht fertig wurde gab es immer ein Morgen, heute hängt davon schon wieder der nächste Auftrag ab. Wir werden wohl noch eine Weile brauchen, „die Mühen der Ebene“, du verstehst schon. Viele Grüße Mike
    PS: bin aus oben genannten gründen heute Nachmittag wieder an der Fassade. Dir noch einen schönen Tag

  5. Oktober 17, 2011 um 6:04 pm

    Dazu habe ich auch mal was geschrieben:
    Der TERRA als Weltwährung und ein gerechtes Gesellschaftssystem für alle Weltbürger.

    Angenommen jeder Mensch erhält bei seiner Geburt ein Konto, auf das monatlich 1.000,- Terra (Terra als virtuelle Weltwährung mit Negativzins) als Bedingungsloses Grundeinkommen eingezahlt werden, solange er lebt.

    Gleichzeitig erhält die Gemeinschaft für diesen Menschen ebenfalls 1.000,- Terra um damit alle Staatsausgaben zu finanzieren. Diese 2.000,- Terra monatlich werden von der Gemeinschaft als Geldschöpfung für diesen Menschen generiert. Damit werden Steuern unnötig und es gibt keine Steuerhinterziehung mehr. Denn so, wie jeder Mensch ein Bedingungsloses Grundeinkommen bezieht, bezieht die Gemeinschaft für jeden Menschen eine Bedingungslose (Steuer-)Einnahme.

    herzlichen Gruß
    Gerhard Höberth

  6. Oktober 17, 2011 um 8:54 pm

    Das setzte voraus,das es keine Ausbeutung des Menschen mehr gebe, weil diese ja nur durch den Lohndruck und ein industrielles Resevereheer (Arbeitslosigkeit ist doch kein Abfallprodukt des Kapitalismus sondern das Druckmittel, um mehr Profit zu erzeugen oder glaubt jemand im Ernst, das bei einer Vollbeschäftigung solche niedrigen Löhne erpresst werden könnten?) ja auf der anderen Seite Profit abwirft. Ich hatte erst am Sonnabend in Leipzig mit einem Vertreter ein sehr angenehmes Gespräch über das Thema geführt und hoffe, er meldet sich noch einmal. Wenn Industrielle und Großkaufleute so etwas vorschlagen, sind sie entweder übergeschnappt oder sie bezwecken damit ein anderes Ziel. Das sind nicht unsere Freunde, vielleicht gibt es ja mal eine Ausnahme, aber i.d.R haben sie nur ein Ziel, sich ihren Vorsprung gegenüber Konkurrenten zu sichern, siehe G. Werner mit der Durchsetzung der Discountmärkte. Ehe ich das glaube will ich sehen das ein Kamel durch ein Nadelöhr paßt. Das Grundeinkommen ist nicht die Lösung in diesem System, sondern dessen Verschärfung… und weltweit, das ist ein schönes Märchen für meine Enkel. Sorry, viele Grüße Mike

    • Oktober 17, 2011 um 9:20 pm

      Im Lagerdenken verhaftet und frei von Visionen werden wir die Zukunft mit Sicherheit nicht meistern.

      • Oktober 17, 2011 um 10:31 pm

        Ich selbst denken noch eine Stufe weiter und finde die Ansätze des Zeitgeist Movements oder der Commons interessant, ganz ohne Geld auszukommen und rein über ein nachhalttiges Nutzen unserer Ressourcen zu wirtschaften. Da diese Gedanken aber viele Menschen überfordert, kann ich mir ein Grundeinkommen gekooppelt mit dem rostenden Geld sehr wohl vorstellen. Kennt schon Jemand Simulationsrechnungen dazu?

  7. Oktober 17, 2011 um 11:48 pm

    Danke für den Begriff „Lagerdenken“ manchen rennen eben freiwilig ins Abseits. Ich kann mir ein Grundeinkommen auch vorstellen, aber und das hat mir die Diskussion vorgestern mit Leuten von der Initiative auch wieder gezeigt, das es unter den jetzigen wirtschaftlichen Voraussetzungen, mir wurde in diesem Punkt zugestimmt, nicht funktionieren wird. Ich habe dabei nicht zurückgeschaut, was vielleicht mancher vermutet, einmal Ossi immer Ossy. Im Gegensatz zu anderen habe ich schon Ideen, Zu Visionen lasse ich mich nur im angetrunkenen Zustand hinreißen. Ich stelle mir die Frage, wem nützt es? Ich sage es noch einmal, ich brauche da auch keine Simulationsberechnungen, so lange wir nicht menschlichere Umgangsformen untereinander durchsetzen können, bevorteilt es immer eine kleine Sicht und dies kann nicht im Interesse des Erfinders sein. Ich will auch keinen enteignen oder alter Verhältnisse restaurieren, um hier gleich mal den Wind aus den Segeln zu nehmen, Keine Gleichmacherei, aber wir wären schon einen Schritt weiter, wenn das Recht für alle gleich ist. Persönliche Bereicherung auf Kosten Dritter ist Diebstahl. Was heute von Firmen, nicht nur von Banken, betrieben wird (Mitnahmeeffekt), ist nahe an kriminellen Handlungen, Preisabsprache. d.h. es wird kein Preis mehr im herkömmlichen Sinne gebildet, sondern bestimmt (Bauwirtschaft). Wir sollten nicht soweit Vorausschauen und nicht versuchen den zweiten Schritt vor dem Ersten tun zu wollen, sondern dringende Dinge versuchen durchzusetzen, menschenwürdige Löhne, keine Mindestlöhne wohl bemerkt, für menschenwürdige Arbeit z.B. aber das sind ja so Sachen, die viele heute schon nicht mehr nachvollziehen können oder das für ein Recht auf Arbeit auch ein gewisses Maß an würdiger Arbeit da sein muß. Es entbehrt jeder Grundlage über eine Weltwährung zu philosophieren, wo der Dollar nicht einmal mehr das Papier wert ist auf das er gedruckt wird und die Weltgemeinschaft nicht in der Lage ist, einen Folgevertrag für Kyoto hinzubekommen mal ganz zu schweigen, das wir es nicht für nötig erachten unsere eingegangen Verpflichtungen, Erdbeben Haiti oder Hungerkatastrophe am Horn von Afrika, einzuhalten. Ein bißchen mehr Realitätssinn hätte ich mir als Lagerkind dann doch schon gewünscht! Wenn es heißt Eigentum verpflichtet, dann sollte es auch da verpflichten, wo der Eigentümer seine Herkunft hat und nicht nach Ablauf der Frist in der der Investor Subventionen erhalten hat, die kompletten Werke abbaut, um sie dann in Polen oder Rumänien wieder in Betrieb zu nehmen, straffrei wohl bemerkt. Ich rede hier von Tatsachen! sicherlich ist es schöner von angenehmen Dingen zu träumen, als unangenehme Dinge tun zu müssen und die stehen uns einfach bevor. Um so länger wir sie vor uns noch herschieben, um so unangenehmer werden sie werden!

    Auf eine Stelle, um dies zu unterstreichen, möchte ich noch hinweisen. In vielen Beiträgen ist nachzulesen, wie fragwürdig wirschaftliche Simulationsberechnungen sind und diese sollte ausgerechnet stimmen, warum? Martin, wenn Du eine glaubwürdige erstellen kannst, würde ich dir vertrauen, aber Initiatoren (G.W.), die es nicht nötig haben auf ehrliche Fragen, ich suche die mail raus, zu antworten und Hausfrauen dazu veranlassen, aus dem Kaffeesatz zu lesen. um dann eine Petition zu verfassen, haben in mir Vertrauen zerstört und nicht aufgebaut! Wachsamkeit ist die Schwester der Aufmerksamkeit und eine Grundtugend, bei guten Argumenten, bin ich gern bereit, sie anzuerkennen…

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