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Ich schäme mich also bin Ich

Wolfram Kölling

Wolfram Kölling

Ich wundere mich nicht, daß die Menschen böse sind,
aber ich wundere mich häufig, daß sie sich nicht schämen.
Jonathan Swift

Über die mit Marietta Weiser (siehe ihren Artikel hier) gegründete Facebook-Gruppe Kooperation statt Konkurrenz habe ich von den nachdenkenswerten Aspekten unseres gesellschaftlichen Konzepts der Scham immer wieder etwas von Wolfram Kölling erfahren dürfen. Er hat uns nun einen kurzen Überblicksartikel zur Verfügung gestellt, der den Zusammenhang von Scham, Trauma und Herrschaft aufzeigt. Vielen Dank dafür:

Ich schäme mich also bin Ich

Schamgefühle sind natürliche, menschlich notwendige Gefühle. Als Signalgefühle zeigen sie uns, wenn unser Selbst scheinbar oder tatsächlich angegriffen oder verletzt wird. Gleichzeitig sind  sie aber auch für unser Leben sehr hilfreich, indem sie uns dabei unterstützen, uns in unserer menschlichen Unvollkommenheit anzunehmen und zu achten. Sie sind also ein wesentlicher Teil unserer Selbstliebe.

Allerdings führen heftige Erschütterungen unseres Selbst, unseres Selbst- oder Selbstwertgefühls auch zu extremen Schamgefühlen, die sofern sie in unserer Kindheit und Jugend häufig erlebt werden, starke Schamprägungen bilden. Zu diesen Erschütterungen des Selbst kann es durch die unterschiedlichsten Verletzungen kommen wie Demütigungen, Erniedrigungen, traumatische Erfahrungen, entwürdigendes und respektloses Verhalten, Missachtung und Missbrauch oder Gewalterfahrung und dominantes und beherrschendes Machtverhalten.

Wir sehen also, dass es natürliche Scham und krankmachende Scham gibt. Angemessene Beschämungen können zur Veränderung führen und sind für das Lernen und damit für jede Entwicklung durchaus sinnvoll. Das bedeutet überhaupt keine „Erschütterungen“ in der Sozialisation, also Verwöhnung, Grenzenlosigkeit und absolute Fürsorge oder völlige Unverbindlichkeit und eine Erziehung ohne Werte führen zu vergleichbaren Schamprägungen oft in dem Sinne, dass gar keine Scham gelernt wird. Diese Menschen gelten dann oft als „schamlos“, obwohl auch sie in der Tiefe ihrer Seele in einer bestimmten Art schamempfindlich sind, meist reagieren sie auf Begrenzung oder Kritik sehr empfindlich.

Die Beschämungen sind allerdings grundsätzlich kulturabhängig und können daher von Kultur zu Kultur sehr unterschiedlich sein.

Durch die Sozialisation werden nun die Wunden der Beschämungen scheinbar verarbeitet, um den oft schrecklichen Schmerz nicht mehr wahrzunehmen. Dies geschieht durch Entwicklung unserer Lebensmuster, Charaktereigenschaften, Persönlichkeitsanteile oder der inneren Einstellungen. Wir können dies auch Masken der Scham nennen, denn sie verbergen die Wunden, die sehr schmerzhaft sind und die dazugehörige Scham. Zu diesen Masken der Scham gehören beispielsweise Suchtverhalten, Machtausübung, Arroganz und Überheblichkeit, sowie extreme Leistungsorientierung oder auch besonders starke Funktionstüchtigkeit, kontrollierendes und dominantes Verhalten. Es kann allerdings auch die starke Neigung zu Wut und Konkurrenz sowie Intellektualisierung im Sinne von Besserwisserei und Geltungssucht oder immer Rechthabenmüssen dazugehören.

Als letzte und sehr bedeutsame Maske der Scham möchte ich noch die scheinbare Schamlosigkeit hinzufügen.

Alle diese Muster, die in der Funktion der Masken der Scham auftreten, führen in unserer Gesellschaft nun dazu, dass es immer wieder zu erneuten Beschämungen kommt und grundsätzlich die Scham oft nicht wahrgenommen, geleugnet und tabuisiert wird. Das ist die Kultur der scheinbaren Schamlosigkeit.

Zu mehr Kooperation, Anerkennung und Achtung sowie zu weniger würdeverletzendem Verhalten in der Gesellschaft kann es nur kommen, wenn jeder von uns seine Masken der Scham ablegen kann und die Scham grundsätzlich wieder sein darf und von allen geachtet wird. Aus der krankmachenden Scham kann so langsam eine natürliche Scham werden, die dann als Hüterin der Würde des Menschen, besonders in den Bedürfnissen der Menschen nach Schutz, Zugehörigkeit, Integrität und Anerkennung fungiert, denn da ist sie so notwendig wie die Luft zum Atmen.

Euer Wolfram Kölling

Hier noch ein tiefergehender Vortrag von ihm: „Scham – Schamlosigkeit und ihre Folgen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Gerd Zimmermann
    Oktober 13, 2014 um 11:59 pm

    Ich denke, also bin ich.
    Eine voellig falsche Interpretation von Materie.
    Der Geist denkt, nicht Materie.Geist ist nicht Materie.
    Unser Gehirn kann nicht denken. Unser Unterbewusstsein
    denkt, fuer uns.
    Guido sagte einmal, wenn Gerd vom Gesamtbewusstsein
    spricht, meint er etwas anders, als das was ihr denkt.

    Wahrscheinlich liegt ES daran, dass nur wenige wissen, wie
    Materie entsteht. Unter : Pythagoras Institut, kann ES jeder
    nachlesen.

    Gute Nacht Gerd

  2. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 12:26 am

    Simple das Beispiel, woher wissen Baeume wann sie
    aufhoeren muessen zu wachsen.
    Hat uns Guido auch erklaert. Der Baum hat Bewusstsein,
    entsprungen dem Gesamtbewusstsein allem SEINS.

    Doch allES EINS ???

    • Oktober 14, 2014 um 12:42 am

      @ Gerd

      (Auch) Bäume SIND Bewußtsein.

      Sie sind manifestierte Seins- / Bewußtseins-Kraft im grobstofflichen / materiellen Anteil und
      NICHT-manifestierte Seins- / Bewußtsens-Kraft im nicht-materiellen Anteil.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

      • tulacelinastonebridge
        Oktober 14, 2014 um 10:21 am

        @heureka47

        sehr gut danke, genau das meinte ich mit Sein und sein´st

        aber genau dieses Kommentar von dir, führt zu der Richtigkeit der Aussage……ich denke also bin ich…..das Ego ist geboren und somit bin ich im materiellen Anteil vom nicht-manifestiert Sein, angekommen….ich bin, ich denke, ich schäme mich…….. 🙂 .

        @federleichtes

        man muss sich eigentlich gar nicht zwischen Sein und sein´st entscheiden, man muss sich nur entscheiden eins vom anderen nicht auszuschließen, bzw. beides gleichzeitig in sich wahrzunehmen. 🙂 Vielleicht das eine mal mehr als das andere aber man weiß (nicht, man glaubt) das man beides ist.

  3. Oktober 14, 2014 um 12:36 am

    „Ich schäme mich also bin Ich“:

    Meiner Ansicht nach ist das genauso falsch wie „Ich denke also bin ich“. (R. Descartes).
    Das muß einem eigentlich schon die einfach Logik sagen:
    Denken und sein sind zwei verschiedene Dinge.
    Noch weniger zusammengehörig sind schämen und sein.

    WAHRES Sein – kann man zur Entschuldigung vorbringen – kennt kaum (mehr) ein Mensch der zivilisierten Gesellschaft.

    WAHRES Sein ist Sein auf der höchstmöglichen Bewußtseins- / Seins-Ebene; und das ist die Ebene des WAHRHAFT erwachsenen, reifen, Menschen – nachdem er den Prozeß der Initiation / Ascension erfogreich absolviert hat. Und das soll am Beginn der Pubertät begonnen / getan werden – wovon die zivilisierte Gesellschaft allerdings ENTFREMDET ist. Deswegen konnte Erich Fromm zu Recht sagen, daß die Erwachsenen der modernen (zivilisierten) Gesellschaft nicht erwachsen seien.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang H.

  4. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 12:40 am

    Rupert Sheldrake, Das Gedaechtnis der Natur.
    Das Geheimnis der Entstehung der Formen

    Von Guido empfohlen.

    Aber ich langweile nur.
    Wer will schon wissen was ein Universum ist.
    Geschweige denn wie ES funktioniert.

    Gerd

  5. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 12:50 am

    Wolfgang H.

    manchmal denke ich, sie schlafen so schoen, nur manche haben Alptraeume.
    Irgendwie sprach Guido auch von kosmischer Pubertaet. Meist falsch verstanden.

    LG Gerd

  6. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 12:56 am

    Lieber Wolfgang H.

    wollen wir uns davon schleichen und einen Kurs fuer
    Fortgeschrittene besuchen ?

    Gerd

    • Oktober 14, 2014 um 12:58 am

      Lieber Gerd –

      wir MACHEN doch hier den Kurs für Fortgeschrittene!!

  7. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 9:49 am

    Lieber Wolfgang H.

    Gott allein existiert.

    Alle Verkoerperungen / Formen / Materie sind Kinder Gottes.
    Materie sind in Form gebrachte Gedanken und deshalb Maya.

    Was fuer ein Potential dahintersteht vermag kaum jemand zu
    ahnen, Mensch vermag selbst zu schoepfen in der realen
    Bildersprache.

    Mensch vermag nicht zu sterben. Er tauscht den Koerper
    und meint damit zu sterben, ein Irrglaube.
    Mensch vermag noch nicht zu erkennen das
    Materie eine Illusion ist, die reale Bildersprache.

    Er versteht auch nicht die kuenstliche Gravitation.
    Wenn Materie verkoerperte Gedankenformen sind, kann
    Marerie niemals eine Masse besitzen.
    Aber Albert wird halt geliebt, recht so, muss man
    nicht nachdenken. Nicht einmal was c2 sein soll.

    Das ein Atom nur als (Gedanken)Modell existiert, egal,
    dass ist halt so. Lesen ist denken mit fremden Gehirn.
    Im Fall Einstein ein grosser Fehler.

    LG Gerd

    • Oktober 14, 2014 um 3:45 pm

      Lieber Gerd!

      „Gott allein existiert“:

      „Gott“ ist „das Sein“, also ALLES, was IST:
      Das besagt auch das Wort „Geist“, das m.E. als GE-IST zu verstehen ist, also etwa „Gesamtheit dessen was IST“.

      -.-.-.-.-

      „Alle Verkoerperungen / Formen / Materie sind Kinder Gottes.“:

      Das sehe ich anders!
      „Kinder Gottes“ sind Geist-Seelen (denn Gott ist die All-Seele).
      Menschen sind als SEELEN quasi „Ableger“ oder zunächst „SAMEN“ des Gott-Geistes.
      In der „Szene“ spricht man auch von „Seelen-Samen“, auf englisch „soulseed(s)“.

      Verkörperungen sind KEINE „Kinder“ Gottes, sondern GESCHÖPFE.

      -.-.-.-.-

      „Materie sind in Form gebrachte Gedanken und deshalb Maya.“:

      Ich möchte unterscheiden zwischen „Gedanke“ und SCHÖPFERISCHER „Vorstellung“ (oder „imaginativer Schöpfung“).

      Aus meiner Sicht der Dinge können Gedanken allein noch nichts erschaffen. Dazu braucht es das schöpferische – höhere, feinstoffliche, göttliche – „Bewußtsein“ und die KRAFT, die es ist. Und diese KRAFT besteht aus unzähligen kleinsten Einheiten – die man „Sternen-STAUB“ nennen könnte (ich nenne sie „Quarks“). Aus diesen kleinen „Bausteinchen“ ist DAS erschaffen, was das göttliche Bewußtsein erschafft – qua Vorstellung, Imagination. Gottes Vorstellung ist der „Auftrag“ an die Quarks, DAS darzustellen, was Er sich vorstellt.

      Bei dieser Erklärung ist es auch völlig natürlich, daß Materie Masse besitzt.

      Oder hast du andere Ideen, wie der Schöpfungsprozeß funktioniert?
      Würde mich sehr interessieren.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

  8. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 10:06 am

    Stammt der Satz von Guido ?

    Die Sonne gibt Leben, sie ist aber nicht das Leben.

    V. Schauberger : Das Geheimnis der kalten Sonne

    Vielleicht bringen diese zwei Saetze etwas Licht
    in die Dunkelheit.

    Gruss Gerd

  9. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 10:42 am

    Wenn schon unser Denken und unsere Sinne elektromagnetisch sind
    und Materie schwingt ( Elektromagnetisch ), da darf doch quergdacht
    die Frage gestellt werden : Ist unser Universum elektromagnetisch ?

    Gruss Gerd

  10. tulacelinastonebridge
    Oktober 14, 2014 um 10:58 am

    siehe Minute ab 26 und ab 1.53……..

    • tulacelinastonebridge
      Oktober 14, 2014 um 11:13 am

      ab 2.13 geht´s um Symbole Glücksymbol swastika bzw. eben das Hitlerkreuz,

  11. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 11:44 am

    Ich erschreche viele mit knallharten Fakten, geht ES eigentlich
    darum zu erkennen das Spirit und Materie untrennbar zusammen
    gehoeren. Zwei Seiten einer Medaille.

    Die Wissenschaft untersucht Materie. Je tiefer sie in Materie hinein
    blickt, je mehr scheint sie sich aufzuloesen.Siehe H. P. Duerr.
    Dies ist der Grund warum die Wissenschaft die Materie nicht zu
    ergruenden vermag. Blickt man auf die Rueckseite der Medaille
    wird man Geist nicht sehen aber erkennen.
    Sowie Geist ewig ist, ist Materie ewig mit dem Unterschied,
    dass Materie auf ewig wandelbar ist.

    Also, KEINE PANIK
    AllES ist gut.

    Wer Angst saet, wird Angst ernten.
    Wer Zuversicht saet, erntet Zuversicht.

    Wer dem Mainstream folgt , wird Mainsteam ernten.
    Wer der Natur folgt, wird von der Natur reichlich beschenkt.
    Und in das Geheimnis der Natur der Dinge eingeweiht.

    Dies darf jeder fuer sich entscheiden.

    Wie kann man Angst verlieren ?
    Indem man Spirit und Materie wieder zusammen fuegt.
    So wie ES zu allen Zeiten war.

    Gruss Gerd

  12. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 11:54 am

    Tula

    das Hitlerhakenkreuz ist dem Symbol der schwaren Sonne entnommen.
    Google mal Schwarze Sonne.

    Die Nazis waren sehr okkult. Sie haben wissen in Indien und im
    Himalaja gesucht, nicht erfolglos.

    Siehe Tula und Viril

    Gruss Gerd

  13. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 12:12 pm

    Tula

    sorry, vril antrieb

    Schau mal, Das dritte Reich schlaegt zurueck

    Vielleicht erkennst Du den Zummenhang zwischen Schaubergers
    Levitationsflugscheiben und UFOs.

    Gruss Gerd

  14. tulacelinastonebridge
    Oktober 14, 2014 um 12:23 pm

    Hallo Gerd, es steht außer Zweifel, dass Ufo´s sogar wir Menschen bauen können.
    Dieses Wissen haben viele hochgeholt, nur fehlt oft noch die mentale Vorstellung, der Glaube, das es wirklich möglich ist. Das ist der einzige Grund warum es hier noch keine Ufos gibt oder vielleicht doch ein paar aber dann nur im Geheimen. 😉
    Aber Ufos zu bauen ist für mich nicht gleichzusetzten mit geistiger Reife.

    Und das Swastika – Symbol wurde von „Hitler“ gebraucht um es mit einer anderen Prägung zu versehen, bzw. die menschliche Energie zu diesem Glückssymbol in eine andere zu prägen, in Angst und Schmerz.

    Um jeden Preis, darf die Menschheit nicht erwachen, es gibt keine Perversität die dafür nicht in Frage kommt.

    Übrigens bei den ersten zwei Zeitangaben von mir im obigen Video, geht es um Elektrizität-magnet…..

  15. federleichtes
    Oktober 14, 2014 um 12:27 pm

    Obwohl das Thema Scham in diesem Thema bereits erschöpfend besprochen wurde, sogar für Fortgeschrittene, erlaube ich mir eine kurzweilige Zwischenbetrachtung.

    Scham kommt nicht im Tierreich vor. Sie ist menschenspezifisch, ein Produkt der Schuld. Über deren Wesen und Irrationalität sprachen wir bereits. Scham ist mir also so künstlich veranlagt wie die Schuld, allerdings real, genauer: Realisierte Schuld. Die Erregung Scham wird befördert, und sicher nicht grundlos. Scham kann eine Existenz auf Null drehen. Erinnere gerne an vergewaltigte Frauen und an den Herren-Herrschergeist, der dies schamlos zu leisten vermag.

    Die Kehrseite von Scham sollte also Schamlosigkeit sein. Während hier auf dem Blog die Versuche, Menschen in die Scham (Schweigen, Wehrlosigkeit) zu treiben, scheiterten (meine Wahrnehmung, vielleicht Wunschwahrnehmung), breitet sich die Scham- oder Hemmungslosigkeit eines (faschistoid-selbstherrlichen) Geistes zunehmend aus. Was mich die Frage stellen lässt, ob eine an den Rand der Selbstzerstörung führende Scham in ihr Gegenteil, den Größenwahn sich verkehren kann: Der Schopf, an dem sich Geist aus dem Sumpf der Nichtexistenz zieht?

    Das psychologisch-energetische Muster ist leicht erklärt. Schuld drückt sich erregungsmässig im Körper aus, mobilisiert dort Feindseligkeit, die sich entweder gegen das Innen (Selbstzerstörung) oder gegen das Außen (AllMACHT-Überhöhung-kosmisch dimensionierte Phantasien) richtet: Menschen, die in dieser Klasse agieren, fehlt der Bezug zu Maß und Vernunft. Sie sind nicht mehr ansprechbar, nicht erreichbar von einer natürlichen Kontrollfunktion

    Scham weist über die Schuld auf ein elementares energetisches Problem hin, auch auf das Weibliche und auch auf die Sexualität. Und auch auf das Gespann (?) Gott und Teufel.

    Ich geh dann mal wieder.

    Gruß
    Wolfgang

    • Mathias
      Oktober 14, 2014 um 1:11 pm

      „Die Kehrseite von Scham sollte also Schamlosigkeit sein.“

      Schamlosigkeit auch als Maske? Das war einer der (wenigen) Punkte die mir beim Lesen des Beitrages von Herrn Kölling plausibel erschienen – er bezeichnete Schamlosigkeit als Maske.

      Ich überlegte: Wenn Scham eine re-aktive Erregung ist und Minderwertigkeit signalisiert (oder signalisieren soll) – wäre dann die Kehrseite nicht Stolz, Eitelkeit und Überhöhung?

      Dir einen schönen Tag!
      Mathias

      • federleichtes
        Oktober 14, 2014 um 1:38 pm

        Ich schreibe Dir mal wieder ein „Bingo“.

        Wird ja hier zur genüge demonstriert.
        Geist ist von seinem existenziellen Wesen her minderwertig – weil er Tun MUSS, um existent zu werden. Fand er eine Methodik, die ihm dauerhafte Existenz verschaffte, vergisst er das Wesen seiner Nicht-Existenz. Und geht man ihm an die Methodik (schließt ihm die – fremde – Energiequelle), gebärdet er sich größenwahnsinnig (weil er meint, die Quelle gehöre ihm).

        Stolz und Eitelkeit entstehen aus dem Bewusstsein über die Kontrolle einer Energiequelle – aus erlebter Herrschaft -also Erregungen, die Nicht-Existenz erst existent machen. Sehr fragil, gell, kompensiert einerseits durch den Anschein einer Erhöhung, und andererseits dem GLAUBEN der Energiequelle, sie sei minderwertig. Fatal, gell.

        Danke Dir, Du hast es.
        Dein
        Wolfgang

        Am Rande
        Schamlosigkeit ist keine Maske – sie ist (relativ) ungezügelte Energie!

      • Oktober 14, 2014 um 5:50 pm

        @ Mathias

        „Wenn Scham eine re-aktive Erregung ist und Minderwertigkeit signalisiert (oder signalisieren soll) – wäre dann die Kehrseite nicht Stolz, Eitelkeit und Überhöhung?“:

        Nein. Scham, Schuld, Angst usw. ist die „Kehrseite“ der GÖTTLICHEN Liebe, der KRAFT der Liebe, der geistigen / seelischen Liebe – die von „sex“ völlig unabhängig ist.

        ANGST ist dort, wo es an dieser Kraft, Liebe, mangelt.

        Die „Kehrseite von Scham“ ist WAHRES Selbst-Bewußtsein; nämlich das Bewußtsein, daß ich diese Kraft, Liebe, BIN. Das bin ich ohne Eitelkeit, ohne Überhöhung. „Stolz“ bin ich nur in dem Sinne, daß ich gerade und aufrecht in der Welt sein kann und das höchste Prinzip LEBEN und für es eintreten; es vertreten.

        JEDER Erwachsene soll nach Gottes Willen sein Stellvertreter hier auf Erden sein. Anders geht es auch gar nicht. Das sehen wir an der zivilisierten Gesellschaft.

        Herzlichen Gruß!

        Wolfgang H.

        • Oktober 14, 2014 um 6:00 pm

          @Wolfgang H.,

          Sie lesen „Erregung“ und denken an „Sex“, Sie sind aber ganz schön Schamlos 😉

          Nur nicht soviel Theorie, mal den praktischen Teil absolvieren oder keine Kraft mehr vor lauter Liebe?

          • Oktober 14, 2014 um 6:29 pm

            @ Böser Bub

            Du bist völlig daneben.

            Herzlichen Gruß!

            Wolfgang H.

          • Oktober 14, 2014 um 6:49 pm

            @Wolfgang H.,

            „Sie“ , nicht Du.

            Sie liegen völlig daneben.

            oder

            Sie sind völlig daneben.

            FALSCH

            @Mathias stellt keinen Bezug zwischen „Erregung“ und „Sex“ her, „Sex“ erwähnt er nicht einmal.

            Also Sie lesen „Erregung“ und assoziieren damit „Sex“, also doch daran gedacht.

            Mal die Kappe, daneben legen, HO-HO-HEIT.

          • Oktober 14, 2014 um 10:54 pm

            @ Böser Bub

            „Also Sie lesen “Erregung” und assoziieren damit “Sex”, also doch daran gedacht.“:

            Nein. Dein Irrtum. Noch immer. Jetzt kommt schon Dummfrechheit dazu.

            Herzlichen Gruß!

            Wolfgang H.

        • Oktober 14, 2014 um 11:16 pm

          Nein. Scham, Schuld, Angst usw. ist die “Kehrseite” der GÖTTLICHEN Liebe, der KRAFT der Liebe, der geistigen / seelischen Liebe – die von “sex” völlig unabhängig ist.zitatende

          @Wolfgang H.,

          „nun kommt bei ihnen auch noch Dummfrechheit dazu“, zu was? achso zum Irrtum.

          -die von „sex“ völlig unabhängig ist-

          bezieht sich auf die „Liebe“ und diese Ausführungen beziehen sich wiederrum auf dieses Zitat

          „“Wenn Scham eine re-aktive Erregung ist und Minderwertigkeit signalisiert (oder signalisieren soll) – wäre dann die Kehrseite nicht Stolz, Eitelkeit und Überhöhung?”“Zitatende (Mathias)

          Also auf was bezieht sich dann Ihre Aussage mit „Sex“?

          Es ist doch überhaupt nicht die Rede von „sex“, also woher kommt dieser Impuls bei Ihnen das explizit auszuführen „mit dem Sex“? Aus Ihrer Erregtheit, weil Sie „Erregung“ sexualisieren. Oder Sie nehmen die emotionale Erregung die Sie verspüren, wenn Sie andere Dummfrech nennen, als ihre Ersatzbefriedigung.

          Das ist nicht gut, denken Sie was der Herr Pfarrer dazu gesagt hat, da fallen ihnen die Hände ab.

    • chattison
      Oktober 14, 2014 um 1:44 pm

      Scham weist über die Schuld auf ein elementares energetisches Problem hin, auch auf das Weibliche und auch auf die Sexualität. Und auch auf das Gespann (?) Gott und Teufel.

      Die weibliche Scham ist die Verführerin Eva, die zur Vertreibung aus dem Paradies führte, weil sie den Verlockungen der Schlange (Teufel) erlag.
      Ihre Scham nutzte sie, um Adam zu erpressen, auf dass er mitmachte.
      Dafür hat sie Schuld auf sich geladen und muss sich nun deswegen schämen.
      Und Adam hat nachfolgend die weibliche Scham dämonisiert, weil durch diese ja erst die Teufelei einen Hebelansatz (haha) gegen den Mann erschuf, der ja sonst weiterhin gottgefällig gesabberdöst hätte.

      Soweit die Kurien-Kamelle.

      Der angeblich allwissende Gott musste das sowohl vorhergesehen als auch direkt gewusst haben.
      Hey, this is da God-masta himself?!
      Juristisch gesehen muss dies Gott als actio libera in causa angerechnet werden
      https://de.wikipedia.org/wiki/Actio_libera_in_causa

      Zur Ehrenrettung Adams und der völlig unzulässigen Strafaktion Gottes, – der erstens selber straffällig wurde durch Unterlassen einer möglichen wie notwendigen Hiilfeleistung, und zweitens durch das vorsätzlich Begründen und Veranlassen der nachfolgend als Straftat deklarierten Verfehlung der beiden -, muss man folgendes Anführen:

      Nach § 20 StGB handelt ohne Schuld, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln. Aufgrund des dem Strafrecht zugrunde liegenden Schuldprinzips können Täter, die schuldlos handelten, nicht bestraft werden.

      Adam ist damit zweifelsfrei frei zu sprechen!
      Eva als Hetäre des Bösen natürlich nicht.
      Ich sammle schon mal Holz für den Scheiterhaufen…

      • chattison
        Oktober 14, 2014 um 1:49 pm

        da fehlt was:

        „Zur Ehrenrettung Adams und zur Illegalisierung der völlig unzulässigen Strafaktion Gottes,…“

      • federleichtes
        Oktober 14, 2014 um 2:02 pm

        Und ich wähnte mich im richtigen glauben, das Weib sei schwachsinnig. Okay, ich auch Scheiterhaufen, verbrenne sogleich die Bücher, in denen mein Glaube wurzelt. Achtung: Fulminate Erderwärmung steht bevor. Zieht Euch warm aus.

        Oder: Feuer, wem Feuer gebührt?

        Oder: Möge die Scham verbrennen und der Rauch die Schamlosigkeit ersticken?

        Egal, ich nehme gleich eine Prise Pferdeapfel, kernlos und ungespritzt, versteht sich. Ein alter Mann braucht ja nicht mehr so viel.

        Danke und Gruß
        Wolfgang

  16. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 12:29 pm

    Thule Antrieb

    Habe mich Jahre nicht damit beschaftigt.
    Musste dem weissen Hasen folgen, oder ist der rot ?
    Oder nur ein roter Faden.

  17. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 1:57 pm

    Lieber Wolfgang

    Guido nennt das dem Zeigeist auf dem Leim gehen.
    Dann ist das ja doch ein Kurs fuer Fortgeschrittene,
    denn wer dem Zeitgeist nicht auf dem Leim geht,
    besinnt sich auf das WESENtliche.

    Gruss Gerd

  18. Oktober 14, 2014 um 1:58 pm

    @heureka47
    Meiner Ansicht nach ist das genauso falsch wie „Ich denke also bin ich“. (R. Descartes).

    Das ist in meiner Sicht dermaßen verkürzt, dass es einfach nur noch blühender Unsinn ist – aber dieser Unsinn ist insbesondere in der „spirituellen Szene“ häufig unterwegs, wie ich immer wieder festgestellt habe. Ich fühle mich veranlasst zu einer

    Hommage an René Descartes :

    „Ich denke also bin ich“ – so wird er heute häufig und missverständlich zitiert, aber das hat er erstens meines Wissens nie so gesagt (außer in deutschen Übersetzungen), sondern „cogito, ergo sum“, und zweitens beinhaltet das etwas völlig anderes, wenn man seinen Kontext kennt, in welchem er das so formulierte!

    (Und wenn ich dann nachfrage, was der/die Zitierende eventuell sonst noch von Descartes weiss, ernte ich in der Regel zwei riesengroße kugelrunde Augen – „äh, war da noch was?“ 😉 )

    Die häufige Wiederholung dieses „Zitats“ (inclusive der üblichen Abwertung) macht es auch nicht besser oder gar „wahrer“ … schon Goethe hat gewusst:

    „Getret’ner Quark
    wird breit, nicht stark.“
    😉

    Ich hoffe, niemand glaubt wirklich, Descartes wollte ausdrücken: WEIL ich denke (und NUR WENN ich denke), bin ich? Die Existenz des reinen Denkens als absolute Grundlage und Voraussetzung des Sein? Und dann natürlich noch die naheliegende Überlegung, es sei doch umgekehrt, nämlich weil ich bin, denke ich? Also muss Descartes wohl ein ziemlich beschränkter Trottel gewesen sein …!?

    Allerdings, entgegen aller Hoffnung: So hab ich das schon öfter gehört – ein gewalttätiges Zurechtbiegen der Geistesgeschichte … mit Verlaub: diese Argumentation halte ich für gequirlten Quatsch mit Soße 😉 .

    Das kann man wirklich nur sagen, wenn man sich nie mit Descartes näher beschäftigt hat. Wer’s tut, würde nämlich schnell herausfinden, dass er bereits die „unsterbliche Seele“ mit dem Bewusstsein gleichsetzte, d.h. das Individuum mit dem Geist. Das klingt doch schon mal ganz anders, ziemlich „modern“, nicht wahr? Und sogar das, was im „hypothetischen Realismus“ (welchen ich hier erwähnt hatte) erst vor etwa 50 Jahren entwickelt wurde, hat er vorwegnehmend geahnt (folgende Zitate von hier):

    3. Dieses einstweilige Zweifeln ist aber auf die Erforschung der Wahrheit zu beschränken. Denn im thätigen Leben würde oft die Gelegenheit zum Handeln vorübergehen, ehe wir uns aus den Zweifeln befreit hätten, und hier muss man oft das blos Wahrscheinliche hinnehmen und manchmal selbst unter gleich wahrscheinlichen Dingen eine Wahl treffen.

    Descartes hat „Sich-selbst-bewusst-sein“ als Thema überhaupt erst in die Philosophie eingeführt (soweit ich mich erinnere – ich lasse mich gern korrigieren). Er war (über den reinen Verstand hinaus) weitaus mehr mit sich selbst verbunden, als er von kleingeistig interpretierenden Nachfolgern auch heute oft wahrgenommen wird. Ein brillanter Geist, der tief und weit schöpfte, und neben seinen Beiträgen zur damaligen Philosophie z.B. auch die „analytische Geometrie“ begründet und entwickelt hat – ein fundamentales geistiges Werkzeug, welches auf der Einführung von Koordinatensystemen beruht.

    Das gab es vorher einfach nicht … und das war z.B. auch Grundlage für die Integral- und Differentialrechnung, die dann (parallel von Leibniz und Newton) formuliert wurde. Nicht zu vergessen: Die gesamte analytische Physik danach, und so vieles andere mehr … z.B. ist das auch Grundlage der „Differentialgeometrie“ (im wesentlichen dann von Gauß begründet/entwickelt), welche es erlaubt, Spannungen/Verbiegungen/Krümmungen in mehrdimensionalen Räumen durch lokal feststellbare Eigenschaften zu beschreiben und zu verstehen (Tensorrechnung) – weder Relativitäts- noch Quantentheorie wären ohne die Entwicklumg dieses geistigen Werkzeugs weder denk- noch formulierbar gewesen … also, ich meine: Wer Descartes gewissermaßen auf die Müllhalde werfen möchte, hat etwas grundsätzlich nicht verstanden – aus einem Gebäude darf man keinen tragenden Teil entfernen, sonst kracht es bildhübsch zusammen^^.

    Und wenn man sein „cogito, ergo sum“ etwas besser und angemessener verstehen will, muss man mindestens die folgenden zwei Aspekte berücksichtigen:

    1. cogito:

    Das Wort „cogito“ hat im Laufe der Zeit einen Bedeutungswandel erfahren: Ursprünglich bedeutet „cogitare“ (zusammengesetzt aus „co-“ = „zusammen“ und „agitare“ = „aufrühren, in Bewegung setzen“) so etwas wie einen inneren zusammenhängenden Aufruhr, eine innere Bewegung wahrnehmen/spüren/fühlen. Das reine Denken, der „innere Aufruhr“, der sich in zusammenhängenden Gedankenformen zeigt, ist allenfalls ein kleiner Ausschnitt hiervon. Später allerdings hat es sich auf diese Teilbedeutung reduziert.

    Weniger missverständlich wäre daher die Übersetzung: „Ich fühle/spüre, also bin ich“ oder auch „ich nehme meine innere Bewegung wahr, also bin ich“ …

    Descartes selbst drückt es so aus :

    9. Unter Denken verstehe ich Alles, was mit Bewusstsein in uns geschieht, insofern wir uns dessen bewusst sind. Deshalb gehört nicht blos das Einsehen, Wollen, Bildlich-Vorstellen, sondern auch das Wahrnehmen hier zum Denken …

    … na sowas aber auch 😉

    2. ergo:

    Ebenso wichtig ist die genaue Bedeutung von „ergo“: Das ist eine seinerzeit übliche mathematische Sprechweise am Ende eines Beweises, und bedeutet in Form einer Zusammenfassung den präzisen Abschluss einer vorhergegangenen logischen Argumentation – und DIE darf man dabei natürlich nicht unterschlagen … aber genau das geschieht, immer wieder, in geradezu penetranter Wiederholung – eben „getret’ner Quark“.

    Descartes wollte „objektiv“ seine Existenz beweisen – das haben Philosophen seit Jahrtausenden so an sich, dass sie das wollen 😉 . Ob das sinnvoll oder überhaupt möglich ist, ist ein anderes Kapitel … jedenfalls, er wollte das auch versuchen. Und seine Argumentation war sinngemäß etwa folgende, auf der Suche nach einem festen Ankerpunkt:

    Ich kann JEDE Wahrnehmung bezweifeln – aber was ich als einziges NICHT bezweifeln KANN, ist meine innere Wahrnehmung, DASS ich zweifele … DAS war sein „fester Bezugspunkt“ – ergo: Ich nehme unbezweifelbar mein Zweifeln als inneren zusammenhängenden Aufruhr wahr, also weiss ich unbezweifelbar, dass ich bin.

    So etwa jedenfalls hab ich ihn verstanden … und auch Descartes hat gemerkt, dass er eigentlich überhaupt nichts wissen KANN, unabhängig von allem Wissen, was er parallel hierzu entwickelt und der Nachwelt geschenkt hat. Das ist seit Jahrtausenden allen großen Geistern passiert, die radikal ihre eigene Wahrnehmung untersucht haben – das ist keineswegs eine moderne Errungenschaft, bzw. gar ein Privileg von „Spiris“:

    „Sodann glauben wir alle Tage im Traume Vieles wahrzunehmen oder vorzustellen, was nirgends ist, und es zeigt sich gegen diese Zweifel kein sicheres Zeichen, an dem der Traum von dem Wachen zu unterscheiden wäre.“
    (René Descartes)

    Ja, nicht nur Chuang Tzu (das ist der mit dem „Schmetterlingstraum“) hat sowas gesagt … 😉

    Mein Fazit:

    Ich verneige mich vor ihm, und danke ihm stellvertretend für das, was der alldurchdringende Geist/Logos liebevoll durch ihn hindurch erschaffen hat, als Meilenstein und als Fundament der weiteren Entwicklung, die in einem dialektischen Prozess bis hin zur heutigen Quantentheorie und auch „Quantenphilosophie“ (inklusive neuer Paradigmata) geführt hat, welche vermutlich ebenfalls vorläufig sind und sich weiter entwickeln werden …

    P.S.: Natürlich ist MEIN Paradigma, sind MEINE Antworten auf Fragen wie etwa „Wer bin ich?“ und „Was ist diese Welt und wie funktioniert sie?“ anders als zu Zeiten von Descartes, aber das hindert mich nicht im mindesten, ihm den Respekt zu zollen, der ihm in meiner Sicht zukommt …

    @heureka47 – noch’n Fazit für mich, nicht nur von hier: Bevor Sie hier als Oberlehrer auftreten und Noten verteilen, bitte ich Sie darum, bei sich selbst zu bleiben und die eigenen Hausaufgaben zu erledigen …

    edit: kleine Ergänzung

    • Oktober 14, 2014 um 6:08 pm

      @ Manfred Voss:

      „@heureka47 – noch’n Fazit für mich, nicht nur von hier: Bevor Sie hier als Oberlehrer auftreten und Noten verteilen, bitte ich Sie darum, bei sich selbst zu bleiben und die eigenen Hausaufgaben zu erledigen …“:

      Pauschale Herabwürdigung ist auch nur „gequirlter Quatsch mit Soße“ und Zeugnis menschlicher Inkompetenz.
      Statt dessen bitte KONKRET!

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

      • Oktober 17, 2014 um 12:43 pm

        Statt dessen bitte KONKRET!

        … das versteh‘ ich nicht – war mein Kommentar, der sich (nicht nur, aber vorrangig als Auslöser) konkret auf ein Zitat von Ihnen bezieht, etwa nicht KONKRET genug? Ich meine schon – allerdings bevorzuge ich eher sanfte als hammerschlagende Methoden. Für Menschen, die etwas anderes benötigen, bin ich in der Regel eher nicht kompetent 😉

        „… bitte ich Sie darum …“ das war durchaus liebevoll gemeint, verbunden mit einem (in meiner Sicht) äußerst sanften Stupser mit einem gedanklichen Zen-Stock. Ich habe allerdings auch schon öfter erlebt, dass fragile Gedankengebäude sowas eher schlecht vertragen.

        Aber bitte sehr, Kurzform: Nicht nur hier zitieren Sie gelegentlich Descartes mit „ich denke, also bin ich“ mit dem schlichten Zusatz, dass er irrt. Nun ja, da sind Sie bei weitem nicht der einzige, wenn Sie das tröstet 😉 – das höre ich schon seit Jahrzehnten immer wieder in „spirituellen“ Kreisen … einer plapperts dem anderen einfach nach, ohne mehr von Descartes zu wissen (oder gar von sich aus wissen zu wollen) und offensichtlich ohne zu merken, was für ein geistiger Kurzschluss die damit verbundene Bewertung ist – aber fleißig werden Noten verteilt: „Descartes, du Trottel, setzen, sechs“. Darauf habe ich geantwortet, mit etlicher Hintergrundinformation über Descartes, soweit ich da verstanden zu haben glaube. Sorry, wenn dieser Gedankengang zu kompliziert war.

        Darüber hinaus sehe ich keine inhaltlichen Ergänzungen und/oder sachlich begründete Widersprüche von Ihrer Seite hinsichtlich meiner Ausführungen zu Descartes – d.h. ich komme wohl nicht umhin, Ihre Einlassung zumindest in diesem Punkt vorläufig als „sachlich inkompetent“ einzuordnen …

        Und, wie ich auch gesagt habe: MEIN Paradigma sieht anders aus als zu Zeiten von Descartes, aber davon unabhängig finde ich, dass er ohne Zweifel deutlich mehr Respekt verdient hat.

        (Falls Sie etwas über MEINEN persönlichen Hintergrund erfahren wollten, können Sie gerne mal hier nachlesen, etwa unteres Drittel dieses sehr langen Kommentars.)

        • federleichtes
          Oktober 17, 2014 um 2:45 pm

          Das Folgende sind meine freien Gedanken, braucht niemand lesen, verstehen oder unterschreiben.

          Das „Typ-Phänomen“ beschreibe ich mal aus eigener Anschauung.

          Je tiefer oder fundamentaler eine Wesensspaltung, je größer das Bestreben, unangreifbar zu werden. Zwei Wege werden beschritten. Entweder die AuFlösung oder die AuSlösung.
          Auflösung in der Masse, Flucht ins Nichts oder nicht-Wahrnehmbare.
          Auslösung als Heraus-Lösung aus der Gesellschaft. Um von der Gesellschaft (Macht-Masse) nicht mehr ergriffen werden zu können, wird um die Spaltung ein Panzer geschmiedet. Ein „Gott“ entsteht, überhöht, nicht erreichbar vom gemeinen Volk.
          Erfolgreich. Aber nicht nachhaltig. Im Schutzpanzer ist es zwar ungefährlich, aber einsam. Panzermensch lebt in einer Gemeinschaft, beobachtet eine Gemeinschaft und erinnert sich natürlich an Zeiten seiner Gemeinschaftlichkeit. Wie kommt nun dieses Verpanzerte Wesen zurück in die Gemeinschaft?
          Konkreter:
          Wie (methodisch) muss-will sich das Starre re-integrieren?

          Es gibt auch hier nur zwei Wege. Entweder das Lebendige töten, oder sein Abgetötetes wieder lebendig machen.
          Das wieder Lebendig-machen wird scheitern über den Weg, gegen den Panzer zu argumentieren. Der ist stabil, wenn auch mit einer sehr speziellen Logik und passend geschneiderten Informationen geschmiedet. Und die Notwendigkeit, diesen Schutzpanzer zu erhalten, kann nur der Betroffene selbst auflösen. Psychiatrische Berichte erzählen von vielen Jahren mit intensiver und sehr persönlicher Begleitung.

          Wie ein Gott-Panzer aufzulösen ist? Mein Job ist das nicht. Ich kann nur demonstrieren, das die Re-Integration nicht funktioniert durch Töten des Lebendigen. Dass sich der künstliche Gott nicht über das Leben erheben kann.

          Mit Schuld und Scham hat das alles nix zu tun. Es ist Fakt, den künstlichen Gott, der die Spaltiung des Wesens verursachte, auflösen zu müssen. Erst wenn er an Macht verliert, verliert auch das Gepanzerte an Bedeutung und lässt mehr Lebendigkeit zu.

          Vor 18 Jahren hatte ich es konkreter mit einem vergotteten Typus zu tun. War nicht lustig, den Kampf des Todes gegen das Leben hautnah wahrzunehmen. Der Kampf dauerte, obwohl ich aus dem Umfeld geflüchtet war, über ein Jahr. Und ich glaube, ich hatte ziemlich mächtige „Freunde“, die mich schützend durch haarsträubende Situationen begleiteten.

          Heute flüchte ich nicht mehr. Aber ich leiste auch keine relativ fruchtlosen Individual-Begleitungen. Weil ich glaube, dass über dem Menschen und seinem Verhalten ein Wirkprinzip steht. Das es zu verstehen gilt und seine Wirksamkeit (damit, genauer gesagt mit Bewusstsein) aufzulösen ist.

          Mein Bewusstsein verlangt nach der Stärkung des Schwächeren. Damit verbindet sich mir die Schwächung des Stärkeren. Ich erlebte das Prinip erolgreich wirkend in meiner Entwicklung und begleitend bei anderen; also ganz so abstrus kann es nicht sein.

          Gruß
          Wolfgang

          • Oktober 17, 2014 um 4:28 pm

            @Wolfgang,

            eine Frage, Sie hatten an andere Stelle erwähnt, soweit ich mich erinnere, Sie bewegen sich in ihrem engeren Umfeld, in einem pädagogischen Rahmen, sprich pädagogisch rezidive Elemente.
            Ich sage dies deshalb, weil bestimmte Gedankengänge den Eindruck erwecken, man würde sich mit einst postulierten explizit gelehrten Material auseinander setzen. Schau ich mir Fachliteratur an, bestätigt sich dieser Eindruck.
            Auch erweiterte Denkmodelle explizit zur Fort-und Weiterbildung bestimmtes Material, baut insoweit (Ausnahmen möglich) auf einer kontinuierlichen Verfahrensweise auf.
            Man mag den Eindruck bekommen, das selbst Abstraktionen daraus als neuer Impulse erscheinen, erfahrungsgemäß und der Sache inhärent, trifft dies nicht zu.

            Nur mal so nach-gefragt.

          • federleichtes
            Oktober 17, 2014 um 4:45 pm

            Böser Bub
            „eine Frage, Sie hatten an andere Stelle erwähnt, soweit ich mich erinnere, Sie bewegen sich in ihrem engeren Umfeld, in einem pädagogischen Rahmen, sprich pädagogisch rezidive Elemente.“

            Ich kann in Ihrem Kommentar keine Frage entdecken, auch keine ableiten.

            Mein Umfeld steht, gemeinsam mit mir, jedweder pädagogischer Tätigkeit skeptisch gegenüber.

            Pädagogisch rezidiv?

            .“.. weil bestimmte Gedankengänge den Eindruck erwecken“

            Meinen Sie meine Gedankengänge?

            „Man mag den Eindruck bekommen,
            das selbst Abstraktionen daraus als neuer Impulse erscheinen,
            erfahrungsgemäß und der Sache inhärent,
            trifft dies nicht zu.“

            Verstehe ich auch nicht.
            Bitte nicht vegessen: Ich bin ungebildet und schäme mich dessen nicht. Sprechen Sie gerne deutlicher!

            Gruß
            Wolfgang

        • Oktober 17, 2014 um 3:45 pm

          @ Manfred Voss

          „… das versteh’ ich nicht …“:

          Das verstehe ich.

          Grundlegende Heilung ist immer, in jedem Einzelfall, möglich.

          Herzlichen Gruß!

          Wolfgang H.

          • Oktober 20, 2014 um 6:03 pm

            oha … weiter sind Sie nicht gekommen?

            Mir fällt da ein alter Witz ein:

            Klein-Maxl schreibt einen Brief an seine Oma:

            Liebe Omi,

            ich schreibe dir heute besonders langsam, weil ich weiss, dass du nicht so schnell lesen kannst …

            … also werde ich in Zukunft an Sie mit einer Geschwindigkeit von 0,0 BSt/h (= Nullkommanull Buchstaben pro Stunde 😉 ) schreiben, dann können Sie es möglicherweise lesen UND verstehen … grundlegende Heilung ist ja immer, in jedem Einzelfall, möglich.

            Sorry, dass ich Sie schon wieder überfordert habe – soll nicht wieder vorkommen.


            P.S.: Der Witz soll übrigens KEINE Abwertung von Omis sein – ich liebe liebe Omis 😉

    • federleichtes
      Oktober 14, 2014 um 7:46 pm

      Danke, lieber Manfred, präzise und ergreifend, wohl-tuend eben. (Ich mag auch gerne Sülze mit Bratkartoffeln, aber zwei Mal im Jahr, und nicht zehn Mal am Tag) Lese als Gutenachtgeschichte mal, was Bertrand Russell (Philosophie des Abendlandes) über den guten Descartes zum Besten gibt.

      Am Rande
      musste ich gestern Abend intensiver an Dich/Euch denken.

      Herzliche Grüße an Euch von uns.

      Susanne und Wolfgang

      • Oktober 17, 2014 um 12:38 pm

        Danke, lieber Wolfgang … übrigens, Bratkartoffeln (OHNE Sülze, dafür aber mit vieeel Butter gaaanz langsam bei mittlerer Temperatur achtsam krustig gebraten, gewürzt mit Curry, Kräutern der Provence und viel Liebe, meist am Schluss noch ein paar Eier darunter gerührt, wohlgerühmt auch von anderen 😉 ) sind meine Lieblingsspeise, die vertrag ich auch etwas öfter …

        (Ich erinnere mich: In der Volksschule hatten wir mal an einem sehr heißen Nachmittag im Sommer eine Aufführung eines „Zauberers“ in der Turnhalle. Nachdem er ein paar Kaninchen, bunte Tücher und Sonstiges aus seinem Zylinder gezaubert hatte, fragte er ganz suggestiv: „An so einem heißem Tag wie heute, was soll ich denn jetzt zaubern?“ Natürlich brüllten alle „Eis!!!!!“ … außer mir, ich brüllte „Bratkartoffeln!!!“ Leider wurde ich nicht erhört, aber Eis war dann auch o.k. 😉 )

        Na gut, andere Lieblingsspeisen gibts auch 😉 – ich seh schon, ich muss mal was im Thread „Kann Genuss wohl Sünde sein“ posten …

        Übrigens, ich liebe die paradoxe Kombination von Präzision und selbstverständlich fließender Leichtigkeit, etwa wenn eine Katze auf den Tisch springt, oder wenn ein Vogel (nach elegantem Flug durch dichtes Geäst) auf einem winzigen Zweig landet, der Flug einer Libelle (ah, Danke mal wieder für Eure Bilder!) oder eines Schmetterlings (ja, auch der ist auf seine Art präzise), oder auch der „swing“ in der Musik, der in die Seele und manchmal auch in die Beine fährt … meisterliche Schönheit in Aktion – für mich Zeichen von „Kohärenz“. wei wu wei, mal wieder. Im „Feld der Natur“ überall in Fülle vorhanden, bei Menschen seltener … ein diesbezüglicher Rat von Osho, sinngemäß aus meiner Erinnerung:

        Werde zum hohlen Bambusrohr, zu einer Bansuri, so dass Gott seine Melodie durch dich hindurch spielen kann …

        „Künstliche Beschränktheiten“ haben da keinen Platz …

        (Christliche Terminologie zitiere ich selten, die ist mir arg „vergiftet“ – aber ein Konzert von Hariji ist schon was besonderes für mich … durfte ich oft geniessen.)

        ach, ich plaudere gerade einfach nur … einen lieben Gruß an Euch Beide, auch von meiner Liebsten (sie hats auch gelesen)

        Manfred

        P.S.: Habt ihr neue Nahlinsen?

        • federleichtes
          Oktober 17, 2014 um 5:09 pm

          Meine Kleinkind-Erinnerungen an Bratkartoffeln sind prägend. Oma machte sie, Schüssel auf den Tisch, Schüssel mit Milch auf den Tisch. Jeder nahm sich Bratkartoffeln auf seinen Teller, die Milch löffelten alle gemeinsam aus der Schüssel.

          Dein Bratkartoffelrezept, wau – ähnlich mache ich sie auch – rühre allerdings nicht einfach Ei drunter, sondern – echter Luxus – quirle sie auf und gebe Persilie oder Schnittlauch dazu. Die Milch nehme ich im Kaffee zu mir; schade eigentlich.

          „“Kohärenz”. wei wu wei, mal wieder. Im “Feld der Natur” überall in Fülle vorhanden, ..“

          Für die „Ewigkeit“ Deine Geschichte von der Stehlampe. Erinnert mich auch an unsere (gemeinsame) Gründerzeit hier auf dem Blog, Deine Impulse, die in mir bis heute klingen.

          „… oder wenn ein Vogel nach elegantem Flug durch dichtes Geäst auf einem winzigen Zweig landet, …“
          (Ich habe die Klammern weg gemacht!)

          Manchmal sehe ich einen Vogel mit rasanter Geschwindigkeit in Hecke oder Gebüsch fliegen. Wenn ich dann genauer schaue, bin ich ratlos – er kann da nicht rein geflogen sein. Isser aber.

          Unsere Nahlinsen immer noch Minolta- Achromat, Du kennst das Fabrikat. Ich müsste eigentlich viel mehr Bilder schicken, habe aber wenig Zeit. Dachte vorhin, eine neue Galerie könnte sich am „Das Feld bestellen“ orientieren. Na gut, die Tage werden lichtmässig kürzer, es wird kälter und damit „draußen“ inaktiver, ich greif’s dann an.

          Heilung ist möglich. In Einzelfällen muss man SEEEEHR stark daran glauben, gell.

          Ich fahr dann mal.

          Danke

          und Gruß von
          Susanne und Wolfgang

  19. Oktober 14, 2014 um 2:07 pm

    Danke für den Artikel!

    Das Zitat „Ich schäme mich, also bin ich“ passt sehr wohl in unsere Zeit und ist keineswegs zu hoch angesetzt!

    Andere ansehen und selbst gesehen zu werden und zwar ohne „beschämt“ zu werden sind Kennzeichen und Bedürfnis unseres Menschseins.

    Zu lange wurde einem einseitig kognitiven „Ich denke“ eine unangemessene Vorrangstellung eingeräumt und damit Menschen in ihrer Fähigkeit Probleme vorwiegend „denkerisch“ zu lösen überfordert.

    Einerseits mag dies damals (zu Zeiten Descartes) dem Bedürfnis geschuldet sein, moralischen Übertreibungen und Überhöhungen aufgrund „ewiger (göttlicher) Gesetze“ entgegen zu wirken und so Erleichterung und Entlastung für intuitiv-emotiver Phänomene wie Scham und Schuld zu erfahren. Andererseits scheint das Pendel in der Moderne nun wiederum auch in andere Extreme auszuschlagen, so dass immer noch „Maß und Mitte aller Dinge“ verloren zu gehen scheinen, in einer durchrationalisierten „Mensch=Maschine-Welt“.

    Es lohnt sich (für eine heilsame Selbsterkenntnis, aber auch bzgl. einer gelingenden/misslingenden Kommunikation mit Anderen der Gattung Mensch) dem Phänomen „Scham“ und seiner wirkmächtigen Symptomatik für Individuationsprozesse sowie Gruppen- und Kulturentwicklungen tiefer, differenzierter und ganzheitlicher nachzuspüren.

    Die tiefgreifenden Dynamiken welche auf den verschiedensten Ebenen des individuellen Menschseins, der Gesellschaften und der Kulturen parallel beobachtbar sind, sind m.E. nicht versteh- und erklärbar, wenn hierbei das Gefühlskomplex der Scham in seiner Vielgestaltigkeit, seinen unterschiedlichen Reifungsgraden und seinem Entwicklungspotenzialen ausgeblendet, d.h. zu „überspringen“ versucht wird. Dieser Versuch scheitert. Wer seine Schamentwicklung „überspringt“, springt zu kurz und landet im „Graben der Selbstüberforderung“.

    M.E. hilfreich dabei ist eine Unterscheidung zwischen „gesunder Scham“ (konstruktiv) und (pathologischer) „Beschämung“ (destruktiv) in der psychosozialen Entwicklung von Individuen, Gruppen, Kulturen.

    Das leidige Thema „Narzissmus“, „narzisstische Gesellschaften“, hat nicht von ungefähr Überschneidungen mit dem Komplex „Scham“, bzw. „vermeintlicher Schamlosigkeit“.

    Eine Unterscheidung von Scham (bzw. von Schamfähigkeit) als „Hüterin für Menschenwürde“ (Stephan Marks in http://www.scham-anerkennung.de/) und als „sozialer Klebstoff“ (= „soziale Angst“) für die Zugehörigkeit in Gruppen und Schuld als „moralische Angst“ (vor einem Leistungsdefizit) innerhalb von Gruppen erachte ich ebenfalls als hilfreich.

    Die bereits etwas veraltete Unterscheidung in „Schamkultur“ und „Schuldkultur“ weist m.E. nur darauf hin, worauf „gegenwärtig“ mehr der Fokus liegt: Sozialer Verbundenheit oder Leistung.

    Ein neuerer Aspekt von Scham als Beschämung, scheint mir darin zu liegen, dass diejenigen, welchen es (scheinbar) nicht gelingt ihre „Freiheit“ und ihre „Möglichkeiten“ bestmöglich, eigenverantwortlich zu nutzen, in der Gefahr stehen sich fortwährend selbst auszubeuten. Der freie Herr als Sklave seiner eigenen überhöhten, perfektionistischen Ansprüche. Scham scheint zu bremsen, im Weg zu stehen und scheinbar dem Funktionalitätsprinzip eines Mensch-Maschine-Prinzips zu widersprechen.

    Fazit: Niemand kommt daran vorbei, selbst den Weg einer „gesunden Schamentwicklung“ (= angemessene Selbstempathie und Empathie mit anderen) als „Verbundenheitsklebstoff“ mit allem Lebendigen zu lernen und zu kommunizieren, auf individueller, gesellschaftlicher und kultureller Ebene und in dem Reifungsprozess, in dem der Einzelne intrapsychisch und interpsychisch gerade steht.

    Die (Fach-)Literatur zur „Scham“ nimmt dazu gerade an Fahrt auf – und das ist gut so.

  20. Oktober 14, 2014 um 2:34 pm

    Die Mutter der Himmel kommt, die Scham wird alle im Boden versinken lassen.

  21. Oktober 14, 2014 um 3:24 pm

    Lesenswere, erhellende Ergänzung zum Thema Scham:

    „Scham, Ehre und der Kampf der Kulturen – Tabuisierte Emotionen und ihre Bedeutung für die Konfliktbearbeitung?“

    Klicke, um auf nid837.media_filename.pdf zuzugreifen

  22. Oktober 14, 2014 um 4:55 pm

    Emotionen sind keine kulturelle Angelegenheit, sondern eine innere. Wer meint über den Vergleich der Kulturen Emotionen für sich kultivieren zu können der ist wie die bekannte Fahne im Wind, also letzenendes uncool, also ein kultivierter Kul­tur­ba­nau­s(e)in, eine Konservendose, konserviert oder auch mumifiziert, leblos eben.

    Banause; (österreichisch umgangssprachlich) Sumper, Sumperin; (spöttisch) Hinterwäldler, Hinterwäldlerin; (abwertend, oft scherzhaft) Kulturbanausin; (abwertend) Barbar, Barbarin, Kulturbarbar, Kulturbarbarin, Kunstbanause, Kunstbanausin, Kunstbarbar, Kunstbarbarin, Primitivling, Prolet, Proletin, Spießbürger, Spießbürgerin; (bildungssprachlich abwertend) Ignorant, Ignorantin, Philister, Philisterin; (umgangssprachlich abwertend) Spießer, Spießerin

  23. Oktober 14, 2014 um 5:57 pm

    Ich verstehe den kompletten Artikel nicht, ich dachte immer, man schämt sich, wenn man was Idiotisches gemacht hat (und dann auch zu Recht), hier geht es aber nur um Angriffe/Verletzungen von Außen, ich sehe da überhaupt keinen Zusammenhang…

    Hm…

    Habe ich jetzt eine falsche Auffassung davon, was „Scham“ ist, oder verwechselt der Autor Scham mit Minderwertigkeitskomplexen, oder können Minderwertigkeitskomplexe Scham auslösen oder wie oder was? Fragen über Fragen…

    Und dann noch das:

    „“Gleichzeitig sind sie aber auch für unser Leben sehr hilfreich, indem sie uns dabei unterstützen, uns in unserer menschlichen Unvollkommenheit anzunehmen und zu achten. Sie sind also ein wesentlicher Teil unserer Selbstliebe.““

    Wie bitte?

    Es geht doch wohl eher darum „Vollkommenheit“ anzustreben und nicht darum „Unvollkommenheit“ zu achten.

    Folglich ist ein „Schamgefühl“ ein Signal dafür, dass man gerade eigentlich keinen Grund zur „Selbstliebe“ hat.

    • Oktober 14, 2014 um 6:14 pm

      @Luna,

      pseudo-theologisches-geschwätz, sag doch immer und immer wieder hochge*otztes Zeug, bissl anders zusammengebraut, es bleibt trotzdem was es ist.

      Scham ist Selbstachtung und die hört auch bei schamlosen Tun nicht auf 😉

      Das was hier damit verbunden wird, ist, wie Du schon sagst, aus einem Minderwertigkeitskomplex heraus entstehende Schamlosigkeit die man be-treibt um dann im Gegenzug Scham (Reue) zeigen zu können um den innerlichen „Ausgleich“ wieder herstellen zu können, sich der Minderwertigkeit nicht bewusst zu werden.

      Verdrängungsmechanismen.

    • Oktober 14, 2014 um 6:26 pm

      @ luna

      „Gleichzeitig sind sie aber auch für unser Leben sehr hilfreich, indem sie uns dabei unterstützen, uns in unserer menschlichen Unvollkommenheit anzunehmen und zu achten. Sie sind also ein wesentlicher Teil unserer Selbstliebe.“:

      Das halte auch ich für falsch.
      WAHRE Liebe / Selbstliebe liebt unbedingt / bedingungslos und ist FREI von allen Beeinträchtigungen durch „negative“ Gefühle – wie z.B. „Scham“.
      Ich liebe – mich und alles andere – auch DANN bedingungslos, wenn ich einen „Fehler“ gemacht habe oder wenn ein anderer einen „Fehler“ gemacht hat. DAS ist Anwendung des höchsten Gesetzes im Universum. Negative Gefühle / Denkhaltungen verhindern die Anwendung des Gesetzes – auch das – GUTE – „Lebens-Gesetz“ genannt.

      -.-.-.-.-

      >Folglich ist ein “Schamgefühl” ein Signal dafür, dass man gerade eigentlich keinen Grund zur “Selbstliebe” hat.<<

      Siehe oben.
      Negative Gefühle / Denkhaltungen (primär ANGST) sind Signal dafür, daß es am rechten Bewußtsein, an geistiger (Kraft der) Liebe mangelt. Denn die göttliche KRAFT (Liebe, Leben, Freude, Frieden, usw.) ist des Menschen wahres Sein.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

      • Oktober 14, 2014 um 6:36 pm

        @Wolfgang H.,

        da Sie sich stetig wiederholen (was kein Vorwurf ist), sie haben einen Standpunkt.

        „Ich liebe – mich und alles andere – auch DANN bedingungslos“ Ich liebe – mich und alles andere – auch DANN bedingungslos, wenn ich einen “Fehler” gemacht habe oder wenn ein anderer einen “Fehler” gemacht hat.

        DAS ist Anwendung des höchsten Gesetzes im Universum.Zitatende

        Also geht es um das was wer tut. Wie ist das mit Ihnen? Lieben Sie sich auch bedingungslos, ich meine Sie NICHT Ihr tun. Und erwarten Sie , das jeder Sie bedingungslos liebt, also NICHT Ihr tun, sondern Sie ganz persönlich? Und wenn ja, erwarten Sie geliebt zu werden, weil Sie geliebt werden wollen oder weil „DAS die Anwendung des höchsten Gesetzes im Universum ist“? Wer sagt das?

        Also nicht das ich Sie nicht Liebe, allerdings werden Sie von mir nicht geliebt. Ich weis nicht, ob Sie den Unterschied verstehen können.

        • Oktober 15, 2014 um 2:33 pm

          @ Böser Bub

          „Also geht es um das was wer tut.“:

          Das WESEN, das ich bin (das „ICH BIN“, Bewußtsein), sagt: „Ich tu, was ich bin“.
          Das ist das, was JEDES Wesen sagt.

          -.-.-.-.-

          „Wie ist das mit Ihnen? Lieben Sie sich auch bedingungslos, ich meine Sie, NICHT Ihr tun.“:

          Ja, das ist mein Streben aufgrund meiner Überzeugung von meinem Sein. Und wie ich oben schrieb, soll es zwischen Sein und Tun keine Abweichung(en) geben. Falls es solche beim Menschen – aufgrund der unvermeidlichen Fehlbarkeit (der materiellen Ebene) – dennoch geben sollte, wird auch DAS bedingungslos geliebt.

          -.-.-.-.-

          „Und erwarten Sie, das jeder Sie bedingungslos liebt, also NICHT Ihr tun, sondern Sie ganz persönlich?“:

          Nein. Denn der Mensch, der zu seinem wahren Sein aufgestiegen ist, hegt keine Erwartungen mehr, stellt keine Ansprüche / Bedingungen. Nichts dergleichen. Wer sich mit der Seins-Kraft, Geist-Kraft, Schöpferkraft, Kraft der Liebe und des Friedens, Kraft der reinen Lebensfreude und Heilung, identifiziert und mit ihr harmonisch schwingt, IST diese Kraft – die ein bedingungsloses / unbedingtes Glücklichsein bedeutet / „verursacht“. Wer diese Kraft IST, braucht nichts (anderes) mehr („haben“) zu WOLLEN.

          -.-.-.-.-

          „… weil “DAS die Anwendung des höchsten Gesetzes im Universum ist”? Wer sagt das?“:

          Die KRAFT „sagt“ das. Und wer sich mit der KRAFT (Gott, Sein, Liebe, Leben, Wahrheit, usw.) identifiziert und sich in die entsprechende Schwingung verwandelt (transformiert), ERKENNT – als ERKENNENDES Bewußtsein – das Gesetz. Und seine Weisheit bzw. zwingende Logik.

          Jeder nicht traumatisierte, nicht neurotisierte, Mensch – z.B. Angehöriger eines nicht zivilisierten NATURvolkes – oder ein geheilter Zivilisierter findet die Gewissheit in seinem Gewissen (feinstofflichen, göttlichen) Bewußtsein.

          Bibel sagt: „Es ist euch gesagt, was GUT ist“.

          Und / Oder: „Alles, wessen ihr bedürft, ist euch (schon) gegeben.“

          Herzlichen Gruß!

          Wolfgang H.

          • Oktober 15, 2014 um 3:02 pm

            @Wolfgang H.,

            “Ich tu, was ich bin”.
            Das ist das, was JEDES Wesen sagt.zitatende

            das muss Wesen schon mal garnicht sagen, weil es IST was es IST.

            In der Betrachtung, die Sie betreiben (auf WAs Sie sich dabei stützen ist ersteinmal irrelevant, gerne wird die Bibel zitiert, das nur am Rande) wird das IST (Praxis) theoretisiert und als praktische Vorgehensweise ver-kauft.
            Das hier der Theoretiker theorisiert (bis weilen sogar terrorisiert) legt den Schluß nahe das es sich um eine Art „durch die Hintertür“ einschleichende ideologisch Geprägte Verwirrungsstrategie impliziert mit Scheinbarem Gutdüngen handelt.

            Um es kurz zu machen.

            Für mich weisen stetige Ausführungen (wiederholungen)darauf hin, das Schreiber praktisch gesehen, eher ein Theoretiker ist.

            „“Wie ist das mit Ihnen? Lieben Sie sich auch bedingungslos, ich meine Sie, NICHT Ihr tun.”:

            Ja, das ist mein Streben aufgrund meiner Überzeugung von meinem Sein. zitatende““

            Streben stellt eine Bedingung dar, denn das streben gibt Ihnen ja Bedingungen vor, nachdenen Sie streben.
            Sie streben nach „bedingungsloser Selbsliebe“, sprich „bedingungsloser Selbst-annahme“ und ihre Überzeugung wäre dann eine „bedingungslose Selbstüberzeugung“.

            Na wenn da mal nicht der Wurm drinn ist.

          • Oktober 15, 2014 um 5:53 pm

            @ Böser Bub

            Du hast gefragt – und ich habe ehrlich, aufrichtig, nach bestem Wissen und Gewissen – und wohlwollend – geantwortet.

            Dein Kommentar dazu aber ist von ganz anderer Art.

            Und deswegen macht es keinen Sinn, unter diesen Umständen weiter darüber zu reden.

            Es ist immer den Versuch wert.

            PS: Das, was ich anSTREBE, bedeutet nicht „Bedingung(en)“ setzen oder ihnen unterliegen. Ganz im Gegenteil!

            Herzlichen Gruß!

            Wolfgang H.

          • Oktober 15, 2014 um 3:20 pm

            😉 NEIN Nicht -gutdünken-

          • Oktober 15, 2014 um 3:23 pm

            @ Böser Bub

            „“das muss Wesen schon mal garnicht sagen, weil es IST was es IST.““

            Danke, ich hab‘ genau dasselbe gedacht.

            Und dem Rest Deiner Ausführungen kann ich mich ebenfalls anschließen, auf mich wirken diese ständigen Wiederholungen wie auswendig gelernt, aber weder verinnerlicht, noch gelebt.

    • federleichtes
      Oktober 14, 2014 um 8:09 pm

      Wenn ich etws „Idiotisches“ machte, schäme ich mich nicht – „Irren ist menschlich, sprach der Igel, und stieg von der Bürste.

      Das Auslösen von Scham ist ein Willkürakt, der einen vorhergehenden geistigen Willkürakt auf der emotionalen Ebene absichert. Es ist die zweite Gewalt (Reduzierung der Lebensenergie) eines Täters über sein Opfer. Kein normaler Mensch (weder Täter noch Opfer) lässt sich beschämen oder beschämt andere. Im Gegenteil wird der normale Mensch einem Kind, das sich schämt, von seiner (falschen) Scham zu befreien versuchen.

      Der Autor der Schrift verwechselt einiges. Er meint, ein Brot zu liefern, stellt aber nur die Zutaten irgendwo hin: Macht was draus. Ja, gut, machen wir.

      Dazu

      „Gleichzeitig sind sie aber auch für unser Leben sehr hilfreich, indem sie uns dabei unterstützen, uns in unserer menschlichen Unvollkommenheit anzunehmen und zu achten. Sie sind also ein wesentlicher Teil unserer Selbstliebe.”

      fragst Du berechtigt.
      Scham hat weder mit Liebe noch mit Selbstliebe auch nur das Geringste zu tun. Überlegenswert eher, ob (künstliche) Scham nicht (natürliche) Liebe verhindert.

      Es ist einigen Menschen geradezu typisch (veranlagt), menschliche Unvollkommenheit zu statuieren. Natürlich nur bei Anderen – sonst hielten sie, im Bewusstsein ihrer eigenen Unvollkommenheit, einfach die Fresse. In meinem Weltkonzept gibt es keinen trockenen Wassertropfen, und in meinem Menschenkonzept gibt es keinen vollkommenen Menschen. Allerdings gibt es in meinem Lebenskonzept eine klare Ansage: Leben ist perfekt. Daraus formulierte sich eine meiner Lebensbitten: Lasst die Menschen in Ruhe (ihre Selbstliebe entwickeln).

      Danke Dir.
      Wolfgang

  24. Mathias
    Oktober 14, 2014 um 7:54 pm

    @ federleichtes

    TOP, lieber Wolfgang. Du hast wieder einmal den richtigen Riecher für Worte, die mir scheinbar einen Schubser zum Verstehen gegeben haben – fragil zwar, aber der Verarbeitungsmodus läuft.

    „Stolz und Eitelkeit entstehen aus dem Bewusstsein über die Kontrolle einer Energiequelle – aus erlebter Herrschaft -also Erregungen, die Nicht-Existenz erst existent machen. Sehr fragil, gell, kompensiert einerseits durch den Anschein einer Erhöhung, und andererseits dem GLAUBEN der Energiequelle, sie sei minderwertig.“

    Scham (und Schuld) ist die Kerbe (der Minderwertigkeit). Und Geist füllt diese Lücke, indem er Möglichkeiten der Erregung bietet, um sich „geraubtes Glück“, Erfolg, Status u.ä. zu verschaffen und damit auch den Anschein einer Erhöhung. Stolz und Eitelkeit sind gewissermaßen des Geistes beste Freunde, weil sie „Bewacher“ dieses Fließens sind (das heißt, sie sind die besten Garanten um die Erregbarkeit am Fließen zu halten).

    Wenn dem so ist – so ist in der Tat Schamlosigkeit (in der richtigen Bedeutung) der einzige Weg um sich dem Diktat des Geistes zu befreien. Als ich den Beitrag von Herrn Kölling las, fragte ich mich ob es überhaupt „Schamgefühle“ gibt – das fand ich nicht zutreffend. Wie Du geschrieben hattest – es sind Erregungen und das hat nichts mit Gefühl zu tun.

    Aus Deinen Aussagen ergeben sich natürlich weitere Fragen. Aber soweit erst mal.

    Danke Dir!
    Mathias

    • federleichtes
      Oktober 14, 2014 um 8:27 pm

      Du mir? Ich DIR:

      „Scham (und Schuld) ist die Kerbe (der Minderwertigkeit). Und Geist füllt diese Lücke, indem er Möglichkeiten der Erregung bietet, um sich „geraubtes Glück“, Erfolg, Status u.ä. zu verschaffen und damit auch den Anschein einer Erhöhung. Stolz und Eitelkeit sind gewissermaßen des Geistes beste Freunde, weil sie „Bewacher“ dieses Fließens sind (das heißt, sie sind die besten Garanten um die Erregbarkeit am Fließen zu halten).

      Schuld (informativ = Geist) und folgend Scham (reduzierte Energie)
      sind die Garanten für einen räuberisch herrschenden Geist.

      Habe ich Dich so richtig verstanden?

      Wenn ich mich recht erinnere, sprachen wir hier bereits über die höchst spekulative Annahme, mit unserer gegen einen Geist gerichteten Emotionalität würden wir diesen füttern.

      Damit’s noch etwas runder wird.
      Schlagen wir mal die Bibel auf.
      Der „Gott“ spricht die Menschen schuldig. Es wimmelt in diesem Werk von Scham und Schande, von Massregelungen, Bestrafungsandrohungen bis hin zur ewigen Verdammnis. Die Schwerter würden von alleine schmelzen, machte von aus den Kirchenglocken Pflugscharen – meine Meinung.

      Dir einen guten Abend.

      Dein
      Wolfgang

      • Oktober 15, 2014 um 12:10 am

        @ federleicht

        „Damit’s noch etwas runder wird.
        Schlagen wir mal die Bibel auf.
        Der “Gott” spricht die Menschen schuldig. Es wimmelt in diesem Werk von Scham und Schande, von Massregelungen, Bestrafungsandrohungen bis hin zur ewigen Verdammnis“.

        Der wahre Gott hat solches nie getan und wird es auch nie tun.

        Die Bibel ist kein HISTORISCHES Buch im heute üblichen – DOMINIEREND wissenschaftlichen – Verständnis, sondern es ist MEHRERLEI:

        1.
        Primär KEIN „Religions-Buch“. Jedenfalls wurden die Texte nicht geschrieben um eine neue Religion zu (be-)gründen, sondern

        2.
        ein HEILUNGS-Buch. Das primäre Anliegen ist die grundlegende Heilung des „abgetrennten / entfremdeten“ Menschen; des von der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“ (KZN) befallenen und beeinträchtigten Mehrheits-Menschen.

        3.
        Die Bibel / „Heiligen Schriften“ werden zwar das „WORT Gottes“ genannt, aber daraus darf man nicht ableiten, daß der kosmische Gott die Texte in rationaler Sprache diktiert hätte, sondern es handelt sich um Darstellungen / Geschichten in der SPRACHE Gottes. Und das ist die bildhaft-symbolische Sprache, die die Sprache des Unbewußten, der Träume und Visionen ist.

        4.
        Die Bibel erzählt, was Menschen GEDACHT haben, wie Gott sei, wie er denken könnte / würde und ENTFREMDETE Menschen haben gedacht, Gott würde – willkürlich – auf der irdischen Ebene eingreifen. Das waren / sind FEHL-Deutungen.

        Ich räume ein, eine Schwierigkeit steckt darin, daß selbst die Bibelübersetzer und / oder die Kirche nicht sauber trennen, wann in biblischen Texten von „Gott“ bzw. dem „Herrn“ oder dem „Vater“ gesprochen wird. Das muß differenziert gesehen / gedeutet werden.

        Der „Herr“ ist das – HERR-schende – universelle Gesetz, das – gute – Lebens-Gesetz. Dieses Gesetz hat keine Hände und wird nicht „strafend zuschlagen“, wenn / wo der Mensch dagegen verstößt, sondern der Mensch fügt sich selbst (den) Schaden zu, wenn / wo er gegen das Gesetz verstößt.
        Beispiele:
        – Wer das Gesetz der Schwerkraft mißachtet, landet mehr oder weniger schmerzhaft auf der Nase oder dem Hintern.
        – Wer das Gesetz von Säen und Ernten mißachtet und viel Negatives aussät, MUSS viel Negatives ernten.
        – Wer das Gesetz vom Vakuum mißachtet, kann nichts „neues“, „besseres“ usw. bekommen – denn dazu muß er erst das „alte“ / „schlechtere“ LOSLASSEN.
        usw.

        Das universelle GESETZ sorgt „ganz automatisch“ dafür, daß lebensuntüchtige, dumme, ignorante usw. Exemplare aus dem Leben ausscheiden. Das machen die betreffenden Exemplare SELBST – indem sie sich von der „Lebens-Energie“ abtrennen.

        Es ist niemals Gott VATER, der „schuldig spricht“ oder „verdammt“ oder ähnliches täte – denn Gott VATER ist die KRAFT der – reinen, bedingungslosen – Liebe, des Lebens, des Friedens, der Freude, usw.

        Jegliche Kritik an „Gott“ ist also völlig grundlos und zeugt nur vom Unverständnis, von der Unweisheit, des Autors.

        Herzlichen Gruß!

        Wolfgang H.

        • federleichtes
          Oktober 15, 2014 um 7:04 pm

          Ihre „Weisheit“ ist umwerfend, Herr Wolfgang Heuer:

          „Das universelle GESETZ sorgt “ganz automatisch” dafür, daß lebensuntüchtige, dumme, ignorante usw. Exemplare aus dem Leben ausscheiden. Das machen die betreffenden Exemplare SELBST – indem sie sich von der “Lebens-Energie” abtrennen.“

          Klingt mir ein bisschen faschistoid – Minderwert zu statuieren und ihn – auch noch per universellem Gesetz – aussortieren zu lassen. Klingt auch ein bisschen, als wünschten Sie sich das.
          Wünschen Sie sich diesen Auslese-Prozess?

          Gruß
          Wolfgang

          • Oktober 16, 2014 um 1:17 am

            @ federleichtes

            „Klingt mir ein bisschen faschistoid – Minderwert zu statuieren und ihn – auch noch per universellem Gesetz – aussortieren zu lassen. Klingt auch ein bisschen, als wünschten Sie sich das.“:

            Mit etwas mehr Menschenkenntnis – auch etwas mehr wohlwollendem Interesse an meinen Beiträgen / Kommentaren – würdest du, lieber Namensvetter, mich VIEL besser kennen und solche Unterstellungen würden dir niemals aus der Feder fließen.

            Es geht nicht danach, ob ich mir das „wünsche“ oder nicht: Es GESCHIEHT!

            Und jeder Mensch tut / täte gut daran, wachsam darauf zu achten ob / daß er in Harmonie mit dem Gesetz ist.

            Mann, Mann, Mann – du hast wirklich ein Problem!

            Alles, alles, Gute!

            Herzlichen Gruß!

            Wolfgang H.

      • Mathias
        Oktober 15, 2014 um 6:34 pm

        „Schuld (informativ = Geist) und folgend Scham (reduzierte Energie)
        sind die Garanten für einen räuberisch herrschenden Geist.“

        Ja da kann ich mitgehen. Ein kleines „Aber“ das sich da in meinem Verstehen noch auftut:

        Das Phänomen der maßlosen und/oder schamlosen Überhöhung, kennt ja eher keine „Schuld“ und auch keine Scham, aber trotzdem ist sie ein Garant für einen räuberischen Geist.

        In dem geschilderten Falle der Überhöhung müsste es sich um eine Art Blindheit handeln – eine Art Negation Deines obigen Satzes, der aber gleichermaßen dem herrschenden Geist dienlich ist. Oder?

        So weit erst mal,
        Dein Mathias

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  1. Oktober 13, 2014 um 10:47 pm

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