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KenFM am Set: Klagemauer, Köln. Mit Walter Herrmann und Klaus Franke

Aufgrund unserer eigenen Geschichte würde ich erwarten, dass wir uns für Menschen einsetzen, denen ebenfalls Verfolgung widerfährt. Dass aber ausgerechnet jenes Land, in das viele Menschen, die hier im Dritten Reich gelitten haben, eingewandert sind, in ähnlicher Weise Menschen in Palästina verfolgt, ist schwer zu verstehen. Unsere Regierung empört sich nicht wirklich und ist nicht aktiv. Dafür aber Zwei in Köln, mit denen Ken Jebsen gesprochen hat. Und so möchte ich einen weiteren Artikel, der auf Kritisches Netzwerk veröffentlicht wurden, mit Erlaubnis von Helmut Schnug hier bringen, und mag er mehr Menschen motivieren nicht wegzuschauen sondern sich für Menschen zu engagieren, aber lest selbst:

Das Projekt Open-Air-Ausstellung “Kölner Klagemauer” von Ken Jebsen / KenFM

Wer Köln besucht, sieht sich den Kölner Dom an. Hier, auf der sogenannten Domplatte, findet man seit 1991 aber auch die beiden Menschenrechtsaktivisten Walter Herrmann und Klaus Franke, die hier mit der Kölner Klagemauer auf die unterschiedlichsten Unrechtssituationen aufmerksam machen.

Das reicht von der Situation Obdachloser in Köln, bis zum Status Quo in den besetzten Gebieten Palästinas. Während man z.B. für Wohnungslose ohne Probleme seine Solidarität bekennen kann, bekommt man, wenn man sich für Palästinenser einsetzt, auch in Köln sehr schnell Probleme. Immer wieder mussten sich Franke und Herrmann den Vorwurf des Antisemitismus gefallen lassen. Dennoch blieben die Aktivisten standhaft und machen bis heute auf die unmenschliche Situation der Palästinenser in den besetzten Gebieten und in den Flüchtlingslagern aufmerksam.

Walter Herrmann (li), Klagemauer-Initiator und Träger des Aachener Friedenspreises aus Köln

Reuven Moskovitz (re), Träger des Aachener Friedenspreises aus Jerusalem

Foto: © Arbeiterfotografie Kölnklick

Ihre Open-Air-Ausstellung “Kölner Klagemauer” wurde inzwischen von Millionen Menschen besucht und für gut befunden. So sammelten die beiden Rentner bisher rund 200.000 Solidaritätsunterschriften. Zu den bekanntesten Besuchern zählen sowohl der 2012 verstorbene Holocaust-Überlebende und Menschenrechtsaktivist Stéphane Hessel, sowie Evelyn Hecht-Galinski. Das Über-Lebensmotto ihres Vaters Heinz Galinski sollte uns allen ein Ideal sein, das wir zumindest versuchen sollten, umzusetzen:

Ich habe Auschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen.

KenFM empfiehlt, sich bei einem Besuch Kölns nicht nur den Dom, sondern eben auch die davor aufgebaute Klagemauer anzusehen und dabei ganz bewusst auch das Gespräch mit den Machern zu suchen.

Während andere Männer in diesem Alter ihren Lebensabend genießen, stehen Walter Herrmann und Klaus Franke seit über 20 Jahren bei nahezu jedem Wetter auf der Domplatte, um ehrenamtlich auf die Situation von entrechteten Menschen aufmerksam zu machen. Im Fokus steht dabei seit Jahren das Leid der Palästinenser.

Aktivist ist, wer aktiv ist.

Die Kölner Klagemauer hat nun eine eigene URL:  http://koelner-klagemauer.de/

Information über das Projekt „Kölner Klagemauer“  bei Wikipediaweiter

Kölner Klagemauer für Frieden und Menschenrechte  /  OB Roters gegen freie Diskussion
Walter Herrmann in NRhZ-Flyer Nr. 402 vom 17.04.2013 – weiter

Kölner Klagemauer für Frieden und Menschenrechte  /  Die Stadt und ein gefährlicher Zionist
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann in Online-Flyer Nr. 403 vom 24.04.2013 – weiter

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