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Sollten wir die Goldene Regel besser erneuern in “Strebe nach deinem Glück und teile es”?

Glück ist wie ein Schmetterling.

Nana Mouskouri singt ein schönes Lied, aber was verstand sie von Glück und Schmetterlingen?

Beginnen wir mit dem „Glück“. Ein Sechser im Lotto – Glück gehabt? Die Folge des Geldsegens muss nicht mal anhaltende Freude bedeuten. Und wie verhält es sich mit dem Glück in der Liebe? Wenn sich mit Liebe Glücklichsein verbindet, scheint beides in der Gesellschaft nicht weit verbreitet zu sein.

Glück, das glaube ich, gönnt man den mit Erbsünde beladenen Menschen nicht – und führt sie statt dessen in Versuchung. Das bestätigt in gewisser Weise das Postulat der Erbsünde.

Schmetterlinge sind einfach nur wunderbar, und es fällt mir zugegebenermaßen nicht leicht, sie in die Ordnung der Tiere zu stecken. Jedenfalls entwickeln sie sich über ein befruchtetes Ei zu einer Raupe, die sich verpuppt und sich zu einem Schmetterling transformiert. Ist er geschlüpft, beginnt er ein friedvolles Dasein, flattert von Blüte zu Blüte und muss sich nur seiner so genannter Fressfeinde erwehren, und ist dann bestrebt, die Generationenfolge aufrecht zu erhalten.

Glück ist wie ein Schmetterling. Es entpuppt sich, wenn die Bedingungen stimmen. Versuchen wir gemeinsam, nach diesen Bedingungen zu suchen, um das Geheimnis des Glücks zu lüften und uns und die Welt mit vermehrtem Glück reicher zu machen.

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  1. März 14, 2012 um 11:10 pm

    Ja, diese positive Formulierung einer Goldenen Regel ist mir sehr viel sympathischer als den Verbotsfall mit „Schade nicht“.

    Das ist wie mit dem Nicht-denken-sollen an den Elefanten. Man tut es dann doch. Und wie wir sehen, schaden wir Muttererde und uns selbst derzeit ohne dass es zu enden scheint.

    Goethe war es auch, der sagte, dass ein Mensch so wird, wie man ihn sehen will. Wenn ich einem Schutzbefohlenen ständig vorhalte, dass er eine Niete ist, darf ich mich nicht wundern, wenn er so bleibt oder gar noch besser darin wird. Und wenn ich davon ausgehe, dass er sein Ding schon machen wird, dann passiert es auch so.

    Daher finde ich Deinen Aufruf, unser Glück zu teilen doppelt gut, denn erinnert mich zudem noch an diese Tatsachen:

    Liebe ist das Einzige, dass sich verdoppelt, wenn man es teilt

  2. März 14, 2012 um 11:59 pm

    Danke Martin , Danke Wolfgang, dafür, dass ihr wieder einmal mehr einen Schlüssel weitergereicht habt, der folgende Tür öffnete:

    Was ist Glück ?
    Es ist das Bewusstwerden, dass jegliche Unordnung durch Ordnung aufgelöst werden kann, und dass dieses Bewusstsein mit anderen geteilt werden kann.

    Glück, erst einmal als solches wahrgenommen, besteht, solange sein Licht, in der Umarmung der daraus hervorgeheneden Ordnung, in der Lage ist, den sich ständig nähernden Schatten der Unordnung zu widerstehen.

    Das Glück wird umso größer, je mehr dieser Schatten in die Umarmung miteinbezogen werden können, ohne dass die Helligkeit des Lichts darunter leidet. Nimmt das Licht noch zu entsteht Liebe.

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

  3. März 15, 2012 um 12:30 am

    Gerade konnte ich mich mit einem Beitrag noch bremsen, saß hier und dachte (?): Wir sind hier eine echte Gemeinschaft, welche in wunderbares Gefühl.

    Nun ja, Guido, wie nicht anders zu erwarten, gibst Du sofort ordentlich Gas:

    „Glück, erst einmal als solches wahrgenommen, besteht, solange sein Licht in der Umarmung der daraus hervorgeheneden Ordnung in der Lage ist den sich ständig nähernden Schatten der Unordnung zu widerstehen.“

    Das ist, wie Heinz Erhard zu sagen pflegte, eines der Hüpfenden Kommata: Der Unordnung, dem Chaos zu widerstehen. Das Bewusstsein über eine Verbindung, die NICHT und NIEMALS zu trennen ist, kann schon für das Glück sorgen, das eigentlich aus der Verbindung selbst fließen sollte.

    Was mein Gefühl für diese Gemeinschaft betrifft, gestehe ich gerne, mit einigen Problemen konfrontiert worden zu sein – mit MEINEN Problemen. Aber ich konnte das durchstehen, und auch das macht mich glücklich.

    Euch von uns liebe Grüße.

    Susanne und Wolfgang

  4. März 15, 2012 um 3:59 am

    Ist Geldregen gleich Geldsegen ? Ist Regen immer ein Segen ? Was ist scheinbares Glück und was wirkliches Glück. Materie ist scheinbar. Kann Materie somit wirkliches Glück hervorbringen ?

    http://www.gold-dna.de/update5.html#up96

    Gruß Guido

  5. März 15, 2012 um 8:41 am

    Am Samstag, den 11. Dezember 2010 versammelten sich in Thailand über 1 Million Kinder am Dhammakaya Temple um für eine neue schöne Welt zu meditieren. Hier die ergreifenden Bilder dazu:

    Und noch der sinngemäße Text:

    Lasst uns zusammenkommen um die neue Zeit zu eröffnen und die Unterschiede und Konflikte zu entfernen (überwinden). Es ist an der Zeit, dass jeder einander Hand in Hand begegnet. Schließlich ist die Welt nun jenseits der Grenze zur Heilung. Es ist Zeit diese Welt zu verändern aus der Sicht des EINEN, welcher die Vergangenheit kennt.
    In dieser Zeit werden wir sehen (erkennen), noch bevor wir aus dieser Welt entschwinden, wird jeder sich Hand in Hand dem anschließen müssen, um diese Welt zu ändern, von der Dunkelheit in die Strahlkraft, vom Leiden zur Glückseligkeit, von der Ignoranz (Gottesferne) zur Erkenntnis (Verbunden mit ALLEM was IST).
    Ändere (transformiere) diese Welt/Erde. Es ist unsere Aufgabe (Wir müssen es tun – we have to do it) auf einfache Weise – und entspann dich. Sei glücklich und glückselig wie ein unschuldiges Kind, jeder ist aufgerufen, nun Hand in Hand sich dem anzuschließen.
    Schließe sanft deine Augen und entspanne – entspanne.
    Hab deinen Verstand nach innen gekehrt und schaue dort.
    Aus der gleichen Position wie der EINE, der die Vergangenheit kennt.
    Verändere die Welt von der Ära der Dunkelheit in die Ära/Zeit des Lichtes (Goldenes Zeitalter).
    Von der alten Ära zur neuen Ära wird diese Welt wie das Himmelreich auf Erden sein.
    Keine Klassengesellschaften mehr – jeder wird glücklich sein (egal welcher Herkunft, Religion, usw.)
    Wir sprechen dieselbe göttliche Sprache.
    Wir verschmelzen mit dem Lächeln der Liebe – wir werden freundlich sein, die Welt wird sich (dadurch) wandeln.
    Die Welt wird sich verändern. Lasst uns zusammenkommen, um diese Welt zu verändern!
    Lasst uns zusammenkommen, um diese Welt zu verändern
    Lasst uns zusammenkommen, um diese Welt zu verändern
    Lasst und diese Welt verändern . . . .
    Wir sollten es in der einfachen Art und Weise tun und uns entspannen, sei dabei wie ein glückseliges unschuldiges Kind – jeder soll sich dem anschließen.
    Schließe sanft deine Augen und entspanne – entspanne.
    Hab deinen Verstand nach innen gekehrt und schaue dort.
    Aus der gleichen Position wie der EINE, der die Vergangenheit kennt.

  6. März 16, 2012 um 9:48 am

    Hallo
    das „schade niemanden“ sollte wirklich ersetzt werden in „suche glück und teile es“
    sehr schön ist“ der die das eine der das vergangene kennt“.
    das weltbild ist so schön.
    in der westlichen welt ist es immer der eine der die zukunft kennt.
    darum aber geht es gar nicht,sic!!.

    ps .es gibt einen schönen film, das geteilte glück oder ähnlich sehr schön.

  7. März 17, 2012 um 11:12 pm

    Wolfgang, wir haben ein Problem. Nein, vermutlich habe ich es erst einmal.

    Auch diese Regel mit dem Glück greift nicht richtig. Denn was ist Glück? Auch dieses ist nur subjektiv, wie alles Andere, was wir aus unserer eigenen Erfahrungsperspektive als zuträglich empfinden.
    Denn wie wir unschwer bemerken können, gibt es Menschen, die glücklich während der von ihnen durchgeführten Vergewaltung sind, bis hin zum Töten eines anderen Menschen. Und wie immer gibt es hier allerlei Schattierung. Ich erinner mich an ein kleines Kind, das in die Hände klatschte, wenn es wieder eine Ameise zertreten hatte.

    Ich hatte versucht, an die Regel „galaktisch“ ranzugehen, sprich aus der Schöpfungsperspektive, und auch das geht nach hinten los (Mist, schon wieder eine militärische Formulierung, aber erst mal drauf …). Warum? Hier die Auflösung:

    Wenn wir uns die Schöpfung bis heute anschauen, so scheint es um die Erweiterung von Bewusstsein zu gehen. Einhergehend mit dem Aufsammeln immer neuer Erkenntnisse. Siehe u.a. auch das Löcher-in-den-Bauch-fragende Kind. Wenn der Sinn (?) / der Mechanismus des Schöpfens der ist, Erkenntnisse zu gewinnen, könnte die Goldene Regel dann nicht ganz nüchtern lauten:

    Verhalte Dich so, dass die Gesamterkenntnis / das Gesamtbewusstsein gemehrt wird.

    Meine Älteste hat mir gerade dazu ein kleine Geschichte erzählt, die leider auch diese Regel als nicht ausreichend darstellt:

    Ein Experimentator lässt jeweils zwei Gefangene kommen. Der Eine wird auf einem Stuhl gefesselt. Der Andere erhält ein Pistole. Ihm wird gesagt, dass er ab einem Signal 60 Sekunden Zeit hat. Wenn er bis dahin den Gefesselten nicht erschossen hat, wird er von einer automatischen Waffen in der Wand selbst erschossen. Der Expermentator will die Erkenntnis gewinnen, ob es selbstlose Menschen gibt, die lieber selbst sterben, als Andere zu töten.

    Ich befürchte fast, dass wir uns im Kreis drehen werden und womöglich gar keine wirklich Goldene Regel, die für alle Menschen passen wird, finden werden können. Zumindest keine, die auf uns als Individuum, die wir alle verschieden sind, passen wird. Vorstellbar wäre vielleicht:

    Verhalte Dich so, dass die Schöpfung nicht zerstört wird.

    Aber in Anbetracht von 14 Milliarden Jahren, einem unendlich scheinenden Universum, und einer menschlichen Bewusstseinsspanne von nur wenigen Jahren scheint mir das eine uns stark überfordernde Regel zu sein.

    Und da wäre dann eher wieder die pragmatische Regel:

    Kümmer Dich darum, dass Dein kleines Weltall, in dem sich Deine nächsten Menschen (soziales Umfeld) umeinander bewegen, sich lebenswert anfühlt.

    Wie geht es weiter?

    Und ein passendes Video über die Größe des Universums, das aber in uns steckt.

    • Dr. Manfred Voss
      März 17, 2012 um 11:59 pm

      Ich habe ähnliche „Probleme“ auch … aber bisher nur halbfertige Fragen/Antworten – muss noch reifen.

      LG Manfred

      (Übrigens: „Problem“ kommt von altgriech. „ta problema“ = „das, was vor mich hingeworfen ist, was vor mir liegt“ – also ursprünglich ganz neutral.)

      • März 18, 2012 um 12:08 am

        Das macht wieder klar, wie wichtig Sprache für die Bildung von Erkenntnis ist. Und wie damit unser Gehirn auch im Denken verdreht werden kann, wenn es mit unzuträglichen Begriffen verseucht wird.

        • Dr. Manfred Voss
          März 29, 2012 um 10:06 pm

          Sprache ist sowohl Grundlage als auch Ausdruck des Denkens, in enger Wechselwirkung mit dem eigenen Handeln – das hat ja auch schon George Orwell in „1984“ brilliant beschrieben. Wenn bestimmte Konzepte gar nicht oder nicht mehr präzise gedacht werden können (z.B. aufgrund sprachlicher Verarmung und Schluderei, oder auch manipulativer Rhetorik), dann werden sowohl Kommunikation als auch das Handeln verarmen bzw. fehlgeleitet …

          Ergänzend:

          Sprache aus verschiedenen Ebenen betrachtet – Alexander Wagandt im Gespräch mit Jo Conrad auf Bewusst.tv
          (http://www.youtube.com/watch?v=itYUkS4wZrc)

          LG Manfred

    • März 18, 2012 um 10:25 am

      Macht eine Goldene Regel in der Expansion überhaupt Sinn. Gäbe es sie und könnte sie verbreitet werden, dann wäre es um den Zenit der Unordnung geschehen. Soll heißen: Wir kämen nicht am Punkt an, der eine Optimierung ermöglichen würde, denn die Unordnung MUSS den Höhepunkt erreichen. Das kann nur gelingen, wenn der Grund für Optimierung erreicht wird, wenn die Dunkle Seite der Unordnungsmacht soweit realisiert wurde, dass dem Bewusstsein des Lebens bewusst wird: bis hierhin und nicht weiter. Die Expansion wird ja erst durch unterschiedliche, individuelle Ansichten und Weltbilder samt Empfindungen möglich … und muss erst maximal ausgelebt werden.

      Wie Wolfgang schreibt ist Freude nicht gleich Glück. Kann Töten Glücksgefühle hervorrufen, wenn Glück darin besteht, selbiges mit dem zu teilen, durch den man das Glück empfindet ? Wie soll der Getötete das Glück empfinden, welches der Tötende verspürt ? Somit bleibt Glück unbefleckt, denn der Tötende empfindet allemal Freude, als Reaktion seiner Aktionen. Das Gefühl Glück kann er nicht empfinden, da die Aktion des Teilens nicht gegeben ist.

      Hat sich das Bewusstsein im Laufe des Universums erweitert ? Nein, es hat sich aufgezweigt, ausgehend von der Kohärenz hat es sich seitdem in immer mehr Einzelbewusstseine aufgeteilt. Und die 14 Milliarden Jahre entspringen den Interpretationen von uns Menschen, denn unsere Bewusstseine haben aufgrund der zur Verfügung stehenden Unordnung überhaupt erst das Bild eines 14 Milliarden alten Universums realisieren können … und das erst in den wenigen Jahren des Menschseins. Zeit ist relativ zur Unordnung, sie ist ein Werkzeug menschlicher Bewusstseine für das Ordnen energetischer Zustände.

      Somit läuft alles nach Plan … ohne Regeln, abgesehen von der, dass auf jede Aktion eine Reaktion erfolgen muss … und sei es eine, die weitere Unordnung hervorruft, was, wie erwähnt, nichts mit Glück zu tun hat, sondern nur mit einseitiger Freude eines Einzelnen.

      Gruß Guido

      • federleichtes
        März 18, 2012 um 3:41 pm

        Die Frage, lieber Guido, stellt sich mir so:
        Warum suchen Menschen geradezu triebhaft nach Regeln und Gesetzen?
        Welcher „Goldenen Regel“ folgt die Expansion (des Chaos)?

        Tatsache scheint zu sein, dass trotz aller künstlichen Vorstellungen von Moral und Gewissen sich die Chaosspirale immer schneller dreht und sich anspruchsvoll höher schraubt.

        Ich sehe auf der Bewusstseinsebene nicht nur eine Verzweigung, sondern ein Bündelung verschiedener Existenzaspekte, die – man staune – mit ziemlicher Sicherheit auf einen Punkt weisen.

        Nun debattieren wir über die Empathie von Tieren. Du schreibst von Deiner grünen Suppe, ich möchte schreiben von „meinem“ kranken Rotkehlchen, das trotz verbogenen Schnabels versuchte zu singen. Andere könnten sicher auch etwas PERSÖNLICHES berichten, was in IHNEN vorgeht.

        Was Anderes sollte die Konfrontation mit immer mehr Wahnsinn bewirken, als die Besinnung auf sich selber.
        Wo entsteht die „Goldene Regel“, wenn nicht im Menschen selber?
        Aber nicht, indem wir Bilder sehen und schimpfend mit dem Finger darauf weisen – sondern die Bilder als einen Finger FÜHLEN, der auf uns weist und fragt: Na, wie sieht’s bei dir aus? Heute schon vor dir selbst geflüchtet?“

        Das gewaltige Universum befreit uns keinesfalls vor der (Rück-)Besinnung auf uns selber, wie geregelt oder authentisch man selber funktioniert.

        Gäbe es eine „Goldene Regel“, wir brauchten das Leben nicht – es ist nur die Krücke auf dem Weg, sie zu entwickeln.
        Ja, wir können vor der Expansion nicht davon laufen, aber wir sollten sie nutzen, nach unserem eigenen „Wahn“ zu suchen. Glück zu spüren ist ein ganz guter Indikator, wie weit man es mit der Suche gebracht hat. Mag diese Suche angeleitet sein von der Frage: Was ist das Beste, was ich leisten kann?
        Mit Deiner grünen Suppe bist Du jedenfalls, nach meinem Empfinden, ganz weit vorne. Daran wird sich Chaos messen müssen.

        Euch einen guten Sonntag.

        Wolfgang

      • Dr. Manfred Voss
        März 26, 2012 um 3:13 pm

        Ein Versuch kurzer Antworten auf Fragen von Guido und Wolfgang:

        – „Macht eine Goldene Regel in der Expansion überhaupt Sinn.“

        Ich meine ja – als Vision, als Richtschnur beschleunigt es die Wirkung der „Entelechie“, d.h. der inneren Zielsetzung des Gesamtsystems in Richtung auf die nächsthöhere und „energetisch bessere“ Ordnungsebene, die wie ein Magnet aus der Zukunft zu wirken scheint.

        – „Hat sich das Bewusstsein im Laufe des Universums erweitert ? Nein, es hat sich aufgezweigt, ausgehend von der Kohärenz hat es sich seitdem in immer mehr Einzelbewusstseine aufgeteilt.“

        Da müsste ich jetzt ziemlich ausholen, aber ich versuchs mal ganz kurz, obwohl dann möglicherweise missverständlich:

        Das ist für mich (notwendiger) Teil der Entwicklungsspirale, wie sich „Bewusstsein“ in der Evolution seit Anbeginn entwickelt (wobei ich für die ursprünglicheren „tieferen“ Ebenen der Evolution anstelle von „Bewusstsein“ andere Worte wählen würde) – ich sehe einen sich wiederholenden Zyklus von Entwicklungsebenen, deren Komplexität immer größer wird, aber mit stets gleichartiger Grundstruktur … ein sich entwickelnder Schichtenbau, wie ich es in eher poetischer Weise in der „Tantrischen Genesis“ zu beschreiben versucht habe (https://faszinationmensch.wordpress.com/2011/12/12/steht-die-menschheit-vor-einem-bewusstseinsprung/#comment-2574).

        Kurzform: Einheit => Vielheit => Einheit auf neuer Ebene => Vielheit auf neuer Ebene => usw …:

        1. ausgehend von einer (auf einer bestimmten Ebene neu gebildeten) Einheit/Kohärenz =>
        2. Ausdifferenzierung/Expansion auf dieser neuen Lebensplattform in erneute komkurrierende Vielheit bis an den Anschlag vorhandener Ressourcen,
        3. größer werdende Unordnung erzwingt zunehmend erneute Optimierung hin zu neuen „Subeinheiten“, die sich untereinander weiter optimieren, und schließlich zu einer neuen kohärenten Lebensplattform werden …
        4. dann beginnt ein neuer Zyklus auf der „nächsthöheren“ Ebene.

        Na ja, das ist jetzt sehr grob beschrieben.

        – „Welcher „Goldenen Regel“ folgt die Expansion (des Chaos)?“

        Der gleichen Grundregel wie jedes „lebendige System“ einer „Lebensplattform“ innerhalb eines gegebenen Milieus anderer Lebensformen im Rahmen dieser Lebensplattform: sich selbst zu optimieren, d.h. sich selbst zu stabilisieren in einer energetisch verträglichen dynamischen Balance und dabei auszubreiten. Im Laufe der Entwicklung verändert sich allerdings auch die jeweilige inhärente Bewertungsskala abhängig vom jeweiligen expandierenden Bezugsrahmen – anders wäre „aktuelle Optimierung“ nicht zu erreichen. Die jeweils aktuell „beste“ Bewertungsskala ist dann die aktuell gültige Goldene Regel – auch wenn sie im Fall der Ausdifferenzierung schlicht „Egoismus“ heißt.

        Hm, das ist jetzt vermutlich viel zu abstrakt formuliert – am einfachsten als generelle Goldene Regel ist wohl, den „göttlichen Strom“ der Existenz zu erspüren versuchen, sich ihm hinzugeben, aktiv mitzugehen, kohärent mitzuschwingen und zu genießen … 😉

        ——————————————————————–

        Noch etwas anderes, zum Thema Glück: Ich habe mich kürzlich (angeregt von meiner Liebsten) ein wenig mit Bhutan beschäftigt – ein Land in Südasien etwa so groß wie die Schweiz, aber erheblich dünner besiedelt. In Bhutan ist sicher auch nicht alles „goldrichtig“, aber einiges wohl schon „besser“ (im Sinne einer harmonischen Verbindung mit der dortigen Natur) als vielerorts sonst. Z.B. sagt Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Bhutan über


        „Ökologie

        In seiner Verfassung hat Bhutan den Umweltschutz festgeschrieben. Bereits vor dem gesetzlichen Schutz waren alle wirtschaftlichen Unternehmungen dem Umweltschutz untergeordnet. Bhutan verfügt über einen einmaligen Naturreichtum. In den Schulen wird den Kindern die Wichtigkeit des Umweltschutzes vermittelt. Wegen der relativ geringen Bevölkerungsdichte und der zerklüfteten Berglandschaft wird im Vergleich zu anderen Ländern der Region nur wenig Land für die Landwirtschaft genutzt. Etwa zwei Drittel des Landes sind bewaldet. Die Wälder werden ökologisch nachhaltig genutzt, Brandrodung ist bei Strafe verboten. Als Nationalparke und Tierreservate sind 26% des Landes geschützt.[4][5] Bhutan setzt auf sanften Tourismus.“

        Apropos Naturreichtum: Es gibt dort z.B. einen unglaublichen Reichtum an Schmetterlingen (Hallo Wolfgang) – ich hab mir das im Naturkundemuseum angeschaut (da ist gerade eine Sonderausstellung). Da gibts etwa Schmetterlinge mit einer Flügelspannweite von etwa 20 cm, außerdem sehr exotische Formen mit poetischen Namen, z.B. „Donnerdrache“ 😉 – ich meine gelesen zu haben, dass Bhutan das Land mit der größten „Schmetterlingsdichte“ auf der ganzen Welt ist.

        Worauf ich eigentlich hinauswollte: Bhutan hat als Staatsziel „Gross National Happiness“, also so etwas wie Bruttonationalglück …

        Auf der Webseite der „Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Landesverband NRW“ (http://www.dgvn-nrw.de/) findet sich rechts unter „Neuerscheinungen“ der zweite Band der Schriftenreihe der DGVN-NRW e.V. (pdf) mit dem Titel „Glückseligkeit des Drachens – die Philosophie des Glücks in Bhutan und anderswo“. (Ich habs selber noch nicht gelesen.)

        LG Manfred

        • federleichtes
          März 26, 2012 um 11:07 pm

          Ein sehr schöner Beitrag, Manfred. Vielen Dank!
          Du schreibst:
          „Die jeweils aktuell “beste” Bewertungsskala ist dann die aktuell gültige Goldene Regel – auch wenn sie im Fall der Ausdifferenzierung schlicht “Egoismus” heißt.“

          Jawoll – ohne Egosimus keine Existenz UND kein Glück!

          Du schreibst:
          „… am einfachsten als generelle Goldene Regel ist wohl, den “göttlichen Strom” der Existenz zu erspüren versuchen, sich ihm hinzugeben, aktiv mitzugehen, kohärent mitzuschwingen und zu genießen “

          Wenn wir mit unsrer Einschätzung vom Stand der Expansion richtig liegen, befinden wir uns innerhalb der letzten Bewertungsskala. Dann müsste die LETZTE Goldene Regel folgen. Mag sie aus der richtigen Frage folgen.

          Im Wüten des Chaos – „sich hingeben, aktiv mitgehen, kohärent mitschwingen, genießen“. Wau! Hört sich (beinahe) unmöglich durchführbar an. Wir müssen doch kämpfen, wir müssen dagegen halten – wir können doch nicht einfach, das geht doch nicht.

          Natürlich stimme ich Dir zu.

          Geben ist seliger als Nehmen. Eine kleine goldene Formel. Die eine Menge aussagt: Wer anderen zum Beispiel Schutz geben will, muss vorher stark geworden sein – kaum möglich ohne Aktivitäten, die wir (abwertend) egoistisch nennen. So wie ich das sehe, MUSS es ein Anliegen einer sozialen Gruppe sein, ALLE ihre Mitglieder stark zu machen.

          (Hallo Manfred)
          Ja, Schmetterlinge sind Reichtum auf einem Konto, dass weltweit die höchsten Zinsen erwirtschaftet.

  8. federleichtes
    März 18, 2012 um 3:21 am

    Ich antworte mit einem neuen Beitrag auf Martin und Manfred.

    Ja, Martin, schreibe gerne von UNSEREM Problem. Langsam werde ich nämlich sauer – auf MICH. Die letzten 25 Jahre meines Lebens widmete ich meine Aufmerksamkeit ausschließlich einer Aufgabe, das Leben zu verstehen, um DEN Menschen helfen zu können. Ja, ich lernte eine ganze Menge, aber nicht, wie ich das anderen vermitteln kann.
    Nun ja, indem ich das hier versuche, wird mir natürlich auch einiges noch klarer und neue Zusammenhänge ergeben sich. Vor etwa zwei Wochen sah ich ein „Bild“, eine Lampe, die nicht von der Decke hing, sondern nach allen Seiten hin an den Wänden befestigt war. SO muss sich etwas erklären, der Kern muss verdrahtet wrden.

    Interessant, dass ich HEUE Nachmittag genau über das Problem der differenten Freude nachdachte in dem Sinne, es erklären zu wollen:
    1. Glück ist nicht Freude.
    2. Freude ist nicht gleich Freude.

    Glücklichsein definiere ich als das Gefühl aus der Liebe heraus.
    Liebe entsteht im Menschen durch seine Beziehung zu sich selbst und der Welt.
    Durch die Liebe zu einem anderen Menschen beginnt ein therapeutischer Prozeß, in dem sich die Partner gegenseitig von Störungen befreien – ein Reinigungsprozeß. Dadurch wächst einerseits die innere Freiheit, andererseits die Bindungskraft; ich könnte das genauer beschreiben.

    Positive (konstruktive) Freude entsteht durch eine äußere Erregung – sie ist reaktiv.
    Negative Freude (destruktiv) entsteht durch eine innere Erregung auf der triebhaften Ebene – des Gewinnen-müssens.

    Das Problem des Nichtverstehens ist leicht erklärt. Die menschliche Intelligenz wurde gezielt fehl geleitet und falsche Parameter und folgend falsche Paradigmen entstanden. Das nötige Chaos hätte unter „regulären“ Bedingungen niemals entstehen können. Ich kann auch nur hoffen, dass die Zeit für eine grundsätzliche Veränderung im System Mensch gekommen ist – nämlich dass er seine Energieversorgung autonom gestalten kann. Erst unter dieser Prämisse* kann eine Vernunft entstehen, die man nicht nur leben will, sondern auch konsequent leben KANN.
    * Tauschen, Schenken, kein Geld – alles Ideen, die das Autonomistreben formuliert!

    Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.
    Feuerdorn. Foto: Susanne.

  9. federleichtes
    März 21, 2012 um 11:30 am

    Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen.
    Ludwig Feuerbach

    Glück liegt in der Natur des Menschen. Als KInd wird es ihm genommen mit der Begründung, es müsse etwas dafür leisten. Aber durch Leistung entsteht nicht automatisch Glück, wenn Leistung nicht als Glücklichsein definiert ist.

    Dale Carnegie:
    „Vergiß nicht, Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst.“

    Denken wird verursacht von Erregungen, von Gefühlen und Emotionen. Schlechte Emotionen machen schlechte Gedanken, und starke Gefühle lassen keine schlechten Gedanken entstehen. Du BIST, was du fühlst. Was ein Mensch TUT weist darauf hin, was er HABEN will, was ein Mensch hat weist darauf hin, was er IST.

    Versteckt sich das Glück vor dem, der nicht den Weg zu sich selbst geht?
    Oscar Wilde sagte:
    „Wie glücklich würde mancher leben, wenn er sich um anderer Leute Sachen so wenig bekümmerte, wie um die eigenen.“

    Was ist mit diesen Menschen, die sich die nötige Erregung für ihr Existieren durch die Einmischung in anderer Leute Existenzen verschaffen? Oder mit denen, die versuchen anderer Menschen Glück zu zerstören?

    Wenn Glück, wie „Novalis“ sagt, Talent für das Schicksal ist, scheint es verschiedene Schicksale zu geben: Menschen, die Andere im „Auge“ haben, und solche, die sich mit sich selber begnügen können.
    So wie der eine das Glück erringen will, mag der andere nur darauf achten, es seiner Welt mitzuteilen – zu teilen.

    Allen einen guten Tag.

    Wolfgang

  10. März 28, 2012 um 10:20 pm

    Der Vater der Anarchie, Proudhon, hat zu dem Thema Goldene Regel in seiner Ersten Denkschrift Was ist das Eigentum – Untersuchungen über den Ursprung und die Grundlagen des Rechts und der Herrschaft (1840) auch Interessantes geschrieben:

    Das Vernünftigste, was die menschliche Weisheit über die Gerechtigkeit gelehrt hat, ist in dem bekannten Sprichwort enthalten: Füg ‚ den ändern das zu, -was Du willst, daß man es Dir tue. Füg‘ keinem anderen zu, was Du nicht willst, daß man Dir tue! Aber dieser Satz aus der praktischen Moral ist für die Wissenschaft wertlos. Ich hätte also das Recht zu wollen, was man mir zufüge, oder was man mir nicht zufüge? Das heißt doch nur, daß meine Pflichten gleich sind mit meinen Rechten, wenn man auch nicht zu gleicher Zeit angibt, worin denn das Recht besteht.

    Versuchen wir, zu etwas Bestimmterem und Positiverem zu gelangen. Die Gerechtigkeit ist das Hauptgestirn, das die Gesellschaft lenkt, der Pol, um den sich die politische Welt dreht, das Prinzip und der Maßstab aller Handlungen. Alles geschieht unter den Menschen vermöge des Rechts, nichts ohne Berufung auf die Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit ist nicht die Schöpfung des Gesetzes; im Gegenteil ist das Gesetz immer nur ein Ausdruck und eine Anwendung dessen, was in allen Verhältnissen, in denen die Menschen durch Interessen miteinander verbunden sind, gerecht ist. Wenn also die Idee, die wir uns von der Gerechtigkeit und vom Recht machen, schlecht definiert, wenn sie unvollständig oder sogar falsch wäre, so müssen demnach alle unsere Anwendungen durch unseren Gesetzgeber schlecht, unsere Institutionen fehlerhaft und unsere Politik unrichtig sein: und Unordnung und soziale Mißstände daraus entstehen.

    Er rüttelt mit seiner Denkschrift an den Festen des Eigentums und erklärt diese zum Diebstahl. Was, wenn er damit Recht hätte?

    • federleichtes
      März 29, 2012 um 2:35 am

      Aus der Hüfte.
      Gerechtigkeit ist in dieser Welt keine Konstante; wohl ein Ideal. Aber wer wollte von sich behaupten, er SEI gerecht? Ich von mir nicht! Tatsache ist, dass ich mit vielen Ungerechtigkeiten konfrontiert wurde, aber ich klagte nicht – und dann kam Susanne, und auch das war ungerecht, weil es viel bessere Menschen als mich gibt. Und nun?

      Aber Proudhon hat natürlich recht – Gerechtigkeit IST schlecht definiert, logisch: Die von ihm beschriebenen Folgen traten ein.

      Wikipedia schreibt:
      „Gerechtigkeit wird weltweit als Grundnorm menschlichen Zusammenlebens betrachtet; daher berufen sich in allen Staaten Gesetzgebung und Rechtsprechung auf sie.“ Zitatende

      Nun sag‘ mir, wo weltweit Gerechtigkeit praktiziert wird – wenigstens ein bisschen?

      Gerechtigkeit ist eine der großen Lügen, eine Idee, um die Schöpfung anzutreiben. Eine meiner Lebens-Prämissen lautet: Strebe nach Gerechtigkeit, aber erwarte keine.
      Wer nach Eigentum strebt, bitte sehr – wer das Eigentum Anderer neidet, bitte sehr; ich tue beides nicht. Mein Eigentum ist das Leben, und ich nutze es.

      Danke für diese Anregung.

      Wolfgang

      PS.
      Aus der Musekiste, 1999:

      Mut zur Demut
      Die Welt gab alles für uns,
      damit wir jetzt so sein können.
      diese überwältigende Fülle der Gefühle
      ermöglichten sie alle
      die für uns litten und
      schrien vor Schmerz,
      geschändet, geschunden.
      Demut.
      Wir ernten, was andere einzahlten
      opferten ohne Sinn zu fühlen
      gaben ihre Trauer für unser Jetzt.
      Kennst du solche
      die nach Gerechtigkeit schreien?
      Müssen wir das nicht auch,
      beschämt sein
      über unser Glück,
      das aus vielen Gräbern sprießt?
      Demut!
      Wir sammelten viele Steine
      von den Äckern anderer,
      aber alle Steine der Zeit
      wiegen leichter als der
      berauschende Duft unserer
      unvergleichbar schönen Blüte.
      Wir baden voller Glück im Meer
      des Unglücks Anderer und
      genießen die Wärme des Feuers,
      in dem so viele verbrannten.
      Schicksale, die uns tragen,
      und ihre Tränen des Leids
      vermischen sich mit
      unseren Tränen des Glücks.
      Demut vor der Armut
      So soll unser Geschenk sein,
      daß wir ihnen geben,
      was wir durch sie bekamen:
      Liebe.

  11. März 29, 2012 um 4:15 am

    Wolfgang, Du schriebst mal vom Wasserstoff als Träger aller Informationen des Universums. Heute fiel mir ein Buch in die Hände von Julius Hensel:

    http://julius-hensel.com/werke/das-leben/

    Und siehe dort … der Wasserstoff. Eingebunden in die reale Bildersprache, in die Goldenen Phi(l)harmonie, machen Hensels Werke Sinn … und auch die Sicht des Wasserstoffs, der Stoff, aus dem das Wasser ist.

    Wasserstoff … Unbewusstsein
    Wasser … Bewusstsein

    Wie Hensel mit Hilfe der Chemie aufzeigt, wie Leben zu dem werden kann, was es ist, ist schon grandios, und so manche Deiner Zeilen fügen sich nach und nach ins Ganze ein. Schließlich ist die Sprache der Chemie, wie alle anderen Sprachen, natürlich, wie konstruiert, ein Teil der realen Bildersprache, die ALLE Sprachen vereint.

    Da passt ein Zitat von Wittgenstein:

    “Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“

    Entsprechend ist die Grenze der realen Bildersprache die Grenze des Universums.

    Somit fand mich ein Buch mal wieder nicht aus Zufall, da es diesen nicht gibt, sondern weil es so sein musste. Die Zeit, die es auch nicht gibt, war reif dafür … und die Goldene Phi(l)harmonie nimmt mehr und mehr Form an.

    Welch ein Glück !!!

    Gruß Guido

    • federleichtes
      März 29, 2012 um 9:39 pm

      Vielen Dank, Guido, für Julius Hensel. Auferstehung, die Ordnung braucht Nahrung.

      Gerechtigkeit ist eine fiktive Größe.
      Wie fühlt man sich, wenn aus seinem Weltbild ein Phantom verschwindet?
      Wird’s umso gemütlicher, je genauer man weiß, in welcher Stube man wohnt?

      Ich gehe davon aus, dass die Schöpfung perfekt funktioniert.
      Aber – sie funktioniert auf der Grundlage von Lügen, von Täuschungen über das wahre Wesen von Leben. Und sie funktioniert genau DESWEGEN!! Mag es immer schon Menschen gegeben haben, die der Wahrheit nahe standen, so setzte sich doch immer das Bild einer Scheinwelt durch.

      Na ja. Wie sagte Albert Camus:
      „Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten.“
      Und auch Voltaires Worte
      „Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit“
      beschreiben die Macht der Täuschung.
      Vertrauen wir Christian Morgenstern:
      „Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist.“

      Einen guten Abend.

      Wolfgang

      Lichtblick

  12. federleichtes
    März 30, 2012 um 12:19 am

    Sprache ist trügerisch.
    Kann man nicht alles genau anders herum sprechen, als denken?
    Aber – kann man anders denken, als fühlen? Und mit „fühlen“ meine ich sowohl Emotionen als auch Gefühle.

    Warum sollte ein glücklicher Mensch lügen?
    Was sollte ein glücklicher Mensch seiner Welt anderes geben als Wahrhaftigkeit?
    Wie könnte ein glücklicher Mensch seine Welt anders als mit bewundernden Augen sehen?

    In unserem System ist der Mensch zu einer Nummer geworden, wertlos, und man signalisiert ihm das als Gleichgültigkeit. Interesse? Nur an seiner Funktion als Arbeiter und Verbraucher.
    Und wie reagieren die Menschen darauf? Mit Gleichgültigkeit, mit Gefühllosigkeit. Sie stumpfen ab, es ist ihnen alles egal, sie stieren mit leeren Augen ins Leere und gönnen sich zu ihrer Belebung vielleicht mal ein paar Hassreden, Neid und Schadenfreude.

    Mögen sie, das wünsche ich, vom Bewusstseinssprung mitgenommen werden.
    Insofern lautet die Goldene Regel: Mir nach, ich folge euch.

    Wolfgang

    PS.
    Martin, warum verbleibt mein Beitrag vom 15. März stets an letzter Position?

    So, hier ist der Faulbaum-Bläuling noch mal in einer besseren Sicht.

  13. Dr. Manfred Voss
    April 18, 2012 um 3:18 pm

    „Glück“ übersetze ich jetzt mal mit:

    GLUECK = _Gelebte _Liebe _Und _Eine _Cognitive _Kooperation“

    … ein spontaner kreativer Einfall 😉

    LG Manfred

  14. April 26, 2012 um 12:27 pm

    Besser Gemeinschaft als Gesellschaft? Im gemeinsamen Wirken braucht es nicht mehr Regeln und Gesetze:

    Doch kommen wir zum Kern der Gemeinschaft zurück. Ungeachtet seinem sozialen Rang, von jedem Einzelnen wird erwartet, dass er dem Wohle der Gemeinschaft zumindest nicht schadet. Wohlstand soll nicht in Habgier ausarten und angebotene Hilfe nicht in Parasitentum. Wer sich entgegen dieser ungeschriebenen Regeln verhält, setzt besser seinen Fuß nicht mehr ins Dorfwirtshaus.

    Gefunden in: Gibt es einen Weg zurück in die Gemeinschaft?

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