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Wie Werner von Siemens eine intakte Unternehmenskultur schuf – Teil I: Schwierige Rätsel haben keine einfachen Lösungen

Akademie für natürliche FührungAuch wenn Ethik nur rein subjektiv sein kann, wie wir aus meinem letzten Artikel ableiten konnten, so bieten die darin aufgestellten Werte doch einen wichtigen Rahmen des zuträglichen, vertrauensvollen Umgangs miteinander. Der ethische Werterahmen ist ein wichtiger Teil unserer Kulturen. Und auch in unseren Firmen finden wir eine Kultur. Und je nach gelebtem Werterahmen durch die Mitarbeiter haben diese Firmen Erfolg oder Misserfolg, sprich die einen Werte scheinen zuträglicher als die anderen zu sein.

Ich habe diese Woche via Xing die interessante Gruppe Moderne und förderliche Unternehmenskultur. Die Artikel auf Xing hatten mich inspiriert, so dass ich mit dem Initiator Wolfgang Horn von der Akademie für natürliche Führung Kontakt aufgenommen und anfragte, ob er nicht etwas für unseren Blog hat, was seine Idee der Wertedynamik gut darstellt. Besonders neugierig hatte er mich gemacht, da auch er meinte, dass nichts taugt, was nicht so einfach ist, dass es Jeder verstehen kann, und dass wir nur genau zuschauen müssten, was unsere Primaten tun …

Nun hat er mir gleich eine Serie zugeschickt und hier ist der erste Teil. Und das am Beispiel des unternehmerischen Organisierens von einem der wichtigsten deutschen „Gründer“, Werner von Siemens:

Schwierige Rätsel haben keine einfachen Lösungen

„Eine intakte Unternehmenskultur ist fast ein Garant für hohe Gewinne.“ (Peter F. Drucker, sinngemäß)

„Das Verständnis von Unternehmenskultur ist so unterschiedlich wie die beteiligten Personen, die den Begriff verwenden.“ („Unternehmenskultur – ihre Rolle und Bedeutung – Studie 2009/2011“. Kienbaum Management Consultants 2010 [2])

„Wenn die Leute nicht immer per wir in Geschäftsangelegenheiten sprechen, nicht Gelegenheit haben, sich bei Ehren und Sorgen des Geschäfts beteiligt zu fühlen, so kann man kein treues Festhalten, auch in trüberen Zeiten, verlangen und erwarten.“ (Werner von Siemens)

Diese drei Zitate bringen das wohl größte Rätsel der Betriebswirtschaftslehre auf den Punkt:

  • Erstens: Das Orakel des berühmten Unternehmensberaters löste eine langwierige Suche nach einer Methode aus, welche die Gewinne eines Unternehmen steigert durch Verbesserung der Unternehmenskultur.
  • Zweitens gesteht eine Beratungsunternehmen ein, bis heute sei nicht einmal eine Definition dieser Erfolgsfaktor allgemein anerkannt. Die aber wäre Voraussetzung gewesen für eine klare Anleitung zum Handeln.
  • Drittens beschreibt einer der größten Unternehmer eine solche intakte Kultur, der schon vor Drucker und vor dieser Suche gelebt hat.

Werner von Siemens ist der Kronzeuge für die These: Diese Kunst kann unmöglich kompliziert gewesen sein. Schwer durchaus, aber nicht kompliziert.

Frau Prof. Dr. Sackmann, die derzeitige Koryphäe in Sachen Unternehmenskultur, löst in ihrem Buch „Cultural complexity in organizations“ die Frage des von Siemens aber nicht mal auf mehreren hundert Seiten [2].

Die Wertedynamik, eine Entwicklung der Akademie für natürliche Führung, hat diese Rätsel auf einen Schlag gelöst:

Wertedynamik: Lehre vom System naturgesetzlicher Wechselwirkungen zwischen der Situation eines sozialen Systems wie „mein Team“, dessen Wertesystem, dessen Verhalten und Wettbewerbsfähigkeit, sowie Prozesse zur Diagnose, Qualitätsprüfung und Gestaltung des Wertesystems. Das Wertesystem eines Teams heißt „Teamgeist“, das eines Unternehmens „Unternehmenskultur“ und das einer Person „Persönlichkeit“.

Aber wer nun meinen würde, die Lösung sei nun mit einem Text von 100 Worten zu beschreiben, der würde all die Koryphäen beleidigen, die diese Lösung seit mindestens einem halben Jahrhundert vergeblich gesucht haben.

Schwierige Probleme können keine einfachen Lösungen haben, denn hätten sie eine, wären sie nicht schwierig.

Allerdings muß die Lösung eines schwierigen Problems nicht unbedingt schwer sein im Sinne von „kompliziert“. Manche Probleme wie beispielsweise „ich will mit dem Rauchen aufhören“ haben sogar simple Lösungen wie „einfach keine Zigarette mehr anfassen“, erfordern aber eine fast unmenschliche Selbstdisziplin.

Man versteht das Künstliche gewöhnlich besser als das Natürliche. Es gehört mehr Geist zum Einfachen als zum Komplizierten. (Novalis)

Bild 1: Eisbergmodell der Psyche und der Unternehmenskultur.

Bild 1: Eisbergmodell der Psyche und der Unternehmenskultur.

Als das Problem gelöst war, fand sich im Zitat des Freiherrn von Hardenberg, auch Novalis genannt, der Hauptgrund der Schwierigkeit: Die Lösung fand sich im Bereich der Gefühle, den S. Freud für unbewusst und unbeherrschbar hielt. Deshalb ist die Lösung für das intellektuelle Denken (das Denken in Begriffen, Abstrakte, oder gar in Zahlen, Daten und Fakten) schlicht undenkbar.

Die Unternehmenskultur ähnelt einem Eisberg – das Wichtigste an ihr ist unsichtbar und unbeherrschbar. (Edgar Schein, sinngemäß)

Freuds Schüler Edgar Schein, laut wikipedia der „Wegbereiter des Forschungsfeldes Unternehmenskultur“ hat seine Vorstellung von Mensch und Psyche übertragen auf Unternehmen und ihre Kultur. Damit hat er, aus heutiger Sicht, den Weg zum Forschungsfeld gar nicht bereitet, sondern mit einem ganzen Eisberg gründlich verbarrikadiert.

Aber sowohl Freud, als auch Schein haben sich geirrt.

Lesen Sie im Teil II die Widerlegung des Eisbergmodells der Psyche. Denn die Überwindung dieser Barriere ist notwendig zum intellektuellen Verständnis der Lösung – und zur späteren persönlichen Fähigkeit zum Schaffen einer intakten Unternehmenskultur.

Für die Mehrheit der Leser dürfte interessanter sein: Der intakte Teamgeist ist nur der „kleine Bruder“ der intakten Unternehmenskultur, beides sind Wertesysteme. Beide werden auf dieselbe Art und Weise geschaffen. Mit ihrer Qualität steigt die Produktivität. Sobald Bei- und Aufsichtsräte über das Wie und das Ausmaß dieses Einflusses informiert sind, werden sie Kandidat für Geschäftsführung oder Vorstand nur noch im Kreis Derjenigen suchen, die diese Fähigkeit bereits bewiesen haben.

Literatur, Quellen

[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/Eisbergmodell
[2]: „Unternehmenskultur – ihre Rolle und Bedeutung – Studie 2009/2011“. Kienbaum Management Consultants 2010
[3]: Sackmann, Sonja A. [Hrsg.]: „Cultural complexity in organizations“, Sage, Thousand Oaks, 1997

Hier geht es zum Teil II und III:

Wie Werner von Siemens eine intakte Unternehmenskultur schuf Teil II: Die Widerlegung des Eisbergmodells

Wie Werner von Siemens eine intakte Unternehmenskultur schuf – Teil III: Lösung von Wertekonflikten mit Charisma

  1. August 5, 2012 um 6:12 pm

    „Auch wenn Ethik nur rein subjektiv sein kann, wie wir aus meinem letzten Artikel ableiten konnten“
    lesen Sie Sam Harris – The Moral Landscape.

    • August 5, 2012 um 6:24 pm

      Für die Leser hier wäre ein detaillierterer Kommentar oder Link auf eine kurze Zusammenfassung hilfreich …

      • August 6, 2012 um 11:14 pm

        von amazon:
        „Ich finde, dieses Buch hat das Zeug dazu, eines der einflussreichsten Bücher seiner Zeit zu werden. Sam Harris entwirft das Modell einer „ethischen Landschaft“. Deren Täler repräsentieren Zustände ethischen Versagens, „the greatest possible misery for everyone“, während die Gipfel Zustände maximalen Wohlergehen, „heights of human flourishing“ abbilden. Wie eine Gesellschaft sich in dieser Landschaft bewegt, um das Wohlergehen ihrer Mitglieder zu verbessern, kann und sollte Gegenstand wissenschaftlicher Forschung sein, meint Sam Harris. Ethisches Handeln sollte sich an rationalen Überlegungen statt an einem dogmatischen oder religiös inspirierten Wertekanon orientieren.

        Grundmaxime seiner Überlegungen ist die konsequentialistische Fragestellung: „Wird durch diese Handlung (oder Unterlassung) Leid an empfindungsfähigen Wesen verursacht?“ Wir empfinden keine ethische Verantwortung gegenüber Steinen; und Primaten gegenüber größere als gegenüber Insekten. Unsere ethischen Skrupel wachsen mit der Erlebensfähigkeit der betroffenen Individuen. Und tatsächlich findet sich keine ethische Entscheidung, welches sich nicht auf diese Fragestellung zurückführen ließe. Selbst der dogmatischen Ethik liegt (oft unbemerkt) diese Gleichung zugrunde – und führt bei irrationalen Prämissen zu irrationalen Resultaten. Wer wirklich der Überzeugung ist, der Gebrauch von Kondomen wird mit dem ewigen Fegefeuer bestraft, wird plausiblerweise Kondomgebrauch ablehnen, um unendliches Leid für die unsterbliche Seele zu verhindern. Wer wirklich der Überzeugung ist, ein allmächtiger Gott erzürne sich über einen Ehebruch und straft die menschliche Gemeinschaft für diese Verfehlung, der wird Ehebruch unter Strafe stellen, um Leid von empfindungsfähigen Wesen abzuwenden.

        Ausführlich geht Sam Harris auf einen jahrhundertealten philosophischen Einwand ein, der ihm auch von vielen Lesern des Buches vorgehalten wird: Nach Humes Gesetz kann aus rein deskriptiven Aussagen nicht logisch auf normative Vorschriften geschlossen werden. Anders gesagt: Aus dem „Ist“ kann kein „Soll“ abgeleitet werden. Die wissenschaftliche Methode mag die Auswirkungen verwirklichter ethischer Prinzipien zutreffend beschreiben, aber aus dieser Bestandsaufnahme können keine ethischen Gesetze abgeleitet werden.

        Müssen sie auch nicht, meint Sam Harris. Vorschriften sind hier genauso unnötig, wie auf anderen Gebieten, wo die wissenschaftliche Methode Erfolge errungen hat. Beispielsweise haben die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Medizin die Lebensqualität der Menschheit und die Qualität der Medizin erheblich verbessert. Dennoch ist niemand gezwungen, diese Erkenntnisse zu beherzigen. Gleichwohl sind politische Entscheidungsträger gut beraten, in relevanten Entscheidungsprozessen darauf zurückzugreifen. Das gleiche gilt für Erkenntnisse einer Ethik-Wissenschaft. Auch ohne einen universellen normativen Anspruch werden viele dankbar darauf zurückgreifen.

        Nachdem bei vielen Lesern die Erwartungshaltung verankert zu sein scheint, eine Ethik benötige einen universellen Gültigkeitsanspruch, braucht dieser Perspektivwechsel etwas Zeit und eine Umorientierung, die vielleicht nicht sofort gelingt. Ich habe das Buch zweimal und die Argumentation noch öfter gelesen, bevor sie mir einleuchtete. (Vorher ging mir der gleiche Einwand durch den Kopf, wie vielen Kritikern: „Aber wer legt denn fest, dass die Ergebnisse einer Ethik-Wissenschaft anzuwenden sind, statt irgendeines anderen ethischen Codex?“) Harris‘ implizite Antwort: Das legt niemand fest. Niemand schreibt mir eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung vor, statt den ganzen Tag mit der Chipstüte auf dem Sofa zu sitzen. Wenn mir meine Gesundheit jedoch am Herzen liegt, bin ich gut beraten, den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Medizin zuzuhören. Wenn ich daran interessiert bin, ethische Entscheidungen zu treffen, die das Wohlergehen empfindungsfähiger Wesen berücksichtigen, bin ich gut beraten, die Erkenntnisse einer Ethik-Wissenschaft anzuerkennen.

        Freilich gibt es keine Garantie dafür, dass ein wissenschaftlich gelenkter Weg über die „ethische Landschaft“ ein stetiges bergauf bedeutet. Aus anderen Fakultäten sind wir mit Paradigmenwechseln vertraut und Erkenntnisse werden zeitweise modifiziert oder gänzlich überworfen.
        Dennoch dürfte ein rationaler Zugang zu ethischen Fragestellungen zu überlegeneren Ergebnissen führen, als die blinde Adhärenz an tradierte Normen, wie wir sie oft erleben. Wie unethisch (dem Wohlergehen empfindungsfähiger Individuen abträglich) ist es wirklich, Cannabis zu konsumieren? Wie abträglich im Vergleich zu anderen Rauschmitteln? Ist es ethisch vertretbar, Schwerverbrecher, Mörder, Vergewaltiger vorzeitig aus überfüllten Gefängnissen zu entlassen, um Platz für „non violent drug-offenders“ zu schaffen? (Laut Sam Harris gängige Praxis in den USA.) Ist Schwangerschaftsabbruch unethisch? Wird hier Leid verursacht? Direkt am Fötus? Oder indirekt an der Gesellschaft durch eine allgemein akzeptierte Abwertung ungeborenen Lebens als leicht beherrschbare Unannehmlichkeit? Wer an aufrichtigen Antworten auf diese Fragen interessiert ist, wird auf die wissenschaftliche Methode, auf die systematische Untersuchung der Auswirkungen verschiedener ethischer Prinzipien, nicht verzichten können.

        Eine zwanzigminütige Zusammenfasung seiner Thesen gibt Sam Harris beim TED-Talk 2010. Wen das interessiert:

  2. August 6, 2012 um 4:21 pm

    Hallo Martin, wieder mal kurz da, um zu widersprechen. Ich denke, wir sitzen verkehrt herum auf dem Pferd, das ist unser Problem. Die Asiaten sagen, der Einfältige ist der Erleuchtung näher als der Kluge (Intellektuelle). Beim chin. Scharfgarbenorakel, legst du einen Stängel (von 50) als Wissen bei Seite um die Situation in der du dich befindest, besser intuitiv zu erfassen. Kennen wir nicht an uns selbst genügend Beispiele, wo wir „wider besseren Wissens“ handeln? Welcher „kluge Kopf“ hat denn noch praktische Ahnung von dem, was ihm umgibt? Kann er noch ein Brot backen, den Strom selbst erzeugen, den sein Laptop braucht. Wie sollen seine Gedanken uns dann einer Lösung näher bringen. gehen wir heute nicht gerade deshalb so bestialisch mit der Umwelt um, weil wir zu ihr die Verbindung verloren haben oder sie nur noch annähernd auf dem Computer simulieren und im irren Glauben sind, es gleichsetzen zu können?

    Wenn wir hier von Gewinnen von Unternehmen reden und deren Steigerung also dem MEHR, wo liegt dann das WENIGER? Wo soll es her kommen, wenn nicht aus unserer eigenen Arbeit?
    Wie kann eine Unternehmenskultur in dieser Umwelt bestehen?
    Ich hatte in den letzten Stunden mehrere Gespräche mit einem Gymnasiasten. Sie haben keine Vorstellung und schon gar kein Wissen mehr, wie Leben funktionieren kann. Ähnliche Erfahrungen habe ich schon sehr oft gemacht. Wenn uns das praktische Verständnis zu den natürlichen Verbindungen fehlt, werden wir auch keine klugen Entscheidungen treffen können. Die jetzige Entwicklung macht dies nicht unbedingt leichter. Die Zukunft liegt nicht in rein urbanen Strukturen, wie wir heute fälschlicher Weise annehmen. Welche Rolle, welchen Platz, kann der Mensch überhaupt einnehmen, um nicht weiter den Fortbestand zu gefährden?

    „Wenn du ein totes Pferd reitest, solltest du das Pferd wechseln“ (indianisches Sprichwort) So lange wir nicht aufhören zu glauben, das in der Flucht die Lösung liegt, werden wir nicht bereit sein umzukehren!

    • August 6, 2012 um 4:34 pm

      Hallo Mike,

      ja, der Text stammt von einem Unternehmensberater, der seinen Unterhalt verdient, weil durch seine Beratung Teams besser funktionieren und die Firma dadurch selbst besser überleben kann.
      Die Artikelserie hat aber eine Reihe wichtiger Botschaften. Da geht es um Vertrauen und Intuition, natürliches Charisma und zuträgliches Führen und Führenlassen. Und Führung durch Weise (Wissende, Erfahrene) wird es immer brauchen …

      Und ja, wenn wir Menschen nicht mehr wissen, wie wir uns selbst versorgen könnten, dann sind wir definitiv zu weit vom eigentlichen Leben entfernt und werden zudem immer unabhängiger und erpressbarer. Wir hatten schon über Fort-schreiten gesprochen. Hier sind wir sicher in die unzuträglichere Richtung gegangen. Wir sollte wieder zurück zu einer gewissen Autarkie im nicht-anonymen Kreis …

      VG Martin

      • August 6, 2012 um 4:46 pm

        Das ist wohl wahr, aber ich frage mich immer noch wie, gesamtgesellschaftlich oder im bewußten Eintritt wie Verlassen von Gemeinschaften, die sich bemühen eine eigene „Lebensbeständigkeit“ hin zu bekommen. Ich habe angefangen, bei n-1 über regionale Kreisläufe zu schreiben. es geht nur schleppend voran, denn meine Situation ist gerade nicht berauschend. VG com. Mike

        • August 6, 2012 um 4:51 pm

          Ich hörte von Martina Wue, einer der Initiatoren von WEGE IN DIE ZUKUNFT – Aufbruch 2012, dass es auf dem Bau immer schlimmer wird. Da soll ohne Ende gegeneinander ausgespielt werden, so dass kaum noch ordentlich zu verdienen sei …

          • August 6, 2012 um 5:33 pm

            Es ist nicht nur auf dem BAU so, das gesamte Kleingewerbe ist davon betroffen. Ich bin gerade bei „Russen“ untergekommen. Sehr mager aber wenigstens pünktlich!
            Jetzt verstehst Du vielleicht, warum ich sage, das die ganzen Berater nur Geldvernichtungsmaschinen sind und wenig wirklich ändern. Ich denke wir stehen vor einem großen Kollaps, denn selbst große schweizer Firmen schließen Filialen weltweit und verdampfen Mitarbeiter. Was macht Euer Gartenprojekt, in Dresden gibt es einen interessanten Stadtwächter-Garten…

  3. August 6, 2012 um 9:13 pm

    Mike kam, sah und siegte:

    “Sie haben keine Vorstellung und schon gar kein Wissen mehr, wie Leben funktionieren kann.“

    Wie wahr. Setze einen Menschen heute in der Wildnis aus, weit weg von der Zivilisation. Das erste, was er macht, ist zu prüfen, ob ein Netz fürs Handy verfügbar ist.

    Keiner unserer 5 Sinne blieb vom Künstlichen verschont. Wir schmecken Erdbeeren und es ist was ganz anderes. Wir sehen 3D im Kino und halten es für etwas ganz Neues. Wir riechen etwas Tolles und es kommt aus der Sprühkonserve. Wir fühlen etwas Zartes auf der Haut und es ist Kunstgewebe. Vom Hören mal ganz abgesehen … unterwegs im Wald beim Joggen haben wir Stöppsel im Ohr, verbunden mit dem MP3-Player.

    Und mit der Orientierung wird es auch immer irrer, denn ohne Navi geht ja kaum noch was. Viele halten sogar Klopapier für eine geniale Erfindung der Zivilisation … dabei brauchten … und brauchen … Naturvölker keines, weil ihre Art der Ernährung dazu führt(e), dass hinten von Natur aus nichts kleben blieb (bleibt).

    Es verdeutlicht einmal mehr, wie weit es mit unserem Fortschritt gekommen ist … und wie nahe der Zenit inzwischen gerückt ist … man muss nur mal schauen, wo auf der Welt Handys inzwischen gang und gäbe sind … und solange auf ein Mehr und Mehr von Gewinnen geblickt wird und auf die Steigerung der Produktivität, steht dem kollektiven Höhepunkt nichts mehr im Wege … nur wird ihn jeder für sich allein erfahren.

    “Man versteht das Künstliche gewöhnlich besser als das Natürliche. Es gehört mehr Geist zum Einfachen als zum Komplizierten. (Novalis)“

    Volltreffer, denn genau so MUSS es sein, wie sonst könnte das Geheimnis der Wirklichkeit durch die Zeit bewegt werden ?

    Und auch die Indianer wussten/wissen offensichtlich davon …

    Gruß Guido

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