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Unser Geldsystem steht im Widerspruch zur Grundregel „Du sollst nicht stehlen“

Es wird immer klarer: Wir müssen schon aus ethisch-moralischen Gründen dringend unser Geldsystem auf andere Füße stellen. Aber nicht nur dieses. Es geht auch um die gerechte Verteilung der Ressourcen unserer Erde. Wie komme ich zu dieser Überzeugung? Auf der ganzen Welt haben sich Grundregeln des Lebens durchgesetzt, die für einen vertrauensvollen Umgang miteinander und damit für ein angstfreies Leben sorgen. Überall auf der Welt bemerken WIR Menschen zunehmend, dass an diesen Grundfesten stark gerüttelt wird. Die Menge der Krisen als auch die zunehmend krank werdende Gesellschaft sind eindeutige Indizien, dass die inneren Kräfte, die unsere Gemeinschaften zusammenhalten, zerbrechen.

Auf der anderen Seite sind durch die weltweiten Proteste deutlich die Gefühle der Menschen zu erkennen, dass wir uns bewegen müssen, um den Trend der gesellschaftlichen Zerstörung wieder umzukehren. Ein besonders dringliches Problem ist unser Geldsystem, das die Gier in unsere Welt gebracht hat, und das in den letzten Jahren immer ungezügelter dafür sorgt, dass es nur eine Richtung gibt: den Transfer von Arm nach Reich.

Bitte weiterlesen auf  The Intelligence, wo der Artikel zuerst veröffentlicht wurde.

  1. Oktober 28, 2011 um 11:04 pm

    Hallo Martin, ich finde Dich noch nicht auf n-1. Wo ist das Problem. Cooles netz ich hatte mich gestern ausgeschlossen, Hilfe kam aus Spanien. Ich glaube, wir müssen sehr viel Aufklärungsarbeit leisten und Skepsis gegenüber uns, der „Davor-Generation abbauen. wir müssen in die Gruppen gehen und mit ihnen diskutieren, nicht nur wegen den Geldsystem. Viele Grüße com. Mike

  2. Oktober 28, 2011 um 11:17 pm

    Die derzeitige Nervosität enspringt nicht etwa der Einsicht in den Industriestaaten sondern der Angst um die eigene Stereo-Anlage. Ist mir aber auch längst egal, Auf die Einsicht habe ich so lange gesetzt, dass mir inzwischen die Angst auch recht ist.

    Allerdings läuft uns die Zeit weg. 5 vor 12 war vorgestern.
    http://uhupardo.wordpress.com/

  3. Oktober 29, 2011 um 8:45 am

    Der NewScientist hat einen Artikel mit einer Liste im Internet veröffentlicht, der diese Analyse sehr genau unterstreicht. Unter den Top 50 Unternehmen, die unsere Erde beherrschen, befindet sich genau EIN produzierendes Unternehmen: Die China Petrochem. Alles andere sind Banken und Versicherungen. Das unterstreicht die Gründe für das Kollabieren der Wirtschaften weltweit.

    Auf Englisch:

    http://www.newscientist.com/article/mg21228354.500-revealed–the-capitalist-network-that-runs-the-world.html

  4. Oktober 29, 2011 um 8:47 am

    Guten Morgen!
    Das ganze Geldsystem ist zum Scheitern verurteilt!Warum?Weil es nicht Gerecht ist!!
    Zur Veranschaulichung,bitte hier!:

    Liebe grüße mit einer Hoffnung auf eine bessere Welt!

    Hans Erdmann

  5. Oktober 29, 2011 um 12:15 pm

    Die aktuellen Entwicklungen bezüglich Griechenland, der Schuldenfrage, OCCUPY und bezüglich des Weltfinanzsystems an sich, erinnern an die falsche Sicht der Schulmedizin, wenn es um Placebos geht: http://www.gold-dna.de/update5.html#up87

    Gruß

  6. Elke
    Oktober 29, 2011 um 5:59 pm

    Lieber Martin,

    konnte es mir nicht verkneifen, doch och einmal hier aufzutauchen 🙂

    Ich habe hier noch ein prima (zum Thema pssendes) Interview entdeckt.

    „Der Crash kommt“

    LG

    • Oktober 29, 2011 um 9:25 pm

      Liebe Elke,

      ich hatte Dich schon vermisst und freue mich auf ein neues Lebenszeichen von und DIr und vielen Dank für das Video, das ebenfalls sehr aufklärt.

      LG Martin

  7. Oktober 30, 2011 um 12:36 am

    Eine weitere detaillierte Analyse der Fehler unseres Geldsystems:
    Die „Reise nach Jerusalem“ – Gewinner und Verlierer der Finanzmarktkrise, von Die „Reise nach Jerusalem“, von Dirk Solte

    Es wird ein kleiner Notfallplan zum schnellen Handeln vorgeschlagen:

    Wann soll man denn, wenn nicht jetzt in dieser „nah-chaotischen“ Situation die Weichen in die richtige Richtung stellen? Das jetzige Notpaket muss als Erstes ergänzt werden um eine international abzustimmende Abgabe auf alle Finanzmarktprodukte, denn gerade auch diese Produkte haben uns den aktuellen Schlamassel eingebrockt. Jetzt sollen sich auch die, die als „systemisch getriebene“, aber letztlich als dieses unfaire Spiel „duldende“ Profiteure zumindest eine Mitverantwortung tragen, da sie ja damit allerbestens gelebt und sich auf Kosten der breiten Gesellschaft bereichert haben, an den „Löscharbeiten“ beteiligen und auch langfristig mit in die Verantwortung gezogen und damit auch finanziell beteiligt werden, damit wir überall saftige Wiesen und Wälder haben, die man nicht mehr so leicht in Brand stecken kann.

  8. Oktober 30, 2011 um 6:34 pm

    Die Perversion des Systems, titelt Rudolf Hickel auf Der Tagesspiegel

    Der Neoliberalismus ist der größte Irrtum in der Geschichte des ökonomischen Denkens. Um die Perversionen des Systems zu beheben, muss der Kapitalismus zugunsten der Politik entmachtet werden.

    Er geht zwar nicht auf das Geldschöpfen und den Zins ein, aber dennoch ein klarer Aufruf, sich die Macht von den Bankern zurückzuholen.

  9. November 1, 2011 um 11:03 pm

    Auf The Intelligence ist heute der wichtige Artikel Warum die Wahrheit so oft zurückgewiesen wird von Konrad Hausner veröffentlicht worden, der aufzeigt, warum es so schwierig, aufklärend gegen bekannte Strukturen zu wirken. Psychologen kennen dies als Kognitive Dissonanz.

    Wir sind die Guten, wir leben in einem fortschrittlichen Land, hier herrscht Recht und Ordnung, wir leben in Freiheit, in Wohlstand – und wir sind stolz darauf. Ungerechtigkeiten, Verfolgung, Ausbeutung und Unterdrückung gibt es nur bei den Anderen. Das eigene Selbstwertgefühl mag, zumindest zu einem Teil, darauf beruhen, einer Gesamtheit anzugehören, die es auch wirklich verdient, stolz auf sie zu sein. Und wer lässt sich diese Illusion schon rauben? Da schalten wir doch lieber unsere rationale Denkfähigkeit ab.

  10. November 1, 2011 um 11:28 pm

    Dr. Martin Bartonitz :
    …der aufzeigt, warum es so schwierig, aufklärend gegen bekannte Strukturen zu wirken. Psychologen kennen dies als Kognitive Dissonanz.

    Wie können wir dem entgegenwirken?

    • November 2, 2011 um 7:46 am

      Liebe Solveigh,
      das ist eine gute Frage. Beim Change Management wird für eine aufrüttelnde Information gesorgt, um Menschen aus ihren alten Fahrwassern zu holen. D.h. es braucht eine kritische Situation, damit Menschen umdenken können. Diese haben wir inzwischen aber vor der Nase. Insofern dürften inzwischen nun auch die „stabilsten“ Menschen aufgeschreckt sein und den Kopf aus ihrem Schneckenhaus stecken. Ansonsten hilft nur der Ansatz: steter Tropfen hölt den Stein …
      LG Martin

      • November 2, 2011 um 9:40 am

        Ja, in der Zwischenzeit habe ich den Artikel gelesen und dort auch kommentiert. Ich arbeite ähnlich wie der eine Kommentator dort: Wenn ich Menschen treffe, die sich so sehr an eingetrichterte Denkmuster festhalten, dann frage ich sie: „Warum“ glaubst Du, ist dieses und jenes so? Ich versuche also, sie durch Fragen an die Ursachen heranzuführen, so dass sie unter Umständen anfangen zu selbst zu denken und zu hinterfragen.

        Dass wir im Moment in einer Umbruchszeit leben und die Widersprüche unübersehbar werden, ändert nichts an der Grundhaltung vieler Menschen: „Das System ist schon in Ordnung und das beste, dass wir haben, nur die Auswüchse müssen ein wenig gezähmt werden“ Das ist ein typischer Satz, der eingebläut wurde, und den ich nicht nur von Menschen aus Deutschland immer und immer wieder lese und höre. Er ist also einfach ein überall verbreiteter Slogan und wird einfach unreflektiert nachgeplappert. Es ist den Menschen nicht oder nur sehr schwer möglich zu verstehen, dass dieses System an und für sich der Fehler ist und immer wieder zu diesen Auswirkungen wie wir sie heute erleben, führen MUSS. Sie wollen oder können die dahinter stehende Gesetzmäßigkeit nicht verstehen.

        Ausgehend von dem Artikel (und nach meiner eigenen Erfahrung) würde ich sogar behaupten, es ist den allermeisten Menschen vollkommen egal, in welchem System sie leben, so lange sie in Ruhe und Frieden leben können, was ihnen ja auch nicht verübelt werden kann. Das Fatale daran ist nur, dass sie nicht verstehen, dass sie durch genau diese Haltung zum Spielball der Herrschenden (wer immer sie sein mögen) werden…

  11. November 2, 2011 um 12:47 pm

    Ich nehme hier Bezug auf das Video, dass sie als Kommentar zu diesem Artikel, der unsere Versklavung sehr anschaulich erklärt, veröffentlicht haben.

    So schön die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist, wir bleiben auch damit weiterhin Sklaven des Geldes!

    Ohne Geld keine Lebensmöglichkeit.

    Wer sorgt dafür, dass diejenigen, die schon mehr (Geld und alle anderen Werte!) als alle anderen ihr Eigen nennen, dieses Eigentum nicht nutzen werden, um die mit wenigem oder gar keinem Eigentum weiterhin auszubeuten und das Grundeinkommen durch Preissteigerungen zum Überleben unbrauchbar zu machen und auf diesem Weg geht die ganze Geschichte wieder von vorne los?

    So genannte „politische Zwänge“, um das zu verhindern, halte ich für zwecklos, denn auch eine neue Regierung mit neuen Gesetzen wird durch Geld und Eigentum sofort korrumpiert!

    Das bedingungslose Grundeinkommen löst das Grundproblem unserer Gesellschaft nicht. Und das liegt nun mal im Privateigentum an den Produktionsmitteln (wozu ich über die Sklaverei des Geldes auch den Menschen zähle), wodurch die Werte von allen gemeinsam geschaffen werden, die Ergebnisse, der Profit, die Aneignung dieser Werte erfolgt jedoch privat!

    Das hat sich seit über 5.000 Jahren durch alle Gesellschaftformen hindurch bis heute nicht geändert – jedoch konzentriert sich das Eigentum in immer weniger Händen (heute sind es ganze 147 Unternehmen weltweit, die uns alle beherrschen!) und so lange sich das nicht ändert, wird es immer wieder Kriege, Hunger, Armut, Unterdrückung, Gewalt und Lieblosigkeit geben, so lange dieses Grundproblem nicht gelöst ist, können wir Menschen uns nicht wahrhaft frei entfalten, bleibt unser schöpferisches Potenzial unter der Last des Überlebenskampfes begraben! Geanau DARUM werden Menschen gezwungen, sich von morgens bis abends für Hungerlöhne abzurackern und/oder in Sorgen zu ersticken. Sie könnten ja sonst anfangen, zu denken!

    Der österreichische Ökonom Franz Hörmann hat das in einem seiner Interviews so ausgedrückt: „Wir leben in einer Gesellschaft des „Habens“ und müssen zu einer Gesellschaft des „Seins“ kommen.“

    Möge er Recht haben. Es ist allerhöchste Zeit!

    • November 2, 2011 um 1:15 pm

      Ja , inzwischen muss ich auch unumwunden Deine Erkenntnis unterstreichen. Wir werden erst richtig frei, wenn wir ohne Geld und Privateigentum gemeinsam wirtschaften werden. Aber das scheint mit ein sehr langer Weg. Bis dahin werden wir noch einige evolutionäre Schritte gehen müssen. Und da könnte ein Geld ohne Zins und auch ein Grundeinkommen helfen, die Bürger mitzunehmen, die sich wenig vorstellen können, wie das geht.
      Gut wäre es, wenn wir entsprechende Experimente in einer kleinen Region starten würden, um zu schauen, wie ein Wirtschaften ohne Geld und mit Gemeineigentum funktionieren kann.

  12. November 2, 2011 um 5:46 pm

    Gut wäre es, wenn wir entsprechende Experimente in einer kleinen Region starten würden, um zu schauen, wie ein Wirtschaften ohne Geld und mit Gemeineigentum funktionieren kann.

    Die gab es schon, und sie sind alle gescheitert. Nicht, weil das Konzept grundsätzlich nicht funktioniert, sondern weil der „Rest der Welt“ – die heute Herrschenden – diese „kleinen Zellen“ sofort mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft haben und es weiterhin tun und tun werden, sobald diese Zellen so groß geworden sind, dass sie als alternatives Gesellschaftsmodell attraktiv werden! Logisch! Es geht um ihre Macht, ja um ihre Existenz!

    Beispiele: die so genannten utopischen Sozialisten im ausgehenden 19. Jahrhundert, die solche kleinen, auf das eigene Unternehmen beschränkte Zellen gegründet und betrieben haben, danach Russland, das erst mit Bürgerkrieg, dann mit dem zweiten Weltkrieg überzogen wurde und dann das gesamte sozialistische Lager, wobei diese Versuche noch nicht einmal wirklich gut waren, weil sie das Geld eben nicht abgeschafft haben – und weil auch diese Gesellschaften noch den alten bereits gescheiterten Mustern der repräsentativen Parteien-Demokratien folgten. Ich empfehle dazu den Artikel über das „Eherne Gesetz der Oligarchie“: http://de.wikipedia.org/wiki/Ehernes_Gesetz_der_Oligarchie

    Für mich interessant ist das Wachstum dieser „Versuche“: Erst einzelne Unternehmen, dann ein ganzes Land (das größte unserer Erde), dann ganz Osteuropa, Teile Asiens, Afrikas und Latein-Amerikas. Was ist die logische Folge für den nächsten Versuch?

    Dennoch waren und sind diese Versuche so gefährlich für die heute Herrschenden, dass sie alle dermaßen verteufelt, diffamiert und kriminalisiert werden mussten, dass es heute schon verwerflich ist, das Wort Sozialismus und Kommunismus überhaupt in den Mund zu nehmen und über eine solche Gesellschaftsform laut nachzudenken! Der Sozialismus ist gern mit dem Nazi-Regime in einen Topf geworfen worden, nur um eines zu erreichen: Den Menschen muss regelrecht eingehämmert werden: Es gibt keine Alternative zum jetzt herrschenden System. Alles, was sich als Alternative entwickelt hat, ist schmählich untergegangen und war eine Diktatur! Niemand macht sich die Mühe, die wahren Ursachen für den Untergang dieser Versuche zu untersuchen. Wozu auch? „Die Geschichte ist beendet“ wurde gleich nach 1990 überall verbreitet und in die Köpfe der Menschen gehämmert!

    Wer nennt die wahren Diktatoren und Aggressoren beim Namen?

    Wer spricht von dem heimtückischen Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion, als es einen Nichtangriffspakt zwischen beiden Staaten gab? Wer berichtet über den schmählichen und unmenschlichen Krieg gegen das sozialistische Nord-Vietnam, der von den USA begonnen und verloren wurde? Wer berichtet über den heimtückischen Krieg gegen Angola, der von den Vasallen der USA angezettelt wurde, als dieses Land verkündete, einen „nichtkapitalistischen Weg“ gehen zu wollen? Wer spricht über die Blockade der USA gegen Cuba, den Überfall der USA auf Cuba in der Schweinebucht und die vielen Mordanschläge gegen Fidel Castro? Wer spricht vom widerrechtlichen kriegerischen Überfall der USA auf Chile mit dem Ergebenis einer faschistischen Diktatur als der ordentlich gewählte Präsident Allende allen Kindern ein Glas Milch pro Tag schenkte und die Profite der Konzerne beschnitt, um die Gewinne dem chilenischen Volk zugute kommen zu lassen? Wer spricht über den Krieg der USA gegen Nicaragua, als dieses Volk beschloss, eine gerechtere menschliche Gesellschaft zu errichten, in der jeder leben und sich entwickeln kann und in der jeder lernen und arbeiten kann und eine Zukunft hat? Wer spricht über den heimtückischen Krieg der USA und der NATO gegen Jugoslawien als sich die Bürger dieses Land partout nicht auseinanderdividieren lassen wollten, an dem sich auch Deutschland beteiligte und der mit unranummantelten Geschossen geführt wurde und der bis heute weiterschwelt und am „köcheln“ gehalten wird? Gingen die Kriege und die Gewalt jemals von einem sozialistischen Land aus?

    Wenn Sie jetzt Tibet und China denken, bitte ich Sie, sich die Landkarte anzuschauen und ich bitte Sie, sich zu fragen, wer wohl ein Interesse haben könnte, Tibet gegen wen in welcher Art zu benutzen – und es bis heute noch tut, obwohl China nun wirklich nicht mehr als „sozialistisches Land“ bezeichnet werden kann! Tibet war übrigens ein Teil Chinas, bevor es sich 1911 von China abspaltete, obwohl der tibetischen Regierung und dem Dalai Lama alle Rechte zuerkannt wurden und „In 1914 the Tibetan government signed the Simla Accord with Britain, ceding the South Tibet region to British India. The Chinese government denounced the agreement as illegal“ – 1914 unterschrieb die tibetische Regierung den „Simla Accord“ mit Großbritanien, der den südlichen Teil Tibets an die Region Britisch Indiens abtrat. (Ich würde das einen „Verkauf“ oder „Geschenk“ eines Teiles des Landes samt seiner Bevölkerung an eine Kolonialmacht nennen!) Die chinesische Regierung erklärte diese Übereinkunft als illegal. – http://en.wikipedia.org/wiki/Tibet#Post-Qing_period

    Schlussfolgernd denke ich, dass eine gesellschaftliche Umwälzung und Veränderung des menschlichen Zusammenlebens nur global geschehen kann und muss. Irgendwelche regionalen oder lokalen Versuche haben keine Chance!

  13. November 2, 2011 um 5:56 pm

    Hallo Martin, du kennst ja meine Argumente zu BGE schon. Ich muß mich nicht wiederholen. Von Äpfelbäumen fallen nun mal keine birnen und sieh nur wer uns das schmackhaft machen will, abgesehen von einer verwirrten Hausfrau, sind es gerade die Kreise, die an die gemeinschaft der bürger im Interesse ihres eigenen wohlstandes am Allerwenigsten gedacht haben. Das werden keine Bürgerrechtler mehr! also muß es doch einen Grund geben, warum sie den schon 500 Jahre alten Traum wieder aus dem hut gezaubert haben. Das jetzige Geldsystem hat sich erschöpft und damit auch ihre Möglichkeit sich daran zu bereichern. Was liegt da näher, als eine gewisse Summe als Pflichtkonsum unter das Volk zu streuen. Dieser Till Uhlenspiegel-Trick mit dem Loch in der Tasche ist doch nicht neu.

    Ich glaube aber Deine Schlußfolgerung ist daraus sicherlich eine Vision, aber in nächster Zeit nicht durchführbar. Ich bin der Meinung, wir sollten uns mit solchen Träumen zurückhalten. Sie schaden mehr als sie uns nutzen.
    Ich sehe es ganz realistisch in meinem Umfeld, stellst du Menschen Dinge ohne Anstrengung zur Verfügung, also Firmenwerkzeug, Volkseigentum, verkommt es in 99% aller Fälle. Warum wollen wir das Kind mit dem Bade auskippen. Machen wir es doch einfach. Es gibt klare Regel zum Wirtschaften, also wie viel ist die Arbeitskraft eines Menschen wert (kein Tarifgeschacher mehr), für alle human differenziert, Echten wir Spekulation und Wirtschftskriminalität und zwar mit drastischen Folgen. Legen wir ein Eigentumsmaximum fest. Nur dies wird 1. nicht bundesweit gehen und schon gar nicht mit unserer Parteienlandschaft. Spätestens an der Stelle wird sichtbar, wie weit wir von einer Demokratie entfernt sind.
    Unter heutigen Umständen habe unsere Realexperimente einen großen Gegner, die ansässigen Unternehmer bis weit in den unteren Mittelstand, weil sie müßten an ihren Gewohnheiten etwas ändern… Wie dieser Spagat zu lösen ist, weiß ich bis heute auch noch nicht und alle demokratischen Bewegungen machen um dies entscheidende Frage einen großen Bogen.
    Viele Grüße com. Mike

  14. November 3, 2011 um 1:18 pm

    Hallo Mitschöpfer einer Neuen Erde

    ich möchte Eure Aufmerksamkeit auf eine wichtige Bewegung lenken:
    http://www.realitysandwich.com/2012_hits_colleges
    Und auch die Beschäftigung mit ihm
    http://www.facebook.com/Eckharttolle
    kann helfen, den Sprung in eine neue und notwendige Bewusstseinstufe hinzubekommen

    Liebe Grüße und viel Spass beim Stöbern.

  15. Elke
    November 4, 2011 um 5:18 pm

    Hallo Solveigh,

    ich bin begeistert…..

    Wenn es kein Geld mehr gäbe (und keine Zinsen), hätten wir den größten Umweltverschmutzer und Ausbeuterfaktor beseitigt…den unstillbaren Hunger nach immer mehr Geld und Besitztum.

    Das jetzige System zu korrigieren macht keinen Sinn, denn nach wie vor würde das Geld immer noch der Antriebsmotor alles Tuns in der Wirtschaft sein. Was das Bürgergeld betrifft, ich hatte zwar auch dafür plädiert, aber nun nach deinen Kommentaren sehe ich es auch skeptischer.

    Ein Leben ohne den Zwang Geld zu verdienen macht freier in der Auswahl seiner Tätigkeit, obwohl auch dann Arbeit verrichtet werden muss. Die Arbeitswelt könnte aber unbelastet von Wachstums- und Erfolgszwängen – dem familiären Leben angepasster, gesünder, gerechter, sozialer, menschlicher, individueller und umweltbewusster / nachhaltiger gestaltet werden. Alle Zwänge, die sich aus dem Geldsystem ergeben, wären Vergangenheit. Selbst Wirtschaftsverbrechen, Werbelügen und Produkte die absichtlich so hergestellt werden, dass sie nach einer gewissen Zeit defekt sind und repariert, oder gar neu gekauft werden müssen.

    Ich denke die Gier nach Geld ist der größte Antriebsmotor der Menschheit Verbrechen zu begehen und Kriege anzuzetteln. Gerne gibt man andere Gründe an, aber das sind die wahren Motive: Macht und Besitz!

    Das Problem was ich allerdings sehe ist die Bequemlichkeit der Mitmenschen, die glauben alles umsonst und ohne eigenen Beitrag erhalten zu können. Im jetzigen System werden sie (leider auch „überflüssige“ Arbeitswillige und kranke etc. ) abgestraft, indem sie mit wenig Geldmitteln am Rande der Gesellschaft leben. Wie macht man ihnen klar, das jeder der dazu fähig ist mitziehen muss?

    Wir alle müssen erkennen wir sind Leben im Lebensraum Erde – ein Teil der Natur, ein Mitgeschöpf der Schöpfung! Wir stehen nicht „obendrüber“ , alles hängt zusammen. Jede Lebensform ist angewiesen auf andere Lebensformen auf diesem Planeten. Stirbt eine Spezies aus, stirbt unter Umständen ein ganzes Ökosystem. Am Ende wir…..

    LG
    Elke

    • November 4, 2011 um 9:55 pm

      „Das Problem was ich allerdings sehe ist die Bequemlichkeit der Mitmenschen, die glauben alles umsonst und ohne eigenen Beitrag erhalten zu können.“

      Das ist in einer geldlosen Gesellschaft kein Problem. Denn die bequemen Menschen können ruhig bequem und faul sein, denn es gibt keinen Zwang sich sein Leben zu verdienen, was ja eh Quatsch ist! Das Leben wurde uns geschenkt, aus welchem Grund muss ich es mir später verdienen?

      „Wie macht man ihnen klar, das jeder der dazu fähig ist mitziehen muss?

      Da mehr als ausreichend Güter für alle erzeugt werden, besteht dann diese von Dir genannte Notwendigkeit gar nicht mehr. Es gibt kein „Muss“ – nur ein „Wollen“.

      Die Alkoholiker, um nur ein Beispiel zu nennen, die heute „Schmarotzer der Gesellschaft“ genannt werden, ersaufen (wenn wir der Sache auf den Grund gehen) einfach nur ihre Verzweiflung darüber, dass sie chancenlos aus der Gesellschaft ausgeschlossen sind oder einer Tätigkeit nachgehen müssen, die ihnen weder liegt noch Spaß macht, weil sie ja Geld verdienen müssen und dann reicht das Geld nicht einmal, und sie müssen „aufstocken“ – welch hässliches und irreführendes Wort – richtig ist noch hässlicher: „betteln gehen“!, was die Verzweiflung der Menschen weiter verstärkt – ein Teufelskreis!

      Was glaubst Du, wie lange ein Mensch faul sein kann, ohne etwas Nützliches zu tun? Was glaubst Du, wie lange er braucht, bis ihm das Faul-Sein einfach viel zu langweilig wird? Der Mensch will von sich aus nützlich sein, dazu gehören, sich einbringen und so Anerkennung, Zuneigung und Lob erhalten. Und wenn er nichts weiter macht, als seinen Garten pflegen, so tut er „etwas“ für die Gesellschaft, denn wer seinen Garten liebt, wird die Blumen, das Obst und Gemüse, dass er mit Mühe, Arbeit und Fleiß gezogen hat, nicht umkommen lassen wollen. Er gibt es weg, was anderen ohne einen Garten oder die Freude und Lust in einem Garten zu arbeiten, zu Gute kommt.

      Durch die Freiwilligkeit wird jede notwendige Arbeit getan, denn für jede Tätigkeit gibt es mindestens einen Menschen, der das gern macht und sich freut, das tun zu dürfen. Wieviel besser wird eine Arbeit erledigt, die gern gemacht wird und darum gar keine Arbeit ist!

      • November 4, 2011 um 10:14 pm

        Liebe Solveigh,
        gerade ist meine Tochter wieder nach Hause gegangen und wir hatten die gleichen Fragen gewälzt. Auch sie meinte, dass es doch immer faule oder böse Menschen gäbe, die alles wieder über den Haufen werfen würden. Ich hatte ihr dann aber klar gemacht, dass ein Mensch, wenn er auf die Welt kommt, noch nicht „programmiert“ wurde. Dieser neue Mensch ist neugierig und will erfahren. Er will teilhaben und sich bestätigen. Ob er ein fauler mensch oder ein fleißiger wird, ob er sozial oder egoistisch wird, erfolgt allein aus seiner Umgebung und seiner Erfahrungen, die er sammelt. Ich bin mir daher genauso sicher wie Du, dass bei geeigneter Umgebung für das Aufwachsen, wir Gemeinschaft werden können, in der an oberster Stelle das Glück und Wohl Aller stehen wird und dabei Alle mitwirken werden, weil sie sinngekoppelt leben und sich betätigen werden.
        Wichtig ist auch hier das Prinzip der Selbsterfüllenden Prophezeiung. Wenn wir davon überzeugt sind, dass ein Leben ohne Geld machbar ist, dann werden wir das auch erleben. Daher lasst uns Alles zusammentragen, was hilft, diese Überzeugung zu verstärken.
        Liebe Grüße, Martin

  16. Elke
    November 5, 2011 um 6:03 pm

    Liebe Solveigh, lieber Martin

    okay, ich denke ihr liegt richtig. Wahrscheinlich bin ich selbst schon zu sehr im Denken von Wirtschaftlichkeit und Leistungserbringung verstrickt. Ich glaube ihr seid mir da einen Schritt voraus. Umso besser, andere und ich können dadurch nur profitieren und unsere Weltanschauung/unser Denkmuster verändern/überprüfen.

    Privat mache ich eine Erfahrung, die sich vielleicht hier mit einbringen lässt, ohne dass ich hier zu viel Privatsphäre offenlegen muss. Nach fast 40 Jahren Tätigkeit, bin ich seit kurzen arbeitssuchend und stelle fest, dass man trotz Ausbildung und Weiterbildung keinen Arbeitsplatz findet, oder nur 400€ Jobs mit einem Lohn von 5-7€ (wofür ich niemals arbeiten würde!). Es sind zwar Allerweltsberufe (Einzelhandel und Sozialbereich), aber gerade in der Pflege werden händeringend Fachkräfte gesucht, deshalb habe ich mich umschulen lassen, um dort eine Arbeit zu finden. Aber ab 50 hat man fast keine Chance mehr. Zudem arbeite ich seit meinem 14.Lebensjahr und zwischendurch besuchte ich mehrere Jahre eine Kollegschule und eine Abendschule, um ein Fach-Abi zu machen. Also war ich immer auf Leistung ausgerichtet gewesen, was sich zumindest für mein EGO ausgezahlt hat, beruflich weniger. Aber egal,

    ich will nur damit zeigen, wie schwer es fällt aus dem Leistungsdenken wieder auszusteigen. Es kommt auch darauf an, was man unter Leistung versteht.
    Überall, in den Medien, in der Wirtschaft, in den Schulen, ja schon selbst in den Kindergärten wird man auf gute Leistungen, gutes Betragen, auf Konformität innerhalb der gesellschaftlichen Regeln erzogen. Anderes Verhalten wird abgestraft.

    In den aufstrebenden Wirtschaftsjahren hat niemand großartig nachgedacht woher das viele Geld kommt, wie es generiert wird. Alles lief gut, alles war gut – augenscheinlich…

    Dann begann das Computerzeitalter, die Rationalisierungen, das Stagnieren der Wirtschaft, drohende Arbeitslosigkeit, unsicheren Arbeitsverhältnisse, die vielen Arbeitslosen, Hartz IV und die immer größer werdende Kluft zw. Arm und Reich. Dazu Skandale in der Wirtschaft, die Bankenkrise, die Anprangerung der Riesenkonzerne und ihrer Methoden der Ausbeutung, insbesondere in armen Zuliefererländern. Die Suche nach den „Schuldigen“ die das zu verantworten haben. Wobei gerne auf bestimmte Zielgruppen gefeuert wird. Aber meiner Meinung nach tragen wir alle Schuld, vom Verbraucher, über Banken, Großkonzerne und Politiker.
    Das das System an für sich falsch ist, will man nicht so recht begreifen, man versucht immer nur zu korrigieren, z. B. Hartz IV – es sollte Gelder einsparen und vereinfachen, jetzt zeigt es sich als bürokratisches teures Schreckensgespenst, mit Verarmung der Empfänger einhergehend, der ein Wust an Klagen gegenübersteht, die die Gerichte überfordern und zudem dem Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Murks- staatlich verordnet! U.u.u…
    .
    Dank des Internets und der mittlerweile weltweiten Vernetzung kommt neues Gedankengut auf und verbreitet sich, regt zum Nachdenken an – und ich persönlich finde das richtig gut! Viele, und das erfreuliche daran ist – auch hoch qualifizierte Personen, teilweise mit Spezial-Fachwissen fangen an das System zu hinterfragen, zu kritisieren. Was kleine gebeutelte AN und am System gescheiterte Menschen erleiden und fühlen, fassen sie in Worten und entdecken/erklären ( oder versuchen es) die Abfolge von Gesetzesmäßigkeiten zu lokalisieren, die diese Handlungen auslösen und vorantreiben.

    Ich glaube, wir befinden uns in einer Umbruchphase, wo wir Menschen so langsam begreifen, was wir der Umwelt und den zukünftigen Generationen antun. Wir sind sozusagen auf der Suche nachder Wahrheit, nach einer neuen Wirtschaftsordnung. ich hoffe wir finden sie….

    Ich bin ehrlich gesagt dankbar, wenn mich jemand aus meinem Schubladendenken herausholt. Wobei es aber darauf ankommt, wie er es macht 

    Liebe Grüße
    Elke

    • November 5, 2011 um 7:33 pm

      Liebe Elke,
      das, was Du gerade selbst erfährst, ist genau jene Angst, die sich in Vielen seit Jahren sich unbewusst schon eingeschlichen hat: wann erwischt es mich? Es fehlt das Vertrauen in die Zukunft. Und das zeigt sich dann darin, dass weniger Kinder auf die Welt kommen und die Menschen erkranken. Depression und Burn-Out sind die Folgen. Ich selbst habe schon mal in einem Artikel getitelt: wie wie Beschleunigung hält der Mensch aus?
      Wir sind am Anschlag und daher beginnen nun immer mehr Menschen zu schauen, was wir hier mit uns anstellen. Und ob es nicht auch anders gehen kann. Ja, es ist eine spannende Zeit und ich wünschen uns allen die Besonnenheit für die nächsten Schritte und den Mut, diese auch wirklich zu tun. Denn so weiter geht nicht mehr. Wir können daher nur noch besser. Und wie, dass sollten wir alle gemeinsam besprechen und uns nicht wieder von „Oberschlauen“ verführen lassen. Also rein in die Asambleas dieser Zeit, denn hier wird die neue Gesellschaftsordnung begründet.
      Liebe Grüße, Martin

  17. November 5, 2011 um 9:33 pm

    Also rein in die Asambleas dieser Zeit, denn hier wird die neue Gesellschaftsordnung begründet.

    Ja, und das geht auch online, wie Dein Blog zeigt 🙂

  18. November 21, 2011 um 3:33 pm

    „Aber noch viel schlimmer ist die Praxis der Geldschöpfung durch die privaten Banken.“

    Es gibt keine „Geldschöpfung der Geschäftsbanken“:

    Klicke, um auf nebel_im_senf.pdf zuzugreifen

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