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Unter der Maske richtig atmen …

Interessant, was ein erfahrener Taucher über die Verwendung von Tagesmasken zu erklären weiß (gefunden auf Facebook, leider ohne Quellenangabe):

Screenshot der Amazon-Angebotsseite für Mundschutz vom 27.10.2020 16:01

Ich hatte während meines Luft- und Raumfahrtstudiums in Aachen ja mal einen Tauchschein für Flaschentauchen beim VDST gemacht, wo ich auch Unterwasser-Rugby spielte, Apnoetauchen trainierte und als Obmann für Flaschentauchen und Unterwasser-Rugby tätig war. Und ich frage mich grade, wieso sich eigentlich nicht die Taucher zum Maskentragen melden?
Ok… Wir Alle werden nun also gezwungen über lange Zeit Masken vor Mund und Nase zu tragen.

Ich kann Euch keinen Tipp geben, wie Ihr verhindern könnt durch Diese krank zu werden, aber vielleicht kann ich Euch etwas über Tauchmedizin erzählen und worauf Ihr achten solltet zumindest Euren Atem so zu kontrollieren, wie es auch Taucher lernen, damit Ihr nicht mit ständiger Kohlendioxydvergiftung zu tun habt, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Benommenheit oder gar Ohnmacht und Tot. Bringt das auch Euren Kindern bei, denn für sie ist es lebensgefährlich. Ebenso riskant ist es für alte Menschen, deren Lungen i.A. nicht mehr so kräftig sind.

Ich kann schon mal vorwegnehmen, es ist definitiv schädlich eine Maske im Alltag zu tragen, insbesondere für Kinder und über längere Zeit. Im Gegensatz zu OP-Ärzten tragt Ihr die Masken nicht in einem Keimfreien Raum, der unter Überdruck steht und mit Sauerstoff angereichert ist. Auch ist es im Alltag völlig ausgeschlossen, die hygienischen Notwendigkeit zum Tragen einer Maske einhalten zu KÖNNEN. Es ist absurd das Tragen von Masken zu den „Hygieneregeln“ zu zählen, denn sie sind genau das Gegenteil davon. Sie schützen auch nicht die Gesundheit, sondern schädigen sie. Sie reduzieren nicht die Verbreitung von Viren, sondern erhöhen die Verbreitung Dieser, was Ihr gleich selbst nachvollziehen könnt.
Falls sich Viren in der Umgebung befinden oder in Eurer Lunge, werden sie dadurch vermehrt verbreitet, tiefer inhaliert und auch über die Augen aufgenommen.

Zudem bilden sich Bakterien im feuchtwarmen Klima des Stoffes und werden besonders kräftig tief ein- und ausgeatmet und ebenso vermehrt verteilt.

Der erhöhte Atemwiderstand und instinktiv falsche Atmung führt zudem zu einer ständigen Kohlendioxydvergiftung, Sauerstoffmangel und der Ausschüttung vieler Stresshormone. Ok:

Nachdem ich gelesen habe, dass in einem Krankenhaus Maskenzwang für alle Menschen ab dem 2. Lebensjahr gilt und dann auch noch von dieser Adresse behauptet wird, Masken böten Schutz und seien völlig ungefährlich, frage ich mich, wie solch eine Behauptung von Medizinern kommen kann … wenn es denn überhaupt von welchen kam.

Es ist wirklich unfassbar, wenn solche Maßnahmen und Behauptungen aus einem Krankenhaus kommen, wo dem entgegen jeder Sporttaucher schon mit seinem medizinischen Grund-Wissen diese Falschbehauptung widerlegen kann.

Ich rede hier wirklich von einfachstem medizinischem Grundwissen, dass jedem Hobbytaucher bekannt ist, der eine Sporttauchprüfung bestanden hat. Und DAVON wollen Mediziner nichts wissen? Also:

Meine Tauchprüfung liegt zwar schon etwas länger zurück, aber ich denke, ich muss da jetzt mal ein paar physikalische Dinge aus der Tauchmedizin darlegen, wie sie eigentlich jedem Mediziner bekannt sein müssten. Stichpunkte, Kohlendioxydvergiftung und/oder Blackout unter den Gesichtspunkten:
– Totraumatmung
– Essoufflement
– Hyperventilation

Zunächst ein paar Grundlagen:

Wir nutzen normalerweise selten unsere gesamte Lungenkapazität beim Ein- und Ausatmen und atmen in Ruhe in langsamer Frequenz. Bei vollem Einatmen nutzen wir zusätzlich die s.g. Inspiratorische-Reserve und bei vollem Ausatmen die s.g. Expiratorische-Reserve. Es verbleibt selbst dann noch ein Rest, das s.g. Residual-Volumen (das erst unter hohem Druck beim Apnoetauchen zusammengequetscht wird, bis auf die feste Luftröhre. Die wird zum Druckausgleich mit Blut gefüllt, wenn man etwa 30 Meter Tiefe erreicht hat (3 Bar)). Bei hoher Belastung sollte man zuerst tiefer ein- und ausatmen und erst danach die Atemfrequenz erhöhen. Besonders tiefes Ausatmen ist wichtig, um möglichst viel Co2 abzugeben.
Die Luft, die wir einatmen (Inspirationsluft) (Atmosphäre Erde), besteht aus etwa:
78% Stickstoff
21 % Sauerstoff
0,97% Edelgase
0,03% Kohlendioxyd
Die Luft, die wir ausatmen (Exspirationsluft) besteht aus etwa:
78% Stickstoff
17% Sauerstoff
4,03% Kohlendioxyd
0,97% Edelgase
bei 35 Grad Celsius und 95% Luftfeuchtigkeit. (Also perfekte Umgebung für die Vermehrung von Viren und Bakterien.)

Totraum

Selbst, wenn die Lunge zu 100% funktionell in Ordnung ist, haben wir bereits einen anatomischen Totraum von den Lungenbläßchen bis zu Mund und Nase, wo beim Ausatmen etwa 30% der eingeatmeten Luft verbleibt.
Das heißt, ein Teil der Luft, die sich beim Ausatmen Richtung Nase bewegt, wird wieder eingeatmet.

Problematisch wird es, wenn dieser Totraum verlängert wird. Beim Schnorcheln beispielsweise kann es bei einem zu langen Schnorchel dazu führen, dass die ausgeatmete Luft den Schnorchel nicht verlässt, sondern wieder eingeatmet wird (Rückatmung). Aus diesem Grund dürfen Schnorchel auf keinen Fall zu lang sein, da es aufgrund der Rückatmung sonst zu einer Co2-Vergiftung käme.

Wind wirkt sich vorteilhaft aus, weil er strömungstechnisch eine Sogwirkung im Schnorchel erzeugen kann. Beim Tragen einer Maske vor Mund und Nase, bildet sich ebenso dieser Totraum. Man kann deutlich sehen, wie sich die Maske beim Ausatmen auswölbt und sich die Expirationsluft darin sammelt und sich beim Rückatmen die Maske vor Mund und Nase zusammenzieht. Damit erhöht sich bei jedem Atemzug die Co2-Konzentration in Addition. Das kann man auch im Blut messen.
Für Kinder mit kleinerem Lugenvolumen, ist dieser Totraum prozentual sogar noch größer.

Der höhere Co2-Gehalt führt zur Ausschüttung verschiedener UNGESUNDER Stresshormone, die die Blutgefäße im Gehirn erweitern, um dem Sauerstoffmangel etwas entgegen zu wirken. Das verschiebt unsere Aufmerksamkeit für die eintretende Notsituation nach hinten. Gleichzeitig erhöht sich durch die Erhöhung des Co2-Gehaltes der Atemreiz und damit die Atemfrequenz. (Zur Info: Unser Atemreflex wird NICHT durch Sauerstoffmangel ausgelöst, sondern durch zu hohen Co2-Gehalt.)

Es kommt damit normalerweise zu einer Flachatmung in hoher Frequenz, so dass noch weniger Co2 abgegeben werden kann und durch den zusätzlichen Totraum verstärkt wird. Der Atemreiz wird noch größer, die Atmung schneller und der Co2-Gehalt steigt weiter, bis man bewußtlos ist.
Ich hatte als Jugendlicher mal eine Taucherglocke gebaut und Unterwasser aus dieser ein- und ausgeatmet. Wenn man es weiß, kann man fühlen, wie der höhere Co2-Gehalt die Atemfrequenz nach oben treibt und zu einem Gefühl von Atemnot führt. Aus einer 70 Liter-Tonne in etwa 9 Metern tiefe mußte ich nach 3 bis 4 Minuten abbrechen.

Essoufflement

Erstaunlicherweise wurde dieses bekannte Phänomen im Kontext mit Masken noch nirgendswo erwähnt, dabei ist es in der Tauchmedizin ein alter Hut und müßte jedem Sporttaucher, Berufstaucher sowieso, bekannt sein.

Beim s.g. Essoufflements handelt es sich um die Ermüdung der Atemmuskulatur, ausgelöst durch einen höheren Atemwiderstand, als üblich. Wer möchte kann sich mal in einem Selbstexperiment davon überraschen lassen, wie schwach i.A. die Atemmuskulatur ist:

Man nehme einfach mal einen Schlauch, halte das eine Ende unter Wasser und blase von Oben rein, um Luftblasen zu erzeugen. Schon nach einigen Zentimetern hat man das Gefühl, der Schlauch müsse verstopft sein, weil es einem nicht gelingt Luftblasen zu erzeugen. 1 Meter tiefe … keine Chance. Und das sind gerade mal 0,1 Bar Gegendruck. (Alle 10 Meter 1 Bar Druckzunahme.)

Als Flaschentaucher sorgt ein Lungenautomat dafür, dass die Lunge, beim Versuch einzuatmen, mit enormen Druck regelrecht aufgeblasen wird. Und zwar angepasst an den genauen Wasserdruck, der die Lunge eigentlich zusammenquetschen will. Beim Ausatmen stoppt dieser Prozess, Lungendruck und Außendruck sind gleich und man bläst aus einem Ventil gegen den Wasserwiderstand seine Expirationsluft in die Umgebung aus. Das kostet natürlich jedes Mal etwas mehr Kraft, als üblich.

An der Oberfläche ist das Ausatmen leichter, als das Einatmen. Der Ruhezustand ist im ausgeatmeten Zustand, bis der Atemreflex wegen Co2-Überschuß eintritt.

Unterwasser am Lugenautomat, ist es umgekehrt:
Das Einatmen ist leichter, als das Ausatmen.
Hinzu kommt die psychische Komponente, dass man aus instinktiver Angst vor dem Ertrinken und Luftmangel, seinen Ruhezustand im eingeatmeten Zustand verbringen möchte. Man muss lernen, diesem Reflex und der Angst entgegenzuwirken, um ganz bewusst wieder den Ruhezustand im ausgeatmetem Zustand zu verbringen. Entsprechend lernt man auch im ausgeatmeten Zustand den Lungenautomaten aus dem Mund zu nehmen und so einige Meter bis zum Tauchpartner zu überbrücken, um ihm ein Handzeichen zu geben und ihn um Wechselatmung zu bitten, um nicht zu ertrinken.

Um so tiefer man taucht, desto größer wird der Atemwiderstand, dann nicht nur beim Ausatmen, sondern auch beim Einatmen. Der Patialdruck des Luftgemisches nimmt zu und wird dicker, was zu einem höheren Strömungswiderstand führt. Irgendwann könnte die Luft theoretisch sogar flüssig werden.

Grundsätzlich führt ein höherer Atemwiderstand immer zu einer Ermüdung der Atemmuskulatur. Wenn man es nicht gelernt hat, führt dies zu einer Flachatmung. Das heißt, man atmet nicht mehr entspannt, ruhig und besonders tief ein und aus, sondern wird kurzatmig und atmet in schneller Frequenz.

Durch die zu geringe Kontraktion der Lunge wird dann nicht mehr genügend Co2 ausgeatmet, der Co2-Gehalt steigt und führt allmählich zu einer Kohlendioxydvergiftung. Der steigende Co2-Gehalt erhöht aber auch den Atemreiz, so dass man anfängt, immer schneller zu atmen und immer flacher. Ein Teufelskreis beginnt und endet schließlich in der Bewusstlosigkeit.

Auch die Masken erzeugen diesen höheren Atemwiderstand, der zu diesem besagten Essoufflement führen kann und ganz sicher bei kleineren und schwächeren Lungen wie bei Kindern oder auch bei älteren Menschen, deren Atemmuskulatur schwächer geworden ist, früher eintritt. Unkontrolliertes Atmen, untrainierte Atemmuskeln, Streß, Angst oder höhere Belastung, Lungenschädigungen und natürlich zu dicke Masken oder zu dicht verschlossene Masken usw. verstärken die Gefahr des Essouflements.

Hyperventilation

Hyperventilation ist ein Phänomen, das eintritt, wenn man übermäßig schnell und tief ein- und ausatmet. Dies kann aus Atemangst, Stres, zu hohem Atemwiderstand und vielerlei psychischen Gründen ausgelöst werden. Hierbei wird durch das übertriebene Atmen zu viel Co2 abgegeben.

Sauerstoff erstaunlicherweise nicht, weil die roten Blutköperchen hierin versuchen, die Sättigung beizubehalten. Aber so, wie zu hoher Co2-Gehalt im Blut die Blutgefäße im Gehirn erweitern, sorgt ein zu geringer Co2-Gehalt für eine Verengung der Blutgefäße im Gehirn. Damit wird das Gehirn unterversorgt und es folgt der Blackout (also wieder die Bewusstlosigkeit). Über Menschen mit dem Risiko von Thrombose oder Schlaganfall brauchen wir erst gar nicht zu reden.

Das Problem in allen Fällen ist, dass, ob beim Tauchen oder beim Tragen von wohlmöglich noch dicht anliegenden und dicken Masken, man sich in einer Ausnahme- und Notsituation befindet, die einen unbewusst und instinktiv in eine existenzielle Stresssituation versetzt und die natürliche Atmung außer Kraft setzt.

Wer nicht gelernt hat, seine Atmung darauf bewusst anzupassen, wird in dieser Stresssituation auch noch instinktiv und unbewusst falsch reagieren. Das anatomische Problem für Kinder und alte Menschen, wie auch sonstige Lungenprobleme, kommt erschwerend dazu.

Nicht ohne Grund, sind auch nicht alle Menschen für das Tauchen geeignet.

Was kann ich Euch empfehlen?
Sorgt dafür, dass die Masken auf keinen Fall geschlossen anliegen und zwar weder beim Ausatmen, noch beim Einatmen.
Verwendet Stoffe, die möglichst Luftdurchlässig sind.
Wenn möglich formt die Maske so, dass sie nach unten offen ist und oben, neben den Nasenflügeln, ebenfalls Durchlassöffnungen sind. Das hat strömungstechnische Gründe.
Achtet darauf, dass ihr ruhiger und tiefer ein- und ausatmet, als ihr es normalerweise tun würdet.
Achtet kontinuierlich auf Zeichen wie Kopfschmerzen, Lufthunger, Schwindel, Übelkeit und Bewusstseinseintrübungen.
Gähnt ab und zu mal.
(na? hast Du gegähnt? 😉 )
Keine Hektik, kein Stress, wenig reden, keine körperliche Belastung.

Bei jeder Gelegenheit weg mit der Maske und normal atmen.

Ansonsten muss Euch eben klar sein, dass das Tragen von Masken immer Stress auslöst, psychologische, soziale und kommunikative Folgen hat und sich der ständig erhöhte Co2-Level, wie auch die mikrobiologische Situation, negativ auf Eure Gesundheit, Gehirnentwicklung und Denkvermögen auswirkt.

Die Maskeninnenwand bietet bei 35 Grad und 95% Luftfeuchtigkeit einen guten Nährboden für Bakterien, die Ihr mit Maske in besonderem Maße tief einatmen müsst und mit Überdruck in die Umgebung verteilt. Das gilt noch mehr für die viel kleineren Viren und man wird sie daher mehr, als ohne Maske, verbreiten und aufnehmen. Man wird sie also tiefer und in größeren Mengen inhalieren, wie auch verteilen.

Der höhere Atemwiderstand durch die Maske muss durch stärkeres und tieferes Atmen kompensiert werden, damit der gleiche, bzw. etwas höhere benötigte Gasaustausch den eigenen Körper ausreichend und richtig versorgt. Keine Maske kann das reduzieren, es sei denn, man nimmt die Unterversorgung des eigenen Körpers in Kauf, bestenfalls durch eine Plastiktüte, die ihr luftdicht über den Kopf zieht.

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