Startseite > Ökologie, Ökonomie, Ethik, Geschichten, Gesellschaft > Das nenne ich Macher! Revolution im Autobau – agil, extrem und gewuselt

Das nenne ich Macher! Revolution im Autobau – agil, extrem und gewuselt

Wieder Gänsehaut. Während wir hier schon mehrfach gesagt haben, dass wir endlich konkret was anpacken müssten (die federleichten haben ja schon mal mit dem Entwurf einer Grundordnung für eine zukünftige Gesellschaft vorgelegt), sind Andere schon dermaßen unterwegs, dass einem vor Freude die Spucke weg bleibt. Ich wage zu behaupten, dass diese Ideen unserem niedergehenden kapitalistischen System den endgültigen Garaus machen wird.

Hier wurde in nur 3 Monaten ein protoypisches Auto gebaut, das ich mir in den letzten Monaten schon mehrfach gewünscht habe, dass es zu haben sein sollte:

  • Entwicklung des SGT01 in 3 Monaten (default ist 10 Jahre)
  • Erreichung des 5-Sterne-Sicherheitsstandards
  • Fahrleistung über 100 Meilen pro Gallone Sprit (entspricht 1,5 Liter/100km)
  • Modularer Aufbau, Design-Schwerpunkt auf die Verbindungen der Komponenten
  • Leichte DIY-Wartbarkeit (Wechsel des Motors in 10 Minuten, z.B. Umstellung auf Elektro)
  • Kurze Innovationszyklen (Feature-Änderung: 7 Tage, default: mehrere Jahre, durch Scrum)
  • Verteiltes Team (120 Mitglieder in 10 Ländern, alles Freiwillige)
  • Paar-Entwicklung (wie in Extreme-Programming)
  • Nutzung freier, kollaborativer Webtools (“noch vor fünf Jahren wäre Wikispeed nicht möglich gewesen”)
  • Beteiligung an anderen Projekten “for the social good”

Aber hört selbst, was einer der Vertreter der etwa 100 Mitwirkenden in 8 Ländern zu berichten hat:

.

Dieses Projekt zeigt genau das, was die neuen Kultur-Kreativen zustande sind, auf den Weg zu bringen. Und besonders auch hier die Hervorhebung des sozialen Engagements.

Das gibt doch sehr viel Hoffnung, oder?

p.s.: das agil, extrem und gewuselt bezieht sich auf die Software-Entwicklungsmetoden, die auch wir bei SAPERION mit großem Erfolg anwenden. Die Erfahrungen mit Scrum (steht im Football für Gewusel) hat mich überhaupt erst zum ernsthaften Nachdenken über die Motivation von Menschen gebracht, sieh z.B. Lassen sich Geschäftsprozesse besser verbessern, wenn man die Mitarbeiter mehr motiviert?

  1. Februar 16, 2012 um 12:03 am

    Die Zukunft hat schon begonnen…
    Und ich bekomme meine LiWaLu Auto 🙂 Das ist meine Vision… Li = Licht – Wa = Wasser – Lu = Luft. Ich weiß, dass es geht, ich hab’s gesehen, die da oben werden es bauen 🙂

    Vielen herzlichen Dank!

    • Dr. Manfred Voss
      Februar 18, 2012 um 12:31 am

      Hm, Wasserauto … gibts doch auch schon lange – siehe z.B. Stanley Meyer:
      http://members.fortunecity.com/wasserauto/stanleymeyer.html

      Oder wie wär’s hiermit: http://www.wasserauto.de/html/daniel_dingel.html

      Klar kann ich jetzt nicht überprüfen oder gar aus eigener Erfahrung bestätigen, ob und was da alles stimmt oder nicht, aber ich wollte es mal erwähnen. Und da gibts noch so viel mehr, wenn man mal anfängt zu recherchieren …

      Z.B. „Freie Raumenergie“ – wer weiß schon, dass es z.Zt. bereits etwa 5000 Patente (!) auf diesem Gebiet gibt?

      Oder auch, eine der umfangreichsten Datenbanken erneuerbarer Energien siehe hier:

      Wie gesagt: Es gibt bereits so viel …

      LG Manfred

      • Februar 18, 2012 um 12:54 am

        Ja, Manfred,
        die freie Energie. Guido war es, glaube ich, der diese eher als Fluch denn als Segen sieht. Wenn wir uns aber bewusst machen, dass wir zumindest Luft zum Atmen völlig frei haben, als auch Wärme in vielen Regionen ausreichend für frei, warum sollte dann nicht auch eine Raumenergie für frei ohne Schaden für uns zu haben sein?
        Ich habe auch von den vielen Patenten schon gehört. Mich wundert es dennoch, dass nicht so viel davon zu sehen ist. Irgendein Idealist sollte doch Geld genug haben, um das anzuschieben, oder? Hast Du da einen Reim drauf?
        Gruß Martin

      • Dr. Manfred Voss
        Februar 18, 2012 um 2:20 am

        Mich wundert es dennoch, dass nicht so viel davon zu sehen ist.

        Das Erste ist, wie auch Prof. Dr. Claus Turtur am Ende sagt, dass genügend viele Menschen von diesen Möglichkeiten erfahren (was gerade aufgrund der steigenden Vernetzung im Gange ist), so dass sich hierfür ein Bewusstseinsraum mit Sogwirkung öffnet … ein Yin. Also: „Kommunizieren auf Teufel komm raus“ – eine wunderschöne Formulierung.

        Deswegen hab ich das ja auch hier gepostet 😉

        Die lebendige Natur (auch die des Menschen und seines lebendigen, wachsenden Bewusstseins) funktioniert grob gesagt mittels Sog/Attraktion und darauffolgender fokussierter „Implosion“, wie bereits Schauberger an vielen Beispielen feststellte, wohingegen übliche, vom Verstand ausgetüftelte technische Realisierungen in der Regel mittels Druck und Explosion arbeiten … nun ja, eine etwas grobe Landkarte. Aber dennoch: Bei allen lebendigen Entwicklungsprozessen muss ERST ein Yin da sein, DANN folgt unvermeidlich ein Yang, niemals umgekehrt, auch wenn es manchmal so aussieht. Das bedeutet es, wenn es im Zen heißt: In eine volle Tasse kann man nichts gießen …

        Übrigens kann man das im Tai Chi / Chi Kung handfest erfahren: Das Wichtige und Grundlegende passiert im Umgang mit Yin. Das Yang folgt dann beinahe von selbst und kann sich fokussiert in der jeweiligen durch Yin vorbereiteten Richtung ausbreiten und entfalten, auf eine Weise, wo der Verstand nur noch staunt (ich hab etwa 10 Jahre intensiv Tai Chi betrieben, klassische Langform, Yang-Stil im Rahmen der ITCCA). Solveigh hat ja auch schon zwei Beispiele aus eigener Erfahrung beschrieben.

        Eine andere Formulierung, diesmal aus künstlerischer Sicht:

        „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
        (Antoine de Saint-Exupery)

        Yang ohne zugehörig vorhandenes Yin ist im besten Fall schwach bis impotent, im schlechtesten Fall destruktiv (siehe auch „Patriarchat“).

        Irgendein Idealist sollte doch Geld genug haben, um das anzuschieben, oder?

        Das wird nach meinem Eindruck in allernächster Zeit auch an vielen Stellen geschehen … geschieht vielleicht schon, und es ist einfach noch nicht bekannt.

        Fürwahr, spannende Zeit …

        Gute Nacht

        Manfred

      • Februar 18, 2012 um 9:26 am

        Ja, ich weiß, dass da schon sehr lange, sehr viel unter dem Deckel gehalten wird. Ich hatte hier an anderer Stelle auch schon mal eine TED-Rede gepostet, die zeigt, wie mittels unserer Fensterscheiben mehr als ausreichend Energie produziert werden kann und was übrig ist, leitungslos (also kostenlos) dahin ge“beamt“ werden kann, wo sie benötigt wird. Ich verlinke hier einfach noch einmal, weil es ein weiteres Mosaik-Steinchen ist, das zeigt, dass die Technologien für unser besseres, anderes, nämlich natürlich organisiertes Leben längst vorhanden sind.

  2. Dr. Manfred Voss
    Februar 16, 2012 um 4:22 pm

    Beeindruckend. Allerdings:

    1 Gallone pro 100 Meilen => wenn ich 1 Gallone als etwa 3.8 Liter, und 1 Meile als etwa 1.6 Kilometer annehme, dann komme ich auf 3.8/1.6 = etwas weniger als 2.4 Liter pro 100 Kilometer. Oder habe ich mich irgendwie verrechnet?

    Nun, das wäre natürlich auch ein großer Fortschritt.

    Übrigens, was den Motorenbau angeht, stehe ich seit Jahrzehnten fassungslos vor der Tatsache, dass es bereits seit ca. 60 Jahren (!) den „Stelzer-Motor“ gibt, der immer noch etwa doppelt so effektiv ist wie der beste heute käufliche Otto- oder Dieselmotor, bestehend aus 6 Teilen, wobei es lediglich EIN EINZIGES sich bewegendes Teil (nämlich einen freischwingenden Kolben) gibt im Gegensatz zu ein paar hundert bei allen anderen Motoren (daher natürlich auch deutlich verschleißfreier), universell einsetzbar – eine geniale Erfindung.

    Sämtlichen Autofirmen seit Jahrzehnten bestens bekannt, wie Armin Witt bereits vor längerer Zeit recherchiert und in seinem Buch „Das Galilei Syndrom“ beschrieben hat (http://www.arminwitt.de/galilei.html) … aber totgeschwiegen und nie eingesetzt. Stelzer ist zeitlebens gegen Wände gelaufen, hat aber nie aufgegeben und stetig mit seinen begrenzten Mitteln weiterentwickelt, trotz aller Anfeindungen.

    Siehe http://www.stelzermotor.info , zur Wirkungsweise eine schöne Flash-Animation hier: http://web.archive.org/web/20050406084210/http://michael.abendschoen.bei.t-online.de/stelzer.html – ach ja, das Internet machts möglich, dass es zumindest nicht mehr totgeschwiegen werden kann. Vorausgesetzt, es gibt keine Zensur … (das Prinzip der Freikolbenmotoren gibt es übrigens bereits seit etwa 100 Jahren, wurde aber so gut nie weiterverfolgt.)

    Wer das Kapitel „unterdrückte Erfindungen“ aufschlägt, kommt sowieso aus dem fassungslosen Staunen nicht mehr heraus – ich erspare mir hier weitere Beispiele.

    Es gibt bereits so viel, man muss es nur wissen und einsetzen … z.B. hab ich noch ein wenig bei TEDx geschaut, und gefunden:

    TEDxGateway – Michael Pritchard – A bottle that will save millions of lives – LIFESAVER

    Auch etwas, was dringend weltweit benötigt wird – ob noch eher als ein neuartiges Auto oder nicht, möchte ich jetzt nicht aufrechnen …

    • Februar 17, 2012 um 1:10 pm

      Hallo Manfred,

      ich habe mir gerade den Stelzer-Motor angeschaut. Wahnsinn, was da nicht auf die Straße durfte …

      LG Martin

  3. federleichtes
    Februar 16, 2012 um 4:49 pm

    Du machst das richtige „Faß“ auf, Manfred.

    Danke!

    Wolfgang

  4. Februar 18, 2012 um 3:08 am

    Ja, die Nachtigall, die nicht nur schön singen kann.

    Heute schon gelacht?
    Ein amerikansicher Soldat wird in die Heimat versetzt, und schreibt nach einer Woche an seine Freundin:
    „Liebe Geliebte, wenn unser Verhältnis Folgen hat, und es wird ein Junge, nenne ihn nicht Johann, sondern Johnny, das klingt amerikanischer“.
    Eine Woche später schreibt er:
    „Liebe Geliebte, wenn unser Verhältnis Folgen hat, und es wird ein Mädchen, nenne sie nicht Marie, sondern Mary, das klingt amerikanischer“.
    Nun kommt der Bezug zur Nachtigall.
    Nach einer Woche schreibt die Geliebte:
    „Lieber Geliebter, wenn unser Verhältnis Folgen haben sollte, nenne es Trapper, das klingt amerikanischer“.

    Man übe bitte Nachsicht mit mir – bin in einer Hochstimmung.
    Wolfgang

    • Dr. Manfred Voss
      Februar 18, 2012 um 12:15 pm

      Da stand ich erst mal irgendwie „auf der Leitung“, bis irgendwann (nach Überschlafen) die Pointe gezündet hat … und mir ist Ringelnatz eingefallen:

      „Korff erfindet eine neue Art von Witzen,
      die erst vierundzwanzig Stunden später wirken …“

      (den Rest weiss ich nicht mehr auswendig)

      🙂

      Manfred

  5. Februar 26, 2012 um 11:33 pm

    Die Bedeutung der Zahl Phi, der Goldenen Zahl, und des Goldenen Schnitts, für die Bilder der Realität, hatte ich an anderer Stelle schon erwähnt. APPLEs Erfolg kommt nicht von ungefähr, Steve Jobs war wohl, so habe ich gelesen, der Goldenen Zahl sehr zugängig. Interessant in diesem Zusammenhang ist folgendes: http://www.banskt.com/blog/golden-ratio-in-logo-designs/ .

    Oder anders ausgedrückt … APPLE hat die sogenannte Göttliche Geometrie zwar nicht erfunden, ist sich ihrer Bedeutung wohl aber sehr bewusst ( gewesen ).

    i GOD ? … http://www.gold-dna.de/update4.html#up67

    Gruß Guido

  6. Februar 27, 2012 um 4:49 pm

    Manfred schrieb:

    Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. (Antoine de Saint-Exupery)

    Das bringt es auf den Punkt. Auch das Beispiel, dass dem Yin das Yang folgt leuchtet ein. Ordnung folgt auf Unordnung, denn Unordnung ist das Futter des Lebens ( Ordnung ). Negentropie geht aus der Anwesenheit von Entropie.

    Und es kann nur so viel Energie nutzbar gemacht werden, wie ein Plan für deren Nutzung bereits im Vorfeld vorhanden ist. Daher wäre Energie, die kostenlos und jedem, in welcher Quantität auch immer, zur Verfügung steht kein Segen. Aber genau deshalb ist sie nicht derartig realisierbar. Das Bewusstsein allen Lebens nutzt immer genau so viel Energie, wie es zur Realisierung der Realität benötigt … und kein bisschen mehr.

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

    • Februar 27, 2012 um 5:04 pm

      Ersetze „Schiff“ durch „solidarische Gemeinschaft“, sollte dann nicht das Bild, das sich die Menschen damit machen, nicht ausreichen, sich eine solche Welt zu schaffen? Oder sind die Terror-Bilder, die uns vor Augen gehalten werden, einfach noch zu angststark?

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: