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7 Grundsätze: vom Trauma zum Traum im Schritttempo

Die folgenden 7 Grundsätze einer neuen Erziehung sind entnommen und leicht verändert aus dem Buch Kinder im Pesta: Erfahrungen auf dem Weg zu einer vorbereiteten Umgebung für Kinder von Rebeca Wild. Diese Grundsätze, die sie in ihrer Arbeit mit Kindern gewonnen hat, sind auch 20 Jahre später immer noch aktuell.

  •  Alles organische Leben entwickelt und manifestiert sich als Interaktion zwischen einem Wesen und seiner Umgebung
  • Diese Interaktion wird immer von innen gesteuert, denn die selbsterhaltende und selbstregulierende Instanz ist innerhalb des Wesens gelagert
  • Jedes Wesen enthält in sich sein eigenes artspezifisches Entwicklungsprogramm, einschließlich neuartiger Interaktionsmöglichkeiten mit seiner Umgebung.
  • Um zur Reife zu gelangen ist ein Fließgleichgewicht nötig in der Umgebung, die aus natürlichen und kulturellen Elementen bestehen sollte.
  • In jeder Entwicklungsetappe des Wesens wird  Interaktion durch spezifische Bedürfnisse (Liebe, Autonomie, Kommunikation und Grenzen) von innen heraus erfolgen und diese  Bedürfnisse werden immer in unterschiedlichen Gewichtungen in Erscheinung treten.
  • Beim menschlichen Kind ist das Bedürfnis nach Liebe so stark, dass das Kind durch dieses Bedürfnis ungeheuer anfällig für Konditionierung werden kann, wenn die Liebe nicht bedingungslos und frei gegeben wird.
  • Beim menschlichen Kind sind Nachahmungstrieb und Experimentieren (freies Spiel) wichtige Bedürfnisse. Wenn diese Bedürfnisse unterdrückt werden durch Zwang oder auch durch falsch  verstandene Fürsorge, entstehen Mangelsituationen und Aggression

Wenn man sich diese Grundsätze zu Gemüte führt, sollte man sich fragen: Was möchte ich für mein Kind?

Kategorien:Bildung, Gesellschaft
  1. Dezember 24, 2012 um 12:44 pm

    Das trifft’s genau – und auch die Aufgaben einer jeden Pädagogik sind hier bereits umrissen. Dankeschön! 🙂

  2. Dezember 24, 2012 um 4:22 pm

    Beim menschlichen Kind sind Nachahmungstrieb und Experimentieren (freies Spiel) wichtige Bedürfnisse. Wenn diese Bedürfnisse unterdrückt werden durch Zwang oder auch durch falsch verstandene Fürsorge, entstehen Mangelsituationen und Aggression

    Lieber Ralf,
    genau darüber hatte meinee Tochter Wiebke, die gerade ihren zweiten Monat als Ergotherapeutin in München hinter sich hat, heute Morgen beim Frühstücken berichtet. Sie hat dort einige Kinder beobachten dürfen, die wohlbehütet aufgewachsen sind und so keinerlei Körpererfahrun haben. Das muss nun nachträglich mühsam „er-arbeitet“ werden.

    Wiebke schreibt nun selbst über Themen der Entwicklung von Kindern, und anderen. Hier sind ihre ersten beiden Artikel:

    Resilienz – Probleme meistern (wird fortgesetzt)
    Demenz und wie kann die Ergotherapie helfen

    Liebe Grüße, Martin

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