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Ethos Arbeit als Zwiespalt von Notwendigkeit und Anspruch

Die Arbeitshypothese dieses Themas lautet:

Wir existieren nicht, weil wir arbeiten, sondern arbeiten, weil wir existieren.

Wir erleben in der Natur ein reibungsloses Miteinander von Vernunft und Freiheit.

Vorbemerkungen

Bereits die Erzeugung des körperlichen Menschen geschieht nur durch ein Zusammenwirken zweier verschiedener Faktoren, die, aus welchen Gründen auch immer, auf zwei verschieden konfigurierte Menschtypen verteilt wurde.

Leben entsteht nicht, es erscheint und gestaltet Menschen nur unter der Bedingung A plus B oder W plus M. Das nötige schöpferische Zusammenwirken nenne ich Abhängigkeit.

Existenz kennt eine Form von natürlicher Hingabe verbunden mit der Fähigkeit, bereit zu sein.

Existenz, wie wir sie kennen, braucht Raum und Zeit (Raumzeit), eine physikalische Dimension, um die erste Bedingung für die Lebens-Erscheinung zu erfüllen: Entwicklung. Diese Bedingungen sind vorgegeben.

Schmetterlinge fliegen ihre Wege ohne Ballast und wählen dafür die Option des geringsten Widerstands.

Existenz braucht weiterhin einige Faktoren, um sich zu erhalten. Verhungerte Kinder und gemeuchelte Tiere wissen das. Einerseits braucht es das Betriebsmittel Energie, andererseits Informationen für die Entwicklung. Grundsätzliche Entwicklungsinformationen sind mitgeliefert. Andere, um sich in der Raumzeit orientieren zu können, müssen beschafft werden – durch die rezeptiven Sinne, die auch installiert sind.

Grundsätzlich möchte ich sagen:

Es gibt zwei Arten von Willen, Existenz erscheinen zu lassen:

  • den Willen, Existenz zu ermöglichen, und
  • den Willen, Existenz zu erhalten.

Menschen sind mit letzterem Willen ausgestattet – worden. Sie haben einen „Freien Willen“ – NUR in dem Sinne, ihn benutzen und ihn gestalten zu MÜSSEN.
(Und es könnte, bei Bedarf, dargestellt werden, dass Leben-erschaffen nicht nur bedeutet, von Sexualität gesteuert Kinderexistenzen zu schaffen, sondern auch, der Entwicklung Dynamik zu geben.)

Manche Anblicke vermitteln uns den Eindruck, dass Besitz für Existenz keine wirkliche Bedeutung hat.

Der Kern des Themas ist einfach.

Es gibt offensichtlich einen Schöpfungswillen. Er schafft Existenz – unter Bedingungen. Existent (wird) IST (und bleibt), was diese Bedingungen erfüllt/e. Die zentrale Bedingung des Lebens, die der Mensch zu erfüllen hat, ist, Existenz zu erhalten. Er erfüllt sie durch das, was wir Arbeit nennen.

Nun sind wir bei einer interessanten Frage angelangt:

Wenn Existenz nur durch „Arbeit“ in Erscheinung treten konnte, HABEN wir, indem wir existent sind, diese Arbeit (bereits) geleistet. Im Folgenden geht es also (nur) noch darum, die Existenz zu erhalten und (jetzt wird es etwas spannender), die Existenz in ein Wirkgefüge einzubringen. Gestaltet wird dieses Einbringen mit den Fragen:

  • was lasse ich auf mich wirken, und
  • wie wirke ich?

Wir können, so glaube ich, zwei Arten von Arbeit unterscheiden:

  • die Leistung, Existenz zu erhalten, und
  • die Leistung, Existenz zu gestalten.

Beides tun Menschen, automatisch oder bewusst und dies mehr oder weniger im Rahmen allgemeiner und persönlicher Optionen und Bedingungen.

Das Glück dieser Erde … Pferde genießen es, wenn sie sich nicht vor einen fremden Karren spannen lassen.

Die Kurzformel für Leben könnte lauten:

Wer existiert, arbeitet.

Schlussbemerkung

Detailfragen der Existenz zu erörtern, hat einen besonderen Sinn, wenn man damit auf den Kern des Lebens zielt. Das Verarbeiten der Informationen, die erscheinen, wenn man getroffen hat, ist zwar harte Arbeit, aber es kann Menschen zu gewisser Informations-Autonomie führen und eine Sicht auf ihre Existenz erlauben, die von neurotischen Fixierungen befreit und ein von Glück erfülltes Sein erlaubt.

In diesem Sinne

Nähe zum Licht, Entfaltung einer natürlichen Vernunft und Vertrauen in den Prozess des Werdens und Vergehens.

Euer Wolfgang

  1. Mai 10, 2013 um 5:35 pm

    “Leben entsteht nicht, es erscheint und gestaltet Menschen nur unter der Bedingung A plus B oder W plus M. Das nötige schöpferische Zusammenwirken nenne ich Abhängigkeit.“

    Ein Satz wie dieser gehört eigentlich an den Anfang jedes Werkes einer naturwissenschafflichen Arbeit, egal, um welchen Themenbereich es sich handelt … und die weiteren, mitunter hunderte, Seiten könnten im Grunde leer bleiben, denn allein schon an diesem Satz hat die klassische Wissenschaft schon genug zu knabbern !!!

    Aber auf solch einen Satz kann man auch nur kommen, wenn man keine wissenschaftlichen Förmchen im Kopf hat und kein Sand der Universitäten das Denkgetriebe zum Stillstand gebracht hat.

    Riesel, riesel, summ, summ, summ …

    http://www.gold-dna.de/updatejan13.html#up362

    Gruß Guido

    • Mai 10, 2013 um 6:52 pm

      Schöner Artikel zu Uni- und Diversität als auch Gedankenpollen der „wilden“ Querdenker 😉

  2. Mai 10, 2013 um 7:12 pm

    Bleibt nun zu klären, woran Jemand, der keine Ressourcen besitzt, sei es ein Stück Land zum Anbau oder Abbau, oder eine Produktionsstätte, sinnvoll mitarbeitet, um seinen Beitrag für die Gemeinschaft einbringen zu können, ohne seinen Körper prostituieren zu müssen.

    Wir hatten ja schon mehrfach über die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens gesprochen. Prof. Hörmann findet die Namensgebung schon falsch. Er spricht von der Bedingungslosen Grundsicherung, so dass jeder Mensch sich nicht dauernd einen Kopf darüber machen muss, ob er morgen noch zu essen hat oder im Trockenen schlafen kann:

    Eine mögliche Lösung könnte darin bestehen, zu diesem Zweck dem Staat (d.h. der Gemeinschaft aller BürgerInnen) die Kompetenz zur Geldschöpfung konkret zu diesem Zweck (als ausgegliederter elektronischer Rechnungskreis, also als funktionales Geld) zu übertragen. Jede MitbürgerIn erhält (z.B. auf ihr/sein Sozialversicherungskonto) jenen Betrag gutgeschrieben, der es ihr/ihm ermöglicht, Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Kleidung, Miete, Energie, Fahrtkosten, Gesundheit etc.) zu erwerben. (Quelle)

    Dies entspricht auch der Argumentation von Matthias Jung, in seiner Abhandlung: Bedingungslos geliebt. Leistung zwischen Vorschuss und Bewährung

    Macht die Grundsicherung faul und träge oder ist sie die Basis zur Entfesselung unserer brachliegenden Potentiale?

    • Mai 12, 2013 um 1:49 pm

      Macht die Grundsicherung faul und träge oder ist sie die Basis zur Entfesselung unserer brachliegenden Potentiale?

      Sie wird zunächst einige faul machen. Endlich nicht mehr schuften müssen! Ausruhen! Genießen!
      Das dauert höchstens ein halbes Jahr – spätestens dann wird sie die Basis zur Entfesselung unserer brachliegenden Potentiale.

      Kein Mensch ist in der Lage, lange auf der Bärenhaut zu liegen. Der Mensch ist ein soziales Wesen, er hat das Bedürfnis, sich in die Gemeinschaft einzubringen und ihr zu dienen, wissend, dass er damit sich selbst dient.

      Darum leiden die vielen Arbeitslosen und werden psychisch krank: Sie sind von der Gesellschaft ausgeschlossen worden! Ihnen ist verboten, sich einzubringen, weil sie „zu teuer“ sind! (wahlweise einzusetzen: zu alt, zu jung, zu viel oder zu wenig qualifiziert, die Nase zu dick oder zu dünn, die Augen zu blau oder zu grün)

      Andere Arbeitslose finden einen Weg, sich einzubringen und teilzuhaben, bleiben gesellschaftlich aber noch immer stigmatisiert, ausgeschlossen. Das ist krank, macht krank und die GrundSICHERUNG kann das zur Heilung bringen.

      Die GrundSICHERUNG gefällt mir auch wesentlich besser als das von den Industriellen vorgeschlagene und überall propagierte BGE, dass innerhalb kürzester Frist UNTER Hartz-IV-Niveau gedrückt wird und dann stellen diese Verbrecher sich hin und schreien: „Ihr habt es ja selbst so gewollt!“

      • federleichtes
        Mai 12, 2013 um 2:21 pm

        Danke für Deine klaren Aussagen.

        Sie geben mir Gelegenheit zu sagen, was ich vor Tagen schon klarer sagen wollte.

        Herimat ist nicht nur die Energie aus derm Gefühl FÜR Heimat.
        Heimat ist ein natürlicher Einkommensquell.

        Und es bedarf wohl keiner Frage nach einem real gefühlten Wert von Heimat, wenn Menschen, um an die natürlich gewachsenen Werte in ihrer Heimat zu kommen, für fremde Menschen arbeiten müssen, um von anderen fremden Menschen diese Produkte kaufen zu können.

        Besser kann ich den Widersinn gerade nicht formulieren.

        Egal, wie man das Kind des natürlichen Einkommens nennt:
        Der Weg dorthin besteht aus Schritten, die sich vom Widernatürlichen entfernen.

        Gruß
        Wolfgang
        fährt dann mal.

  3. Kevin
    Mai 10, 2013 um 9:34 pm

    http://www.gold-dna.de :
    Riesel, riesel, summ, summ, summ …

    Dies scheint mir eine kompakte Zusammenfassung Ihrer Aussage zu sein. Sie schreiben viel und sagen nichts…

    Vielleicht lesen Sie mal kurz hier rein.

    Könnten Sie nachvollziehen, wenn man Sie für einen Schwätzer hielte?

    • Mai 10, 2013 um 10:07 pm

      Na, da freue ich mich doch jetzt auf die sezierende logische Begründung 🙂

    • Mai 10, 2013 um 10:18 pm

      Oh, nun bin ich also an der Reihe. Gerne. Nun, da muss der nächste Artikel für Martins Blog noch ein wenig warten …

      Meine Absicht ist es keineswegs jemanden von etwas mittels logischer Argumente zu überzeugen. Mir geht es in erster Hinsicht darum ein Gefühl für ein GANZES zu vermitteln. Da dieses GANZE mehr und mehr aus dem Bereich der 5 Sinne und des Konsens der Allgemeinheit verschwindet, bedarf es vieler Ansätze und Blickwinkel, um aus verschiedensten Interpretationsansätzen eine Geschichte zu erzählen, die von der Allgemeinheit jedoch unentwegt, unter Beibehaltung einer Logik, in unzählige Einzelgeschichten zerlegt wird, von der jede einzelne zwar logisch erscheint, aber an Logik verliert, wenn Einzelnes zu Mehreren zusammengefügt wird. Somit kann ich aus der Sicht des Konsens nur verlieren, nein, im Internetzeitalter nennt man das ja schwätzen.

      Sie haben Ihre Sicht, ich meine. Und das ist hervorragend. Ich habe mit Ihrer Sicht kein Problem und nehme sie an, als das, was sie ist, nämlich eine von vielen Einzelgeschichten des GANZEN. Dass Sie sicheren Umgang mit Wortgewandtheit, Definitionen und gebildetem Vokabular haben zeugt von Ihren Möglichkeiten im Umgang mit der Notwendigkeit ihrer Geschichte für das GANZE. Sie sprechen den Intellekt an, die Logik … ich für meinen Teil lege meinen Schwerpunkt auf Bildhaftigkeit, auf Metaphern und vor allem auf die Schwingungen, auf das Gefühl, welches Worte, die zu Bildern werden, vermitteln. Hören ist eine Sache … fühlen bzw. erfühlen geht tiefer. Seien wir doch froh, dass es Honigbienen wie Sie und Wildbienen wie mich gibt. Beide machen das GANZE erst zu dem was es ist.

      Meinungen, die vom Konsens abweichen, sehen sich schnell der Konfrontation mit jenen ausgesetzt, die dem Konsens treu bleiben wollen, vielleicht auch aus Gründen, die u. a. Arno Gruen in seinen Arbeiten deutlich macht. Dabei sind es die Konsensbeibehalter, die oft ein Vokabular anwenden, welches reichlich emotionale Energien in sich birgt. Ich für meinen Teil habe das Gefühl mit diesen Emotionen gut umgehen zu können, schließlich gibt es genügend Blumen auf einer Wiese … und wie so oft stellt sich heraus, dass es gerade die Wildbienen sind, die den besseren Nektar finden und ein Gefühl für die richtigen Quellen haben … zum Wohle des Honigs, den beide Bienenarten gemeinsam zusammentragen …

      Mit emsigem Gruß

  4. Gerd Zimmermann
    Mai 10, 2013 um 9:49 pm

    ”Leben entsteht nicht, es erscheint …………“

    „……….an diesem Satz hat die klassische Wissenschaft schon genug zu knabbern !!!“

    „Wer nicht hören will, muss fühlen…….“

    „Wer Ohren hat, der höret…….“

    “ Elektromagnetismus richtig erklärt………..für Wissenschaftler und Mediziener…………“

    „Es kann nicht sein, was nicht sein darf………..nicht beweisbar…………….“

  5. Gerd Zimmermann
    Mai 10, 2013 um 10:03 pm

    „Dies scheint mir eine kompakte Zusammenfassung Ihrer Aussage zu sein. Sie schreiben viel und sagen nichts… “

    Lieber Kevin

    wenn ich Dir jetzt in das Gesicht sage, dass Du ich und ich Du bin, fasst das viele 1000 Seiten auf den Punkt zusammen.

    In null Komma nix durch das Universum. Ohne nachdenken. Bruchlandung iklusive.

    Geiz ist eben geil.

  6. Mai 12, 2013 um 1:55 pm

    Mit dieser Definition von „Arbeit“ kann ich mich gut anfreunden.
    Knapp und auf den Punkt gebracht. Danke für die Erleuchtung!

    Ich denke, heute sind wir Menschen auf einem technologischen Entwicklungsstand angekommen, wo

    die Leistung, Existenz zu erhalten,

    bereits durch sehr wenig Zeit- und Energie-Einsatz erreicht werden kann, da immer mehr Automaten diese Leistung übernehmen – wo es sinnvoll ist, an anderen stellen muss sich Mensch überlegen, ob es gut ist, alles von Maschinen machen zu lassen, dennoch bleibt m.E. heute das Hauptgewicht menschlicher Tätigkeit (Arbeit) auf

    der Leistung, Existenz zu gestalten.

    Und das macht dann unser Leben reich, schön, bunt und vielfältig und lässt jeden an diesem Prozess teilhaben.

    Vielen Dank!

  7. federleichtes
    Mai 12, 2013 um 2:51 pm

    Wirklich nur ganz kurz.

    Heimat im Zwiespalt – meinen habe ich wohl gerade entdeckt.

    Weil ich Heimat erlebe als vom Wahn durchwirkt, ergriffen, besetzt.

    Und ich meine Vögel so liebe,

    weil sie sich dem Wahn nicht beugten.

    Sprungmarsch.

    Wolfgang

  8. federleichtes
    Mai 13, 2013 um 12:44 pm

    Geht das Eine ohne das Andere?
    Das menschliche Bedürfnis nach Großartigkeit gebiert ja nicht nur Scheuklappen.

    Mit meinem Blick auf die ideellen Zuchtmeister des Verderbens, verbinde ich mit der Erinnerung an Worte, die ich mir zu sprechen erlaubte:
    „Der Tod ist die segensreichste Erfindung, die sich ungetrübt im Leben praktiziert“.

    War gerade auf dem Balkon, Vogelfutter nachlegen. Es riecht dort, als würde jemand einen alten Schlüpfer braten. Das mal zum Thema Punching-Ball..

    Herzlich Grüße an Dich.

    Wolfgang

    • federleichtes
      Mai 13, 2013 um 3:20 pm

      Ich meinte wohl eher D –
      der einerseits unnatürlich angepasst (Symptom bespielhaft: Sprechblasen generieren)
      und andererseits die fehlende Natürlichkeit durch eine andere Unnatürlichkeit ausgleicht.
      Der Weiße Riese im Schwarzen Loch – oder so.

      Das Wirkgefüge Unternatürlich/Übernatürlich könnte man als ab-artig bezeichnen – wenn es nicht fester Bestandteil des Menschseins wäre.
      Wahn, ich behaupte das mal sorglos, weil realitätsbezogen, ist artgerecht.

      Man könnte sagen:
      Je weniger einer zu sagen hat, je weiter reißt er die Fresse auf.
      Aber da man Angst vor dem Knall hat, sticht man eben nicht wie selbstverständlich in das Aufgeblasene.
      Wer weiß, wie viele Menschen mit Eiterbeulen rum laufen würden, wenn die beim Aufstechen knallen täten. Kicher!

      Immer eine Freude, mit Dir zu plaudern.

      Wolfgang

      Arbeit macht frei, wenn man darunter die Arbeit versteht, sich von der destruktiven Arbeit zu befreien.

  9. federleichtes
    Mai 13, 2013 um 5:39 pm

    Ich arbeite – aus mir nicht allen bekannten Gründen – seit Wochen im Informationsnetzwerk.
    Was soll der Quatsch?
    Vor ein paar Tagen begann der „Quatsch“ bildhafter zu werden.

    Und auch ich werden nun konkreter.
    Wer bin ich eigentlich? Ein gelernter Buchdrucker. Jeder weiß was ein Buch-Drucker ist.
    Das Wesentliche in einem Buchdruckerarbeitsleben besteht in dem Einrichten einer Maschine, die entsprechend einer FIXEN Text- und/oder Bildvorlage dieses auf Papier, Karton, Pappe oder Folie reproduziert. Die Kunst des Buchdruckens besteht einerseits oder im 1. Schritt darin, EINEN Druck herzustellen, der GENAU dem Original entspricht. Meint ein Drucker, das geschafft zu haben, geht er zu seinem Meister und erntet entweder einen Arschtritt oder ein Signum.
    So, der Kunde will aber nicht ein Duplikat, sondern 100.000. Aha, stellen wir also die Maschine wieder an. Nun folgt der Kunst zweiter Schritt: Die gleichbleibende Qualität des genauen Reproduzierens zu gewährleisten.

    Klar ich bin nur ein Buchdrucker. Was ich aber beim Drucken lernte:
    KLEINSTE Abweichungen in der Druckqualität zu bemerken. Diese Fertigkeit kommt mir heute übrigens beim Fotografieren zugute – ich bemerke kleinste Bewegungen. Und so hat selbst der kleinste Vogel eine Chance, fotrografiert zu werden, wenn er sich nur ein bisschen von der Stelle rührt.

    Beim Studieren der Nachrichten ist mir ein Trend aufgefallen. Lange Jahre hinter glatten Lügen verborgene Tatsachen erscheinen.
    Kleiner Einschub
    Wir kennen das Auftauchen von skandalträchtigen Geheimnissen im politischen Unwesen. Entweder steht eine Wahl bevor, oder ein Amtsinhaber kann gerade nicht abgewählt werden.
    Im Kernmeiner Berachtung steht einerseits die Erpressbarketi. Aber andererseits ein strategisches Kalkül, bestimmte Informationen zu einer bestimmten Zeit ins Bewusstsein zu bringen.

    Sage es mal beispielhaft.
    Wenn ich will, das ein Tisch am 14. Mai 2013 zusammenbricht, säge ich beizeiten wie beiläufig die Beine an, und sorge dafür, dass sich an diesem Tag genügend Leute auf den Tisch setzen.

    Sagen wir mal so.
    Mein Nachbar ist ein Verbrecher. Er weiß das, ich weiß das – was er nicht weiß, dass ich ihn indirekt dazu angestiftet habe und – natürlich – Beweise gesammelt habe – was als Anstifter natürlich leicht fällt. Stellen wir uns eben mal eine Vorbereitungsphase für den Crash am Stichtag vor. Ich füttere verschiedene Dienst mit den Beweisen, sorge für mehr und mehr Aufklärung mit klaren Beweisen für klare Taten – und kann sicher sein, die „Täter“ werden keinen anderen Weg nehemn, als eben diesem „Tisch“.

    Was mit einem Tisch funktioniert, funktioniert mit einem Staatsgebilde auch, besonders dann sicher, wenn das künstliche Machwerk ohnehin die besten Jahrtausende hinter sich hat.

    Ich vergesse das zwar auch über längere Zeiträume immer wieder. Aber ich bin immer sicher gewesen:
    Es gibt eine Dritte Kraft. Die die Strippenzieher kontrolliert.

    Wie war das Thema?
    Arbeit?
    Na gut. Die Dritte Kraft arbeitet nicht. Sie kann als absolute Geist-Intelligenz nur arbeiten lassen.

    Herzlichst in die Runde.

    Wolfgang

    • Mai 13, 2013 um 7:58 pm

      Zunächst, Wolfgang, stelle ich fest, dass wir (Fast-)Kollegen sind. Ich bin Schriftsetzer. Habe noch das Handwerk des Schriftsetzens gelernt, wodurch ich Genauigkeit, Ästhetik, Raumaufteilung, Geduld und vieles mehr lernte.

      Die Dritte Kraft, die Du nennst, ist keine Geist-Intelligenz, es sind 15 Clans, die den Rest der Welt für sich arbeiten lassen.

      Teil 1:

      Teil 2:

      • federleichtes
        Mai 13, 2013 um 10:20 pm

        Du bist halt immer für eine Überraschung gut, liebe Solveigh.
        Bei mir vermutet man ja eher, ich hätte in einer Spinnerei gelernt.
        Übrigens, wer Setzer und Drucker glernt hat, wurde (früher) „Schweizer Degen“ genannt – und ihm nachgesagt, er könne weder das Eine noch das Andere.
        Ich jedenfalls bin dankbar, eine handwerklich Ausbildung als goldenen Boden erhalten zu haben.

        Zur Dritten Kraft.
        Wie ich die Tage mal ausführte, erscheint mir eine gewisse Logik darin zu liegen, ein von der Sache her unlösbares Probleme erst mal aufzuspalten. Schaut man in eine Unternehmung, sieht man auch EINEN Geschäfts- oder Betriebszweck, der sich aufspaltet in Abteilungen und hierarchisch und organisatorisch gegliedert ist.

        Klar, es gibt ein paar beherrschende „Familien“, allerdings auch nur in einem relativen Macht-Gleichgewicht zueinander. Wahrscheinlich arbeitet jedoch das Prinzip der Massenanziehung und bewirkt zwangsläufig eine weitere Siebung und Auslese. Wer frißt und wer gefressen wird – für mich eine Frage der Zeit.

        Und dann? Ein waffenstarrender, vergifteter und vermüllter Planet, den zu beherrschen unmöglich ist, und sicher unbeherrschbar bleibt.
        Und der Herrscherclan sitzt im Bunker und spielt Karten?

        Ich glaube an ein Finale. Die Masken werden fallen, die zentralen Absichtrn, was wirklich in der Schöpfungsabsicht sich für Ideen verbergen, werden offenbar werden.

        Lass mich mal ein bisschen spinnen.

        Herzliche Grüße an Dich, Frau Kollegin.

        Wolfgang

        • Mai 13, 2013 um 10:41 pm

          Die Ausbildung Setzer und Drucker als einen Beruf gab es bei uns gar nicht. Aus gutem Grund, wie ich jetzt von Dir erfahre. Dennoch bilden beide Berufe eine Symbiose. Der Setzer ist nichts ohne den Drucker – und umgekehrt.

          Auch ich bin für diese handwerkliche Ausbildung sehr dankbar (Maschinensetzer kam für mich gar nicht in Frage). Sie hat mir mein ganzes Leben lang geholfen. Goldenen Boden habe ich allerdings nicht gefunden, dafür sehr viel anderes, was mit Gold nicht aufzuwiegen ist.

          Du hast in Deiner Analyse vollkommen recht. Die 15 Clans sind keine homogene Masse, die sind sich untereinander spinnefeind und gönnen einander nicht die Butter auf’s Brot.

          Das MUSS zum „Finale“ führen, wie Du es nennst.

          Ich habe gelernt:
          In diesem Stadium des Imperialismus gibt es nur zwei Lösungsmöglichkeiten: Faschismus und Krieg oder Sozialismus (oder wie immer Du eine gerechte Form des Wirtschaftens und Zusammenlebens nennen willst)

          Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass die Kräfte für das Letztere die überwiegenden sind.

  10. federleichtes
    Mai 13, 2013 um 11:57 pm

    @ Solveigh
    „… oder Sozialismus (oder wie immer Du eine gerechte Form des Wirtschaftens und Zusammenlebens nennen willst)“

    Darin steckt wohl Frage-Potenzial.

    Ehrlich gesagt ist mir ein liebevolles Miteinander der Menschen untereinder im Einklang mit der Natur wichtiger, als ein Name. Bin ich Kommunist? Bin ich Sozialist? Mir scheint Etikettierung wenig hilfreich. Habe das mal in der Glaubensfrage für mich entschieden, nicht für das Eine zu entscheiden, wenn es gegen etwas anderes ist. Darum will ich keine Christ sein, christlich im Sinne der Bedeutung (nicht Jesus!) schon.

    Faschismus/ Krieg und Sozialismus/Frieden (so meintest Du es wohl) stehen sich mir nicht als alternativlose Alternativen gegenüber. Auch hier wieder im Sinne einer Dritten Partei die Dritte Lösung? Fragezeichen, weil das reine Intuition ist.

    Ja, was wir gelernt haben, liebe Solveigh. Von dem, was ich lernte, ist nicht mehr viel geblieben. Informationen folgten den Ansprüchen und Erwartungen ins Nichts. Ab und an lasse ich mal Momente aus der Veergangenheit aufblühen, erinnere mich an Worte und Redewendungen, wie oft ich gehört hatte, was aus mir werden solle, und warum ich zu meinem Vater nicht sagen konnte, er solle auf sich schauen, was aus ihm geworden ist.

    Ich glaube, wir können heute schon das leben,
    was uns erst morgen als möglich erscheint –
    wenn wir die Buchstaben unserer Erfahrungen
    richtig zusammensetzen und sie auf unser
    Lebenspapier als Gesetze drucken.
    Dafür braucht man gar Niemanden, außer
    sich selbst, seinen Mut,
    seine Treue zu sich selbst,
    seine Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit,
    eine unbedingte Offenheit – in Wohlwollen gekleidet.

    Einige alte Menschen werden senti-mental, andere lernen, an sich zu glauben.

    Dir einen guten Abend.

    Wolfgang

  11. Mai 14, 2013 um 12:29 am

    Wolfgang schrieb:

    “Zur Dritten Kraft.
    Wie ich die Tage mal ausführte, erscheint mir eine gewisse Logik darin zu liegen, ein von der Sache her unlösbares Probleme erst mal aufzuspalten. Schaut man in eine Unternehmung, sieht man auch EINEN Geschäfts- oder Betriebszweck, der sich aufspaltet in Abteilungen und hierarchisch und organisatorisch gegliedert ist.

    Klar, es gibt ein paar beherrschende “Familien”, allerdings auch nur in einem relativen Macht-Gleichgewicht zueinander. Wahrscheinlich arbeitet jedoch das Prinzip der Massenanziehung und bewirkt zwangsläufig eine weitere Siebung und Auslese. Wer frißt und wer gefressen wird – für mich eine Frage der Zeit.

    Und dann? Ein waffenstarrender, vergifteter und vermüllter Planet, den zu beherrschen unmöglich ist, und sicher unbeherrschbar bleibt.
    Und der Herrscherclan sitzt im Bunker und spielt Karten?

    Ich glaube an ein Finale. Die Masken werden fallen, die zentralen Absichtrn, was wirklich in der Schöpfungsabsicht sich für Ideen verbergen, werden offenbar werden.“

    Diese dritte Kraft ist, was die erste und zweite Kraft unentwegt ausbalanciert. Es ist die HARMONIE, die sich grundlegend von der Harmonie menschlicher Vorstellungen unterscheidet … und erst dadurch überhaupt die Möglichkeit erhält ihrerseits unentwegt im Sinne des GANZEN wirken zu können. Die HARMONIE trägt eine Weisheit in sich, über die harmoniebedürtige Menschen schon seit Menschengedenken philosophieren, ohne im GANZEN die wirkliche PHI(L)HARMONIE empfinden zu können. Könnten sie es seit Menschengedenken, könnte die HARMONIE nicht zu dem werden, was sie war, nur um etliche Erfahrungen reicher bzw. vermögender. Dieses Vermögen wird im Laufe eines Lernprozesses kosmischen Ausmasses auf all jene verteilt, die im Namen der HARMONIE die Bühne des Lebens bevölkern. Wer es zu würdigen weiß, weiß auch um die HARMONIE, wer es nicht zu würdigen weiß, sehnt sich weiter nach Harmonie.
    Es ist DER Menstruationszyklus, der alle Zyklen in sich vereint … und irgendwann hat auch dieses Blutvergießen ein Ende …

    Oh, schwätze ich wieder ? OK, ich höre auf

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Mai 14, 2013 um 12:44 am

      So, so:

      „Es ist die HARMONIE, die sich grundlegend von der Harmonie menschlicher Vorstellungen unterscheidet …“

      Aha:

      „Wer es zu würdigen weiß, weiß auch um die HARMONIE, wer es nicht zu würdigen weiß, sehnt sich weiter nach Harmonie.“

      Würdigen also, hmmmm.
      Etwa die Würde des Menschen als eine Fähigkeit (seines Bewusstseins)?

      Und darüber

      „Es ist DER Menstruationszyklus, …“

      sprechen wir die Tage (hohoh) noch genauer, mein Freund.

      Danke für Deinen Aufgriff.

      Wolfgang

      Das allerdings kann ich nun nicht lassen: Mein Bild des Tages
      Heckenbraunelle

  12. Mai 19, 2013 um 4:36 pm

    Bei den atheistischen Philosophen im 18. Jahrhundert wird die Vorstellung von Gott beseitigt, nicht jedoch der Gedanke, dass das Wesen der Existenz vorausgeht. Diese meinen, dass der Mensch Besitzer einer menschlichen Natur sei, die den Begriff des Menschen ausmache – dies steht im völligen Gegensatz zur existenzialistischen Annahme, dass es keine menschliche Natur gebe und der Mensch sich erst nach der Geburt definieren müsse.

    • federleichtes
      Juni 18, 2013 um 10:37 pm

      Lese ich jetzt erst – pardon.

      „… wird die Vorstellung von Gott beseitigt, …“
      und
      „dass es keine menschliche Natur gebe …“

      Wir können sonstwas beseitigen, aber nicht die Idee einer Schöpfungsursache.
      Und natürlich gibt es eine menschlich Natur – die dem Menschen aufgeprägt wird durch das, was wir Leben nennen. Leben ist doch keine Tüte mit Wattebällchen – außer für die Russell-Jünger natürlich.

      Wir können uns von dem ganzen philosphischen Gemurkse der Altzeit befreien und mal ins „Hier-und Jetzt“ horchen, Realität ohne Beimengung abstrusen, lebensfremden Geschwafels wahrnehmen. vor ein paar Tagen verpasste ich – in völliger Übereinstimmung mit Susanne – sogar dem „ehrwürdigen“ Kant das Kantholz: Sein Imperativ diente gar der Herrschaft?

      So, danke für diese flotte Meldung.

      Gruß
      Wolfgang

  13. Juni 18, 2013 um 8:13 pm

    Ich hätte da noch einen Leckerbissen:

    Demnach verweist die Gewährleistung der Freiheit auf die Geltung des per staatlicher Gewalt garantierten Organisationsprinzips der privaten exklusiven Verfügung über den gesellschaftlichen Reichtum, sprich das Privateigentum, das in allen bürgerlichen Verfassungen ausdrücklicher Gegenstand der staatlichen Gewährleistung ist. Freiheit ist deswegen in ökonomischer Hinsicht immer die Freiheit des Privateigentums. Dementsprechend gewähren Staaten, die die Freiheit gewähren, zugleich auch immer das Privateigentum. Weil die Freiheit als Rechtsverhältnis notwendig die Existenz des Eigentums voraussetzt und sich umgekehrt das Eigentum nur entfalten kann, wenn rechtlich Freiheit herrscht.

    Wenn die Existenz des Privateigentums die von Rechts wegen aufgeherrschte Grundlage und Schranke der Zweckverfolgung der Individuen bildet, bedeutet dies, dass die Freiheit ihre inhaltliche Bestimmung nach Maßgabe der Verfügung über das Eigentum empfängt. Indem die Staatsgewalt als Garantiemacht der Freiheit die Interessenverfolgung der Bürger unter die allgemeine Bedingung der Respektierung der ausschließenden Bestimmungsgewalt (anderer) über deren Mittel der Zweckverfolgung stellt, verweist sie die Bürger auf eine Interessenverfolgung nach Maßgabe der ökonomischen Mittel, die ihnen jeweils zu Gebote stehen. Die freie Entfaltung der Persönlichkeit ist also in der bürgerlichen Gesellschaft definiert durch Art und Umfang des Eigentums, über das die freien Bürger ihre Gesellschaftsgenossen kraft staatlicher Lizenz ausschließend verfügen.

    Entsprechend diesen Unterschieden fällt die freie Persönlichkeitsentfaltung recht unterschiedlich aus. Für die Inhaber der sachlichen Bedingungen der Reichtumsproduktion bedeutet die staatliche Auflage der Freiheit der Interessenverfolgung nach Maßgabe der Verfügung über Eigentum den ,,süßen Zwang“, sich als Agenten der ökonomischen Gesetze des Eigentums d. h. seiner Vermehrung zu betätigen. Dieselbe staatliche Maxime versetzt die nicht mit dem ökonomischen Mittel des Produktiveigentums begabte d. h. im berühmten doppelten Sinne ,,freie“ Spezies der Bürger in die Notwendigkeit, sich zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes auf sich selbst, auf ihre produktiven Fähigkeiten als ökonomisches Mittel zu beziehen. Wie geht das? Indem sie in Gebrauch ihrer persönlichen Freiheit ihr Arbeitsvermögen den Inhabern der gegenständlichen Voraussetzungen der Reichtumsproduktion zur Verfügung stellen, in den Dienst der Vermehrung des Eigentums derjenigen treten, die kraft staatlicher Lizenz exklusiv über die sachlichen Bedingungen der Reichtumsproduktion verfügen. Der allseitig auferlegte staatliche Zwang der Freiheit der Interessenverfolgung nach Maßgabe der Verfügung über Eigentum scheidet also die egalitäre Welt der Eigentümer ganz grundsätzlich, indem sie die Arbeit zum Mittel des Eigentums macht. Er scheidet sie in eine Klasse von produktiven Eigentümern – modern auch Arbeitgeber genannt – die mittels der Verfügungsgewalt über fremde Arbeit ihre Macht über den gesellschaftlichen Reichtum vermehren und in eine Klasse von dauerhaft eigentumslosen Arbeitnehmern, die sich in der komplementären gesellschaftlichen Rolle als „Faktor Arbeit“ für die Akkumulation der ökonomischen Privatmacht des Kapitals bewähren dürfen.

    gefunden in: Glanz und Elend der bürgerlichen Grundwerte: Wozu taugen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit?

    • Juni 18, 2013 um 8:25 pm

      und noch das i-Tüpfelchen oben drauf:

      Von ganz entscheidender Bedeutung ist dabei das Bewähren-Dürfen: der von Staats we-gen konzessionierte Privatmaterialismus der lohnabhängigern Untertanen, die für den Reichtum anderer arbeiten dürfen wollen um ihrer eigenen Interessen willen. Die Besonderheit des Kapitalverhältnisses besteht eben darin, dass es sich um kein persönliches Herr-Knecht-Verhältnis, sondern um ein sachliches, d. h. auf dem Eigentum an den Produktionsmitteln und dem Geld beruhendes soziales Herrschaftsverhältnis handelt und deshalb in der Regel dem arbeitenden Menschen dieses Verhältnis gar nicht als Herrschaft erscheint. Denn weder der Staat noch die Herren über Fabriken und Büropaläste zwingen die Werktätigen gewaltsam zur Arbeit oder ordnen ihnen eine bestimmte Berufsrolle zu. Keiner wird mit Polizeigewalt gezwungen, das Arbeitsamt zu besuchen. Sondern die Indienststellung der Bürger unter die regierenden sozialen Zwecke der Mehrung von Kapitalwachstum und Staatsmacht ist dergestalt organisiert, dass sich die lohnabhängigen Subjekte in Gebrauch ihrer vom Staat gewährten Freiheiten auf die ihnen vorgegebenen gesellschaftlichen Einrichtungen der Lohnarbeit und des Sozialstaates als Mittel ihrer Daseinsgestaltung beziehen müssen, d. h. ihre nützlichen Dienste für die herrschenden Zwecke in der Verfolgung ihrer eigenen Belange erbringen. Wenn die Lohnarbeiter arbeiten oder auf Arbeitsplatzsuche gehen, wenn sie sich also den staatlich-kapitalistischen Sachzwängen des Eigentums, des Geldes, der Lohnarbeit, usw. unterwerfen, dann tun sie dies immer um ihrer eigenen Lebensinteressen willen, dann agieren sie als selbstbewusste Knechte im Dienste von Kapital- und Staatsinteressen. Darin – in der Benutzung des Willens für die Zwecke der Herrschaft – besteht das ganze Erfolgsgeheimnis der freiheitlich-kapitalistischen Herrschaftsordnung, auf der ihre Überlegenheit der gegenüber allen anderen Herrschaftsformen beruht.

      • federleichtes
        Juni 18, 2013 um 11:19 pm

        Die Crux ist doch psychologischer Natur:
        Das Vergessen, dass diese Erde nicht Menschen, und schon gar nicht bestimmten Menschen gehört.
        Der UR-RAUB wurde verdrängt und die HERRSCHENDEN Verhältnisse als NATÜRLICH mentalisiert. (gutes Wort, gell)

        Das Recht des Individuums wurde im Sinne von Gerechtigkeit und natürlicher Sozialität (Brüderlichkeit) pervertiert – im sinne der Anst-Mobilisierung läuft allerdings alles ganz normal.

        Die Crux ist auch die Organisation des Staatswesens. Das von seinem Wesen her parasitär ist und natürlich den entsprechenden Typus erst züchtet und dann dienstverpflichtet. Kein weiterer Kommentar – die Wüsten dieser Welt sollen erblühen.

        Auch für diesen Betraig „Danke“.

        Gruß
        Wolfgang

    • federleichtes
      Juni 18, 2013 um 11:06 pm

      Wenn ich das richtig interpretiere:

      Gesellschafts-System können eine
      durch staatliche Behörden organisierte und
      Polizei und Militär beschützte Form
      der Selbst-Verarschung sein.

      Mann, Frau, Kind – hoffentlich merkt das keiner.

      Danke für einen Artikel, über den ich verständnishalber sogar mal nachdenken musste.

      Gruß
      Wolfgang

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