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Warum ist der Mensch korrupt?

Gerade ist ein Suchender mit der Frage

Warum ist der Mensch korrupt?

auf diesem Blog gelandet. Vermutlich weil nun selbst unser Bundespräsident, den wir uns alle als ehrenwert und tugendhaft vorstellen und für solches Handeln werbend wünschen, selbst in diesem Licht steht …

Ja, warum sehen wir so viele Regelbrechungen, die mit dem Mehr-habe-wollen in Verbindung stehen (das Thema war der zweite Antrieb, das Chaos dieser Welt verstehen zu wollen, siehe den zweitmeist mit 4.500 Kilcks gelesenen Artikel Compliance: Warum man sich um die Einhaltung von Regeln kümmern sollte und nicht wegschauenauf unserem Blog).

Wann verletze ich jemand Anderen?
Wenn es um mein Überleben geht?
Aber bei der Korruption geht es um meinen Vorteil, weniger um mein Überleben. Warum dann?
Weil ich ein Psychopath bin, und nicht empfinden kann, dass der andere durch mein Handeln zu Schaden kommt? Und auch kein Gewissen haben, das mich nachts nicht träumen lässt?
Oder weil ich meinen Job nicht verlieren möchte, ist er für mich doch lebensnotwendig. Also handel ich unehrenhaft (Wie ethisch kann ein Manager sein, der Profit machen und die Konkurrenz ausstechen soll?)

Wir können uns drehen und wenden, wie wir wollen, am Ende geht es immer um das Haben und um das Mehren des Habens. Manche stehlen mit der Waffein der Hand, andere durch übervorteilendes Handeln mit Waren, andere durch das Verleihen von Geld.

Sollten wir daher nicht besser auf das Haben und Habenwollen über den Grundbedarf hinaus verzichten, um in Frieden auf dieser Welt leben zu können?

Ob mit dem Gottes Gebot der Bibel der drei großen Religionen “Du sollst keinen Gott haben neben mir” der Hinweis gemeint war, zu sein und nicht zu haben (goldenes Kalb), und weniger ein anderes Wesen, das wir uns an seiner Stelle denken sollten?

Eigentlich müsste die Frage konkreter gestellt werden:

Unter welchen Umständen ist der Mensch korrupt?

Denn ich würde behaupten wollen, dass der größte Teil der Menschheit vertrauensvoll miteinander umgeht, denn sonst würde nur Chaos und Gewalt herrschen.

Der Indianer Lame Deer schildert uns die Umstände seines Volkes, das ein Leben ohne Korruption zu sein scheint. Er sprach darüber, wie es vor dem Kommen seines weißen Bruders war:

Um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns keine Diebe. Wenn jemand so arm war, daß er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld, und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und doch kann ich es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man uns sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.

 

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  1. Februar 17, 2012 um 9:46 am

    Der Mensch Harald Matschiner schreibt in seinem gleichnamigen Artikel „Der Mensch …“:

    Also, ich bin jetzt mal Egoist und sage ich WILL:

    „ICH WILL eine bessere, friedvolle, transparente, einfache und vor allem gerechte Welt, in dem sich die Menschen mit Verständnis, Toleranz, Achtung, Respekt begegnen, egal welcher Herkunft, welcher Kultur, welcher Religion, welcher Konfession, welcher Sozialen Schicht, welchen Geschlechts, welcher Generation, er oder sie angehören, wo Probleme gemeinsam und im friedlichen Konsens gelöst werden, dann, ja dann, ist der GRIFF zu den STERNEN nur mehr eine FRAGE der ZEIT(und die haben WIR dann auch reichlich), denn das ist der BEGINN einen neuen ZEITALTERS, des GOLDENEN ZEITALTERS, indem ethische und moralische Werte, Menschenwürde, Menschlichkeit, Freiheit, freie Meinungsäußerung, Chancengleichheit, Gerechtigkeit, gerechte Verteilung uvam. wieder Einzug halten und auch gelebt werden.“

    ICH WILL.
    Ich als Mensch, will das.

    Die Frage ist:
    “Bist Du Mensch oder bist ein Robot?”
    Wie viele Menschen wollen das auch?
    Ich, Du, Er, Sie, Es, Ihr, Wir WOLLEN.

    Ich spreche mit vielen Menschen darüber, und alle wollen das auch, was ich will, und sie sagen:
    “Mei, des wäre schön.”

    Und das unterstreicht: der größte Teil der Menschheit will friedlich miteinander leben. D.h. die Grundvoraussetzung des Wollens ist gegeben. Nun muss nur noch umgesetzt werden …

  2. Februar 17, 2012 um 11:20 am

    In der Forderung der Bibel „du sollst keinen Gott haben neben mir“ liegt bereits die Korruption begründet! Wenn du einen anderen Gott als „diesen einen“ anbetest, bist du des Todes oder du wirst „asssimiliert“ – auf diesem Boden gedeihen Oppotunismus und Korruption.
    Die Geschichte mit dem „Goldenen Kalb“ musst Du auch zu Ende erzählen, denn bereits hier wird deutlich gemacht, wie mit Menschen umgegangen wurde (und bis heute wird!), die anders als befohlen glauben (also denken)!

    „Als nun Mose sah, daß das Volk zuchtlos geworden war – denn Aaron hatte sie zuchtlos werden lassen zum Gespött ihrer Widersacher –, trat er in das Tor des Lagers und rief: Her zu mir, wer dem HERRN angehört! Da sammelten sich zu ihm alle Söhne Levi. Und Moses sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: ‚Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten‘. Die Söhne Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und es fielen an dem Tage vom Volk dreitausend Mann.

    – Exodus 32,25–28

    (Hervorhebung von mir, damit es deutlich wird!!)
    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Goldenes_Kalb

    Bereits hier wird die Grausamkeit deutlich, die wir bis heute in unserer Gesellschaft sehen.

    Ich sehe den Grund für die Korruption und Beförderung aller negativen Eigenschaften der Menschen in dem System, das auf Privateigentum (und dessen Schutz!!!), auf Ausbeutung von allem und jedem beruht und das – den „Lehren“ der Bibel folgend – jeden mit Krieg, Tod, Plünderung, Vergewaltigung und all‘ diesen Blutbädern verfolgt, der sich diesen grausamen Regeln nicht unterwirft.

    Das ist sehr gut zu verstehen, wenn Du die biblische Geschichte des „Einzugs“ der Israeliten in das Land Kanaas vollkommen liest – und dann bitte mit dem vergleichst, was heute in Palästina (das Land Kanaa) und überall in der Welt geschieht. Vergleiche es mit dem, was mit den Ureinwohnern Amerikas geschah, vergleiche mit dem, was mit den Ureinwohnern der hiesigen Landstriche vor über tausend Jahren geschah, als die christlichen Horden hier einfielen. Wo sind die Slawen, die Germanen, die Vandalen, die Wikinger? Sie sind ausgerottet, die Völker wurden ihrer Sprache, Kultur, Identität, Tradition und ihres Glaubens beraubt, sie wurden mit Waffengewalt und Lügen „assimiliert“. Ganz im Osten Deutschlands hat sich bis heute ein klitzekleiner Rest der Slawen gehalten – die Sorben. Aber sie haben kaum noch Erinnerung an ihre eigene Geschichte und Tradition. Sie sind zur Touristenattraktion verkommen…

    Zusammenfassend:
    Das System des Privateigentums gekoppelt mit dem Allein-Wahrheitsanspruch der westlichen Religionen und den „Handlungsanweisungen“ aus der Bibel, wie mit „Andersgläubigen“ umgegangen werden soll, gebären und befördern die Korruption und alle anderen schlechten Charaktereigenschaften der Menschen.

    Ja, natürlich, es sind auch früher Eroberungskriege geführt worden, die andere Völker unterjochten. Jedoch waren sie nicht so systematisch und dem selben Muster folgend wie die westlichen Eroberungen, Unterjochungen, Plünderungen und Kriege der letzten fast 6.000 Jahre!
    Und meist war es den Eroberern nicht daran gelegen, den Glauben, die Tradition, etc. der anderen Völker (oder gar sie insgesamt) auszumerzen. Sie waren „nur“ an den Gebieten und Schätzen interessiert. Auch hierfür liegt die Ursache in der Herausbildung des Privateigentums und der Ausbeutung anderer Menschen zum eigenen Vorteil.

    Ich frage mich immer wieder, wie es möglich ist, die Menschen so lange für so dumm zu verkaufen? Das geht wohl nur durch die immense Gewalt, die seit dem Alten Testament immer wieder angewandt wird. Die Geschichte der westlichen Zivilisation ist ein einziges Waten in Meeren von Blut.

    Wäre ich gläubig, ich würde sagen, das Alte Testament und alle aus ihr entsprungenen „Religionen“, die im Grunde Sekten des „Urglaubens“ sind, ist die Anweisung, Satan zu dienen:
    Jede Wahrheit wird auf den Kopf gestellt. Jede Gerechtigkeit wird auf den Kopf gestellt. Der grausame Gott der Bibel verlangt Blut, Rache, Unmenschlichkeit, Verbrechen, um ihm zu gefallen und zu dienen!
    Belohnt wird, wer am grausamsten seinen Mitmenschen gegenüber handelt.

    • Februar 17, 2012 um 11:40 am

      Wäre ich gläubig, ich würde sagen, das Alte Testament und alle aus ihr entsprungenen “Religionen”, die im Grunde Sekten des “Urglaubens” sind, ist die Anweisung, Satan zu dienen.

      Ich habe mich gerade in den Jungen mit 9 Jahren während der Kommunionszeit zurückversetzt gefühlt. Intuitiv war genau dieses Gefühl, dass hier dem Falschen gehuldigt wird, das mich nach der Kommunion dazu brachte, eine Kirche nicht mehr und wenn, dann nur noch mit Widerwillen betreten ließ, konnte ich das Heuchlerische daran nur schwer ertragen.

      Leider sind dann die neuen Lehren Christi, seitdem die katholische Religion zur Staatsreligion der Römer erhoben wurde, von dem alten Denken übermalt worden. Aber wie mir scheint, wird diese Farbe nach und nach wieder abgetragen …

      • Februar 17, 2012 um 1:03 pm

        Das einzige, was die christliche und muslimische Religionen „verändert“, eigentlich ergänzt haben, ist die Möglichkeit, nun in der ganzen Welt missionieren zu können! So wurde dieser blutige und grausame Gott in die ganze Welt getragen – mit Blut, Eroberung, Brandschatzen, Plünderung und damit die Party so richtig losgeht, haben diese Religionen ihre Gläubigen auch noch gegeneinander aufgehetzt und umgebracht!

        Das Gerede von Liebe und Frieden mag ein Jesus und Mohammed gepredigt haben (zumindest wird es uns so erzählt), wobei auch ein Mohammed seine „neue Religion“ (eine Sekte des Alttestamentarischen Glaubens) schon mit Blut und Schwert ins Leben gebracht hat!
        Die Wurzeln des Alten Testaments sind nie verlassen worden und sie betreiben dieselbe agressive Politik der Eroberung, Ausbeutung, Menschenverachtung, Völkervernichtung, Krieg, Plünderung und Brandschatzung bis auf den heutigen Tag.
        Sie dienen alle demselben Herrn.

        Da blättert nichts ab. Es war immer so.
        Was abblättert, ist vielleicht der Schleier vor den Augen…

  3. Februar 17, 2012 um 2:40 pm

    Die Versuchung steht lt. Bibel am Anfang der Menschheitsgeschichte.
    Man könnte die „Schlange“ als den (gelungenen) Versuch betrachten, Erkenntnisse (über die Verschiedenheit der Wesen) zu gewinnen.
    Fragt sich, wer an den Erkenntnissen Interesse hatte. Wenn es der „Teufel“ war, erklärt sich damit das Gebet „Und führe uns nicht in Versuchung“.
    Auch die Kirchen, ich beschränke mich hier in meiner Aussage auf die Katholische Kirche, sind der Versuch, den Menschen von einem Weg abzubringen, z.B. den Wegen der Selbst-Erkenntnis, der Selbst-Liebe und – da mus man schon ein bisschen nachdenken – der Selbst-losigkeit.
    Was stellen die Opfer dar, „Gott“ zu besänftigen? Korruption?
    Was praktiziert die KK seit ihreres Bestehens: Korruption!
    Spitzfindige Geister könnten behaupten, dass auch die Anbeter der KK dem „Goldenen Kalb“ dienen. Möge die Stimmigkeit jeder für sich selber überprüfen.

    Und die Menschen fürchten sich vor der Rache „Gottes“ und fragen sich, warum sie korrupt sind.

    Wer nach SEINEN Vorteilen sucht, ist korrupt. Damit ist das Wesen von Korruption klar: Es ist egozentrisch, es ist Geist, der hier die Idee liefert – und liefern muss -, das Ego (das Ich als eigenständiges Wesen) zu erhalten.

    Ich persönlich bezeichne mich als unbestechlich. Ich weigere mich, und zwar immer klarer und entschiedener, mit Politkern, Medien oder Wirtschaftsunternehmen zusammenzuarbeiten. Ich bin nicht in EINER der Kirchen, weil das für mich bedeutete, mich gegen die Anderen (und damit gegen Andersartigkeit) wenden zu müssen.
    Insofern ist klar, was ich bisher in diesem System bewirken konnte: Wer in der Lage ist, sich seine Vorteile selber zu schaffen versteht, hat keine Chance – ja, er wird von den Korrupten noch misstrauisch beäugt.

    Ist unsere Gesellschaft nicht durch und durch auf Vorteilsnahme bedacht? Gibt man nicht viele Ideale leichtfertig her, um zweifelhafte Vorteile zu nehmen? Das ist normal, das ist Moral.

    Ich lese gerade in einem Buch über Alternatives Leben, geschrieben Anfang der Achtziger. Man argumentierte damals (?), auf die Natur dürfe man keine Rücksicht nehmen, wenn es um den Wohlstand der Menschen ginge. Und die Menschen wollten DIESEN Wohlstand.
    Könnte man nicht glauben, das wäre eine Geschichte aus dem Irrenhaus?

    Wo sind die Gerechten?
    Ich glaube schon seit langer Zeit, auf unserer Welt gibt es keine Gerechtigkeit. Sagt mir jemand, derundder würde schon seine Strafe bekommen, stutze ich. Allerdings stutze ich auch, wenn das „Karma“ ins Spiel gebracht wird. Nein, hier im Sumpf der wertlosen Werte gibt es keine Gerechtigkeit auf dem Wühltisch, auf der Schnäppchenebene zu ergattern. Wer Gerechtigkeit WILL, muss sie sich schaffen – indem er z.B. das Wesen von Ungerechtigkeit erkennt und ihr – wenn möglich – nicht folgt.

    Der Formel „Weniger ist Mehr“ folgt die Erkennntnis: Verzicht ist Gewinn. Sehr pragmatisch zu erleben, wenn sich zur Besitzlosigkeit das Gefühl der Freiheit gesellt.

    Korruption
    Viele der Menschen, die sich als Studenten den Idealen einer vernünftigen Gesellschaft verschrieben, waren bald in den Wirtschaftsprozeß integriert. So einfach geht das.

    Wolfgang

    • Februar 17, 2012 um 3:27 pm

      Ja, als Student kam man noch mit wenig Haben aus. Und mit der ersten Anstellung wurden dann viele gute Ansätze über Bord geworfen. Am goldenen Kalb beleckt und im Hamsterrad kaum noch Zeit zum Reflektieren. Ja, wenn Haben unfrei macht, weil dann die Angst vor Verlust vernebelt, macht Verzicht sicher frei und den Kopf wieder klar, oder?

      • Februar 17, 2012 um 5:49 pm

        Ich kann das nur aus meiner Erfahrung erzählen: Bürgertum ade, und der Weg in die geistige Freiheit war frei. Gehen musste ich ihn allerdings, genauer gesagt ihn mir mit dem Fahrrad erkämpfen. Aber der freie oder befreite Geist alleine macht’s auch nicht alleine – Geist muss sich auf etwas richten, bei mir war’s der Mensch. Dort fand ich Abgründe, und fand sie auch in mir. Danke!
        Die Erfahrung Geist und Liebe in concert ist vielleicht das Großartigste, was man auf dieser Welt erleben kann. Wer DARAUF verzichten muss, ist sich meines Mitgefühls sicher; wer auf den „Wohlstand nicht verzichten kann, nicht.

        An den Menschen werden große und zunehmend größere Anforderungen gestellt. Wer sich im Zuge dieser Inanspruchnahme auf Vorteilsnahme und -sicherung einstellt, sollte nicht als korrupt beschimpft werden. Es sind Reflexe, gegen die man sich nur unter bestimmten Umständen – und zwar solchen, die man nicht mal eben mit einem Daumenschnippen gestaltet – wehren kann.

        Je unsicherer ein Mensch in seinem Inneren ist, je anfälliger wird er für ein Sicherheitsstreben – und Korruption. Das Chaos läßt grüßen. Während es dem Einen schadet, hilft es dem Anderen. Ist nicht meine Systematik, im Gegenteil: Der Begünstigte muss dem Benachteiligten helfen..

        Wolfgang

  4. Heinrich Schmitt
    Februar 17, 2012 um 7:17 pm

    Wolfgang, ich kann dem allem nur zustimmen. Ursache der Korruption scheint mir die vor allem den Kindern im Bildungs- und Sportbereich vermittelte Leistungsideologie zu sein. Ueberall wird die individuelle Leistung gefoerdert – nicht die der Gruppe oder eines Teams. Ich habe groessten Respekt vor Behinderten, die Sport treiben – aber selbst dort werden zunehmend Individualleistungen honoriert und Gemeinschaftsleistungen abgewertet. Und beim Spielen entscheidet nicht mehr Glueck oder Geschick, sondern Derjenige, der am besten mogelt.

    • Februar 17, 2012 um 7:32 pm

      Dahinter steckt das Konzept Derjenigen, die davon maximal profitieren: Teile und Herrsche!
      Denn wenn wir auf die Idee kämen, uns zusammen zu tun, würden wir sehr schnell merken, dass anders besser geht und damit anders leben wollen. Dann wäre nichts mehr mit mächtig Profit-absahnen. Die Story in diesem Artikel zeigt sehr deutlich, was geht, wenn kooperiert wird:
      Das nenne ich Macher! Revolution im Autobau – agil, extrem und gewuselt
      LG Martin

    • Februar 17, 2012 um 8:48 pm

      Ja, Heinrich.
      Woher kommt die Idee des Versagens?
      Sie kommt über die Religion in den Menschen, bzw. es werden – über die Kirche als Vermittler – archaische Informationen restimuliert, die EINE ART Versagen beschreiben.

      Menschen müssen WISSEN und es FÜHLEN, dass sie niemals versagen können. Das ist die Wahrheit: JEDER Mensch gab innerhalb unveränderbarer Voraussetzungen IMMER sein Bestes. Es geht um AnSTRENGungen. Möge die Zeit kommen, in der Leistung und Erfolg anders bestimmt werden und Schuld und Schande aus unserem Bewusstsein verschwinden.

      Ich danke Dir für Deinen Beitrag.

      Wolfgang

      • Februar 17, 2012 um 9:12 pm

        Ich hatte heute irgendwo gelesen, das unsere Körper mit höchster Intuition ausgestattet ist, speziell was unsere Ernährung angeht. Der Körper signalisiert via Appetit auf etwas, was ihm fehlt. Leider wachsen wir so auf, dass wir unsere Intuition sehr schnell verlieren. Wir Eltern bevormunden zu sehr, als dass die Kleinen ihre Intuition durch Probieren selbst weiter entwickeln können.
        Ich hatte vor einige Zeit ein Video angeschaut, was sich genau mit diesem Thema befasste:

      • Februar 17, 2012 um 10:31 pm

        Die Intuition des Körpers stimmt, Martin.
        Hast Du erst einmal Deinen Körper kennengelernt und seine Signale zu verstehen, erzählt er Dir ganz genau, was er will und braucht. Nicht nur in Bezug auf das, was er an Nahrung braucht. Auch in allem anderen sendet er Dir Signale.

        Ich „gehorche“ meinem Körper schon lange – und mir geht es sehr gut dabei.
        Nach Fleisch hat er übrigens noch nie gefragt… Im Moment sind rohe Zwiebeln und Äpfel angesagt. Muss wohl am Wetter liegen 🙂

        Ach ja, die Kommunikation funktioniert beidseitig, d.h. ich kann meinem Körper auch sagen, was ich will – und er macht das getreulich. Egal, ob es darum geht, zu einer bestimmten Zeit wach zu werden oder etwas zu heilen, was in Unordnung gekommen ist.
        Ko-operation in Reinform.

  5. Februar 17, 2012 um 9:26 pm

    Auf der anderen Seite der Intuition stecken im System – künstlich etabliert – Aversion und Affinität. Sie ersetzen die Aufgabe der Intuition.und sind ursächlich für z.B. Allergien und Süchte aller Art.

    Irrationale Aversion (z.B. Spinnen-Phobie) und überzogene Affinität (z.B Hörigkeit) lassen sich entschärfen. Man weiß, wie. Wäre das dem System dienlich? Wer frißt dann den Dreck, vor dem sich sogar Schweine ekeln?

    Durch die Pfui- und Bravo-Erziehung wird meines Erachtens nur das ans Licht befördert, was im Kern des Wesens angelegt ist:
    Als Angst vor der Andersartigkeit und der Bezogenheit auf das Gleiche.

    Wird’s langweilig?

    Wolfgang

    • Februar 17, 2012 um 10:02 pm

      Ja, unsere noch vorhandenen indigenen Völker zeigen klar auf, wie eigenverantwortliche Wesen heranwachsen: einfach machen lassen, nichts vorschreiben und nichts verbieten.

      Ich hatte mich gerade an die Matriarchatsforscherin Hannelore Vonier erinnert, die in einem ihrer Artikel über die fast Nicht-Betreuung von Kindern erzählte. Leider habe ich den Artikel noch nicht wiedergefunden, dafür aber einen interessante Diskussion, daraus einige Ausschnitte:

      Es gibt Völker, die WISSEN, dass das Wohl der Gemeinschaft MEIN Wohl ist. Alle Kinder haben von Geburt an soziales Verhalten – Jungs wie Mädchen. Sie kümmern sich, falls nicht gebremst oder traumatisiert, liebevoll um kleinere Kinder, um Tiere, und sind begeisterte „HelferInnen“ – angefangen vom Staubsaugen bis zum Wasserholen.
      Der Satz „Du kannst das noch nicht“ macht alles kaputt.
      Der Satz „Hier ist ein kleiner Eimer für dich, hilf mir Wasser vom Fluss zu holen“ macht das Kind zu einem Mitglied der Gemeinschaft, es fühlt sich zugehörig.
      Das Gefühl der Zugehörigkeit ist genau was uns fehlt und daher suchen wir ewig nach Identität. Matriarchale Völker haben keine Identitätsprobleme. Die Leute kennen ihren Platz, nee, nicht mit dem Kopf, aus dem Bauch heraus!

      Matriarchale Menschen kennen den Wert von Gegenseitigkeit (reciprocity):

      Early settlers in America were puzzled by the Indians‘ insistence that all gifts be kept in circulation rather than become any one person’s property. They coined the term „Indian giver“- for someone uncouth enough to expect a gift to be returned to its original -owner. The Indians understood that the gift has more than use-value: it can also keep people in relationship with one another, passing from hand to hand, creating social bonds.

      The idea that reciprocity brought benefits to the group as a whole was foreign to the settlers, who treated gifts merely as possessions. Therefore, a settler who received a gift from an Indian effectively took that item out of circulation.

      Ausschnitt aus einem Interview mit Mosuo-Frauen, Matriarchat in China:
      Es kommt nie vor, dass ein Familienoberhaupt ausgetauscht wird. Nur wenn sie sich selbst zu alt fühlt oder krank ist, dann wird sie von sich aus zurücktreten.

      Eine Mosuo-Frau: Normalerweise ist es überhaupt nicht nötig, einen solchen Wechsel zu vollziehen. Aber wenn ich zum Beispiel Familienoberhaupt wäre und hätte eine Schwester und würde sehen, dass diese Schwester fähiger ist, für das Wohl der Familie zu sorgen, dann würde ich diese Funktion an meine Schwester abgeben.

      Frage: Die Motive, Familienoberhaupt zu werden, haben also nichts mit persönlichem Wunsch und Ehrgeiz zu tun, sondern nur damit, wer am stärksten für die Gemeinschaft eintritt und am hilfreichsten ist?

      Mosuo-Frauen: Wenn eine Frau eigennützig wäre, würde sie niemals das Oberhaupt der Familie werden. Es ist ganz wichtig, dass sie zu allen fair ist, vor allen Dingen zu den Kindern und älteren Menschen. Das heißt, sie ist nicht nur fair zu ihren eigenen Kindern, sondern mindestens genauso zu den Kindern ihrer Schwestern. Wenn sie die ökonomischen Geschäfte schlecht führen würde aus Eigennutz, dann würden die anderen sie auslachen und nicht mehr achten, auch die Leute, die nicht zur Familie gehören. Sie wäre einfach eine Unperson.

      Der komplette Thread ist auch interessant: http://forum.hannelore.org/viewtopic.php?t=37&start=0

      Hier noch ein Artikel über ein matriarchallebendes Volk: https://faszinationmensch.wordpress.com/2011/01/06/es-gibt-sie-doch-noch-regulierte-und-funktionierende-anarchie/

      Es ist also möglich, nicht das ICH sondern das WIR zu leben, da es auch heute noch auf unserer Welt passiert. Wir müssen nur genau hinschauen, wie es geht. Nichts ist unmöglich, sagt auch ein sehr innovatives Autohaus …

      • Februar 17, 2012 um 10:43 pm

        Die Ureinwohner sprechen auch viel mehr von Verantwortung als von Rechten.
        Und sie erkennen „natürliche Führer“, beobachten sie von Kindesbeinen an und bereiten sie sorgsam und langsam auf ihre Aufgabe vor. Das dauert länger als zwanzig Jahre. Sie denken sieben Generationen im Voraus. Nur wenn das, was ich heute tue, auch sieben Generationen später noch nützt, dann ist es gut.

        • Februar 18, 2012 um 12:08 am

          Es kommt auf die Auswahlkriterien an. Denn unsere Führer werden ja auch über Jahr beobachtet und an ihre Aufgaben herangeführt. Nur müssen sie ganz andere Attribute besitzen als jene, die von diesem Indianer geschildert werden.

          Und ja, Recht hat er: Jeder sollte sein eigener Führer sein.

      • Februar 18, 2012 um 12:54 am

        Darum spricht er ja auch von der Verantwortung, die ein solcher „natürlicher Führer“ für die nächsten sieben Generationen zu übernehmen hat. Also sind die Auswahlkriterien gerade nicht Machtstreben und die Führer begründen sich nicht auf die Macht durch Geld und wirtschaftliche Macht, sondern durch Integrität und Verantwortungsbewusstsein.

        Ja, der eigene innere Führer ist wichtig.

    • Februar 18, 2012 um 3:08 pm

      In diesem Blog schließen sich derzeit einige „Kreise“.

      Ergänzend darf ich sagen:
      Eine irratioale Angst vor Andersartigkeit TREIBT in die künstliche Verbindung zum GleichARTigen.

      Aversion entsteht aus und gegen das Unbekannte. Nichtwissen und Nichtkontrolle erschaffen genau die Bedrohung, die ein vom Wesen her neutrales Element erst bedrohlich ERSCHEINEN läßt. Man könnte meinen, die Angst entsteht ursächlich dort, wo sie wahrgenommen wird. Ist erstmal eine „Angstbrille“ als Muster entstanden, läßt SIE den Teufel im Außen entstehen. Insofern erschaffen wir – unserer eigenen Natur gemäß – unsere eigene Welt.
      Könnten wir das fremde „B“ im Außen als ein – existenznotwendiges – Element innerhalb unser eigenen Identität definieren (das Dunkle!), brauchten wir weder kämpfen noch flüchten, hätten Integrität und wären integer.

      Fehlende Integrität ist das, was den Menschen korrupt macht, weil er nach Vorteilen suchen muss, die als Nachteile in ihm selbst angelegt sind und danach verlangen, ausgeglichen zu werden. Anstatt in sich selbst die Ursachen für korruptives Verhalten zu suchen, suchen viele Menschen im Außen nach einem Äquivalent – meist auf der materiellen Schiene – und kommen in eine fatale Ambivalenz: Die des Opfers UND Täters. Die emotionalen Folgen sind ebenfalls fatal, weil sie dem Menschen sein Leben als unwert erscheinen lassen.

      Geist funktioniert nicht ohne Liebe, Liebe funktioniert nicht ohne Geist. Wer das symbiotische Wirken zweier grundverschiedener Wesensarten in sich (und der Welt) als die Grundlage jeder Existenz erkannte, spielt ohne Angst und Aggression.

      Wird’s zu kompliziert?

      Wolfgang

      PS.
      Was Solveigh über die Kommunikation mit dem Körper berichtet, funktioniert auch auf allen anderen Ebenen. Voraussetzung für die Kommunikation ist ein Sich-HIN-wenden. Im körperlichen Bereich bedeutet das, den Körper als wertvollen, unverzichtbaren Partner zu verstehen – und aamit ihn verstehen zu können. Wagen wir einen Schritt in die Welt des Geistes, auf der unser Körper – noch immer – verteufelt wird, finden wir einen richtigen Ansatz, die Kommunikatiion mit dem Körper in Ordnung zu bringen.

  6. Februar 17, 2012 um 10:29 pm

    Das

    „Normalerweise ist es überhaupt nicht nötig, einen solchen Wechsel zu vollziehen. Aber wenn ich zum Beispiel Familienoberhaupt wäre und hätte eine Schwester und würde sehen, dass diese Schwester fähiger ist, für das Wohl der Familie zu sorgen, dann würde ich diese Funktion an meine Schwester abgeben.“

    gehört zu einem der allerobersten meiner Lebensansätze:
    Der Beste muss es machen.
    Und zwar aus ganz eigennützigem Motiv, dem Kehrschluß von:
    Wie kann es einer Gruppe gut gehen, wenn nicht der Beste sie führt.

    Hier bei uns, das sage ich gleich hinterher, herrschen klare Verhältnisse: Susanne überholte mich in den fünf Jahren um einiges – und ich sorge dafür, dass sie noch besser wird.
    Nein, ich leide nicht unter meiner Gefolgschaft – ist mir eine Freude.

    Wolfgang

  7. Februar 19, 2012 um 12:48 am

    Wer von Euch kennt den Film Avatar? Ich hatte ihn vor über zwei Jahren im Kino 8zum ersten Mal 3D) gesehen und heute nochmals. Ich fand den Film damals schon sehr bewegend, heute aber umso mehr, da ich so viel mehr weiß, um die Botschaften in diesem Film zu verstehen.
    Der Trailer zeigt leider nur die aufreißerischen Bilder, was verständlich ist auf dem Hintergrund er Werbung, aber leider nicht die vielen Zehnen eines Volkes, das ähnlich den Indianern Nordamerikas, sehr spirituell lebt.
    Der Film lebt sowohl von einer Fülle von dichten, sehr phantasievollen Bildern einer sehr Erd-ähnlichen Welt, als auch der Drohkulisse aktueller Kriegsmaschinerien.
    HIer geht es auf der einen Seiten um das Profitmachen, koste es Leben, was es wolle, und auf der anderen Seite um ein Leben, das aus unserer westlichen Perspektive sehr natürtlich ist. Und das Bild des Allverbundenseins ist hier sehr stark gezeichnet, und das habe ich nun sehr viel stärker empfinden können. Wer den Film noch nicht gesehen hat, dem kann ich das nur empfehlen. Die Botschaft ist auch hier: Leben vor Profit! FRIEDEN im Respekt miteinander!

    • Februar 19, 2012 um 12:58 am

      Ich habe diesen Film auch gesehen und empfinde ähnlich wie Du. Die Geschichte von den Bäumen, die über ihre Wurzeln miteinander kommunizieren, wird übrigens tatsächlich vermutet…

      Auch die Kommunikation mit anderen Wesen (Tiere), hier über die Schwänze der Wesen, funktioniert laut Sheldrake tatsächlich. Wir nutzen das nur nicht bewusst, es ist bei uns vollkommen verkümmert.

      Ja, dieser Film ist absoult sehens- und empfehlenswert.

    • Dr Manfred Voss
      Februar 19, 2012 um 8:31 pm

      Der Film ist vielschichtig, und bis in viele Details hinein sehr fein ausgearbeitet – ich lass‘ jetzt mal alles weg, was ich sonst noch zu dem Film sagen könnte, auch durchaus einige Kritik, und gehe direkt ins Zentrum, so wie ich es sehe:

      Ein zentrales Hauptthema des Films ist Transformation durch „Erwachen“ – z.B. exakt markiert durch drei Momente:

      1. Ganz zu Beginn das Erwachen nach der langjährigen Reise durch den Weltraum, das Ende des vorherigen Lebens und des Kälteschlafs. („Ein Leben endet, ein anderes beginnt.“)

      2. Auf die Minute genau zur Halbzeit des Films ist der Wendepunkt – Jake Sully erwacht wieder im Biocontainer in Menschengestalt und erkennt: „Alles ist verkehrt herum – da draußen ist die wirkliche Welt, und das hier drin ist der Traum.“

      3. Die allerletzte Einstellung des Films zeigt, wie Jake Sully seine Augen aufschlägt und endgültig in der Realität von Pandora aufwacht.

      (Dass dieses letztgenannte Erwachen auch wieder nur ein Erwachen auf einer anderen, möglicherweise „höheren“ Ebene einer Traumrealität sein könnte, lasse ich hier jetzt mal beiseite.)

      „Walking through the dream I see you …“ beginnt der Songtext im Abspann, etwas frei übersetzt: „Ich durchdringe den Schleier von Maya und sehe DICH …“, und meint (ebenso wie die öfter im Film gebrauchte Grußformel „Ich sehe dich“) sinngemäß dasselbe wie der uralte Gruß „namasté“ = „Ich erkenne und achte das Göttliche in Dir“, den ich gerne und ganz bewusst verwende.

      Ich sehe „Erwachen“ aus unserer Realitätswahrnehmung, die sich im wesentlichen nicht von unserer Wahrnehmung eines Traumes unterscheidet (widerspricht hier jemand?), als DAS Hauptthema unserer Zeit, der vielbeschworene und auch notwendige Bewusstseinssprung. Und seit Jahrzehnten beobachte ich, wie dieses Thema an Kraft und Dynamik gewinnt und immer mehr in den Vordergrund rückt. (Verbunden mit dem Thema „Vernetzung“ und „Selbstorganisation“, welches einen wichtigen und notwendigen Kontext hierzu liefert.)

      (Ein früheres Beispiel wäre etwa der SF-Roman „Welt am Draht“ von Daniel F. Galouye, 1973 verfilmt von Fassbinder, 1999 als Remake unter dem Titel „The Thirteenth Floor“. Oder z.B natürlich auch die „Matrix“-Filme, und manche andere.)

      Übrigens, der Name des Stoffes („Unobtanium“), der den Grund für das Dasein der Menschen auf Pandora darstellt, ist ein im Internet schon länger gebräuchlicher joke – „obtain“ heißt „erhalten, bekommen“, und „Unobtanium“ bedeutet daher „ein Element, was nicht erhältlich ist, was es nicht gibt“, mit selbstverständlich unmöglichen Eigenschaften, ganz im Stil eines Elements im Periodensystem bezeichnet … und auch über den Namen „Pandora“, den die Menschen im Film diesem Planeten gegeben haben, läßt sich einiges philosophieren, wenn man ein wenig die griechische Mythologie kennt. (Dieses Spiel spiele ich manchmal gern: In die Sprache und Wörter hineinlauschen, ihre Wurzeln und Geschichte und Bedeutungswolke erkunden, aber auch, das alles wegzulassen und ganz einfach ihre Musik zu hören …)

      Ich schaue immer wieder mal in diesen Film, an eine beliebige Stelle, und wie in einem „guten“ Buch finde ich jedesmal einen neuen Aspekt, ein neues Detail, einen vielsagenden Blickwechsel, eine tiefgehende Symbolik o.ä. … ich hatte ja an anderer Stelle (https://faszinationmensch.wordpress.com/2011/12/30/reicht-es-aus-das-geld-abzuschaffen-damit-wir-auch-von-unserer-gier-lassen/#comment-3861) schon mal „agape“ erwähnt – in einem anderen Forum hatte ich mal formuliert:

      Die Quantenwellen sind überall gleichzeitig im gesamtem Kosmos, wie Strömungen oder Druckwellen in der Tiefe eines allesverbindenden unermesslichen Ozeans (mit der Gleichzeitigkeit haperts allerdings im irdischen Ozean, die muss man sich hier dazudenken), und formen an der „Oberfläche“ Resonanzphänomene in Form unterschiedlicher „stehender“ Wellen (als sogenannte metastabile Zustände), die wir wiederum als Erscheinung der verschiedenen Materiebestandteile wahrnehmen.

      Und die individuellen Ausformungen dieser „Oberflächen-Wellenerscheinungen“ werden wiederum dadurch bestimmt, dass der Ozean IN SEINER GESAMTHEIT ein energetisches Minimum anstrebt … wunderschön prägnant ausgedrückt in dem Film „Avatar“ (den ich für ein Meisterwerk auf mehreren Ebenen halte), als Neytiri zu Jake Sullivan nach seinem Gebet am Baum der Seelen sagt:

      „Eywa zieht keine Seite vor, sie sorgt lediglich dafür, dass das Leben im Gleichgewicht ist …“ Ich finde keine bessere Beschreibung von „agape“!

      Tja, und wir spüren Materie als etwas Festes, WEIL das GESAMTE „ozeanische“ Universum so strukturiert ist, dass unsere sinnliche Erfahrung an der Oberfläche dieses Ozeans eben so ist, wie sie ist … am besten, wir genießen sie einfach mit „heiligem Staunen“ in ihrer vollen Erfahrbarkeit, in all ihrer Tiefe, mit all ihren Aspekten, hingegeben an / hineinwachsend in dieses Ganze 🙂

      Und das ist in meinem Verständnis die Essenz von Tantra, von der Physik her gesehen.

      Das ist auch eine Ergänzung zu dem, was Wolfgang schon mal anmerkte (ich weiss grad nicht mehr, wo genau das war):

      „Wir müssen aufhören, die Natur mit menschlichen Wertmaßstäben zu bemessen. Natur ist nicht gut und/oder böse. Sie IST – und sie hält sich selbst im Gleichgewicht. Es ist ein sich selbst organisierendes System.“

      LG Manfred

      • Februar 19, 2012 um 11:25 pm

        Hallo Manfred,
        vieln Dank für Deine Interpretation des Films Avatar. Ich hatte auch noch einmal etwas schreiben wollen, aber besser als Deine Worte werde ich das wohl auch nicht mehr hinbekommen.
        Ich hatte mir auch schon vorgenommen, mir diesen Film immer wieder mal anzuschauen, um mich daran zu erinnern, wie es weiter gehen könnte.
        Und ja, ich hätte auch noch ein paar Kritikpunkte zum Thema des Kämpfens gehabt, aber ich denke, dass es eine Konzession an das noch nicht bewusstgewordene Publikum war ..
        Liebe Grüße Martin

      • Februar 20, 2012 um 12:05 am

        Wunderbar, Manfred, WIE Du den Film (und etwas mehr) beschreibst.

        Zur Natur darf ich – aus meiner Sicht – ergänzen:
        Es ist ein sich selbst organiserendes System …
        in dem sich die Andersartigkeit nicht bekämpft, sondern ergänzt.

        Wir beobachten eine Leistungs-Fluss, in dem Geben und Nehmen nur dem eigen Erhalt und damit dem Erhalt und dem Schutz der Art und des Systems dient.
        Insofern schätze ich das System und das Leben in der Natur ein als Lehrer für die Menschen, jedenfalls für die, die mit Herz und Vernunft ausgestattet sind; mehr braucht’s ja auch nicht.

        Die Ordnung der Natur vereint mit dem vom Menschen geschaffenen Bewusstsein – könnte man sich beim Entwurf einer Grundordnung auch daran orientieren?

        Bei mir liegt der Film in der Warteschleife.

        Einen lieben Gruss an Dich von

        Wolfgang

      • Dr. Manfred Voss
        Februar 29, 2012 um 9:06 pm

        Danke Euch beiden.

        Kurze Ergänzung: Der Film ist in meiner Sicht ein Meilenstein der Filmgeschichte, und ein Meisterwerk auf mehreren Ebenen, sehr vielschichtig – ich konnte wirklich nur eine Hauptlinie skizzieren. Auch wenn viele Menschen zunächst vielleicht nur die Action-Oberfläche und die optische Opulenz vorrangig zu sehen imstande sind, der Film wird seine Auswirkungen haben, da bin ich mir sicher … und von daher bin ich froh, dass er auch kommerziell ein Riesenerfolg ist und ins allgemeine Bewusstseinsfeld eingegangen ist (morphische Felder und so ;-)).

        Übrigens: Ich empfehle die „extended version“, die ist etwa 3 Std. lang und um einige Szenen gegenüber der Kinoversion ergänzt, die ich auch als wichtig ansehe.

        [i]“Zur Natur darf ich – aus meiner Sicht – ergänzen:
        Es ist ein sich selbst organiserendes System … in dem sich die Andersartigkeit nicht bekämpft, sondern ergänzt.“[/i]

        Gewiss. In meiner „Tantrischen Genesis“ hatte ich das ja wie folgt angesprochen (ich kopiers mal hierher):

        „[i]Und so spielen von Anbeginn alle individuellen Formen harmonisch miteinander, gehen auf immer neuen Ebenen in verschiedene Richtungen auseinander und finden sich dort auch wieder. Manchmal müssen sie dabei vortäuschen, dass sie Gegner sind, und sich bekämpfen oder gar zerstören, aber das ist wirklich nur Täuschung … wenn ich spiele, dann spiele ich ganz und aufrichtig, aber nicht ernst – sonst wärs ja kein Spiel!“[/i]

        Gruß

        Manfred

  8. Februar 19, 2012 um 1:01 pm

    Avatar, genau wie der Kalender der Mayas. Jedes Bild hat seine Zeit auf der Grundlage energetischer Entwicklungen:

    Die Mayas und ihr Kalender sind eines dieser Bilder aus Unordnung und Ordnung, entstanden aus Logik, dem fortwährendem Fluss, der ALLEM zugrunde liegenden Energie. Ein Bild von vielen, ein Bild, wie AVATAR, dem neuen, erfolgreichsten Film aller Zeiten … und zugleich der bis dato teuerste Film. Eine komplette Computersimulation einer Welt, die nun ihren Weg in die Realität findet. AVATAR spielt im Jahr 2154. AVATAR bereitet das Leben auf die nächste Kommunikationsform vor. Oder ist es andersherum ? Nutzt das Leben AVATAR, um diese Kommunikation real werden zu lassen ? Schließlich haben den Film weltweit sehr viele Menschen gesehen und erlebt. Er setzt neue Maßstäbe. AVATAR hat ein perfektes Timing. Der Film funktioniert in seiner Rolle, weil die Zeit für seine Geschichte reif ist. Die unendliche Geschichte zweier energetischer Kräfte … der Unordnung und der Ordnung. AVATAR und das Jahr 2012 an sich, als Datum, sind zwei weitere von vielen Puzzlestücken, die das Gesamtbild des Übergangs widerspiegeln.

    http://www.gold-dna.de/ziel19.html

    Gruß Guido

  9. Februar 19, 2012 um 2:32 pm

    ‎“The things you own end up owning you. “ Tyler Durden

    Besitzt uns das Geld und wir gehorchen ihm nur noch und werden daher automatisch korrupt?

    Ohnedies stellt sich die ketzerische Frage, wer eigentlich wem gehört: Dem Besitzer das Geld oder dem Geld der Besitzer? Kehren wir das Aktiv ins Passiv und betrachten wir die Sache mal andersrum. Jeder Geldbesitzer ist nämlich auch ein Geldbesessener, seine Gedanken kreisen fortwährend um ES. Er will es erwerben, er will es vermehren, er will es ausgeben, er will es verzinsen, er will es arbeiten lassen, er will damit kaufen, er will es vererben, er hat Angst um es, er könnte betrogen werden um es, es könnte entwendet werden u. v. m. ES hält ihn auf Trab, denn es könnte auch weggaloppieren. Geld verlangt nach Anlage. Wie ein Stachel sitzt das Geld im Subjekt. Die Verfügung folgt dem Gefüge und sie ist umso erfolgreicher, je entschiedener eins sich zu fügen versteht. Es ist die absolute Unterwerfung, die oftmals das Vorwärtskommen bedingt. Manche nennen das Karriere.
    gefunden in vom einkaufen

    Wenn wir uns dessen bewust werden, sollten wir also auf Eigentum verzichten und nur das besitzen, was wir für das Leben als Grundbedarf benötigen?
    Ein Haus, ein paar Möbel, etwas zum anziehen, so viel Land, um sich zu versorgen?

    In dem obigen Artikel stellt der Autor auch heraus, dass vor dem Geld der Warenhandel schon mit Werten umging. Wer Handel betreibt, will Gewinn erwirtschaften, also mehr sein Eigen nennen, über sein Grundbedarf hinaus.

    Also weg vom Handel, hin zu einer Gemeinwirtschaft, in der nach Bedarf, und jeder mit seiner Gabe (in einer Fußballmannschaft werden die Positionen nach Talent besetzt) produziert wird und was da ist, geteilt wird?

    • Februar 19, 2012 um 2:47 pm

      Das ist die perfekte Beschreibung jeder Sucht. Also macht Eigentum süchtig…. Wir jedoch wissen, dass die Sucht von Psychodrogen nur durch Veränderung im Unterbewussten möglich ist, das ja alle unsere Handlungen zu 90 % steuert…. Und Sucht kommt von suchen, nämlich LIEBE, d.h. jede Sucht entsteht durch (auch nur empfundenen, nicht tatsächlichen) Mangel an Liebe…. Die verschiedenen Süchte sind nur verschiedene Ausdrucksformen dieser einen Grundsuche.

      Ja, das Abschaffen jeglichen Eigentums (und dadurch die Jagd danach und die Angst „zu kurz“ zu kommen) ist sicherlich ein wundervolles Mittel, um diese Sucht und damit gleichzeitig alle anderen Süchte zu heilen.

      Besitz, ja. Eigentum, nein. Geld, nein.
      In einer evtl. notwendigen Übergangszeit sollten auf jedenfall die Grundbedürfnisse kostenlos befriedigt werden: Nahrung, Kleidung, Wohnung (einschließlich Wasser, Energie und Heizung), Bildung, Kultur. Es sollte von vornherein festgelegt sein, in welchem Zeitraum das Geld als Tauschmittel ganz entfällt, weil es ja überhaupt nicht notwendig ist!
      Damit würde sich natürlich auch alles „Erbrecht“ usw. erledigen. Jede Weitergabe des Besitzes an andere zum Zweck der Konzentration des Besitzes in wenigen Händen sollte unterbunden werden. Bis wir Menschen gelernt haben, dass wir nun viel freier leben und zu unserer wahren Bestimmung finden. Und bis wir wieder gelernt haben, dass teilen so viel mehr Freude bringt!
      „Geben ist seliger denn nehmen.“ – Wir wissen das alles schon seit Jahrtausenden…

      • Februar 19, 2012 um 3:44 pm

        Und was das Süchtigsein betrifft und das Davon-weg-kommen, hier gleich nochmals den Robert Betz, der beschreibt, wie diese Transformation für sich funktionieren kann:

      • Februar 19, 2012 um 4:18 pm

        Vollkommen richtig, ja. Das ist der Weg, den jeder gehen muss, der sich aus diesen Zwängen befreien will.

  10. mahnred
    Februar 19, 2012 um 10:37 pm

    Es ist ein Geschenk, los-lassen-zu-können und macht dennoch reich.

    – Vielleicht ist das „Teile und Herrsche“
    ja auch durchaus gegensätzlich verstehbar ?!?
    => „Wer herrschen will, der DIENE !“

    Ein gutes Nach-Denken uns allen hier !
    😉

    • Februar 19, 2012 um 11:41 pm

      Ja, Gartenamsel, es hat eine Reihe von Herrschenden gegeben, die das Dienen tatsächlich auch ernst genommen haben, und auch heute noch tun. Wir ehren sie nur kaum mehr, denn sonst würden wir mehr von ihnen zu lesen bekommen.
      Und ich wünschen uns zum Nach-Denken auch gleich noch das Vor-Denken hinzu 🙂
      Martin

      • Dr. Manfred Voss
        Februar 22, 2012 um 1:46 am

        Ergänzend erinnere ich mich an Hoimar v. Dithfurt, der mal sinngemäß formulierte:

        „Eine Minute Nachdenken erspart viele Gedenkminuten …“

        Manfred

  11. mahnred
    Februar 20, 2012 um 5:23 pm

    „Teile und Herrsche“
    Ver-Teile das Gegebene und gewinne die Herrschaft über deine eigene „Haben-Wollen/Müssen-Gier“… das angeblich so Not-Wendige „Immer höher, immer schneller, immer weiter, immer mehr Syndrom“.
    – werde frei davon,von dem „Haben-Müssen-Vorstellbaren“
    Laß los.
    – Du selber bist der Herr deiner eigenen Wunsch-Vorstellungen…
    dieser Gedanke flog mich eben so an ….
    (das ist die Sache mit dem schwarzen und dem weißen Pudel in mir :
    Der, den ich füttere , wird wachsen.)
    Sich wehren, die „gegebenen“ Werte umkehren.
    Sich wieder besinnen und Neues Land dabei gewinnen.
    mit leisem Vor-Gedanken-Gruß !
    😉

    • Februar 20, 2012 um 5:40 pm

      gut gebellt 😉

      • Februar 22, 2012 um 2:53 am

        Stehst Du auf „Bellen“, Martin?

        Warum IST der Mensch korrupt?
        Und: ist DER Mensch korrupt?

        Der Mensch IST von seiner Natur her nicht korrupt.
        Aber er ist lernfähig. Lasse ein Kind in einer Räuberbande aufwachsen, und du weißt, was es lernt und – was es für „normal“ hält.

        Ein System, dass sich auf Herrschaft und Macht begründet (um Ziele durchzusetzen), braucht Teilnehmer, Unterstützer und Statthalter, die manipulierbar sind und manipulieren können. Unterstützung, die nicht aus ideellen Gründen erfolgt, wird dazugekauft – so wie Unternehmen Menschen beschäftigen und sich deren Wohlwollen durch Bezahlung sichern.

        Unser System der Arbeit UND das System der Solidarität
        beruht auf Leistung und Gegenleistung: Man verkauft sich.
        Für welche Leistung bekommt man die höchste Gegenleistung? Was muss man anbieten, um Nachfrage zu erhalten? Welches Instrument muß ich spielen, um im Orchester einen Platz zu bekommen?

        Ein System, in dem betrogen und ausgebeutet, unterdrückt und gedemütigt wird, ist ohne Korruption nicht denkbar – also werden hier Menschen dafür bezahlt, bei ihrem Handeln menschliche und gesellschaftliche Werte nicht zu berücksichtigen. Man zahlt für die Seele und das Recht, sie zu töten.

        In diesem System werden viele Menschen korrupt, weil es normal ist, weil es dumm wäre, nicht das zu tun, was sonst ein anderer tun würde. Was taugt dem Menschen eine Moral, wenn andere an seinem materiellen Status sehen können, dass er offensichtlich für dieses System nicht taugt, zu dämlich ist, die einfachste Regel zu begreifen: Fressen oder gefressen werden..

        Das Wesen eines Systems erkennt man daran, was es produziert. Unser System betreibt – offensichtlich – die Vernichtung von Werten mittels eines uralten Prinzips: Das der Versuchung. Paßt ein Mensch mit seinen Ideen nicht zu einer Aufgabe, wird versucht, ihn passend zu machen. Das System ist erfolgreich, allerdings nur in seinem Sinne. Der Sinn ist dürftig, und die Menschen, die ihm folgen, bedürftig.

        Gefügig, hörig, süchtig – fällt Dir dazu noch etwas ein, Martin?

        Und ich ende mit einem meiner Grundsätze:
        Schön aufpassen.

        Wolfgang

  12. Februar 23, 2012 um 4:05 pm

    Warum ist der Mensch korrupt?

    Korruption ist eine Leistung A, aus der eine Leistung B entsteht.

    Es ist Geist, der von seiner Idee alleine nicht existieren kann. Der von seiner Natur her flüchtige Geist existiert erst, indem er sich refkektieren konnte.
    Manifester Geist ist also ein Produkt aus A und B – aus einer Idee und ihrem Erfolg.
    Erfolg ist, Energie, gleich in welcher Form (Geld, Aufmerksamkeit etc.).

    Nun wird vielleicht die Verschiedenartigkeit der Wesensnatur wieder ein bisschen klarer. Geist braucht die symbiotische Beziehung zu einem OBJEKT*, das ihm mittels Ausbeutung seine Existenz erhält. Geist ist parasitär, jedenfalls wenn es um die Existenz geht, die wir hier nicht anders kennen: Existieren und Überleben. Investiert wird nur, um Gewinn in Form von mehr existentieller Sicherheit zu erlangen – oder eine Bedrohung der Sicherheit abzuwenden.
    * Daraus leitet sich die Rücksichtslosigkeit her, mit der Geist agiert.

    Mit dieser Annahme, mehr ist es nicht, können wir das Funktionieren jedes mir bekannten gesellschaftlichen Systems erklären.
    Es gibt eine Klasse A, die Herrschaft über andere Wesen braucht, um die Herrschaft über sich selbst nicht zu verlieren.

    Es gibt eine Klasse B. Zu ihr gehören Wesen, die aus sich selbst heraus existent sind. Im Miteinander mit dem parasitären Geist entsteht in ihnen eine sehr reale Erregung, durch das Ausgebeutetwerden auch nicht-existent zu werden. Entsprechend re-agieren sie, indem sie z.B. arbeiten, um der Bedrohung ihrer Existenz zu begegnen. Auf diesen „Trick“ fallen sehr, sehr viele Menschen herein – und leisten damit genau das, was von der A-Klasse erwartet wird: Die Verschleierung ihrer wahren Identität und eine noch bessere Versorgung der Parasiten.
    Sie spielen Korruption in der zweiten Liga. Sie liefern 10 Euro ab, und freuen sich über die 5 Euro, die sie dafür zurück bekommen – oder, um es zeitgemäß zu formulieren, den Ladenhüter auf dem Wühltisch ergattern.

    Korruption entpuppt sich somit – wenn meine Gedanken folgerichtig sind – als ein schöpferisch gewolltes Grundprinzip, Energie an Bedürftige zu verteilen;
    Die Existenzsicherheit der A-Klasse zu festigen – zu Lasten der B-Klasse, deren Existenzsicherheit niemals zu gefährden ist.

    Wir erkennen Korruption als ein „Ur-Soziales Phänomen“?

    Das wäre ein Wunder. Die Bilder, die sich uns aufdrängen, scheinen ja genau das Gegenteil dessen auszudrücken: Die Bedürftigkeit der B-Klasse. Vielleicht entsteht die Klarheit über das Wirken des Systems erst in einer anderen Welt – in der ein anderes System die Verteilung von Energie regelt: Bewusstsein.

    Wolfgang

  13. Februar 26, 2012 um 12:29 pm

    Hier kommt noch ein Beispiel einer anderen Art der Korruption: EU-Subventionierung von Nachrungsmittelproduktionen durch die Großen, wo am Ende die Menschen der Dritten Welt auf der Strecke bleiben:

  14. Februar 29, 2012 um 9:46 pm

    Sehr nett, Manfred, dass Du noch mal auf den Film „Avatar“ zu sprechen kommst. Ich sah mir die extended-Version an. Ja, eine Reihe von Botschaften. Ja, das morphische Feld. Ja, Ausdruck extremer Lebensfeindlichkeit. Ein Ende, das nicht über die Zerstörung dieses wunderbarn Baumes hinweg hilft. Leider. Ja, wir sind nicht alleine.

    Warum ist der Mensch korrupt?
    Ich glaube – und schreibe bei Bewusstsein noch darüber -, dass ein Kampf um die Existenz ALLE Mittel erlaubt.
    Wenn Menschen hier mit alten Informationen von einem gnadenlosen Existenzkampf „gefüttert“ werden, scheint es mir wert, Korruption noch genauer zu analysieren.

    Dir einen guten Abend.

    Wolfgang

    PS. Ich hätte Dir gerne zum Fotografischen geschrieben, wollte aber das Thema nicht überstrapazieren mit Worten – von denen hier eh genug geschrieben stehen. Ich überlege mir was.
    Ach – gerade läuft ein Marienkäfer über meine Maus. Schade, dass meine Blumen keine Blattläuse haben.

    • Februar 29, 2012 um 11:40 pm

      Ich möchte auch gleich noch einen dran hängen, einen Satz von Laszlo, der seine These zum Universalen Gehirn zusammenfasst:

      Ich möchte gerne die Möglichkeit zur Diskussion stellen, dass es eine Art von Internet gibt, dass in die Natur eingebettet ist und dass wir über unser Gehirn damit kommunizieren können.

      Unser Gehirn, dass ist Laszlos Überzeugung, regelt nicht nur die Abläufe in unserem Körper und Bewusstsein, sondern es verbindet uns über ein allgemeines Informationsfeld mit allem, was im Universum existiert. Durch Resonanzprozesse kann es Informationen in das Informationsfeld hineinsenden und aus ihm herauslesen.

      Und Guido lässt grüßen:

      Eine solche Sicht führt zu zwei aufregenden Schlussfolgerungen: Erstens bedeutet dies, dass das Universum quasi aus seiner eigenen Entfaltung lernt. Denn seit dem Urknall steigt die Informationsdichte ständig und jedes Ereignis fügt dem Ganzen neue Informationen hinzu. Lloyds Überlegung ist, dass dies sozusagen die treibende Kraft hinter der Evolution sein könnte: Nicht nur wird das Universum notwenig immer komplexer und informationsreicher, es bringt auch immer komplexere Strukturen hervor und die Entstehung von komplexer DNA, Gehirnen und immer höherem Bewusstsein ist letztlich unausweichlich. Zweites bedeutet es aber auch, das jede unserer Handlungen, Gedanken und Gefühle das Universum mitgestaltet: All dies fügt dem Universum neue Informationen hinzu, es „programmiert das Universum“ und keine Idee, kein Gedanke, keine Liebe geht jemals verloren, sondern lebt fort als Teil des kosmischen Programms.

      Gefunde in: Das Universum ist ein riesiges Gehirn

  15. Februar 29, 2012 um 10:45 pm

    Eine Studie aus den USA hat sich mit der Gier der Armen und Reichen beschäftigt und stellt fest:

    Wohlhabende nehmen anderen Menschen eher etwas weg, sie lügen eher in Verhandlungen, wenn es ihnen nützt und sie sind eher bereit zu betrügen, wenn es darum geht, einen Preis zu gewinnen. Plausibel wäre auch die umgekehrte Schlussfolgerung: Weil Menschen sich nicht an die Werte und Regeln der Mehrheit halten, können sie reich werden. Aber die Forscher sehen einen klaren Zusammenhang zwischen Reichtum und dadurch erzeugter Regelverletzung.

    Der Schlüssel für dieses Verhalten liegt nach Ansicht der Forscher darin begründet, dass Reiche ein positives Verhältnis zur Gier haben, was in der Studie eindeutig festgestellt wurde.

    Die Forscher vermuten, dass die Tatsache, dass Reiche Spielraum haben und sich weniger mit anderen Menschen und widrigen Verhältnissen arrangieren müssen, dazu führt, dass sie keinen Anlass sehen, sich an Regeln zu halten, die für enge Lebensverhältnisse wichtig sind.

    Und wieder komme ich zu dem Schluss, dass Entscheidungen nur in den kleinsten Einheiten, den Gemeinden/Kommunen zu fällen sind, wo Jeder Jeden kennt. Da werden Regeln noch ernst genommen, und nicht, wie wir das tagtäglich mitansehen müssen, in der Anonymität sich alles rausgenommen werden kann, wenn es um richtig viel Geld geht …

    • Februar 29, 2012 um 11:22 pm

      Der Schlüssel zum Verständnis, Martin, liegt in der Ursache der Gier: Bedürftigkeit.
      Auch wenn es langweilig wird:
      Wir müssen das Geistwesen verstehen, das systemimmanent nicht über Energie verfügt und ständig auf der Hatz ist, welche zu ergattern. Ständig getrieben, ihre „Ideen“ zu manifestieren, ständig bedroht von Sozial-Wesen, die permanent und ohne Tätigkeit über Energie verfügen und ihnen überlegen sind.

      Schau, ist es nicht ein Rätsel, dass Vielfach-Milliardäre den Hals nicht voll genug bekommen – können, und ihre Angestellten quälen und die Natur gnadenlos ausbeuten, und und und.

      Warum haben sie uns nicht längst alles weg genommen? Damit immer etwas bleibt, was sie noch nehmen können. Sie „glauben“, wenn sie die Maus langsam fressen, hätten sie immer was; wenn sie sie nur füttern, bliebe sie ihnen erhalten. Genau genommen sind diese Leute geisteskrank. Sie sind, aus Existenzangst, getrieben von völlig irrationalen Ideen, mit denen sie Spiele mit einer einzigen Regel kreieren: Überleben.

      Erkläre Dir die gesellschaftlichen Phänomene dieser Welt mit Wesen, die, ganz gleich, was sie tun, IMMER bedürftig bleiben. Täter – Opfer, Staat – Bürger, Geist-Mann – Familie, es ist immer ein Muster: Bedürftigkeit.
      Erst das Neue Bewusstsein kann daran etwas ändern; das glaube ich.

      Wolfgang

      • Februar 29, 2012 um 11:32 pm

        Ja, das Bild wird rund …

      • Dr. Manfred Voss
        März 2, 2012 um 3:48 pm

        Bildhafte Ergänzung von mir:

        Geist und Herz sind zwei Flügel EINES Vogels.
        Dann kann er fliegen … in offener Weite.

        Wenn nur ein Flügel funktionsfähig ist => Bedürftigkeit.

        Manfred

    • Februar 29, 2012 um 11:42 pm

      Stimmt, Martin – und gleichzeitig muss verhindert werden, dass es diese Unterschiede (arm und reich) überhaupt geben kann….

      Andernfalls wird sich auch in einer kleinen Gemeinde, in der jeder jeden kennt, der Bürgermeister herausnehmen, die anderen zu betrügen, weil er meint, er dürfe das, weil er ja „was Besseres“ sei – das steckt nämlich neben der Gier auch in den Betrügereieren und dem Missachten jeglicher menschlicher Werte dieser Menschen „da oben“.

      • Februar 29, 2012 um 11:49 pm

        ja, es bleibt bei: „Schade Niemandem“, denn wer über-vor-teilt, scahdet schon …

      • März 1, 2012 um 12:14 am

        Den „Witz“ an der Sache sehe ich so:
        Wenn Wesen der A-(Geist)Klasse durch das Neue Bewusstsein in die Existenzsicherheit kommen, brauchen sie das ganze Spiel nicht mehr veranstalten.
        Andererseits schafft das Neue Bewustsein für die B-(Sozial)Wesen die Sicherheit, nicht mehr ausgebeutet werden zu können.
        Quasi eine doppelte Sicherheit im Miteinander.

        Martin:
        Wer sucht nach Vorteilen?
        Der GLAUBT, er sei benachteiligt

        Es ist die (Existenz)Angst, die gierig nach der Vorteilsnahme sucht – und in unserem System leicht fündig wird. Es ist dazu angelegt!!!

        Ich denke gerade an unsere Libellen. Sie gelten als gefrässig. Stimmt nicht, sie sind zwar Jäger, nehmen sich aber nur so viel, dass sie überleben können. Von zehntausenden Eiern, die eine Libelle legt, brauchen nur zwei als Libelle überleben – der Rest ist Futter für andere Tiere.

        Ich schicke gleich mal ein Foto von der Geburt einer Libelle.

        Insofern schlussfolgerte ich die Tage:
        Tiere sind NICHT traumatisiert. In ihrem Reich herrscht eine strenge Ordnung, die keine Überraschungen, wie wir sie in der Menschenwelt erleben, hervor bringen kann. In ihrem System lauern keine versteckten Informationen.

        Eine weitere Schlussfolgerung:
        Im Reich der Pflanzen und Tiere können Menschen traumatische Energie abbauen – ein sehr wichtiger Vorgang, weil traumatische Informationen ohne Energie völlig harmlos sind.

        Wolfgang

  16. Februar 29, 2012 um 11:58 pm

    Die Antroprosophen und andere Mystiker nennen dieses Informationsfeld „Akasha“ http://de.wikipedia.org/wiki/Akasha-Chronik

    Der Artikel ist interessant! habe mich festgelesen und lese jetzt erstmal weiter…

    Interessante Aspekte… Aber warum dann das Elend? Als „Erfahrungsschatz“? Ich kann Freude nicht leben, wenn ich das Leid nicht kenne?

    • März 1, 2012 um 12:02 am

      …. und wo es ein Hirn gibt, gibt es auch viele andere?

      • März 1, 2012 um 12:09 am

        Und wenn es fraktal ist, wie viele Gehirne benutzt mein Gehirn?
        Und die Frage dann nach dem Sinn meines Lebens: ich bin Teil eines Supergehirns, das sein eigenes Bewusstsein erweitern will. Also nur ein kleines Sandkorn im großen Getriebe …
        Und wenn unsere Seele demnach im großen See des Feldes gespeichert ist, ist auch das Thema Inkarnation eingänglicher. Die Frage wäre dann die, nach welchen Kriterien sich eine Seele seinen nächsten Wirt aussucht …
        Ich jetzt erst einmal was träumen. Gutes Nächtle …

      • März 1, 2012 um 9:36 am

        Womit wir wieder bei dem ganz einfachen Sinn des Lebens sind: Bewusst leben und bewusst genießen 🙂

        Für den nächsten „Wirt“ – das Wort passt nicht, finde ich, das hört sich so nach Parasit an… das nächste Leben ist vielleicht besser: Ich würde sagen, das hängt von den Grundgefühlen ab, die unsere Seele zu erfahren wünscht – oder geschieht das nach dem „Zufalls-Prinzip“ (Chaos)? Nee, denke ich nicht: Es gibt keine Zufälle. Das wiederum würde jedoch bedeuten, dass unsere Seele auch im Meer des Gesamtbewusstseins individuell und sich seiner Selbst bewusst bleibt?

        • März 1, 2012 um 10:57 am

          Du hast Recht. Warum nehmen wir nicht „Avatar“?
          Aus Wikipedia zu Avatara:

          Avatara (Sanskrit, m., अवतार, avatāra, wörtl.: „Abstieg“, von ava- „hinab“ und tṝ „überqueren“) bezeichnet im Hinduismus einen Gott oder einen göttlichen Aspekt, der die Gestalt eines Menschen oder Tieres annimmt.

      • März 1, 2012 um 11:31 am

        Ja, das ginge, solange wir uns an der Definition der Theosophie festmachen, die als Avatara allgemein die Inkarnation des Göttlichen bezeichnet. (Das Zitat natürlich umgebaut, so dass der Satz lesbar ist).

        Dem würde auch der Gruß „Namasté“ entsprechen:

        Laut Deepak Chopra macht sie in etwa die folgende Aussage: „Ich ehre in dir den göttlichen Geist, den ich auch in mir selbst ehre – und ich weiß, dass wir somit eins sind.“ Einer Überlieferung zufolge soll Mahatma Gandhi auf eine Nachfrage von Albert Einstein, was er denn mit dem bei ihm beobachteten Gruß Namaste ausdrücken wolle, dem Wissenschaftler Folgendes geantwortet haben: „Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind.“

        Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Namaste

        Namastè!

        • März 1, 2012 um 11:52 am

          Ja, die alten Kulturen waren schon deutlich weiter als wir, wie mir scheint. Aber es scheint ja alles irgendwo gespeichert und muss nur wieder hervorgeholt werden.

          Ich arbeite übrigens in einer Frima, die Dokumente archiviert, um deren Inhalten bei Bedarf wieder durch Suchen verfügbar macht. Dabei werden Zugriffsrechte vergeben, so dass bei sensiblen Daten nur die entsprechend verantwortlichen Personen an diese heran kommen, so z.B. Personaldaten.

          Wenn ich das übertragen in das Modell des großen, universalen Wissensspeichers, und mir die Frage stellen, warum die meisten (?) Menschen keinen bewussten Zugang dazu haben, so kann einem schon die Idee kommen, dass hier womöglich auch noch ein administratives Element zugegen ist und das Wissen erst freigibt, wenn genügend Liebe (?) in einer Seele entwickelt ist?

          Von mir nun auch ein bewusstes Namasté!

      • März 1, 2012 um 12:51 pm

        Ja, damit kannst Du durchaus recht haben. Heißt es in den alten Schriften doch auch, Du triffst immer dann (D)einen Meister, wenn Du für dessen Wissen bereit bist….

        Oder wie ich es in den lezten Jahren immer wieder verblüffend feststelle: Ich erhalte immer Antworten auf alle meine Fragen, egal welche ich stelle. Und dadurch erweitert sich mein Horizont, mein Wissen, meine Erfahrung, meine Urteilsfähigkeit – und neue Fragen entstehen…. 🙂

    • März 1, 2012 um 12:55 pm

      Warum das Elend – in meinem Sinnbild gibt es verschiedene Erklärungen.

      Menschen leben in einer sehr komplexen Welt. Sie basiert auf Informationen. Allein für das Entstehen eines Menschen braucht es seeehr viele. Eine Blume wird zu einer Wiesenflockenblume durch Informationen – ihr zugrunde liegt eine Idee, dass sie genau so wird, wie sie wird. Meine Eingansfrage zu „Warum ist die Menschenwelt so, wie sie ist“, lautet:
      Wenn offensichtlich mit Ideen eine Welt gestaltet werden kann, warum gab man nicht die Ideen dazu, wie Menschen vernünftig miteinander leben?

      Auch die Ordnung dieser Welt ist sehr komplex. Eine Steuerung sorgt z.B. für ein Gleichgewicht der Kräfte, für Informationsaustausch, für nötige stoffliche Umwandlungen und das nützliche Zusammenwirken verschiedener kleinerer Systeme in größeren System – die alle zusammen das Wesen unserer Welt gestalten und funktionierend erhalten.
      Daraus schlußfolgere ich, dass das Wesen von Ordnung in der gesamten Schöpfung wirkt – ausnahmslos.
      Fazit: Wenn es die Idee für die Ordnung eines Miteinanders von Menschen geben würde, WÄRE sie in der Gesamt-Ordnung vorhanden.
      Schlussfolgerung: Innerhalb einer festgefügten Ordnung wird im Miteinander der Menschen eine Neue Ordnung gesucht, entwickelt.

      Warum braucht es überhaupt diese Neue Ordnung? Geht es um Verschiedenheiten von Wesen, die erst im Miteinander auftreten?

      Warum regelt man die Verschiedenheit nicht durch eine räumliche Trennung?
      Das ist selbst auf unserem Planeten nachhaltig kaum* möglich, und schauen wir in den „Himmel“, scheint dies unmöglich.
      * Geist ist sehr erfinderisch.

      Menschen haben es mit lebensfeindlichen, genauer gesagt mit existenzbedrohenden Informationen zu tun. Sie werden erkennbar in ihrem Miteinander, aber Menschen müssen auch in einer Welt leben, in der ihre Existenz bedroht wird. Das Miteinander von Verschiedenheiten gefährdet deren Existenz; diese Botschaft zog ich aus meinen Beobachtungen. Andererseits ist das Zusammenwirken von Verschiedenheiten sehr fruchtbar, nützlich, beglückend.

      In meinem Erklärungsmodell gibt es eine „Zeit“ vor dem Beginn der schöpferischen Schöpfung. Irgendwoher müssen die Informationen, die unser existenzfeindliches System gestalteten, ja gekommen sein. In den Mythologien der Kulturen gibt es verschiedene Beschreibungen, und sie scheinen mir keine Hirngespinste zu sein.

      Wenn die Informationen entstanden aus einem Gegeneinander der Verschiedenheiten, und die Existenzfähigkeit beider Wesensarten durch das Miteinander bedroht war, könnte da nicht ein Zustand (relativer Statik) entstanden sein, der eine Neu-Ordnung notwendig machte?

      Warum konnte es zu einer dramatischen Existenzgefährung kommen? Gab es kein Bewusstseins-Organ, das meldete: Stop, dieses Spiel schadet uns?

      Damit sind wir im Kern meiner Vorstellung, warum unsere Existenz so gestaltet ist, wie es eben ist.
      Menschen sind mit einem ganz speziellen „Organ“ ausgestattet: Körperlichen Schmerz wahrnehmen zu können. Ohne dieses Empfinden könnten sie niemals – in dieser Welt – überlebt haben. Ein ähnliches „Organ“ ist auf der emotionalen Ebene tätig. Es reaiert z.B. mit Angst, wenn Gefahr droht. Dasselbe erleben wir im geistigen Bereich durch, ich nenne sie hier mal Intuition, ein Warnsignal, das meldet: Der will uns betrügen.

      Das System Mensch ist also dazu angelegt, Gefahren wahrnehmbar zu machen und sie zu interpretieren.
      So wie Schmerzen im Körper Unordnung/Störung signalisieren, meldet uns das emotionale Empfinden Leid nichts anders: Einen Feind*, der unsere Existenz bedroht.
      * der kann im Außen sein, aber auch im Inneren.

      Sehen wir die Schöpfung als eine Unternehmung an, die aus der Gefährlichkeit eines Miteinanders ein nützliches, beglückendes und bereicherndes Miteinader entwickelt. Dafür, so scheint es mir, ist kein Preis zu hoch.

      War wieder sehr lang, hätte noch länger werden können – lohnt sich, das Thema zu vertiefen.

      Wolfgang

      • März 1, 2012 um 1:25 pm

        Da bleibt dann die Frage, warum so viele Menschen die Gefahr in unserer Welt heute nicht erkennen und sie abschaffen, da es ja ganz offensichtlich um die Existenz unserer Erde mit allen seinen Bewohnern schlechthin geht?

        Warum lassen sich dann die Menschen wie Lemminge in den Abgrund stürzen?
        Das erschließt sich mir nicht.

  17. März 1, 2012 um 1:41 pm

    Solveigh, ich kann hier wiederum nur aus meiner Systemsicht antworten:

    Wenn das „vorzeitliche Chaos“ informativ gespeichert ist, und über die traumtische Funktion in unser System eingespeist wird – restimulieren sich die damaligen Szenen, werden hier als Probleme erlebbar, fühlbar und lösbar.

    Die Menschen WERDEN getrieben von diesen Informationen.

    Wir sind ja auf dem Wege, aus dem (vorzeitlichen) Total-Chaos ein Bewusstsein schaffen, das diese Gefahren – in einer anderen Welt(?) – gar nicht erst wird entstehen lassen.

    Ich versuche seit 25 Jahren auch nur, zu verstehen, was zu verstehen sein MUSS. Für das, was wir erleben, gibt es eine Erklärung – und sind wir hier gemeinsam nicht auf einem guten Wege, das Unerklärliche zu enträtseln, um aus Ohnmacht mit Bewusstsein Macht zu generieren?

    Übrigens sehe ich nicht die Existenz von Mensch und Erde im Vordergrund der Entwicklung, sondern die Schaffung von Bewusstsein.
    Stell Dir vor man würde, nach Abschluss der Entwicklung, eine Neue Erde schaffen – man weiß ja, wie das geht – und dort würden die verschiedenartigen Menschen-Wesen mit dem Neuen Bewusstsein friedlich miteinander leben können. Ich halte das für nicht ganz abwegig.

    Gerade sehe ich das Bild vor mir:
    Ich erschaffe etwas, beobachte das Funktionieren – funktioniert nicht, ich suche den Fehler, finde ihn und schaffe etwas Neues, das funktioniert.

    Wolfgang

    Kleiner Nachtrag:
    Nick beschrieb gestern sehr schön über das Wesen von interaktiver Entwicklung einer Beziehung.

    • März 1, 2012 um 4:51 pm

      Ja, das macht Sinn.

      Dann muss ich auch aufhören, im „kleinen“ Rahmen „Erde“ zu denken…, dabei entwickeln wir eben gerade unser globales Bewusstsein, und dabei ist auch das schon überholt…
      Ja, ich muss gar aufhören, in „Materie“ zu denken…., macht eh‘ nur einen verschwindend kleinen Anteil am Gesamtuniversum aus…

      Aber ist das erstrebenswert? Es ist so schön hier! Warum sollte das vergehen und warum sollte ich das nicht weiterhin erleben dürfen (in welchen Körper immer)?

      Du tröstet mich dann ja auch wieder:

      Stell Dir vor man würde, nach Abschluss der Entwicklung, eine Neue Erde schaffen – man weiß ja, wie das geht – und dort würden die verschiedenartigen Menschen-Wesen mit dem Neuen Bewusstsein friedlich miteinander leben können.

      Ja, ja, ich weiß, die Angst, das Festhalten an Gewohntem…. Ich verstehe schon, aber manchmal ist es schwer, es zu tun… Sie ist doch so schön – unsere Erde – unser Leben… das müssen wir doch nun nicht wirklich wegwerfen… Wär‘ es nicht wesentlich besser, hier auf unserer guten alten Erde, unserer Heimat

      mit dem Neuen Bewusstsein friedlich miteinander [zu] leben?

      Dabei fällt mir spontan Herrmann Hesse ein, der uns lehrt:

      Und dann fällt mir auch Maxim Gorki ein, der sagte: „Ein Mensch – wie stolz das klingt!“

      • federleichtes
        März 2, 2012 um 8:36 pm

        Solveigh/Martin
        Euren Dialog lese ich jetzt erst.
        Auf heißer Spur.

        Zu den Admininstrator-Rechten – ich schrieb dazu unter Bewusstsein.
        Es gibt natürliche Informations-Kontrollen.
        Die traumatische Funktion sorgt dafür, dass nur solche lebensfeindlichen Informationen bekannt werden, die dem Bewusstsein entsprechen, bzw. vom Bewusstsein zu einem erweiterten Bewusstsein verarbeitet werden können.
        Leben-erklärende Informationen fallen einfach durch ein Wahrnehmungssystem hindurch – weil es keine Anknüpfungspunkte gibt, die Plausibilität erschaffen.

        Schauen wir auf die Wissenschaft. Ich fragte mich damals, WIE Erfinder (z.B. Teslar oder Einstein) zu ihren „Ideen“ kamen. Waren das wirklich IHRE Entdeckungen? Oder wurde Geist/Information verfügbar gemacht, um bestimmte Entwicklungen (Richtung Chaos) zu beginnen?
        Von meiner Entwicklung sage ich ganz klar: Es KAMEN Informationen. Auch mein „Weg“ war determiniert; ich hätte mir das Werden nicht ausdenken können – und ich meine, das KANN ein Mensch auch nicht.

        Entwicklung ist von einer Höheren Intelligenz geplant, und das ist mehr als nur mein Gefühl, mein Glaube oder mein Wünschen. Wenn wir in die Natur schauen, wird das deutlicher.

        Gleich geht’S weiter mit Mutter Erde.

        Wolfgang

  18. federleichtes
    März 2, 2012 um 9:00 pm

    Manfred:

    Geist und Herz sind zwei Flügel EINES Vogels.
    Dann kann er fliegen … in offener Weite.

    Wenn nur ein Flügel funktionsfähig ist => Bedürftigkeit.

    Ja, besser kann man es nicht ausdrücken, wie ein VOLLSTÄNDIGES Wesen funktioniert.
    Dafür gibt’s auch gleich ein Leckerchen – Foto: Susanne.
    Der weise Rabe spricht:
    Die Flügel eines Vogels sind nicht verschieden farbig.

    Vielen Dank Dir!

    Susanne und Wolfgang

    • Dr. Manfred Voss
      März 2, 2012 um 9:15 pm

      🙂

      Lieben Gruß

      Manfred

  19. März 2, 2012 um 9:50 pm

    Man nehme das Symbol für die Goldene Zahl Phi und legt es auf die Seite. Alpha und Omega stellen zwei elastische Trichter dar, die miteinander verbunden sind. Alpha steht für die Unordnung, für die Freie Energie, das Meer der Möglichkeiten, Omega für die Ordnung, das Bewusstsein. Strömt nun die Unordnung in den Alpha-Trichter, ohne dass Ordnung in den Omega-Trichter strömt, so passiert im Grunde Nichts. Beginnt aber Ordnung zu fließen, bläht sich der elastische Verbund auf. Umso mehr, je stärker der Input auf beiden Seiten und je ausgewogener. Umso schneller, je aktiver und entsprechend reaktiver von beiden Seiten ans Werk gegangen wird. Es gleicht dem Aufblasen eines Ballons, nur wird er in diesem Beispiel von zwei Teilnehmern zugleich aufgeblasen. Das Aufblähen des Ballons ist unser Universum. Nun gilt es das Universum maximal aufzudehnen, ohne das es platzt. Die beiden Teilnehmer müssen dazu eine Strategie entwickeln, wie sie ohne gesprochene Worte, einen gemeinsamen Konsens finden. Es ist ein Vorgang, der Zeit benötigt, und der immer mehr Aktionen und Reaktionen benötigt, je weiter der kosmische Ballon aufgeblasen wird. Hinzu kommt, dass beide Teilnehmer nur einmal maximal einatmen dürfen, bevor sie ihren Trichter am Mund ansetzen, und das der Ballon exakt dieses Volumen beider Lungen aufzunehmen imstande ist. Beide Lungenvolumina sind gleich groß. Zu Beginn der Expansion fällt die Aufgabe noch leicht, doch recht bald wird es interessant, denn der Sauerstoff der Atemluft ist die aktive Ordnung, das Kohlendioxid dagegen die reaktive Unordnung. Je mehr das Universum expandiert, desto weniger aktive Ordnung und desto mehr reaktive Unordnung findet sich darin wieder, desto mehr Eile ist irgendwann geboten, um die maximale Expansion zu erreichen. Das wird aber immer schwerer, je weniger Sauerstoff vorhanden ist. Die wortlose Kommunikation wird immer hektischer, Missverständnisse nehmen zu. Auffallend wird sein, dass nach der anfänglichen problemlosen Aufblähzeit ein Wechselspiel einsetzt. Ein Teilnehmer wird kurz pausieren, oder aber etwas Luft in die eigenen Lungen zurücklassen. Fortschritt und Rückschritt. Anpassungen, Beschleunigungen, kleine Korrekturen … und immerzu nimmt die reaktive Unordnung zu. Die Zeit drängt, der Sauerstoff wird knapp. Wie in der Realität.
    Und nun stelle man sich vor, dass jedes verkörperte Bewusstsein an diesem Experiment teilnimmt, unter den gleichen Vorgaben … und schon sind wir mittendrin in der Realisierung des Universums. Und das ist erst die Phase der Expansion.

    Die besondere Rolle der menschgewordenen Bewusstseine wird am Beispiel des Luftballons deutlich. Ohne Menschen, keine Expansion, schließlich zeugt einzig der Mensch von Gier, dem Streben nach eigenen Vorteilen, sowie der Anhäufung materieller Güter.
    Je mehr Menschen die Bühne des Lebens bevölkern, desto rasanter geht es mit der Interpretation der Expansion voran, desto logischer kann der Fluss der Realität aufrechterhalten werden. Je mehr Menschen versuchen den Ballon des Universums bis zum Maximum aufzublähen, desto mehr werden versuchen Luft aus dem Ballon für die eigene Lunge zu nutzen, sich in der Masse geschützt vor Entdeckung glaubend, doch jeder Zug, den sie aus dem Ballon entnehmen, wird mehr und mehr Kohlendioxid ( reaktive Unordnung ) und immer weniger Sauerstoff ( aktive Ordnung ) in die eigene Lunge befördern. Es kommt zum Verlangen nach mehr Luft. Gier. Der energetische Motor der Expansion.
    Es wäre allemal besser, wenn mit der eigenen Luft sparsamer umgegangen würde. Im Miteinander, in der Kooperation zum Wohle aller Beteiligten, bräuchte jeder immerzu nur wenig eigene Luft beisteuern, so dass gar kein Verlangen nach einm tiefen Atemzug aus dem Ballon entstehen würde. Hinzukommt, dass in der Gemeinschaft das Ziel der maximalen Aufblähung weitaus schneller erreicht werden würde und das Verlangen nach Luft gar nicht entstehen kann, da der Luftvorrat jedes Einzelnen ausreichen würde, um entspannt das gemeinsame Ziel zu erreichen.
    Je mehr Unordnung im Spiel ist und auf selbigem steht, desto mehr Zeit muss investiert werden, um die entsprechende Ordnung zu realisieren. Das aktuelle Alter des Universums wird auf unfassbare 14 Milliarden Jahre geschätzt. So viel Unordnung konnte das Bewusstsein allen Lebens demnach mit Ordnung versehen, in Form von wahrnehmbaren Bildern. Das ist die Realität.

    Wolfgang schrieb:
    “Schauen wir auf die Wissenschaft. Ich fragte mich damals, WIE Erfinder (z.B. Teslar oder Einstein) zu ihren “Ideen” kamen. Waren das wirklich IHRE Entdeckungen? Oder wurde Geist/Information verfügbar gemacht, um bestimmte Entwicklungen (Richtung Chaos) zu beginnen?“

    Jede Möglichkeit ist im Meer der Möglichkeiten vorhanden. Um es real werden zu lassen, sei es als Idee, als Eingebung, als Taum oder Skizze, braucht es das passende Frequenzsprektrum eines verkörperten Bewusstseins, um wahrzunehmen, was möglich ist. Jede Idee ist nie eine eigene Idee, denn sie ist immerzu da, einzig die Wahrnehmungsmöglichkeiten sind jedem verkörperten Bewusstsein zueigen. Jede Idee sucht … und findet … ihren Platz in der Realität … zu gegebener Zeit …

    Gruß Guido

  20. federleichtes
    März 2, 2012 um 10:00 pm

    Danke, Dein Gruß kam hier bereits an, bevor ich ihn las.

    Solveigh spricht ein sehr wichtiges Thema an, und ich freue mich besonders, hier über das Thema „Mutter Erde“ sprechen zu können.

    Voran ein persönliches Wort.
    Solveigh: Ja, ich muss gar aufhören, in “Materie” zu denken…., macht eh’ nur einen verschwindend kleinen Anteil am Gesamtuniversum aus…

    Ich glaube, Deine Gefühle für die „Erde“ sind etwas sehr, sehr Wertvolles.
    Unschön sind die Emotionen, die die Bilder der misshandelten Natur in uns erzeugen. Wir waren heute knapp drei Stunden unterwegs und mussten immer wieder an den Sünden der Landschafts“schutz“behörde vorbei. Auch eine Nilgans, die am Hals !!! sehr !!! eng beringt war, ließ uns Wut, Trauer und Aggressionen spüren. Wir können nichts gegen die Misshandlungen der Natur machen, das ist Fakt. Würde ich eine Anzeige erstatten, liefe der zerstörerische Plan ungestört weiter.

    Reden wir mal.
    Es gibt die Vorstellung, Mutter Erde sei Gaia, ein Wesen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gaia-Hypothese
    Die beiden Menschen, die das FÜHLTEN, erkannten etwas, dessen ich mir sicher bin: Dieser Planet Erde hat über die materielle Sicht hinaus ein Wesen, ein lebendiges Wesen. Dieses Wesen fühlt und leidet, wie Menschen, die mit diesem Wesen fühlen können und leiden müssen.

    Müssen? Das ist die Frage.
    Ich glaube, wenn ein Wesen eine Aufgabe übernimmt, tut es dies mit einer freien Entscheidung. Alle Wesen, Du und ich, tragen Leid nach besten Kräften – und versuchen dabei, glücklich zu sein. Das verbindet uns mit der Erde, unser Wesen. Und so wie Mutter Erde Leid fühlt, fühlt es auch die Liebe der Menschen, die beschützend und heilend tätig werden, die danklbar sind, die ihre Liebe auch dem Wesen der Erde geben.

    Ist es nicht so, dass das Wesen der Erde sich dafür opfert, dass Menschen hier lernen können? Dass Menschen Gesetze reflektieren und wachsen können, brauchte es dieses Opfers. Und wenn das Wesen es aus Liebe tat, sollten wir unsere Trauer wandeln in Dankbarkeit und diese Liebe erwidern. Mag das ein weiterer Lernprozess sein, den uns das Erdewesen anbietet: Aus Emotionen Gefühle zu machen.

    Das Wesen der Erde möge uns wieder als Heimat dienen, für Menschen mit einem Neuen Bewusstsein, das wünsche ich mir von Herzen.

    Allen einen guten Abend.

    Wolfgang

    • März 2, 2012 um 11:54 pm

      … ja, mit erweitertem Bewusstsein, sprich einem passenderem Weltbild.

      Wolfgang,

      Du hattest angenommen, dass Jene, die gierig trotz Habens immer noch mehr davon ansammeln wollen, dies aus Angst tun, bald nicht mehr versorgt zu sein.

      Ich bin mir sicher, dass ein großer Teil von Ihnen das aus Gewohnheit bzw. anerzogenem Handeln tun. Irgendein Vorfahre mag das Problem mal gehabt haben. Anschließend sind die Kinder genauso indoktriniert worden, wie es mit allen anderen Kindern auch gemacht wird. Nur dass ihr Weltbild das des mit Recht Herrschenden ist, weil der Rest es entweder nicht verdient, oder es so haben will, weil sie Jemanden brauchen zu meinen, der sie an der Hand führt.

      Ein gutes Nächtle

      • federleichtes
        März 3, 2012 um 12:26 am

        Dagegen spricht, Martin, dass nicht alle Kinder einer Familie gleichermaßen „geartet“ sind.
        Dagegen spricht, dass Kinder im Sinne der Gier/Angst erzogen werden und im Laufe ihres Werdens authentisch – ihrem wahren Wesen entsprechend – Handeln lernen. So wie es anders herum auch läuft: Kinder werden sozial erzogen und entwickeln sich dann zum Tyrannen.

        Das Ur-Problem kann nur – so erkläre ich mir das Prinzip der Entwicklung – im Wesen selbst liegen.
        Die Störung (A-Gier und B-Angst) bringt das Wesen mit in den Körper, und der lebt in einer materiellen Welt, in der sich diese beiden Wesens-Probleme refketieren und darstellen lassen – ja, müssen.

        Am Anfang war das Wesen
        Dann kam die Störung
        Dann kamen Welt und Leben,
        um eine Grundlage für Existenz (Bewusstsein) zu schaffen, in der Störung ausgeschlossen ist.

        Ja, Martin, Weltbild, was aber genauer bedeutet: Ein Bild des Ich UND des Anderen.

        Ja, so alt werde ich heute auch nicht mehr. Die Frühlingsluft fordert Opfer.

        (Ich hoffe, die neue Eingangseite für „Unsere Welt, andere Welt“ gefällt Dir.)

        Wolfgang

    • Dr. Manfred Voss
      März 3, 2012 um 1:44 am

      „Es gibt die Vorstellung, Mutter Erde sei Gaia, ein Wesen.“

      Ich meine, das ist mehr als nur eine Vorstellung, zumindest klingt dieses Wort etwas flach in meinem Ohr – das ist uraltes Wissen, aktuell auch in wissenschaftlicher Formulierung mittels Systemtheorie wieder neu verankert und etabliert …

      Übrigens ist ein großer Anfangsteil des schon mal erwähnten Buches „Die Erwachende Erde“ von Peter Russell diesem Thema gewidmet.

      „Und wenn das Wesen es aus Liebe tat, sollten wir unsere Trauer wandeln in Dankbarkeit und diese Liebe erwidern. Mag das ein weiterer Lernprozess sein, den uns das Erdewesen anbietet“

      Ja, das seh ich auch so: Das „Lebewesen Erde“ (eingebettet ins ebenfalls lebendige Universum) bietet eine Lebensplattform für den Menschen – ein liebevoller, offener Raum für den Menschen, sich in seiner vielfältigen Verschiedenheit zu entwickeln durch alle seine „Fehler“ hindurch … hin zu einer neuartigen Kohärenz als vervollständigtes, „runderes“ Gesamtlebewesen, in einem dynamischen Gesamtgleichgewicht. Auch wenn’s zwischendurch weh tut.

      Gruß
      Manfred

      • federleichtes
        März 3, 2012 um 1:54 am

        Ich WUSSTE; dass Du schreibst. Danke!

        Meine Formulierung war absichtlich „flach“ gewählt – um Raum zu geben für eigenes Hinfühlen.

        Ja, es tut weh.
        Wir gut, dass wir, im Gegensatz zu „Engeln“, Schmerzen fühlen KÖNNEN.

        Wolfgang

  1. Februar 26, 2012 um 3:20 pm

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