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Wie sich die Konzerne gegen die Kennzeichnung von genetisch veränderten Nahrungsmitteln wehren …

Zahlungen der Großkonzerne zur Verhinderung von Porp 37 in Kalifornien

Zahlungen der Großkonzerne zur Verhinderung von Prop 37 in Kalifornien

Gesellschaften glauben so lange,
dass reine Intelligenzbeförderung ausreiche,
bis sie am Mangel an gesunder Urteilskraft
einzugehen beginnen
(Armin Rütten, Wissensaktivierung)

Hier ist ein ungutes Beispiel, wie die Konzerne ihre Geldmacht einsetzen, um die Kennzeichnung unserer Lebensmittel, ob sie genetisch veränderte Organismen enthalten, zu verhindern. In Kalifornien hat sich die Bewegung 37 gegründet, um die Gegenmittel für den Streit um das Recht auf das Wissen um „natürliche“ Lebensmittel zu erkämpfen:

We Have the Right to Know What We Eat.

In der EU gibt es eine Kennzeichnungsprlicht seit 2004, zumindest für Lebensmittel, die selbst kein Fleisch sind. Ob aber entsprechend gen-manipuliertes Futter dem Tier verfüttert wurde, dessen Fleisch zum Verkauf angeboten wird, das entfällt in der Kennzeichnungspflicht. Immerhin können die Produzenten, die natürliche Nahrung verfüttern, eine Kennzeichnung vornehmen, aber da gibt es noch entsprechende Hürden (siehe: Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel).

Bisher sieht es nicht gut aus für die Kalifornier. Hier gibt es eine Aufstellung, wie viel Geld die Organisation an Spenden zusammen tragen konnte und was die Konzerne in die Runde warfen:

Aktuelles Ergebnis: 3 Millionen gegen 24 Millionen

Wikipedia: GloFish: das erste gentechnisch veränderte Tier, ein Zebrabärbling, das als Haustier in den USA verkauft wird.

Wikipedia: GloFish: das erste gentechnisch veränderte Tier, ein Zebrabärbling, das als Haustier in den USA verkauft wird.

Wer diese Zahlen sieht, dem wird schnell klar, wie zäh das Ringen um eine brüderlichere Ökonomie werden wird. Mit jedem Kauf von Produkten dieser Firmen geben wir ihnen die Macht über uns. Und steuern, ob wir Gesundes oder weniger Zuträgliches zu uns nehmen.

Auf Facebook gab es einige Anregungen, wie wir uns als Konsumenten machtvoll verhalten können, die ich hier gerne noch zitieren möchte:

Alexander Tornow (Erfinder der Modrationsmethodik gruppenbing):

Ich stelle auch seit einiger Zeit um. Ich hab da einige Erfahrungen sammeln können:

Zunächst Verpackung – da merk ich mir ‚Windows 7‘ – warum? Weil die Pfeildreiecke aufschluss geben: PC und 7, sollten unbedingt gemieden werden (fiese Weichmacher etc.).

Dann sind bei mir fast alle Hersteller unten durch, die Light-Produkte und Naschprodukte mit E951 bzw. Aspartam anbieten.

Weiterhin versuche ich Produkte mit zugesetztem Glutamat bzw. Hefeextrakt, Flourid, Jod, Zitronensäure – zu meiden.

Getränkedosen (BPA) und Plasteflaschen versuche ich ebenfalls zu meiden – bei Milchprodukten achte ich auf das Gentechnikfrei-Zeichen (ein Skandal, dass es nicht gekenntzeichnet werden muss!).

Dann versuche ich auf Massenobst ala Pink Lady Apfel zu verzichten – vor allem, bei heimischen Sorten.

Suspekt sind mir auch alle Firmen, die in ihrer Werbung einen Lifestyle propagieren. Man schaue sich nur mal Wrigley-Spots aus den 90ern an – und lese danach nen Artikel über Aspartam. Dann weiß man, was ich meine.

Diese Tipps beherzigend habe ich ne Menge entsorgen müssen – und komme oft auf Bio-Produkte. Zumindest kommen mir die oben genannten Firmen nicht – bzw. nur noch sehr selten ins Haus (die Verpackung sind’s meistens). Ist zwar anstrengend, da man sich immer die Zutatenliste anschauen muss – aber letztlich ist’s besser. Und so kommt man recht schnell an unterstützenswerte Firmen – die uns nicht vergiften – sondern tun, wofür sie gedacht sind. Und dann ist Einkaufen auch wieder leichter…

Achja – Soja-Produkte sollte man weitestgehend meiden – der Markt wird zu 95% von Monsanto kontrolliert…

Veronika Rau

Fahrt mit dem Fahrrad. Vorn und hinten einen Korb drauf und ab gehts zum Einkaufen.

Brot beim Bäcker (Aber einen, der nicht 500 Ketten hat!!), Obst, Gemüse beim Obsthändler oder beim Bauern. Schreibwaren beim Schreibwarenhändler.
Fleisch, Milch, Käse am besten gar nicht!! Oder alles im Bioladen…:-)) Fördert die kleinen Betriebe und Geschäfte, es sei denn, ihr wollt für eure Arbeit auch so schlecht bezahlt werden, die Billigware herstellen oder verkaufen müssen.

Jeder, der seine Ware im Billig-Discounter kauft, ist mitverantwortlich dafür, dass er vielleicht morgen schon selbst in den Billiglohnsektor abrutscht. Wenn wir anderen nicht gönnen, ein menschenwürdiges Leben zu leben, dann verurteilen wir uns praktisch gleich mit. Denn das, was wir sääen, ernten wir …

Das meiste schaffe ich inzwischen. Und ja, die Produkte sind teuer, aber dafür von besserer Qualität. Also Qualität vor Qunatität, ist doppelt gesund 😉

  1. August 18, 2012 um 10:02 pm

    Na, das erzähl mal ’nem Hartz-IV-Empfänger oder prekär Beschäftigten! Das sind Millionen Menschen, die sich so einen Speisezettel einfach nicht leisten können!

    Und dann verstehst Du vielleicht, dass dieser Weg vielleicht für ein paar, aber auf keinen Fall für ALLE oder gar den überwiegenden Teil der Menschen gangbar ist!

    Was glaubst Du, WARUM die Menschen arm gehalten werden? Ganz einfach, sie würden sonst diesen Dreck, hergestellt aus Erdöl, überhaupt nicht kaufen, geschweige denn essen!

    • August 18, 2012 um 10:15 pm

      JA!! Daher scheint mir das Bedingungslose Grundeinkommen immer attraktiver zu sein. Dann müssten die Armen nicht den Scheiß kaufen.
      Felix Coeln führt die Vorteile sehr gut aus:

      • August 18, 2012 um 10:45 pm

        Du weißt, ich habe meine Probleme mit dem bedingunslosen Grundeinkommen, Martin, und Du weißt auch, warum und welche.
        Die beiden Filme gucke ich mir morgen an, heute ist es mir zu spät dafür.

    • Christina Grabow
      August 19, 2012 um 7:07 am

      Es wäre ja schon mal ein Anfang, wenn die, die es sich leisten können, so einkaufen.
      Da gibt es immer noch genug, die es besser machen könnten, wenn sie nur wüssten oder wollten.
      Manchmal muss man auch mal Prioritäten setzen, beim Geld ausgeben.
      Gutes Essen ist doch wichtiger als z.B 2 x Urlaub im Jahr.

    • yt
      August 20, 2012 um 3:15 pm

      Bitte. Für diesen Hartz IV Einwand sollte man echt mal die gelbe Karter zeigen.

      Also ob alle Hartz IV Empfänger nicht selbstverantwortlich handeln könnten. Ein geringes oder kein Einkommen zu haben, ist nicht gleich zu setzen mit „kein Hirn“ besitzen- im Gegenteil, ab einem bestimmten Einkommen scheint mir das Verhältnis gegensätzlich-proportional zu sein.

      Ich bin der Meinung, jeder, wirklich jeder kann einen kleinen Teil dazu beitragen die Welt lebenswerter zu machen. Dazu gehört unabhängig von Gehalt, der bewusste und verantwortungsvolle Umgang mit Nahrung und anderen Ressourcen. Das kann sogar Spass machen, Geld sparen, Gesundheit fördern und kommunikativ sein. Es gibt auch im Supermarkt günstige BioProdukte die ihren Namen verdienen. Selbst kochen kann auch sparsam sein und ist oftmals gesünder als Fertigfraß. Auch das Kochen mit mehreren ist idR günstiger und spart Energie im Vergleich zu einzelnen Portionen.

      Erst muss die Information verfügbar sein, ob und welche Alternativen im Umfeld existieren, dann kann die Entscheidung getroffen werden ob etwas in das Budget passt oder nicht. Wichtig ist jedoch die Information zu haben. Also, wem man was erzählt, sollte man nicht davon abhängig machen ob Hartz IV als Hilfeleistung bezogen wird.

      Oder seh ich das verkehrt?

      Mit schlichten Grüßen,
      yt

  2. August 18, 2012 um 11:58 pm

    Wieder einmal Zufall 😉
    Kaum erscheint hier ein neues Thema von Dir, habe ich gleiches Thema aus anderer Sicht fertiggestellt:

    http://www.gold-dna.de/updatemai.html#up259

    Gruß Guido

  3. August 19, 2012 um 1:55 pm

    Ich selbst habe SEHR wenig Geld zur Verfügung, aber ich kann es mir NICHT leisten (allein schon mir selbst zuliebe), NICHT so einzukaufen und so zu handeln, wie im Artikel beschrieben …

    Wie schon mal irgendwo hier im Blog erwähnt: Sich selbst zu lieben, ist keineswegs immer einfach. Aber da liegt die Quelle, fern von allem Egoismus.

    Hartz IV halte ich in diesem Zusammenhang für eine billige (im wahrsten Sinne des Wortes) Ausrede – wie ich immer wieder betone, ganz einfach, weil es meine Erfahrung ist (mit mir selbst und auch durch lebenslange Beobachtung anderer Menschen):

    ERST muss sich was im Bewusstsein verändern (mit oberflächlichem Denken hat das NICHTS zu tun), DANN folgt das Tun oder auch Lassen auf dem Fuss – komme, was da wolle … JAWOLL !

    Gruß
    Manfred

    • yt
      August 20, 2012 um 3:23 pm

      »ERST muss sich was im Bewusstsein verändern«, … richtig. Das sehe ich auch so.
      Es geht doch gar nicht darum sich exakt so zu verhalten, wie in den wenigen Beispielen genannt. Es geht doch darum die Information verfügbar zu haben, die Möglicheiten zu erkennen und dann aus seinem Selbstbewusstsein, nach eigener Wertvorstellung, zu handeln und seine Wahl zu treffen.

      Wege zu beschreiten, die an eine lohnenswertes Ziel führen, das funktioniert auch nur wenn man weiß in welche Richtung es geht. Sonst passiert es, und man dreht sich im Kreis.

      Mit besten Wünschen,
      yt

      • August 20, 2012 um 3:38 pm

        Na, dann wartet mal noch weitere 2.000 Jahre bis sich das Bewusstsein so mir nichts, dir nichts geändert hat!

        Die Umwelt prägt das Bewusstsein!
        Nicht umgekehrt, wie die Mächtigen es den Menschen gern einreden möchten, damit sie ihr Süppchen in Ruhe weiterkochen können!

        • August 21, 2012 um 9:01 am

          Solveigh … 2000 Jahre braucht es nicht mehr, das Bewusstsein läuft geradewegs darauf zu, denn es hat eine lange Vorlaufzeit der Entwicklung hinter sich, in der sich einiges geändert hat. DER FALL von Steve Taylor gibt diesbezüglich derart viele Antworten …

          Die Umwelt prägt das Bewusstsein ? Du meinst die Wahrnehmung. Das Bewusstsein bringt die Umwelt hervor, genauso wie die Realität und damit den gesamten Kosmos. Ken Wilbers ATMAN PROJECT ist hier am Werk … und die Mächtigen sind einzig der bildgewordene Gegenpol zur guten Seite der Macht … ein jeder spielt seine Rolle nach seinen Möglichkeiten und doch der Dramaturgie eines Drehbuchs folgend, welches das Bewusstsein in Kohärenz ersonnen hat, lange bevor das Ego zur Dunklen Seite der Macht wurde.

          Und noch ein Buchtipp:

          Evolutionaries: Unlocking the Spiritual and Cultural Potential of Science’s Greatest Idea

          Gruß Guido

        • yt
          August 21, 2012 um 3:02 pm

          Ich verstehe deine pessimistische Grundhaltung schon. Mir ergeht es hin und wieder ähnlich. Ich muss mich auch dafür schelten, wenn ich mal wieder diesem Zweckpessismus verfalle, um ja nicht wieder enttäuscht zu werden.

          Doch Tatsache ist wohl, dass informierte Menschen wie du, oder ich, derzeit noch in der Minderheit sind. Das zu verändern ist ein Aufgabe. Dies Aufgabe erfüllen Webseiten wie diese, Menschen wie wir in dem wir mit Mitmenschen reden und auch mit bescheidenem Anteil, die klassischen Medien. Das benötigt aber auch Zeit. Aus Sicht eines einzelnen Menschenlebens, sehr viel Zeit.

          Schau dir doch mal an, wie sich die Situation für Frauen oder Homosexuelle in der Gesellschaft verbessert hat. Vor wenigen Jahrzehnten … wo war das Frauenwahlrecht?
          Es war allein schon geächtet, wer sich scheiden ließ.

          Sehe, dass regenerative Energien heute schon den Bedarf privater Haushalte decken könnten (Energiespeicher vorrausgesetzt). Und das diese Technologie sogar in anderen Ländern verstärkt eingesetzt wird. Der noch immer stattfindenden Industrialisierung wird Verantwortung auferlegt.

          Man muss nicht rosarote Brillen tragen, aber Tatsache ist, in den letzten 50 Jahren haben wir in Deutschland, und auch andere Länder, ein wahnsinns Tempo vorgelegt. Vergleiche mit den vergangenen zweihundert Jahren, und ich würde sagen, man darf wenigstens ein bisschen Stolz auf diese Menschen sein, die sich Einsetzten für eine gute Sache. Zugegeben, es gibt auch sehr unangenehme Entwicklungen. Doch ich pers. bin fest der Überzeugung, dass die Entwicklung in der Tendenz positiv ist.

          Wir haben die Welt noch nicht zerbombt. AKWs werden zurückgebaut, weil es FAKT ist, dass sie unrentabel sind.
          Genpatente werden zwar in den USA erteilt, aber jetzt schon, nur wenige Jahrzehnte nach der Entdeckung der modernen Gentechnik, gibt es eine breite Öffentlichkeit die einen Verantwortungsvollen Umgang mahnt.

          Du sagst die Umwelt prägt das Bewusstsein.

          Dann geh ich doch lieber raus in die Welt und verbreite gute Laune, statt Weltuntergangsstimmung und Weltschmerz.

          Ich finde Umweltbewusstsein ist etwas positives, eine interessante Forschungsaufgabe und etwas sinnvolles. Es gibt meinem Leben einen Sinn, mitzudenken wie man eine Zukunft lebenswert gestalten kann und nach meinen bescheidenen Möglichkeiten auch danach zu handeln.

          Es ist nicht leicht immer danach zu handeln. Aber jeden Tag ein neuer lohnenswerter Versuch.

          Mit freudigen Grüßen,
          yt

          • August 21, 2012 um 3:34 pm

            Danke für Deine mahnenden Worte, yt!

            Ich bin auch immer wieder hin un her gerissen, weil es doch so offensichtlich ist, was da falsch läuft und einen die Verzweiflung packt, wenn es andere nicht sehen können oder wollen.

            Aber bei mir hat es auch 5 Jahre gebraucht, dahinterzukommen und ich war schon auf moderaten Pazifist und Umweltschützer eingestellt …

            Also leben wir es denn Anderen mit gutem Beispiel vor und erklären, warum das zuträglicher ist. Und irgendwann schlägt der 100. Affe zu.

            LG Martin

  4. onlyme2012
    August 20, 2012 um 8:25 am

    Solveigh Calderin :

    Du weißt, ich habe meine Probleme mit dem bedingunslosen Grundeinkommen, Martin, und Du weißt auch, warum und welche.
    Die beiden Filme gucke ich mir morgen an, heute ist es mir zu spät dafür.

    Das geht mir ähnlich. Ich halte es zunächst einmal für eine wunderbare Vision, zweifele aber an der Umsetzbarkeit.
    Die Hürden in den Köpfen sind m. E. zu hoch, und ob es überhaupt ein gangbarer Weg wäre, da bin ich mir ziemlich unsicher, weiß sozusagen nicht, ob es der Natur des Menschen entspricht.
    Und die Auswirkungen auf das Lohngefüge, das ist mir alles noch nicht durchdacht genug.

  5. onlyme2012
    August 20, 2012 um 8:42 am

    Manfred Voss :

    Ich selbst habe SEHR wenig Geld zur Verfügung, aber ich kann es mir NICHT leisten (allein schon mir selbst zuliebe), NICHT so einzukaufen und so zu handeln, wie im Artikel beschrieben …

    Wie schon mal irgendwo hier im Blog erwähnt: Sich selbst zu lieben, ist keineswegs immer einfach. Aber da liegt die Quelle, fern von allem Egoismus.

    Hartz IV halte ich in diesem Zusammenhang für eine billige (im wahrsten Sinne des Wortes) Ausrede – wie ich immer wieder betone, ganz einfach, weil es meine Erfahrung ist (mit mir selbst und auch durch lebenslange Beobachtung anderer Menschen):

    ERST muss sich was im Bewusstsein verändern (mit oberflächlichem Denken hat das NICHTS zu tun), DANN folgt das Tun oder auch Lassen auf dem Fuss – komme, was da wolle … JAWOLL !

    Gruß
    Manfred

    Manfred, vielleicht hast Du recht mit Deiner Aussage bzgl. Bewusstseinsveränderung, das bedeutet allerdings auch bereit zu sein sich vielfältig zu informieren.
    Viele Menschen, die auf einen reinen Existenzkampf zurückgeworfen wurden, haben allerdings in meinen Augen, die Energie nicht dafür und als Betroffene, wir sind Aufstocker, kann ich Dir versichern, es ist ein Existenzkampf. Du kämpfst beständig mit den Behörden, die alles versuchen, Dir auch noch das letzte bisschen Würde zu nehmen. Da geraten solche Dinge, wie bewusstes Einkaufen schon einmal in den Hintergrund, man hat den Kopf nicht frei dafür.
    Natürlich kann man auch mit geringem Einkommen, sein Einkaufsverhalten ändern.
    Ich denke da an die Vermeidung solcher Konzerne wie Amazon oder Müller Milch, und was es noch für schwarze Schafe gibt. Nur, ist das alles mittlerweile dermaßen verflochten, dass es im Endeffekt schwierig sein dürfte dem auszuweichen.

    Insgesamt muss ich feststellen, ist das doch eigentlich alles gewollt. Man hält die Menschen beschäftigt, verlangt ihnen alles ab, was sie an Flexibilität zu geben haben, macht Familie zur Nebensache, wundert sich, dass es nicht klappt mit der Geburtenrate, und ist nicht bereit diese menschenfeindlichen Maßstäbe in einen Zusammenhang zu bringen.
    Wenn ich Ursula von der Leyen von ihrer Zuschussrente quatschen höre, geht mir die Galle hoch.
    Der DGB hat festgestellt, dass jemand, der 2000,– € verdient, 43 Beitragsjahre vorweisen muss, um in den Genuss von 850,– € Rente zu kommen.
    Gleichzeitig erwartet man eine Top-Ausbildung, aber die Zeit, die man dafür benötigt, wird nicht mehr berücksichtigt.
    Das ist so scheinheilig und verharmlosend, wie das alles dargestellt wird, da fehlen mir die Worte.

    • August 20, 2012 um 10:56 am

      Und weil es hier auch so schön auf Deinen Kommentar

      Viele Menschen, die auf einen reinen Existenzkampf zurückgeworfen wurden, haben allerdings in meinen Augen, die Energie nicht dafür und als Betroffene, wir sind Aufstocker, kann ich Dir versichern, es ist ein Existenzkampf. Du kämpfst beständig mit den Behörden, die alles versuchen, Dir auch noch das letzte bisschen Würde zu nehmen.

      passt:


      .
      Das Schlimme ist, dass die Menschen, die in diesen Behörden arbeiten und keine Psychopathen sind und daher empathisch sind, die Ungerechtigkeit spüren und dabei krank werden.

    • August 20, 2012 um 12:03 pm

      Zusammegefasst: Wir erleben gerade weltweit organisierte Genozide!

  6. August 27, 2012 um 10:02 am

    Die Großen sind nicht zimperlich in ihren Maßnahmen:

    Seit über zehn Jahren recherchiert und dokumentiert der Journalist Jan Peifer (32) Missstände im Bereich der industriellen Massentierhaltung. In dieser Zeit hat er viele Skandale aus dem Verborgenen in die Öffentlichkeit gebracht. Offenbar zu viele, denn die großen Lobbyisten setzen ihn seit einiger Zeit massiv unter Druck, überziehen ihn mit Klagen und versuchen offensichtlich, den Tierfilmer auf diese Weise mundtot zu machen. So hat man ihn schon mit zum Teil gefälschten „Beweisen“ wegen Betruges, Gründung einer kriminellen Vereinigung und Hausfriedensbruch in 400 Fällen angezeigt. In seinem Vortrag berichtet der engagierte Undercover-Journalist erstmalig, mit welchen Methoden Landwirte ihn zu diskreditieren versuchten und wie er sich erfolgreich dagegen wehrt.

    Vortrag auf der Veggie World, Samstag, 01.09.2012, 11:45 Uhr.

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