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Fleiß: eine Tugend oder nur Einpeitscher für Sklaven?

Lohnarbeit ist die Forsetzung der Sklaverei mit modernen Mitteln.
Gerald Dunkl, (*1959), österreichischer Psychologe und Aphoristiker

Es ist gerade erst einmal etwas über 200 Jahre dass, dass weite Teile der „westlichen Welt“ die Sklaverei hinter sich ließen. Wir haben hier häufiger die Perspektive diskutiert, dass nur das Bühnenbild etwas geändert wurde:

  • Die vielen Sklaven und Leibeigenen wurden nur aus ihrem kleinen Käfig der Großgrundbesitzer in den des Staates entlassen.
  • Ihre Ketten wandelten sich dabei in das Steuersystem kombiniert mit dem räuberischen, Zins-basierte Geldsystem ist.
  • Das ganze ist garniert mit einem Politikzirkus, einer Demokratie-Simulation, in der alle 4 Jahre nur das mittlere Management gewählt wird, das die Befehle der im Hintergrund herrschenden umsetzt (dazu: Parteiensystem).

In einer solchen Menschenfarm zum Nutzen dieser Wenigen müssen zu ihrem Wohl günstig und vielfältig Waren produziert und Dienste geleistet werden, je mehr desto besser.  Nun fand ich diesen Blick auf Faulheit, Fleiß und Glück:

fleiss

Nach dem Durchlauf von Schule und Studium ist es gelungen, dem überwiegenden Teil der Menschen als Glück das Streben nach HABEN und ARBEITEN (Karriere machen) als den Lebenszweck zu verkaufen statt SEIN und LEBEN.

So hören wir in der rechten Szene immer wieder, dass der Deutsche stolz auf seine fleißigen, disziplinierten, pünktlichen Volksmitglieder sein könne und verkaufen dies als wichtige kulturelle Werte, die es zu bewahren gelte. Wobei ich mich frage, warum ich stolz auf etwas sein soll, dass Andere sind … bzw. warum soll ich stolz auf ein maximal auf Gehorsam getrimmtes Volksgefüge sein? Wenn es wenigstens der Gehorsam wäre, der sich auf das Wohle aller richtet und nicht wie durch die Art des privaten Geldschöpfens im Zusammenspiel mit dem Zinsgeldsystem für das Wohl der Wenigen.

Ist also Fleiß eine Tugend? Oder führt uns der Fleiß am Ende in eine zerstörte Welt und ist genau das Gegenteil? Würde mehr Faulheit für eine nachhaltigere, gesündere Welt sorgen und sollte eher eine Tugend sein?

Kategorien:Gesellschaft, Politik Schlagwörter: , , ,
  1. Martin Bartonitz
    Februar 25, 2017 um 9:36 am

    Diskussion auf Facebook:

    Udo Rohner: Fleiß ist jene Tugend, die einer sozialen Gemeinschaft die überschüssige Kraft verleiht die erforderlich ist, um enen hinreichenden sozialen Handlungsspielraum zu schaffen.
    Dass unsere Politik es zulässt, dass ein Großteil der Früchte des Fleißes unserer Gemeinschaft von asozialen Zeitgenossen aller Couleur eingesammelt wird um sich ihre Nasen damit zu vergolden, das ist eine andere Baustelle.

    Barry Jünemann: Nein, das wäre soziales Denken, Gemeinschaftsdenken. Fleiß ist immer die Interaktion eines Fordernden, im Vergleich zu dem Geforderten, der über sein normalerweise ausreichendes Pensum, mehr tut. Und dies nicht aus gemeinschaftlichen Gründen, sondern aus dem Eigennutz der persönlichen Anerkennung heraus!

    Martin Bartonitz: Aber auch mit Blick des realen Kommunismus ist der Eigennutz auch aus Perspektive der Gemeinschaft definiert …
    Während allerdings aus der rechten Sicht der Eigennutz auf eine kleine Gruppe beschränkt bleibt …

    Barry Jünemann: Kommunismus beginnt immer da, wo jemand nichts hat und etwas haben will und endet da, wo er von seinem erarbeiteten etwas abgeben soll… Kommunismus ist nicht gleich Gemeinschaftsdenken…

    Udo Rohner: Barry Jünemann Ob die Motivation für den Fleiß der für den sozialen Handlungsspielraum unserer Gemeinschaft erforderlich ist auf Eigennutz und Anerkennung beruht, oder auf soziales Denken, das ist eher unbedeutend.
    Fakt ist, dass für soziales Engagement nicht viel zur Verfügung stünde, wenn jeder nur so viel Fleiss an den Tag legen würde, dass es gerade für ihn selbst reicht.
    In diesem Sinne:
    „Möge die Tugend des Fleißes unserer Gemeinschaft zum Wohle aller erhalten bleiben!“

    Barry Jünemann: Nein. Den Fleiß widerspricht dem Gemeinschaftsdenken. Es zahlt nur auf das eigene Konto ein! Gemeinsames altroistisches Engagement wäre richtig, aber nicht egoistisches Haschen nach Anerkennung durch Fleiss. Das wäre Geltungssucht eines Einzelnen, der das Gemeinschaftswerk nicht anerkennen würde!

    Udo Rohner: Barry Jünemann Was „richtig wäre“ ist eine Sache für sich, die unter Umständen in der Zukunft stattfinden könnte.
    Die Wirklichkeit spielt sich im Hier und Jetzt ab und bringt dem Fleißigen die Anerkennung seiner Gemeinschaft, fördert seinen eigenen Wohlstand und den seines engeren Umfeldes und schafft den erforderlichen Überschuss, der dem Gemeinwohl dient und das

    Martin Bartonitz: Etwas für die Gemeinschaft zu tun, ist im Prinzip auch Eigennutz, denn die Gemeinschaft schützt mich für den Fall, dass ich gerade Hilfe brauche. Dazu muss ich also nicht fleißig sein, sonder nur die NOT-wendigkeit erkennen und eben tun …

    Udo Rohner: Martin Bartonitz ja, das wäre das Ideal … zu dessen Verwirklichung sich nur noch die passenden Menschen zusammen finden müssen.

    Barry Jünemann: Martin Bartonitz Richtig, wo wir wieder bei´m.. Gemeinsames altroistisches Engagement wäre richtig, aber nicht egoistisches Haschen nach Anerkennung durch Fleiss… wären…

    Barry Jünemann: Udo Rohner Fleiss wird meist nur im beruflichen Bereich eingesetzt…. im gemeinschaftlichen Bereich wäre es das Engagement oder der Einsatz für die Sache.

    Martin Bartonitz: Wir können dabei auch wieder die Frage stellen:
    Wem nützt die Beurteilung, ob Jemand fleißig ist, primär?

    Udo Rohner: Martin Bartonitz Demjenigen der meint, er müsse die Tugend des Fleißes dem Sklaventum zuordnen oder die Faulheit durch Abwertung des Fleißes aufwerten?

    Catrin Luttmer: Kommunismus ist eine Ideologie, Tugend ein Dogma und Fleiß kommt aus dem lateinischen und heißt „industria“, alles industrielle hat eben auch seine Motivationspeitschen…
    Ideologie+Dogma= Sklavenhaltung

    Martin Bartonitz: HM, fand das gerade noch:
    „Wahre Ethik ist, wie Schopenhauer in seiner Preisschrift über die Grundlage der Moral eingehend darlegte, auf > Mitleid gegründet: “Dieses Mitleid selbst aber ist eine unleugbare Thatsache des menschlichen Bewußtseyns, ist diesem wesentlich eigen, beruht nicht auf Voraussetzungen, Begriffen, Religionen, Dogmen, Mythen, Erziehung und Bildung; sondern ist ursprünglich und unmittelbar, liegt in der menschlichen Natur selbst …”(E 213)
    Gerade weil Tugend eine Ethik ohne Dogmen ist, ist sie nicht lehrbar – Tugend kommt eben aus dem Herzen und nicht bloß aus dem Kopf !“

  2. Gerd Zimmermann
    Februar 25, 2017 um 11:37 am

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    ich kann mich nicht erinnere, dass Jesus auch nur einen Tag gearbeitet hätte.

    Auch die großen Philosophen haben keine Wälder gerodet, am Meer.

    • tulacelinastonebridge
      Februar 25, 2017 um 2:11 pm

      Jesus war ein Lehrer, Heiler, Redner und Handwerker, viele der Apostel waren Fischer, Finanzer und Handwerker, sie haben diese Tätigkeiten nie aufgegeben. Paulus z. B. arbeitete immer für sein Brot, egal wo er predigte.
      Schamanen leben ein ganz normales Leben mit Arbeit in der Gemeinschaft, wenn er zusätzlich in seiner schamanischen Funktion gebraucht wird, macht er das eben, wie eben jeder andere Bewohner des Dorfes arbeitet und eben zusätzlich gibt, wenn gebraucht.

      Ihr modernen Menschen, seid nur mehr mit eurer Kompliziertheit im Denken beschäftigt. Weit weg von jedem natürlichen.

  3. E. Duberr
    Februar 25, 2017 um 12:28 pm

    Die immer wieder gelobten Tugenden des Deutschen Volkes haben natürlich auch ein Volk mit der Mentalität von Sklaven hervorgebracht . Das ist bitter , aber ohne diese Tugenden wäre ein Leben in relativem Wohlstand nicht möglich .Ohne den Fleiß der Fast-Sklaven , ohne deren Disziplin wäre ein Leben in dieser Weise nicht möglich .Die immer noch vorhandenen Parasiten ,die faule und korrupte Politkaste , die diese Fast-Sklaven den Parasiten zur Ausbeutung ausgeliefert haben , sind auch weiterhin mit allen Mitteln zu bekämpfen . Von außen betrachtet ist dieses Land ein Paradies , deshalb zieht es ja auch so viele Parasiten an , die aus Gesellschaften stammen , die die viel geschmähten Tugenden des Deutschen Volkes nicht entwickelt haben . Dieses wird zum Untergang von Wirt und Parasit führen . Angesichts der Tatsache , daß dieser Planet von bald 8 Milliarden Menschen betrampelt wird , scheint es beinahe eine Notwendigkeit zu sein , diese besonderen Tugenden des Deutschen Volkes zu fördern , zu loben und weiterzuverbreiten . Am deutschen Wesen kann die Welt genesen . Nach 100 Jahren Krieg gegen dieses fleißige Volk , welches mehrfach geplündert und geschändet worden ist , steht man staunend vor der Tatsache , daß unsere Nachbarn größere wirtschaftliche Probleme haben obwohl sie die Nutznießer der Plünderungen Deutschlands waren . Was sagt uns das ? Es beweist ,daß es sich bei den ungeliebten Eigenschaften der Deutschen , wie Fleiß und Disziplin um unglaublich wichtige und gesunde Eigenarten handelt , die sogar noch die Faulen und Unwilligen mitschleppt . Unglaublich ! Also : Was kümmert es eine deutsche Eiche wenn sich eine SAU daran scheuert wie in dem dummen Gequatsche der Lauen und Faulen und Parasiten .

    • Martin Bartonitz
      Februar 25, 2017 um 12:41 pm

      Du zeigst mit dem Finger auf jene, die nicht Arbeiten wollen? Das ist richtig: Denn wer auf Kosten der Arbeit Anderer nicht arbeitet, ist ein Parasit. Nur: wer ist der größere Parasit: Der, der nichts besitzt oder jener, der Besitz und Geld dazu verwenden kann, dass die Sklaven für ihn arbeiten?

  4. E. Duberr
    Februar 25, 2017 um 2:55 pm

    @ Martin
    Jeder Sklave (fast jeder) hat die Möglichkeit , Wohlstand zu erarbeiten , wenn er will ! Aber Arbeit kann unglaublich anstrengend und schmerzhaft sein .Ich persönlich habe mich durch härteste Sklavenarbeit aus der Schinderei befreit . Wurde ausgelacht wegen meines Arbeitswillens obwohl mir immer klar war , daß man sich mit Arbeit den ganzen Tag versauen kann .Und mit Arbeit meine ich eine Tätigkeit , bei der der ganze Körper so geschunden wird ,daß selbst eine Essensaufnahme zur Qual wird .Wer sich selbst hilft und etwas unternimmt , kann sich selbst befreien , zwar unter Schmerzen , aber tiefste Befriedigung vor der eigenen Leistung erlebend .Wer ist denn bereit 12-14 Std. am Tag zu arbeiten bis zum Alter 30 , um dann weitere 30 J. jeden Tag 12-14 Std zu arbeiten ,allerdings nicht in völliger Schinderei .Dann muß man auch nicht von der Sklavenarbeit anderer leben sondern von der Substanz des Selbsterarbeiteten .
    Die Masse der Fast-Sklaven wartet auf die Befreiung durch eine ominöse Macht . Befreien kann man sich nur selbst . Die Massen sind unfähig . Aber was kann man schon von Menschen erwarten , die stolz darauf sind , sich z.B. aus der Leibeigenschaft FREIGEKAUFT zu haben .Sie haben den Lumpen aus dem Landadel noch Geld nachgeschmissen um scheinbar freier zu werden , statt dies adlige Pack totzuschlagen ..Man muß sich schämen , in einem Dorf zu wohnen ,in dem dieser Freikauf auch noch in Fels gehauen , verewigt worden ist . Die Masse besteht eben zu einem großen Teil aus feigen Kriechern .Sie laufen noch heute in die Kirchen um sich von den Priestern ( Beefsteakfresser sagt Nietzsche ) einlullen zu lassen . 2017 werden Sie den größten Verräter , M. Luther , feiern . Dieser Lump hat die Bauern im entscheidenden Moment im Sich gelassen und sich auf die Seite der Sklavenbesitzer gestellt . Jeder Mensch muß sich fragen , ob er bereit ist , bis zum Umfallen für seine Freiheit zu kämpfen .

    • Martin Bartonitz
      Februar 25, 2017 um 3:03 pm

      Wenn das Befreie durch Arbeit bedeutet, so viel Geld anzuhäufen, dass dann der erwirtschaftete Zins durch andere Sklaven dazu führt, nicht mehr arbeiten zu müssen, wandelt sich der Sklave zum Sklavenhalter.
      Rein rechnerisch beginnt der Umkehrprozess, wenn etwa 500.000 € zu 5% verzinst auf dem Konto liegen …

  5. Gerd Zimmermann
    Februar 25, 2017 um 3:42 pm

    Tula

    Schamanen werden brufen, oft gegen ihren Willen.
    Ich denke sie, die Schamanen, sind von „Gott“ oder dem Bewusstsein
    berufen um anderen Menschen zu helfen.
    Genau an dem Punkt wo diese Menschen ihre Selbstheilungskraft
    verloren haben.

    Sie (die Erkrankten) haben vergessen das ihre Energie in ihnen selbst
    zu finden ist.
    Sie gehen zum Schamanen, heute zum Doktor und in schwiergen
    Fällen zum Professor.
    Andere gehen in die Kirche um Gott nahe zu sein
    Ich gehe in den Wald oder in die Natur um EINS zu sein mit „Gott“.
    Die Bäume reden mit mir, ohne Worte, aber ich verstehe ihre Sprache.

    Die wortlose Sprache der Natur ist Energie, Lebensenrgie.
    Jeder Mensch vermag die gesamte Energie des Universums
    anzuzapfen, wenn er/sie sich wieder mit dem Universum verbindet.

    Das morphogenetische Feld ist nicht irgendwo im Sirius,
    es ist in uns.
    Alles Wissen ist in uns. Jeder Mensch, ein Tier nicht, was uns Einen von den
    Anderen unterscheidet, obwohl wir der selben Quelle entspringen.

    • tulacelinastonebridge
      Februar 26, 2017 um 10:02 am

      „Schamanen werden brufen, oft gegen ihren Willen.“

      Naja, dieser ausgesprochene spannende und abenteuerliche Gesichtspunkt wurde gerne von den Entdeckern dieser fremden Kultur und fremden Menschengemeinschaften uns in medialer Wirksamkeit mitgeteilt.

      „Ich denke sie, die Schamanen, sind von „Gott“ oder dem Bewusstsein
      berufen um anderen Menschen zu helfen.“

      Wie alle anderen auch, jeder Bauer, jeder Bürgermeister und jedes Kind wird vom Bewusstsein gerufen. Denn erst in der Gemeinschaft macht es Sinn und wird ein Schuh draus.

  6. Gerd Zimmermann
    Februar 25, 2017 um 3:56 pm

    Lieber Martin

    http://www.initiative.cc/Artikel/2012_06_01_Jesus_Zins.htm

    Kein Kommentar.

    Irgend etwas ist faul, nicht in Dänemark, im Universum.
    Sollten wir doch Darwins Evolutionstheorie umschreiben?
    Und Einstein vom Kopf auf die Füsse stellen.

    Es ist an der Zeit.

  7. E. Duberr
    Februar 25, 2017 um 3:59 pm

    @Martin
    Ich habe das Geldsystem schon mit 20J .begriffen , kenne seine Fehler und Auswüchse sehr genau. Habe etwa 800000 Eu direkte Zinsen an die Banken abgeliefert und damit auch an die Sparbuchverdummten Sparer und ZINSNEHMER aus der Masse der Sklaven , die bis heute nicht begriffen haben , daß sie von den Banken nicht nur ausgebeutet worden sind , sondern auch als Spießgesellen der Banken mitschuldig geworden sind .Heute jammern diese Sklaven , weil sie mit Minuszinsen belastet werden . Jahrzehnte haben sie von der Arbeit anderer Zinsen erhalten und mitleidlos eingesackt .Endlich schmilzt dieses nicht ehrlich erarbeitete Geld dahin . Ich habe eine offene Rechnung mit diesen ZINSDIEBEN , die aus allen Schichten des Volkes kommen . Genüßlich werde ich so lange wie möglich von fremden Erträgen leben , in der Hoffnung , daß ich meine Leistungen in voller Höhe zurückerhalte ,auch wenn ich deshalb 100 J. werden muß .

  8. Gerd Zimmermann
    Februar 25, 2017 um 4:16 pm

    irgend ein Spruch sagt
    „Die Letzten werden die Ersten sein“

    Guido sagt im Blog oft, sinngemäss

    „Nicht die Dicksten (Geldschweine) werden überleben,
    sondern die Fittesten.“

    Gibt es sie doch, diese Hinweisschilder?

  9. Gerd Zimmermann
    Februar 25, 2017 um 6:32 pm

    „Du zeigst mit dem Finger auf jene, die nicht Arbeiten wollen? Das ist richtig: Denn wer auf Kosten der Arbeit Anderer nicht arbeitet, ist ein Parasit.“

    Ist Efeu ein Parasit. nur weil es an Bäumen hochklettert?
    Ist ein Virus oder ein Bakterium ein Parasit, weil es in uns lebt?
    Wir haben noch sehr wenig verstanden.

    Impfen. War ein Thema im Blog.
    Was willst du wegimpfen, wenn es ohnin vorhanden ist.
    Du kannst es nicht wegimpfen.
    Den Zeitgeist kann man nicht wegimpfen,
    Also Handys, Internet und so kann man nicht wegimpfen.
    Entweder Mann oder Frau ist immun, lebt damit und gut ist ES.

    Man kann mit dem Zeitgeist leben, wenn man immun ist.

  10. Gerd Zimmermann
    Februar 25, 2017 um 6:54 pm

    Es sind nicht die lauten Töne.
    Es sind die leisen Töne, welche diese Welt bewegen.
    Fast unhöbar und Töne sind unsichtbar.

    Die Welt ist Klang.
    Nur erreichbar für Jene, welch Antennen haben.

    Kannst du das Universum hören?
    Nicht mit deinen zwei Ohren.

    Man kann im Inneren sehen.

  11. Gerd Zimmermann
    Februar 25, 2017 um 7:07 pm

    Tula

    kann mit inneren Ohren höhren,
    Noch ein Exot.

  12. Gerd Zimmermann
    Februar 26, 2017 um 11:26 am

    „Wie alle anderen auch, jeder Bauer, jeder Bürgermeister und jedes Kind wird vom Bewusstsein gerufen. Denn erst in der Gemeinschaft macht es Sinn und wird ein Schuh draus.“

    Du bist klug, sehr klug.
    Wie im geringsten Atom so muss jedes Sonnensystem.
    Jede/r beeinflusst Jede/n.
    Jedes Atom beeinflusst jedes andere Atom.
    Im Kleinen wie im Grossen.

    Ein Lächeln ,kostenloses Geschenk,kann einen ganzen Tag beeinflussen.
    Und darüber hinaus.

    Der Zeitgeist zwingt uns in die Knie.
    Die Informationen, welche in einer Sekunde stecken sind enorm.
    Ich rede nicht vom Datenstrom. Viele Menschen merken nicht was
    da eigentlich abgeht.

    Hier im Blog ist geschrieben:
    „Manchmal hilft es schon ein Tier zu beobachten.“

    Für ein Tier existiert nur ein JETZT.

  13. Martin Bartonitz
    Februar 26, 2017 um 11:27 am

    Ist es Fleiß, wenn ein Mensch 30 Jahre Bäume pflanzt, so dass am Ende aus einer Wüste ein riesiger Wald mit viel Leben darin entstanden ist? Welche Leidenschaft treibt für ein solches Lebenswerk an? War es in diesem Fall Angst zu sterben, wie die vielen Eidechsen und Schlangen unter einer sengenden Sonne ohne Schutz?
    Treibt die Sklaven nicht auch Angst an, bis zum Umfallen zu arbeiten, um ein wenig Leben zu erhaschen …? Und am Ende wirkt es für seinen Herrn wie besonders fleißig …

  14. Gerd Zimmermann
    Februar 26, 2017 um 11:39 am

    Wer es schafft, sein Ego zu Gunsten der Gemeinschaft aufzugeben,
    gehört nicht mehr zur Gesellschaft.

    Ich rede nicht von der ersten Geige, welche der Mensch glaubt zu spielen.
    Ich rede von der Gemeinschaft allen Lebens.
    Unter Leben verstehe ich nicht nur organisches Leben, wie einige glauben,
    es studiert zu haben.
    Die Studierten wissen ja nocht einmal wo das Leben herkommt.
    Andere schon.

  15. Gerd Zimmermann
    Februar 26, 2017 um 11:44 am

    Lieber Martin

    Telepathie, Du und ich können miteinander.
    Es geht nicht um das Wort auf der Goldwaage.
    Es geht um den Sinn.

    LG Gerd

  16. E. Duberr
    Februar 27, 2017 um 10:18 am

    Wenn man nach einer Weile den Inhalt aller Texte hier versucht hat zu verarbeiten , kommt man zu dem Schluß , daß es viele Mensche gibt , die völlig sinnentleert daherlabern . Sie haben die Beziehung zum realen Leben verloren und quatschen nur noch aus Überdruß , fühlen sich ausgebeutet , haben aber die Zeit und den Luxus , sich den ganzen Tag mit Gehirnfickereien zu beschäftigen . Inzwischen brennt es schon im Keller und diese Typen werden bald beweisen dürfen , daß sie mit den Massen an Parasiten noch fertig werden können . Die Gehirnfickereien werden dann im Licht einer Halskrause aus einem brennenden Autoreifen endlich als völlig überflüssig erkannt werden, sterbender Weise .

  17. Franz Sternbald
    Juni 16, 2021 um 11:12 am

    Buch-Empfehlung: „Ausgesetzt zur Existenz“; Franz Sternbald

    *

    Un-Eigentlich Arbeiten und Ent-Fremdung

    Begegnen sich zwei Menschen zum ersten Male, lautet die erste Frage nicht etwa, „wer sind Sie?“, sondern „was (oder gar ‚in was’) machen Sie so?“. „Was machen die Geschäfte?“, meint die Frage „Wie geht’s Ihnen?“
    Es widerspricht aber der Würde des Menschen, ausgerechnet die betriebsame Ameise als erstrebenswerte Existenzform zum Vorbild gesetzt zu bekommen. Dennoch zieht die abendländische Sozial-Ethik diesen Vergleich allzu leichtfertig heran („sieh die Ameise, in ihrem Fleiße…“).
    Mit einiger Verachtung für diesen Vergleich hat sich einmal Lew Tolstoj geäußert. Er soll an dieser Stelle einmal mit seinen Worten zitiert werden:
    „Man sagt, daß die Arbeit den Menschen gut macht, ich habe aber immer das Entgegengesetzte beobachtet. Die Arbeit und der Stolz auf sie, macht nicht nur die Ameise, sondern auch den Menschen grausam. Es konnte in der Fabel ja nur die Ameise, ein Wesen, das des Verstandes und des Strebens nach dem Guten entbehrt, die Arbeit für eine Tugend halten, und sich damit brüsten. Die Arbeit ist nicht nur keine Tugend, sondern in unserer falsch organisierten Gesellschaft zumeist ein Mittel, das sittliche Empfinden zu ertöten ….
    alle haben keine Zeit, keine Zeit, zur Besinnung zu kommen, in sich zu gehen, über sich und die Welt nachzudenken, und sich zu fragen:
    was tue ich? Wozu?“

    Wer einen Teil seiner Lebenszeit der Erziehung von Kindern im Sinne Rousseaus „Emile“ widmete, für seine Handreichungen keinen anderen Lohn als Anerkennung verlangte, wer weder gekauft, noch verkauft hat, sondern allein getauscht und geschenkt, somit keine amtlich anerkannte Erwerbsbiographie nachweisen kann, gilt als tätig ‚faul‘.
    Denn Arbeit gilt als disziplinierende Strafe, oder, wie schon in der griechischen Antike der unwürdige Teil der ‚Banausoi‘?! Der alttestamentarischen Überlieferung gemäß ist sie gar ein Fluch! Erst mit den Jüngern des Zimmermannsohnes Jesus gelangen die Werktätigen zu ihrer eigentlichen Würde – nachdem sie durch Jesus ihrem Werk zunächst entfremdet worden waren.
    Im Begriff der Entfremdung im Sinne einer Ent-Fremdung hatte von Beginn an zweierlei Bedeutung gelegen. Zum Einen den Abzug aus dem eingeübten Nützlichkeitsschema für den ‚pyramidalen’ Betrieb in der Gesellschaft, und zum Anderen überhaupt erst die Aufhebung der Fremdheit der eigenen Existenz gegenüber. Mit dem Übergang von der Un-Eigentlichkeit zum Eigentlichen Ex-sistieren, läuft der ideengeschichtliche Faden, zwar auf verwundenen Wegen, aber dennoch ununterbrochen von Christus bis zu Kierkegaard, Nietzsche und Heidegger.
    Die zeitgeistliche Aushöhlung der urchristlichen Botschaft durch die Hirten über einer Herde von unmündigen Schafen, wurde indes beantwortet durch die Formulierung einer säkular sozialistischen Heilsbotschaft. Die potentiell zerstörerische Energie der metaphysisch entwurzelten, und in auf die physis reduzierte Masse (deren Eigenschaften Schwere und Trägheit sind) galt es nun für die Interessen der illuminierten, im Herrschaftswissen eingeweihten, Adepten zu kanalisieren. In einer Verbindung von Arbeit und Kampf entstand mit der Gründung der internationalen Arbeiterbewegung (1864), eine Entsprechung der ideologischen Verknüpfung von Kapital und Militarismus. Im Marsch der „Internationale“ wurde der Takt vorgegeben, der sich sowohl für die Demonstration auf der Straße, als auch für die Arbeit am Fließband eignet. Eine Parallele dazu stellte in vorindustrieller Zeit der zornige Gesang der Baumwollpfücker dar, die unter dem mißbilligenden Blick ihres Herren die Arbeit umso energischer verrichteten. Im kollektiven Aufbegehren liegt stets auch ein disziplinierendes Element, sich als Klasse zu formieren, die ihre Ehre aus dem Fleiß ableitet. Als Widerstand gegen die ausbeuterischen Verhältnisse angelegt, bestätigte die “Internationale“ nichts desto weniger die Zuweisung des künftigen Platzes innerhalb der nunmehr industriellen ‚Pyramide’. Aus dem Haufen, der, nach der Messung an fabrikgemäßen Effizienzkriterien, undisziplinierter Handwerksgesellen vom Lande wurde die individuell gesichtslose Arbeiterschaft geschmiedet, die Pünktlichkeit und Fleiß als ‚deutsche’ Tugend etabliert hat.
    Viel näher jedoch am ‚deutschen Wesen’ rührt aber vielmehr die Verehrung der ‚Meisterschaft’, wie sie im Geiste des Genies (=magus/Magier; Magister) zu seiner ethischen Höhe gelangt. Nie ist bloßer Ertrag und Blendung der Zweck des Meisterwerks, sondern das Streben nach der Idealität, die der Meister seines Werks in Holz oder Stein oder Metall, in Bild oder Ton, oder sei es nur eines Gedankens, anstrebt. In seinem Werk ringt der ‚Meister’ um die Verwirklichung seiner selbst; die schicksalshaft bejahende Tat ist sein ureigenster Ausdruck. Das Meisterwerk ist um nichts geringer als die Übereinkunft im „Einzigen und sein Eigentum“ (vgl. Max Stirner). Daher lautet die Erfordernis für würdige Tätigkeitsformen, den Menschen grundgesichert freizustellen zur Selbstverfügung über die Bestimmung zu seinem eigenen Werk.
    Die Bedienung des Weltmarktes ist aber nur mit Allerweltsprodukten möglich, die zu Werkbedingungen hergestellt werden, die unter den Zumutungen des globalen Marktes flexibel gehalten werden müssen. Im rationalisierten, also zerstückelten, und digital planbaren Werkprozeß, fragmentiert und verflüchtigt sich zuletzt das schöpferische Element. Im industriellen Mahlwerk gibt es keinen Ort, an dem eigentlich Arbeit verrichtet wird, wenn man diesen Begriff nicht mit dem würdelosen Sklavendienst gleichsetzen möchte, der es zumeist ist. Da die menschliche Würde wesentlich unteilbar an das Individuum geknüpft ist, verbietet es sich in diesem Zusammenhang von einer Leistungs-Ethik zu sprechen, wo nichts anderes als eine Sklavenmoral vorherrscht. Eine vollwertige Ethik weist auf ein Ideal der Vollständigkeit des Menschlichen hin, und es gibt keinerlei Hinweis darauf, daß es für die Industriegesellschaft überhaupt eine solche Ethik geben kann, allenfalls eine disziplinierende Moral, die es zu überwinden gilt. Die Voraussetzung dafür ist die Würdigung der individuellen Professionalität, das Gestattetsein von Außerordentlichkeit, die sich nicht mit einer sozialistischen Nivellierung und Ertragsmaximierung durch den Massenauswurf vereinbaren läßt.
    Ein arbeitsethischer Rückzug auf die Wertigkeiten der ‚Pünktlichkeit’ und der ‚Höflichkeit’ bedeutet den endgültigen Verzicht auf eine kulturstiftende Ethik, und eine Beschränkung auf den geordneten Abgang in die Alternativlosigkeit eines plutokratischen Nihilismus.
    Nunmehr werden jedoch wohl die Wenigsten von uns noch die handwerkliche Tätigkeit von eigener Hand kennen, denn inzwischen hat der tertiäre Sektor den Agrar- und Industriesektor längst überwuchert. In der Dienstleistungsgesellschaft werden die Umsätze durch das sinnfreie Rauf- und Runterladen bedeutungsloser Datenpakete, durch das Wischen und Abwinken von App-Icons auf dem Display, durch Spielen und Bespieltwerden erzielt.

    Was sich jedoch gegenwärtig als handwerkliche ‚Craft’-Bewegung in Szene setzt, ist eine Aneignung von Konsum-Nischen mit den Distinktionsmerkmalen der ‚Kritik’. Diese holen sich allerdings ihre Rechtfertigung auf eben denselben Markt, der sogar die ironische Distanz sich selbst gegenüber zuläßt, um sie wiederum zum einträglichen Geschäft werden zu lassen. ‚Craft-Beer’ und ‚crafted Coffee’ im Ambiente urtümlich roher Ästhetik, erschließt einen zahlungskräftigen Kundenstamm, der nichts mehr fürchtet, als dem Mainstream zugeordnet zu werden. Er formiert sich dennoch willig unter den Gesetzen des Marktes zu einer berechenbaren Quelle des steigenden Umsatzes. Der Bezug des Schaffenden zu seinem Werk darf zeitgemäß jedoch nicht bis zur ‚Eigentlichkeit’ gesteigert erscheinen, sondern bedarf der ‚uneigentlichen’ Distanz. Am Beispiel der Servierkraft in einem craft-café, zeigt sich das frisch gestärkte Holzfällerhemd ohne Schweißflecke, und damit als evidenter Beleg für unsere These. Wäre die Tätigkeit inniger mit der Subjektivität des Meisters verbunden, stellte sich unabdingbar eine sperrige Unverfügbarkeit gegenüber den Ideologien des Marktes ein.
    Die Frucht des ‚Eigentlichen’ am Werk ist der Schöpferstolz, seine Platzierung auf dem Markt ist das wesentlich ‚Uneigentliche’.
    Der Silbenvorsatz eines erdigen craft-Begriffes als Trendfloskel des ‚Neuen Sozialen Marktes’ auf der Basis prekärer Ich-AGs, bezeichnet daher zuverlässig eben gerade kein Faktisches sondern nur etwas Signifikantes, Zeichenhaftes mit dem Verweis auf etwas das nicht Ist (non-est).
    Eine stärkere Würdigung der individuellen Leistung widerspräche der protestantischen Ethik des emsig arbeitsteiligen Ameisen-Staates. Nach der sozialistischen Lehre ziemt sich der individuelle Werkstolz nicht, vielmehr lernt der Arbeiter beizeiten seine Würde durch die Arbeitsteilung zugunsten eines höheren Zweckes, als wohin sein Einfluß reicht, abzugeben. So befinden sich das Personal und die Kunden in der zeitgemäßen Craft-Werkstätte in einem solch unausgesprochenen Einvernehmen, wie es die Schauspieler auf der Bühne mit dem Publikum, während der Darbietung eines Stückes, sind. Sie befinden sich miteinander nicht in einer Existenzial-Beziehung, sondern im Dienstverhältnis einer virtuellen Inszenierung.
    In der virtuellen Wertstellung durch das Geld erhält der gesamte Arbeitsprozeß wiederum erst seine höhere Weihe, wie die Materie durch den Geist. Darin liegt auch die Verehrung des Geldes begründet – und die Unwürdigkeit, dafür zu arbeiten.

    *

    „ Ausgesetzt zur Existenz “ – warum der Mensch ein Schicksal ist
    – vom Ausgang aus der unverschuldeten Absurdität –
    Franz Sternbald
    Verlag BoD – D-Norderstedt

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