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Warum die Wissenschaft Corona für das Ende der Menschheit hält – und die Geburt einer neuen Spezies

Der Eifelphilosoph hat einen Artikel veröffentlicht, der zu meinen Themen der letzten Tage richtig gut dazu passt, daher erlaube ich mir, ihn gleich mit ins Regal zu stellen:

Bild: von der Quelle des Artikels

Mittwoch, 28. Oktober 2020. Eifel. Ich weiß, ich weiß: ich lese zuviel „Mainstream“. Ist mir oft gesagt worden. Ich weiß auch: der Mainstream lügt, wenn er muss – über Massenvernichtungswaffen im Irak, über Brutkästen in Kuweit und über Löcher in deutschen Gefängnissen, die von deutschen Geheimdiensten gesprengt wurden, um sie den Linken anzuhängen (siehe: Celler Loch). Ich weiß: ich sollte nur noch Rubikon und KenFm lesen, weil nur dort die echte, wahre, richtige Realität abgebildet wird – ich jedoch finde dort nur ganz wenig Fakten und ganz viel Meinung: und Meinung habe ich schon selber genug. So sehr kritische Presse auch zu wünschen ist – und wir haben viel zu wenig davon – so sehr muss man aber auch schätzen, dass Mainstream-Medien ganz andere Apparate zur Sammlung von Fakten besitzen als die monetär determinierten Alternativen – und deshalb bezahlen ja auch die, die können, eine monatliche Abgabe für Staatsfernsehen, damit es wenigstens ein paar Journalisten in Deutschland gibt, die nicht schreiben müssen, was ihre Chefs lesen und ihre Leser hören wollen. Gut – die müssen dafür schreiben, was die Parteien hören und lesen wollen, weshalb es sinnvoll ist, sich aus mehreren Quellen zu bedienen, bevor man ein Urteil fällt.

Jetzt reden wir heute über das Ende der Menschheit: etwas, was sich anhört, als würde es von den wildesten Verschwörungstheoretikern verbreitet, die die Mär von unterirdischen Reptiloiden verbreiten, die mit Nazi-Ufos Jagd auf Kinderdrüsen machen … und was es da sonst noch alles so gibt. Es hört sich aber nur so an. Die These, dass das Corona-Geschehen den Einstieg in eine ganz andere historische Entwicklung bedeutet, stammt nun nicht von Hobbyforschern in Omas Dachspeichern, sondern von einem der renommiertesten Historiker der Gegenwart, Yuval Noah Harari (siehe: t-online). Das ganze Interview ist so phantastisch, so unglaubhaft – und doch so wahr und real – dass ich mir erlauben werde, ihn persönlich zu zitieren.

Die erste Gefahr, die er für die Menschheit sieht, erscheint nachgeradezu noch harmlos: die vollständige, totale Überwachung steht direkt vor der Tür – und scheint auch im Kampf gegen die Epidemie alternativlos zu sein, einer Epidemie, die der Historiker für weniger schädlich als die Pest oder die spanische Grippe ansieht, weshalb sich die Menschen gar nicht mehr an sie erinnern werden:

„In 50 Jahren werden sich die Menschen gar nicht so sehr an die Epidemie selbst erinnern. Stattdessen werden sie sagen: Dies war der Moment, an dem die digitale Revolution Wirklichkeit wurde.“

Eine digitale Revolution, die genau das bringt, was die vielgescholtenen Kritiker der Corona-Maßnahmen befürchten: den Beginn des totalen Überwachungsstaates. Harari ist sich nicht sicher, dass er kommt: aber die Chancen für einen weltweiten Überwachungsstaat nach chinesischem Vorbild sehr gut, die Technik für eine Totalüberwachung der Menschheit ist da – und die Pandemie bietet den perfekten Vorwand, sie einzusetzen.

Nun wird jeder dagegen einwenden, dass er nichts zu verbergen habe – auch die, die gar nicht wissen, dass sie doch was zu verbergen haben, es aber erst merken, wenn eine KI ihr Krebsrisiko ausrechnet und es dem Arbeitgeber übermittelt, der daraufhin lieber auf eine Einstellung verzichtet und bessere Gene bevorzugt. Da gibt es dann auch den Urgroßonkel, der wegen Ladendiebstahl verurteilt wurde, die Großmutter in der Psychiatrie oder Gene, die oft bei Gewaltverbrechern beobachtet wurden, die die berufliche Karriere schon vor Beginn zu Fall bringen können … wenn wir nur kurz mal weiterdenken. Womöglich gibt es aber auch Aufnahmen, die einen beim Sex im Freien zeigen – oder wie man bei rot über die Ampel geht: schon ist man fällig. Und mehr als alle staatlichen Kameras würde ich auch die 80 Millionen Privatfilmer fürchten, die jederzeit unterwegs sind und jede Lebensäußerung auf Video bannen können: die Technik macht es möglich, dass jeder Nachbar Spion werden könnte … erst recht dann, wenn er bei You Tube damit Geld verdienen könnte.

Aber die Vision vom Einstieg in den totalen Überwachungsstaat ist nicht die einzige Gefahr, die Harari in der gegenwärtigen Situation sieht: seine Befürchtungen gehen noch viel weiter:

„Wir können aus der Geschichte vor allem lernen, welche langfristigen Fehler wir gemacht haben. Das begann schon ganz am Anfang. Viele Leute halten bis heute die landwirtschaftliche Revolution vor rund 10.000 Jahren, als die Menschen sich von Jägern und Sammlern zu Bauern entwickelten, für eine große Verbesserung. Tatsächlich machte sie das Leben der meisten Menschen viel, viel schlimmer. Das Leben eines durchschnittlichen Bauern im alten Ägypten oder später im mittelalterlichen Deutschland war wesentlich härter als das eines Jägers und Sammlers vor rund 300.000 Jahren. Denn der immense Wohlstand, der durch die Sesshaftwerdung und die Landwirtschaft erarbeitet wurde, kam nur einer winzigen Elite zugute. Die machte es sich in Palästen gemütlich, während der Rest der Menschen darbte und von Krankheiten und Konflikten geplagt wurde. Erst im 20. Jahrhundert kam es für die „normalen“ Menschen wieder zu einer nennenswerten Verbesserung ihres Lebensstandards und einer Verlängerung ihrer Lebenserwartung.“

Eine erfrischend neue und verblüffend ernüchternde Betrachtung der Menschheitsgeschichte, die im weiteren schreckliche Folgen nach sich ziehen wird:

„Im schlimmsten Fall werden Teile der Menschheit sogar verschwinden. In meinem neuen Buch führe ich das aus: Vor 50.000 Jahren gab es neben dem Homo sapiens mindestens fünf weitere menschliche Arten auf der Erde. Als sich unsere Vorfahren aber auf dem Planeten ausbreiteten, verschwanden alle diese anderen Menschenarten. Haben wir sie in der ersten ethnischen Säuberung der Geschichte ausgelöscht? Oder verschwanden sie allmählich, weil der Homo sapiens ihnen überlegen war? Das wissen wir nicht genau. Was wir aber wissen: Heute gibt es eine neue Art von Entität auf der Welt: die Künstliche Intelligenz. Diese KI könnte uns das antun, was wir den Neandertalern angetan haben.“

Teile der Menschheit, die verschwinden? Ist doch alles viel zu utopisch, möchte man meinen. Dabei steht Harari mit seiner Argumentation gar nicht alleine da. Auch Wolfgang Merkel warnt in der Zeit vor dem Ende der Demokratie durch die Effekte der Corona-Maßnahmen, durch ein Regieren, das nur auf Angst basiert (siehe Zeit).

Natürlich wendet sich Harari in dem oben zitierten Interview vehement gegen jede Art von Verschwörungstheorie, hält sie alle für Humbug. Das ist natürlich sinnvoll, wenn man seine akademische Karriere nicht vorzeitig beenden will … andererseits muss man aber deutlich sagen: es gibt halt reale Kräfte, die an einer neuen Menschheit arbeiten, an einem neuen Menschentyp, der uns allen so überlegen sein wird, das wir ihm gegenüber wie Neandertaler sein werden: und diese Kräfte sind eindeutig personalisierbar, zum Beispiel in der Gestalt des Peter Thiel, des Herren von Paypal, der mal eben so ganz nebenbei den Tod abschaffen will (siehe NZZ). Über seine Experimente mit dem Blut junger Menschen schreibt die Zeit bezeichnend: „lieber ewig wahnsinnig als normal und sterblich“ (siehe Zeit). Wo die unsterblichen Wahnsinnigen wohnen werden, ist auch schon ausgedacht worden: auf schwimmenden Inseln in paradiesischen Gewässern – und ohne Gesetze, die die Genialität solcher gottähnlicher Gestalten nur stören würden (siehe Tagblatt).

Seltsam ist ja, dass die gigantische Wirtschaftskatastrophe, die durch Corona kommen soll, an den wirklich Reichen spurlos vorbei geht, sie wurden sogar noch reicher (siehe DW), haben somit wesentlich mehr Gelder zur Verfügung, um Zukunft zu gestalten. Auch die großen Firmen „horten Cash“ wie nie zuvor, während die kleinen Firmen pleite gehen (siehe Handelsblatt), Corona führt zu einer nie dagewesenen Säuberung des Planeten vom Homo Sapiens (übersetzt: weiser, gescheiter, kluger Mensch) durch einen neuen Menschentypus, den Raubmenschen, der sehnlichst eine enge, auch körperliche Verbindung zur Technik eingeht, die ihn übermenschlich werden lässt. Diese neue Übermenschenphilosophie, die an die schlimmen Auswüchse arischer Rassenkunde erinnert, hat sogar einen Namen: Transhumanismus (siehe Zukunftsinstitut.de) und erfreut sich einer breiten Zustimmung, unter anderem von der Giordano-Bruno-Stiftung (die den gegenwärtigen Menschen für den neuen, aussterbenden Neandertaler hält, siehe Giordano-Bruno), dem Tesla-Gründer Elon Musk, der gerade unseren Planeten mit 40000 neuen, firmeneigenen Satelliten überfluten will (siehe Spiegel), die Hararis Visionen vom Überwachungsstaat Realität werden lassen oder eben auch dem oben genannten Peter Thiel. Worum es den milliardenschweren Silicon-Valley-Giganten aber in Wirklichkeit geht? Nur um die Rettung ihres eigenen Vermögens, erste Bunker zum Schutz vor der Apokalypse sind schon fertig gestellt (siehe Netzpolitik).

Und die Reichen – nun ja: die wirklich Reichen können wir uns überhaupt nicht mehr leisten – so als Menschheit. Ein Prozent der Weltbevölkerung – die Reichsten – produziert doppelt soviel CO2 wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen (siehe Spiegel). Das wissen „die“ sehr genau – „wir“ aber nicht. Wir reden hier auch nicht über „Verschwörungstheorie“, sondern einfach nur über den ganz normalen Willen zum Überleben – nur hat halt der transhumanistische Milliardär wesentlich mehr Macht als der arbeitslose Schauspieler, der jetzt dauerhaft auf die Menschenmüllhalde „Hartz IV“ endgelagert wird. Die Reichen sind sich schon längst darüber einig, dass sie sich die Masse der Armen nicht mehr leisten kann, Susan George hat die logischen Folgen aus dieser Überzeugung in ihrem Lugano-Report deutlich dargestellt (siehe: S. George, Lugano-Report, Rowohlt 2001): eine drastische Reduzierung der Menschheit um vier Milliarden Köpfe ist unausweichlich zum Überleben der Menschheit … und geht es nach den Gedanken der kühnsten Köpfe des Silicon-Valley werden die Milliardäre, die sich als würdig erweisen, sowieso ewiges Leben in der Cloud erlangen, als Götter des Internets – und körperlose Überwesen werden. Nicht lachen jetzt: daran wird ernsthaft geforscht (siehe Heise) – und den ersten anerkannten Cyborg (ein Mensch-Maschine Mischwesen) gibt es schon (siehe Welt).

Was aber erzählt wird, ist nicht die Geschichte von den Reichen, die wir uns nicht mehr leisten können, sondern die Geschichte vom Homo Sapiens, dem „Endverbraucher“, der einfach nur schädlich und überflüssig ist. Diese Geschichten erreichen uns in der Informationsflut der Medien – die nur noch von Hochleistungsrechnern sinnvoll verarbeitet werden kann – tagtäglich. Zwei aktuelle Beispiele? Gern.

Am 11.10.2020 berichtet die FAZ darüber, dass Millionen Deutsche für den Job, den sie machen, überqualifiziert sind (siehe FAZ), kurz gesagt: jetzt ist auch der Akademiker überflüssig.

Am 27.10.2020 berichtet die Tagesschau über den Bericht des Umweltbundesamtes, der besagt, dass jeder Bürger im Schnitt 227,5 Kilo Verpackungsmüll produziert (siehe Tagesschau), dabei produziert überhaupt kein Normalbürger irgendeine Verpackung: die wird in Unternehmen geplant und fabriziert, wir können die nur kaufen – oder aufs Essen ganz verzichten, ein kleines Detail, das man gerne außer Acht lässt. Fazit: der Bundesbürger generell ist nicht nur überflüssig, sondern auch schädlich … kann also weg.

Harari nennt den Nachfolger des Homo Sapiens den Homo Deus, den Gottmenschen – und wenn man sich anschaut, wie ein Elon Musk in Deutschland empfangen wird, kann man ahnen, dass unsere Politik den gottähnlichen Status schon akzeptiert hat. Schon ein Irrsinn, dass die Giordano-Bruno-Stiftung, die sonst für knallharten Anti-Theismus wirbt, eine Partei hervorbrachte, die das entstehen von Gottmenschen unterstützt … aber die haben ja bei der Namensgebung ihrer Stiftung auch übersehen, dass Giordano Bruno ein knallharter Pantheist war, Gott also in allem sah, was Schöpfung ist.

Kaum zu glauben, in welch brisanten Zeiten wir leben – wo Milliardäre danach trachten, uns abzuschaffen – wie aber nicht mehr darüber reden dürfen, weil dann gleich staatliche Stellen das Etikett „Verschwörungstheorie“ verordnen und entsprechende Maßnahmen zum Schutz von Kindern vorsehen (siehe Zeit) und dabei Unterstützung von kritischen Portalen erhält (siehe Netzpolitik).

Und – ist nun alles hoffnungslos? Wird Corona das Codewort für die Vernichtung des Homo-Sapiens, der schon jetzt in der Öffentlichkeit dank Maske erschreckend gesichtslos geworden ist – und dies auch dann bleiben soll, wenn die Impfung da ist (siehe Zeit)?

Nein. Nicht jedenfalls nach Harari. Nicht jedenfalls, wenn sich der Homo Sapiens darauf besinnt, was seine wirkliche, einzigartige Qualität ist: nicht die Erfindung von Werkzeugen sondern … das Erzählen von Geschichten:

„Nein, eine andere menschliche Erfindung war noch wirkungsmächtiger: das Erzählen von Geschichten. Nicht die Neandertaler, nicht die Schimpansen oder andere Spezies kontrollieren diese Welt, sondern wir. Und zwar deshalb, weil wir in viel größerer Zahl zusammenarbeiten können als andere.“

Wir brauchen neue Geschichten. Geschichten, die den Homo Sapiens gegen seinen derzeit größten Feind mobilisieren: den Homo Deus, den Gottmenschen … damit es uns nicht so geht, wie dem Neandertaler und wir als Müll auf dem Haufen der Geschichte landen. Also: fangen wir an!

Eiszeit, Säbelzahntiger und schwarze Pest haben wir auch bewältigt.

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