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Sowohl Konkurrenz als auch Kooperation …

Heinz Peter Lichtenberg stellte auf Facebook in der Gruppe Kooperation statt Konkurrenz, die ich mit Marietta vor zwei Jahren begann und die inzwischen fast 300 Mitglieder hat:

Die rote Schlange ist noch da…

Menschen lieben die Konkurrenz! Am Besten ist das beim Sport zu beobachten. Wir hatten ja schon das Beispiel Fußball hier. Dieses Spiel stellt eine Konkurrenzsituation dar. Jede Mannschaft will den Ball in des Gegners Tor bugsieren und das Spiel nach den Regeln gewinnen. Dabei versucht das jeweilige Team Tore des Gegners zu verhindern. Das macht allen beteiligten Spielern und den Zuschauern so viel Spaß, daß Fußball die meist gespielte Sportart und die meist geschaute Sportart ist.

Nicht nur, daß die beiden Teams für sich gesehen im Spiel als Team kooperieren, um das Spiel zu gewinnen. Genau betrachtet kooperieren beide Teams. Denn erst durch die Bereitschaft beider Teams zu kooperieren, ist es möglich ein Fußballspiel zu spielen. Weil zwei Teams notwendig sind. Konkurrenz durch Kooperation! Und Alle haben Spaß! Und es geht weiter. Selbst bei Einzelsportarten wie Tennis oder Ringen ist Kooperation notwendig. Ohne einen Kooperations-willigen Partner macht der Sport keinen Spaß. Den Ball alleine vor die Wand zu hauen und darauf warten ihn wieder vor die Wand zu hauen. Ne, macht keinen Spaß. Auch mit sich selbst Ringen geht auch nicht. 😉

Konkurrenz ist überall. Konkurrenz ist Teil der Wirklichkeit in dieser Welt. Ich meine, daß der Begriff im Titel dieses Gruppennamen wahrscheinlich was Anderes meint. Kooperation und Konkurrenz haben was gemeinsam. Es geht den Beteiligten in beiden Fällen darum, ein Ziel zu erreichen. Bei der Gruppe zur Kooperation gibt es ein gemeinsames Ziel und den Willen das Ergebis zu teilen. In einer Konkurrenzsituation haben die Beteiligten ebenfalls ein gemeinsames Ziel, wollen oder können aber das Ergebnis nicht teilen. So kann man nicht sagen: Ich kooperiere lieber statt zu konkurrieren. Es kommt doch auf das Ziel an. Es kann sich zum Beispiel um einen Recoursen Konflikt handeln, der zur Konkurrenzsitiation führt. Manchmal kann ein solcher Recoursenkonflikt gelöst werden, wenn eine Teilung der Recource irgendwie möglich ist. Durch eine Win-Win Situation zum Beispiel. Alle Sportarten haben eines Gemeinsam: Es kann nur einen Sieger geben! Das ist die Realität. Im Spiel lernen wir mit dieser Situation umzugehen. Das Spiel „Mensch ärgere Dich nicht“ ist ein schönes Beispiel, bei dem Kinder lernen damit umzugehen. Ein weiteres Beispiel: Wenn zwei Personen gleichzeitig Interesse für eine dritte Person zwecks Fortplanzung haben und die dritte Person nicht bereit ist, diese Möglichkeit beiden zu bieten, haben wir eine klassische Konkurrenzsituation. Einen möglicherweise nicht lösbaren Konflikt. Eine Aufgabe für das Konfliktmanagement.

Kooperation scheint so einfach zu sein, wenn der eigentliche Kooperationsvorgang betrachtet wird. Doch wenn menschliche Eigenschaftem wie Gier und Eigennutz hinzukommen, wird es sehr kompliziert. Weil es immer Menschen gibt, die mehr als die Anderen vom Ergebnis abhaben wollen. Konkurrenz ist auch nicht das Gegenteil von Kooperation. Weil wir kooperieren um zu konkurrieren. Das Gegenteil von Kooperation ist der Alleingang.

Was ist in dieser Gruppe tatsächlich mit Konkurrenz gemeint?

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. April 28, 2013 um 10:44 am

    Ich gab die folgende Antwort:

    Ich biete meine Meinung, die nicht die der anderen wiederspiegeln muss. Ich sehe die Konkurrenz als Kampf um einen persönlichen Vorteil gegenüber anderen herauszuholen, um am Ende auf seine Kosten mein Leben besser gestalten zu können.

    Das Spiel an sich ist die Art und Weise, wie wir den Umgang mit neuem Lernen und uns auf das Leben an sich vorbereiten. Es gibt viele Spiele, in denen wir nicht konkurrieren. Mir kommt es so vor, dass viele unserer Konkurrenzspiele erfunden wurden oder zumindest stark in der Verbreitung gebracht wurden, um das Konkurrenzspiel im Kapitalismus zu fördern. Konkurrenz teilt uns in wenige Gewinner und viele Verlierer. Dieses Teilen lässt uns untereinander bekämpfen anstatt zu erkennen, wem am Ende dieses Spiels die Taschen der Wenigen voll macht und der Vielen immer leerer.

    Konkurrenz an sich ist nicht schlecht, helfen uns doch die Emotionen als Verlierer, weiter zu üben, um es das nächste Mal besser machen zu wollen. Nur sollten wir dabei jeweils reflektieren, ob wir mit unserem Siegen den jeweils Anderen dabei unterdrücken.
    In einer Welt, die uns bedingungslos mit so vielem beschenkt, sollten wir kooperierend in der Lage sein, das Niemand unterdrückt werden muss, dass der Mangel von etwas nicht künstlich geschaffeen werden muss.

    Und fragte zum Schluss noch: Was meinst Du mit roter Schlange?

  2. April 28, 2013 um 10:55 am

    Grille Margarete Augustin-Grill:

    für mich ist *konkurrenz* in jeglicher form verdrängte angst: die angst, nicht (mehr) genug zu haben/ bekommen. daraus haben sich mE. diverse ego-spielchen herausgebildet, die von einigen wenigen gezielt angeheizt werden, um die eigenen pfründe zu mehren.

    konkurrenz kennt letztendlich NUR verlierer. auch jene, die nach außen *erfolgreich* scheinen, sind verlierer: sie haben ihre seele verloren.

  3. blub
    März 31, 2014 um 11:16 am

    Ressourcen !

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