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Wer hat Angst vor Lebendigkeit? Wer hat Angst vor Wilhelm Reich?

Ich bin mal wieder auf ein wichtiges Video aufmerksam gemacht worden. Für die Leser des Blogs nicht unbedingt ein Unbekannter: Wilhelm Reich, der eines der letzten Opfer der Bücherverbrennung wurde. Und das nach dem 2. Weltkrieg. Er beschäftigte sich mit einem Thema, das auch mich persönlich seit Jahren beschäftigt, der „schützenden“ Gefühlsunterdrückung (ich sehe Dein Schmunzeln, Wolfgang).   Dieser Text wurde zum Video auf Youtube eingestellt:

Reich hinterließ ein interdisziplinäres Werk, das weit über die Grenzen der Psychologie oder Psychoanalyse hinausgeht:

Auf der Makroebene ragen seine Arbeiten bis hinein in die politische Soziologie; auf der Mikroebene erstrecken sie sich über Biologie, Mikrobiologie bis hin zur Paraphysik. Man kann seine Beschäftigung als jeweils logische und unmittelbare Konsequenz der zuvor erbrachten Ergebnisse aus Forschungsarbeiten betrachten, die bei der Frage nach dem Verständnis und der Therapie psychischer Beeinträchtigungen ansetzen.

Der heute mögliche Gesamtüberblick über sein Lebenswerk lässt deutlich erkennen, dass ein roter Faden seine Arbeiten durchzieht. Reich beginnt als Psychoanalytiker, beschreibt sehr ausführlich das Vorhandensein der verschiedenen Abwehrmuster des Menschen (Charakterpanzerungen, zunächst psychisch, dann somatisch) und die Möglichkeiten ihrer Auflösung.

Seine konsequente Verfolgung der energetischen Basis (was Freud Libido-Ökonomie nannte, aber nicht weiter verfolgte) führte ihn zur Frage, was denn eigentlich das Lebendige sei, zur Entwicklung der Sexualökonomie und schließlich zur „Entdeckung des Orgons“.

Seine besondere Aufmerksamkeit galt der Erforschung der Krebserkrankungen, seiner Meinung nach eine Erkrankung des gesamten Organismus, der eine gestörte Pulsation des Orgons im Körper zugrunde liege, die wiederum in der Unfähigkeit des Organismus wurzele, sich vollständig den vegetativen Zuckungen im Orgasmus hinzugeben. Diese Unfähigkeit, die orgastische Impotenz des Menschen bzw. ihre Behebung, ist ein Kernpunkt seiner Arbeit.

Zahlreiche Autoren, auch wissenschaftliche Kritiker, bestätigten, dass Reichs Werk durch Stringenz und Logik gekennzeichnet ist (Fragestellung, Forschung, Ergebnisse, neue Implikationen). Die sexuelle Revolution der 1970er Jahre hat sich kaum – und wenn geschehen, dann oft in Verkennung seiner Auffassung von Sexualität – auf Reich berufen.

Auf ein weiteres interessantes Interview mit einem Fan der Arbeiten von Reich, Prof. Bernd Senf, hatte mich Martina aufmerksam gemacht:

Wiederentdeckung des Lebendigen

  1. Januar 28, 2013 um 9:26 am

    Wie sollen denn Emotionen herausgelassen werden und Gefühle geäußert werden, wenn die Kommunikation in den Familien mehr und mehr über Displays läuft, anstatt von Angesicht zu Angesicht:

    http://www.focus.de/schule/familie/erziehung/tid-29176/familienleben-du-hast-zettelpost_aid_859164.html?google_editors_picks=true

    Wie viele Informationen bleiben auf der Strecke, wenn ein paar Zeilen Text das Zusammenspiel von Gestik, Körper und Ausstrahlung ersetzen ? Von den energetischen Feldern des Körpers ganz zu schweigen. Zeigt sich hier mal wieder der Werdegang der Entfremdung und der Ersatz des Natürlichen durch Künstliches, um auch an dieser Stelle auszutesten, wie weit der Mensch es treiben kann ?

    Gruß Guido

  2. Januar 28, 2013 um 9:40 am

    Und noch ein schönes Beispiel für die Wahrnehmung von Lebendigkeit:

    http://rette-sich-wer-kann.com/sprache/fehlende-worte/#.UQY3r_IkTIU

    “Der Journalist John Nance berichtet von seinen Forschungen auf den Philippinen, dass die dortigen indigenen Tasaday die Ausdrücke “Krieg” und “Konkurrenz” nicht verstehen. Noch nicht geklärt ist, wie so das tägliche Leben bewältigt werden kann. Westliche Experten fragen sich erschüttert, was das für Zustände sein müssen und wie wohl die Politik funktioniert?“

    Was mag das nur für ein Leben sein, in dem, aus moderner Sicht, vieles nicht ausgedrückt werden kann ? Wer hat somit mehr vom Leben und was sagt das über die Lebensqualität aus und über den Begriff der Lebenserwartung … ein Begriff übrigens, der in allen alten Kulturen nicht zugegen sein dürfte, weil der Begriff Lebenserwartung mit einer Sichtweise der Trennung vom Ganzen einhergeht.

    Gruß Guido

    • Januar 28, 2013 um 11:26 am

      Oder schlimmer: auf Leben wir gewartet, erwartet das Leben kommt….“Du willst noch leben irgendwann, nur wenn nicht heute wann denn dann?“
      Grüße
      Martina

  3. Februar 3, 2013 um 8:01 pm

    Hier kommt noch mal Prof. Senf zur Reich´schen Theorie der Orgon-Energie zu Wort. Empfehlenswert und inspirierend:

  4. Matt Kuechler
    April 8, 2019 um 7:48 pm

    Da ich mir vor ca. 7 Wochen einen Orgon-Akkumulator gebaut hatte und diesen täglich nutzen konnte, möchte ich einmal kurz berichten wie wohltuend sich dieses Energiefeld auf meinen Organismus ausgewirkt hatte. Ich hatte stark unter einer Depression gelitten, die nun aber überwunden scheint. Diese Erfahrung, zusammen mit Hintergrundwissen (vom Wilhelm Reich bzw. Bernd Senf), hat mir auch geholfen bio-energetische Zusammenhänge zu verstehen. Und dadurch wiederum, sind Lösungen die es im Kleinen und im Großen tatsächlich braucht, präsenter in meinem Bewusstsein geworden.

    Ich habe den Orgon-Akkumulator des weiteren zur Energetisierung von Wasser genutzt, und mittels Pendel die Energetisierung auch messen können (in Boviseinheiten – BE). Mit dem energetisierten Wasser habe ich dann verschiedene Versuche unternommen; so z.B. was mit Wasser passiert, wenn es mit gewöhnlichem industriell hergestelltem Reinigungsmittel oder Waschmittel in Berührung kommt. Die Ergebnisse hatten mich schockiert und aufgerüttelt, und deswegen möchte ich die Ergebnisse hier stichpunktartig teilen:

    Normales Leitungswasser hatte bei mir eine Energetisierung von ca. 2.500 BE;
    mittels des Orgon-Akkumulators konnte ich Wasser nun bis auf ca. 28.000 BE aufladen;
    wenn ich das hoch-energetisierte Wasser mit industriell-hergestellten Waschmittel versetzte, kollabierte regelrecht die Energetisierung des Wasser auf ca. 2.000 BE(!). Noch schlimmer verhielt es sich als ich den in Drogerien erhältlichen „Rohrfix“ testete: Die Energetisierung kollabierte auf 1.000 BE!

    Danach nahm ich statt dem industriell-hergestellten Waschmittel biologische Waschnüsse – und stellte fest, dass das Wasser seine Energetisierung nahezu beibehielt (26.000 BE).
    Das zeigte mir deutlich auf, wie empfindlich Wasser auf industriell-hergestellte Wasch- und Reinigungsmittel reagiert, und das tatsächlich biologische Lösungen für das Wasser, für uns selbst und für die Natur aus bio-energetischer Sicht um Welten besser sind!

    Mittels einem Pendel sind auch Fernabfragen möglich, und da ich hier in Pirna an der Elbe wohne, hatte mich auch die Energetisierung des Elbe interessiert. Auch das war mir sehr aufschlussreich:

    die Quelle der Elbe im Riesengebirge hat eine Energetisierung des Wasser von ca. 22.000 BE
    das Wasser der Elbe in Pirna hat eine Energetisierung von 4.000 BE und …
    das Wasser der Elbe in Hamburg hat eine Energetisierung von ca. 2.500 BE – das ist das, was an trauriger Energetisierung übrigbleibt!

    Man sieht sehr deutlich wie sehr die Energetisierung von der Quelle bis zur Mündung zurückgeht. Ein kleiner Teil dieses Rückganges mag sicher auf die Abnahme natürlicher Verwirbelungseffekte zurückgehen (die in einem großen Strom auch von Natur aus im Flusslauf abnehmen) – aber in meinem Verständnis spiegelt es zum Großteil die Summe der schädlichen zivilisatorischen Einflüsse wider:

    künstliche Staustufen und Ausbaggern der „Schifffahrtsrinne“
    Flussbegradigungen und Hochwasserschutzmaßnahmen
    belastete Abwässer aus Haushalten, Industrie und Landwirtschaft

    Insofern erinnern mich die Versuche mit Orgonenergie und Wasser auch an Emoto’s Wasserkristalle. Wasser das Lebenselixier – das stimmt!

    Liebe Grüße,
    Mathias

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