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Auf meiner Reise der Erkenntnis – was ist schon ethisch?

Wie unschwer an meinen letzten Artikeln zu erkennen ist, befasse mich seit einiger Zeit mit genau der Erkenntnis, dass unsere Welt, wie wir sie verstehen, absolut subjektiv ist, sprich es gibt keine absoluten Wahrheiten, denn die Wirklichkeit wird in unserem Gehirn auf Basis von individuell Erlebtem sowie wahrgenommenem Hörensagen konstruiert. Also ist unsere Welt einfach nur subjektiv. Und wenn das so ist, wie sieht es dann mit unserer Vorstellung von Ehtik aus, denn auch sie wird ja dann von uns konstruiert. Und weil wir uns diese konsturieren, wird sie auch Sinn machen, also für etwas zuträglich sein. Und hier möchte ich mal wieder ein Kapitel eines Buches mit dem Titel Wissensaktivierung  – Neue Denkwege von Armin Rütten und Luca Pogoda bringen. Das Buch wird es in ca. 6 Wochen zu kaufen geben.

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Ethik

Es gibt also keine allgemeingültigen, regelraumunabhängigen Wahrheiten. Eine Aussage kann allerhöchstens „innerhalb“ eines konstruierten Regelraumes „allgemeingültig“ wahr sein. Da alle dem Menschen verfügbaren Regelräume von ihm selbst konstruiert werden, sind alle Wahrheitsaussagen subjektiver Natur und können somit keine objektive Gültigkeit beanspruchen. Dies gilt insbesondere auch für ethisch-moralische Urteile, denn diese basieren auf einer von Menschen konstruierten Ethik. In der konkreten Anwendung bedeutet das, dass es sich nicht allgemeingültig festlegen lässt, ob ein Mensch etwa „gut“ oder „schlecht“ ist. Ob etwas nach Auffassung eines Individuums „gut“, „schlecht“ oder „böse“ ist, hängt nämlich immer davon ab, welches Ethiksystem das urteilende Individuum während der Urteilsfindung verwendet. Dieses Ethiksystem muss nicht zwangsläufig ein gesellschaftlich oder religiös aufgenötigtes sein; es ist durchaus möglich, dass ein Individuum bei seiner Urteilsfindung auf ein für sich individuell angepasstes oder kreiertes Ethiksystem zurückgreift. Das heißt, dass es in der Natur an sich solche Dinge wie „gut“, „schlecht“, „böse“, „lieb“ oder „nett“ nicht gibt.

Ein Beispiel: Angenommen zwei Auftragskiller „A1“ und „A2“ arbeiten auf Provisionsbasis. Ihre Provision bekommen sie wöchentlich ausgezahlt. A1 und A2 haben Frau und Kinder, welche sie durch ihre wöchentliche Provision ernähren und die somit auf sie notwendigerweise angewiesen sind. Nun erkrankt A1 für 2 Wochen an einer Grippe und bittet daher A2 das wöchentliche Pensum an Auftragsmorden für ihn zu übernehmen, da A1 ansonsten seine Familie nicht ernähren kann. A2 zeigt soziale Verantwortung für A1 und dessen Familie, indem er die Auftragsmorde von A1 übernimmt.

Jetzt stellt sich üblicherweise die moralisch-ethische Frage ob A2 nicht doch ein „schlechter“ Mensch da Auftragsmörder, ist. Diese Frage lässt sich jedoch nicht eindeutig beantworten, da sich A2 auf der einen Seite gegenüber A1 sehr sozial verhält, wohingegen er auf der anderen Seite durch die Ausübung seines Berufes ein absolut gesellschaftsschädigendes Verhalten an den Tag legt.

Von einer gesellschaftlichen Perspektive aus betrachtet, würde man wahrscheinlich zu dem Urteil gelangen, dass A2 ein „schlechter“ Mensch ist, wohingegen man von einer eher familiären Perspektive zu dem Schluss gelangen würde, dass A2 ein „guter“ Mensch ist. Daraus wird ersichtlich, dass es sich nicht allgemeingültig feststellen lässt, ob A2 ein „guter“ bzw. „schlechter“ Mensch ist. „Etwas Gutes“ bzw. „etwas Böses“ verstanden als allgemeingültiger, bestehender Sachverhalt in der Natur an sich, ist demnach de facto nicht existent. Vielmehr bekommt A2 das Attribut „gut“ bzw. „schlecht“ durch das urteilende Individuum und dessen Perspektive auf die besagte Situation zugeschrieben. Aufgrund dieses Sachverhaltes (i.e. einer auf den Standpunkt des Betrachters bezogenen Zuschreibung von Attributen wie „gut“ und „böse“), ist es unter Umständen besser, sich von solchen Begrifflichkeiten geistig zu befreien und anstelle dessen die Ausdrücke „meiner Meinung nach zuträglich für etwas“ bzw. „meiner Meinung nach nicht zuträglich für etwas“ zu benutzen.
Ähnliches gilt für Attribute wie „schön sein“ oder „geheimnisvoll sein“: Auch diese Eigenschaften sind in der Natur an sich nicht existent. Das heißt, die Natur an sich ist weder „schön“ noch „geheimnisvoll“. Diese Attribute werden Naturphänomenen durch den Menschen zugeschrieben. Beispielsweise, könnte ein Mensch einem Naturphänomen das Attribut „schön“ zuschreiben, wenn die Betrachtung jenes Phänomens, die eigene Gemütslage positiv beeinflusst (eine Möglichkeit wäre hier, dass die Betrachtung eines Phänomens eine geistige Entspannung herbeiführt). Hingegen wird Naturphänomenen das Attribut „geheimnisvoll“ zugeschrieben, wenn sich der Mensch ihr Zustandekommen nicht rational erklären kann.

Durch einen ähnlichen Mechanismus kommen im Übrigen auch solche Dinge wie „Wünsche“, „Angst“ und „Unzufriedenheit“ zustande: Ein Wunsch entsteht dadurch, dass ein Mensch für sich selbst einen bestimmten Soll-Zustand definiert. Dieser Soll-Zustand unterscheidet sich von dem derzeitigen Ist-Zustand. Dem Erreichen dieses Soll-Zustandes wird das Attribut „für mich selbst zuträglich“ zugeschrieben. In dem Moment, wo das Individuum einen noch unerreichten Zustand als für sich selbst zuträglich und somit erstrebenswert definiert, wird ein Wunsch geboren. Dabei bestimmt das Ausmaß, zu welchem das Individuum den definierten Soll-Zustand als für sich selbst als zuträglich erachtet, die Stärke des Wunsches. Erreicht es irgendwann diesen Soll-Zustand, empfindet das Individuum Zufriedenheit, was zur Folge hat, dass es sich selbst das Attribut „Glückseligkeit“ zuschreibt. Solange das Individuum den besagten Soll-Zustand nicht erreicht hat, empfindet es ein gewisses Maß an Unzufriedenheit. Der Mensch ist somit Schöpfer seiner eigenen Unzufriedenheit, da jene erst durch die Formulierung eines persönlichen Soll-Zustandes möglich wird.22

Hingegen kommt Angst insbesondere dann zustande, wenn das Individuum einen bestimmten Soll-Zustand für sich selbst als sehr zuträglich und zudem notwendig erachtet und zugleich ahnt, dass es zu einem gewissen Maß wahrscheinlich ist, jenen Soll-Zustand nicht erreichen oder halten zu können. Dabei bestimmt das Maß, zu welchem das Individuum das Nichterreichen des notwendigen Soll-Zustandes für wahrscheinlich erachtet, die Stärke der empfundenen Angst.

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Wenn also nun unsere Ethik einem subjektiven Regelraum entspricht, ist es auch gut verständlich, wenn z.B. Menschen der Kultur des Islams ekel darüber empfinden, dass wir in unserem Kulturkreis Schweinefleisch essen.  Wenn wir wissen, dass das Verbot des Essens von Schweinefleisch damals zur Regelsetzung aus Gründen der Hygiene Sinn gemacht hat, genauso wie die Regel die eine Hand für das Säubern des Hinterns zu verwenden und die andere fürs Essen, und wenn wir zudem wissen, wie die Mechanismen laufen, Regeln nicht dauernd zu hinterfragen, dann könnten wir zumindest ein Verständnis für die Befindlichkeiten dieser Menschen entwickeln.

Und so geht das auf allen Ebenen. Ob es nun Religionen oder Ideologien sind. Alle sind von uns subjektiv erzeugte Regelbäume, die keinem irgendwo manifestierbaren Recht unterliegen, aber in ihrem Erfahrungsraum für einen passenden Zeitraum Sinnstiftend sind. Denn die Natur kennt auch kein Recht. Es ist, wie es ist.

Nachtrag vom 4.8.2012: Hier ist der Buchrücken mit der Inhaltsangabe zu dem kleinen Büchlein, dass in den nächsten Tagen schon zu haben sein wird:

Buchrücken

Buchrücken

  1. Juli 13, 2012 um 8:48 pm

    Ich denke, es gibt ein paar ethische Regeln, die für ALLE Menschen gelten – und die ist in der Goldenen Regel beschrieben:

    „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“

    Wird diese Regel verletzt, handelt der Mensch unethisch. Und ich denke nicht, dass Mörder A und Mörder B in selber Weise behandelt werden möchten, wie sie ihren Opfern gegenüber handeln, da können sie ihrer Familie gegenüber noch so „fürsorglich“ sein, denn diesen Menschen fehlt einfach das Gewissen, sie sind Psychopathen!

    Was die Religionen betrifft, so haben einige ihrer Vorschriften in den Ländern, in denen sie entstanden sind, sicherlich irgendwann mal Sinn gemacht. Wobei ich mich frage, welchen Sinn es machen soll, Tiere a) überhaupt zu essen und das auch noch zu predigen und Vorschriften zum Töten zu machen und b) bei lebendigem Leibe verbluten zu lassen (zeige mir, wie Du Tiere behandelst und sage ich Dir, wie Du mit Menschen zu handeln imstande bist!)
    Und dann gibt es da noch einen Satz: Du bist, was Du isst – und nun kann jeder noch einmal über das religiös verordnete Fleisch und Fisch vorher umgebrachter (möglichst grausam, bitte!) Tiere essen nachdenken!
    Allein das wirft ein bezeichnendes Licht auf die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam und auf das, was die Priesterkaste von Anfang an mit den Menschen im Sinn hatte!

    Was die ganze Sache dieser einst durchaus sinnvollen Riten problematisch macht, ist das sture, automatenhafte Festhalten an diesen Riten, weil sie angeblich „von Gott“ sind. Sie sind nicht von Gott. Diese Riten wie die Religionen überhaupt sind menschengemacht, und zwar zum Zwecke der Beherrschung der Menschen durch eine kleine Priesterkaste.
    Daran hat sich bis heute nichts geändert…

    Ja, ich weiß, ich bin ein wenig am Thema vorbei. Aber nicht wirklich, denn das Handeln dieser Priesterkaste hat durchaus etwas mit Ethik zu tun – und die geht diesen Menschen völlig ab! – Wie krank muss ein Gehirn sein, sich solche Riten (befehlen Tiere grausam zu töten und dann zu essen? Tiere zu töten, um sie zu „opfern“? Und dann zu essen?)

    Empathie an den Tag legen und jeden Menschen respektieren (siehe Goldene Regel) halte ich für sehr richtig, so ein Zerfetzen der Ethikfrage wie in dem von Dir dargestellten Ausschnitt halte ich für zumindest sehr fragwürdig, denn diese Frage geht meines Erachtens am Kern vorbei…
    Es klingt in meinen Ohren so: Der Mensch ist schlecht, aber bewertet ihn bloß nicht, er ist eben!
    Das ist grundsätzlich falsch und führt zur Beliebigkeit jeden Handelns und Entschuldigung jeden Verbrechens, denn von einem anderen Standpunkt aus, kann der Verbrecher ja sehr ethisch gehandelt haben! Das klingt in meinen Ohren wiederum wie die Entschuldigung der Kriegsverbrechen der USA, denn die USA hat in den Augen der Kriegstreiber und Kriegs-Anstifter, der Kriegs-Verdiener und Kriegsmacher ja „ethische Ziele“? Also, bitte, geht’s denn noch?

    Wir sind Menschen und wir sind mit Verstand ausgestattet, der zwischen „gut“ und „böse“ unterscheidet und bewertet! Darum gibt es Handlungen, die von ALLEN Menschen als „böse“ eingestuft werden – und dazu zählt ganz gewiss ein Mörder im Allgemeinen und ein Auftragsmörder im Besonderen und Massenmord durch Krieg sowieso!

    Ich kann nicht mit der Entschuldigung leben, dass der Autor dieses drastische Beispiel benutzt hat, um die Problematik deutlich zu machen. Da gibt es keine Problematik, die hat dieser Autor einfach nur konstruiert!

  2. federleichtes
    Juli 14, 2012 um 12:40 am

    Die Ethik der „Natur“ lautet: Leben und leben lassen.
    Die insekten sorgen für die Libellen, die Libellen sorgen für die Frösche, und – fatal, fatal – sie sorgen für die Klapperstörche, die die Menschenkinder in die Welt bringen.

    Es wurde und wird über Ethik diskutiert. Warum? Die Vernunft des Überlebens wurde und wird nicht praktiziert. Wurde hier thematisch wieder eine Glitzerbude aufgebaut, um den Menschen über das Tier zu erheben?

    Natürlich ist die Ethikfrage subjektiv, jedenfalls in der Anwendung. Heute blau und morgen blau – einer geht noch, einer geht noch rein. Diskutierte man nicht besser die Frage der Verkommenheit des Menschen?

    In einer notwendigen Welt stellt sich die Ethikfrage nicht. Zumal es eine „Partei“ gibt, die sich ihre eigenen Regeln bastelt unter der Prämisse: Wie ist Leben am Besten zu vernichten. Verstümmeln, quälen, vergewaltigen, sich am Leid der Opfer laben – das ist die eine Ethik der Menschenwelt. Fressen, saufen, übervorteilen und betrügen, die egozentrische Jagd nach dem Nutzen um jeden Preis, das nach mir die Sintflut – das ist eine andere Ethik, besonders der zivilisierten, kulturell „hoch“ stehenden Gesellschaften (die ihre Scheuklappen mit ihrem Gehirn verwechseln).

    Wir kleinen Geister stehen hier, dem Bösen zu widerstehen, ja, es zu besiegen – und fragen nach einer Ethik? Eine Ethik für die Hölle gibt es.

  3. federleichtes
    Juli 14, 2012 um 6:21 pm

    Natürlich!, Dein Blick greift weiter und beschreibt – ein fundamentales Problem?
    Ging das „Selbstverständnis“ verloren?

    In einer Welt, so verstehe ich das, in der das Böse an der Macht ist, kann es nur eine Vernunft geben, die das Individuum für sich selber entdecken, erfahren, entwickeln und leben muss – oder kann, wenn man die Option als Freiheit bezeichnen will.

    Du bist einen Weg gegangen und konntest wahr-nehmen, bist bei den Tieren gelandet, vielleicht so selbstverständlich wie ich. Ein gutes Gefühl für mich.

    Danke.

    Wolfgang

  4. Juli 15, 2012 um 9:54 pm

    Der Umgang menschlicher Bewusstseine mit der expansiven Unordnung, und damit den täglichen Möglichkeiten des Lebens, lässt sich anschaulich mit einem Keks vergleichen, denn je mehr besagter Keks zerbröselt wird, desto mehr regt sich die Menschheit über die ganzen Krümel auf, den Keks an sich mehr und mehr aus den Augen verlierend, je mehr Krümel entstehen.
    Im Zenit der Unordnung ist vom ursprünglichen keks nichts mehr zu sehen und die Geschichte wäre an dieser Stelle eigentlich zu Ende … gäbe es nicht den einen oder anderen Menschen, der sich beim Probieren der Krümel fragt, ob es sich nicht lohnt, sich auf die Suche nach weiteren Keksen zu machen, anstatt fortwährend nach Staubsaugern, Handfegern und sonstigen Gerätschaften zu suchen, in der Absicht wieder alles ordentlich erscheinen zu lassen.

    Krümelverwerter gab es schon immer und ihre Zahl nimmt stetig zu, fortwährend auf der Suche nach DEM Keks, nicht den mit den 52 ZÄhnen, sondern dem mit der idealen Rezeptur und den Goldenen Proportionen der Zutaten …

    Passend dazu ein Zitat von Peter Kafka:

    “Von Jahr zu Jahr wächst die Zahl der Menschen, die verstehen, worum es geht. Ich behaupte allen Ernstes: Die Wende kommt wahrscheinlich „von allein“. Die Eliten, die sich dabei hervortun werden, wachsen in allen gesellschaftlichen Schichten heran. Jeder, der an der Wende mitarbeitet, wird die Verantwortung spüren – und viele werden das Gefühl haben, es komme vor allem auf sie selbst an. “

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

  5. Juli 19, 2012 um 7:52 pm

    Schön wäre es schon, wenn die Wende \”von allein\” käme, jedoch gibt es noch zu viele Menschen, die sich ihrer Macht nicht bewusst sind und stets fragen: \” Was kann ich als Einzelner schon machen? \” – Sie wollen eigentlich mit unerfreulichen Nachrichten gar nicht erst behelligt werden.

    Wenn aber breite Massen zu erkennen geben, dass sie sehr wohl informiert sind und als \”Öffentliche Meinung\” gegen die Versklavung der Menschheit in Erscheinung treten, dann befinden sich mehr und mehr der gesellschaftlichen Parasiten in Schimpf und Schande, und alles Geld der Welt wird ihnen ihr Ansehen nicht kaufen können.

    Selbst Leute, die wir diesen Ponerologen (Bilderberger z. B.) zurechnen, besinnen sich neu:

    http://kopfstaendler.blog.de/2012/04/17/brzezinsky-publish-their-names-13529332/

    • Juli 19, 2012 um 8:28 pm

      Tja, das ist so wunderbar.

      Und es wird unter den Tisch gekehrt, dass Bill Gates mit seiner „Stiftung“ dafür sorgt, dass die verhungernden und in Kriegen dem Tode ausgesetzten, oft ihrer Eltern beraubten Kinder dieser Erde (unsinnige?) Impfungen bekommen, statt Essen und Frieden, was der Pharma-Industrie-Mafia ungeahnte Gewinne einfährt, an denen der saubere Herr ganz bestimmt beteiligt ist… Wenn die Kinder dann verrecken, weil irgend welche Sachen ausprobiert wurden, die Kinder als Versuchskarnickel benutzt wurden, wen interessiert das schon, wenn der Herr Gates so menschenfreundlich und selbstlos daher kommt, ne?

      Oh ja, „nur die Spekulanten“ – und dann ist die Welt schon in Ordnung!

      So ein halbseidenes Ding empfehle ich niemandem zu unterschreiben, denn die Kleinen hängt man, die großen lässt man laufen.
      Das wird auch hier passieren! Wenn überhaupt etwas passiert, außer dass die Daten der Unterschreiber gesammelt werden!

      Die Wurzel des Übels muss behandelt werden, und das ist das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem! Und so lange das nicht geschieht, is alles nur Beschäftigungstherapie

  6. federleichtes
    Juli 20, 2012 um 1:39 pm

    @ Solveigh
    Nicht das ich uneinig mit Dir wäre –

    „Die Wurzel des Übels muss behandelt werden, und das ist das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem! Und so lange das nicht geschieht, is alles nur Beschäftigungstherapie“

    – aber was ist, wen das System nur ein Symptom ist?

    @ Martin zum Thema

    Was ist Leben? Wissen wir das schon?

    Was ist, wenn Leben einen immanenten Ethos hat?

    Und was ist, wenn die Idee, einen Ethos zu suchen, NUR von diesem Ur-Ethos ablenken soll?

    Wolfgang

    • August 4, 2012 um 1:22 am

      Was ist Leben?

      Was, wenn alles einfach nur Seelenlose Systeme wären, auch wir, ausgestattet mit einem Betriebsystem, die mehr schlecht als recht dabei sind, sich aufgrund sich laufend ändernder (wohin) Energien sich fort-entwickelt. Wir Menschen dabei rein zufällig zu Bewusstsein gekommen wären, und unser Betriebsystem mit der Zeit mit wenig zuträglichen Begriffen verwirrt wurde (durch wen wohl?), und nun vor sich hinholpert.
      Das sich unser Bewusstsein nun immer weiterentwickelt, zeigte die Spirale (Spiral Dynamics), die ich schon einmal einklinkt habe. Sie zeigte aber auch, dass sich Menschen in unterschiedlichen Bewusstseinsleveln aufhalten. Jene in höheren Leveln werden Gedanken denken, die jene noch weiter unten sind, nicht in der Lage sein zu denken. Das kann zu Missbrauchern führen (siehe Seelenfresser) als auch zu solchen Menschen wie Ghandi, Einstein, und und und.

  7. Oliver De Girolamo
    Juli 21, 2012 um 12:05 am

    Wir leben in einer Welt des Scheins, ständig zu gebombt mit einem Schwall von Müll. Unsere Gehirne werden über alle Maßen beansprucht, das eigentlich nur eine Gesellschaftsflucht fast schon der letzte Ausweg ist.

    Weiß einer von euch wie man sein Gemüt beruhigt und die Stimmen im Kopf abschalten kann. Wie man zu sich selbst findet und wieder eins wird, um Kraft für neue Abenteuer zu tanken.

    Das derzeitige Leben überfordert ungemein und es ist wichtig seine Mitte zu finden um im Kampf zwischen sich und der Außenwelt Harmonie zu finden.

    Das klingt jetzt als wäre es ein Problem des Zeit Geistes……Nein die Zeit war früher auch schon da

    • Juli 21, 2012 um 12:47 am

      Da stimme ich Dir zu, denn wer sagt, dass es so bleiben wird. Noch wird der Punkt gesucht, der aufzeigt, wie viel künstlicher Müll einem Bewusstsein als etwas Schmackhaftes, Lohnenswertes und Begehrenswertes dargeboten werden kann. Es ist wie die (Wieder)Entdeckung eines gesunden Lebenswandels … nach einer plötzlichen Krankheit, die einem beinahe das Leben gekostet hätte. Jeder hat seinen eigenen Punkt, so wie das Bewusstsein allen Lebens EINEN GEMEINSAMEN Punkt hat.

      Gruß Guido

      • federleichtes
        Juli 21, 2012 um 3:43 am

        Eine sehr interessante Antwort von Dir, lieber Guido.

        Wagtest Du einen Blick hinter den Vorhang der Zeit?

        „… so wie das Bewusstsein allen Lebens EINEN GEMEINSAMEN Punkt hat.“

        Oder entsteht der Punkt erst durch eine Konkretisierung des Problems und die Beendigung einer Entwicklung?

        Auch Euch ein schönes Wochenende.

        Wolfgang

        • Juli 22, 2012 um 12:27 am

          Könnte ich Beweise dafür hervorbringen, was ich dann hinter besagtem Vorhang gesehen hätte … oder müssen wir uns von Beweisen, die einzig menschlichem Anspruch genügen, verabschieden und endlich einfach darauf vertrauen, was der “Rest“ der Natur uns zu vermitteln versucht ?

          Wenn ich mich recht entsinne, stand auf einem Schild, welches ich unmittelbar hinter dem Vorhang sah, folgender Satz:

          “Der Punkt entsteht erst durch eine Konkretisierung des Problems und die Beendigung einer Entwicklung!“

          🙂

          Wusste ich es doch … ihr beiden seid schon vor mir dort gewesen.

          😉

          Liebe Grüße und sonnige Tage
          Guido

        • Juli 22, 2012 um 7:10 pm

          „Punkt“ ist auch ein schönes Beispiel eines Konzepts des menschlichen Gehirns. Half es doch, von diesem zu jenem zu kommen, nur durch beschreibungen, ohne je dagewesen zu sein, um z.b. Eine nahrungsquelle aufzusuchen.
          Und auf der Strecke von einem zum anderen Punkt kommen wir über beliebig viele noch andere Punkte. Also gibt es schon unendlich viele Standpunkt auf einer beliebig kleineren Strecke. Und da versuchen wir, den moeglichst zuträglichen für möglichst Alle zu finden. Mir scheint, wir werden uns verheben …
          Mal so zwischen durch aus dem „Urlaub“, Martin

    • Juli 21, 2012 um 8:52 am

      Meditation bringt den Geist zur Ruhe. Das gelingt auch beim Ausdauersport, Wandern in der Natur, wo Du nur die natürlichen Geräusche hörst: Wind, Vögel, Bäume rauschen und knarren, Würmer in der Erde und Käfer auf dem Laub.

      Da gibt es auch sehr viele gute Erkenntnisse… 🙂

  8. Oliver De Girolamo
    Juli 21, 2012 um 12:12 am

    federleichtes :
    @ Solveigh
    Nicht das ich uneinig mit Dir wäre –
    “Die Wurzel des Übels muss behandelt werden, und das ist das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem! Und so lange das nicht geschieht, is alles nur Beschäftigungstherapie”
    – aber was ist, wen das System nur ein Symptom ist?
    @ Martin zum Thema
    Was ist Leben? Wissen wir das schon?
    Was ist, wenn Leben einen immanenten Ethos hat?
    Und was ist, wenn die Idee, einen Ethos zu suchen, NUR von diesem Ur-Ethos ablenken soll?

    Foto: Susanne.
    Wolfgang

    Ich liebe alle Menschen trotz das ich mal dem anderen den Tod wünsche….Fazit ist das ich liebend eingestellt bin. Meine Kraft ist eine schaffende Kraft

    • Juli 22, 2012 um 7:15 pm

      Oh , hier triffst du den nächsten groben Punkt auf:
      Auch das „leben“ ist ein Konzept unseres menschlichen Gehirns. Was, wenn schon dieses Konzept falsch wäre?
      Nächste Woche komme ich noch darauf zurück …
      LG Martin

      • federleichtes
        Juli 24, 2012 um 2:33 am

        DAS Konzept des Lebens?

        Du fragst:
        „Was, wenn schon dieses Konzept falsch wäre?“

        Es gibt verschiedenste Vorstellungen darüber – die meiner Ansicht nach nicht stimmen können, weil der (komplette oder genaue) Blick zurück fehlt.

        Ja, es gibt ein Konzept, und dem folgt die Entwicklung – vorwärts in die Ordnung und rückwärts ins Chaos; ohne das Chaos verstanden zu haben, gibt`s keine Erkenntnis.

        Was hältst Du von dem Satz:

        „Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.“

        Heute war ich mit einem zehnjährigen Jungen unterwegs. In der ersten Stunde fragte er mir Löcher in den Bauch, in der zweiten Stunde hörte er mir zu. Er trank aus meiner Wasserflasche – das war mir eine Ehre.

        Dir oder Euch weiterhin schöne Urlaubstage.

        Wolfgang

  9. Manfred Voss
    Juli 21, 2012 um 1:41 am

    @Nick Mott
    „Man könnte auch sagen: …
    Die Liste ist beliebig ausbaubar.“

    … sind wir da nicht wieder bei dem, was im Vers 38 des Tao-Te-King ausgedrückt ist?

    „Wenn das Tao verloren geht …“

    (Solveigh hatte das seinerzeit dankenswerterweise herausgesucht:
    https://faszinationmensch.wordpress.com/2012/03/09/brauchten-wir-nicht-einmal-die-goldene-regel-wenn-wir-eigenwillig-waren/#comment-5374)

    @Wolfgang
    „- aber was ist, wenn das System nur ein Symptom ist?“

    Beides ist richtig, meine ich – ich sehe da ein Henne-Ei-Problem … ich könnte auch sagen: ein „Münchhausen-Job“ – sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen 😉

    Es sieht unmöglich aus, aber die Evolution schafft das – jeder einzelne wirkt daran mit, in sehr unterschiedlicher Weise …

    LG
    Manfred

    • federleichtes
      Juli 21, 2012 um 3:30 am

      Ja, die Henne und das Ei, vom Hahn mal ganz zu schweigen..Für mich gab es (vor der Zeit) ein Problem, und für die Lösung wurde ein System geschaffen. Die Lösung ist eine Idee, also Geist, der einen Plan mit verschiedenen Programmen in Szene setzte. Insofern glaube ich, sind wir alle in einer Ordnung tätig, auch wenn diese Ordnung immer größeres Chaos hervor bringt. Aber die Ordnung steht über dem Anschein – oder wirkt hinter den Bildern.

      Euch ein schönes Wochenende.

      Susanne und Wolfgang

  10. federleichtes
    Juli 22, 2012 um 1:56 pm

    Ein paar Worte zum Wesen von Erkenntnis.

    Erkennen betrifft verschiedene Dimensionen. Wir erkennen einen Punkt, aus dem im fließenden Wahrnehmen verschiedene Punkte werden. Wir unterscheiden dann verschieden farbige und verschieden große Punkte – sie formen sich zu einem Bild. Dann sehen wir das Bild eingebettet in eine mehrdimensionale Landschaft, verschiedene Kräfte wirken und Ideen sich gestalten.
    Das Wahrnehmen ist sehr komplex. Anfangs, wird es immer komplexer, vielleicht auch rätselhafter, undurchdringlicher, ja auch widersinnig. Aber ich glaube, dass bei genügend langer Betrachtung die Detal-Informationen immer weniger bedeutsam werden und das rein Energetische und Strukturelle (intuitiv) wahrnehmbar wird – sozusagen in Erscheinung tritt.

    Vielleicht läßt sich das „Erfassen“ der Schöpfungsordnung erklären mit bestimmten Wesens-Eigenschaften. Unverzichtbar scheint mir die Liebe, sich den Erscheinungen mit Hingabe zuzuwenden, sein Ich-Wesen mit dem Wesen des Ganzen verschmelzen zu lassen.

    Dem Leben geht es offensichtlich um Energie und Information, bzw. der Gestaltung des Miteinaders von Energie und Informationen – unter einer Prämisse, die neu geschaffen wird und die wir Bewusstsein nennen. Ob wir diese Eigenschaft Affinität oder Empathie oder Liebe nennen, ist wohl nicht so wichtig. So, wie ich es derzeit in meinem Leben immer konkreter erfahre, geht es um die Fähigkeit, eine angemesene Beziehung gestalten zu können – zu sich selber, zu anderen, zu Raum und Zeit und Etnwicklung. Mag es darauf hinaus laufen, Liebe und Geist in Harmonie zu bringen? Ich weiß es nicht.

    Wolfgang

  11. federleichtes
    Juli 25, 2012 um 1:08 pm

    Was nun, wenn das Leben selbst der Ethos wäre – Leben (als Dynamik und Entwicklung) die Vernunft des Überlebens IST?

    Dann wäre ethisch:
    Am Leben teilzunehmen, sich geistig und gefühlsmässig zu bewegen, sich zu entwickeln in dem Sinne, den Ethos des Lebens zu entdecken und – gewisserweise – ihm zu folgen?

    Und es wäre klar, dass die Frage nach dem Ethos eine Frage ist, die sich (nur) dem Individuum stellt – und die sicher etwas mit Bewusstsein zu tun hat.

    Wolfgang

  12. Manfred Voss
    Juli 25, 2012 um 2:53 pm

    Lieber Wolfgang, jetzt wird es ernst … 😉

    Du sprichst etwas Fundamentales an, meine ich, und das erlaubt mir auch ein paar Worte zur allgemeinen Struktur, die ich bei der dynamischen Entwicklung von Erkenntnis zu sehen und verstanden zu haben glaube. Es ist, soweit ich sehen kann, die gleiche Struktur wie allgemein in jeder Evolution.

    (Ich finde, Du beschreibst das sehr gut. Und ja, auf der Bühne der Evolution spielt „menschliches Bewusstsein“ gerade, im eher kosmischen Zeitmaßstab gemeint, die Hauptrolle.)

    Ich sehe die gleiche Struktur dieser Dynamik, na ja, eigentlich überall, wenn ich genauer hinschaue. Und jetzt könnte ich natürlich eine lange und gelehrte Abhandlung schreiben, über die Dynamik der „holarchischen Entwicklung“, die ich gleichermaßen überall sehe – auch in Bereichen, die für viele eher am Rande liegen und „ungewöhnlich“ erscheinen mögen, wie z.B. die historische Entwicklung der Teildisziplinen in der Mathematik (etwa Geometrie, oder Statistik, oder Zahlentheorie, oder Differential- und Integralrechnung) … ja, wirklich. Oder in der Entwicklung der Quantenmechanik – die „Punkte“ lösen sich am Ende auf in ein allein übrigbleibendes „dynamisches Wirkgefüge“ … sozusagen nur noch reine Kommunikation, die Materie als statisches Punktmuster löst sich auf und geht dabei in dieser übergeordneten Einheit verloren. Dann hat sich der ewige Kreislauf „Einheit => Vielheit => Einheit auf der nächsten Ebene“ erneut geschlossen.

    Wie H.P. Dürr es einmal ausdrückte:
    „Wir müssen verstehen, was wir nicht begreifen können.“

    Stattdessen versuche ich es poetisch-stenografisch, mit einer Strophe aus einem Gedicht, das ich vor etwa 30 Jahren intuitiv vorausahnend geschrieben habe:

    „… wirklich lebst du, zärtlich eingebunden
    im wirkgefüge trunkenschwacher, starker stunden –
    kostbar zart und kräftig schmeckt der liebeswein,
    der in dir strömt: nur schwache wollen dauernd helden sein …“

    In einem spirituellen Forum, wo ich auch schreibe, habe ich kürzlich über die Rolle eines „spirituellen Meisters“ geschrieben (und die Natur IST ein Meister!):

    „Ein Meister ist KEIN Priester – er sagt dir nicht, was gut und böse ist … seine einzige Botschaft lautet: Werde bewusst, spüre deinen inneren Strom in Verbindung mit dem Ganzen, und jeder Missionar oder Priester als Vermittler, jedes dogmatische Denksystem und jegliches moralische Regelwerk werden augenblicklich überflüssig bzw. sogar hinderlich.

    Für viele Menschen harter angsterzeugender Tobak. Freiheit und Verantwortung sind siamesische Zwillinge – die letzte Botschaft eines Meisters lautet: ‚If you meet Buddha on your way, kill him!‘. Die „Arbeit“ eines Meisters ist getan, wenn er (in gewissem Sinn) überflüssig geworden ist. Was nicht bedeutet, dass die Liebe und Dankbarkeit zu ihm verschwindet … im Gegenteil.“

    Lieben Gruß
    Manfred

  13. Juli 25, 2012 um 4:02 pm

    Passend zur Evolution realer Lebensformen, auch wenn der Text der Rolle von Bewusstsein im Ganzen nicht ganz gerecht wird … doch wir Menschen nähern uns mit kleinen Schritten …

    Klicke, um auf Gedanken.zur.Evolution.pdf zuzugreifen

    “Es ist üblich, zu sagen, dass sich der menschliche Organismus in Anpassung an die Bedingungen auf der Erde entwickelt hat. Es ist jedoch umgekehrt. Die Idee des Menschen war im Raum-Zeitlosen zuerst gegeben und drückte sich –gleichzeitig –als Empfindung und als höchst komplexes Schwingungsmuster im physikalischen Universum aus.“

    Gruß Guido

    • Juli 29, 2012 um 10:17 pm

      Danke, Guido, für diesen erhellenden Text, inklusive dem Fazit:

      Es ist üblich, zu sagen, dass sich der menschliche Organismus in Anpassung an die Bedingungen auf der Erde entwickelt hat. Es ist jedoch umgekehrt. Die Idee des Menschen war im Raum-Zeitlosen zuerst gegeben und drückte sich – gleichzeitig – als Empfindung und als höchst komplexes Schwingungsmuster im physikalischen Universum aus. Dieses Muster manifestierte sich zunächst elektromagnetisch und wirkte als Attraktor auf Materie aus dem Universum. Es gestaltete Schwingungen und Formen der Erde im Großen wie im Kleinen. In den Silikaten bildeten sich die Vorlagen und Katalysatoren für die Entwicklung organischer Substanzen einschließlich der DNS. Auch heute noch entstehen an silikatischem Staub im Universum organische Verbindungen. So wirkt die Idee vom Menschen weiter als Urbild und Triebkraft der Evolution.

      Und wenn wir das mit der Idee des Feinstofflichen zusammenbringen, stehen noch uns noch viele große Dinge in das menschliche Bewusstsein an 🙂

      LG Martin

  14. Manfred Voss
    Juli 25, 2012 um 8:10 pm

    Danke für den Link, Guido.

    Möglicherweise völlig off-topic für den Thread hier, aber dennoch eine Frage an Dich: Hast Du Dich schon mal mit „Global Scaling“ (http://www.global-scaling-institute.de/files/gskompv18_de.pdf) beschäftigt? Wenn ja, was hältst Du davon?

    Die Antwort kann ja auch ganz kurz sein … 😉

    LG
    Manfred

    • Juli 27, 2012 um 2:56 am

      Danke Manfred für die Info. Nun die Kritiker gehen ja nicht gerade zimperlich mit dem Thema des Global Scalings um. Ich habe mir den Text mal durchgelesen und komme für mich zum Schluss, dass im Kern was Wirkliches/Wesentliches dran ist. Wie im Großen, so im Kleinen. Viele dargelegten Zusammenhänge sind schlüssig und machen Sinn und erklären, was es mit der reaktiven Unordnung auf sich hat und mit der Gewöhnung an immer wiederkehrende Bilder. In der Schale, die den Kern umgibt, zeigen sich jedoch reichlich faule Stellen, vor allem mit Bezug auf die Anwendungen des Global Scalings. Offensichtlich steht auch hier mal wieder Profit im Vordergrund, aber leider nicht das Gesamtbild.

      Den Ausführungen zur Wahrnehmung stimme ich jedoch voll zu, denn die reale Bildersprache zeigt die Zusammenhänge sehr deutlich.

      Gruß Guido

      • Manfred Voss
        Juli 27, 2012 um 11:01 am

        Danke … ja, so etwa ist auch mein Resümee.

        (Ein vielleicht nebensächlicher, aber für mich bemerkenswerter Aspekt ist die – wie ich es empfinde – ästhetische Schönheit von Kettenbrüchen, aber das hat nur indirekt mit Global Scaling zu tun ;-))

        LG
        Manfred

  15. federleichtes
    Juli 26, 2012 um 12:05 am

    Merkwürdig, lieber Guido, dass ich von Deiner Teilhabe WUSSTE.

    Kann wohl der Mensch die Antwort auf eine Frage sein, die beantwortet werden MUSS?
    Und das aus diesem Grunde ALLE Bedingungen für den Weg der Lösung geschaffen wurden?
    In der Welt spiegelt sich ein Ur-Problem.
    Ja, es gibt ein „Höheres“ Bewusstsein, nach meiner Auffassung aber „nur“ über das Problem UND den WEG zu einer Lösung.

    Der Weg ist die Ordnung.
    Innerhalb der Ordnung gestalten Muster, was wie Beliebigkeit erscheint – und ein Gefühl von Freiheit erzeugen.

    Herzliche Grüße an Euch.

    Wolfgang

  16. Manfred Voss
    Juli 27, 2012 um 11:10 am

    „… Brüten wir das ‚Ei‘ mal auf die langsame Art weiter aus, oder?“

    Klar … Lebendiges kann man nicht „machen“ (höchstens kaputtmachen) – ich zupfe ja auch nicht an einem Grashalm, damit er schneller wächst 😉

    LG
    Manfred

    • federleichtes
      Juli 27, 2012 um 12:03 pm

      Bei brütender Hitze drängt sich mir die Idee der Selbst-Brütung auf. Auch das Prinzip läßt sich in der Natur beobachten: Die Bedingungen für das Erscheinen von Erscheinungen SIND geschaffen.
      Und verweigert man den Schritt von A nach B, kommt folgerichtig C – aber das B erscheint dann auf andere Art, zu anderer Zeit oder an anderer Stelle.

      Wahrnehmungs- und Interpretatonsmuster verändert man nicht willentlich, jedenfalls nicht bei Anderen. Meine täglichen Wege lehrten mich zu erfassen, was da ist, und nicht relativ irrealen Vorstellungen zu folgen.

      Wolfgang

  17. Juli 30, 2012 um 12:27 am

    Vielen Dank für EUREN Gruß, Manfred.

    Ja, das Leben KANN losgelöst sein von der Polarität/Dualität/Ambivalenz/Dichotomie.
    Von mir verlangte bisher niemand, mich in ein Lager zu stellen und die Gegenseite als Tretboot zu benutzen; jedenfalls nicht erfolgreich. Vernunft und Liebe brauchen keine Partei und beides in Synthese ist „künstlich“ kaum erfolgreich zu organisieren. Nick spricht von Friktionen, die es zu vermeiden gilt, ich spreche gerne von einem reibungslos fließendem Leben. Und ich glaube, man kann eine SEHR klare Meinung haben und trotzdem sich neutral verhalten. So in etwa wie diese Rotkleeblüte.

    Susanne und Wolfgang

  18. Manfred Voss
    Juli 31, 2012 um 5:00 pm

    – Im Lauf der Zeit habe ich gelernt, dass ich nicht so sehr visuell orientiert bin, sondern eher abstrakt-auditiv. Daher wohl auch mein Empfinden für mathematische Schönheit.

    – Eine Erinnerung: Vor ca. 25 Jahren habe ich eine Matinee mitgestaltet, zusammen mit Joachim-Ernst Behrendt und einem deutsch-amerikanischen Physiker. Thema: Kultur und Naturwissenschaft. Behrendt hat aus seinem Buch (Nada Brahma – Die Welt ist Klang) gelesen, der amerikanische Physiker hat über seine innere Verbindung zu indianischen Wurzeln gesprochen, und ich darüber, wie ich Naturwissenschaft als wesentlichen Teilaspekt einer ganzheitlichen Kultur empfinde. War schön und „nahrhaft“. Nach dem Vortrag hat mir eine Teilnehmerin eine schöne Feder geschenkt …

    „Wie verhält ers sich mit den musikalischen Strukturen, die Du „erkennst“.
    Sehen Deine Augen Töne?“

    Hm, schwer zu beschreiben … direkt hören kann ich es beim Sehen nicht – wenn ich einen klaren Akkord „sehe“, muss ich ihn schon nachspielen, um ihn zu hören. Die Verbindung ist etwas indirekt.

    „Übrigens, als ich eben Max antwortete, dachte ich: Jetzt würde ich gerne Manfreds Meinung hören.“

    Ja, ich fühlte mich bereits angeregt, da auch noch etwas zu schreiben, aber das geht in diesem Fall nicht so zwischen Tür und Angel – mal sehen, wie ich dazukomme … ich bin jetzt erstmal froh, dass das Problem des Bild-Hochladens gelöst ist.

    Lieben Gruß
    Manfred

    • August 4, 2012 um 2:09 am

      Lieber Manfred,

      Deine Schilderungen sind ein sehr schönes Bespiel dafür, wie verschieden wir alle mit Talenten, sprich Fähigkeiten ausgestattet sind. Du nimmst die Welt vermutlich in Teilen ganz anders wahr als wir.

      Als ich heute sah, wie zur Rückfahrt von Belrin einem Behinderten via Hebebühne mit seinem Rollstuhl in den Zug geholfen wurde, fragte ich micht, wie Jemand, der Blind ist und auch nicht hören kann, dennoch in dieser Welt zurecht kommen kann. Er wird ja nicht in unseren Begriffen denken. Dennoch wird er lernen können, sich in der Welt auf seine Weise zu bewegen.

      Bevor sich die Sprache entwickelt hat, haben sich unsere Vorfahren auch ohne einen solchen differenzierten Begriffshorizont gemeinsam organisieren können. Nicht anders machen es ja heute auch die Primaten. Aber auch andere Herden, z.B. die Elephanten, oder Delphin-Schulen.

      Ob sich diese Gruppen auch eine Ethik gegeben haben. Ich denke schon, wenn wir Ethik als nichts anderes betrachten als das gemeinsame Regelwerk eines für dei Gruppe zuträglichen Verhaltens. Wer sich nicht an die Spielregeln hält, wird ausgeschlossen. In Köln ist sogar vor ein Paar Wochen eine Elefantenkuh von den anderen erdrückt worden, weil sie verrückt gespielt hat.

      Ist Ethik dann gar nicht Heres sondern einfach nur ein Mittel zum Zweck zur Hebung der Überlebenswahrscheinlichkeit?

      D.h. je höher ein Bewusstseinslevel desto ausgefeilter die Spielregeln. Und wenn die Ethik nicht mehr stimmt, überborden die Spielregeln. Wir haben heute über 25.000 Spielregeln, die ein Compliancen Manager im Auge behalten muss, damit die Mitarbeiter im Unternehmen keine verletzt und damit einen Imageschaden verursacht, was ohne Frage schädlich für das Unternehmen wäre.

      LG Martin

      • August 5, 2012 um 12:58 am

        Ich glaube nicht, dass ich WESENTLICH anders wahrnehme als meine Mitmenschen – es gibt so etwas wie „strukturelle Resonanz“, die sich im Zusammensein synchronisiert, vielleicht ist das ja die vielbeschworene Empathie. Klar, die Unterschiede im Detail sind dann die „Klangfarbe“, die bereichernden Aspekte …

        Schwieriger oder fremder wird es wohl, wenn diverse Sinnesorgane gar nicht funktionieren, wie z.B. bei Taubblinden … ich erinnere mich an Helen Keller (http://de.wikipedia.org/wiki/Helen_Keller), die als Taubblinde Erstaunliches geleistet hat. Und ich erinnere mich an eine SF-Geschichte (inspiriert durch das Leben von Helen Keller), die ich vor längerer Zeit gelesen habe, die eine Gesellschaft aus Taubblinden beschreibt, wie deren Zusammenwirken abläuft, und welches „Ethos“ sich hier daraus entwickelt.

        Leider fallen mir im Moment weder Autor noch Titel dieser Geschichte ein, werde ich ggf. nachtragen, wenn es mir wieder einfällt, da es eine tiefschürfende Geschichte ist, hochspannend zu lesen … eine Form des Zusammenlebens von Menschen, die NUR auf gegenseitiger Wahrnehmung durch Berührung und Duft aufgebaut ist – zutiefst menschlich. Nicht nur das, sondern sogar „menschlicher“ als unsere derzeitige Gesellschaftsform, da das Auge als Fernsinnesorgen leider als Nebenprodukt (neben allen Vorteilen) auch eine größere Distanz zwischen Menschen schafft.

        (Ich finde z.B. Selbsterfahrungsgruppen empfehlenswert, in denen die Wahrnehmung durch die einzelnen, verschiedenen Sinnesorgane gezielt „selbsterforscht“ wird …)

        Ich hatte ja weiter oben formuliert: „Ethos entsteht als selbstverständliches Nebenergebnis, wenn man in aktiver Ordnung im Gesamtwirkgefüge harmonisch mitschwingt.“ Und natürlich bringt das auch eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit der Gesamtgruppe mit sich, da auf Kooperation aufgebaut. Energetisch günstiger, und daher stabiler.

        Natürlich gehören hierzu auch vereinbarte „Konstanten“ als Rahmen, die den Verhaltensspielraum festlegen, aber grundsätzlich sollten die Regeln so einfach wie möglich sein, meine ich, weil sonst die Fähigkeit zur Selbstregulation und damit auch die „dynamische Stabilität“ eingeschränkt wird … 25.000 Spielregeln ? Oh my god …

        Lieben Gruß

        Manfred

  19. Manfred Voss
    August 1, 2012 um 2:15 pm

    Ob ich in der Natur fotografiere, oder ob ich irgendwo sitze, innerlich auf Klänge und Worte lausche, woraus dann z.B. ein Gedicht entstehen mag – ich nehme wahr, was da innerlich wie abläuft, und sehe eine sehr ähnliche, vielleicht sogar identische Struktur – am Beispiel eines Gedichtes:

    Ich erlebe das weniger als ein Tun als vielmehr als ein Geschehenlassen, wo es mich mitnimmt, wo ich auf Impulse antworte, indem ich innerlich zur Seite trete und Worte durch mich hindurchtanzen lasse, und dabei einfach auf „assoziative harmonische Resonanzen“ lausche, die von den Worten ausgehen …

    Durch diese Resonanzen entstehen Vernetzungen und Rückkopplungen, und immer wieder „hakt“ was ein, findet und verbindet sich, manches löst sich auch wieder auf, eine zunächst vage neue Form entsteht – ich empfinde es als lebendiges Wachsen und liebevolles Zusammenwachsen. Paradoxerweise (zumindest bei mir) immer verbunden mit einer sehr präzisen Struktur – ich mag es sehr, wenn Sprache locker „swingt“ und dabei gleichzeitig auf eine selbstverständliche Weise präzise strukturiert ist. Im „Liebesspiel“ dieser Polarität schmunzelt das Leben, fröhlich oder auch mal etwas bitter.

    Und wenn sich dann eine bestimmte formale (harmonikale) Struktur zu zeigen beginnt, und ich zunehmend darauf achte, dann wirkt das wie ein Magnet, öffnet gleichzeitig einen Spielraum und fokussiert in diesem Spielraum die aktuellen inneren Strömungen, die anderweitig für mich nicht fassbar wären. Gedicht bedeutet „Verdichtung“.

    Beim Fotografieren: Ersetze „Wahrnehmung von Worten“ durch „Wahrnehmung von Bildern“ … auch Worte sind in gewisser Weise Bilder.

    Ich hoffe, das klingt jetzt alles nicht zu trocken – für mich ist es saftig und voller Leben.

    „… hat man schon seinen Spaß, ganz im ernst …“

    So manches, vor allem Tiefreichendes, lässt sich nur noch paradox ausdrücken … ich könnte z.B. auch sagen: Ich kannte Joachim-Ernst Behrendt, bevor ich ihn kennenlernte 😉

    Ich hab mal den Aphorismus formuliert: Ein Paradox ist die Pointe, wenn Gott einen Witz erzählt. (Allerdings bemühe ich christliche Terminologie eher selten, ist mir in der Regel zu sehr „vergiftet“.)

    Liebe und Geist SIND für mich untrennbar – wie ich schon mal auszudrücken versucht hab: ZWEI Flügel EINES Vogels … anders formuliert:

    Lieben und Erkennen sind ebenfalls siamesische Zwillinge – überall da, wo nicht „erkannt“ wird, wird auch nicht „respektiert“ (da Respektieren eine Voraussetzung für Erkennen ist – „immer wieder von neuem genau hinschauen“ ist ja die wörtliche Bedeutung von lat. „respectari“).

    Und überall da, wo nicht respektiert und erkannt wird, gerät als Folge das Lieben unvermeidlich „aus der Spur“, und wird dann mehr oder weniger zur Vergewaltigung, in tausenden Varianten in menschlichen Beziehungen (sich selbst wie auch anderen gegenüber), wie auch z.B. in der Beziehung eines Naturwissenschaftlers zu Naturwissenschaft, oder in der Beziehung des Menschen zur Natur – wie in jedem „Wirkgefüge“, wie in allen Beziehungen, wie in jeglicher „Vergemeinsamung“ = Kommunikation, deren Grundlage ja erkennen und wahrnehmen ist …

    Ich versuch mal eine Formulierung: Ethos entsteht als selbstverständliches Nebenergebnis, wenn man in aktiver Ordnung im Gesamtwirkgefüge harmonisch mitschwingt. (Mal sehen, was Guido dazu meint ;-))

    Danke für Eure Bilder.

    Lieben Gruß
    Manfred

  20. August 1, 2012 um 3:19 pm

    DAUMEN HOCH 😉

    “Beim Fotografieren: Ersetze “Wahrnehmung von Worten” durch “Wahrnehmung von Bildern” … auch Worte sind in gewisser Weise Bilder.“

    Die Realität ist das gemeinsame Fotoalbum aller Wahrnehmenden. Manche Bilder kleben fest, andere sind lose und gehen auch schon mal verloren …

    Gruß Guido

  21. August 5, 2012 um 1:37 am

    Der Musiker Thomas D (Die Fantastischen Vier …) berichtet über seine bewusstseinserweiternden Erfahrungen mit LSD. Er erzählt von seinen Einsichten über die Illusion der Dualität(Geist & Körper), die Schöpfungskraft der Gedanken, Liebe, Dankbarkeit, Demut, Verantwortung gegenüber der Schöpfung und die Bestimmung der Menschheit, und dass alles Eins sei.

    Für Thomas D ist Lysergsäurediethylamid (= LSD) keine Droge im üblichen Sinne des Wortes ist, sondern eine wahrhaft bewusstseinerweiternde Substanz, die dem menschlichen Geist neue, bzw. die eigentlichen Dimensionen des Denkens und Fühlens erschließen könne. LSD konsumiere man nicht, um einen Rausch zu erreichen. Es gehe mehr um eine spirituelle Reise, die einem das wahre Sein erfahren lasse.

    Ich habe noch nciht geschaut, ob Andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben, oder ob diese Droge auch wie die Ethik für Jeden etwas Unterschiedliches bereit hält 😉

    • August 5, 2012 um 10:15 am

      Naja, vor allem, wenn es um Werbung für Drogen geht, die neue Konsumenten anzieht, weil sie ungeahnte Profite bringt (ist nach Waffen und Chemie das dritt-beste Geschäft – wobei sowohl Waffen als auch Drogen eng mit der Chemie-Industrie verknüpft, ja im ureigenen Sinne nur Zweige davon sind!), denen dann das Hirn und der Körper zermatscht wird, die für ein normales Leben nicht mehr tauglich sind. Aber über die damit in Verbindung stehenden Krankheiten dann der Pharma-(Chemie-Industrie) noch einmal horrende Gewinne in die Kassen spült!

      Ich halte gar nichts von irgend einer Art von Drogen, die das Hirn – wie auch immer- vernebeln.
      Die Dualität auflösen kann ich auch ohne Drogen, dafür aber gefahrlos und nachhaltig, ohne die Sucht, den Rausch wiederholen zu wollen, schließlich zu müssen, der fatale Folgen bis zur vollkommenen Persönlichkeits-Zerstörung und Tod haben kann.

      Und ganz zum Schluss ist das auch eine Art des Völkermordes, denn LSD-Abhängige sterben früh, nehmen am gesellschaftlichen Leben nicht mehr teil und bekommen meist keine Kinder, wenn doch, sind die geistig und körperlich behindert, unfähig zur Fortpflanzung.

      LSD wird auch als Folter in US amerikanischen Gefängnissen angewandt!

      • August 5, 2012 um 11:58 am

        Liebe Solveigh,
        vielen Dank für die vielen kritischen Anmerkungen zu dieser Droge. Ich denke mal, dass die von ihm geschilderten Erkenntnisse irgendwo vorher schon gesammelt und vorhanden waren und durch die Droge nur noch verstärkt wurden. Immerhin ist ER stark genug, nicht davon abhängig geworden zu sein.
        Das Drogenthema ist auch noch so eine Sache. Die CIA lässt sich wohl ordentlich von den Dorgenbossen schmieren. So bekommen sie durch Wegschauen ihre Gelder für Aktivitäten zusammen, die sie nicht öffentlich machen müssen.
        LG Martin

        • August 5, 2012 um 2:16 pm

          Die CIA schützt, nutzt und initiiert aktiv den Drogenhandel (siehe Afghanistan, wo die US Army eingesetzt wird, um den Drogenanbau [Opium] und die Handelswege zu schützen), um einerseits einen Teil ihrer Aktionen und die Ausbildung, Anleitung und Bewaffnung der vielen „Rebellen“ zu finanzieren, ohne den Umweg über die (genehmigungspflichtigen) Gelder der Regierung gehen zu müssen, was nur unnütze Dokumente und Beweise schaffen würde, und um andererseits aktiv und bewusst schleichenden Völkermord zu betreiben, wie er auch von der US Army durch den Einsatz der uran-ummantelten Munition betrieben wird.

          Das ist kein Wegschauen sondern aktive Kriegsführung gegen die Völker dieser Erde!

          Es ist unbedingt notwendig, das Kind beim richtigen Namen zu nennen, ohne irgendwelche beschönigenden oder besänftigenden (ist ja nicht so schlimm) Worte und Beschreibungen zu benutzen.

          Zu dem Herrn da oben: Auch wenn er stark genug ist, so sind es die meisten Nachahmer eben gerade nicht!
          Das Video ist eine offene Werbung für den Gebrauch von LSD – und das ist verbrecherisch, denn so wird der Markt für dieses Gift geschaffen!

          Als ich eben recherchierte stellte ich die fast durchweg positive Betrachtung des Giftes LSD fest. Das ist unglaublich! Den Menschen wird eingeredet, LSD sei weniger gefährlich als Niktotin und Alkohol!

          Aber:

          LSD hat auch in geringen Dosierungen eine starke Wirkung, die vor allem von den Erwartungen und der seelischen Verfassung des Konsumenten abhängig ist. So kann ein LSD-Rausch als positives Erlebnis und Bereicherung empfunden werden, aber auch Ängste und Panik auslösen (Horror-Trip).

          Etwa eine halbe Stunde nach der Einnahme beginnt das Rauschmittel zu wirken, insgesamt dauert der LSD-Rausch 6 bis 12 Stunden.

          Folgende Erlebnisse werden von Konsumenten beschrieben:

          Farben werden leuchtender und Formen schärfer
          ausgeprägte Hochgefühle
          filmähnliches Erleben phantastischer Szenen
          verändertes Zeitgefühl.

          Verhaltensänderungen, die von anderen beobachtet werden:

          unkontrolliertes Lachen
          Realitätsverlust
          Verlust des Selbstbewußtseins
          Orientierungslosigkeit.

          Körperlich wird meist eine Pulserhöhung, Pupillenerweiterung und erhöhte Temperatur festgestellt.

          Das Abklingen des Rausches kann mit Müdigkeit und Depression verbunden sein. Erst einige Tage später spricht der Körper wieder auf LSD an, und ein Rausch kann wiederholt werden.

          und

          LSD verursacht keine körperliche Abhängigkeit, denn beim Absetzen der Droge treten keine körperlichen Entzugserscheinungen wie zum Beispiel bei Alkoholabhängigkeit auf.

          Bei häufigem LSD Konsum entwickelt sich langsam eine seelische Abhängigkeit mit dem Bedürfnis, durch die Droge zu einem intensiveren Erleben zu gelangen. Der Abhängige verliert den Bezug zur Realität.

          Sind solche Menschen noch zu eigenem Denken und Hinterfragen der sie umgebenden Welt fähig?
          Sind solche Menschen noch in irgend einer Weise fähig, am Leben teilzunehmen?

          Der geschaffene Hype mit Schaffen eines Bedarfes für LSD ist Verbrechen an der Menschlichkeit!

          • August 5, 2012 um 4:04 pm

            Danke, dass Du den Scheinwerfer noch deutlicher auf diese Bilderwelt der LSD-Droge gelenkt hast, Solveigh!

            Hast Du bzgl. des CIA und den Drogenaktivitäten in Afghanistan einen guten Link, oder magst Du zu dem Thema selbst noch etwas hier als Artikel einstellen. Ich meine, dass das ein absolut wichtiges Thema ist. Und es ist ja auch nicht neu, denn einen Drogenkrieg gab es ja seitens England mit China auch schon lange vorher.

            LG Martin

  22. August 5, 2012 um 5:23 pm

    Martin Bartonitz :

    Danke, dass Du den Scheinwerfer noch deutlicher auf diese Bilderwelt der LSD-Droge gelenkt hast, Solveigh!

    Hast Du bzgl. des CIA und den Drogenaktivitäten in Afghanistan einen guten Link, oder magst Du zu dem Thema selbst noch etwas hier als Artikel einstellen. Ich meine, dass das ein absolut wichtiges Thema ist. Und es ist ja auch nicht neu, denn einen Drogenkrieg gab es ja seitens England mit China auch schon lange vorher.

    LG Martin

    Ich werde mal sehen, ob ich entsprechende Links, aus denen ich mein Wissen geschöpft habe wiederfinde. Hatte da natürlich nichts gespeichert…
    Wenn ich was (wieder-)finde, schreibe ich den Artikel, ja.

  23. August 9, 2012 um 8:24 am

    Das grundsätzliche Problem, Realität und Wirklichkeit miteinander zu verwechseln

    “ Es sind die gleichen Gegebenheiten, aus denen der Geist und die Welt gebildet sind. Die Situation ist für jeden Geist und seine Welt die gleiche, trotz der unermesslichen Fülle aller Querverbindungen zwischen ihnen. Bewusstsein ist dasjenige, wodurch die Welt erst existiert.“ E. Schrödinger/Physiker.

    Da alle Vorstellungen, die wir von der Wirklichkeit entwickelt haben, lediglich Reflexionen unserer Wahrnehmung sind, können wir nicht wissen, wie diese Wirklichkeit tatsächlich ist. Den meisten Menschen ist es vertraut, dass ihr eigenes Denken und Bewusstsein unterschiedlich ist und sie sich mittels diesen tatsächlich selbst beobachten können. Da sich aber Beobachter und Beobachtetes verändern, sobald sie miteinander in gegenseitige Beziehung treten, muss davon ausgegangen werden, dass Selbstreflexion ungenau ist, weil nur im Betrachten durch das Denken, dasselbe sich darin wiederfindet und nicht die Wirklichkeit, welche dann schon wieder Vergangenheit ist. So wird demnach nie in Wirklichkeiten gelebt, sondern nur in bestimmbaren Realitäten, welche da selbst erschaffen, auch wieder verändert werden können.

    gefunden in: Realität erwächst aus Wahrnehmung und Sprache: Worte und Begriffe verschleiern die Wirklichkeit

    • August 9, 2012 um 9:14 am

      Klingt mir wie: Nun bemüht Euch gar nicht, eine andere, menschliche Welt zu erschaffen, denn die ist ja auch nur Mythos und irreal, geschaffen von der Sprache, dem Denken und Fühlen und in Wirklichkeit hat jeder seine eigene kleine Welt (Trennung!), in der kein anderer reinpasst.
      Wer mich verwirren will, der ist mir nicht sehr glaubhaft. Und der Artikel vermittelt mir den Eindruck, mein Hirn vernebeln zu wollen.

      Es ist ja alles nicht wahr, Du träumst nur. Wie die Inder sagen: Es ist alles Maya (und natürlich schaffen es nur „Eingeweihte Priester“ der Maya zu entkommen.
      Na, dann kann ich mich ja auch einsargen lassen!
      *koppschüttel*

      • August 9, 2012 um 9:23 am

        Hm, ich hatte es eher als Hinweis gesehen, sich dessen bewusst zu sein und nicht alles zu glauben, was daher kommt. Und sich auch selbst darüber im Klaren zu sein, dass das, was ich heute als Wirklichkeit meine zu erkennen, schnell durch neuen Erkenntnisse ganz anders zu sehen sein wird.

        Also: Sei offen und gleichzeitig kritisch gegenüber neuen Ideen

        • August 9, 2012 um 9:37 am

          Ja, das kann auch drin stecken.
          Vor allem steckt da m.E. aber drin:

          Nichts ist wahr. Wenn aber nichts wahr ist, woran soll ich mich dann festhalten? Was soll dann Lebensmaxime sein? Nach diesem Artikel doch: Nichts ist wahr, nichts stimmt, du hast kein Ziel, denn jedes Ziel ist per se falsch, weil nur von Dir selbst definiert und Traum, eine Welt aus Wattewänden, die Du nicht zu fassen bekommst, die Du nicht erklären und darum nicht gestalten kannst, die letztendlich gar nicht da ist.

          Was soll mir das? Der Mensch ein wehrloser Halm im unbgereiflichen Meer der unendlichen Möglichkeiten, Gedanken und Gefühle, die er VIELLEICHT mit ein paar „Gleichgesinnten“ teilen kann, aber auch die sind im Grunde und wirklich in einer ganz anderen Welt…
          Verwirrung pur.

          Gott:
          „Du kannst die Welt, die ich geschaffen habe, nicht erkennen.“ (also bemühe Dich auch nicht darum)
          „Gottes Wege sind unergründlich.“
          etc.p.p. Merkst Du die Parallelen?

          • August 9, 2012 um 9:49 am

            Ja, zu erkennen ist das sehr wohl.

            Weshalb es mir dann doch wichtig scheint, das soziale Gruppen darum bemüht sind, einen gemeinsamen Bedeutungsraum zu definieren, damit alle eine möglichst große Annäherung haben. Ich brauche das Vertrauen darin, dass ich verstanden werde.

            Auf Facebook gab es gerade von Karin den Hinweis auf die Methode des Restorative Circles, der hilft, bei Abweichungen wieder Annäherung zu schaffen, so dass man sich nicht die Köpfe einschlägt sondern zu kreativen Lösungen kommen kann.

            Auf dem Weg zu einer Gerechtigkeit von Herzen

        • August 9, 2012 um 10:27 am

          Weshalb es mir dann doch wichtig scheint, das soziale Gruppen darum bemüht sind, einen gemeinsamen Bedeutungsraum zu definieren, damit alle eine möglichst große Annäherung haben. Ich brauche das Vertrauen darin, dass ich verstanden werde.

          Einverstanden. Diese Notwendigkeit und Möglichkeit ist aber in dem von Dir verlinkten Artikel nicht angelegt.

          Auf Facebook gab es gerade von Karin den Hinweis auf die Methode des Restorative Circles, der hilft, bei Abweichungen wieder Annäherung zu schaffen, so dass man sich nicht die Köpfe einschlägt sondern zu kreativen Lösungen kommen kann.

          Das mag bei Konflikten in kleinen Kreisen nützlich sein, gesamtgesellschaftlich wird das nicht helfen.

          • August 9, 2012 um 10:50 am

            hm, wenn diese Methodik überall Anwendungen findet, ist die Basis gegeben, die notwendige Reife für ein globales Denken und Handeln hin zu einer friedlichen Welt zu erlangen, oder?

  24. August 9, 2012 um 10:07 am

    Solveigh Calderin :

    Ja, das kann auch drin stecken.
    Vor allem steckt da m.E. aber drin:

    Nichts ist wahr. Wenn aber nichts wahr ist, woran soll ich mich dann festhalten? Was soll dann Lebensmaxime sein? Nach diesem Artikel doch: Nichts ist wahr, nichts stimmt, du hast kein Ziel, denn jedes Ziel ist per se falsch, weil nur von Dir selbst definiert und Traum, eine Welt aus Wattewänden, die Du nicht zu fassen bekommst, die Du nicht erklären und darum nicht gestalten kannst, die letztendlich gar nicht da ist.

    Was soll mir das? Der Mensch ein wehrloser Halm im unbgereiflichen Meer der unendlichen Möglichkeiten, Gedanken und Gefühle, die er VIELLEICHT mit ein paar “Gleichgesinnten” teilen kann, aber auch die sind im Grunde und wirklich in einer ganz anderen Welt…
    Verwirrung pur.

    Gott:
    “Du kannst die Welt, die ich geschaffen habe, nicht erkennen.” (also bemühe Dich auch nicht darum)
    “Gottes Wege sind unergründlich.”
    etc.p.p. Merkst Du die Parallelen?

    Dein Kommentar belegt sehr eindrücklich, wie raffiniert es gelungen ist das Geheimnis, welches es ermöglicht, aus realer Sicht, die Wirklichkeit durch die expansive Zeit zu bewegen.
    Du schreibst davon sich nicht zu bemühen, sprichst von Einsargung, und von einer ANDEREN Welt … aber warum und wofür sind Menschen immer wieder und noch immer mit Eifer dabei die Wahrheit offenzulegen ? Was treibt uns an, wenn nicht das Kohärenzgefühl ?

    Oder anders gefragt: Mit wie vielen Menschen, die sich nicht bemühen und einen Sarg vor Augen haben, lässt sich der Fluss der Realität aufrechterhalten ?

    Gruß Guido

  25. August 9, 2012 um 7:11 pm

    Martin Bartonitz :

    hm, wenn diese Methodik überall Anwendungen findet, ist die Basis gegeben, die notwendige Reife für ein globales Denken und Handeln hin zu einer friedlichen Welt zu erlangen, oder?

    Die pure inhumane asoziale und verbrecherische Macht des Geldes (Privat-Eigentum, Kapital, nenne es wie Du willst) wird das zu verhindern wissen. Sie haben kein interesse an ausgeglichenen, klugen, denkenden, kooperierenden Menschen.
    Solange es in kleinen Gruppen bleibt, ist es nicht wichtig – und wird wahrscheinlich nicht einmal bemerkt.
    Wird es größer und wirkmächtig wird es zerschmettert. Durch Intrigen, Geld, Macht, notfalls auch mit Bomben.

    Schau in die Geschichte.

    • August 9, 2012 um 7:43 pm

      Also besser in vielen kleinen Gruppen aktiv werden, um nicht aufzufallen, bis der „Körper“ komplett infiziert ist 😉

      • August 9, 2012 um 9:23 pm

        Über diese Möglichkeit denke ich auch schon ’ne Weile nach…
        Ob sie gangbar ist, wird die Praxis zeigen.

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