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Verroht unser Bildungssystem (gewollt)?

Dieses Fundstück zum Frühstück las ich:

Es ist hier im Land verboten, seine Kinder zur Schule zu schicken, laut BGB, denn es heißt dort: Wer als Sorgeberechtigter seine Kinder wissentlich in eine gefärdende Situation schickt, macht sich strafbar. Wir haben daraufhin vom Schulamt die Garantie für die Unversehrtheit der Kinder an Leib und Seele (die auch in den Länderschulgesetzen vorgeschrieben ist, diese Unversehrtheit), eingefordert. Natürlich bekamen wir die nicht. Tja und was ist da wohl höherrangig, der Schul(anwesenheits)zwang, wie er von Hitler eingeführt wurde oder aber das Recht auf Unversehrtheit im Sinne des Grundgesetzes? (Quelle)

Mein Kommentar dazu:

Offensichtlich scheint mir: Das Dritte Reich ist NICHT aufgearbeitet.
Bis das von Rassisten und Kriegstreibern verordnete Schulunwesen beseitigt ist. Das mit – vorsichtig formuliert – dazu führte, dass 15-Jährige Ende des Krieges Flak-Batterien bedienten. Schulisch geformt – zum Morden bereit? Dürfte man eine Frage so stellen – und dabei auf deutsche Soldaten in Afghanistan weisen und fragen:

Welchem Bildungs-System entwuchsen sie?

Welchem Bildungs-System entwuchsen die Polizisten, die bei Demonstrationen auf ihre Mitmenschen einprügeln? (siehe z.B.)

Welchem Bildungs-System entwuchsen die Richter, die aus dem Recht der Bürger Unrecht sprechen? (siehe z.B.)

Welchem Bildungs-System entwuchsen korrupte Beamte, und wie lernten sie das selbstverständliche Verschwenden von Steuergeldern? (siehe z.B.)

Welchem Bildungs-System entwuchsen die Politiker, die einem Volk bewusst Schaden zufügen, es belügen und betrügen? (siehe z.B.)

Und welchem Bildungs-System entwuchsen die Verbrecher, die Sozial-Parasiten, die Steuerbetrüger? (siehe z.B.)

Wo lernten die Kinderschänder und Frauenschänder für’s Leben?

Wird’s Zeit, über ein fundamentales gesellschaftliches Problem intensiver zu diskutieren? Weil es um uns, um Menschen geht?

Euer Wolfgang

  1. Februar 1, 2013 um 9:19 am

    Es zeugt jedenfalls nicht von geistiger Reife unserer Herrschenden, lieber auf unser Entzweien zu setzen. Auf der einen Seite die Unterstützter der Herrschenden und auf der anderen die Unterdrückten. Am Ende fährt sich ein solches System an die Wand, wovon dann auch die Herrschenden nicht haben werden. Und immer wieder werde ich dabei an den Spruch von Michael Schmidt-Salomon erinnert:

    Die herrschende Dummheit ist die Dummheit der Herrschenden.

    Aber zum Glück gibt es immer mehr Menschen, die das erkannt haben und bewusst etwas an diesem kruden Bildungssystem ändern, so dass verantwortungsvolle, mündige Menschen am Ende gereift sind. Hier nochmals die bisherige Sammlung dazu:

    So sollte Schule funktionieren: über Erfahrungsräume im Umgang mit Unvorhersehbarem und Übernahme von Verantwortung

  2. Februar 1, 2013 um 11:02 am

    Selbstverständlich ist das Bildungssystem ein integraler Bestandteil des Kapitalismus und dient selbstverständlich und ausschließlich den Kapital-Interessen!

    Hitler wurde von den Kapital-Eigentümern 1933 an die Macht gehievt. Sie standen damals vor genau den selben von ihnen selbst geschaffenen Problemen, die zu genau den selben Auswirkungen führen sollten wie heute wieder.

    So wurde Hitler bereits seit 1927 von den Kapital-Eigentümern in Groß Britannien(!!) und den USA(!!) aufgebaut, um die direkte Diktatur des Kapitals zu errichten und um Krieg zu führen!

    Diese Ziele erläuterte Hitler am 3. Februar 1933 den Kommandeuren der Reichswehr und der Marine. Sie trafen sich zu einem Essen beim Chef der Heeresleitung. Dort sprach der Faschistenführer zu ihnen und fand volle Zustimmung. Es waren auch ihre Ziele, wenn er versicherte, alle Kriegsgegner zum Schweigen zu bringen, die Arbeiterbewegung zu vernichten und das deutsche Volk wieder „kriegswillig“ zu erziehen. Nach dem Beifall war Hitler sicher, dass er sich auf die Reichswehr und ihre Generale stützen konnte.

    (Hervorhebungen von mir)
    Quelle: http://sascha313.blog.de/2013/01/30/kurt-gossweiler-machtergreifung-15482103/

    Noch etwas zum Verständnis der Vorgänge auf unserer Erde – denn es hat sich seit 1848 gar nichts geändert:

    Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.“ – P. J. Dunning, zitiert in Das Kapital, Band I, S. 801, Dietz-Verlag Berlin, 1961

    Kriege bringen 1.000 und mehr Prozent Profit – und das gleich mehrmals:
    1. Durch die Herstellung der Waffen
    2. Durch den Verbrauch der Waffen
    3. Durch die massive Kapital-Vernichtung (Immobilien, Industrie, Infrastruktur) und darauf folgende Neu-Aufteilung, sprich Raub!
    4. Durch den Wiederaufbau.

    Alles außer Punkt 3 ist natürlich kreditfinanziert, was zur Folge hat, dass die überfallenen und bereits ausgeraubten und zerstörten Länder als Sahnehäubchen in ewige Schuldknechtschaft gezwungen werden. Und das bringt noch einmal Extra-Profite in ungeahntem Ausmaß – und vor allem: Für immer und ewig, solange das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem existiert!

    Wenn wir als Menschheit überleben wollen, müssen wir dieses durch und durch menschenverachtende, kriminelle, räuberische, mörderische, mafiöse kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem grundsätzlich abschaffen.
    Es reicht nicht, an den Symptomen (wie dem Schulsystem) herumzudoktorn.

    Obwohl es natürlich außerordentlich wichtig ist, sich darüber Gedanken zu machen, wie ein
    Schulsystem, das den Menschen dient aussehen sollte.

    Wir müssen jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass der Kapitalismus nicht zu reformieren ist!

  3. Februar 1, 2013 um 11:58 am

    „grundsätzlich abschaffen.“ Darum gehts die ganze Zeit und um nichts anderes.
    Es geht um den Weg dahin, da sind die Perspektiven unterschiedlich, so wie die Wege und Umwege .
    Grundsätzlich gilt für mich und hier kann ich nur für mich sprechen, dass meine Erkenntniss aus dem Studium der Historie sich insofern auf den Punkt bringen lässt, dass gewaltsame Umstürze und das daraus entstandene Neue immer den Kern der Gewalt, der Zwanghaftigkeit und Dummheit in sich trugen. Das ist mein Ziel nicht.

    Ich geb dir recht, dass das Schulsystem und alle anderen in diesem Gesellschaftssystem etablierten Systeme (Medizin z.B.) nur die Symptomatik zeigen, allerdings offensichtlicher wie an anderen Stellen und uns emotional mehr aufwühlend, schließlich schicken wir , mehr oder minder freiwillig, unsere Kinder und Kindeskinder dahin. Allerdings nehm ich schon ein Kopfschmerzmittel, wenn mir der Schädel brummt, auch wenn mir vollkommen bewusst ist im Augenblick nur ein Symptom zu behandeln.

    Ich halt mich gern an W. Reich, was den Fluss der Lebensenergie betrifft, und meine es lässt sich übertragen auf gesellschaftliche Zusammenhänge, was auf gut deutsch heißt, Krebszellen (Kapitalismus) sollten nicht mit ihnen dienlicher Energie (Was brachten die Anti-Atomkraft-Demos wirklich, außer einer europäischen Polizeitruppe?) versorgt werden.
    Wahrscheinlich ist es besser uns selbst mit dem zu versorgen was uns gut tut, was wir brauchen um heil zu werden, am Herzen, an der Seele, am Geist, auch körperlich (Nahrungsmittel z.B.) WIR sollten wachsen und unsere Energie nicht unnötig verpulvern an eine Geschwulst die nur darauf wartet mit unserer Energie der Wut, des Hasses und der Angst versorgt zu werden. – Uns wehren gegen Angriffe dieses Geschwürs, das allerdings sollten wir schon können.
    Soweit erst mal
    Martina

    • Februar 1, 2013 um 1:18 pm

      Ich kam bei der Betrachtung der Geschichte zunächst zu ganz ähnlichen Schlussfolgerungen wie Du.

      Davon ausgehend, dachte ich über mögliche Wege nach – und kam zu dem Ergebnis, dass sich die Kapital-Eigentümer ihre Macht nicht einfach so wegnehmen lassen – unsere Geschichte zeigt das mehr als deutlich und immer wieder: Sowjetunion 1918 – 1921; Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945; Kriege gegen JEDEN und ALLES, die sich der Macht des Kapitals entziehen wollten: Kambodsha, Kongo, Cuba, Angola, Vietnam, Nicaragua, Chile, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Mali sind nur einige Beispiele dafür seit 1945!

      Ich sah in der täglichen Wirklichkeit – auch der occupy-Bewegung -, dass die Gewalt immer von den Kapital-Eigentümern ausgeht und das diese Verbrecher die Gewaltlosigkeit immer von den Unterdrückten, Ausgeraubten, Ausgebeuteten, Geknechteten verlangen und versuchen ihnen einzureden, was Du formuliertest!
      Merkst Du was?

      Uns wehren gegen Angriffe dieses Geschwürs, das allerdings sollten wir schon können.
      Das ist das A und O.

      • Februar 1, 2013 um 2:13 pm

        Solveigh, ich mein das etwas anders. Denen will ich nichts wegnehmen. Wie auch, ist noch nie gelungen. Bedienen will ich sie nicht mehr, mit meiner Energie und Lebenszeit. Diese meine Macht richten auf Heiles und Gesundes, dem helfen zu gedeihen und zu wachsen, anderes Heiles anziehend, sich ausbreitend. Sich selbst organisierend, an vielen Punkten auftretend, regional, nicht zentralistisch, aber vernetzt.-
        Wir hatten noch niemals die Mittel, die wir heute haben. Einerseits dienen sie der Überwachung und Knechtung, aber auch hier gilt „jede Medaillie hat zwei Seiten.“ Wenn wir uns mal bewusst machen, dass das WWW. zu mehr dienen kann als einkaufen, diskutieren, Geschäfte machen und Bildchen posten…
        Grüße

    • Februar 1, 2013 um 2:14 pm

      Interessant: 2 Daumen runter

      Ich hatte gestern mal wieder einen Facebook-Kontakt, der überzeugt ist, das von Sheldrake angenommene morphogenetische Feld wahrnehmen zu können. Er vermutet so, das die Herrschenden in der Lage wären, gebündelt negative Informationen einzusteuern. Zudem könnten sie für die viele Angst sorgen, um noch weitere Energie dort einzuspeisen. So wäre der Prozess der Bewusstwerdung behindert.

      Grund genug, dass wir die Ängste hinter uns lassen und die positiven Informationen so verstärkt ins Feld zu bringen?

      • Februar 1, 2013 um 9:37 pm

        Hallo Bernhard,

        interessante Betrachtung, Danke.

        Was hältst Du eigentlich davon, wenn Du unter jedem Deiner Kommentare das folgende drunter setzt:

        Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Wandel in die neue Welt ganz einfach ist.

        ganz nach dem „einen“ Römer, der zum Abschluss seiner Reden im „römischen Rat“ sagte:

        Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago besiegt werden muss.

        Viele Grüße
        Martin

      • Februar 1, 2013 um 10:17 pm

        Nun sind’s schon drei.
        Ich habe festgestellt, dass je mehr „Daumen runter“ es gibt, desto genauer habe ich ins Schwarze getroffen!
        Ich denke, Du weißt, dass es mir nicht um Angst schüren geht, sondern ganz im Gegenteil! Mir geht es darum, Angst zu bändigen, zu überwinden, um zu neuen Entschlüssen, zu neuen Wegen zu finden!

        Ich kann nicht dauernd auf rosaroten Wolken schweben (verhindere um Gottes Willen alles Negative! huch!) – das macht krank (die Psychothearpeuten und Pharmaindustrie wird’s danken!), und es verhindert die notwendige genaue Analyse – um von da ausgehend zu Schlussfolgerungen und Handlungsmöglichkeiten zu finden!

        Dieses „Schweben auf den rosa-roten Wolken“ ist jedoch genau das, was die Herrschenden wollen und brauchen!
        Wer da schwebt, denkt über keine Ursachen mehr nach, der will nicht mehr in Frage stellen, der will nicht mehr verändern! Der tanzt nur noch in irgendwelchen Träumen umher! Wundervoll! Opium für’s Volk!

        • Februar 1, 2013 um 11:11 pm

          Wie wir ja schon durch einen Hinweis von Guide erfahren durften, scheint diese Rosa-Wolke-Lichtarbieter-Esoterik entsprechen gesteuert zu sein. Und wie an anderer Stelle lesen konnte, werden diese zu lange im Licht schwebenden tatsächlich psychisch krank. Weil sie eben nicht mehr mit ihren Schatten arbeiteten.

          Ich denke es ist gut, wenn wir ausgewogen uns anschauen, welcher Scheiß in unserer Welt verbrochen wird, und welche Graswurzeln sich da immer gegen stämmen.

          Danke Solveigh

  4. federleichtes
    Februar 1, 2013 um 2:37 pm

    Manchmal frage ich mich, was das soll, jeden Tag wieder mit dem Alten zu beginnen, Bilder bearbeiten, weiter daran überlegen, das Notwendige neu zu formulieren und noch weniger mit noch weniger Aufwand zu verbrauchen. Das Wetter ist anhaltend schlecht, kein Radfahren, kein Fotografieren, Vögel, von denen ich nicht weiß, ob sie sich auf den kommenden Frühling und eine besondere Lebenszeit freuen. Jeden Tag wieder Gedanken ordnen, einen „Kern“ spüren und ihn wieder nicht finden.

    Dann schalte ich den Rechner ein und springe raus aus dem Karussell des Un-Sinns: Faszination Mensch, klar. Offen gesagt bin ich inmitten der bunten Thematik immer etwas zerrissen gewesen. Martin mit seiner Schule, Mann, das nervt. Solveigh mit ihrem Kapitalismus, Mann, das nervt. Aber andererseits SPÜRTE ich DARÜBER immer „Etwas“.

    Dieses besondere Spüren, so möchte ich es nennen, entstand in den vielen Jahres des bewussten Wollens, in denen ich mich mühte und quälte, und plötzlich ein Ergebnis erschien, mit dem ich nicht hatte rechnen können – und das zu erreichen ich auch nicht WOLLEN konnte. Es ist wie ein Gefühl des Jägers, dessen normale Sinne nichts registrieren, aber er weiß um seine Beute.

    WARUM wurde Susanne Lehrerin?
    WARUM reitet Martin auf Schule rum?
    WARUM klinkte sich Marietta Weiser mit einem Thema ein?
    WARUM fand Gerhard Fürst zu uns?
    WARUM Nick, und Conny, Bernhard und Martina?
    ES MUSS EINEN GRUND GEBEN!!

    Mein heutiger Tag begann mit etwas mehr Neugier als normal. Weil mein letzter Gedanke war, Martin würde mit dem letzten Beitrag ein Thema aufmachen wollen und – er könne das gerne tun.

    Da haben wir den Salat.

    Als ich die ersten Beiträge las, kam das Gefühl:
    Es geht hier im thematischen Miteinander NICHT darum, was richtiger oder dringlicher zu tun ist. Da schaut doch jeder „nur“ entsprechend seiner persönlichen Sozialisations-Geschichte, persönlich gebildet, persönlich sensibilisiert.

    Was ich fühlte war als Bild beschrieben:
    Einige Menschen ziehen hier an IHREM Strick, der eine hierhin, der andere dahin. Einer brüllt, mehr nach Rechts, einer brüllt, mehr nach links, einer will gar noch oben ziehen. Alle ziehen, und einige sind so von der Richtigkeit ihres „Stricks“ und der Richtung ihres Ziehens überzeugt, dass sie immer doller ziehen.

    So.

    Und keiner sieht den „Sack“, den alle gemeinsam zuziehen.
    Und vielleicht kommt der Moment, da sind alle vom Ziehen und Schimpfen auf die Falschzieher so erschöpft, dass sie gar nicht merkten, dass es nichts mehr zu ziehen gibt: DER SACK IST ZU.

    So, war noch was?

    Gestern Nacht verdichtete sich bei mir eine Idee.
    Am Rande unseres Naturgebietes steht ein städtisches Gebäude. Es steht leer. Mit wenig Aufwand wäre dort ein Unterrichten möglich.
    Projekttitel: Unzertrennlich – Kind und Natur.
    Projektierung: Am Wochenende.
    Terminierung: Montag.
    Gründung des Förderkreises: Gestartet.

    Wir warteten lange auf unsere Chance.

    Susanne und Wolfgang

    • federleichtes
      Februar 1, 2013 um 6:08 pm

      Das Prinzip des Missionierens, lieber Bernhard, ist doch ganz einfach:
      Sperre eine Herde Schafe ein, versetze sie in Panik, und öffne ihnen eine Tür – zum Schlachter.

      Ich frage mich unablässig, OB überhaupt für Projekte die Zeit reif ist. Bin jedoch nichtbereit, meine verkäuferischen Talente für MEINE Ziele einzusetzen. Entweder es geht – oder eben nicht.
      Weil ich glaube, was „gehen“ darf, geht dann auch – gewisserweise – natürlich.

      Und in unserem System stellt sich zwingend die Frage:
      Wie forme ich unnatürlich gebundene Kräfte um zu natürlichen Kräften.

      Bedeutet:
      Wie kann das Unnatürliche (z.B. Geld) in die Förderung des Natürlichen fließen.
      Wie verknüpfe ich Problem und Lösung so zwingend, dass das Wählen der Lösung alternativlos wird. So wie die „Schafe“ dankbar den Weg zum Schlachter wählen.

      Wir sind staaten- und rechtlos. Aber nicht ohne Alles.

      Herzliche Grüße senden Euch

      Susanne und Wolfgang

  5. Gerhard A. Fuerst
    Februar 1, 2013 um 4:16 pm

    Dass sich Menschen zu Untaten verleiten oder verfuehren lassen, sicherlich auch zwingen lassen, das wissen wir. Inwiefern das Schulsystem dafür verantwortlich gemacht werden kann, dessen bin ich mir nicht sicher. Ich bezweifle es sogar. Abermals kann ich nur aus eigener Erfahrung berichten.

    Die Zeit meiner Kindheit war durch den Zweiten Weltkrieg geprägt. All die Versuche, uns als Kinder zu überzeugen, dass das System richtig sei und auch berechtigt sei, zu tun was es eben tat, erzeugte bei mir in meinem Innern in der Hauptsache eine Unsicherheit, sogar hegte ich schon als Kind meinen Zweifel, dass hier alles „richtig“ sei. Ich habe darüber geschrieben und bin bereit, meine Gedanken mittels meiner E-mail-Adresse (siehe unten) an Interessenten zu schicken. Was uns als Kinder als unangenehm erschien, war, dass man nicht nur gezwungen wurde zu salutieren … etc … sondern sich auch dann bereitwillig
    aufzuopfern. In der Nachkriegszeit machte sich dann unter Jugendlichen eine gewisse Rebellion breit, und man nannte sie „die Halbstarken“! Meiner Meinung nach waren das aber alles junge Menschen, die sich nun eigene Gedanken machten und nicht bereit waren, sich demütigen zu lassen und „klein beizugeben“! Ich habe in Erinnerung, dass uns kein Lehrer irgendwie zwang, ungerechte Gedanken zu fassen oder ungerecht zu handeln. Ganz im Gegenteil. Man wurde aufgefordert, kritisch zu denken, sich selbst Gedanken über alle gegenwärtigen Gegebenheiten zu machen.

    In Bezug auf Geschichte hatten wir uns damals allerdings gewundert, dass die genauen Details über diese schlimme Zeit irgendwie umgangen oder sogar auch unterschlagen werden. Die Geschichte hatte also eine große Lücke von so ungefähr sechs Jahren: 1939 bis 1945. Jedes Mal, wenn wir genau erforschen wollten, “ wie es denn eigentlich dazu kommen konnte?“, … wurde geschwiegen … und man war der Meinung, dass das Thema tabu war oder dass man irgend etwas verheimlichen oder vertuschen wollte. Ich habe nicht in Erinnerung, dass uns aber irgendwelche schlechten Dinge vermittelt oder aufgezwungen wurden. Man sagte uns „das wird sich schon irgendwie, irgendwann klären und ihr werdet dann alles viel besser verstehen… und so weiter… und so fort…Die genauen Details kamen dann allerdings später mit einer lang nachhallenden Schockwirkung!

    Alle meine Klassenkameraden und -kameradinnen…also alle die wir gemeinsam die Schulbänke drückten und die dicken Bücher wälzten, wurden und blieben auf lange Sicht gute und ehrliche und friedliche Menschen. Ja, wir hatten auch sehr strenge Lehrer, aber die waren alle nur darauf bedacht, dass wir unsere besten Fähigkeiten bewiesen und die besten Leistungen boten. Man lernte von seinen Fehlern und man machte notwendige Korrekturen und notwendige Kehrtwendungen. Ich kann auch sagen, dass die strengen Lehrer die besten Resultate erzielten. Lehrer, die sich mit viel Hingabe und auch Güte arbeitend bemühten, waren auch von großem Einfluss in unserem Werdegang. Ich fühlte mich gefordert, aber nie verleitet oder sogar auch irgendwie unterdrückt.

    In manchen Dingen war ich ein „Spätzünder“. Der Einfluss des Lehrpersonals hatte also einen lang anhaltenden und lang wirkenden Einfluss. Ich war auch als erwachsener Mensch dann bemüht, mich bei vielen meiner ehemaligen Lehrer für all ihre Mühe und Arbeit mit uns, für uns, und um uns zu bedanken! Viele dieser Lehrer waren für mich dann Idealvorbilder, die mich auch ins Berufsleben als Lehrer und Lehrbeauftragter begleiteten und positiv beeinflussten! Wer das Gute sucht, wird es auch finden. Wer sich wehrt und dagegen arbeitet, der verpasst den Zug in die positive und produktive Zukunft.

    Abermals nur so meine ganz persönliche Meinung!

    Gruss, Gerhard A. Fuerst
    Kalamazoo, MI, USA
    E-mail: G1st@aol.com

    • federleichtes
      Februar 1, 2013 um 5:25 pm

      Wenn ich mich recht erinnere, trete ich hier STETS dafür ein, Schule nicht pauschal zu verurteilen, zu versündenböckigen.
      Schule darf nicht Sündenbock sein. Weil dort viele Menschen tätig sind, die ihr Bestes geben – und das ist nicht wenig.

      Wir stehen in einer Realität. Aus Sicht eines Seglers, sage ich: Das Unwetter kommt nicht, es ist DA. In unserer Zeit lasen sich Bilder des Grauens nicht mehr überzeichnen, nein,
      SIE LASSEN SICH MIT WORTEN NICHT MEHR BESCHREIBEN.

      Am Anfang meines Themas beschreibt sich ein Weg, Schule in der aktuellen Struktur ihrer Wirkmacht zu berauben – unser Kinder daraus zu BEFREIEN.

      Ich bin der Meinung, wir dürfen die Wirkung dieser Bilder- und Ordnung-schaffenden Macht-Schule weder über- noch unterbewerten. Sondern sind beauftragt, aus der
      REALITÄT DES ENTSTANDENEN GRAUENS
      heraus
      JEDE
      der daran beteiligten
      MÖGLICHEN
      Ursachen zu analysieren.

      Das ist hier auf diesem Blog ausreichend geschehen. Und nicht nur hier.
      Darum sage ich:
      Schule ist nicht DAS Übel, aber sie wird benutzt, um das Übel zu befördern.
      Und zwar auf eine
      BESONDERS SCHÄBIGE Weise:
      SIE VERGREIFT SICH AN KINDERN.
      NICHT an allen Kindern,
      nicht mit gleichermaßen schwerwiegenden Folgen.
      Aber:
      SCHULE WURDE INSTRUMENTALISIERT. (So wie vieles Andere auch!)

      Kinder sind das kostbarste Gut der Menschheit – aber auch das formbarste.

      Susanne sagte mal: Wir brauchen keinen Handschlag investieren in die Entgiftung unserer Welt, solange weiterhin Gift produziert wird.
      Ich sage, warum soll ich gegen die EINE Umweltzerstörung kämpfen, wenn während des Kampfes zehn weitere Zerstörungen geschehen.

      Kinder müsen dem Zugriff der Lebensfeindlichkeit entzogen werden. Wenn das nicht zunehmend geschieht, geschieht wirklich NICHTS.

      Klar kann ich Sie verstehen, Herr Fürst. Klar kann ich Ähnliches berichten aus meiner Schulzeit. Klar ist mir aber auch: Ich hatte Glück, die meisten meiner Mitmenschen hatten keins.
      Und: Mein Glück ist nur so viel wert, wie meine Mitmenschen kein Pech (mehr) haben.

      Herzliche Grüße an Sie von uns.

      Wolfgang Jensen

      Dieses kleine Blümchen darf blühen, weil Menschen da waren, die AUFPASSTEN.

  6. federleichtes
    Februar 2, 2013 um 3:21 pm

    Ich begrüße Meinungsvielfalt.
    Ich begüße auch PERSÖNLICHE Kommentare.
    Weil ich die Freiheit begrüße.

    Ich postuliere mal, man möge mir den thematischen Bezug nachsehen:

    – Wir erziehen Kinder zu Kriegern. Schaue ich nach Afrika, geht das mit wenig Aufwand: Die Sechsjährigen können ein Gewehr bedienen – fertig.

    – Wir begleiten unsere Kinder in die lebenswerte Lebensfähigkeit und lassen sie natürlich glücklich sein. Schaue ich in meinen Kopf, geht das ganz einfach: Eltern werden wie Kinder, und nicht Kinder wie Eltern.

    Nun sehe ich zwei parallele Entwicklungen.

    Einerseits entsteht ein Reich der Gewalt und Gegengewalt, das Recht des Stärkeren, des Gesetz des Brutaleren, die Strafen des Gnadenloseren bestimmt das Miteinander. Das natürlich ein Gegeneinander ist, das dem Prinzip der Unterwerfung/Herrschaft folgt.

    Andererseits entsteht ein Reich, ich nenne es mal salopp, ein Reich der rosaroten Brillenträger. Sie machen, was nötig, und tun, was möglichst der Freude dient. Sie sind integer, solidarisch, vernünftig, gelassen und ausgelassen.

    So, und nun?

    Wer wohnt neben Deinem Dorf, Bernhard? Die sich des nachts nur ein Schaf holen, das eigentlich der Freude der Kinder dienen sollte? Holen sie sich gar ein paar der Frauen? Und irgendwann auch die Männer für ihre Kriege.
    SO WIE DAS IMMER SCHON WAR?

    Oder glaubst Du, der andere Weg, die Krieger zu befrieden, ist eine Option?

    Müssen wir beide daran glauben, dass Dummheit und Gewalt ausrottbar sind?
    Dass Menschen lernen, was sie noch niemals lernen konnten?

    Und:
    Stelle Dir bitte mal vor, lieber Bernhard, es gäbe eine Macht über das Böse. Und sie würde in Dir alle Weisheit, die das Leben hervorbrachte, vereinen – und Dir ein Jahr Zeit und alle Macht geben, diese Weisheit umzusetzen.

    Was würdest DU machen?

    Herzliche Grüße an Euch von uns.

    Wolfgang

  7. Februar 2, 2013 um 6:54 pm

    Habe ich einen Garten mit Obstbäumen, in Thüringen gibt es noch eine erhebliche Zahl von Streuobstwiesen, dann fälle ich doch nicht die Apfelbäume, wenn ich einen Apfel essen möchte. Dann ernte ich, such die prächtigsten Apfelkerne und ziehe neue Bäume, pfropfe vllt. auch hier und da und verjünge ältere Gewächse. Baue auf und um, nutze was da ist, unterstütze die jungen Pflänzchen, fälle ab und zu auch mal einen Baum, und schütze den Garten auf vielerlei Art. Die erste und beste Art ist ihn gesund und heil zu halten, das stärkt die in ihm leben, vom Regenwurm, über die Bäume und Bienenvölker bis hin zu den Wespen. Vllt. muss auch ab und an mal ein Feuer gelegt werden, falls sich eine Krankheit eingeschlichen hat, der nicht anders bei zu kommen ist.
    Jedenfalls ist der beste Schutz für einen Garten Vielfalt, dann gibts keinen Totalausfall. Und, ich vergaß, Hecken mit Dornen.

    Liebe Grüße
    Martina

  8. federleichtes
    Februar 3, 2013 um 1:35 am

    Lieber Bernhard,

    ich find’s einfach toll, dass Du so mutig warst einen Ball aufzufangen, der für menschliche „Hände“ ein paar Nummern zu groß scheint.

    Ich rede jetzt mal Solveigh das Wort. Die Herrschenden werden sich ihre Macht nicht nehmen lassen, folglich System-Abweichler nur in einem sehr engen Rahmen gewähren lassen. Wer meint, Kommunikation durch das Internet wäre eine Gefahr, täuscht sich. Denn es funktioniert noch.

    Gerade fragte ich Susanne, was sie mit ihrer Macht machen würde. Sie sagte spontan: Alle Tiere freilassen. Ich fragte mich auch, und sagte spontan: ALLE Waffen unschädlich machen.
    Das wäre unser Anfang, einfach ein paar Steinchen aus dem Weg räumen, damit Liebe eine Chance hat, die erste Rolle in einem neuen Bildungs-System spielen zu können.

    Morgen mehr.

    Liebe Grüße von uns.

    Wolfgang

  9. federleichtes
    Februar 3, 2013 um 10:49 pm

    Schmunzeln erlaubt?
    Seit Martin das Thema

    „Verroht unser Bildungssystem (gewollt)?“

    formulierte, stupst mich beim Lesen „Etwas“ an und fragt: Wat?
    Das System der Bildung verroht?

    Natürlich nicht – Das Bildungs-System verroht unsere Kinder.

    Ich sage es mal anders:
    Lehrer sehen sich konfrontiert mit Kindern, die wenig sensitiv und stark sensiblisiert sind. Um es auf eine tierische Schiene zu bringen:
    Einige sind aggressiv, einige flüchten in die Beliebigkeit, und einige sind kaum ansprechbar. Klar gibt es auch (wenige) aktive Kinder, die Schule als Chance erleben.

    Unser heutiges Schul-Bildungssystem ist keine Erfindung aus dem Nichts. Es ist gewachsen auf Interessen. Und ich behaupte, diese Interessen sind älter als das Schulsystem.

    Ich erzählte bereits von meiner Ankunft auf Kreta, runter von der Fähre und direkt in die „Arme“ eines hamburger Lehrer-Ehepaars. Zu meiner Kritik des Schulwesens entgegnete mir Herr Lehrer: Die Reform-Pläne liegen in der Schublade.
    Da liegen sie heute offensichtlich auch noch.

    Grundsätzlich sehe ich folgendes Problem.
    Kinder haben Angst. Und sie finden nur selten Partner, die ihnen helfen, die Ängste abzubauen – sondern das Gegenteil ist der Fall: Ihre Ängste werden geschürt, sie werden instabil und somit maniupulierbar.
    Aber auch etwas anderes ist beobachtbar. Es entstehen Gewinner. Die Profitler, die das System als Melkkuh benutzen, und solche, die ihre „Rohheit“ den Profitlern verkaufen, um deren System abzusichern. Ich nenne sie mal Söldner.

    Damit hätten wir den Blick auf ein Drei-Kasten-System:
    – Parasiten, rücksichtslose Egozentriker; Bildung, um herrschen und ausbeuten zu können.
    – Ängstliche, die sich aus Furcht um ihre Existenz bedingungslos hin und her schubsen lassen.
    – Brutalos, die auf Befehl schießen und knüppeln, in gewisser Weise Gewalt-Prostituierte.

    Natürlich entstehen diese Kasten-Typen nicht ohne Abstufungen, und die Typen entstehen auch nicht zeitlos festgeschrieben. Aber das Herrscher- und Prasitensystem braucht
    – frisches Blut,
    – eine willige Dienerschaft und
    – sie beschützende Kräfte.

    Damit erst mal gut.

    Gruß
    Wolfgang

    • Februar 3, 2013 um 11:13 pm

      Damit hätten wir den Blick auf ein Drei-Kasten-System:
      – Parasiten, rücksichtslose Egozentriker; Bildung, um herrschen und ausbeuten zu können.
      – Ängstliche, die sich aus Furcht um ihre Existenz bedingungslos hin und her schubsen lassen.
      – Brutalos, die auf Befehl schießen und knüppeln, in gewisser Weise Gewalt-Prostituierte.

      Natürlich entstehen diese Kasten-Typen nicht ohne Abstufungen, und die Typen entstehen auch nicht zeitlos festgeschrieben. Aber das Herrscher- und Prasitensystem braucht
      – frisches Blut,
      – eine willige Dienerschaft und
      – sie beschützende Kräfte.

      Da hast Du mir jetzt noch einen fehlenden Tropfen Erkenntnis geschenkt, der mir für das Verstehen eines anderen, aber doch des selben Zusammenhanges fehlte…

      Da hatte nämlich jemand formuliert, die Inder hätten nicht umsonst ihr ausgefeiltes Kasten-System erfunden, dass ein zutiefst und grausam faschistisches sei: Ein in der niedrigsten Kaste Geborener würde nicht einmal davon träumen, Schlosser zu werden… Es gäbe absolut keine Berühungspunkte und -möglichkeiten zwischen den Kasten, geschweige denn die Möglichkeit von einer unteren in eine höhere Kaste „aufzusteigen“. Alles nur auf Grund des Zufalls der Geburt in der einen oder anderen Familie…
      Der Mensch formulierte weiter, dass im heutigen Europa gerade ein solches Kasten-System errichtet würde… Du hast es eben beschrieben.

      Dankeschön!

  10. federleichtes
    Februar 3, 2013 um 11:25 pm

    Auch Dankeschön!!!

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