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Keine Panik auf der Titanic – die Saat geht auf …

Bekam ich heute morgen zur Veröffentlichung „geschenkt“:

Wir sind auf dem Weg und die Samen werden seit Jahren von uns selbst gestreut. Wo und wann diese auf fruchtbaren Boden fallen, entzieht sich unserer Macht. Auch wie sich die Früchte entwickeln ist bedingt durch die wunderbare Vielfalt unter uns Menschen und auf diesem Planet individuell verschieden, da alle aus einer anderen Richtung kommen und sich auch von persönlichen Lasten und alten Vorstellungen schrittweise lösen müssen. Auch ist letztendlich für die Pflege der „Pflänzchen“ in uns jeder selbst verantwortlich.

Unser Bewusstsein wurde lange Zeit durch politische, gesellschaftliche und religiöse Ideologien sowie unzählige andere Geschichten in Bahnen-denken hinein-manipuliert und ist Großteils anerzogen. Die Wiederherstellung der Harmonie zwischen Körper-Geist und innerem Wesen (Seele) oder auch Herz und Verstand, männlichen und weiblichen Energien … dauert seine Zeit.

Wir sollten stets achtsam mit uns selbst umgehen, unser eigenes Tempo finden, uns die Pausen sowie gelebte Lebensfreude gönnen und Verbindung mit der Natur aufnehmen. Wenn wir in unserer persönlichen Entwicklung vor lauter Ungeduld im Eifer des Erwachens einige Stufen überspringen, werden wir zwischenzeitlich immer wieder gezwungen zurückzugehen (Krankheit, Schicksalsschläge, materielle Verluste, etc.), um diese nachzuholen. Wir sollten uns auch nicht in „Grabenkämpfe an der Heimatfront“ verstricken und den einen oder anderen „Kommentar“ oder „Nichtkommentar“ einfach stehen lassen. Keiner ist für Alles und Jeden zuständig, deshalb ist auch nicht Alles für Jeden wichtig.

Ein „Krieger“ der seinem Pfad vertraut, hat es nicht nötig, einem anderen zu beweisen, dass seiner falsch sei. Oftmals kommt es vor, dass wir das Gefühl oder gar die Überzeugung haben, die Dinge restlos zu durchschauen und den „Stein der Weisen“ gefunden zu haben. Aus diesem Gefühl/Überzeugung heraus hören wir oftmals auf, weiterzugehen und werden ein Guru oder lassen uns zu einem machen. Das ist der Punkt, wo wir Gefahr laufen, uns wieder zum „Dummkopf“ zurück zu entwickeln, denn das Lernen hört nie auf. In Zeiten wie diesen gibt es immer Welche, die uns bescheren möchten. Seid steht`s achtsam, denn Einige tragen ihr „Licht“ in der Tasche und das Ziel führt dahinter. Das Leben ist ein Fluss, der fließen muss. Bei der Arbeit an uns selbst zur Erweiterung unserer Wahrnehmung/Bewusstseins/Selbstfindung/inneren Weisheit … kommen nicht nur „Wahrheiten“ rein, sondern auch mal das Gegenteil/Manipulation etc., da auch die „Gegenseite“ unsere „Schattenseite“ … wo und in welcher Dimension auch immer, aktiv ist und durch unser „offen sein“ Zugang bekommt.

Auch scheint uns unser Unterbewusstsein/inneres Wesen … manchmal einen Streich zu spielen um sich über uns selbst „lustig“ zu machen. Vielleicht ist ja deshalb das Lachen an und für sich und das Lachen über uns selbst im Besonderen eine gute Medizin, um in Kontakt zu bleiben bzw. diesen wieder herzustellen. Achtet auf Eure Träume sowie die Gedanken beim Gespräch mit der Pflanzen und Tierwelt. Vergesst das Lachen nie und erinnert euch an die Vision.

Alles Liebe, und „Free the Lucky Luke in you you got the Power to do“

 

  1. Silke Bogorinski
    Juni 11, 2013 um 4:31 pm

    Das erinnert mich doch stark an viele Diskussionen, die ich in letzter Zeit führte. Achtsam mit sich selbst umgehen bedeutet gleichzeitig auch Achtsamkeit gegenüber anderen. Die moderne Lebensweise verlangt den Menschen viel ab. Eine Masse an Informationen stürzen jeden Tag auf uns ein, Multitaskin wird sozusagen zur Pflicht. Darüber kann man schon einmal verge3ssen, dass wir Menschen sind und welchen Zweck wir auf der Erde erfüllen. Trotzdem lebt die Solidarität und wenn es die Ereignisse erfordern, findet man zurück zu Menschlichen, zur Hilfsbereitschaft ohne Bedingungen, zum Miteinander ohne wenn und aber.
    Ich glaube viele Mewnschen sehen sich im Grunde ihres Herzens danach, nur wer über die Jahre das Mitgefühl abtrainiert bekommt, kann nicht mehr fühlen, auch sich selbst nicht mehr, ist sozusagen abgeschnitten davon, und dann funktioniert die soziale Interaktion mit anderen Menschen nicht mehr. Erst wenn ich eins mit mir bin, eins mit dem, was ich tue und fühle, bin ein ganzer Mensch, so empfinde ich das.

    Grüße
    Silke

  2. Juni 11, 2013 um 11:58 pm

    Gefällt mir sehr gut, dieser Beitrag. Er könnte gut auf meinen Blog passen. Er erzählt von der „Bescheidenheit“, die ich auf diesem Blog manchmal vermisse.
    Ob die Samen, von denen im ersten Absatz die Rede ist, allerdings schon ausreichend gestreut sind, bin ich mir nicht sicher. Manchmal denke ich, es sind viel zu wenige und sie werden einfach nur verkümmern, da sie von den degenerierten „Monsterpflanzen“ überwuchert werden, die ihnen erst das Wasser und später, als Pflänzchen, das Licht nehmen. Es wäre schön, wenn ich mich irre.
    Als ehemaliger Astrologe habe ich ja gelernt, dass wir uns am Beginn des Wassermannzeitalters befinden und dass der Quantensprung im Bewusstsein der Menschheit kurz bevorsteht, quasi ein Bestandteil des evolutionären Entwicklung der Menschheit ist. Das halte ich auch heute noch gut für möglich. Ich bin nach wie vor sehr optimistisch.
    Allerdings habe ich inzwischen den Eindruck, dass dieser Prozess sehr viel länger dauert, als wir vor ein paar Jahrzehnten naiver Weise noch geglaubt haben. In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sah es ja danach aus, als ob sich alles rasant zum Besseren entwickelt: Die Arbeitsbedingungen wurden immer besser, die Löhne stiegen deutlich an, die Arbeitszeiten wurden kürzer, die Gesellschaft wurde als ganzes gesehen toleranter und offener, zumindest in den sogenannten zivilisierten Ländern. (Was im „Rest“ der Welt vor sich ging, wussten wir damals größtenteils noch nicht.) Wie dachten, es geht immer so weiter. Doch dann kam die Globalisierung und mit ihr neue Möglichkeiten zur Ausbeutung und Kriminalität, die von den Menschen, die gerne ausbeuten und kriminell sind, auch sofort begeistert angenommen wurden.
    Es scheint mir also, dass dieser „Quantensprung“ zu einem höheren Menschheitsbewusstsein, kein Selbstläufer, sondern nur eine bewusste Anstrengung sein kann. Und bei Anstrengungen ist es so, dass sie permanent aufrecht erhalten werden müssen, solange, bis sich etwas Neues etabliert hat, bis die alten, schlechten Konditionierungen ausgehungert sind. Und das ist sehr schwer: Zum Beispiel bedeutet die Erkenntnis, dass Zigaretten rauchen schlecht ist, nicht viel. Das weiß heutzutage fast jeder Raucher. Sich in einem jahrelangen BEWUSSTEN Prozess sich diese schlechte Angewohnheit allerdings abzugewöhnen, DAS ist die Kunst. Auf die Menschheit übertragen: Die Erkenntnis ist da, dass wir uns ändern müssen, das kann man überall nachlesen. Jedoch mangelt es uns noch an dem Willen, diese Erkenntnis auch wirklich umsetzen zu wollen. Wir wollen zwar „Nichtraucher“ sein, allerdings ohne auf das Nikotin zu verzichten. Das wird nicht klappen.
    Das heißt für mich, dass wir uns noch nicht wirklich bewusst darüber sind, was von uns verlangt wird. Mit „Wir“ meine ich übrigens die Menschheit, aber auch den Einzelnen, also mich, oder auch dich, der/die du das hier gerade liest.
    Einer unser größten Fehler ist, die Verantwortung bei „den anderen“ zu sehen. „Die anderen“ sind jedoch nur ein Abstraktum, ein Konstrukt, das wie gerne immer dann benutzen, wenn wir von uns selbst abzulenken wollen. So bleiben wir unangetastet. Deswegen ist der evolutionäre Quantensprung der Menschheit auch ein so quälend langsamer und schmerzhafter Prozess. Und solange wir nicht erkennen, das WIR die anderen sind, wird sich daran nichts ändern.

    Liebe Grüße
    Michael

    • federleichtes
      Juni 12, 2013 um 12:47 pm

      „Er erzählt von der „Bescheidenheit“, die ich auf diesem Blog manchmal vermisse.“

      Welche Unbescheidenheiten fielen Dir auf?
      Und welche Bescheidenheiten wünscht Du Dir – hier auf diesem Blog?

      Zu den „Samen“ schreibt der Autor:
      „Wo und wann diese auf fruchtbaren Boden fallen, entzieht sich unserer Macht. Auch wie sich die Früchte entwickeln ist bedingt durch die wunderbare Vielfalt unter uns Menschen und auf diesem Planet individuell verschieden, …“

      So sehe ich das auch. So sehe ich das auch in der Natur.
      Allerdings sehe ich nicht die Verantwortlichkeit des Menschen, so wie die Saat nicht verantwortlich sein kann dafür, dass sie aufgeht – aufgehen KANN.
      Menschen leben in einem System, in einer Ordnung, die das Aufgehen oder Nicht-Aufgehen regelt. Diese Ordnung bedient sich auch eines Mittels, das wir Zufall nennen.

      Was von Menschen verlangt wird, erfüllen sie. Sie leben im Rahmen dessen, was Leben bietet. Einerseits, was im Außen angeboten wird, andererseits, was im Innen für Vorstellungen herrschen. Beide Bedingungen entziehen sich (weitestgehend) der Kontrolle des Menschen

      Du schreibst:
      „Deswegen ist der evolutionäre Quantensprung der Menschheit …“

      Ja, evolutionär – der PLAN, der sich durch die Zeiten zieht: Die Saat IST ausgebracht.

      War noch was?

      Gruß
      Wolfgang

      • Juni 13, 2013 um 1:37 am

        Hallo Wolfgang

        Na ja, ich habe den Eindruck, dass nicht die Systeme und Regierungen, auch keine Geheimbünde, Wirtschaftskartelle oder finsteren Mächte dafür verantwortlich sind, dass das friedliche und kreative Zusammenleben der Menschen auf diesem Planet so schwierig ist, sondern dass die Menschen, ALSO WIR, dafür verantwortlich sind. Die Systeme sind nur so gut, wie die Menschen von denen sie gelebt und gestaltet werden. Die besten Systeme und Gesetze taugen nichts, wenn wir Menschen nicht bereits sind, in friedlicher und freundlicher Koexistenz zusammen zu leben. Und wenn wir es tun, dann meistens nur dort, wo wir es uns leisten können. Korrupte Politiker, verantwortungslose Banker, kaltherzige Wirtschaftsbosse kommen nicht aus dem Nichts, sondern sie rekrutieren aus unserer Mitte. Natürlich nicht alle (gott-sei-dank gibt es lobenswerte Ausnahmen), aber viele von uns werden korrupt, verantwortungslos und kaltherzig, wenn wir – zufällig oder mit Absicht – in eine Machtposition kommen. Viele Menschen, die in eine politische oder wirtschaftliche Machtposition kommen, haben vorher lobenswerte Ideale, die dann aber beim Betreten des „Machtraums“ plötzlich im Nirvana verschwinden. Ich glaube nicht, dass diese Menschen zuvor nur vorgetäuscht haben, lobenswerte Ideale zu haben. Irgendwie „mutieren“ wir, wenn sich plötzlich Möglichkeiten auftun, von denen wir zuvor nur geträumt haben. Vielleicht sind die Grünen ein gutes Beispiel: In den 80er Jahren noch voll von guten Idealen und dem echten Bestreben, ehrliche Politik zumachen. Heute unterscheiden sie sich kaum noch von den etablierten Parteien.

        Das meine ich vielleicht, wenn ich manchmal Bescheidenheit auf diesem Blog vermisse: Dass wir oft vergessen, oder manchmal nicht wissen wollen (ich also auch), dass Korruption, Verantwortungslosigkeit und Kaltherzigkeit TYPISCH MENSCHLICHE Charaktereigenschaften sind, denn wir sind nicht versehentlich so. (Warum wir so sind, ist eine andere Diskussion.) Wir kümmern uns in erster Linie halt nur um uns selbst und um die, die uns lieb und teuer sind. Das Wohl fremder Menschen interessiert uns erst dann, wenn wir davon profitieren oder wenn wir es uns leisten können. Wie ich schon sagte: Das kann man natürlich nicht von ALLEN Menschen behaupten, aber leider von vielen. Und da so viele Menschen (immer noch) so übel drauf sind, sollte man nicht pauschal zwischen DENEN (den „bösen“ Menschen) und UNS (den „guten“ Menschen) unterscheiden. Das geschieht hier nämlich manchmal. Wir haben lediglich das Glück gehabt (aus welchem Grund auch immer) NICHT so übel drauf zu kommen. Dieses Glück hat uns privilegiert und diese Privileg sollte uns bescheiden machen, denn wir hätten genauso gut auch Arschlöscher werden können.

        Das mit den Samen sehe ich natürlich auch so, nur sehe ich keine Garantie, dass diese Samen auch aufgehen. Ich wünsche und hoffe es natürlich. Es kommt darauf an, wie die Menschheit sich in den nächsten Jahrzehnten entwickelt. Das wiederum hängt von uns selbst ab, also davon, ob wir uns WIRKLICH weiter entwickeln wollen. Dass wir das wollen, ist nicht selbstverständlich.

        Du schreibst:
        Menschen leben in einem System, in einer Ordnung, die das Aufgehen oder Nicht-Aufgehen regelt. Diese Ordnung bedient sich auch eines Mittels, das wir Zufall nennen.“

        Das Zufallsprinzip würde ich, soweit es die menschlich Evolution betrifft, ausschließen. In der Tier- und Pflanzenwelt geschieht die Evolution nach wie vor zufällig. In der Menschenwelt jedoch nicht mehr. WIR sind jetzt verantwortlich für unsere Entwicklung, dafür, wie es weiter geht. Wenn es schief gehen sollte (die Menschheit sich also z.B. selbst vernichten sollte), dann sind WIR dafür verantwortlich und nicht der Zufall, die Evolution. Das ist vielleicht der entscheidende Unterschied.

        Du schreibst:
        „Was von Menschen verlangt wird, erfüllen sie. “

        Wenn etwas verlangt wird, dann ist auch etwas oder jemand da, was oder der verlangt. Was oder wer sollte das sein? Bisher beuten die Menschen sich wechselseitig aus, schlagen sich wechselseitig tot usw. Ich glaube nicht, dass das von uns Menschen verlangt wird. Wir tun es freiwillig.

        „Sie leben im Rahmen dessen, was Leben bietet“
        Mehr als Ausbeutung, Gewalt, Lug und Betrug hat das Leben nicht zu bieten? Denn das tun wir ja überwiegend. (Abgesehen von den wenigen Nischen der Freundlichkeit, die man hier und da mal findet.)

        „Einerseits, was im Außen angeboten wird, andererseits, was im Innen für Vorstellungen herrschen. Beide Bedingungen entziehen sich (weitestgehend) der Kontrolle des Menschen“

        Ich weiß nicht – der Mensch ist (wahrscheinlich) das einzige Lebewesen, das die Bedingungen (zumindest heutzutage) seiner Existenz weitestgehend selbst bestimmen kann. Es liegt nur an uns. Meistens ist es nur Bequemlichkeit und Gewohnheitsdenken, wenn wir unser „Versagen“ auf die schlechten Bedingungen zurück führen. Nach dem Motto: Wir würden ja gern, aber die Umstände lassen es nicht zu. Das ist nur eine Ausrede.

        Ich behaupte nicht, dass der Mensch schlecht ist, ganz im Gegenteil. Es gibt Menschen die gut sind, einen freundlichen und friedlichen Charakter haben. Und wenn einzelne Menschen so sein können, dann können auch alle Menschen so sein. Wie ich schon schrieb, ich bin sehr optimistisch. Doch ich glaube nicht, dass dieser viel zitierte evolutionäre Quantensprung im Bewusstsein der Menschheit „automatisch“ erfolgen wird. Er wird wohl eine bewusste Anstrengung sein, die uns noch sehr viel Schmerzen bereiten wird.

        War noch was? – Hört sich geringschätzig an, oder täusche ich mich?

        Liebe Grüße
        Michael

        • Juni 13, 2013 um 8:18 am

          Vielen Dank für Deinen Beitrag auf Wolfgangs Gedanken.

          Doch ich glaube nicht, dass dieser viel zitierte evolutionäre Quantensprung im Bewusstsein der Menschheit „automatisch“ erfolgen wird. Er wird wohl eine bewusste Anstrengung sein, die uns noch sehr viel Schmerzen bereiten wird.

          Es braucht den aktuellen Stress der Krisen, um diesen nächsten Bewusstseinssprung zu machen. Fortentwicklung erfolgt, so scheint es, immer aufgrund von Dingen, die es uns unbequem machen. Meine Tochter Wiebke schrieb mal über das Thema Resilienz. Menschen, die in jungen Jahren Höhen und Tiefen erleben durften, haut es später nicht so leicht aus den Socken. Denn sie haben erfahren, dass nach einem Tief auch wieder eine Höhe kommt und dass beides zum Leben gehört. Und nach jedem durchlebten Tief werden wir ein Stückchen stärker. Dieses Prinzip des Lebens nennt Nassim Nicholas Taleb Antrifragilität. Und sollten wir uns nicht auslöschen, dann sollten wir Menschen erkannt haben, dass das Kooperationsprinzip auch eine hohe Entwicklungsstufe bedeutet, denn sonst würde eine Zelle nicht funktioneren, genauso wenig wie unser Körper.

          Ich nehmen war, dass der überwiegende Teil der Menschen ein friedlich Dasein fristen möchte. Und dass es eine Gruppe von Menschen gibt, die eben den Krieg wollen, weil sie dadurch für sich ein Vorteil erlangen können. Der hier spricht von der Mafia, die inzwischen auch unsere Volksvertreter in der Hand hat:

          Warum diese Menschen keine Skrupel haben, das zu tun, was sie tun, mag daran liegen, dass sie als Kind gebrochen werden und so zu Psychopathen werden, sie von ihrem Selbst getrennt sind.

          Und ja, es ist zu beoabachten, dass wer über andere plötzlich herrschen darf, nach und nach korrumpiert wird. Was sagt uns das: es ist systematisch. Wenn wir in einer Welt lebten, in der alle auf Augenhöhe miteinander umgingen, dürfte das nicht passieren. Die Frage ist, ob es schon mal so gewesen sein könnten. Die Anhänger der Saharasia-Theorie gehen davon aus, die Anhänger Annunaki-Theorie wohl eher nicht.

          VG Martin

  3. federleichtes
    Juni 13, 2013 um 2:33 am

    „War noch was? – Hört sich geringschätzig an, oder täusche ich mich?“

    Ja, Du täuscht Dich,lieber Michael. Ist meine Floskel, die kommt, wenn ich mal argumentativ mit mir zufrieden war. Sozusagen eine Art jugendlicher Übermut – keinesfalls persönlich gemeint.

    Wir beide haben grundsätzlich verschiedene Vorstellungen davon, wie Leben konfiguriert ist.
    Du sagtst, die Menschen haben ihre Existenz in der Hand; sie haben die Fähigkeiten und damit die Verantwortung für das sich weiter verschärfende Ungeheuer-liche, was hier auf dem Planeten seit Jahrtausenden abläuft.
    Ich sage, der Mensch ist mit feindseligen Informationen infiziert worden, um das Ungeheuer-liche auf der Bühne des Lebens darzustellen. Er hat weder Verantwortung, noch Schuld – weil keinen Freien Willen: Er ist informativ-reaktiv disponiert.

    Du glaubst an einen Wandel durch Menschengeist – ich glaube an eine Höhere Ordnung/Intelligenz/einen Schöpfungsplan/Gesamt-Bewusstsein (nur für Guido).

    Du glaubst, die Welt sei vom Menschen in Unordnung gebracht worden – ich glaube, dem Menschen ist die Aufgabe aufgehalst worden, eine alte Unordnung zu restimullieren. Das ist für mich die Ordnung, und insofern ist die Entwicklung für mich auch in Ordnung. Ich hadere nicht mit mir und Anderen, ich beschuldige nicht, ich ziehe niemanden zur Rechenschaft – und bin gesund und munter: Ein feines Leben ist das, gell.

    Der zivilisierte Mensch ist das einzige Lebewesen – wahrscheinlich im gesamten Universum -, das nichts versteht und Alles macht. Er ist vom „Teufel“ besessen, handelt unter dem höchsten Gebot, das NACH ihm die Sintflut kommen wird, schlägt seine Kinder, damit es denen mal besser geht, und hält sich für gebildet.

    Wäre mir wünschenswert, wenn Mensch, statt mit feindseligen Informationen mit dem neuen Bewusstsein ausgestattet ist, darüber lachen kann. Vielleicht gibt es dann einen Wettbewerb, wer der Dämmlichste in der bunten Schar der Gescheitesten war. Und ich werde sicher mitmachen.

    Ja, liebe Grüße auch an Dich.
    Bin gespannt, ob sich aus unseren sehr unterschiedlichen Vorstellungen, was Leben ist, ein weiteres Gespräch entwickelt.

    Wolfgang

    • Juni 13, 2013 um 7:06 am

      Prima, dass ich den Satz „War noch was?“ nur falsch interpretiert habe. Das liegt wohl an meiner diagnostizieren „schizoiden Persönlichkeitsstörung“, die erklärt warum ich oft misstrauisch reagiere, wenn ich irgendetwas nicht richtig einordnen kann. Aber ich war mir ja auch nicht sicher.

      Gerne diskutiere ich über das Thema „Leben“ oder „das destruktive Verhalten der Menschen“ noch weiter.

      Ich verstehe dich so, dass du meinst, dass wir Menschen von irgendwelchen Mächten manipuliert werden, die uns dazu bringen, uns gegenseitig zu bekämpfen, auszubeuten, zu betrügen und vieles mehr. Möglich ist das natürlich schon, da es erstens faktisch nicht möglich ist, das Gegenteil zu beweisen und zweitens: wer weiß schon was es alles gibt?

      Ich frage mich allerdings dabei:
      Erstens:
      Warum sollte es solche Mächte geben? Was für einen Sinn sollte das machen, wenn sich irgendwo im Universum, oder egal wo auch immer, Lebewesen evolvieren, die Interesse daran haben, andere Lebewesen zu korrumpieren? Haben die denn nichts Besseres zu tun?
      Und zweitens:
      Wer andere Lebewesen korrumpiert und zum Bösen verleitet, kann nicht weit entwickelt sein! Um so etwas tun zu können, ist eine ziemlich niedrige Entwicklungsstufe die Voraussetzungen, ein schwaches Bewusstsein ist nötig. Lebewesen auf einer solch niedrigen Entwicklungsstufe, sind meiner Meinung nach aber „logistisch“ gar nicht in der Lage, eine solche Manipulation-Aktion auf globaler Ebene über Jahrtausende hinweg durchzuführen. Wer andere so umfangreich und fundamental manipuliert, der „manipuliert“ sich selbst erst recht. Das bedeutet, dass sich solche Lebewesen eher selbst vernichten würden, bevor sie ihr Ziel erreichen könnten. Denn Manipulation zum negativen ist destruktiv, und das Destruktive zerstört in erster Linie sich selbst: Es ist nihilistisch, denn böses richtet sich letztendlich auch gegen sich selbst, da es KEINE kreative Energie ist.

      Meine Erklärung für die Destruktivität der Menschen lautet etwa so:
      Erstens:
      Wir Menschen tun das, was wir tun, deshalb, weil wir es tun wollen.
      Zweitens:
      Wenn wir etwas getan haben, von dem wir im Nachhinein wissen, dass es eigentlich nicht gut war, neigen wir dazu, unser Tun zu relativieren, in dem wir sagen: Eigentlich wollte ich das gar nicht tun, ich bin dazu genötigt worden, man hat mich manipuliert, ich stand unter Alkoholeinfluss als ich das tat und ähnliches mehr. Das alles sind Ausreden. Der Grund für diese Ausreden ist: Wir übernehmen ungern die Verantwortung für unser Tun, besonders dann, wenn wir Scheiße gebaut haben. Wir sind Weltmeister darin wenn es darum geht, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Aus diesem Grund gibt es auch so viele Verschwörungstheorien: Wenn Geheimbünde, Juden, Außerirdische, Reptiloiden, Dämone oder, wie ich heute gelesen habe, die Annunaki für unser destruktives Verhalten verantwortlich sind, müssen wir nicht an uns arbeiten, denn wir haben ja nichts falsch gemacht! Wenn man manipuliert wird, ohne davon zu wissen, kann man nicht verantwortlich gemacht werden. Und das wollen wir auf gar keinem Fall: verantwortlich sein.

      Du schreibst, dass ich glaube, dass die Welt von uns Mensch in Unordnung gebracht wurden. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Der Mensch IST die Unordnung selbst! In unserem Inneren herrscht Chaos und nach diesem Inneren gestalten wir unser Äußeres. Das liegt vielleicht daran, weil die Spezies Mensch noch sehr jung ist. Wenn es stimmt, dass wir uns aus dem Tier heraus entwickelt haben (Und nach allem, was wir bisher wissen, ist es auch so), dann haben wir noch viel Tierhaftes an und in uns. Wir haben noch nicht genügend Mitgefühl für andere Lebewesen. Das haben wir noch mit den Tieren gemeinsam. Auch Tiere zerstören manchmal die Grundlage ihrer Existenz – genau wie wir.

      Auch ich werfe der Menschheit nichts vor (sie weiß es ja nicht besser, wie ein Kind, dass nicht weiß was es tut), da hast du mich falsch verstanden. Aber ich nehme die Menschheit nicht aus der Verantwortung. Irgendwann MUSS die Menschheit erwachsen werden, und dazu gehört auch, dass sie die Verantwortung für ihr eigene Tun übernimmt. Hoffentlich geschieht das noch in diesem Jahrtausend. Das wäre prima.

      Liebe Grüße
      Michael

      PS: hast du gemerkt: Diese Kommentar beginnt mit den Wort „Prima“ und endet auch damit. Prima!

      • Juni 13, 2013 um 8:24 am

        Wenn Geheimbünde, Juden, Außerirdische, Reptiloiden, Dämone oder, wie ich heute gelesen habe, die Annunaki für unser destruktives Verhalten verantwortlich sind, müssen wir nicht an uns arbeiten, denn wir haben ja nichts falsch gemacht! Wenn man manipuliert wird, ohne davon zu wissen, kann man nicht verantwortlich gemacht werden. Und das wollen wir auf gar keinem Fall: verantwortlich sein.

        Ja, das mit der Verantwortung abgeben ist vermutlich der wichtige Punkt. Das lerne wir als Kind, Schüler und später in der Firma und als Staatsangehöriger. Wir sind es gewohnt, unsere Verantwortung abzutreten und da magst Du mit der Einschätzung, dass diese Theorien ebenfalls passende Gedankenviren sind, auch Recht haben.

        Und ich gehe davon aus, dass es eine gewisse Bewusstheit benötigt, sich aus diesen Weltbildern und Handlungsmustern zu befreien. Schau mal Spiral Dynamics oder hier:
        Wissenschaft und Bewusstseinsstrukturen: archaisch, magisch, mythisch, mental und integral

        Viele Grüße
        Martin

      • federleichtes
        Juni 13, 2013 um 2:12 pm

        Wer hat Dir diese Diagnose
        „schizoide Persönlichkeitsstörung“,
        umgehängt?
        Du hast richtig wahrgenommen – UND das Unbekannte aufgeklärt. Geht’s noch besser?

        Ein Phänomen von Herrschaft, das Richtige falsch zu machen? Denke gerade an Martins „Verkehrte Welt“.
        In die passt sehr genau Deine Argumentation, das Destruktive zerstört sich selber bzw. müsste sich längst selber zerstört haben.
        Das ist aber nicht der Fall gewesen – im Gegenteil, das, was ich das Böse nenne, generiert weitere Macht.
        Aber, die gewachsene Macht reichte nicht aus, die konstruktiven Kräfte des Lebens in die Knie zu zwingen, zu obsiegen. Ich vermute als Grund das Gesetz des geistigen (Macht-)Gleichgewichts. Verbunden mit dem Phänomen, das die Produkte des destruktiven Geistes fragil WERDEN – aus sich selbst heraus und unter dem Druck der konstruktiven Kräfte.
        Das Wesen von Leben verstehe ich als Unterdrückung und Befreiung.
        Wir erleben dieses Muster, im Außen in der Gesellschaft und den Völkern, im Innen auf der informativen (z.B. Verdrängung) und der energetischen Ebene (z.B. Blockaden).

        Ob es Mächte im Außen gibt, war bislang nicht (so sehr) mein Thema. Mich interessieren die Informationen IM Menschen, und zwar besonders die, die er durch die Zeiten bewegt, die ihn verursachen und handeln lassen, aber auch die Methoden, wie das Handeln und die destruktiven Informationen verändert werden können.

        Es gibt diese destruktive Informationsebene, als Unbewusstes, auch Schattenseite genannt. Und es gibt destruktive Mächte in menschlicher Gestalt. Eine Frage wert ist: Woher kommt diese Macht, bzw. wie entstand sie. Schauen wir auf den Kosmos, seine Entstehung und seine Dynamik, lässt sich über die Vergangenheit einiges schlussfolgern. Und auch über die Zukunft.

        Du sagst, das Böse sei keine kreative Kraft. Vielleicht wird das Wesen von Kraft klarer, wenn wir annehmen, sie können produktiv und destruktiv sein – und dann können beide Kräfte sehr wohl kreativ sein. Ich halte das „Böse“ für außerordentlich kreativ – wie sonst hätte es sich über die Zeiten retten können. Schauen wir auf das Finanz- und Wirtschaftsgebahren, dürfte diese sehr besondere Kreativität klar sein.

        Du gehst von einem menschlichen Freien Willen aus. Das wäre richtig, wenn der Mensch Macht über Energie und Information hätte – eine Macht, die ich Bewusstsein nenne. Und nun könnte klarer sein, warum Mensch nicht über Macht und Freien Willen verfügt. Weil er weder die Informationen in seinem Unbewussten kennt, noch sich von der Angst befreien kann, die eine informativ-befreite, neutrale Energie blockiert.

        So sage ich mal locker: Der Mensch hat etwas, was er als seinen Willen interpretiert, aber er weiß nichts darüber, was ihn glauben lässt, das wäre sein eigener Wille.

        Aus allem von mir Gedachten folgt:
        Der Mensch ist archaisch informiert und über die Angst energetisch disponiert. So konfiguriert nimmt er teil an einer Entwicklung, die sich in seinem Inneren vollzieht und ihm im Außen sowohl in bestimmte Bedingungen (Eigentum, Recht, kulturelle Selbstverständnisse) zwingt, als auch ihm bestimmte RE-Aktionen abverlangt. Ein MUSS steht über dem Menschen, ein unbedingtes und ein bedingtes Muss – und nur letzteres erlaubt, dem Menschen den Begriff bzw. das Wesen der Freiheit zuzuordnen.

        Was „Gut und Böse“ ist? In einem notwendigen Prozess sollte das für einen Menschen keine Frage sein. Reicht es nicht, wenn er sich fragen KANN: Was ist für mich gut oder schlecht?
        Aber selbst das kann er nicht, bzw. nicht mit Macht über sein Wohl entscheiden. Einerseits ist also Macht die Voraussetzung für Verantwortung, andererseits das Prinzip der Verursachung. Mensch hat aber weder Macht, noch kann er als Verursacher seiner Selbst und der Welt gelten.

        Daraus folgt für mich: Ich nehme den Menschen nicht in die Verantwortung – und befreie ihn damit von der Schuld. Erst unter der richtigen/gerechten Bedingung Schuldlosigkeit kommt er überhaupt in die Lage, sein Bestes auch wollen-zu-können.

        Danke für Deine ausführliche Antwort.

        Wolfgang

        • Juni 14, 2013 um 11:07 am

          Hallo Wolfgang

          Ich bin eigentlich ziemlich froh über die Diagnose „schizoide Persönlichkeitsstörung“. Früher habe ich mich jahrzehntelang gefragt, was mit mir los ist und habe unter meiner Isoliertheit ziemlich gelitten. Ich dachte es liegt an mir. Wenn man nicht weiß, warum man anders ist als alle anderen, dann macht einen das schon ganz schön fertig. Dank dieser Diagnose weiß ich jetzt, dass ich nicht deshalb kein Sozialleben habe, weil ich vielleicht zu blöd oder einfach nur unwillig dazu bin, sondern ich weiß jetzt, dass ich einfach nur anders ticke als die meisten Menschen. Das macht meine Situation zwar nicht einfacher, aber ich weiß jetzt, dass ich nicht verrückt bin. Und dieses Wissen entspannt. Seit dieser Diagnose geht es mir sehr viel besser.
          Aber deine Reaktion ist typisch: Mehr oder weniger alle Leute zucken zurück, wenn sie „schizoide Persönlichkeitsstörung“ hören. Wahrscheinlich assoziieren die Leute so etwas ähnliches wie Schizophrenie oder Schwachsinnig damit. Wenn du mehr wissen willst: Schau mal bei Wikipedia nach. Gute Infos dazu gibt es auch auf http://www.schizoide-persönlichkeitsstörung.de von Detlef Bonnemann.

          Aber nun zu deinem Text:
          Du schreibst, dass das Destruktive sich doch nicht selbst zerstört. Dazu sage ich: Abwarten! Das Universum, die Existenz, das Leben ist ja noch ziemlich jung. Und ganz besonders die Menschheit. Sollte die Menschheit sich in den nächsten Jahrzehnten oder Jahrhunderten nicht selbst zerstören (was ich eigentlich nicht glauben kann), kann ich mir gut vorstellen, dass wir auch das Phänomen „Böse“ in den Griff kriegen und dass das Böse irgendwann einmal ausstirbt oder wir es aushungern. Auch wenn es vielleicht noch tausende Jahre dauern wird. Ich sehe es so ähnlich wie in der Mathematik: Plus mal Plus ergibt Plus. Minus mal Minus ergibt aber ebenfalls plus! Irgendwann wird das Negative sich selbst negieren. Denn mehr kann das Negative nicht: Negieren!
          Für mich ist das Böse kein eigenständiges Prinzip, auch keine Energie oder Macht, sondern nur vom Menschen gelebte Dummheit, Unbewusstheit und Infantilität. Und da die Menschheit sich ständig weiter entwickelt (zumindest glaube ich das zu beobachten), wird die Menschheit logischer Weise irgendwann einmal ihre infantile Phase abschießen.

          Ich glaube nicht, dass es im Universum darum geht, dass die beiden Prinzipien „Böse“ und „Gut“ einen Kampf miteinander ausfechten, sondern dass lediglich ein Bewusstwerdungsprozess am laufen ist. Je weiter die Entwicklung dieses Prozesses voranschreitet, desto mehr nimmt das Bewusstsein zu. Am Anfang des Universums, also direkt nach dem Urknall gab es null Prozent Bewusstheit und 100 Prozent Unbewusstheit. Am Ende des Universums (also wenn die Entwicklung des Universums einmal abgeschlossen sein sollte, in 100, 1000 oder 10000 Milliarden Jahren, wenn überhaupt) wird es umgekehrt sein: 100 Bewusstheit, null Prozent Unbewusstheit.

          Also: Böse ist für mich nur ein Ausdruck von Unbewusstheit, und die Entwicklung geht immer von unbewusst in Richtig bewusst, von Unkenntnis in richtig Kenntnis. Bevor gewusst wird, wird nicht gewusst.
          Destruktivität oder Unbewusstheit definiert sich nicht als irgendeine Energie- oder Machtform, sondern als die ABWESENHEIT von Bewusstsein. Zum Beispiel ist Kälte keine eigene Energieform, sondern nur die Abwesenheit von Wärme. Man kann Wärme erzeugen, Kälte aber nicht, sondern die Wärme nur entfernen, die Molekularschwingung reduzieren. Zurück bleibt Kälte. Kälte kann man nicht erzeugen, indem man irgendetwas hinzufügt. Oder Dunkelheit ist auch keine eigener Energieform, sondern nur die Abwesenheit von Licht. Man kann Dunkelheit nicht erzeugen (indem man irgendwas hinzufügt), sondern Dunkelheit entsteht – BLEIBT ZURÜCK! – , wenn das Licht entfernt wird. Und so ist es auch mit dem Bösen: Entfernt man das Gute (Ordnung) bleibt Böses (Chaos) zurück. Wie Erich Kästner es so genial gesagt hat: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Also: Ordnung entsteht nicht von selbst, sondern ist eine bewusste Anstrengung, die obendrein noch ständig aufrecht erhalten, also erneuert werden muss. Das heißt, dass nicht alles, was für uns als polares Paar erscheint, automatisch auch aus gleichberechtigten Polen besteht.

          Du schreibst, dass ich von einem freien menschlichen Willen ausgehe. Direkt geschrieben habe ich das nicht, vielleicht hattest du ja aber die Assoziation, dass ich das denke. Zum Thema Freier Wille oder dem Gegenteil, dem Determinismus, habe ich jedoch keine eindeutige Meinung. Es ist ja noch nicht einmal geklärt, was „Wille“ überhaupt ist. Ebenfalls weiß man noch nicht was „Geist“ und „Bewusstsein“ sind. BIN ich ein Bewusstsein? Oder HABE ich ein Bewusstsein? HABE ich einen Willen? Oder BIN ich Wille?
          Ich weiß ja noch nicht einmal, ob es MICH gibt, bzw., WENN es mich gibt, WAS ich bin!
          Das sind Fragen, die soweit ich weiß, noch niemand beantworten konnte. Behaupten tun das natürlich hier und da irgendwelche Leute oder Philosophen, doch werden bei diesen Antworten (wenn sie überhaupt was taugen) stets neue Fragen aufgeworfen, die wieder zu weiteren Fragen führen usw. usw. Ich halte mich jedenfalls beim Thema Wille-Geist-Bewusstsein zurück.

          Du schreibst:
          „Aus allem von mir Gedachten folgt:
          Der Mensch ist archaisch informiert und über die Angst energetisch disponiert. So konfiguriert nimmt er teil an einer Entwicklung, die sich in seinem Inneren vollzieht und ihm im Außen sowohl in bestimmte Bedingungen (Eigentum, Recht, kulturelle Selbstverständnisse) zwingt, als auch ihm bestimmte RE-Aktionen abverlangt. Ein MUSS steht über dem Menschen, ein unbedingtes und ein bedingtes Muss – und nur letzteres erlaubt, dem Menschen den Begriff bzw. das Wesen der Freiheit zuzuordnen.“

          Das empfinde ich auch so (wenn ich es richtig verstanden habe), würde diese Aussage jedoch verkürzen: Der heutige Mensch, mit allem seinem Handel, Denken und Bedeutungen, ist das Ergebnis seiner kompletten Entwicklungsgeschichte.

          Du schreibst:
          „Einerseits ist also Macht die Voraussetzung für Verantwortung, andererseits das Prinzip der Verursachung. Mensch hat aber weder Macht, noch kann er als Verursacher seiner Selbst und der Welt gelten.“

          Begründe den letzten Satz bitte genauer: Warum hat der Mensch keine Macht? Warum kann er nicht als Verursacher seiner Selbst und der Welt gelten?
          Aus philosophischer Sicht können wir natürlich nicht sicher sein, dass wir beim Handeln und Denken autonome Entscheidungen treffen. Deswegen könnte unser Denken und Handeln auch fremdbestimmt sein. So verstehe ich jedenfalls deine Aussage.

          Okay, das reicht erstmal für heute.

          Chaotische Grüße
          Michael

  4. federleichtes
    Juni 14, 2013 um 12:35 pm

    @ Michael

    „Ich bin eigentlich ziemlich froh über die Diagnose „schizoide Persönlichkeitsstörung“.“

    Als Jugendlicher baute ich mir ein altes Kanu wieder auf, als bürgerlicher Erfolgsmensch segelte ich – aber ich würde mich auch an einem ollen Balken festklammern, wenn in der Not nichts Besseres greifbar ist.

    Psychiatrische Diagnosen entwickelten sich hin zum absoluten Maß der Beliebigkeit*. Wer diese Diagnosen braucht, bitte sehr.
    Ich bin der Meinung, man sollte menschliches Verhalten beschreiben können, ohne es als abnormal und den Menschen damit als krank abzustempeln.
    Wenn überhaupt, halte ich diese Verfahrensweise für – denk‘ Dir was aus.
    Bei mir begrünten diese selbsternannten Experten die Sahara.

    Thematisch komme ich am Abend.

    Gruß
    Wolfgang

    * Wer in einer schizophrenen Welt nicht schizoid ist, ist auch krank.

    • Juni 14, 2013 um 1:42 pm

      Tja, genau das meinte ich, als ich schrieb:
      Mehr oder weniger alle Leute zucken zurück, wenn sie „schizoide Persönlichkeitsstörung“ hören.
      SP ist weder abnormal noch eine Krankheit. Krankheiten können geheilt oder behandelt werden. SP nicht. Es ist keine Krankheit, aber man wird als krank abgestempelt, einfach nur aus Unwissenheit und Verlegenheit. VOR der Diagnose habe ich mich beinahe als abartig gefühlt. Nach der Diagnose nicht mehr. Es ist eine Andersartigkeit, sonst gar nicht. Genauso wenig, wie zum Beispiel Homosexualität weder abnormal noch krank ist. Einfach nur anders.

      Gruss
      Michael

      • Juni 14, 2013 um 11:37 pm

        Aus selbigem Grund gibt es auch gar keine Mutationen von Genen, da keinerlei normales Genom vorliegen kann. Der Wunsch nach Normalität, sprich Abwesenheit von Veränderung, ist einzig menschgedacht. Immer wieder liest man von Genmutationen, die für Krankheiten verantwortlich sein sollen bzw. die Wahrscheinlichkeit für Krankheiten erhöhen, wenn andere Faktoren hinzukommen. Vielmehr ist es so, dass jegliche Veränderung im Genom einen Ursprung hat und die Ausprägung von Symptomen, die wir als Abweichung von der Normalität ansehen … und damit als Krankheit bezeichnen … Teil des Weges ist, den das Genom gehen MUSS, um den Auslöser der Veränderung in die Gesamtdynmik integrieren zu können, erst recht, wenn die Veränderung mehrfach auftaucht und über längere Zeiträume wiederkehrt. Das Erscheinen von Krankheiten ist der Weg des Lebens, um eine Lösung für die Reaktion des Genoms auf Veränderungen überhaupt erst zu ermöglichen. Der Weg ist somit das Ziel, während es nicht das Ziel des Lebens sein kann, dass alle Lebensformen frei von Krankheiten sind.
        Oder anders ausgedrückt: Die gesamte Spannbreite der modernen Gentherapien sind aus Sicht des GANZEN, auf lange ZEIT, zum Scheitern verurteilt, und erfüllen aus der Sicht des GANZEN eine ganz andere Rolle, als die, die wir Menschen in sie hineininterpretieren. Für einen Einzelnen mag eine Gentherapie durchaus ein Segen sein, für die Menschheit als Ganzes jedoch bedeutet es eine Schwächung.

        Gruß Guido

  5. federleichtes
    Juni 14, 2013 um 9:46 pm

    Du sagst:
    „Du schreibst, dass das Destruktive sich doch nicht selbst zerstört.“

    Ich aber sagte:
    „Verbunden mit dem Phänomen, das die Produkte des destruktiven Geistes fragil WERDEN – aus sich selbst heraus und unter dem Druck der konstruktiven Kräfte.“

    Du schriebst:
    „Du schreibst, dass ich von einem freien menschlichen Willen ausgehe …“

    Du schriebst:
    „Aber ich nehme die Menschheit nicht aus der Verantwortung.“

    Wer Menschen in die Verantwortung nimmt (oder sie nicht heraus lässt), unterstellt ihnen einen Freien Willen. wie sonst soll sich Verantwortung begründen.

    Was Deine „Diagnose“ betrifft, wollte ich zum Ausdruck bringen, dass ich psychiatrischen Diagnosen ablehnend gegenüberstehe.
    Du interpretierst das mit:
    „Aber deine Reaktion ist typisch: Mehr oder weniger alle Leute zucken zurück, wenn sie „schizoide Persönlichkeitsstörung“ hören.“

    Ich schrieb:
    „„Einerseits ist also Macht die Voraussetzung für Verantwortung, andererseits das Prinzip der Verursachung. Mensch hat aber weder Macht, noch kann er als Verursacher seiner Selbst und der Welt gelten.“

    Du möchtest eine genaue Begründung.

    Du schriebst:
    „… wird die Menschheit logischer Weise irgendwann einmal ihre infantile Phase abschießen.“

    Du schriebst:
    „BIN ich ein Bewusstsein? Oder HABE ich ein Bewusstsein? HABE ich einen Willen? Oder BIN ich Wille?“

    Du schriebst:
    „Am Ende des Universums (also wenn die Entwicklung des Universums einmal abgeschlossen sein sollte, in 100, 1000 oder 10000 Milliarden Jahren, wenn überhaupt) wird es umgekehrt sein: 100 Bewusstheit, null Prozent Unbewusstheit.“

    Aus Allem folgt mir:
    Der Mensch ist nicht Herr über seine Entscheidungen. Er weiß nicht was er tut, warum er es tut und welche Folgen sein Tun haben werden – und selbst wenn er (einige) Folgen kennt, handelt er, als gäbe es keine Folgen.
    Menschen sind geistig behindert, sie sind des-informiert und handeln triebhaft, egoistisch, gleichgültig, aggressiv, quälerisch – die Adjektive summieren sich. Ich las mal, es gäbe noch gar keine Menschen; sie würden sich erst entwickeln müssen.
    Nun denn.
    Während Andere sich mit der Verantwortung tot schlagen, füttere ich die Vögel. Jedem das Seine.

    Dir einen guten, panikfreien Abend.

    Wolfgang

    Kleinstmöglicher Nachtrag
    Susanne fotografierte am Abend ein Kind der Buntspechte.

  6. Juli 25, 2014 um 10:17 am

    Du sprichst mir mit deinem BEITRAG aus der SEELE….DANKE

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