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Geld – was ist das eigentlich?

Dieser Artikel wurde auf Wunsch des originären Autors wieder gelöscht. Ebenso seine Kommentare.

Ich respektiere seinen Wunsch.

Die noch vorhandenen Kommentare sind daher nicht unbedingt verständlich …

  1. federleichtes
    Dezember 27, 2012 um 1:40 am

    Ja, Martin, HEUREKA.
    Es gibt kein Allheilmittel in dem Sinne, alle individuellen Verwirrungen und Ängste aufzulösen mit einem Pauchal-Rezept.
    Gestern schaute ich mir 20 Minuten des Betz-Videos an. Mann, Mann, der stellt sich vor eine große Menge Menschen und geht pauschal auf deren Traumatisierungen los. Aus meiner Sicht unverantwortlich. Natürlich weiß der was, aber er hat kein Gefühl für das, was er weiß. Man kann Menschen nicht mit Wissen begleiten, weil sie kein Wissen brauchen, sondern eine FÜHLBARE und SEHR persönliche Begleitung.

    Auf Deinem Blog ist freier, aber kein unverantwortlicher Informationsfluss. Wer besonders erregt wird, kann und SOLLTE sich melden und sprechen über das, was ihn bewegt. DAS ist ein Erfolgsrezept, ins Sprechen, ins Hinterfragen und damit ins Fließen zu kommen. Ich sage mir, lieber hundert Mal als Arschloch beschimpft werden, als als Arschloch zu sterben.

    HEUREKA. Das liegt hier immer in der Luft. Auch und gerade, weil Du uns immer die „alten Knochen“ ausbuddelst.

    Liebe Grüße an Dich.

    Wolfgang

    (freut sich über das weitere Werden Deiner Tochter)

  2. maretina
    Dezember 27, 2012 um 11:13 am

    Ja nun, mitgelesen. Gedanken hin und her gewendet, um- und numgekugelt. Emotionslos, jedoch tausend Fragezeichen.

    „….die Energie, mit der dieser Prozess betrieben wird: Emotionen.“
    Informationen sind vorhanden, ohne jede Wertung. Sie beginnen sich zu bewegen, kommen ins Fließen durch einen energetischen „Schubs“, eine Anfrage. Dieser Fluss, bisher noch vollkommen neutral, er „ist“, trifft auf ein Objekt, dass Informationen wahrnimmt und diese dann subjektiv verarbeitet, sofern besagtes Objekt beschließt mit den Informationen was anfangen zu wollen. Schaltet besagtes Objekt (Mensch) seinen Geist nicht ein, und das ist bei den allermeisten der aufgenommenen Informationen so, nimmt also die Information als solche nicht bewusst wahr, treten diese Informationen unbeobachtet in Resonanz mit dem subjektiven Empfinden. Die Chancen emotional, aus dem Bauch heraus zu re-agieren, also chaotisch informierte Energie an die Umgebung abzugeben sind sehr hoch. Das Resultat ist eine weitere Ab-Trennung vom Ganzen, zum selbst erzeugten Ab-Teil kann Mensch sich im Gegensatz befinden. Das wird dann subjektiv als das Böse identifiziert. Wogegen natürlich angegangen werden muss, sich dadurch das subjektiv Böse verstärkt, der Kontrolle entwächst u.s.w., die Informationen kommen jetzt vom Abgetrennten, sind nicht mehr neutral, sondern manipuliert, dieser Kreislauf wird zum Perpetuum Mobile.

    Das „Böse“ in einen anderen Zusammenhang gestellt, das sind die Teile und Fragmente unseres Lebens, mit denen wir in energetischer Beziehung stehen, mit denen wir aber bewusst nichts (mehr) anzufangen wissen, die wir uns nicht zu eigen machen können. Sie sind allerdings da und stören/ unterbrechen den Fluss der Lebensenergie.

    Geld unterbricht den Energiefluss zwischen Nutzen und Erzeugung und anders herum (s.o.) Ist Selbstzweck. – Ich habe immer Schwierigkeiten, wenn Leute erklären wollen, dass Geld der Blutkreislauf der Gesellschaft sei. Geld ist künstlich erzeugt, dient der Abtrennung und Bewertung, ist mit den natürlichen Kreisläufen, die ja wertungsfrei sind, absolut nicht zu vergleichen.

    (Gehört vllt. mehr zu „Bewusstseinssprung…“, ihr werdet das schon einordnen.)

    Irgendwo wurden dieser Tage hier auch ganz kurz Matriarchat und Patriarchat thematisiert. „Saharasia“, es muss doch was gegeben haben, womit die matriarchale Gesellschaft nicht zu recht kam, dem sie nicht gewachsen war. Unseren Fortbestand als Art haben wir wohl den dann entstandenen patriarchalen Strukturen zu verdanken. Das die nun kulminieren und ins Chaos driften, es wird was Neues entstehen, ich wage die Potenz aus beiden mir vor zu stellen.

    Schöne Tage zwischen den Jahren wünsche ich Euch
    Martina

    • federleichtes
      Dezember 27, 2012 um 2:24 pm

      Hallo Martina.

      Kurz:
      Das Natürliche IST gestört, der natürlich Energiefluss IST gestört – und die Störung MUSS informativ, also von Geist verursacht sein.
      Menschen sind Träger der Kernstörung, und sie sind Träger der daraus folgenden Verhaltensstörungen – auf der Informationsebene. Gewisserweise sind sie desinformiert, aber eben doch nicht, weil sie über ihr (gestörtes/verkehrtes) Verhalten eine Analyse der feindseligen Informationen erst möglich machen.
      Damit löst sich das Bild einer verkehrten Welt auf.

      WIE konnte es gelingen, ein perfekt funktionierendes Energiesystem anzuzapfen? Das zu fragen, ist sehr aktuell, weil noch immer sehr viele Frauen und Kinder und ganze Völker und der Planet Erde ausgebeutet werden.
      Mit Blick in die Gegenwart: Wie IST das (immer noch) möglich;
      mit Blick in die Vergangenheit: Wie WAR das möglich;
      mit Blick in die Zukunft: Wie können wir ein vormals (vor-zeitig) perfektes Energie-System vor dem Zugriff fremder Absichten schützen.

      Menschen reflektieren nur – was von Außen in sie dringt und was in ihnen an Störungspotenzial angelegt ist. Aber wo auf der einen Seite Störung mobilisiert wird, entsteht andererseits (daraus) eben Ordnung. Und die entsteht nur in dem Maße, wie es nötig ist, weiteres Störpotenzial offenbar werden zu lassen.

      Der Kern der Störung ist noch nicht erreicht, weder quantitativ noch qualitativ – es geht ja um informative Lösung und energetische Auf-Lösung, also das Problem auf der geistigen Ebene und die daraus entstandene Folge Macht – als Übermacht und Ohnmacht.

      Ich lesen Deinen Text am Abend noch mal in Ruhe.
      Danke für Dein Wirken.

      Gruß
      Wolfgang

  3. maretina
    Dezember 27, 2012 um 3:32 pm

    Lieber Wolfgang,

    „Ist gestört“ ja. Wir stören selbst. Durch Reflexion wo es nichts zu reflektieren gibt, wo es besser wäre die Information ohne jede Wertung einfach durchfließen zu lassen. Durch wachsen lassen von Emotionen, entstanden durch unbewusste Aufnahme von Information. Der Überdruck, der sich im Menschen aufbaut, schafft sich explosionsartig Raum, der sich chaotisch darstellt.

    -Mit Blick in die Gegenwart: Wie IST das (immer noch) möglich;
    Bequemlichkeit, Bequemlichkeit, Bequemlichkeit. Oder anders, damit haben wir gelernt umzugehen, damit kennen wir uns aus. Wir wissen wie wir verdrängen können, einschließen was uns und unsere Bequemlichkeit stören könnte. Und haben vielleicht auch Angst vor Freiheit und dem Fluss der lebendigen Energie

    -mit Blick in die Vergangenheit: Wie WAR das möglich;
    Trennung, Teilung, Fragmentierung. Ermöglicht durch Angst. Die größte Emotion überhaupt. Alle anderen sind ihre Abkömmlinge. Angst woher, vor dem Unbekannten, Ungewissen, die pure Existenzangst, erzeugt durch Mangel (Saharasia?) Wo ist die Fülle geblieben?

    -mit Blick in die Zukunft: Wie können wir ein vormals (vor-zeitig) perfektes Energie-System vor dem Zugriff fremder Absichten schützen.
    Da sollten wir wohl, ob wir wollen oder nicht, die energetischen Störfaktoren erkennen, eingrenzen und lernen sie zu wandeln, in uns zuträgliche Formen. Warum nicht aus Angst heraus alle Kräfte bündeln und mutig sein, mit einer gehörigen Portion Kreativität? Was spricht dagegen aus Hass, wenn nicht Liebe, zumindest Akzeptanz wachsen zu lassen? Eifersucht, das ist Begrenzung, Eingrenzung vor allem von sich selbst. Wie wärs mit Frei-Gabe? Gier, verschiedene Spielarten, los lassen lernen. Und Ablehnung – wenn etwas da ist, dann hat das seinen Grund, sonst wäre es nicht da. Und sei es , dass wir über uns mal wieder was lernen können.

    Die Aufzählung lässt sich fortsetzen. Sind auch nur Vorschläge. Die Wandlung beginnt im energetischen Bereich. Es geht um Aufmerksamkeit, um bewusste vorurteilsfreie Wahrnehmung, um die Frage ob die Information mich jetzt was angeht. Wenn ja um die Ent-Scheidung, wie ich damit umgehe, sie verarbeite und das Ergebnis dann kommuniziere. Lauter kleine Schritte, aus kleinen Schritten wird ein Weg.
    Soweit erst mal.
    Einen schönen Tag für Euch
    Martina

    • federleichtes
      Dezember 27, 2012 um 5:29 pm

      Das Problem ist, dass bestimmte Informationen an bestimmenden Erfahrungs-Informationen hängen bleiben und unkontrollierte Re-Aktionen auslösen: Das Wesen des Traumas!

      „Wie wärs mit Frei-Gabe?“
      JAAA!

      „… die energetischen Störfaktoren erkennen, …“
      Die Faktoren, die den Energiefluss stören, sind informativ. Angst ist eine Erregung, die von (existenzfeindlichen) Informationen verursacht wird. Und es ist leider nicht wichtig, wie real die Feindseligkeit ist, sondern was die Informationen auslösen können.

      Bisher sprach ich nicht über den „Traumatischen Knoten“. Ich überlege mir die Tage mal ein Konzept.

      Geld ist ein Knotenpunkt, Hier geht das Fiktive (der Schein) über in die Realisierung, in das Investieren in Existenzgestaltung. 100 Euro sind von ihrer Bedeutung her relativ chaotisch, weil es zu ihrer Wert-Realisierung sehr viele Möglichkeiten gibt. Wenn 100 Euro ein wirklicher Wert wären, könnte man damit weder wertlosen Plunder kaufen, noch durch seine Teilnahme am Geldverkehr die Macht stärken, die die Vernichtung von lebendiger Existenz betreibt.

      Interessanter ist wohl der Blick aufwärts: Was bildet Geld ab?
      Besitz als Vermögen.
      Vermögen bildet Macht ab.
      Macht bildet Unterdrückung und damit verbunden system-atisch kontrollierte Ausbeutung ab.
      Damit definiere ich Geld als Versuchung, den Versuch, Menschen in das geistige System der Ausbeutung zu locken – entweder als Opfer oder als Mittäter. Der Versuch, über das Schaffen von Vermögen dem System zu entkommen, ist zwecklos. Wer mitmacht, ist drin.

      Gruß
      Wolfgang

      • Dezember 27, 2012 um 8:30 pm

        Hallo Wolfgang,
        Macht und Ohnmacht. Noch so ein Thema. Vermögen dazu. Das definiert sich auch als Fähigkeit. Der Mensch vermag etwas zu bewegen, bildete Fähigkeiten aus, die er bewusst anwenden kann. Mit Hilfe dieser Fähigkeiten kann er sich seine Macht zurückholen. Zuerst die Macht über sich selbst, auch Eigenmacht genannt. Eigenmacht zeigt sich in dem Vermögen die eigenen Emotionen(einigermaßen) kontrollieren zu können, ihre Energien zu verwandeln und gezielt an zu wenden. Damit einher geht Angstverlust, keine Lust mehr an der Angst (aha). Menschen die ohne Angst sind, ich frage wer oder was hätte dem etwas entgegenzusetzen? Kommt noch dazu, dass die fehlende Energie der Angst nicht ausgeglichen werden muss, um den gesamten Energiehaushalt auszugleichen, denn es handelt sich um einen künstlich erzeugten, daher nicht notwendigen, Zustand.

        Geld ist der materielle Ausdruck unserer Trennung vom Natürlichen. Schließlich sind wir die einzigen Lebewesen, die für ihre Existenz bezahlen müssen.

        Krieg – ein großes Abbild dessen was im Kleinen in uns zig -millionenfach abläuft. Unser Krieg gegen uns selbst, entstanden aus Unzufriedenheit mit sich selbst, mangelndem Selbstwert, der Ablehnung bestimmter eigener Eigenschaften, Haarfarbe, Größe, Nasenform, dick/dünn u.s.w. Noch ein Schauplatz der die rechte Aufmerksamkeit braucht.

        Die Sache ist die, meine Sicht, wollen wir verändern, erneuern und nicht wieder, immer wieder den alten Denk- und Handlungsmustern verfallen, dann wäre es durchaus förderlich, sich selbst zu hinterfragen. Mit der ersten Frage beginnt die Wandlung. Die eigene Kommunikation, der eigene Ausdruck ändert sich, das bildet sich in der persönlichen Umgebung ab. Außerdem Gleichgesinnte zu suchen, dann gemeinsam interagieren, schließt sich ja nicht aus, eher ein.

        Auf deinen Beitrag zum traumatischem Knoten bin ich gespannt.

        Liebe Grüße
        Martina

        • federleichtes
          Dezember 27, 2012 um 9:02 pm

          TOP! Mein Daumen war golden.
          Ja, man sollte aufpassen, nicht wissensmässig in eine Ecke rennen und dort vergessen, sich umzudrehen, zur Mitte zu gehen und neue Ecken auszuspähen. Haß und Wut fließen nährend in das Systemund nähren gerade das, was man nicht bekämpfen kann.
          Das zu verstehen begint in einem Menschen, aber manchmal gelingt der Schritt aus der Ecke eben nur mit Freunden, die die Nerven haben, mit durch den Haß zu gehen, ich meine, unemotional-wohl-wollend.

          Ich freue mich.

          Liebe Grüße an Euch.

          Wolfgang

      • maretina
        Dezember 27, 2012 um 8:39 pm

        Kleiner Nachtrag;
        Das Problem ist, dass bestimmte Informationen an bestimmenden Erfahrungs-Informationen hängen bleiben und unkontrollierte Re-Aktionen auslösen
        Wenn wir das schon wissen und erkannt haben, dann können wir auch entsprechend handeln.- Ich sage nicht, das wäre einfach. Aber erkennen und warten auf Hilfe, woher und von wem auch immer, oder sich hinter Schuldzuweisungen verstecken, bringt uns nicht ein kleines Stückchen weiter.
        Grüße herzlich
        Martina

  4. Dezember 27, 2012 um 4:39 pm

    Gerade gefunden:

  5. Dezember 28, 2012 um 5:07 am

    Kurze Gedankensplitter,
    Saharasia: Woher kam der Übergang vom Überfluss zum Mangel?
    Es wurde ein traumatischer Knoten von einem Aussen gelegt. M.E. durch eine „Hochkultur“
    wahrscheinlich die babylonische.
    Die Grundidee ,die sich mir zeigt, ist weniger in die Vergangenheit zu schauen, weil man dann darin steckenbleiben könnte (jede Form von Psychotherapie etc)
    „FREI-GABE“, würde ich ersetzten durch „Selbstfreigabe“
    Lieben Gruß Ralf

    • maretina
      Dezember 28, 2012 um 7:53 am

      Hallo Ralf,

      Vergangenheit, die Gefahr in ihr verhaftet zu bleiben besteht, keine Frage. Andererseits geschieht der Blick in die Vergangenheit von einer höheren Warte aus, die Informationen, die wir dort für uns finden ermöglichen eine gewisse Abstraktion, die sich ins Hier und Jetzt übertragen lässt, unser Handeln beeinflussen kann.
      „Selbst-Freigabe“, mir ist das zu wenig 😉 , ist für mich in Freigabe eingeschlossen. (Weißt Du, ich habe da so das Bild der Frauen vor mir, die ihre Kinder so sehr an sich binden, dass sie sie nicht ziehen lassen können, wenn die Zeit dazu reif ist, weil sie Angst haben vor der dann entstehenden inneren Leere. Und also die Verantwortung für ihr eigenes Erfülltsein ihren Kindern aufbürden. Ist nur ein Beispiel, konnte das allerdings häufig beobachten.)

      Liebe Grüße
      Martina

  6. Dezember 28, 2012 um 9:34 am

    @Martina Bei Freigabe denke ich eben, dass da Jemand ist, der dich freigibt.
    Freiheit unter diesem Vorzeichen ist nie Freiheit, deshalb Selbstfreigabe.
    freudigst Ralf

    • maretina
      Dezember 28, 2012 um 9:52 am

      Ja, ja lieber Ralf, die Worte und ihre Interpretation. Allerdings wir sind uns einig 😉
      Schönen Tag wünsche ich Dir und Deinen Lieben
      Martina

  7. federleichtes
    Dezember 29, 2012 um 1:44 am

    Aus dem „Iran“ frisch eingetroffen:

    „Gerade bin ich etwas verwirrt.
    Geld meinte ich als Arm des Bösen erkannt zu haben.
    Aber was,
    wenn das Geld nur das Lockmittel war,
    um das Böse aktiv werden zu lassen.
    Es taucht ja immer und überall dort auf,
    wo es herrschen KANN,
    und man es herrschen LÄSST:
    Wirkt die “Versuchung” gar doppelseitig?
    War Geld die Falle, um das Böse erst mal in den Wald zu locken?“

    Wenn Geld das Mittel ist, das Unersättliche, alles verschlingen Wollende des Bösen in Erscheinung (Menschen, die über die schlimmsten existenzfeindlichen Informationen verfügen – oder von ihnen verfügt werden) treten zu lassen, dient Geld nicht dem Bösen, sondern (mittels Geld als von jeder Moral bereites Herrschafts- und Machmittel) der Absicht, die das Böse in Form und Dynamik bringen wollte, um es fassbar zu machen.

    Scheiß auf das Geld: Das Böse manifestierte sich, greifbar. Und DAS Böse wird umso realer und greifbarer, je mehr es sich konzentriert.

    Gruß
    Wolfgang

  8. federleichtes
    Dezember 29, 2012 um 2:58 am

    Ich möchte hier einen Gedanken weiterentwickeln.

    Wikipedia
    „Das Wort Mammon leitet sich ursprünglich vom aramäischen Wort mamona (Vermögen, Besitz) ab. (Einer anderen Quelle zufolge stammt es von dem aramäischen Wort aman ab und bedeutet das, worauf man vertraut.) Das Wort gelangte über seine griechische Schreibweise in die Bibel, in der Vulgata wird daraus lateinisch mam[m]ona. Martin Luther übersetzte das Wort nicht und so gelangte es als Mammon ab dem 16. Jahrhundert ins Deutsche. Daraus resultierte, dass Mammon in Volksglaube und Literatur als personifizierter Reichtum zu einem Dämon wurde, der den Menschen zum Geiz verführt.

    Der Begriff „Mammon“ rettete sich alo bis in unsere Zeit, bravo. Auf seine ursprüngliche Bedeutung zurückgeführt, erkennen wir im schnöden Mammon nicht nur Geld, sondern auch Besitz und Vermögen.
    Ob der Begriff Geiz das Wesen der Versuchung trifft? Sehe ich nicht. Offensichtlich handelt es sich um Herrschaft und damit verbunden Ausbeutung – die ich als lebensfeindlich einstufe und dem Bösen zuordne.
    Am Rande: Geiz gilt als Todsünde, außer für die Heilige KKirche.

    Einige Menschen scheinen Angst vor dem Bösen zu haben. Sie wenden sich dem Bösen (als dem Herrscher über die Welt) zu, vielleicht um in den Schutzkreis der Macht zu kommen (?). Andere haben vielleicht Angst, in Versuchung geführt zu werden und verdrängen das Thema dorthin, woher es zu kommen scheint: Ins Unbewusste.

    Wer mehr Geld, als er braucht, besitzt, wer (viel) mehr besitzt, als er brauchen und verbrauchen kann, steht im Dunstkreis des Bösen, stets versucht, Besitz, Herrschaft und Ausbeutung, seine Macht zu vergrößern. Je größer seine Macht geworden ist, je weniger ficht ihn noch die Versuchung an – er ist von seinem Erfolg verblendet und schert sich nicht um das Wesen des Bösen. Damit ist zumindest mir klar: Die Macht von Personen, Familien oder Unternehmungen schützt das Wesen des Bösen vor Entdeckung und Angriffen. Es ist gewissermaßen ein (ideelles) Bollwerk errichtet um das Zentrum des Bösen.

    Ein Schelm, wer in den amerikanischen Raketenstellungen und sogenannten Schutz- oder Rettungsschirmen Analogien vermutet.

    Erst mal gut.

    Gruß
    Wolfgang

  9. Armin Köhler
    Dezember 29, 2012 um 10:50 am

    Das EGO korrumpiert dich, ob nun mit oder ohne Geld… das ist völlig egal. Geld ist zweifelsohne ein geniales Werkzeug, um Böses zu tun… Aber geniale Dingen wohnt mehr inne, als nur EIN Zweck… und so lässt es sich auch gebrauchen:

    Als Maßwerk der eigenen Korrumpierbarkeit. Denn die gilt es, erkannt – und nicht verneint – zu werden. Der gebildete, europäische Gutmensch meint, vom Bösen nicht infizierbar zu sein. Diese innere Haltung IST bereits böse, denn sie verhindert eine Reflektion dieses Phänomens *in sich selbst*.

    Das Erkennen der eigenen Bösartigkeit ist immer schmerzhaft. Am Anfang. Meiner Erfahrung nach gehört dieses Erkennen aber unabdingbar zu einem ganzheitlichen Leben dazu, denn wie kann Erschaffen stattfinden, wenn Zerstören nicht sein darf?

    • federleichtes
      Dezember 29, 2012 um 12:02 pm

      Ein interessanter Aspekt.

      Wikipedia:
      „Kernelement von korruptem Verhalten ist das Ausnutzen einer Machtposition für einen persönlichen Vorteil unter Missachtung universalistischer Verhaltensnormen, seien es moralische Standards, Amtspflichten oder Gesetze.“

      Wahrschenlich geht es Dir um moralische Standards.
      Nach meiner Kenntnis und Erfahrung ist der derzeitige Standard:
      Lügen, übervorteilen und stehlen, wann immer straffrei möglich.
      Ob das – in einer Gesellschaft, die zum größten Teil bereits als Bestohlene diese Welt betreten – mit dem Ego zu tun hat, bezweifle ich.

      Der Begriff Gutmensch entstand wohl eher nicht, um Menschen, die Gutes tun möchten, Ehre zu erweisen – sondern im Gegenteil, um sie zu verspotten. Auch dieses Verhalten könnte man der Moral zuordnen.

      Natürlich sind Menschen mit dem Bösen infiziert, ebenso wie mit einem Überlebenstrieb. Beides halte ich für nicht kompatibel mit moralischen Werten.

      Vielleicht sollten wir mal das Wesen von Bösartigkeit klären. Meine Definition lautet:
      Grundlos das Schwächere zerstören wollen.
      Das erleben wir gegen Menschen, besonders Frauen und Kinder gerichtet, das erleben wir gegen die Natur gerichtet. Insofern erleben wir das Böse von außen über die Wahrnehmung und reflektieren es – irgendwie. Oder wir sind von unserem Wesen her rassistisch, feindselig oder gewalttätig disponiert oder durch ein spezielles soziales Umfeld auf diese Bahn gelenkt worden.

      Es ist diese „Oder“, auf das ich Dich hinweisen möchte. Nicht alle Menschen sind bösartig, auch nicht im Sinne einer Option, bösartig werden zu können. Sie brauchen keine öffentlich-rechtlichen künstlich her-gerichteten Moral-Standards, weil ihre Lebenweise niemals Standard werden kann. Man sagt, man können jeden Menschen „kaufen“, es sei nur eine Frage des Preises. Dem widerspreche ich.
      Alles klar?

      Gruß
      Wolfgang

      • Armin Köhler
        Dezember 29, 2012 um 4:20 pm

        Danke Wolfgang.

        Ich sage: Jedes unbewusste EGO lässt sich kaufen. Die meisten Menschen auf der Welt haben aber nicht die Chance, ihr EGO so groß werden zu lassen, dass es wirklich auch großen Schaden anrichten kann. Daher redet man auch von den 99%… Aber auch viele kleine Schäden bewirken Schaden am Ganzen. Sieht man ja am globalen Zustand unserer Gesellschaft.

        Wenn ich das Wort „Gutmensch“ gebrauche, dann weise ich auf eine innere Haltung hin, die meint, lediglich „gut“ zu sein, sich also EINE Seite der Medaille aussucht und somit genau die Art von Unbewusstheit an den Tag legt, die wirklich Böses erst ermöglicht. Heisst es nicht, das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“?

        Ich meine, Hitler wollte WIRKLICH etwas Gutes tun, indem er die Juden ausrottet. Die Zionisten glauben WIRKLICH, dass ihnen alle nur an den Kragen wollen und daher Gutes tun, indem sie die Welt in den Abgrund reißen. Die Banker und Manager dieser Welt glauben WIRKLICH, dass zu Gewinnen wirklich gut ist. Und die religiösen Fanatiker glauben WIRKLICH, dass Gutes daran ist, wenn sie der reinigenden Apokalypse ihres strafenden Gottes ein bisschen auf die Sprünge helfen, um dem Paradies näher zu sein…

        Wenn aber eine Reflektion beginnt über die Motive des eigenen Wollen und Handelns, dann betrete ich einen Raum, der jenseits von Gut und Böse ist, denn diese Bewertungen sind bei näherer Betrachtung bereits Werkzeuge der Trennung vom Ganzen. Wer sich ihrer bedient, braucht sich nicht zu wundern, dass das Ganze – die Ganzheitlichkeit des Lebens – dabei flöten geht.

        Unbewust betrachtet ist das Böse unerklärlich, dunkel und immer „irgendwo da draussen“. Bewusst betrachtet ist das Böse einfach nur die andere Seite der Medaille…

        Beste Grüße 😉

  10. Dezember 29, 2012 um 10:07 pm

    „Geld ist nichts anderes als ein Berechtigungsausweis auf die Arbeitsleistung anderer Menschen.“, Fundstelle: Die Steinzeit war erst vorgestern: Warum uns die moderne Zivilisation zu schaffen macht

    • Dezember 29, 2012 um 11:34 pm

      Naja, die Zeitgeist Movement Leute z.B. denken ohne Geld und wollen die Ressourcen und Bedürfnisse gerecht abgleichen …

  11. Dezember 29, 2012 um 10:44 pm

    Bernd Mullet: Geld ist materialisiertes Misstrauen unter den Menschen, jeder gegen jeden. Weil wir einander Misstrauen, dass andere sich auf unsere Kosten bereichern oder weniger arbeiten, nicht ihren Teil zur Gesellschaft beitragen, daher brauchen wir Geld, um alles „gerecht“ zu verteilen.

    Meine Wahrnehmung ist allerdings eine andere:
    Die, die uns das einreden, sind die, die von der Wertschöpfung durch menschliche Arbeitskraft monetär profitieren, in dem sie mit der Arbeitskraft direkt oder mit den Produkten daraus Handel betreiben. Sie selbst sind aber am Wenigsten mit ihrer Arbeitskraft an der Produktion beteiligt.
    Vom Geld bekommen die am Meisten, auf die man am ehesten verzichten könnte. Zum Brot backen brauch ich keinen Manager. Zum Getreide anbauen keinen Konzernchef. Vielleicht bei der Ernte, ok. Aber nicht zum dumm rumsitzen und telefonieren.

    Die Klofrau allerdings, die sich um die Sauberkeit kümmert, die ist sehr wohl zu gebrauchen und auch die Lebensmittelproduzenten (Landwirte, Gemüsegärtner, etc.) bekommen auch immer weniger Geld. Ergo: Geld und Handel schaffen keine Gleichheiten, sie schaffen Ungleichheiten. Und zwar in der Art, dass das Geld, das von allen in einer solchen Gesellschaft zum überleben benötigt wird, sich in den Händen weniger konzentriert, während die Masse durch die Finger schaut (diese Erkenntnis ist inzwischen 150 Jahre alt. Vllt sollte wir diese langsam ernst nehmen).

    Wenn man merkt, dass es weh tut, dass wenn man sich in den Finger sticht, hört man auf. Wenn man merkt, dass eine Sache einfach nicht funktioniert (z. B. mit quadratischen Rädern Radfahren), hört man auf. Wenn man merkt, dass Geld und Handel nicht dazu taugen, eine friedliche Welt zu schaffen, in der keiner Angst um morgen haben muss, sollten wir damit einfach aufhören.

  12. Armin Köhler
    Dezember 29, 2012 um 11:01 pm

    Nimmst du Geld für deine Arbeitsleistung, Martin?

    • Dezember 29, 2012 um 11:28 pm

      Alles geschenkt. Zumindest, was ich hier auf dem Blog mache! 🙂

    • federleichtes
      Dezember 30, 2012 um 12:19 pm

      „es geht nicht ums Jetzt, es geht um unsere Zukunft.“

      Hallo Bernhard,

      wir unterhielten uns gerade über biografisch-traumatische Erfahrungen: WIE sich traumatisierende Informationen im menschlichen System verhalten und was sie bewirken, ist SEHR verschieden.
      So geht es auch mit den Themen hier, die unterschiedlich interessieren und wenn sie interessieren, unterschiedlich interpretiert werden. Mag einige das Geld interessieren (Reiz), so interessiert mich mehr das Dahinterliegende Menschliche.
      Und so sehe ich da Motiv unserer Beteilgung (hier und allgemein) auch verschieden. Mag einer sich um die Zukunft sorgen, der andere sorgt sich aus der Vergangenheit heraus. Und dazwischen liegt das Jetzt. Ich glaube, es ist gleichermaßen die Angst, die uns in der Wahrnehmung des REALEN Augenblick stört, uns auf das relativ Irreale fixiert. Und mit der Erkenntnis sind wir schon wieder auf der traumatischen Ebene.

      Muss nicht bereits „Existenz als Phänomen“ traumatisch, also mit existenzfeindlichen Informationen, belastet sein? Warum sonst nutzen Menschen viele Augenblicke ihres Lebens zu Angstprojektionen in Bereiche, die nicht mehr oder noch nicht real/relevant sind?

      Geld ist künstlich – ebenso künstlich wie die Verlagerung der Jetzt-Realität in die Nicht-mehr-Realität der Vergangenheit oder Noch-nicht-Realität einer Zukunft? Was macht also Geld anderes, als mit ihm – als Mittel zum Zweck – das reale Jetzt auszublenden und das „Sorgenkind Existenz“ mittels künstlicher Bedürfnisse einigermaßen kontrollieren zu können.

      Ich sehe (gerade) Geld als künstlichen erschaffenen Fixpunkt für die Aufmerksamkeit des zentralen Problems Existenz. So schafft Geld sowohl die künstliche Sicherung von Existenz, als auch eine künstliche Verunsicherung der Existenz.
      Und das Jetzt wird künstlich, aber sehr real, ausgelöscht durch Gedanken: Kann ich die Schulden bezahlen und/oder werden in zwanzig Jahren noch die Renten bezahlt. Erhalte ich Geld als Lebens-Mittel?

      Wer mal längere Zeit ohne Geld leben durfte, wird Dir erklären: Für das Jetzt braucht man kein Geld. Wer als gesichert erfahren konnte, dass er sicher existiert, wird, auch durch Sorgen um Vergangenheit oder Zukunft immer auf einem festen Jetzt-Fundament stehen und von dort aus Impulse aus Vergangenheit und Zukunft kontrollieren.

      Geld ist eine künstliche Plattform. Von hier aus kann Mensch SEINE realen Ängste versuchen beherrschbar zu machen – von hier aus können Menschen auf den Kern existenzieller Problem-Phänomene schauen und versuchen, Lösungen zu finden.

      Das war mal aus dem Bauch raus.

      Gestern war für uns Jetzt-Zeit, insofern bin ich hier in Verzug geraten, wofür ich um Verständnis bitte.

      Gruß
      Wolfgang

  13. federleichtes
    Dezember 30, 2012 um 6:48 pm

    Das Böse zieht mit perfiden Methoden in seinen Bann – die Liebe (im Jetzt) zieht natürlich in ihren Bann. Traten diese beiden Gegenspieler in der Darstellung von Sein und Nicht-Sein auf die Lebensbühne?

    Ja, Bernhard, wenn ich nicht mit Dir fühlen könnte, wäre ich nicht mit großer Freude in Deiner thematischen Spur. Geld als Schein(e) interessiert mich nicht, aber natürlich interessieren mich die manipulativen Muster, mit denen im Menschen das Ur-Menschliche zerstört wird oder werden soll – im Bann eines widernatürlichen Geistes.

    Sein ist Gegenwart. Vielleicht Existenz als der immerwährende Moment gefühlt. Warum sollte man auf der Ebene des reinen Seins an Zukunft oder Vergangenheit denken – warum sollte man überhaupt denken, wenn das Gefühlte ohne Denken entsteht. Aus der fließenden Ordnung der Natur fließt etwas Immerwährendes – so als wäre Existenz dauerhaft geregelt. Wir waren heute wieder ein paar Momente unterwegs und beobachteten Schwanzmeisen, eingekesselt vom Wahnsinn menschlichen Treibens, zurück gedrängt in unwirtliche Gebiete, die selbst der Mensch meidet – weil’s da nichts mehr zu versauen gibt.

    Nein, ich wende keine Atemtechniken an. Besonderer Atem fließt gelegentlich in mich durch besondere Gesten der Wertschätzung. Danke für Deine sorgsame und sorgfältige Aufmerksamkeit.

    Was Martin betrifft – er führt sein Leben, und das so gut es geht. Ich hätte mir die Frage nach seinem Einkommen nicht erlaubt, weder als Gast, noch als Freund. Sicher gibt es keine perfekten Freunde, perfekte Freundschaft schon, die auf eine Art Menschen miteinander verbindet, aus der sich die richtigen Fragen selbstverständlich formulieren.

    Bewusstseinssprung. Vielleicht haben den einige unserer Zeitgenossen bereits hinter sich und bereiten einen qualitativen „Raum“ für Viele vor. Warum sollte sich das Natürliche nicht durchsetzen wollen – und KÖNNEN. Bewusstseinsentwicklung ist wie der Bau einer Treppe hin zu einem ausgebauten Raum, in dem ein bewusstes Sein UNGESTÖRT möglich ist. So sehe ich das jedenfalls und bin bereit, dafür Alles zu geben; mehr allerdings nicht.

    Ich glaube, der Zugang zu der alten Existenzform des Seins ist für immer verloren, weil untauglich geworden. Monaden und ungezügelter Geist bewährten sich nicht nur nicht, sondern ermöglichten aus ihrer relativen Unfähigkeit im Miteinander erst das Entstehen des Bösen. Das neue Sein entdümmlichte Liebe und räsonierte Geist. Man weiß ja bereits, wie fruchtbar-vernünftig Liebe und Geist im Menschen wirken können.

    Unterwegs hielt ich einen kleinen Vortrag über das Wesen unserer Welt: Wahnsinn. Zu ihm führen viele Spuren, hin zu einer Ur-Geist-eskrankheit des Mehr und Mehr, des Größer und Größer, des Konkurrierens um jeden Preis. Dazu die Tage mehr.

    So geht das, lieber Bernhard, leicht aus der Freude des Seins heraus die Qualität des Seins entwickeln, die, ist sie geschaffen, Betrachtungen über die Zukunft nicht mehr nötig machen.

    Natürlich bin ich auch kein Freund von Jahreswechseln. Wuensche für Euch? Ja, freut Euch so über Euer Da-Sein, wie ich es tue.

    Euer
    Wolfgang

  14. maretina
    Dezember 30, 2012 um 10:39 pm

    Kommt mir gerade so; Geld ist der Schein über dem Sein. (Schein “ aufgrund einer Täuschung für wirklich Gehaltenes“)
    Grüße an Euch
    Martina

  15. Armin Köhler
    Januar 1, 2013 um 5:38 am

    Danke Bernhard für die geniale Argumentation.

  16. federleichtes
    Januar 3, 2013 um 7:46 am

    Geld ist ein geniales Mittel
    – um Macht zu erschaffen,
    – egozentrische Macht zu erhalten und auszubauen, und (gleichzeitig)
    – die Ohnmacht der sozialen Gemeinschaft verstärken, sich
    – gegen ihre Zerstörung wehren zu können

    Geld halte ich im Tauschhandel für ein geeignetes Mittel, wenn es um Produkte geht, die von gemeinschaftlicher Bedeutung sind und ein reiner Sachtausch (sonst) nicht möglich wäre.

    Geld wird erst ein unnatürlicher Gemeinschaftsfaktor in Gesellschaften, die das Recht auf Eigentum* postulieren. Erst Eigentum erlaubt das Entstehen von Macht, fördert die Abhängigkeit von dieser Macht und erzeugt einen Teufelskreis von stets wachsender Macht und stets wachsender Abhängigkeit. Das Prinzip der Ver-Übermachtigung und Ver-Ohnmächtigung ist – wahrscheinlich seit Beginn der Zeitrechnung – wirksam. Man sollte es daher als ein Gesetz des Lebens beschreiben dürfen.
    * Auch Tiere nicht.

    Auf der Ebene der Investition erweckt Geld den Eindruck, es sei gut und schlecht einsetzbar. Damit wird die Absicht verschleiert, warum Gesellschaften (überhaupt) erhalten und betrieben werden: Weitere Energie und Macht zu erzeugen. Das ist der eigentliche Zweck von egozentrischer Macht: Die Idee des Sozialen (in all seinen vielfältigen Erscheinungen) auszubeuten.

    Damit bin ich bei einer etwas genaueren Definition des Bösen:
    Es ist die Absicht, das Individuelle und Soziale in reiner Macht aufzulösen. Es ist ein Akt der Vertilgung jedweder Form von freier Aktivität. Es ist absolute Kälte und absolute Starre und nur aus sich selbst heraus, bedingt durch das Wesens von Macht, existent.

    Heute las ich einen Text, den wahrscheinlich Wolfgang Hetzer schrieb:
    „Der zivilisierte Halbaffe Mensch ist das einzige Lebewesen auf diesem wunderbaren Planeten, welches sich von Mitgliedern seiner eigenen Spezies perfekt, widerspruchslos und aktiv dressieren, manipulieren, vergewaltigen und missbrauchen lässt. Das ist in der Biologie einmalig. Trotzdem bezeichnet er sich als intelligent – das ist dekadente Perversion in Perfektion.“
    Kultur-Menschen, degeneriert zu Geldautomaten auf zwei Beinen?

    Wir dürfen uns fragen, ob alles, was auf diesem Planeten innerhalb von Gesellschaften aktiv ist, menschlich ist. Ist die Spezies Mensch wirklich unter sich? Gesellschaftliches Verhalten lässt sich nicht auf das Biologische reduzieren, und die Steuerung von Entwicklung nicht begrenzen auf das Wirken des Bösen. Denn wir stellen die Frage:
    Wie kann EIN Mensch sich von der IDEE, dem GEIST des Beherrschens befreien und damit dem Beherrscht-Werden entziehen, um eine angstfreie Autonomie gestalten zu können?

    Wenn das der wahre Reichtum eines Wesens ist, fragt dieses Wesen dann wohl: Was ist Geld?

    Allen einen befreiten Tag.

    Wolfgang

    • Armin Köhler
      Januar 3, 2013 um 12:09 pm

      Oh doch… sie tun es. Ich sehs doch an mir… 😉
      Ich denke, wir sollten nicht zu strenge Maßstäbe an uns richten…

      • federleichtes
        Januar 3, 2013 um 1:08 pm

        Natürlich SOLLTEN wir das nicht – aber wir KÖNNEN es. Massstäbe nicht für andere entwickeln, sondern eigene Optionen prüfen, inwieweit natürliche Vernunft lebbar ist.
        Die Idee des konsequenten Selbst-Erhalts bedient auch die soziale Intelligenz, und die Effizienz-Formel „so wenig Aufwand wie nötig, so viel Erfolg wie möglich“, erfordert nur eine etwas andere Definition von Erfolg, um erstaunliche Ergebnisse zu erzielen.
        Ein Maßtab ist Aufmerksamkeit. Ich sehe wahrhaft nicht einen Grund, SEINEM Leben nicht die VOLLE Aufmerksamkeit zu widmen – und so zu leben, dass man im Spiegel die GANZE menchliche Würde sehen kann.

        Das mal zwischendurch.

        Gruß
        Wolfgang

  17. Januar 11, 2013 um 8:37 am

    Ist Geld ein Informationsträger oder ein Informationswandler ?

    Nimm den vielschichtigen Klang der aktiven Ordnung und vereinfache ihn auf das vermeintlich Wesentliche, indem dem Klang die Kohärenz mit dem Ganzen genommen wird. Herauskommt der Ton der reaktiven Unordnung. Diesen Ton verkaufe dem Konsens als Neuheit des technologischen Fortschritts … und schon fließt das Geld aufs Spielfeld der Expansion. Je länger dieser Prozess aufrecht erhalten werden kann, desto mehr vergisst der Konsens das Natürliche und gewöhnt sich an das Künstliche. Pharmafirmen machen es. Die Lebensmitttelbranche macht es. Die Musikindustrie macht es. Die moderne Kunst macht es. Immer mehr machen es. Die klassische Wissenschaft, die digitale Revolution, der gesamte Dienstleisungssektor, sie alle mischen ebenfalls mit … und nun sogar vermehrt die Anwaltsbranche, um Einzelne in den Genuss der Früchte kommen zu lassen, die in all den Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten zuvor, von Jahrtausenden ganz zu schweigen, Allgemeingut waren. Money makes the world go round. Ever faster.
    Die Zeit vergeht dabei in dem Maße, wie Geld im Namen des technologischen Fortschritts aus der aktiven Ordnung gepresst wird, solange, bis nur noch eine saftlose Hülle übrig bleibt, die, künstlich aufgehübscht und keck beworben, wieder unter das Volk gebracht wird. Der Mainstream meint zu bekommen, was ihm genommen wurde und ist bereit dafür zu zahlen. So gewinnt die Strömung des Mainstreams ordentlich an Fahrt und reißt immer mehr von denen mit fort, die, aufgrund des zunehmenden Verlustes des Kohärenzgefühls, die (Ver-)Bindung zum Ganzen verloren haben.
    Geld. Fortschritt. Zeit.
    Die Dreifaltigkeit des Teufels.

    Gruß Guido

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