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Gesundheit und Krankheit zwischen Fiktion und Wirklichkeit

Krankheit + GesundheitEinlassung

Mensch ist auf Verwirrung, auf Angst und seinen Verfall programmiert. Er erlebt Phasen, die er als Gesundheit empfindet; er erlebt abseits der Normalität Momente des Glücks ebenso wie eine ihn überwältigende Hoffnungs- und Sinnlosigkeit. Seine Wünsche reduzieren sich auf das Machbare, seine Geborgenheit verliert sich mit nachlassender Leistung. Nicht er bestimmt, was ihm normal ist, sondern ein fiktives Normales unterjocht seine Kreativität und führt ihn auf Wege des Widernatürlichen. Das ist mein Bilderrahmen von einer Wirklichkeit, darin „Gesundheit“ geschrieben steht, nett verziert mit bunten Pillen, einem mit Ökosprit betankten Jahreswagen und einem Fernseher, aus dem Frau Dingsda wenig gönnerhaft in die Gemeinen, pardon, ihre Farm-Gemeinde lächelt.

Gesundsein bedeutet mir nicht, einfach nur optimal zu funktionieren. Das wäre ja, als sagte man, der einen Tötungsbefehl Ausführende sei nicht krank, wenn er nur zur rechten Zeit am richtigen Ort das anvisierte Ziel trifft. Als krank erachte ich also bereits ein Funktionieren unter fremdem Befehl, wenn dieser sich gegen natürliche Eigeninteressen wendet. Und als ebenso krank empfinde ich es, mit allen Mitteln ein reines Funktionieren gewährleisten zu wollen.

Natürlich darf auch das Thema Arbeit bei der Betrachtung vom Wesen der Krankheit nicht fehlen. Wenn wir sie erkennen als eine Zwangshandlung, die im Tätigwerden gegen die Interessen der eigenen Existenz und darüber hinaus in die Zerstörung der allgemeinen Existenzbedingungen gerichtet ist, sehen wir hier deutlich eine Art Besessenheit als Ursache für Krankheit. Und natürlich ist mir der Mensch krank, der aus einer fiktiven Notwendigkeit heraus sehr reale Weg in sein Nicht-mehr-für-sich-selbst-Funktionieren geht.

In meinem Konzept von Gesundheit finden irrationale Ideen, wie Moral, Pflicht und Leistungspflicht, Schuld und Strafe oder gar Gerechtigkeit, selbst Kooperation (ich weiß, ich bin böse) keinen Platz. Existenz selbst läst sich auf einen sehr einfachen Kernsatz reduzieren:

Nehmen, was man braucht, und leisten, was man kann. Wer das komplizierter, nuancierter, eben individueller gestalten möchte, bitte sehr; nötig ist eine mögliche Verschnickschnackung nicht.

Meine These

In einer Gesellschaft, deren Führung wahnhaftes Handeln als normale Bürgerpflicht postuliert und ein Zuwiderhandeln sanktioniert, kann ein Mensch weder gesund bleiben noch gesund werden. Daraus folgend sage ich: Die Würde des Menschen ist NUR in sich selbst begründet. Er handelt würdevoll und damit im Sinne seiner Gesundheit bzw. Gesundung, wenn er sich dem Diktat des Wahns, „Sklavenarbeit sei ebenso notwendig, wie ein wucherndes Parasitentum“, entwindet.

Wer allerdings glaubt, dass das Dem-Wahn-Folgen, nur weil es als „Normal“ apostrophiert wurde, Ausdruck von geistiger Gesundheit ist, wird früher oder später Näheres über das Wesen des Siechtums erfahren. Insofern:

Glaubt nicht, was Andere schon immer sagten, sondern sagt, was ihr darüber fühlt, was gesund für euch ist.

Euer Wolfgang

  1. Gerd Zimmermann
    Mai 28, 2013 um 8:04 am

    Wolfgang, Wolfgang

    schön, ich finde es schön wie Du deinen Befreiungschlag öffentlich ausführen kannst. Nur so kann eine Erneuerung im ICH stattfinden. Die Ketten ablegen und absolutes Bewusstsein an den Tag legen.

    Du fährst nicht mit, Du hast einen Arsch in der Hose und gibst das auch kund. Hut ab.
    Das gefällt mir.

    Wir hatten es mit der Sklaverei. Wir ALLE rudern bis nach Feuerland wenn nicht einer auf die Idee kommt, es muss doch auch noch anders gehen.

    Die Idee ist, ALLES ist EINS. WIR sind das UNIVERSUM. Vereint im GESAMTBEWUSSTSEIN. Ein kleiner Schritt mit grosser Wirkung. Kannst Du mir folgen?

    Der Nazerener sagte: Wer das versteht, wird den Tod nicht schmecken.

    Gruss Gerd

    • Mai 28, 2013 um 1:28 pm

      Mir kommt da noch so ein Gedanke bezüglich Krankheit / Krieg und Gesundheit, Heilsein / Frieden.

      Da Gerd uns ja unermüdlich auf die hermetischen Gesetze hinweist muss ich die Geistigkeit des ALLs nicht mehr herleiten. Nehmt sie bitte als gegeben.

      Wolfgang lenkt die Aufmerksamkeit unermüdlich auf den re-aktiven Geist dem ein positiv informierter Geist gegenübersteht. (An der Stelle stellt sich natürlich die Frage was positiv ist, aber seis drum) Sie befinden sich in ständiger Wechselwirkung, auch die Polarisierung der beiden ist nicht statisch sondern ändert sich.
      Zwischen diesen beiden seh ich Leben leben. Schau ich mich nun um was Krankheit , Krieg und deren Gegenteil betrifft, die ja die materielle Manifestation des Geistes darstellen, dann komm ich nicht umhin festzustellen, dass wohl auf geistiger Ebene Kämpfe stattfinden müssen, die unser begrenzetes Vorstellungsvermögen nicht fassen kann.

      Das ist kein Statement des Aufgebens, sondern eher ein Ruf nach dem klaren Blick der Zusammenhänge erkennt, versucht diese ins Leben zu integrieren und auf die Handlungsebene zu bekommen.

      Mittagspause zu Ende 😉
      Martina

      • Mai 28, 2013 um 2:11 pm

        Liebe Martina,
        du bringst den klaren Blick ins Spiel
        Wow, deine kurzen Statements schießen so ins schwarze
        Loch des All Einen, man glaubt es kaum.
        Ganz ernst gemeint,
        Martina
        liebe grüße von Ralf

        • maretina
          Mai 28, 2013 um 11:09 pm

          Na wenn sie ins schwarze Loch schießen, dann verschwinden sie ja auf Nimmer-Wiedersehen 😉 Danke, lieber Ralf, schön von Dir zu hören.
          Liebe Grüße in den Norden
          Martina

  2. Mai 28, 2013 um 2:16 pm

    Das hast du schön gesagt lieber Wolfgang, auch wenn ich inhaltlich nichts beitragen kann momentan, empfinde ich mit dir,
    Auch Martina und dein zweiter Teil gehören hier unten herangehängt ich mach das einfach mal
    lieben gruß Ralf

  3. Mai 28, 2013 um 2:18 pm

    Von Martina
    „Mir kommt da noch so ein Gedanke bezüglich Krankheit / Krieg und Gesundheit, Heilsein / Frieden.
    Da Gerd uns ja unermüdlich auf die hermetischen Gesetze hinweist muss ich die Geistigkeit des ALLs nicht mehr herleiten. Nehmt sie bitte als gegeben.
    Wolfgang lenkt die Aufmerksamkeit unermüdlich auf den re-aktiven Geist dem ein positiv informierter Geist gegenübersteht. (An der Stelle stellt sich natürlich die Frage was positiv ist, aber seis drum) Sie befinden sich in ständiger Wechselwirkung, auch die Polarisierung der beiden ist nicht statisch sondern ändert sich.
    Zwischen diesen beiden seh ich Leben leben. Schau ich mich nun um was Krankheit , Krieg und deren Gegenteil betrifft, die ja die materielle Manifestation des Geistes darstellen, dann komm ich nicht umhin festzustellen, dass wohl auf geistiger Ebene Kämpfe stattfinden müssen, die unser begrenzetes Vorstellungsvermögen nicht fassen kann.
    Das ist kein Statement des Aufgebens, sondern eher ein Ruf nach dem klaren Blick der Zusammenhänge erkennt, versucht diese ins Leben zu integriHandlungsebene zu bekommen.
    Mittagspause zu Ende
    Martina“

  4. federleichtes
    Mai 28, 2013 um 2:22 pm

    Ja, Befreiungsschlag.
    Martina – las es nur kurz – schrieb gerade von Geist und seiner Macht, von der die Macht der „Gedanken“ ein kümmerlicher Schatten ist.
    Fiktionen haben Macht, das IST echter Geist (bzw. der informative Wert einer Fiktion ruft Geist zur Machtergreifung auf).
    Menschen, deren Geist von einer bunten Schar unbestimmter Fiktionen gestaltet ist, handeln auch beliebig – und sie können natürlich kein Eins-Sein fühlen, wenn sie sich nicht mal auf sich verlassen können.

    Du betreibst mit dem Eins-Sein ein Geschäft, etwa so wie ein Trommler, der einem Kind das Geigespielen beibringen will. Und das Kind wendet sich folgerichtig nicht nur vom Trommler, sondern auch ganz von der Musik ab, weil es glauben muss, das Trommeln wäre die Musik.

    Wenn Du, lieber Gerd, Eins-Sein beschreiben kannst, ich kann es nicht. Aber ich versuche es zu leben, immer wieder, immer wieder neu, immer wieder konkreter – bestimmter, in der Demonstration EINER STIMME das Eins-Sein zu fühlen. In diesem Prozess befinde ich mich bewusst seit 25 Jahren, aber bereits fünf Jahre vorher begannen die Vorbereitungen für eine INNENschau: Was kann ich wollen, und was will ich können?

    Das Eins-Sein zu lehren sollte, so denke ich, nicht von Menschen gewollt werden; sie können es nicht leisten. Und wer Eins-Sein lehrt, hat das Eins-Sein nicht verstanden. Wer sich zum Lehrer für die Menschen berufen fühlt, sollte besser genauer schauen, wer das spricht.
    Damit ist, was die Lehre und das Leher-Sein betrifft, der Drops für mich gelutscht: Das Eins-Sein IST die Lehre.

    Aber wenn ich so spreche, weht bei einigen Lesern gleich der Gestank des Glauben-Glaubens durch die Stube und nährt den ausgesprochenen Verdacht, ich sei ein „Guru“ Klar, ich könnte den Verdacht füttern und mir einen Spaß machen, klar, ich könnte mich rechtfertigen – aber habe ich das Recht zu behaupten,“fertig“ zu sein? 1989 auf Kreta fühlte ich mich bereits ziemlich fertig. Nur weil ich in der Teilhabe Eins-Sein fühlen konnte. Dass dieses Gefühls nur die Wände für mein „Haus“ baute, merkte ich sehr schnell. Ja, Mensch, der seine Fiktionen wandeln möchte in Klarheit, braucht diese Wände.

    Einen der Texte schicke ich Dir im nächsten Beitrag. Und dann kannst Du mich nochmals nach dem Eins-Sein befragen. Oder besser, du wartest, bis ich die nächsten Bilder schickte.

    Was Menschen verstehen, ist nicht mein Problem. Und ob ich verstanden werde? In der Beantwortung sehe ich nur den Auftrag: Ich will mich verstehen.

    Herzliche Grüße in die Runde.

    Wolfgang

  5. federleichtes
    Mai 28, 2013 um 2:23 pm

    GOTT LIEBEN – 1 –
    Ich denke darüber nach, wie das ist, Gott zu lieben. Bis heute dachte ich in meiner grenzenlosen Naivität, ich liebe Gott, aber so einfach ist das mit einem mal nicht mehr. Ich habe vieles getan, vieles aufgegeben und geopfert, ihm vertraut, bin seinem Rat gefolgt, ließ mich von seinem Wort inspirieren. Ich habe aus Liebe zu ihm viel getan, aber – nicht menschliche Liebe gefühlt. Das ist etwas ganz anderes – fühlen ohne Tun. Ein großes Problem. Denke ich an meine platonische Liebe, sehe ich sie vor mir, ihre strahlenden Augen, den schlanken Körper, ihr Lächeln, der feste Händedruck, ihre sanfte Stimme. Eine Vielzahl von Eindrücken verbindet sich dann automatisch mit meinem Gedanken an ihr Dasein, überschwemmt mich mit Glücksgefühlen, die einen schwerelosen, alles andere vergessenden Zustand erzeugen. Noch wichtiger aber ist: sie ist ein Mensch wie ich. Trotz unserer unterschiedlichen Persönlichkeiten sind wir von gleicher Beschaffenheit. Mit Gott könnte das eigentlich genauso funktionieren. Er offenbart sich in der Schöpfung, und wenn ich die Schöpfung liebe mit all ihren Bestandteilen (und ich liebe die Schöpfung), liebe ich damit doch automatisch auch Gott. Nun, die Liebe für die Schöpfung entsteht aber im Umgang mit kleinsten Teilen von ihr. Sage ich zu einem Menschen „Ich liebe dich“, ist das einer von 5 Milliarden. Sage ich: Ich liebe alle meine Brüder, kann ich das wohl sagen, und ich meine das auch so, aber das Gefühl stellt sich nicht dazu ein, 5 Milliarden Mal einen Menschen zu lieben. Sage ich beim Anblick einer Blume: „Ich bewundere die meisterhafte Schöpfung in der Schönheit ihrer Darstellung“, sehe ich nur einen sehr kleinen Ausschnitt dessen, was tatsächlich ist, kann nur einen Bruchteil der mich umgebenden Wunder erfassen. Gott aber ist alles, alle Menschen, alle Tiere, alle Pflanzen, ebenso die unendliche Weite des Alls mit den vielen Sternen, die das Land mit Feuer überschwemmende untergehende Sonne, das silbrige Glitzern des Mondlichts auf dem wogenden Meer. Gott, alles Gott, jede vergangene Sekunde, jede kommende und der Augenblick. Gott in seiner Fülle lieben, wie soll das nur gehen?
    Braucht es da nicht mehr als nur die sich darbietende Schöpfung?
    Bilder der Geschichte ziehen an mir vorbei, Menschen die Gott verfluchten, verachteten, ihn haßten, die Glauben und Liebe heuchelten, in seinem Namen schändeten und mordeten, Menschen, die Gott verleugneten, weil sie die Schöpfung nicht verstehen konnten, Menschen, die um seine Hilfe baten und in ihrem vergeblichen Warten an ihm zweifelten, daran verzweifelten. Können wir die Gott geschlagenen Wunden verbinden, sie heilen – mit Liebe? Wir sollten ihn an den Platz stellen, wohin er gehört: Aus Verantwortung handelnd die Schöpfung aus der Taufe heben müssen – mit allen ihren schrecklichen Auswüchsen, mit allem damit verbundenen Schmerz und Leid. Laßt uns keine Schuld zuweisen, so wie auch Gott uns keine Schuld zuweisen wird. Gehen wir den geraden Weg der Liebe, indem wir versuchen ihn besser zu verstehen. Es ist dann nicht mehr nötig, auf seine Barmherzigkeit zu warten.
    Beenden möchte ich den kurzen Aufsatz mit einem Wort aus einem Brief an eine sehr gute Freundin:
    „Wenn Dein Herz weh tut und Trauer Dich ausfüllt, wenn Du verzweifelt bist in Deiner Not, wenn Du eine Träne weinst, weil Du glaubst, daß noch nicht ist, was sein könnte, freue Dich dabei. Gib die Tränen ihm, denn könnte unser Gott, unser Schöpfer und Vater unser Schicksal anders bestimmen, glaube mir, er würde es tun. Es geht nicht anders, als es geht. Und wenn Gott will, daß wir uns anders als jetzt lieben, dann wird es geschehen.

    Kreta, Sommer 1989

    Sie nannten mich damals „Manoli“.

    Wolfgang

  6. Gerd Zimmermann
    Mai 28, 2013 um 4:59 pm

    Hallo zusammen

    erst einmal herzlichen Dank an ALLE. Jetzt nimmt das Forum fahrt auf. „Gott“ sei dank.
    Jetzt geht es um das Eingemachte, des Pudels Kern oder was die Welt im innersten zusammenhält.

    „Da Gerd uns ja unermüdlich auf die hermetischen Gesetze hinweist muss ich die Geistigkeit des ALLs nicht mehr herleiten. Nehmt sie bitte als gegeben.

    Wolfgang lenkt die Aufmerksamkeit unermüdlich auf den re-aktiven Geist dem ein positiv informierter Geist gegenübersteht. (An der Stelle stellt sich natürlich die Frage was positiv ist, aber seis drum) Sie befinden sich in ständiger Wechselwirkung, auch die Polarisierung der beiden ist nicht statisch sondern ändert sich.
    Zwischen diesen beiden seh ich Leben leben. Schau ich mich nun um was Krankheit , Krieg und deren Gegenteil betrifft, die ja die materielle Manifestation des Geistes darstellen, dann komm ich nicht umhin festzustellen, dass wohl auf geistiger Ebene Kämpfe stattfinden müssen, die unser begrenzetes Vorstellungsvermögen nicht fassen kann.“

    Merci Martetina

    „Wenn Du, lieber Gerd, Eins-Sein beschreiben kannst, ich kann es nicht.“

    Nun Wolfgang ich versuche es. Irgendwo hatte ich eimal gelesen: “ Zuerst schliesst man Frieden mit sich selbst, dann mit den Anderen. Der Frieden mit dem Universum kommt dann von allein.“

    Kurze Erklärung. Narzissmus-Selbstliebe wird viel zu oft falsch interpretiert weil Selbstliebe die Grundvoraussetzung für Partnerliebe ist. Nur wenn ich mich selbst lieben kann, kann ich dieses Gefühl der Liebe, des Glücks, der Zufriedenheit weitergeben.

    Zweitens: Frieden mit den Anderen verstehe ich so. Ich Bitte in Gedanken alle Menschen denen ich Unrecht tat um Verzeihung. Ich verzeihe allen Menschen für Unrecht, welches ich empfunden habe. Dieser Prozess darf öfter gedacht werden. Er führt unweigerlich bei allen Menschen die dies ehrlich meinen zur Befreiung.

    Drittens ist selbsterklärend.

    Dies nenne ich Eins-Sein.

    Im Reinen mit sich, mit „Gott“ und der Welt, Eins-Sein.

    Liebe Grüsse

    Gerd

    • federleichtes
      Mai 29, 2013 um 4:18 am

      Dass wir uns mit dem kleinen Themenschlenker nunmehr auf dem Kriegsschauplatz der Geistesgeschichte befinden, scheint zumindest der unerschrockenen Martina klar zu sein.

      Meine Grundannahme, wir hätten es mit zwei Hauptproblemen des Menschsein zu tun, nämlich Angst und Verwirrung, gelangte somit etwas konkreter auf die Ebene der Verwirrung – insofern ich den Schlenker nicht so einfach abwürgen kann – was ich ehrlich gesagt gerne getan hätte – geht es doch in der Sache nur um etwas humanere Arbeitsbedingungen und spürbar wahnfreiere Politik.

      Lieber Gerd,

      ich schickte Dir meine Gott-lieben-Pamphlet (jemand anders wird den Text ja wohl hoffentlich nicht gelesen haben), um Dir Deine Frage nach meinem Eins-Sein-Verständnis zu beantworten – das ich vor 24 Jahren hatte. Seitdem floss eine Menge Wasser Elbe und Ruhr hinunter. Und ich saß in einem Boot, das ins menschliche Elend fuhr, tiefer und tiefer hinein in das Unsägliche.Mein liebstes Hemd, dass ich beinahe täglich trage, schenkte mir ein Junkie; deswegen trage ich es so gerne. Meiner Reiseleitung bin ich zu aßerordentlichem Dank verpflichtet. Offensichtlich wollte SIE mein Verstehen des Unsäglichen befördern, damit ich nicht den Weg in den Kosmos nehmen muss – um einerseits nicht meinen Verstand zu verlieren und andererseits, um mein Eins-Sein bewahren zu können.

      Damit sind wir innerhalb eines größeren Komplexes von geistiger GESUNDHEIT angelangt. Wie krank Geist sein kann, demonstrierten den Menschen nachhaltig die StellverTreter eines „Gottes“. Nachhaltig insofern, als dass Mensch, der aus einer der Kirchensekten austrat, sich weder mit einem formellen Schritt noch mit einer ideologischen Neuorientierung vom Wahn des Glaubens befreien kann: Die Reinigung menschlichesn Geistes bedarf des Gefühls.

      Schauen wir mal, wie Martin meine Kurzeinlassung versteht.

      Was Deine Idee der Vergebung und ihre Handhabung betrifft, na ja, wie soll ich sagen: Wenn ich nicht verdrängte, beschuldigte ich in meinem Leben keinen einzigen Menschen – und was meine „Schuld“ betrifft, glaubte ich einfach dem Nazarener: „Ich nehme die Schuld von euch“. Das glaubte ich ganz einfach.

      Abstrakte Darstellung eines Eins-Seins helfen keinem einzigen Menschen, außer vielleicht tiefer in die Verwirrung. Die Gründe zu benennen, warum nicht auch sie das Eins-Sein fühlen, halte ich für sehr vernünftig. Damit berühren wir den zweiten Teil des Thementitels, „Fiktion und Realität und können vielleicht Lösungen entwickeln, um die Diskrepanz (im Bewusstsein) zwischen Realität und Wirklichkeit zumindest zu mindern.

      Für mich war der Weg in die Gesundheit Glückssache. Aber, so denke ich, sollte mit dem, was mir zuteil wurde, der Weg dorthin Allgemeingut werden. Für SIE wäre das ja nicht untypisch.

      Danke für Deinen persönlichen Beitrag. Ein doppeltes Danke für Deine Wertschätzung für Martina.

      Wolfgang

      Bild-Haft
      Das ist eine Kuckucks-Lichtnelke, heute fotografiert, in weiß nicht unbedingt die Regel.

      Erinnerte mich an das Wesen des Kuckucks. Die Vögel, in deren Nester er seine Eier legt, bemerken den Schwindel nicht, weil er die von ihm ZU LEGENDEN Eier so einfärbt, dass sie farblich wie die Eier der Vögel aussehen, die sie ausbrüten sollen. Geil gell!

  7. Gerd Zimmermann
    Mai 28, 2013 um 5:32 pm

    Lieber Wolfgang

    „Ich denke darüber nach, wie das ist, Gott zu lieben. Bis heute dachte ich in meiner grenzenlosen Naivität, ich liebe Gott, aber so einfach ist das mit einem mal nicht mehr. Ich habe vieles getan, vieles aufgegeben und geopfert, ihm vertraut, bin seinem Rat gefolgt, ließ mich von seinem Wort inspirieren. Ich habe aus Liebe zu ihm viel getan, aber – nicht menschliche Liebe gefühlt. Das ist etwas ganz anderes – fühlen ohne Tun. Ein großes Problem. “

    „Gott“ zu lieben ist nicht schwer und völlig anders als viele Menschen glauben. Ich habe „Gott“ gesucht. Wer sucht, der findet. Ich habe da draussen gesucht und Zeichen gesehen, nicht irdische Zeichen. Z.B. UFOs. ALLES was sich bewegte erregte meine Aufmerksamkeit. Ich suchte und studierte alles was mich interessierte ohne zu merken:
    Ich werde geführt und nicht verführt.

    Später, viel später erkannte ich, dass die gesamte Menschheit alles Wissen in sich trägt.
    Ich vermute die DNA als „Dolmetscher“ zwischen Einzelbewusstsein und Gesamtbewusstsein. Es ist doch so, Gold-DNA ???
    Dann stellte sich heraus, dass das menschliche Herz eine überragende Schlüsselrolle spielt.

    Das Herz ist der Energieort. Im Herzen befindet sich der göttliche Funke. Er ist immer dort, im Inneren, schlummert vor sich hin und will erkannt werden. Selbsterkenntnis. Ich bin Gott.
    Kein Fussballgott, kein Rockefellergott, kein Guru, das sind Fehlinterpetationen. Gott ist EINS.
    EINS-SEIN mit Gott bedeutet die Schöpfung zu verstehen, welche im JETZT stattfindet.
    WIR ALLE SIND AN DER SCHÖPFUNG BETEILIGT. Die meisten merken dies nicht, da es im Unterbewusstsein stattfindet.

    Bewusst in die Runde grüssend

    Gerd

    • Mai 28, 2013 um 10:59 pm

      Irgendwie passt das Folgende gut zum Verlauf der Kommentare seit dem Wochenende, finde ich, ein Nacht-Gruß an Euch, nichts Neues, aber mit einem reichlichen Halbjahrhundert auf dem Buckel liest und versteht es sich ganz anders als in jungen Jahren. Also, der „Alte vom Frauenplan“:

      Nun gut, wer bist du denn?

      MEPHISTOPHELES:
      Ein Teil von jener Kraft,
      Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

      FAUST:
      Was ist mit diesem Rätselwort gemeint?

      MEPHISTOPHELES:
      Ich bin der Geist, der stets verneint!
      Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
      Ist wert, daß es zugrunde geht;
      Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
      So ist denn alles, was ihr Sünde,
      Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
      Mein eigentliches Element.

      FAUST:
      Du nennst dich einen Teil, und stehst doch ganz vor mir?

      MEPHISTOPHELES:
      Bescheidne Wahrheit sprech ich dir.
      Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt
      Gewöhnlich für ein Ganzes hält-
      Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war
      Ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar
      Das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht
      Den alten Rang, den Raum ihr streitig macht,
      Und doch gelingt’s ihm nicht, da es, so viel es strebt,
      Verhaftet an den Körpern klebt.
      Von Körpern strömt’s, die Körper macht es schön,
      Ein Körper hemmt’s auf seinem Gange;
      So, hoff ich, dauert es nicht lange,
      Und mit den Körpern wird’s zugrunde gehn.“

      Herzliche Grüße in die Runde
      Martina

      • Mai 29, 2013 um 7:04 pm

        wie sagen die Mayas: es braucht den Durchlauf eines Zyklus von 52 Jahren, damit der Mensch in die Phase der Weisheit gelangt.
        Ja, so versteht sich das viel besser 😉

  8. federleichtes
    Mai 29, 2013 um 2:41 am

    @ Martina
    „Na wenn sie ins schwarze Loch schießen, dann verschwinden sie ja auf Nimmer-Wiedersehen“

    In einem Schwarzes Loch verschwindet Matierie, informierte Energie. Und was entsteht anderes als Energieverdichtung und – vielleicht die Abspaltung von Informationen?
    Dass Gedanken Macht haben, halte ich für eine falsche Interpretation. Geist hat Macht, wenn er manipulierbare (freie?) Energie an sich bindet.

    „Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.“

    Schauen wir auf das entstandene Chaos auf Vater Erde. Geist scheint hier in seinem Element, zu wüten auf die ihm eigene rücksichtslose Art. Wohin müssen Menschen gehen, wenn sie iihr Sein nicht in diesem Elend verrecken lassen wollen? wo generieren sie ihre Liebe? Undwohin lassen sie sie fließen?

    Deine Ideen verschwinden nicht, wohl eher im Gegenteil. Pulsierende Energie, die von einem klaren Geist informiert wurde, …

    Man versteht sich wohl.

    Wolfgang

  9. Gerd Zimmermann
    Mai 29, 2013 um 12:01 pm

    Liebe Marentina

    I“rgendwie passt das Folgende gut zum Verlauf der Kommentare seit dem Wochenende, finde ich, ein Nacht-Gruß an Euch, nichts Neues, aber mit einem reichlichen Halbjahrhundert auf dem Buckel liest und versteht es sich ganz anders als in jungen Jahren. Also, der “Alte vom Frauenplan”:“

    Ich liebe dich platonisch. Goethe wusste Viele andere auch……

    Gruss Gerd

  10. Gerd Zimmermann
    Mai 29, 2013 um 12:23 pm

    „Zwischen diesen beiden seh ich Leben leben. Schau ich mich nun um was Krankheit , Krieg und deren Gegenteil betrifft, die ja die materielle Manifestation des Geistes darstellen, dann komm ich nicht umhin festzustellen, dass wohl auf geistiger Ebene Kämpfe stattfinden m
    üssen, die unser begrenzetes Vorstellungsvermögen nicht fassen kann.

    Schön gesagt, auch Amputatiomen lassen sich rückgänigick machen………

  11. Gerd Zimmermann
    Mai 29, 2013 um 12:26 pm

    Zwischen Gesamt- bewusstsein und dem Ich liegt nur das EGO, also nichts

  12. federleichtes
    Mai 29, 2013 um 2:10 pm

    … könnten – das glaube ich – für die Ewigkeit geschaffen werden. Leben wir nicht, um diese fundamentalen Informationen zu er-schöpfen?

    Erstmalig in diesem Theater fotografiert.

    Ich kann es mit meinem Leben nicht Allen recht machen. Aus der Erkenntnis (vor vielen Jahren) entwickelt sich meine Lebensführung – ein Eigenständig-Sein. Natürlich nicht ohne Verbindungen und Beziehungen. Zu denen „da-unten“, den Malochern und Ausgegrenzten, hatte ich IMMER Verbindung, auch Beziehungen. Auch intensive, langjährige Beziehung zu Menschen, die sich ständig, natürlich langsam und eher vorsichtig, am Abgrund ihrer Existenz beweg(t)en. Sie werden gerne begleitet von Menschen, die sagen: „Was jammerst du, dir geht’s doch gut“. Aha, die aktiven Zeigefinger der „Normalen“, denen das Hypochondrische und das Narzisstische gleichsam im Auge juckt: Man sollte nicht zu laut weinen oder lachen – unser Elend befiel uns ja auch einem sehr hohen „Niveau“.

    Ich bestreite, dass es Hypochonder gibt; eine erfundene „Krankheit“.
    Schauen wir auf ein Auto, das nicht fahren will, wird die Sache klarer. Keiner, der noch ein paar Latten am Zaun hat, wird nachhaltig an seinem ersten Statement „das ist heil, das muss fahren“ festhalten. Weil er, wenn auch zähneknirschend, einsah: Ich fand den Fehler im System nicht.

    Der hypochondrischen Idee steht eine andere Idee zur Seite, für die es meines Wissens nach nicht mal einen Namen gibt. Immerhin fand ich:
    „Es gibt mehr eingebildete Gesunde als eingebildete Kranke.“
    (Verfasser unbekannt)
    Es sind Menschen, die die Wissenschaft in den Dienst des Krieges stellen, Menschen, die Panzer zusammenschrauben, Menschen, die sich mit der Bravour ihrer Grandiosität überfallartig auf die vielen so verschiedenen Schicksale werfen: Ratgeber, Experten, die Ansehen und Wohlstand genießen und daraus ein Recht herleiten, den Minderwert zu postulieren und zu praktzieren..
    Der Typus des Absoluten und „Gesunden“ flaniert auch gerne in der Nobelkarosse durch die Elendsviertel.
    „Kommst du mit auf die Seychellen?“
    „Nein, war ich in diesem Jahr schon drei Mal“. Und das sagen sie im März. Und es geht ihnen nicht nur gut, sondern scheinbar besser, und das, obwohl ihre Lebensführung weder normal noch natürlich ist.

    Das Überarme und Überreiche kann man in Geld messen. Wer’s tut, versteht Leben wohl eher weniger als ein Spielfeld, auf dem Werte und Unwerte im Nebeneinander und Miteinander erscheinen. Und wenn Leben einen offensichtlich kranken Geist auf’s Spielfeld und damit zur Offenbarung seiner existenzfeindlichen Ideen zwingt, bleibt mir nur eine Schlussfolgerung:
    Etwas Gesünderes als DAS Leben gibt es nicht.

    Allen einen guten Tag.

    Wolfgang

    Der Eichelhäher ließ sich ein paar Wochen nicht fotografieren – Anflug, landen, Erdnuss schnappen und los und wech. Heute klappte es.

  13. Gerd Zimmermann
    Mai 29, 2013 um 7:32 pm

    Wolfgang, Wolfgang,

    „… könnten – das glaube ich – für die Ewigkeit geschaffen werden. Leben wir nicht, um diese fundamentalen Informationen zu er-schöpfen?“

    Wir sind ewig, nur wenige erkennen das. Ohne Materie ist Ewigkeit eine …………

    Ihr redet immerzu, wozu???

    Reden bewegt nichts. Denken schon.

    Gruss Gerd

    • federleichtes
      Mai 29, 2013 um 8:18 pm

      In der Ewigkeit erschien die Zeit.
      Eine schöpferische Zeit.
      Eine Zeit, in der Geist schöpft.
      Wer redet, hat verloren, oder was?
      Denken bewegt gar nichts, so wie eine Schaufel, die bewegt auch nix.
      Per Interaktion bewegt sich die Schaufel, und so bewegt Kommunikation den Geist.

      Wolfgang, Wolfgang?
      Sticht Dich der Hafer?
      Dann richte Deine Aufmerksamkeit besser nicht auf mich, sondern auf das Problem, wie noch mehr Menschen auf den Weg des Eins-Seins kommen könnten.

      Dir einen weiterhin guten Tag.

      Wolfgang

      Dessert
      Tatsache ist doch wohl, Menschen sitzen in einem „Tunnel“, den es gar nicht gibt. Und vielen ist es gleichgültig, ob ihr Zug in die Hölle fährt.
      Probleme?
      Hier ist kaum Licht, und dann noch Gegenlicht, Blende 4.5, 1/25 und ISO 400 – DAS sind Probleme.

    • Mai 30, 2013 um 8:22 am

      Gerd,
      solange Du keine für uns nachvollziehbare Beweise für Deine These, dass wir ALLE EINS sind und wir nicht vergänglich sind, auf den Tisch legst, werden wir uns hier weiter der Wahrheit versuchen anzunähern. Wir wollen nicht glauben sondern erkennen 😉
      VG Martin

      • federleichtes
        Mai 30, 2013 um 12:45 pm

        Das Beweisen halte ich (auch) für eine nicht ganz astreine Ebene. Kann man Intuition beweisen oder das, was „Gewusstes Wissen“ genannt wird? Du liebst eine Frau. Beweisbar?

        Verstehen ist für jeden Menschen etwas Anderes. Und es ist nicht das Normale – das ist Miss-Verstehen. Und zwar durch die Zeiten hindurch. Jesus hat offensichtlich etwas verstanden – UND? Wir sagen, seine „Gesetze“ seien heute noch gültig, auch wenn sich kaum einer daran hält.
        Ich meine, warum sollte ich Gesetze schreiben, die niemand versteht und sich daran nicht halten KANN.
        Wenn es eine Bestimmung gibt, dann fügen sich einige Dinge zusammen und einige Dinge dividieren sich auseinander. Hier sucht das Individuum nach seiner Wahrheit, und zwar im Rahmen eines Ganzen, das seine Wahrheit pro rata präsentiert und vielleicht darüberhinaus selber auf der Suche nach einer bisher unbekannten Wahrheit ist.

        Auf Deinem Blog muss Fließen erlaubt bleiben. Jeder Leser soll, das ist meine Meinung, darüber selbst-verantwortlich entscheiden, was für IHN Lüge, Täuschiung, Wahn oder Wahrheit ist. Hier bei Dir werden doch nur Teller gefüllt mit verschiedenen Nahrungsmitteln. Wer keinen Hunger hat, wird hier nicht lesen, wer sich nur für Momente die Zeit vertreiben will, wird nicht viel verstehen, wer Freude am Akt eines gemeinsamen Gelingens spürt, wird vielleicht bgeistert sein.

        Dieses Werden HIER lässt sich nicht zwingen, weder aufhalten noch beschleunigen. Darauf, auf die Natürlichkeit, vertraue ich.

        Wir fahren gleich mal.

        Herzliche Grüße in die Runde.

        Wolfgang

        PS.
        Eins-Sein bleibt Fiktion, bis man sie fühlt. Der Vogel sitzt, bis er fliegt. Das ist die Wahrheit: Menschen, die in ihrem Lebennur sitzende Vögel sahen, glauben nicht daran, dass sie fliegen können.

        • Mai 30, 2013 um 4:54 pm

          Mit dem Beweis ist das so eine Sache: Es kommt immer darauf an, warum und ob man einen Beweis braucht. Vor Gericht ist es z.B. zwingend nötig, dass man Beweise hat. Ein subjektives Wissen reicht dort nicht aus. Kann nicht bewiesen werden, dass der Angeklagte der Täter ist, muss er frei gelassen werden, auch wenn eigentlich alle wissen, dass er der Täter ist. Diese Prinzip „garantiert“ sozusagen, dass niemand für schuldig erklärt wird, nur weil er vielleicht ein unangenehmer Menschen ist. Natürlich versagt diese Prinzip hin und wieder mal.

          Anders verhält es sich mit dem subjektiven Wissen: Ich weiß z.B., dass ich Michael Wolff bin, alle die mich kennen wissen das, niemand bezweifelt es, obwohl ich es streng genommen nicht beweisen kann. Hier ist ein absoluter Beweis nicht nötig, denn er ist nicht relevant.
          Ein anderes Beispiel: Ist es nötig, beweisen zu müssen, dass es Jesus tatsächlich gegeben hat, um an ihn, bzw. seine Lehre, glauben zu können? Historisch gesehen ist seine Existenz nicht gesichert. Die Wahrscheinlichkeit, dass es Jesus tatsächlich gegeben hat, liegt bei etwa 50:50. Trotzdem glauben viele Menschen an ihn, denn im Prinzip ist es nicht wichtig, ob diese Lehren tatsächlich von einer historisch realen Person stammen, oder ob sie nur von archaischen Schriftstellern einer fiktiven Person in den Mund gelegt wurden. Es geht nur um die humanistische Lehre.

          Was das „intuitive Wissen“ angeht: Intuitives Wissen ist nur eine Illusion, ein Wünschen, Hoffen, Glauben. Dieses Wünschen, Hoffen und Glauben ist abhängig von unseren individuell unterschiedlichen Vorlieben und Dispositionen, es ist persönlich. Jeder hat einen anderen „Geschmack“, der subjektiv objektiv ist. Fast niemand von uns relativiert seine eigene Meinung, weil jeder von uns sich aus seiner subjektiven Sichtweise als absolut versteht. Fast niemand sagt: „Ich könnte manipuliert sein ohne es zu wissen.“ Das ist in einem bestimmten Rahmen auch nicht nötigt, denn wenn wir uns selbst in allen Dingen ständig anzweifeln würden, würden wir kaum vorwärts kommen. (Um vorwärts zu kommen, muss man auch mal was wagen.) Um der „objektiven Wahrheit“ jedoch näher zu kommen, ist das Relativieren der eigenen Meinung aber zwingend nötig. Anders ausgedrückt: Wenn mir wirklich etwas daran liegt, „wahrhaftes Wissen“ zu erlangen, muss ich mein Denken und Meinen anzweifeln, und mich vor dem intuitiven Wissen in acht nehmen, denn intuitives „Wissen“ ist manchmal nur Schnellschussdenken und ein Bruder des Vorurteils. Es ist für uns schwer, oft sogar unmöglich, zu unterscheiden, ob unser intuitives Wissen tatsächlich intuitives Wissen oder nur ein Vorurteil ist.

          Was die Beiträge von Gerd angeht: Ich lese sie alle und oft finde ich die Kommentare zu einem Thema erst dann interessant, wenn auch Kommentare von Gerd dabei sein, obwohl Gerd sich für die jeweiligen Themen oft gar nicht zu interessieren scheint. Okay – das, was Gerd schreibt, ist alles ein „alter Hut“. (Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre haben ich und die Leute, mit denen ich damals zusammen war, selbst von morgens bis abends solche Gedanken von uns gegen, und wir haben uns alle toll dabei gefühlt, auserwählt, wissend, privilegiert. Und nichts davon war angelesen, alles wurde intuitiv gewusst. Inzwischen „weiß“ ich allerdings, dass es noch weit über das hinaus geht.) Doch Gerd´s Kommentare besitzen (für mich) einen gewissen „Unterhaltungswert“, sie sind sozusagen das Gewürz in diesem Blog, die den doch manchmal etwas (für meinen Geschmack) zu intellektuellen Charakter der Kommentare auflockern.

          Zu dem Fluss auf diesem Blog: Manchmal fließt es, manchmal auch nicht. Manchmal scheinen alle sich im Kreis zu drehen. Mit Kritik tut sich dieses Blog doch recht schwer. Kritische Anmerkungen – also Relativierungen – sind erlaubt, doch fundamentale Kritik wird erbarmungslos abgestraft, indem der Kritiker – z.B. durch Ignoranz oder indirekt beleidigende Anmerkungen – vertrieben wird. Kritiker wurden auch schon mal als Störfaktor, Ignoranten oder böswillig bezeichnet. Ich finde, das sagt viel aus. Dabei ist kritisches Denken der Treibstoff der einen „Eruierungs-Prozess“ vorantreibt – und sonst gar nicht! Manchmal habe ich den Eindruck, man möchte auf diesem Block unter sich bleiben. Dann dreht sich das Blog im Kreis, man bestätigt sich nur gegenseitig. Das macht es mir doch manchmal schwer in die Diskussion einzusteigen und oft verkneife ich es mir auch.

          Alles in Allem gefällt mir dieses Blog jedoch. Manchmal ist es mir etwas zu idealistisch, manchmal scheint Dogmatismus durch oder auch esoterisches Denken. Manchmal sind die Beiträge zu intellektuell. (Sätze, die ich mehrmals lesen muss, um sie auch nur ungefähr verstehen zu können, überspringe ich meistens nach dem dritten Versuch sie zu verstehen.)
          Es gibt ein Bild und ein Zitat von Krishnamurti auf diesem Blog. Den Geist Krishnamurtis vermisse ich hier allerdings vollkommen. Das würde ich mir wünschen: Beiträge, welche die Einfachheit und Klarheit Krishnamurtis besitzen.

          Liebe Grüße
          Michael

          • Mai 30, 2013 um 7:03 pm

            Lieber Michael,

            vielen Dank für Dein kritisches Feedback, das ich gerne so stehen lassen möchte, auch um es weiter auf mich wirken zu lassen.

            VG Martin

      • Mai 30, 2013 um 4:06 pm

        Hallo Martin, dazu fallen mir Worte aus einem Essay meiner Tochter ein (ihres Zeichens Islamwissenschaftlerin) „…und so bestätigte sich, was ich in der Schule schon ahnte. Die Welt hat nicht nur eine Wahrheit und nicht nur ein Gesicht.“ – Die Wahrheit im Ganzen zu fassen, ich persönlich halte das für unsere begrenzten Möglichkeiten (hier in unseren Körpern), schlicht und einfach für nicht möglich. Aber wir können versuchen uns anzunähren, unsere Grenzen zu erweitern und durchlässig zu gestalten. Grenzen trennen, aber sie verbinden auch. (Flüsse, Meere, ein Reißverschluss).
        Gerd, ich denke du hast erfahren dürfen, was EINs ist und versuchst nun diese Erfahrung weiterzugeben, mit grenzenloser Begeisterung. Das ist sehr schwer und im Grunde genommen fehlen die Worte, um weitergeben zu können. Nicht ohne Grund, wie ich finde. Denn dieses EINs kann Mensch nicht weitergeben, Jeder muss es selbst erfahren, um zu fühlen, zu begreifen und dann zu wissen.

        Grüße in die Runde
        Martina

        (Für Gerd; ich heiße schlicht und einfach Martina, nach dem römischen Kriegsgott 😉 Bei WordPress war mein Name nur schon vergeben, und da ich das Meer in all seinen Facetten liebe, fügte ich ein e ein.)

  14. federleichtes
    Mai 29, 2013 um 11:45 pm

    Einige Menschen konnten das Tunnelproblem lösen – sie fahren U-Bahn.

    Wir haben schon einige Male – natürlich nur am Rande – über Bewusstsein gesprochen. Ich gehe davon aus, dass das Bewusstsein des/der Menschen konditioniert ist. In der Weise, in die traumatische Informationsverarbeitung einsteigen zu MÜSSEN. Das tut ja keiner freiwillig (und wenn, dann lachend), also – REGELUNG. Sieben Brücken sind vorhanden, leider gesperrt. Man kann ja ersatzweise in die Kirche gehen, dei Knöpfe in den Klingelbeutel und Schuld und Hölle gibt’s für alle. Klar, Angst, diffuse Angst, die sich irgendwie auszugleichen versucht: Größenwahn? Damit sind wir in der traumatischen Spur.

    Wie schaffen wir diesen fiktiven „Tunnel“ weg.
    Ich weiß es nicht, aber was ich weiß, wir können es nur versuchen, an der Beseitigung mitzuwirken. Mit seinem Willen schafft ein Mensch das nicht. Fatalismus – Selbstaufgabe? Damit überlassen wir den bösen Kriegern das Schlachtfeld kampflos? Vielleicht kommt es ja an einigen Ecken dieser verrückten Welt zu einer Art Selbst-Besinnung, sprich realistischen Einschätzung menschlicher Leistung – auch und gerade unter dem Gesichtspunkt eines gedeckelten Bewusstseins.

    Gestern schrieb ich eine kleine Notiz:
    „Menschen sind nicht dämlich, sondern können nur so klug sein, wie es im Sinne einer Höheren Vernunft nötig ist.“

    Gehen wir halt noch ein paar Schritte gemeinsam, in der Gewissheit, dass es eine unzerstörbare Gemeinschaft gibt, immer schon gab und immer geben wird.

    Wolfgang

    • maretina
      Mai 30, 2013 um 4:54 pm

      Hallo,
      ein Stück des Weges gemeinsam gehen, ob länger oder kürzer ist nicht relevant. Entscheidend ist die einander gegebene Hilfe zur Einsicht und Entwicklung, Wirkung die sich vielleicht viel später entfaltet. Euch allen erst mal ein dickes Dankeschön für die Gemeinschaft an dieser Stelle und den Austausch zu diesen Themen.

      Das Schlachtfeld kampflos überlassen? Wolfgang,Du weißt dass ich der Meinung bin, in dem Moment indem wir uns auf einen Kampf einlassen versorgen wir den Gegner, die Traumata, mit Energie, die wir besser an anderer Stelle brauchen könnten.

      Ich denk der Weg kann über erkennen von Traumata, die Akzeptanz ihres Daseins, die Frage ob das Trauma mit mir überhaupt was zu tun hat oder mir nur von einer z.B.eigene (nicht vorhandenen, aber empfundenen) Schuld wegschiebenden Mutter vererbt wurde, über die aus ganzem Herzen erfolgende Vergebung (an mich und die Beteiligten) hin zu einem dankbaren (für die Lernmöglichkeit) Loslassen führen. Es ist sehr schwer, aber wer sagt denn das Leben sei leicht . – Ist das Trauma nicht vollständig bewältigt erscheint es, in anderem Gewand, schon nochmal, ist dann allerdings leichter zu erkennen und aufzulösen. Das scheint mir der Weg zu innerem Frieden, auf alle Fälle zu mehr Gelassenheit, das ist doch schon mal was. Jedenfalls werden auf diese Art und Weise die Traumata nicht mit zusätzlicher Energie versorgt….ich nenn das gerne aushungern.

      Wie im Kleinen so im Großen, oder? Heben wir das auf die gesellschaftliche Ebene und fragen uns mal beim nächsten Nachbarschaftstreit was wir tun können, dass die Nachbarn sich wohl fühlen? Wirken wir vllt. bedrohlich, weil wir einen Zaun aus Stacheldraht gesetzt haben mitsamt Überwachungskameras? – Diese Frage kann auch auf Konflikte zwischen Staaten und Völkern angewendet werden. Warum wundern sich die bis an die Zähne bewaffneten und als einzige im Nahen-Osten A-Waffen besitzenden Israelis eigentlich, dass sie rundum nicht gut gelitten sind? Außerdem graben sie den Anrainern des Jordan noch das Wasser ab…

      Ja Gerd, Alles schwingt, vom Kosmos zurück in die Tiefen der Materie und wieder hinauf, es gibt kein Verweilen, keinen Stillstand, an dem Punkt wäre Leben beendet.

      Grüße in die Runde
      Martina

  15. Gerd Zimmermann
    Mai 30, 2013 um 10:19 pm

    Hallo Martin

    „Gerd,
    solange Du keine für uns nachvollziehbare Beweise für Deine These, dass wir ALLE EINS sind und wir nicht vergänglich sind, auf den Tisch legst, werden wir uns hier weiter der Wahrheit versuchen anzunähern. Wir wollen nicht glauben sondern erkennen “

    Hegel: Phänomenologie des Geistes (1807)

    Lese Hegel, lese Russell, lese Goethe, lese Sitharda v. Hermann Hesse und und und und……
    Überall sind Zeichen gesetzt. Geist will erkannt werden. Geist kann man nicht anfassen, weil nicht materiell.

    Geist kann man aber erkennen. ALLES Kommt aus dieser Quelle. Geist ist ein Phänomen. Geist ist aus sich heraus. Nicht erschaffen und nicht „Begrenzt“. Unendlichkeit gibt es nicht.
    Weil man an die Unendlichkeit immer noch eine 1 anfügen kann. Probiere mal bei der Null etwas hinzuzufügen oder wegzunehmen. Das gelingt nur durch Polarität.

    Unsere Welt ist multidimensional.Wir verstehen nicht einmal die 1, geschweige die 3 die 6 und die 9.

    Warum sind wir ALLE eins? Weil das Universum erst einmal gedacht werden muss. Vom Gesamtbewusstsein, siehe Gold-DNA.

    Das Leben, das Universum und der ganze Rest ist EINS.

    gruss Gerd

    • federleichtes
      Juni 1, 2013 um 1:04 pm

      „Überall sind Zeichen gesetzt. Geist will erkannt werden. Geist kann man nicht anfassen, weil nicht materiell.“

      Ich meine, wer genetisch nicht voll auf Scheuklappe gestrickt wurde, sieht auf unserer Welt einen ASOZIALEN Geist walten. Geist, der so mächtig ist, dass er alles zerstören und alles kontrollieren kann.

      Entweder man unterwirft sich diesem Geist, oder man wendet sich von diesem Geist ab.

      Man könnte sagen:
      Menschen die nicht glücklich sind, sind krank.
      Man könnte sagen, nur bestimmte Menschen können in einem wahnsinnigen System erfolgreich sein – eben weil sie mit der Geist-Wahn-Definition für Erfolg übereinstimmen.

      Menschen entwickeln ihren „Geist“. Sie füttern ihn, damit sie Macht fühlen können. Aber Menschen füttern damit den Geist der Unsäglichkeiten – und nicht ihr Gemüt, aus dem das Glück fließt.

      Wenn diese Menschen in den Tod schreiten, werden sie vielleicht erkennen, dass die Macht des Geistes eine Fiktion war, das sie ein Pferd ritten, das aus Nichts bestand und ins Nichts führt. Sie werden wahrnehmen, dass da nichts blieb, was sie in ihre nachirdische Existenz mitnehmen können.

      Geist, das Prinzip der leeren Taschen.

      Nein, wir sind nicht alle Eins. Weil Geist und Gemüt so völlig verschieden sind. Weil es hier Realisten und Spinner gibt, weil es Konstruktive und Destruktive gibt, weil die Vernunft der Friedliebenden dem Wahn der Krieger ausgeliefert ist.

      Wer das Prinzip des Geistes verstand, wird sich von ihm abwenden. Es gibt nur einen Weg aus der Falle des Bewertens, des Beschuldigens und der Ungerechtigkeit.

      Gruß
      Wolfgang

      • maretina
        Juni 1, 2013 um 2:10 pm

        Er waltet der asoziale Geist. Zum Glück nicht nur. Du weißt doch wo du ihn findest, den anderen Geist, gegründet auf Harmonie, sich immer wieder selbst erneuernd, in stetigem Wandel.

        Grüße
        Martina

        • federleichtes
          Juni 1, 2013 um 2:36 pm

          Ja, Geist finden.
          In der Natur laufen dieserart Filme ohne Zahlen – pausenlos, und wir nehmen daran Teil.


          Foto: Susanne – Biene am Beinwell.

          Auch Anteil an einem Geist in der Natur, der GEBÄNDIGT IST.

          Wer meint, mit Geistzahlen Geist bändigen zu können – bitte sehr. Für Alle und Alles IST gesorgt; das Wesen von Entwicklung kennt keine Not.
          Sie sollen saufen und kotzen, aber nicht in mein Wohnzimmer.

          Auch Dir einen guten Tag.

          Wolfgang

        • maretina
          Juni 1, 2013 um 3:19 pm

          Da wir uns nun mal geistig abgetrennt haben von der Natur, dem Natürlichen, obwohl wir ein Teil von ihr sind, gibt es viele Wege die Verbundenheit, Eingebundenheit wieder zu gewinnen. Es ist ein Gewinn. Der Eine tuts zu Fuss oder auf dem Rad, der Andere braucht eben doch erst solche Filme, die die Ratio ansprechen, ehe er sich die Schuhe anzieht 😉
          Der Geist in der Natur, im Moment scheint er mir ungebändigt, entzieht sich der Kontrolle. Was ist bändigen anderes als kontrollieren? Oder ist der Geist in der Natur gebändigt weil er vollenden kann, was wir so gerne unterbrechen?

          Und jetzt geh ich mal ganz unbändig einen kontrolliert gebackenen, durchs ganze Haus duftenden Rhabarberkuchen vertilgen 😉

          Martina

  16. federleichtes
    Juni 1, 2013 um 3:41 pm

    @ Martina
    „Der Geist in der Natur, im Moment scheint er mir ungebändigt, entzieht sich der Kontrolle.“

    Menschen spüren ANDEUTUNGSWEISE, was es bedeutet, die in der Natur wirkenden Geister zu repressieren.
    Und sie lassen nicht davon ab. Die Quittung dafür wird ja bereits geschrieben. Schade eigentlich, dass man’s dann nicht mehr per Fernsehen genießen kann, schade, dass es dann keinen Katastrophen-Tourismus mehr gibt.
    Wirklich schade.

    Die Natur.

    Sternmiere

    Wer meint, sie kontrollieren zu können – immerhin findet er genügend Arbeitsplätze um glauben zu können, er könne Unschuldiges ungestraft zerstören.

    Ehrlich gesagt – uns Beiden ist das wurscht, weil wir wissen: Der Wahn kommt an seinen Zenit.

    Gruß
    Wolfgang.

    • maretina
      Juni 1, 2013 um 7:41 pm

      Hallo Wolfgang,
      ich sag einfach mal ganz herzlich danke, für Höhenflüge und Flüge unter dem Radar, Tiefseetauchen und besonders für Eure Fotos.
      Martina

  17. federleichtes
    Juni 1, 2013 um 11:32 pm

    @ Martina
    „.. und besonders für Eure Fotos.“

    Ich dachte heute – mit einem gewissen Vergnügen – an eine Zeit, als hier Fotos den Lesefluss störten.

    Nun ja, was ist gesund und krank. Du formulierst es ja kurzprägnant in dem neuen BRD-Renner-Thema, sinngemäß: Jeder sollte seinen Weg gehen dürfen.

    Zwei zentralere Fragen liegen hier zur Klärung:
    Wenn der Mensch auf Feindseligkeit und Wahn programmiert ist, ist dann das, was wir psychopathologisch nennen, wirklich pathologisch?
    Wenn der Wahn das Normale ist – und sein muss wegen der informativen Konditionierung -, wenn das Verbrechen das Normale ist, da Grundlage für die Gesellschaftsordnung, wenn der Freie Wille Gesetz wurde (und ja, seit man die Bibel lesen konnte (?) immer war) und diese Grundannahme die menschliche Realität völig auf den Kopf stellt, kommen wir, so denke ich, nicht umhin uns zu fragen, ob es Kranlkheit im Sinne einer Widernatürlichkeit überhaupt gibt.
    Die Welt-Gemeinschaft, so sehe ich das, ist zu keiner besseren gesellschaftlichen Leistung fähig. Punkt?

    Die zweite Frage betrifft das Verhältnis Mensch und Natur.
    Sehen wir auf die beiden Schöpfungs- (oder Lebens-)Komponenten Information-Geist und Pulsierende Energie-Liebe (Yinyang, Männlich-Weiblich)
    Dann entsteht der Konflikt Mensch-Natur-Konflikt durch den Geist des Menschen im Miteinander mit der geordneten Verbindung „Information und Energie“, die uns als Natur erscheint.
    Es gibt eigentlich nur zwei Schlussfolgerungen:
    Entweder das Ordnungssystem Mensch passt nicht zum Ordnungssystem Natur, oder der Geist des Menschen ist nicht kompatibel mit dem Geist der Natur.
    Ich meine, es lohnt sich, einen genaueren Blick auf einen Zwiespalt zu wagen, der, auch wenn wir ihn nicht als krank bezeichnen, des Menschen Existenz schadt, ja sogar gefährdet.

    Gruß
    Wolfgang


    Foto: Susanne.

    • Juni 1, 2013 um 11:36 pm

      „Entweder das Ordnungssystem Mensch passt nicht zum Ordnungssystem Natur, oder der Geist des Menschen ist nicht kompatibel mit dem Geist der Natur.“

      Oder die Natur lässt uns einen Spielraum der eigenen Entfaltung, zwar scheinbar auf ihre Kosten, aber zum Wohle des GANZEN. Klingt paradox … aber klingt genauso paradox wie ANTIFRAGILITÄT ! Doch genau darin liegt das GEHEIMNIS.

      http://www.gold-dna.de/updatemai13.html#up402

      Gruß Guido

      • federleichtes
        Juni 2, 2013 um 12:57 am

        Dass, wenn so verchiedene Ordnungs-Prinzipien aufeinandertreffen, ein Spielraum da sein muss, halte ich für eine nicht nur theoretisch notwendige Gestaltung, sondern – wir erleben die „Pufferzone“ sehr realistisch, wie die Natur mit ihnen feindlichen Angriffen (segensreiche Industrialisierung) umgeht.
        Aber WELCHE Entfaltung lässt sie zu? Ja nicht grundsätzlich des Menschen Handeln, sondern das Agieren eines bestimmten Geistes.

        Natürlich ist das Ausagieren dieses Geistes zum Wohle des Ganzen – und bei etwas scharfsinnigerer Betrachtung könnte man ja in dem Spiel „Mensch gegen Natur“ das inszenierte Spiel „Gott gegen das Böse“ entdecken.
        Unter diesem Aspekt machte eben ALLES Sinn – der sich erfülte, wenn sich das Absolut-Existenzfeindliche selber vernichtete (energetisch aufzehrte; dazu könnte man noch mehr sagen).

        Aber mir geht es bei dem Gedanken eigentlich nur um den Menschen, um ihn von diesem destruktiv-feindlichen Geist befreien zu können.

        Was wir in der Natur entdeckten, liegt hier noch nicht alles auf dem Tisch.

        Jedenfalls habe ich für Euch Experten ein kleines Leckerchen – Susanne fotografierte IHRE Drei.

        Herzliche Grüße an Euch.

        Wolfgang

        • Juni 2, 2013 um 12:46 pm

          Danke fürs Leckerli, hab extra meine Sehhilfe abgesetzt.
          Und nachgedacht über das was du da schreibst.

          Der Geist der menschliches Leben bestimmt, entstanden aus einem real oder fiktiv, deshalb trotzdem real, erlebtem Mangel heraus. Die Angst dieser Mangel könnte eintreten. Der Versuch diesem Mangel vorzubeugen durch Kontrolle, die zuerst Eingrenzung und dann Abtrennung nach sich zieht. Natur und Leben bleiben draußen.
          „Das Leben dreht sich nur im Kreis.“

          Der andere Geist der fließen lässt und sich dem Kreislauf anvertraut, dem Fluss, Leben als Geschenk annimmt. Allerdings wehrhaft ist und sich letztlich der Kontrolle entzieht, wie wir im Moment mal wieder sehr schön vorgeführt bekommen.

          (Wenn ich jetzt wüßte wie ich hier ein Foto reinbekomme? Titel „Kontrollverlust“)

          Schönen Sonntag wünsch ich Euch
          Martina

  18. federleichtes
    Juni 3, 2013 um 3:55 pm

    Nur kurz.
    Gesundheit und Kranksein ist eine Polarität.
    Sie beherrscht unsere Gedanken (meine nicht*).
    Sie beschäftigt den Verstand, genauer ist es die Angst des Geistes (vor Nicht-Existenz), die sich in den Gedanken einnistet.
    (Wer Gedanken und Geist gleichsetzt, braucht eher nicht über das Wirkgefüge nachdenken.)

    Was ist natürlich und was ist widernatürlich.
    Wenn wir in einer Welt (und in einem) Körper leben, die von feindseligen Informationen gesteuert wird, ist alles daraus Folgende natürlich. Das zu verstehen bringt einen Menschen zum Eins-Sein. Erst dann kann er sich DEN Erscheinungen, und nicht nur bestimmten Erscheinungen zuwenden. Und wird (erst dann) einen veriwrrten UND verängstigten Geist finden – den es zu beruhigen gilt.

    Eins-mit-sich-Sein. Traumatisch blockierte Energie abfließen lassen und Verhalten auf das natürliche Maß bringen. Das ist die Doppelzange, die, wenn man nicht nachlässt, auch dem Geist gefallen wird.

    * Gestern begegnete ich Karin, einen unserer besonderen Freunde. Ich erzählte ihr, ich sei seit 15 Monaten nicht mehr krankenversichert – worauf sie SEHR beunruhigt re-agierte. „Du kannst doch Beihilfe beantragen“, sagte sie. „Für den Staat“, entgegnete ich, „habe ich einen Finger“.
    Und hier sage ich:
    Staat ist eine Erscheinung, ich im Wesen-tlichen nicht.

    Gruß
    Wolfgang

    • maretina
      Juni 3, 2013 um 9:50 pm

      Staat ist eine Fiktion; ganz recht. Eine Kopfgeburt.
      Versuch mal ihn anzufassen.
      Kranken-Versicherung welch Wortungetüm. Mensch wird mit Sicherheit krank, oder wie?
      Brauch auch keine, hab auch keine, weiß bei Unpäßlichkeiten genau wo ich ansetzen muss, hat was mit Achtsamkeit zu tun. Selbst das was mir letztens ziemlich „an die Nieren ging“ hatte ich innerhalb einer Woche wieder im Griff.
      Übrigens; im Notfall / Lebensgefahr muss jedes Krankenhaus, jeder Arzt behandeln, auch ohne KV und ohne Rechnung danach.
      Grüße
      Martina

      • federleichtes
        Juni 4, 2013 um 2:34 pm

        Dachte ich mir schon, liebe Martina.

        Die Annahme (im Geist – im geistigen System) krank zu werden, IST bereits die Störung in einem gesunden System.
        Die Macht der Gedanken?
        Nein, die Macht der Angst (des Geistes), die die Gedanken hervorbringt.

        Ja, im Griff.

        Das ist der Geist, der die Erde zerteilte in Syteme und Unter-Systeme und Unter-Unter-System. Warum wohl, wenn er sich nicht fürchtet vor der Komplexität.

        Postukliere Grenzen, postuliere Werte, postuliere Verschiedenheit in der Natürlichkeit, und der Geist hat den Menschen gepackt, am Schlaffitchen und würgt ihn, bis er lacht.

        Zum Verrecken brauche ich das System nicht, zum Verrecken nicht.

        Dir eine guten Tag. Ich fahr dann mal.

        Wolfgang

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