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Was mit unseren Religionen passieren sollte, um vom Krieg zum Frieden zu gelangen …

Mit Blick auf den wider das Völkerrecht beschlossenen Einsatz unserer Bundeswehr zur Unterstützung französischer Einsätze auf syrischem Gebiet gegen den Islamischen Staat (siehe), der real kein solcher ist, möchte ich nochmals diesen Artikel nach vorne holen, der ein wenig Licht darauf wirft, wie es zu den vielen Konflikten auf unserer Erde kommen mag:

Sintflut – Ölgemälde (Francis Danby, Tate Gallery) (Foto: Wikipedia)

Es ist nie das Volk, das Krieg will, und erst recht ist es nie das Volk, das Kriege finanziert und organisiert. Es sind immer nur wenige Köpfe an der Spitze der Pyramide, die Kriege wollen, um ihre Machtpläne voranzutreiben.

Wären die Religionen nicht gespalten und verfeindet, könnten sie gemeinsam als vielfältige Kräfte wirken, um die spaltenden und negativen Kräfte in ihren eigenen Kreisen und weltweit zu neutralisieren.

Ein grundlegendes Anliegen der theistischen Vision ist die Versöhnung der Religionen und das Fördern des gegenseitigen Respekts (durch die Überwindung von Atheismus und Monotheismus), damit wir als Menschheit fähig werden, gemeinsam den großen Bedrohungen der heutigen Zeit zu begegnen. Deshalb kommen wir nicht umhin, uns auch die Frage stellen, welche Elemente und Ideologien im Wege stehen.

So schreibt Armin Risi auf den Seiten 138/139 in seinem sehr empfehlenswerten Buch Der radikale Mittelweg: Überwindung von Atheismus und Monotheismus – Das Buch zum aktuellen Paradigmenwechsel als Überleitung zum Kapitel Wie der Monotheismus entstand. Darin stellt er fest, dass als zentrales Ereignis der monotheistischen Geschichtsschreibung die Sintflut ist. Es gibt inzwischen fundierte Nachweise, dass vor etwa 7.000 Jahren Meteore auf der Erde einschlugen und reichlich unterschiedliche Naturkatastrophen verursachten. Die wenigen Überlebenden hatten dieses Ereignis weitererzählt, und die Frage stand im Raum, warum es dazu kam. Die damaligen Priester, so argumentiert Armin, hatten sich das zu Nutze gemacht und führten an, dass Gott erzürnt war, ob der vielen sündigen Menschen, und so hätte er sich entschlossen, hier aufzuräumen. Und so sprachen sie:

Wenn ihr wollt, dass Gott euch nicht mehr straft, müsst ihr uns, den Priestern und unseren Anweisungen gehorchen; all Jene, die das nicht tun, wird Gott bestrafen. Unser Gott ist der einzig wahre Gott, alle anderen Menschen verehren einen falschen, und unser Gott wird sie dafür bestrafen und vernichten.

Seit dieser Zeit funktioniere die Machtpyramide und überzieht den Planeten regelmäßig mit Eroberungs- bzw. Ressourcenkriegen.

Interessant sind auch die biblischen Ausführungen zum Exodus der 2 Millionen Juden aus einem Ägypten von 6 Millionen Einwohnern,  sowie die Geschichte zu König Salomon und David zu einer Zeit, wo es quasi nur Hirten gab im Land. Es seien bisher keinerlei Artefakte gefunden worden, die diese Fakten der Bibel bestätigen könnten.

***

Zur Sintflut siehe auch die folgende Aufstellung von M. Jans, der sich die Mühe machte, die wichtigsten Sintflut-Berichte der Völker unserer Welt zusammenzustellen (Quelle: 25 Sintflut-Sagen im Vergleich):

  1. Februar 23, 2015 um 8:53 am

    Hat dies auf Freiheit, Familie und Recht rebloggt und kommentierte:

    Solange sich die Religionen nicht einig werden, werden immmer wieder Kriege wegen des Glaubens geführt werden.

  2. Tommy Rasmussen
    Februar 23, 2015 um 9:21 am

    „Was mit unseren Religionen passieren sollte, um vom Krieg zum Frieden zu gelangen …“:
    .
    „Tötet für Allahs Pfad eure Religionen, denn sie töten euch…“, habe ich in meinem heiligen Koran in der zweiten Sure Vers 191 geschrieben, „…aber beginnt nichts mit Feindseligkeiten!“ Und was haben die fanatischen Moslems Deiner Welt vom Sinn dieser Worte verstanden? – genauso viel wie alle „fanatischen Christen“ von meinen Christusworten verstanden haben, nämlich nichts, rein gar nichts!!! Alle, die in Kirchen gehen und darin ihre Gebete (unter dem Zwang ihrer eigenen Logik, die sie mit „wirklichem Glauben“ verwechseln) geistlos vor sich hinplappern, die beten nicht wirklich! Um MICH zu finden, musst Du jede scheinheilige Kirche verlassen und in Deine eigene geistige Tiefe hinabsteigen… Wisst ihr denn nicht, dass ihr den Tempel Gottes in euch tragt?!.
    http://www.holofeeling.de/
    .
    [HIM 3.470525.11] Es ist daher auch eine eitle Frage, welche äußere, sichtbare Kirche unter den vielen, die Meinen Namen führen, die rechte sei. – Die Antwort darauf lautet und kann ewig nie anders lauten als: Gar keine! – Nur die Kirche im Herzen, das Ich gemacht habe, ist die alleinig rechte und vor der Hölle für ewig gesicherte; alles andere hat die Welt ausgeheckt, gehört ihr an und gilt vor Mir ewig nichts!
    .
    „die Kirche im Herzen“ = GEWISSEN:
    .
    [GEJ.05_097,03] Wohl wird es in seines Herzens Sensorium, das man ,Gewissen nennt, eingeflüstert, und er bekommt von Zeit zu Zeit ganz tüchtige Mahnungen…
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    [GEJ.05_097,04] … Mahnungen, von uns ausgehend und sich im Herzen kundgebend …
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    [HG 1.33.12] Wer aber überhören je wird den Willen Gottes in seinem Herzen, der wird auch sterben, aber ewig am Leibe nimmer auferstehen. Und da werden kommen Würmer der Erde über sein Fleisch und werden es aufzehren samt Haaren, Haut und Knochen; seine Seele und Geist aber werden dann wieder zur Unterlage der Berge Jahrtausende als gefestete Körper dienen müssen im finsteren Bewußtsein ihres Elends und ihrer totalen Nichtigkeit, bis sie endlich wieder nach dem gnädigen Willen von oben irgendein Tier aufnehmen wird, von wo sie dann von Stufe zu Stufe sich durch die ganze Tierwelt werden elend, stumm und sprachlos durcharbeiten müssen, um endlich wieder einmal zur Würde des Menschen gelangen zu können. Dies merket euch wohl; denn da werdet ihr dann viele tausend Male sterben müssen, ehe ihr wieder zum Leben aus der Liebe und Gnade Gottes gelangen werdet ! Bedenket, was der Herr euch hier sagen läßt !
    .
    [HIM 2.420730.3] Die Not wird, ja sie muß erst die Völker belehren, daß die Erde ein Gemeingut aller Menschen, nicht aber nur jener verruchten Satanswucherer ist, die sich derselben durch geprägtes Blech und nun gar schon durch beschmierte, allerlumpigste Papierschnitzel bemächtigt haben….
    http://www.j-lorber.de/
    .
    „Die Not wird, ja sie muß erst die Völker belehren“:
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    21.02.2015 – Merkel zum zweiten Mal zu Privataudienz im Vatikan. Merkel möchte hören, welche Ideen der Papst den G7-Staats- und Regierungschefs mitgeben will. Merkel nimmt die Kritik des Papstes an. Auch Ukraine dürfte Thema sein und Klimaschutz und viele andere Probleme.
    http://www.tagesschau.de/ausland/merkel-privataudienz-papst-101.html
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    Der Schwur der Jesuiten
    https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2010/04/11/der-schwur-der-jesuiten/
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    Dr.Walter Veith – Israels Erbe

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    Dr. Walter Veith – Die letzten Ereignisse vor dem letzten Papst – Auf der Zielgeraden zur NWO

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    Deshalb: Freeware – MAILFINDER „googeln“ und Infos verbreiten, aber bitte kein HASS!

  3. Sandra
    Februar 23, 2015 um 9:32 am

    … und so kam es, das fast alle Menschen ihre wahre Heimat verrieten. Ob der selbsterschaffenen Hölle klagten sie sehr, doch diente es dem weiteren Hochverrat. Das alte Wissen um die Heimat ist längst verloren. Es lebt noch im Herzen weiter, als getarnte Sehnsucht nach dem Paradies. Nach einem Paradies, das immer da wäre – direkt vor deinen Augen.

    Doch selbst diejenigen, die es erfahren, haben wenig beschreibende Worte, tun es daher als unerklärlich ab, erzeugen Wissen (Frequenzen, Bewußtsein etc. um dies zu verstehen) aber vertrauen nicht. Die, die sprechen wollen, können dies dem gebildeten Menschen kaum verständlich machen, werden lächerlich gemacht und laufen Gefahr, sich lächerlich zu machen. Sie leben im Wissen, doch will es keiner wissen – wissen liegt ja in der Erklärung allein und nicht in der Gewißheit von Tatsachen. Eine Informationsvermittlung der Wahrheit auf welchem Wege auch immer ist daher zu schwer verdaulich.

    Wem nutzt das? Wem nutzt der heimatlose Mensch? Ich gebe zu, manchmal hoffe ich inständig, daß die Hölle gefriert, das euch so richtig kalt wird. Dann sehe ich euch an und weiß, das dies längst der Fall ist. Ich kann nichts mehr tun für euch und ganz ehrlich will ich es auch nicht mehr. Ich kann nur sagen, daß ihr zu jederzeit eine Heimat hättet haben und dazu hättet stehen können. Will man es nicht, hat man es nicht, besitzt man es nicht.

    • Sandra
      Februar 23, 2015 um 10:01 am

      Der Name

      um etwas als real anzuerkennen, braucht es einen Namen.

      Meine Heimat ist grenzenlos. Dem Sitz meiner Seele, meines Herzens – all dem was mein Verstand umfasst und zu umfassen vermag, all den Dingen denen ich einen Platz einräume, zu geben bereit bin – wie könnte ich dieser Heimat, die ich bin, wofür ich stehe, die ich aussende einen Namen geben? Ich vermag es nicht.
      Wenn es also einen Namen für die Existenz braucht, wenn ihr ihn braucht, dann gebt ihn.
      Sagt den wahren Namen. Vielleicht kennt ihn Einer.

  4. Sandra
    Februar 23, 2015 um 11:49 am

    144 ist im religiösen Sinn wichtig.

    Was war 1871?

    Seite: Deutsche haben es geschafft, aus einem zersplitterten Reich eine Einheit zu machen (Integration).
    Seite: Amerikaner haben es geschafft, aus einem Land für Amerika ein Unternehmen von Amerika zu machen.
    Seite: Bystander Apathy Is Synonymous With National Suicide

    • Sandra
      Februar 23, 2015 um 12:09 pm

      Wille, Methoden, Werkzeuge

      Die Formen einer Integration können vielseitig sein.
      Die Art und Weise der Zerstörung ebenso.

  5. Gerd Zimmermann
    Februar 23, 2015 um 11:51 am

    Reality, denke nur an den Denkenden.
    Unpassend.
    Was denkst du ohne den Denkenden,
    Martins Wolfgang ?
    Was denkst Du ohne den Denkenden ?
    Ohne den Denkenden denkst du nichts.

    Wie dumm bist du eigentlich ?
    DENKEN FUR DEINE ERFINDUNG ZU HALTEN.

    So dumm kann nicht mal Dummheit sein,
    sich selbst erfunden zu haben.

    Dumm gelaufen, ja.

    Gruss Gerd

  6. tulacelinastonebridge
    Februar 23, 2015 um 11:57 am

    ….Wären die Religionen nicht gespalten und verfeindet…. Das berühmte Was Wäre Wenn!

    Organisierte Religionen und Frieden, dass ist schon sehr sehr weit hergeholt.

    ……Wenn ihr wollt, dass Gott euch nicht mehr straft, müsst ihr uns, den Priestern, und unseren Anweisungen gehorchen; all jene, die das nicht tun, wird Gott bestrafen. Unser Gott ist der einzige wahre Gott, alle anderen Menschen verehren einen falschen, und unser Gott wird sie dafür bestrafen und vernichten……

    Wenn ich mich richtig erinnere gaben die damaligen Priester an…… dass die Sintflut eine „Strafe“ für die Götter war, diese Götter zeugte Nachkommen mit den Menschenfrauen, natürlich vertragen sich diese zwei Rassen nicht, also kamen gewalttätige Kinder heraus und dieser zerstörerische Fehltritt wurde mit der Sintflut beseitigt.
    Außerdem wurde Noah geschickt um alle Rettungswilligen Menschen, zu retten.

    Lieber Herr Risi, wo haben sie ihre Infos her.?

    Liebe Grüße

  7. Gerd Zimmermann
    Februar 23, 2015 um 12:01 pm

    Till Eulenspiegel hat einen Spiegel, ihr seid spiegelressistend.

    Tula, blicke hinter den Spiegel um die Wirklichkeit zu sehen.

    Die Suppenkasper turnen nur noch vor dem Spiegel nach.

    Gruss Gerd

  8. tulacelinastonebridge
    Februar 23, 2015 um 12:06 pm

    Tsipras kämpft mit den Erinnyen [gegen die moderne(?) Religion der Märkte]

    Christoph Quarch, 23. Februar 2015 — Keine Kommentare

    Im Hintergrund der politischen Turbulenzen in Griechenland steht eine epochale Auseinandersetzung um die künftige Weltordnung. Wie sie entschieden wird, lehrt die antike Tragödie. In Athen wird eine Tragödie gegeben. Doch heißt ihr Held nicht mehr Orest, und auch nicht Ödipus. Ihr Held heißt Alexis Tsipras, und wir sehen ihn in einem Plot, der eines Aischylos oder Sophokles würdig ist: Es ist die uralte Geschichte vom Ringen zweier Mythen, die sich unversöhnlich gegenüberstehen und die nicht miteinander zu vermitteln sind. Es ist ein unauflösliches Dilemma, worin die Helden nur verlieren können. Das ist der Stoff, aus dem Tragödien sind.

    So auch heute in Athen. Wir werden Zeugen eines Kampfes von epochaler Größe: des Zusammenpralls zweier Weltordnungen, die allein deshalb ‚Mythen‘ genannt zu werden verdienen, weil sie die Einrichtung der Welt und das Selbstbild der Menschen mit solcher Macht bestimmen, dass sich nur die wenigsten ihrer Herrschaft bewusst sind. In der Tragödie ‚Tsipras‘ haben wir zum einen jenen Mythos, der in Athen vor mehr als 2500 Jahren geboren wurde: den Mythos der Freiheit und Selbstbestimmung einer Bürgerschaft mit seinem Vertrauen in die Kraft der praktischen Vernunft und seinem Glauben an das Politische. Auf der anderen Seite steht ein Mythos, der im 18. Jahrhundert entstand: der Mythos des Ökonomismus mit seinem Glauben an die segenspendende Macht des Marktes und seinem Vertrauen in die instrumentelle Vernunft. Worüber wir uns lange hinweggetäuscht haben, wird auf der Athener Bühne sichtbar: Die beiden Mythen gehen nicht zusammen. Es ist eine Tragödie.

    Beide Seiten haben Recht
    Die beiden Mythen gehen nicht zusammen, weil sie in sich geschlossen sind. Sie folgen ihrer eigenen, stringenten Logik, die sich dem anderen Mythos widersetzt. Tsipras verfolgt die Logik des Politischen, er klagt das Selbstbestimmungsrecht der Völker ein und verweist auf die Prinzipien der Demokratie; er hat in seinem Weltbild Recht. Dagegen stehen Frau Merkel und Herr Schäuble, die Troika und die Priesterschaft des Marktes. Sie pochen auf das ehernste Gesetz der Wirtschaft: Wer Schulden macht, hat diese zu begleichen. Und siehe da: Nach Maßgabe des Mythos, dem sie folgen, haben sie nicht minder Recht. Genau da liegt das Problem. Es ist wirklich eine Tragödie.

    Um sie noch besser zu verstehen, lohnt es, sich kurz den alten Dramen zuzuwenden. Besonders eignet sich ein Stück des Aischylos. Es heißt „Die Eumeniden“, uraufgeführt im Jahre 458 v.Chr. Das Drama schildert den Konflikt zwischen dem alten Mythos der großen Muttergöttin und dem neuen Mythos der Olympischen Götter. Der Held, Orestes, hat den Zorn der Erinnyen auf sich gezogen – der Schergen und Töchter der großen Nacht, der Sachwalterinnen des alten Mythos. Unerbittlich bestehen sie darauf, dass dessen Mord an seiner Mutter nur mit seinem eigenen Blut zu sühnen sei. Kompromissloch pochen sie auf das Grundaxiom ihrer Weltordnung: Wer Mutterblut vergießt, muss dafür büßen. Auf Schuld folgt unausweichlich Sühne.

    Die tödliche Kette von Schuld und Sühne
    Doch treten den Erinnyen die olympischen Götter entgegen: Apollon und Athene, Sachwalter der Klugheit und Vernunft. Sie drängen darauf, die ewige Kette von Schuld und Sühne zu zerteilen und Orestes freizusprechen, da anderenfalls die Blutspur immer weiterreicht und jedes freie Leben auf der Erde schlechterdings unmöglich wird.
    Die Parallele sticht ins Auge. Auch Tsipras ficht nicht einfach für politische Interessen. Er kämpft nicht einfach nur gegen die Troika und gegen Frau Merkel. Er kämpft gegen den mächtigen Mythos des Marktes, der mit derselben Unerbittlichkeit wie die Erinnyen sein ehernes Gesetz vertritt: Wer Schulden macht, muss sie begleichen. Da gibt es kein Entrinnen. Es ist das alte Mutterrecht in nüchterner Gewandung: Die Kraft, die nährt – wir nennen sie heute Ökonomie – macht ihre Logik machtvoll geltend; und allen, die für diese Logik streiten, gibt sie unbeirrbar recht.
    Die Chancen stehen so gesehen schlecht für Tsipras. Zumal da kein Apollon ist, der schützend seine Hand über ihn hält. Und auch eine Athene ist nicht sichtbar, die stolz und klug der Troika der Erinnyen die Stirn zu bieten wüsste. In Russland oder China jedenfalls, findet man sie sicher nicht. Tsipras ist allein auf sich gestellt, mit seinem treuen Helfer Varoufakis … und wird wohl tragisch enden, wenn, ja wenn nicht doch zuletzt ein Gott vom Himmel steigt und den Konflikt auf eine gute Weise löst.

    Der Geist der Freiheit
    Wie aber soll das gehen? Es steigt kein Gott vom Himmel. Das mag wohl sein, doch ist es immer möglich, dass sich ein neuer Geist entfaltet – in unserem Falle nicht einmal ein neuer Geist, sondern kein anderer als der, der einst in Griechenland Europa aus der Taufe hob: der Geist der Freiheit, der Geist der Demokratie, der Geist der Selbstbestimmung. Im alten Griechenland hat er schon einmal das Wunder vollbracht und die Herrschaft des alten Mythos nebst seiner unerbittlichen Gesetzen gebrochen. Nur so konnte sich der Raum des Politischen öffnen, nur so konnte es zu jener unvergleichlichen kulturellen Blüte kommen, die Europa groß gemacht hat.
    Der Marktmythus des 20. Jahrhunderts bedroht auf ähnliche Weise das Leben, wie es das Mutterrecht von Schuld und Sühne tat. Seine Logik der Schulden erwürgt ebenso schonungslos das Leben auf Erden – zumal seine ehernen Gesetze nicht nur gebieten, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, sondern mit Zinsen vervielfacht zurückzuzahlen.
    Hier liegt die Wahrheit im Kampf des Tsipras – auch wenn er selbst es gar nicht ahnen sollte. Sein Angriff gilt einer sich verselbständigt habenden Weltordnung, die mit der Macht des Mythos über die Menschheit herrscht. Und seine Verteidigung gilt der vom Untergang bedrohten Weltordnung des Politischen, die vom entfesselten Ökonomismus überwuchert wird. Nicht nur in Athen, sondern auch da, wo jene Gespenster walten, die TTIP oder TIAP heißen…

    Mythen sind Menschenwerk
    Wie wird die Tragödie enden? Tragisch, so ist zu vermuten. Tragisch für Tsipras. Doch darf der Held auf eines hoffen: Vielleicht, dass seine Zuschauer begreifen: Es geht um mehr als nur um Griechenland und Euro. Es geht um einen Kampf der Mythen – und Mythen, das ist die Lektion, sind trotz allem Menschenwerk. Ihr Geltungsanspruch währt nicht ewig. Und ihre Logik ist vergänglich. Die unerbittlichen Gesetze von Schuld und Sühne, Schulden und Tilgung, sind in Wahrheit nicht unwandelbar. Sie leben nur solange wie der Mythos lebt, der sie ernährt.
    Schon einmal starb ein Mythos, der den Menschen in Ketten legte: Heute glaubt niemand mehr an Blutschuld und an Sühne. Wird auch der neue Mythos sterben, der heute das Gros der Menschheit knechtet? Wird eine neue Zeit beginnen, in der es nicht mehr jedermann selbstverständlich ist, dass eine Schuld mit Zins und Zinseszins beglichen werden muss? Es muss doch wenigstens zu fragen erlaubt sein, ob dieses Gesetz wirklich ewig gelten soll. Die Antwort der Tragödie kann nur lauten: Nein – doch ist es zu ihr noch ein weiter Weg. Es ist der Weg in eine neue Welt.

    Athenes Weisheit
    Wenn Sie es für unmöglich halten, dass eine neue Welt jemals heraufziehen wird und glauben dass der Marktmythos alternativlos ist, dann sollten Sie noch mal in die Geschichte blicken. Dort lernen Sie, dass noch kein Mythos auf ewig währte – und viele scheinbar ewige Gesetze und Logiken zerbrochen sind. Und wenn Sie das Kapitel über die Griechen lesen, lernen Sie auch, wie der Wandel möglich wurde: indem das Alte in das Neue aufgenommen wurde. Die göttliche Weisheit von Aischylos‘ Athene liegt eben darin, dass sie die alten Muttergottheiten zwar entmachtete, ihnen dabei aber die größten Ehren und Reverenzerweise gewährte – was diese wiederum dazu veranlasste, aus Rachegottheiten zu Segenspenderinnen zu werden: zu Eumeniden.

    Wird diese Weisheit auch im heutigen Athen gedeihen? Wird dort ein Geist entstehen, der die Segnungen des Ökonomismus wertschätzt und achtet und gleichzeitig die Macht des Mythos bricht, bevor seine Schuldendynamik die Menschheit ins Verderben treibt. Keinen größeren Dienst könnte Athen uns erweisen. Dass es ihn der Welt schon einmal erwies, nährt die Hoffnung, die Tragödie „Tsipras“ könne doch noch ein gutes Ende nehmen.

    Christoph Quarch

    Christoph Quarch: “Für mich ist Philosophie eine Übung des Gemeinsinns. Denn wer philosophiert, gewinnt eine Vogelperspektive, die aus der Enge der täglichen Interessen und Nöte befreit und den Blick für das Ganze öffnet. Und das im Gespräch mit Anderen. Solche befreienden Höhenflüge möchte ich Ihnen bei meinen philosophischen Reisen und Seminaren ermöglichen.”
    Mehr zu seinen Büchern, Vorträgen und Reisen auf seiner Website http://www.christophquarch.de/➚

  9. Sandra
    Februar 23, 2015 um 12:19 pm

    Zu Religionen habe ich nur eines zu sagen:
    Solange die Herren, die selbsternannten Religionsführer, die grundlegenden Tatsachen nicht nutzbar machen, d.h. integrieren können, sind diese allesamt dem
    Menschen nicht dienlich. Wenn der allgemeine Zweck nicht erfüllt wird bzw. werden kann, ist jede Religion (Glaubenskultur) reiner Selbstzweck. Damit verkommt und verfällt diese, auch wenn das Basisfundament ursprünglich nützlich war.

    Zu Religionen/ Glaubenskulturen gehören wesentlich mehr Konzeptionen als die bekannten ‚betitelten‘ Religionen.

  10. Gerd Zimmermann
    Februar 23, 2015 um 12:45 pm

    Tula, Tula

    wie wissend um das kosmische Drama.
    Wurde Martin wissen, er wuerde aufhoeren zu schreiben.
    Was nicht moeglich ist. Im Buehnenstueck.

    Griechenland, ja, wer haette es gedacht, Deutschland, USA, China und der Rest
    der Welt hinterher.
    Einfach so.
    Gedachte Welt eben.
    Aber weh macht es schon, Gottes Gesetz nicht zu beachten.

    Bist noch ein kleines Dummerchen, Dummerchen.

  11. Gerd Zimmermann
    Februar 23, 2015 um 12:48 pm

    Nicht dumm weil dumm, weil nichts wissend.

    Gruss Gerd

  12. Sandra
    Februar 23, 2015 um 12:57 pm

    Wer sind denn die ultimativen Manipulatoren und ahnungslosen Trendsetter?

    ich, du, er, sie, es …

    Ich bin mir zumindest einer Tatsache bewußt: Ich bestimme die Richtung und Wissen ist dafür nicht notwendig.

  13. tulacelinastonebridge
    Februar 23, 2015 um 12:58 pm

    Dumm??? (ich weiß schon. 😉 ) Ich denke es sind die Harmoniesten und Romantiker,…….. nüchtern betrachtet macht doch alles erst Sinn. 🙂

  14. Sandra
    Februar 23, 2015 um 1:27 pm

    Wisst ihr, was das Kernproblem ist?
    Zieht man das Fundament des aktuell verfügbaren Wissens durch Integration zusammen, passt es glatt in einen Pappkarton. Gerne kannst du den mit Schleifchen übergeben aber das wars – das ist alles. Wahrhaben möchte das Keiner. Schließlich ist man ja von Größe und Bedeutung, wenn man etwas weiß und ein anderer nicht. Dafür wurden ja so viele Namen für ein und das selbe in verschiedenen Fachgebieten und Sprachen erfunden. Muß ja einen Sinn haben. Den hat es: du bist beschäftigt, drehst dich selbst im Kreis.

  15. Der kleine Hunger
    Februar 23, 2015 um 3:54 pm

    Religions“gemeinschaften“ sind völlig unreligös. Religion ist keinen Dogmen „unterworfen“, ein Widerspruch in sich. Somit stellen ReligionNEn, antireligiöse Gruppierungen dar.

  16. Februar 23, 2015 um 5:19 pm

    nein ich möchte keine kuschel-bzw einheitsreligionen nach der nwo,genau um dies geht es nämlich,wie mit dem begriff der westlichen werte, wessen werte und wessen religion,gleichmacherei und einheitsbrei,bedeutet den untergang von kultur und vielfalt,sowie auch der unterschiedlichen wahrnehmung von vorgängen,die dem menschen nicht bewusst und doch existieren

  17. Februar 23, 2015 um 8:28 pm

    Das Buch kann ich nicht empfehlen.
    Wer was von Risi lesen will, soll eins seiner Meisterwerke lesen:
    1. Licht wirft keinen Schatten (insbesondere was das Thema dieses Artikels betrifft ein Muss!)
    2. Die multidimensionale Kosmos-Trilogie; daraus v.a. Teil I: Gott und die Götter
    Kurzzusammenfassung auf gut vierhundert Seiten auch sehr gut:
    3. Einheit im Licht der Ganzheit.

    „ist es nie das Volk, das Kriege finanziert und organisiert.“

    Trugschluss!

    Wer steuern zahlt oder als Rädchen im Getriebe der privaten Firmengebilde mit staatlichem Mänteli agiert, finanziert und organisiert – meist unwissend – die Kriegstreiberei und all die Verbrechen mit.
    Natürlich werden Menschenfreunde wie Academi auch private Sponsoren haben, aber prinzipiell agieren die mit Geld des schuldendienstleistenden, systemkonformen Biozombies.

    Und was die Religionen an sich betrifft: Siehe hier (v.a. die Doku im Nachtrag und das verlinkte Interview mit Eggert, sowie das Referat von Veith) https://dudeweblog.wordpress.com/2014/12/28/die-neue-weltunordnung-historisch-aufgeschlusselt-und-durchleuchtet/

    Der Mensch als göttliches Individuum braucht eh keine pyramidal-hierarchisch strukturierten, menschengemachten Religionskonstrukte (die ohnehin [mindestens fast] alle letztlich Luzifer „der einzig wahre, strafende Gott“ dienen – der Todeskult und das alte Sumer und die Sintflut lassen grüssen… 😀 ).
    Ein einzigartiges Individuum muss sich seine Religio sowieso selber kreieren, weil es ansonsten seine Einzigartigkeit freiwillig aufgibt bzw. abgibt. Ansonsten besser einfach zum Atheisten (ohne dabei der Mainstream-Wissenschafts-Hirnwäsche zum Opfer zu fallen, bitte 😉 ) oder Agnostiker werden. 😉

    Und apropos Artefakte (mit Vorsicht zu geniessen):

  18. Februar 23, 2015 um 8:35 pm

    wissen dient der Weitergabe und Vermittlung. Das ist Standard. Kein Bildungsstandard, sondern Aufgabe eines Jeden. Anwenden und tun ist individuell.
    Integrationsstandard ist, dies auf einfachst mögliche für Laien verständliche Weise zu tun. Kannst du es nicht, ist dein Wissen nicht integrierbar, nicht für alle nutzbar, nichts wert.

  19. tulacelinastonebridge
    Februar 24, 2015 um 9:35 pm

    Buddhas Sichtweise: So siehst du aus

    Buddha hat eine ganz besondere Sichtweise vom Menschen: seiner Ansicht nach ist der Mensch Körper, Denken, Herz, Selbst und vor allem das, was über all das hinaus geht. Der Mensch ist der Kosmos.

    Buddhas Sichtweise vom Menschen

    “Die Persönlichkeit des Menschen ist in konzentrische Kreise aufgeteilt. Der erste Kreis ist der Körper. Innerhalb davon, der zweite Kreis – das Denken. Darin liegt ein weiterer Kreis, das Herz. Und innerhalb des dritten Kreises liegt das Selbst. Buddha geht darüber hinaus.

    Atheisten glauben nur an den ersten Kreis. Sie verneinen die anderen Kreise als reine Vorstellung. Das Denken ist ihrer Meinung nach auch nur eine Funktion des Körpers. Die Theisten glauben an alle vier Kreise: den Körper, das Denken, das Herz und das Selbst. Sie bestehen darauf, dass die ersten drei Kreise unbedeutend und illusorisch sind, dass sie nicht deine wahre Realität ausmachen. Deine echte Wirklichkeit ist ihrer Meinung nach nur das vierte Zentrum.

    Buddha geht völlig neue Wege. Er geht über den vierten Kreis hinaus, er geht über das Selbst hinaus zum Nicht-Selbst, “Anatta”. Das ist deine wahre Existenz. Wenn du nicht bist, dann bist du. Natürlich nicht in der gleichen Form, wie du dich selbst kennen gelernt hast. Du bist über den ganzen Kosmos verteilt.

    Religionen halten am Selbst fest, Buddha geht darüber hinaus

    Das ist etwas Einzigartiges, für das Buddha 42 Jahre lang gekämpft hat, denn jede Religion hält beim Selbst an, dem “Atma”. Buddha steht alleine, wenn er sagt, dass du nur ins Universelle, in den Kosmos eintreten kannst, wenn du über das Selbst hinaus gehst. Sonst kannst du nicht zum Regen werden, nicht zum Bambus und nicht zu Wolken und Wind …

    Warum solltest du dich nur in dieser kleinen Hülle aufhalten? Warum nicht zum Ganzen werden? Nach Buddha bedeutet ganz zu sein, heilig zu sein.”

    Osho, Zitat – Auszug aus The Emptiness of the Heart #4

  20. Juni 18, 2015 um 9:35 pm

    @Martin

    Dein Epostkonto kaputt? Hatte Dir gestern was geschickt:

    „Lieber Martin,

    Vielleicht willst Du diesen Artikel bei Dir bekannt machen und Dich an der Aktion beteiligen:
    https://dudeweblog.wordpress.com/2015/06/17/d-a-ch-weite-friedensaktion-am-21-juni-2015-frieden-will-leben/

    Liebe Gruess us Zureich
    Dude „

  21. Sandra
    Dezember 14, 2015 um 7:48 am

    Der Trick
    Wie will man in Echtzeit leben, wenn man damit nicht verbunden ist und dementsprechend Einflüsse nicht nutzen und keine haben kann?
    Echzeit basiert auf komplett durchlaufenen Vorgängen.
    Was ist eine Sintflut und wen betrifft eine Sintflut? Immer die, die nicht hören.

  22. Sandra
    Dezember 14, 2015 um 8:49 am

    Was eine Landung in der Realität betrifft, kann und konnte sich jeder immer entscheiden wann, wie oft, ob weich, ob hart. Irgendwann landet Jeder.
    Daß Propaganda die Zeit beherrschen kann, ist nach wie vor lächerlich. Daran zu glauben, was man für den Erfolg tun müßte, ist doch ein Mißerfolg schlechthin. Dieser steht auch für die Fallhöhe.

  23. Sandra
    Dezember 14, 2015 um 9:36 am

    Was glaubst oder denkst du (soweit noch in der Lage dazu) erntet man, wenn man an den Erfolg von ausgemachten Schwachsinn glaubt, sich daran beteiligt und diesem dient?

  24. Sandra
    Dezember 14, 2015 um 4:47 pm

    Das eine Kapitulation vor den Fehlern und Sünden, die man selbst begangen hat, durch einen Erlaß und eine Abtretung dieser zum Frieden führen soll, müßte mir mal jemand erklären.

Comment pages
  1. Februar 23, 2015 um 9:11 am

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