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Verständnisgrundlage für das Phänomen „Links“: Die Sehnsucht nach der nährenden Mama

Ich habe vor einiger Zeit auf die Web-Seite Catwise – Psychologische Grenzgänge Denkanstöße und Anstößiges, Gedanken-Spiele – gestoßen. Der Betreiber schreibt zu seinem Blog folgendes:

Psychologische Reflexionen als Blog?
Wir schreiben den 3. Januar 2019, und hier und heute beginne ich meine Sammlung von Gedanken, Konzepten, Erkenntnissen und halbgaren Ideen aus den letzten über 15 Jahren – zum öffentlichen Mitlesen. Das meiste dreht sich um das bessere Verstehen des Phänomens „Mensch“, was dieses Wort bedeuten könnte und wie du als einzelner dem ein wenig näher kommen kannst. Dementsprechend findest du hier auch Hintergrundinformationen zu meiner Arbeit als Coach, Therapeut und Gruppenleiter unter dem Markennamen Catlike.

Nun, das Wesen des Menschen fand und finde ich auch nach wie vor faszinierend. Gerne möchte ich den Blick des Autors, den er auf jene Menschen, die sich der so genannten ‚Linken‘ zu ordnen, wirft, hier ebenfalls ins Regal stellen, möge der dem Einen oder Anderen sein Weltbild detaillieren, wozu auch immer es gut sein mag:

Links und Rechts aus der Perspektive eines Rechten?

Die Psychologie von Links (Auszug aus)

Die ursprüngliche politische Bedeutung von „Links“ und „Rechts“ in der französischen Nationalversammlung am Ende des 18. Jahrhunderts ist längst aufgehoben und ersetzt worden durch einen ganzen Wust beliebiger Gesinnungs-Dichotomien und Zuschreibungen, aus denen jeder sich heraussuchen kann, was ihm gerade gefällt. Das dazu passende mediale Kauderwelsch versucht uns mit allen Mitteln beizubringen, dass „Links“ immer irgendwie gut und richtig ist, während „Rechts“ als neues Synonym für alles Schlechte, Gefährliche, Böse, Unterdrückende usw. steht.

Vor über zweihundert Jahren wurden diese Bezeichnungen verwendet, um die Parteien der Deputierten in der französischen Nationalversammlung einzuteilen in einerseits die Veränderungswilligen bzw. Revolutionären (auf der linken Seite) und andererseits die eher Konservativen, die damals den Erhalt der Monarchie befürworteten (auf der rechten Seite).

Heute sollen wir gedankenlos glauben, dass die Nationalsozialisten unter Hitler und die Faschisten „rechts“ waren, obwohl der Sozialismus, die Ideen der Verstaatlichung und vor allem die der Gleichmachung aller Menschen typische Charakteristika von „Links“ sind. Die Verwirrung ist vollständig und beabsichtigt, denn wenn man den Menschen „Links“ als Ideologie aufoktroyieren will, um sie schwächen und besser steuern zu können, dann muss man alles offensichtlich Schlechte in einen anderen Topf werfen, den man dann „Rechts“ nennt.

Wir wollen in diesem Artikel die eigentlichen Beweggründe und damit die Psychologie hinter dem Phänomen „Links“ (und später dann auch „Rechts“) aufdecken und zu erkennen lernen.

Zunächst ist für unsere Untersuchung wichtig, dass jede Spaltung und Dichotomisierung bei gleichzeitigem Verhindern von Dialog und Synthese bzw. Zusammenarbeit, immer beide Seiten schwächt und Entwicklung blockiert. Wenn wir das einmal verstanden haben, dann ist es egal, wer wen wie nennt. Entscheidend ist: gibt es einen Dialog oder nicht? Heute tut man so, als wären Dialogunfähigkeit und die Ablehnung von Zusammenarbeit nicht nur löblich, sondern ganz selbstverständlich.

Wenn – wie damals in Frankreich – die Linken Veränderung für stetige Verbesserung wollen und die Rechten den Erhalt von dem, was sich bewährt hat, dann ist erst die Kombination aus beidem sinnvoll: schütze und erhalte das Gute und sorge von da aus immer weiter für Verbesserungen. Wenn ein Mensch beide Haltungen in sich trägt und bei täglichen Entscheidungen in einer Synthese kombiniert, dann nennen wir das: gesunder Menschenverstand. Politisch wird uns allerdings seit über 50 Jahren eine immer extremere Polarisierung dieser beiden Grundeinstellungen gegeneinander präsentiert – mit schwerwiegenden Folgen: alles Gute und Werthaltige wird zerstört oder vernachlässigt und Veränderungen sind stets so, dass die sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Verhältnisse immer prekärer werden (nur der „Elite“ der Machthaber und den Lobbyisten geht es immer besser dabei).

Mit anderen Worten: der gesunde Menschenverstand hat im Politischen und Kulturellen schon seit langem ausgesetzt. Eine Zusammenführung, ein gesundes Ausbalancieren, von „Links“ und „Rechts“ findet nicht statt. Stattdessen sind wir gelähmte Zuschauer von immer absurderen Partei-Spielen und Grabenkämpfen, in denen es nur noch darum geht, alle anderen Meinungen und Haltungen prinzipiell und gänzlich zu bekämpfen. Von Zusammenarbeit, Zuhören und Lernbereitschaft ist keine Spur. Das allein zeigt uns schon, mit wem wir es hier in der Regie wohl zu tun haben.

Jenseits der politischen Theaterbühne, auf der uns täglich die Komödie „Demokratie“ gespielt wird, bekommen die Darsteller von „Links“, „Rechts“, „Mitte“ usw. selbstverständlich ihre Skripte alle aus einer Hand und werden von einem Regisseur angeleitet. Sonst würde alles nicht so reibungslos, ergebnislos und volksverachtend über die Bühne gehen. Uns interessiert hier aber nicht die Mechanik der schein-politischen Dramaturgie, sondern die Psychologie hinter dem, was uns als Zuschauer in den Kopf „geschauert“ wird. Unsere echte Herausforderung besteht nicht darin, ein neues oder überarbeitetes Theaterstück (mit den gleichen Darstellern unter der gleichen Regie) zu inszenieren, sondern das Theater zu verlassen.

Das Stück „Demokratie“ wird als Endlos-Seifenoper gegeben mit dem Effekt, dass die Spaltung in „Lager“ und „Gruppierungen“ in den Köpfen der Menschen immer weiter vorangetrieben wird zu immer kleineren Splittergruppen, von denen sich dann jede immer massiver hinter ihren Meinungen und Wunschvorstellungen verbarrikadiert. Strategisches Ziel: niemand kann mehr den geringsten Einfluss auf das Gesamtsystem haben; niemand kann sich auch nur vorstellen, Einfluss zu haben. Solidarität wird ersetzt durch eine Ich-bezogene Anspruchshaltung und Stärke wird bekämpft. Dadurch wird verhindert, dass Solidarität und Stärke zusammenfinden. Darum geht es dem Kontrollsystem. So kommt man dann auf der Bühne am größten raus, wenn man sich als Vertreter einer geschundenen Minderheit inszenieren kann. Die Parole im Dauer-Schmu ist: „Der Schwächste ist der Stärkste!“ und „Das machtloseste Opfer hat die meiste Macht“. So ein Schwachsinn geht natürlich nur im Film, aber wenn die Menschen ihre Weltanschauungen aus dem Fernsehen übernehmen, dann muss die Realität draußen bleiben. Gut: dann kann man die Getäuschten in der Realität leichter kontrollieren und, wenn notwendig, auch gegeneinander aufhetzen.

Wieso ist das für Menschen überhaupt attraktiv? Um diese Frage beantworten zu können und damit unsere Situation besser zu verstehen, werden wir uns im Folgenden mit der sozialen und psychischen Bedeutung von „Links“ beschäftigen, um zu klären, was sich eigentlich hinter diesen Schablonen verbirgt.

Das „Links“-Motiv

Der rote Faden, der sich durch die geschichtlichen Selbstzeugnisse und Ansichten von „Links“ zieht, ist das Motiv der Kollektivierung. Kollektivierung von was? Oberflächlich betrachtet von Eigentum und materiellen Gütern, bei genauem Hinsehen aber vor allem von geistiger oder körperlicher Anstrengung. Letztere kann man nur kollektivieren, indem man sie de-individualisiert und über die Menschen als Masse (statt auf Einzelpersonen) verteilt – nach dem Gießkannenprinzip. Warum sollten Menschen das wollen? Z.B. weil sie sich davon versprechen, dass auch Identität und Verantwortung vergemeinschaftet werden und damit der Einzelne von der Aufgabe „befreit“ wird, sich persönlich und geistig zu entwickeln. Da man Identität und Verantwortung aber gar nicht kollektivieren kann, kann man sie nur marginalisieren und auflösen.

Hinter jedem Motiv, besonders wenn es als Appell oder Forderung auftritt, steht immer eine Erwartung oder ein Bedürfnis. Menschen, die sich „Links“ zuordnen, scheinen interessanterweise nicht gerne über Bedürfnisse hinter ihren Forderungen zu sprechen. Bedürfnisse sind nämlich stets etwas Persönliches und damit eine Sache des Einzelnen. Das widerspricht ihrer gewünschten Einschmelzung und Auflösung des Individuums in einer Kollektivmasse. Auch wenn Entpersönlichung und abstrakte Verallgemeinerung ein grundsätzliches Problem jeder Theorie und Ideologie sind, begegnen wir hier einem speziellen Kern-Aspekt der „linken“ Motivik: der Marginalisierung, Verneinung oder sogar Auflösung von allem, was an den Einzelnen, das Individuum und vor allem das Einzigartige oder Besondere erinnert.

Warum will „Links“ das Individuum und den Einzelnen auf alle möglichen Arten und Weisen abschaffen? Weil dies Merkmale einer fortgeschrittenen Entwicklungsstufe und sie nicht selbstverständlich, bequem und einfach zu erreichen sind. Es kostet Anstrengung. Individualisierung, Charakterentwicklung, Eigenständigkeit, Selbstsicherheit und Einzigartigkeit sind Ergebnisse anstrengender Reifeprozesse. Sie sind verbunden mit Spannung, Reibung, Verlusten, Unangenehmem und immer mit dem realen Risiko zu scheitern und den Anschluss zu verlieren. Mit anderen Worten: sie sind eine stetige Herausforderung von Stufe zu Stufe. Und diese kann jederzeit umschlagen in eine Überforderung, wenn wir z.B. nicht genug Unterstützung erfahren oder zu früh oder zu heftig mit Anforderungen konfrontiert sind, die wir nicht bewältigen können. Dann bleiben wir vor der zu hohen Stufe stehen und stagnieren auf der Reifestufe, die wir bereits erreicht haben.

Überforderung ist – unbewältigt – ein Trauma. Sie führt nicht nur dazu, dass wir stehen und stecken bleiben, sondern auch dazu, dass wir uns in passiver, hilfloser Manier zurücksehnen nach dem (früheren) Zustand der Forderungslosigkeit, nach Ruhe und Bequemlichkeit. Eine zentrale Traumareaktion ist stets die Vermeidung von allem, was uns an das Trauma erinnern könnte, um den damit verbundenen Schmerz zu vermeiden und auszublenden.

Die Sehnsucht nach der Verschmelzung mit dem großen Ganzen, das einen hält, versorgt, füttert und trägt, ist angemessen und richtig auf der Reifestufe eines Säuglings. Bereits mit dem Krabbeln beginnt (psychisch) jedoch schon die Konfrontation mit dem Gegenpol, der neu, aufregend, aber auch herausfordernd ist: das In-die-Welt-Gehen auf eigene Faust („aufs eigene Konto“, sagen die Spanier dazu), das dann ein paar Stufen weiter zur Selbst-Ständigkeit und schließlich zur Auto-Nomie („sich selbst benennen/bestimmen“) führt.

Je schwerer mir diese Verselbständigung (in Kindheit oder Jugend) fällt oder je weniger sie mir gelingt, desto mehr werde ich mich nach den „guten alten Zuständen“ der Verantwortungslosigkeit und anstrengungsfreien Geborgenheit sehnen, weil ich damit am meisten Wohlbefinden und Stimmigkeit verbinde. Denn das ist der natürliche Mechanismus unseres Nervensystems: wichtigstes Kriterium für alles ist und bleibt immer das Gefühl von Sicherheit (Ruhe, keine Aufregung, Entspannung) und Wohlbefinden (geborgen und versorgt sein). Und jeder verbindet etwas anderes damit je nach persönlicher Erfahrung.

Diese frühen biografischen, körperlich-psychischen Erfahrungen – das Angenehme wie das Unangenehme – sind die Grundlage für unseren Charakter, für unsere Weltanschauungen, Vorlieben und für unsere Lieblings-Theorien und ‑Ideologien. Diese Grundlagen sind tief emotional und meist unbewusst insofern, als dass sie auf non-verbalen Körpererfahrungen beruhen.

Die frühkindliche Perspektive

Um die Sehnsucht von „Links“ nach dem versorgenden, übergreifenden, immer-präsenten und vor allem möglichst mächtigen Wesen (oder „System“) zu verstehen, betrachten wir nun die entsprechende Phase der frühkindlichen Entwicklung einmal genauer.

Wir können die folgenden Zusammenfassungen mit zwei Brillen lesen: einmal als Beschreibung einer natürlichen Entwicklungsstufe des Kindes und einmal als eine Liste von Merkmalen jener Menschen, die in ihren psychischen, mentalen oder sozialen Fähigkeiten auf eben dieser Stufe steckengeblieben sind. In der zweiten Lesart werden vielleicht schon Parallelen zu Erscheinungsformen von „Links“ erkennbar.

Bedürftigkeit

Zu dieser Entwicklungsstufe gehören ganz charakteristisch: ein Selbsterleben als kleinschwach und vor allem bedürftig. Daraus ergibt sich ein ganz selbstverständliches Empfinden des Rechts auf Versorgung (mit Nahrung, Kontakt, Wärme, … allem Lebenselementaren). Wenn diese Bedürfnisse nicht erfüllt werden, wird dies als „Rechtsbruch“, als Ungerechtigkeit erlebt. Es wird als „falsch“ im natürlichsten und tiefsten Sinne des Wortes empfunden und dieses Falschsein liegt in dem „da draußen“, bei den undefinierten Mächten, die dem Versorgungsanspruch gerecht werden müssten. Zusammen mit dem dann entstehenden Gefühl existenzieller Gefährdung, führt dies zu einer Generalmobilmachung aller Kräfte, um sich durch Schreien, Zornausbrüche und Aufstände lautstark bemerkbar zu machen.

Mangel an Ausdrucksfähigkeiten

Die generalisierte und richtungslose Grundaktivierung und Empörung bleiben in ihrem Ausdruck sehr simpel, denn es fehlen noch kommunikative und mentalisierende Kompetenzen. Es gibt auf dieser Entwicklungsstufe noch keine Möglichkeit, sich selbst und die anderen aus einer anderen Perspektive als der eigenen zu sehen. Nicht einmal die Möglichkeit einer anderen Perspektive ist vorstellbar. Das heißt, es gibt keine Fähigkeiten dazu, sich selbst, die eigene Situation oder den Kontext zu verstehen. Reaktionen auf die Welt sind noch reflexartig, instinktiv und stark affektiv aufgeladen, nicht mental oder strategisch.

Mangel an Differenzierungsvermögen

Ein Kind kann in den ersten zwei Lebensjahren noch keinen Unterschied machen zwischen Gleichheit, Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung. Es erlebt Mangel und Überforderung als Benachteiligung – im Verhältnis zu seinen Erwartungen und Bedürfnissen. Auf dieser Stufe sind Erwartungen und Bedürfnisse der Maßstab für alles und das Zentrum der (rudimentären) Identität. Das Kind kann sich als abhängiges und bedürftiges Wesen bei Frustration nur als hilfloses Opfer fühlen, das auf die Macht eines umfassenden Größeren angewiesen ist. Wenn also Gleichheit fehlt („Der andere hat mehr als ich!“), dann ist das auch eine Ungerechtigkeit, weil Gerechtigkeit und Richtigkeit nichts anderes bedeuten als die Gleichversorgung durch jene zuständige Versorgermacht.

Das Kind wird sie notfalls rabiat einfordern. Eine laute Forderung nach „Gerechtigkeit“ meint auf dieser Stufe nichts weiter als Gleichheit und Gleichbehandlung, sprich Gleichmachung, denn es soll ja nur der unangenehme Unterschied verschwinden.

Abstraktere Vorstellungen von Gerechtigkeit, Unterschiede in „Wertigkeit“ und „Berechtigungen“ können nicht verstanden werden und werden wie jeder nicht-einschätzbare, nicht-kontrollierbare Unterschied als bedrohlich erlebt.

Zur Not können die eigene Angst und Frustration auch dadurch gemildert werden, dass alle anderen ebenfalls frustriert werden. Dann ist beruhigende Gleichheit unmittelbar körperlich und affektiv spürbar und das primär ersehnte Gefühl von Zu- und Zusammengehörigkeit erreicht. „Ich bin nicht allein“ ist auf dieser Stufe das einzige Kriterium, um Angst und Gefühle von Unterlegenheit oder Schwäche abzusenken. Das Sitzen im gleichen Boot ist wichtiger als jeder andere Maßstab, denn dann fühle ich mich unmittelbar sicher. Komplexe Lösungen und Zukunftsgedanken kenne ich nicht. Gemeinsam leiden und untergehen ist besser als eine Separierung, auch wenn sie das ganze Boot retten würde. Ein Säugling hat keine existenzielle Angst vor irgendetwas, auch nicht vor dem Tod, sondern nur vor dem Alleingelassen-Werden.

Diese Reduzierung auf die rudimentärste konkret-materielle Ebene der Wahrnehmungsfähigkeit wird verstärkt durch das nächste Charakteristikum:

Realitätsmangel

Genauer gesagt: es fehlt eine rudimentäre, ich-bezogene mentale Verarbeitungsfähigkeit für körperliche und soziale Realität. Denn die inneren Landkarten zur Verarbeitung von Erfahrungen setzen sich noch überwiegend aus den eigenen instinktiven und affektiven Reaktionen zusammen. Das bedeutet: „die Welt ist so, wie ich sie empfinde“. Entscheidend für das „Verstehen“ der Welt sind auf dieser Stufe die inneren Reaktionen auf die Welt: Zufriedenheit, Wohlbefinden, Unwohlsein, Schmerz, Aufregung, Beruhigung usw.

„Denken“, innere Bilder und Ideen sind noch weitgehend abgekoppelt von der äußeren Wirklichkeit. Das „Verständnis“ der Welt ist eine unreflektierte und verschwommene Projektion von Bedürfnissen, Affekten und Hoffnungen in abstrakte Konstrukte und Weltanschauungen. „Die Welt“ und „die anderen“ sind vorerst noch subjektive Konstrukte, die das Kind sich mit hoffungsvollen Fantasien (später dann: Ideologien) zurecht imaginiert, um sie den eigenen Bedürfnissen und Kapazitäten anzupassen. Die innere Welt ist dabei stärker als die Wahrnehmung der Außenwelt. Objektive soziale und psychologische Gesetzmäßigkeiten, Grenzen oder Einschränkungen gibt es in dieser Körper-Ich-zentrierten Welt nicht. Wenn es im Kontakt mit der äußeren Welt Widerstand gibt, ist das ein Zeichen, dass diese „böse“ oder „falsch“ ist und mit Kraftaufwand (Gewalt) geändert werden muss. Die innere Hoffnung auf „Allmacht“ dient auch als Schutz vor:

Ohnmacht und Unterlegenheit

Das Kleinkind ist der realen Welt ausgeliefert und von ihr überfordert, wenn nicht stets ein Erwachsener dabei ist, der zwischen den beiden vermittelt. Ansonsten machen sich Angst und Überforderung breit.

Ohnmacht und das Erleben von Unterlegenheit können nur als angenehm und „richtig“ erlebt werden, wenn dabei alle Bedürfnisse erfüllt werden, also wenn es verlässlichen Schutz, Fürsorge und Versorgung von außen gibt. Ansonsten entstehen aus chronisch unerfüllten Bedürfnissen Forderungen und stress-geladene Dauer-Empörung gepaart mit dem Abdriften in Versorgungs-Wunschfantasien à la Schlaraffenland.

Das Bedürfnis nach Eingebettet-Sein und Zugehörigkeit

Eingebettet-Sein und Zugehörigkeit sind Basis und Voraussetzung für die später erst aufkommende Suche nach Selbständigkeit und Identität. Säugling und Kleinkind sind mit Wachstum und körperlicher Bewusstwerdung beschäftigt. Das ist tagesfüllendes Programm der ersten zwei Jahre. Dafür brauchen sie die sichere und versorgende Einbettung, Bindung genannt, und orientieren sich an allem, was unmittelbar als befriedigend und entlastend erlebt wird. Damit können sie dann gesichtslos (identitätslos) verschmelzen.

Das Bedürfnis, Teil eines größeren Ganzen (Familie, Stamm) zu sein, ist Voraussetzung dafür, sich sicher und geschützt zu fühlen. Identität hingegen fordert Separierung und wirkt deshalb auf dieser Stufe bedrohlich. Stattdessen identifiziert man sich als abhängiges Fragment einer Gruppe und fühlt sich gerade ohne Individualität in der diffusen „Gruppenidentität“ richtig, stark und mächtig. Dementsprechend müssen alle anderen Gruppen „falsch“ oder „schlecht“ sein, denn zu ihnen gibt es keine Zugehörigkeit und Bindung. Abgrenzung basiert also noch auf einer rudimentär-instinktiven Schwarz-Weiß-Logik: Eine Gruppe ist beruhigend („richtig“) oder fremd und angsteinflößend („falsch“).

Verantwortungslosigkeit

Ein Baby oder Kleinkind kann keine Verantwortung übernehmen. Das Wissen, Können und die Kraft, die für Verantwortung notwendig sind, erfährt das Kind als Kräfte, von denen es getragen wird, die von außen kommen und die noch ganz unpersönlich als „etwas Starkes“ wahrgenommen werden. Dieses größere, umfassendere Etwas gibt Halt und Sicherheit, während das Kind von Verantwortung nichts weiß. Verantwortung kann nur da sein, wo Macht und Kompetenz sind.

Geschlechtslosigkeit

Auf dieser Stufe sind Bewusstsein, Selbstempfinden und Verhalten geschlechtslos. Damit ist auch die Identität noch völlig unabhängig von Geschlechtlichkeit. Die biologisch reale und wichtige Polarität zwischen Männlich und Weiblich ist auf dieser Stufe (noch) bedeutungslos und kann nicht wahrgenommen werden. Eine Konfrontation mit dieser Polarität oder den damit verbundenen Energien und Verhaltensweisen stellt auf dieser Entwicklungsstufe eine massive Überforderung und Bedrohung der Integrität dar. Deshalb wird sich das Kind davor instinktiv und automatisch schützen.

Zurückgebliebene und die Sehnsucht nach der Mutter

Es ist nicht schwer zu erkennen, dass wir hier eine Perspektive wiedergeben, die sich entwicklungspsychologisch zusammenfassen lässt als das Bedürfnis oder die Sehnsucht nach der guten, voll-versorgenden Mutter.

Dieser Exkurs der entwicklungs-psychologischen Perspektive ist wichtig, um zu verstehen, was es bedeutet, auf dieser Stufe stehenzubleiben. Durch Mangel an Unterstützung, Förderung und Versorgung kann der Mensch in kindlichen Bedürfnissen, Ansichten und Bewältigungsstrategien stecken bleiben. Sein Nervensystem und seine Psyche werden dann solange nach dem Fehlenden suchen, bis es gefunden wird oder er einsieht, dass es nicht mehr notwendig ist. . Das Problem des Steckenbleibens auf einer so frühen Stufen wie der oben beschriebenen ist jedoch nicht nur die fixierte Kleinkindpsyche und ihre Sucht nach passiven, regressiven Versorgungszuständen, sondern die Tatsache, dass jede nachfolgende Entwicklung auf den frühen Stufen aufbaut. Je mehr also das Fundament der Entwicklung fehlt, desto geringer die Chancen, die Herausforderungen späterer Stufen zu bewältigen bzw. überhaupt zu lernen und zu reifen. Stattdessen wird eine solche Person in Konfliktsituationen immer auf bestehende kleinkindliche Strategien zurückgreifen, was dazu führt, dass die Welt zu einer permanenten Überforderung und quasi-Bedrohung wird. Dieser chronische Konflikt zwischen unreifer Person und überfordernder Welt führt zum chronisch frustrierten Bedürfnis nach regressivem Geschützt-Werden, das sich nur noch in Fantasien und Vorstellungen ausleben kann.

Damit haben wir die Verständnisgrundlage für das Phänomen „Links“. Es erscheint heute nahezu unverkleidet auf allen möglichen öffentlichen Bühnen als die neurotisch-verzerrte, aber ideologisch voll legitimierte Sehnsucht nach der nährenden Mama. An dieser Sehnsucht ist nichts falsch, sie ist vollkommen natürlich und lebensnotwendig für einen Säugling und ein Kleinkind, sie sollte nur nicht verwechselt werden mit irgendetwas, das mit Erwachsensein zu tun hat.

Aus diesen primären Prägungen und inneren Strukturen ergeben sich später, im Nachhinein all die verschiedenen Ideologien, Theorien, Utopien und Forderungen, die von ihren eigenen Quellen und Motiven nichts mehr wissen und nichts mehr wissen wollen. Wenn wir unsere frühkindlichen Konflikte nicht anders lösen und unseren Kern von Integrität nicht anders bewahren konnten, als dadurch, alles Unangenehme, Stressende und Schmerzhafte abzuspalten und nach draußen in die Welt zu projizieren, haben wir als Heranwachsende und für den Rest unseres Lebens das Problem, nun das Gefühl zu haben, ständig und überall vom Schlechten und Gefährlichen umgeben zu sein und das einzige Gute nur als winziges, ohnmächtiges und hilfsbedürftiges Potential in uns zu tragen. In welcher Farbschattierung von „Links“ wir dann landen, ist nur noch eine Frage der sonstigen biografischen Einflüsse. Wirklich lösen könnten wir die chronische Unzufriedenheit und Überlastung von der Welt wie sie ist nur dadurch, dass wir beginnen, uns auf uns selbst, unsere eigenen Emotionen und Bedürfnisse zu fokussieren – und genau das will der „Linke“ am wenigsten. Sein Blick ist auf die Bilder seiner eigenen Wunschfantasien und Träume fixiert und er glaubt, „in die Zukunft“ zu sehen. In Wirklichkeit schaut er permanent in die eigene frühe und verdrängte Vergangenheit, die dadurch in seiner Wahrnehmung zu seiner entsprechend ausweglosen Gegenwart wird.

Aus einer frühkindlichen Perspektive gesehen muss die komplexe soziale Welt eine Überforderung sein, umso mehr, wenn es keine oder eine zu wenig schützende, versorgende, beruhigende, einhüllende Kraft gibt, die den Kontakt mit der erwachsenen Realität abfedert, reduziert und vereinfacht. Dass uns genau diese (mütterlichen) Kräfte seit Jahrzehnten, vielleicht seit über hundert Jahren sukzessive immer mehr verloren gehen, ist nicht schwer zu erkennen. „Links“ und seine wachsende hypnotisch-anziehende Kraft auf die Massen – vor allem auf die jungen Generationen – sind nur zwei der offensichtlichsten Symptome aus diesem Mangel. Wir kommen auf die Aufgabe, die uns daraus für die Zukunft erwächst, in einem späteren Teil noch ausführlich zurück.

Zunächst wollen wir aber betrachten, was passiert, wenn diese fürsorgliche Kraft mehr und mehr fehlt. Dann entstehen aus der eintretenden Überforderung Schutzreflexe, die sich mit der Zeit in genau solchen Charakteristika chronifizieren können, wie wir sie im Auftreten von „Links“ wiedererkennen können. Diese werden wir im Folgenden betrachten.

Radikalismus und Extremismus

Wovon auch immer „Links“ spricht und andere überzeugen will: es klingt stets existenziell dringend und alarmierend. Wer ständig an der Kante des Überlebens existiert, der wird von permanentem instinktivem Stress im Stammhirn geleitet. Deshalb tritt „Links“ so schnell radikal, engstirnig, kompromiss- und rücksichtslos auf. Es gilt stets „alles oder nichts“, „jetzt sofort oder nie“, „dies oder der Untergang“, „wer nicht meiner Sache dient, der ist mein Feind“.

Mit dem Stammhirn kann man nicht diskutieren. Und einfühlen kann man sich auch nicht. Es geht immer nur ums Überleben und jede Reaktion hat gleich den Charakter von Überreaktion und Panik. Was gebraucht würde ist Beruhigung, aber diese fehlt „Links“ am allermeisten. „Links“ steht in seinem chronischen Zustand von Bedroht-Sein ohne Ausnahme in Opposition zu Ruhe, Gelassenheit, Vertrauen und Zuversicht. „Links“ ist die Ideologie von Stress.

Hang zum Kollektivismus

Im Kollektivismus werden Identität, Verantwortung und Bestimmung auf ein diffuses „Wir“ übertragen, das eine seltsam doppelschneidige Natur hat: es schließt jeden mit ein und gleichzeitig jeden Einzelnen, der für sich steht, aus. Diese Doppelbödigkeit ist gewollt, denn durch die Ablehnung des Einzelnen wird jeder von der eigenständigen und anstrengenden Begegnung mit der Welt entlastet. Wenn alles allen gehört und auch jede Herausforderung oder Schwierigkeit immer auf ein anonymes „Wir“ verteilt werden, kann jeder sich zurücklehnen und unendlich entlastet fühlen. „Ich mache nichts. Wir müssen es machen.“ „Wir“ ist definiert als „Egal-wer-nur-nicht-ich“, also niemand Spezifisches, also im Grunde niemand. Die Postanschrift für jegliche An- und Aufforderung ist stets „Unbekannt“ und so müssen viele reale Anforderungen unbeantwortet bleiben. Obwohl diese „Entlastung“ reine Augenwischerei ist, wird sie als „Befreiung“ erlebt, weil sie jegliche persönlichen Anforderungen massiv reduziert oder sogar grundsätzlich abprallen lässt. Kollektivismus ist das theoretische Teflon gegen Verantwortungsbewusstsein. Doch diese Idee vom Kollektiv macht Sinn als Ausdruck der Sehnsucht nach einem druckfreien, anspruchsfreien Nichts-tun-Müssen und Nicht-kompetent-sein-Müssen, das der Entwicklungsstufe der ersten Lebensmonate entspricht. Dorthin zurück zu wollen heißt, Geborgenheit und Versorgung ohne eigene Investitionen zu erwarten. Es bedeutet, so angenommen werden zu wollen, wie man ist und an irgendeine Veränderung oder Entwicklung nicht denken zu müssen.

Um sich vor der Überlastung der realen Welt der Über-6-Monate-Alten zu schützen gibt es grundsätzlich zwei Wege: entweder man entwickelt Kompetenzen oder man muss die eigene Inkompetenz und Abhängigkeit als Maßstab für alle und alles setzen. „Links“-ideologisierter Kollektivismus wählt den zweiten Weg und propagiert Inkompetenz und Entwicklungslähmung als Bedingungen für Wohlbefinden.

Da jedoch durch den erwünschten Mangel an Kompetenz die realen Anforderungen und Herausforderungen immer größer und überwältigender werden und keine versorgende Übermutter sich dieser passiven Säuglingswesen annimmt, kann aus dieser Wunschfantasie nie Wirklichkeit werden. Die Leerstelle für den anonymen, mächtigen Verantwortungsträger und General-Entlaster wird dann von Kräften und Menschen besetzt, die sich „Links“ nie wirklich gewünscht hat und die dessen irreale Ideen in ein System der Unterdrückung umwandeln.

Richtungsloser Zorn

Eine häufige Auffälligkeit bei ambitionierten Vertretern von „Links“ ist ihr latenter Zorn und ihre leicht entzündbare Tendenz zu Zornesausbrüchen. Zorn ist keine Emotion, sondern eine prä-emotionale, instinktive Reaktion auf die Gefährdung der eigenen Integrität. Integrität meint Intaktheit und Unverletztheit des Organismus – sowohl körperlich als auch psychisch. Die basale, affektive Schutzreaktion von Zorn besteht vor allem aus einer starken Aktivierung (Erregung) und Bereitschaft zum Kampf gegen eine Bedrohung. Im Gegensatz zu Wut ist Zorn deshalb keine soziale, interaktive Reaktion, die etwas signalisieren soll, sondern eine extreme Mobilisierung von Kampfenergien ohne Richtung, die eine unmittelbare Bekämpfung oder Befreiung ermöglichen soll. Dafür muss sich ein Wesen schon stark in die Ecke gedrängt fühlen.

Unsere Integrität ist immer dann bedroht, wenn wir nicht so sein können, wie wir unserem Wesen oder unserer Natur nach sind. Wenn man einem Baby eine gewisse Zeit lang den Kopf festhält, wird es irgendwann sehr zornig und hoch aktiviert sein, um seinen Kopf mit viel Kraftaufwand zu befreien und wieder bewegen zu können. Sobald das Köpfchen frei ist, hört der Zorn auf. Eine viel tiefergehende Verletzung der Integrität entsteht durch Missachtung oder sogar Demütigung. Ein Kleinkind kann seine Integrität und damit seine Würde nur so weit aufrechterhalten, wie es sich von anderen so gesehen fühlt, wie es sich selbst wahrnimmt. Das ist für ein Kind notwendige Bedingung für gesunde Entwicklung. Nicht gesehen zu werden, erzeugt Zorn, weil das bedeutet, anders sein zu müssen als es ist, um gesehen zu werden. Daher liegt unter jeder Entfremdung immer auch Zorn. Sie sieht manchmal aus wie Wut, ist aber viel unpersönlicher und generalisierter.

Zorn an sich ist nicht zerstörerisch, sondern nur Energie für Aktion. Und zwar für solche Aktionen, die die eigene Würde und Integrität wiederherstellen sollen. Die Integrität kann bedroht oder verletzt werden, wenn eine Grenze überschritten, ein Bedürfnis missachtet oder eine Äußerung unterdrückt wird. Wenn dann mein sichtbarer Zorn schon den anderen zum Zittern bringt, dann nehme ich ihm damit die Macht, meine Integrität weiter zu bedrohen – ich fühle mich stärker und überlegen. Allerdings ist dieses Machtgefühl dann von der Demonstration von Zorn oder Groll abhängig und ebenso werde ich das Gefühl meiner Würde nur in der Gegen-Drohung und Empörung spüren können. Eben dies passiert bei Menschen, die chronisch Missachtung, Demütigung, Unterlegenheit und Fremdbestimmung erfahren und internalisiert haben. Ihr Gefühl von Würde erreichen sie nur im Zustand basal-instinktiver Mobilmachung, weil es sich jenseits dieser rudimentären Stufe nicht entwickeln konnte.

Diese chronische Verteidigungs-Aktivierung ist ohne Ziel und Richtung und kann deshalb auf alles und jeden gelenkt werden, solange sie sich nur irgendwie abreagieren kann. Bevorzugt sind es aber diejenigen, die ein Minderwertigkeits- oder Unterlegenheitsgefühl auslösen. Das kann also jeder sein, der mehr hat, mehr kann, mehr weiß, mehr bekommt oder mehr beachtet wird. Deshalb hat „Links“ historisch gesehen und logisch immer eine große Affinität zu unkontrollierter Gewalt und Chaos, denn darin erleben sich die Ohnmächtigen und Gedemütigten doch einmal als mächtig und ungebremst. Sie kämpfen nicht für etwas, sondern brauchen nur irgendeine Rechtfertigung zum Zuschlagen, Zerstören und Abfackeln. So ein Zerstörungs-Delirium befreit vorübergehend von der Erniedrigung im Angesicht der (sozialen) Realität am Rande der Gesellschaft. „Ich zerstöre, also bin ich.“ ist die Kurzformel der motivierenden Kräfte, die wie wildgewordene Verdauungssäuren alles zerlegen in der Hoffnung, es dadurch überwinden und unterwerfen zu können.

Warum reagiert „Links“ so unmittelbar und unverhältnismäßig auf jegliche Andersartigkeit mit Zorn? Weil Identität und soziale Selbstsicherheit äußerst fragil sind bei Menschen, bei denen diese auf einer durchlöcherten und wackeligen Integrität stehen, was dazu führt, dass sie auf die kleinste Verunsicherung oder Frustration bereits mit Zorn und Angriff reagieren. Sie erleben jede Abweichung sofort als Demütigung und Angriff auf ihr Existenzrecht. Zusätzlich wird die unablässige innere Selbstverunsicherung als Signal interpretiert, dass die Welt bedrohlich ist, also dass sie ständig bekämpft werden muss. Wenn sich aus dieser affektiven Grundkonstitution dann eine persönliche Haltung und Weltanschauung entwickelt, dann entsteht ein weiteres Charakteristikum von „Links“, nämlich:

Hass und Anti-Haltung

Hass ist kein Gefühl, sondern ein Gedankenkonstrukt, dass eher dazu dient, Emotionen und affektive Impulse mental zu kontrollieren und zurückzuhalten. Auf jemanden wütend sein kann man nur einige Stunden, vielleicht auch Tage, aber Gefühle sind sehr volatil und verfliegen ganz schnell. Hass hingegen kann man über Jahre und sogar ein ganzes Leben aufrechterhalten und sogar schüren, weil man dafür erstens Wut und Zorn unterdrücken und gleichzeitig immer wieder erinnern und anstacheln muss. Hassen kann man nur, wenn man sich immer wieder an das erinnert, was einen verletzt hat. Hass verschiebt die Wut des Unterlegenen oder Ohnmächtigen in den Bereich der Fantasie und Vorstellungen. Deshalb ist er mehr mental als emotional.

Wer sich nicht wirklich auseinandersetzen und konfrontieren kann, der kann sich eine starke Identität in der Fantasie zurechtlegen, in der er alle anderen besiegt und vernichtet. Diese Ersatz-Identität, die nicht auf Erfahrung und Begegnung, sondern auf Illusionen und Vermeidung beruht, kann nur aufrechterhalten werden, indem man sich eine grundsätzliche Anti-Haltung zulegt und zumindest mental gegen alles ist. Das ist eine Art mentale Abgrenzungsprothese für denjenigen, der nie gelernt hat, konstruktive Grenzen im Kontakt mit anderen auszuhandeln und aufrecht zu halten. Mit anderen Worten: wer nicht wirklich „Nein“ sagen kann, der kann sich immer noch in eine Lebensphilosophie flüchten, in der er in seinem Kopf zu allem und immer „Nein“ sagt. Das ist die Position des ewigen Widerstands und der Opposition gegen alles Reale. Gut kann immer nur das sein, was (noch) nicht ist: Fantasien von zukünftiger Bedürfnis-Erfüllung, Hoffnungen auf ideelle Zustände und Fiktionen vom „Besseren“ und „Guten“ – also immer nur das Irreale. Nur die Begegnung mit der Realität, vor allem mit der Überlegenheit anderer Menschen und Lebenshaltungen, macht den Wunschfantasien ernste Konkurrenz, weshalb diese umso mehr gehasst und marginalisiert werden müssen.

Illusionismus – Abkopplung von der Realität

Aus einer chronischen Überforderung durch die Wirklichkeit entsteht eine Trennung zwischen angenehmen Ideen und Theorien einerseits und unangenehmen Erfahrungen andererseits. Diese Abspaltung von Realitätswahrnehmung und mentalen Konstrukten ist ein Schutz- und Abwehrmechanismus und einer der offensichtlichsten Eigenschaften von „Links“. Wenn ein Mensch kontinuierlich Überforderung und Missachtung erfährt, dann kann er seine Bedürfnisse, positiven Gefühle und Würde nur noch in den Bereich der Imagination und Zukunftsbilder hinüberretten. So wie ein leidendes Kind sich in eine schmerzfreie Bilderwelt flüchtet, so kann auch ein Erwachsener in einer Prägung stecken bleiben, in der die reale Welt schrecklich ist und nur seine Vorstellungen schön sind. Je stärker die Verdrängung der realen Erfahrung, desto diffuser und vager die Vorstellungen der Rettung. „Links“ tritt stets mit solchen Zukunftsprojektionen auf: „Jetzt geht es euch schlecht, aber in der Zukunft wird es das Paradies für euch sein“. Das Problem von „Links“ ist nur, dass es das Gute immer nur in der Zukunft (Vorstellung) gibt und nie jetzt. Realitätsverbundene Menschen können damit nach einiger Zeit nichts mehr anfangen. Im Club bleiben dann nur diejenigen, die sowieso mit der Wirklichkeit auf Kriegsfuß stehen und gerne im Kollektiv träumen möchten.

„Links“ bleibt konsequent dabei: „Wenn die Theorie nicht zur Realität passt, dann ist die Realität falsch, niemals die Theorie“. Warum? Weil die Theorie der emotionale Schutz vor Minderwertigkeitsgefühlen, Ohnmacht und Frustration ist. Also ein mentales Betäubungsmittel.

Dadurch wird „Links“ durch und durch anti-organisch und anti-natürlich. Es hat kein Verständnis für das gesunde Tempo und den richtigen Rhythmus von Entwicklungsprozessen. Alles muss sofort gemacht werden und da sein. Und das geht eben nur mit Gewalt. Statt Veränderung gibt es Revolution, statt Bewegung gibt es Chaos und statt Wachstum gibt es Überwerfung. Ein Grundzug von „Links“ ist seine Ungeduld, weil es kein Vertrauen in irgendetwas hat, sondern sich nur die künstliche, selbstgemachte Verbesserung und Manipulation anhand der eigenen Ideen vorstellen kann. „Links“ muss stets alles manipulieren und zurechtbiegen – auch sich selbst.

Wir dürfen uns nicht verwirren lassen, dass „Links“ sich auch mit ökologischen und pseudo-naturschützenden Ideologien schmückt und heutzutage ganz „grün“ daherkommt. Das ist bloß Tarnung. Seine Protagonisten haben keinen schützenden oder wertschätzenden Bezug zur Natur – weder in sich selbst noch um sich herum. Wo auch immer sie eingreifen, zerstören sie Natur, weil ihnen ihre Konzepte und Ideen stets wichtiger sind als natürliche Zusammenhänge. Sie bauen Windräder, die Vögel und Bienen in Massen umbringen, legen neue Radwege an, für die massenweise alte Bäume gefällt werden müssen, und richten 30er-Zonen auf Hauptverkehrsstraßen ein, wodurch die Abgasbelastung um ein Vielfaches steigt. Für „Links“ sind „ökologisch“, „Umweltschutz“ und „Naturnähe“ nur ein weiterer Teil von Marketing und Bauernfängerei. Und zwar über den einzigen Hebel, den sie haben: ihre erfundene Moral des besseren Menschen und ihre Appelle an das von ihnen bestimmte Gewissen. Denn diese Konstrukte können sie ohne Realitätsbezug aus Idealvorstellungen und Wünschen zusammenschustern. Es bleibt alles emotionale Manipulation und moralische Erpressung, wie das im Übrigen auch Kinder mit ihren Eltern probieren.

Sprachverwirrung und -verdrehung

In seiner mentalen Welt der Wunsch- und Bedürfnisprojektionen erfindet „Links“ seine eigene Sprache, in der nicht nur Worte von ihrer realen Bedeutung und überhaupt jeder spezifischen Bedeutung abgekoppelt werden, sondern auch Semantik, Grammatik und Sprachstruktur aufgelöst werden. (Man nannte die ersten Versuche dazu z.B. „Rechtschreibreform“ – eine programmatische Degeneration von Schrift-Kultur zugunsten der Inkompetenten und Überforderten). „Links“ abbiegen heißt also, sich von den Gesetzmäßigkeiten der Erfahrungswelt möglichst komplett abzutrennen. Hat man dies einmal erreicht, kann man in der eigenen Fantasiewelt machen was man will und der Welt dann die innere Strukturlosigkeit als „neue Kultur“ verkaufen. Bei „Links‘“ ist das nicht das lustige Pippi-Langstrumpf-Spiel, als das es manchmal dargestellt wird, sondern existenzieller Selbstschutz. Auch die Sprache wird nicht „irgendwie“ verändert, sondern so, dass sie nicht mehr an die überfordernde Realität erinnert, sondern die illusorische Wunschwelt aufrechterhält. Das ist nicht selten genau das Gegenteil von der unbeliebten Wirklichkeit: der sogenannte „Anti-Faschismus“ ist real faschistisch gesinnt, die „Toleranz-Demonstrationen“ sind real Ausdruck von Intoleranz, die in der „Solidarität gegen x“ real nur eine Komplizenschaft ist; „bunt“ ist real der eintönige Farbton von „alles in einen Topf“, die „Freiheit“ darin entpuppt sich als sehr enger Käfig und die „Demokratie“ als Diktatur mit Schaufensterpuppen. Wenn es von „Familien“- oder „Kinderschutz“ spricht, sind real soziale Zerrüttung, staatliche Bevormundung und forcierte Auflösung gemeint. Ebenso ist „Friedenspolitik“ das Etikett für reale Kriegshandlungen. Wenn „Links“ mit Versprechen um die Ecke kommt, können wir sicher sein, dass real das Gegenteil dabei herauskommen wird.

Wer es gewohnt ist, Worte und Konzepte mit einer gewissen Redlichkeit und Kohärenz zu benutzen, der kann gar nicht nachvollziehen, dass Menschen Begriffe und Konzepte derart austauschbar und beliebig nur als Manipulationsmittel und sinnlose Sprechblasen ohne Aufrichtigkeit benutzen können. „Links“ ist es egal, ob es konsistent, verlässlich, ehrlich, integer und anständig ist, solange es nur irgendwie den gewünschten Effekt hat. Natürlich erzeugt das nur Chaos und kann nicht funktionieren, weil „Links“ auf diese Weise jede Kommunikation, jede gemeinsame Ausrichtung und jede Interaktion ad absurdum führt. Denn „Links“ zerstört damit jede Basis von Vertrauen, weil es Vertrauen nicht kennt und nicht aufbauen kann. Es tastet sich nur linkisch und planlos immer weiter vorwärts durch Versuch und Irrtum, Belohnung und Bestrafung. Und es fühlt sich in der Verwirrung, im geistigen Chaos und in der Verwahrlosung recht wohl und zuhause, weil diese Zustände so vertraut sind und am wenigsten überfordern. Das schafft ein paradoxes Gefühl von Sicherheit in realer Unsicherheit.

Verbohrtheit und Lernunfähigkeit

Aus diesem Zustand von Abspaltung und Betäubung entsteht die zuweilen frappierende Unfähigkeit von „Links“ durch Fakten, sprich durch Erfahrung und Beobachtung, zu lernen. Daher die Verbohrtheit und der wahrlich blinde Fundamentalismus, der sich über jegliche Wirklichkeit und Gesetzmäßigkeit hinwegsetzt. Naturgesetze und Logik haben bei Hardcore-Vertretern von „Links“ nicht die geringste Chance, weil die emotionale Überforderung bereits eine vollständige Auslastung erzeugt. Neurobiologisch gesprochen: der Neokortex ist komplett ausgelastet mit der Aufgabe, Unstimmigkeiten und traumatische Emotionen zu unterdrücken und in Schach zu halten, so dass Denken, Erinnern und Lernen unmöglich sind. Wir haben es hier mit dermaßen überforderten Kindern zu tun, dass nur noch basale soziale und affektive Funktionen stabil sind, solange sie nicht in eine Umgebung kommen, in der sich ihr Nervensystem beruhigen und aus dem Schockzustand herauskommen kann.

Pseudo-Solidarität mit den Schwachen

Da stärkere, kompetentere Menschen in denen mit Integritäts-Defiziten Unterlegenheitsgefühle, Zorn und Hass auslösen, müssen sich die Abgehängten zu den anderen Abgehängten begeben. Diese gezwungene „Freundschaft“ verhält sich wie Staubmäuse: sie sammeln sich einfach von selbst in irgendwelchen dunklen Ecken. In der selbstgefälligen Fantasiesprache von „Links“ heißt das dann „Solidarität“. Das ist es nicht wirklich, weil Solidarität auf gemeinsamen Werten und das engagierte Eintreten dafür beruht. Was „Links“ meint ist eine Art Deal: „Gib mir das Gefühl von Zugehörigkeit und Bedeutung, dann bestätige ich dich auch.“ Man verbindet sich nicht mit Gleichgesinnten, sondern mit Auch-Empörten, die ebenfalls keine Richtung, aber umso mehr Grund zum Schreien und Revoltieren haben. Das spendet dem brüchigen und schwachen Identitätsgefühl des Einzelnen Trost und eine Ersatz-Identität in der Gruppe.

Deshalb ist „Links“ notorisch auf der Suche nach Minderheiten und Schwachen. Nicht, weil es diesen wirklich helfen will, sondern weil es sie zur Aufrechterhaltung der identitätsstiftenden Empörung und als Rechtfertigung für seine chronische Aufständigkeit braucht. Wer das Lebensgefühl einer schlechten, chancenlosen Welt schon früh verinnerlicht hat, der kann auch später nur darauf bauen, als das größte Opfer, als die ärmste Minderheit oder als der benachteiligste Geschädigte Aufmerksamkeit (Medien) und Zuwendung (Versorgung durch das System) zu bekommen. Aus der Opfersicht sind alle Menschen mit Kraft und Erfolg Täter und damit schuldig. Das heißt, sie schulden ihnen als den Abgehängten etwas. Den Erfolgreichen und Zufriedenen muss man von „Links“ also ständig eine Art soziale Kontoüberziehung einreden, nicht nur damit ihr Gewissen sie zur Abgabe zwingt, sondern vor allem, damit sich die Abgehängten zumindest moralisch überlegen fühlen können: „Wir können nichts, aber wir sind das Gewissen der Gesellschaft und der Erfolgreichen!“

Machtbesessenheit und Kontrolle

Die Angst vor den Kompetenteren und Stärkeren führt dazu, dass „Links“ stets fasziniert ist von Systemen der Kontrolle, Überwachung und vollständigen Bestimmung der Menschen. Diese Kontrolle soll immer so installiert werden, dass Entwicklung, Leistung, Selbstbestimmung und geistige Freiheit gehemmt werden. Man kann die Systemkonstruktionen von „Links“ als technokratische Großprojektionen von Mutter-Kind-Abhängigkeitsbeziehungen verstehen, wobei jedoch ihre abstrakten und entmenschlichten Macht-Maschinerien in der Praxis immer ganz schnell zu Perversionen mütterlicher Überkontrolle und Kastrationen von Lebendigkeit führen. Warum ist das so? Weil „Links“-Orientierte in ihren eigenen Systemen immer nur die Versorgten und Empfänger sein wollen, nicht aber die Verantwortungsträger. Dadurch kreieren sie immer ein Macht-Vakuum, das zwar in ihrer Fantasie stets von einer nicht näher definierten, alles-versorgenden Beschützerkraft ausgefüllt wird, in der Wirklichkeit jedoch nur von machtbesessenen Betrügern ausgenutzt wird, denn nur sie versprechen das Unmögliche, das „Links“ hören und glauben möchte.

Das führt dazu, dass „Links“ die eigenen Ohnmachtserfahrungen, die es mit aller Gewalt unterdrücken und „abschaffen“ will, letztlich immer wieder aufs Neue reinszeniert und sich nicht nur selbst, sondern am liebsten gleich die ganze Menschheit den perversesten Machthabern als Opfer ausliefert. „Links“ wird so – konsequent ausgeführt – immer ein Programm des Widerstands gegen jede Herausforderung, also gegen das Leben selbst – bis zur Selbstvernichtung.

Variationen davon innerhalb von „Links“ findet man nur in den ideologischen Rechtfertigungen und theoretischen Konstrukten, mit denen der jeweilige Bedarf an Selbstbetrug und Unterdrückung gerechtfertigt wird. Das Motiv bleibt stets das gleiche.

Anti-Spiritualität und Geist-Feindlichkeit

Durch die Fixierung auf eine frühe, existenzielle Entwicklungsstufe und in der Frustration ihrer Grundbedürfnisse bleibt „Links“ immerfort mit dem Konkreten, Materiellen, mit den greifbarsten Umständen beschäftigt. Die Anpassung der alltäglichsten Umstände an die eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse wird zu einer monomanischen Besessenheit. Zu Geist und Spiritualität gibt es in diesem puren Materialismus keinen Zugang und keinen Bezug, außer dass sie als Unbekannte, Unberechenbare und damit Störende bekämpft und abgeschafft werden müssen. Religion ist für Links höchstens „Opium fürs Volk“: ein kontrollierbares Betäubungsmittel im Dienste der Massenmanipulation.

Alles Transpersonale, das den Mittelpunkt jeder Spiritualität und Metaphysik bildet, wird von „Links“ ersetzt durch Un-Persönliches, nämlich das Kollektiv. Persönliches und Individuelles wird nicht erhöht, sondern bekämpft, denn auf dieser prä-personalen, körperverhafteten Stufe gibt es noch nicht einmal persönliches Bewusstsein. So wie „über-sich-Hinauswachsen“ missverstanden wird als „sich- Auflösen“ in der Masse, wird Bewusstseinserweiterung missverstanden als Bewusstseinsauflösung im Kollektiv-Delirium und in der Verschmelzung mit dem Anonymen, Namenlosen, Gesichtslosen. Auf der Suche nach dem Ursprünglichen, Guten kennt „Links“ nichts anderes als die Rückkehr zu formlosem, sinnlosem Material, d.h. ins Chaos. Seine Bestrebungen gehen immer nur nach unten, in Richtung Zerfall, Zerrüttung und Geistlosigkeit und das Ergebnis seiner Bemühungen ist deshalb immer Bedeutungslosigkeit, Belanglosigkeit und Verwirrung.

Asexualität und Geschlechtsverwirrung

Ein extremes Beispiel für das gewaltsame Festhalten an einer kleinkindlichen Entwicklungsstufe ist der derzeitige Kampf gegen die Realität der biologischen Geschlechtlichkeit. Geschlechterpolarität und Geschlechtsidentität sind Herausforderungen, die jeden überfordern, dem schon grundlegende Fähigkeiten der Identitätsbildung, Selbstsicherheit und Lebensbewältigung fehlen. Auch hier liegt die Generallösung von „Links“ wieder darin, die Welt an die eigenen Defizite anzupassen und damit jede Entwicklungsherausforderung aufzulösen. Dementsprechend muss die Welt also vom Druck der sexuellen Identität und Positionierung befreit werden. Und noch einen Schritt weiter: auch die eigene Abkopplung von der körperlichen Wirklichkeit (meist als Traumareaktion) und die daraus entstehende Desorientierung und Überforderung müssen der Welt als „Programm“ aufoktroyiert werden: alles, was an die faktische, körperlich-biologische Wirklichkeit erinnert, muss verwischt und aufgelöst werden, weil Wirklichkeit an sich schon als zu bedingt und zu einengend erlebt wird. Einmal abgekoppelt kann man dann mit Worten und Konzepten frei jonglieren. „Geschlecht“ ist nichts weiter als ein mentales Konstrukt, das für den körper-befreiten (sprich: dissoziierten) Menschen frei wählbar und austauschbar ist. Wer „Geschlecht“ nicht wahrnehmen kann oder nicht wahrhaben darf, der kann es sich nur ausdenken. Der Nachteil ist, dass eine solche Identität nur auf austauschbaren Vorstellungen beruht und es keine Sicherheit geben kann außer die der sozialen Bestätigung. Dann brauche ich ständig eine Bestätigung von außen für mein selbst erfundenes „Geschlecht“ oder meine Identität der Geschlechts-Ablehnung. Etwas eigenes habe ich jedoch nie.

Der natürliche, rudimentär-instinktive Impuls zur Sexualität bleibt im Körper dennoch vorhanden, nur dass er dann psychisch nicht integriert werden kann und deshalb in abgespaltener, neurotisch-pervertierter Form zutage tritt. Auf den dafür extra geschaffenen, sozial isolierten Plattformen und Marktplätzen kann man die daraus entstehenden, emotional verwirrten und empathielosen Impulse dann ausleben wie man will. Es ist für einen gesunden Menschen unvorstellbar, zu was solche Menschen fähig sind, wenn sie ihr Trauma und ihre Hemmungslosigkeit mit politischer oder sozialer Macht über andere verbinden und ausleben. Was sie auf bunten Straßenparaden als „neue Kultur“ verkaufen und was sie in Lehrbüchern für Kinder verbreiten ist noch verhältnismäßig harmlos im Vergleich zu den systematischen Machenschaften, die unter „Verbrechen an der Menschheit“ einzuordnen sind. Die extremsten Exzesse der psychischen Perversion sexueller Energie und ihrer Verknüpfung mit Gewalt und Traumatisierung sind denjenigen bestens bekannt, die einmal hinter die Abschirmungen des „Satanismus“ geblickt haben. Der wiederum hat sich über Hollywood und die Musikindustrie bereits unterschwellig einen Weg in die Gemüter von Kindern und Jugendlichen gebahnt. Sodom und Gomorrha sind Stätten der vollkommenen Verwirrung. „Gottlosigkeit“ ist in letzter Instanz der Verlust der Verbindung zur Wirklichkeit unserer Natur, unseres Körpers und unseres Wesens. Und wo kein richtender Engel mit dem Feuer erscheint, da kommt doch immer noch die Natur mit ihren Gesetzen und beendet die Fortpflanzungsfähigkeit durch die psychische, soziale und schließlich physische Degeneration.

Kinder an die Macht?

Es ist leicht zu erkennen, dass „Links“, wenn es sich formend und bestimmend manifestiert, zur schnellen Degeneration von Kultur und Gesellschaft auf allen Ebenen führt. Weder Kleinkinder, noch Kinder, noch Jugendliche sind dafür reif, gesellschaftsbestimmende Entscheidungen zu treffen oder Vorgaben zu machen. Es ist ihnen psycho-sozial nicht möglich – egal, ob sie selbst das einsehen oder nicht (Einsicht ist bereits ein Zeichen von Reife). Die Destruktivität und „Bösartigkeit“ der Entwicklungsstufe „Links“ entstehen nicht bloß aus dem erheblichen Mangel an Reife und Entwicklung – und damit an Verantwortungsbewusstsein und -fähigkeit – sondern nur, wenn diese kombiniert werden mit (politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, moralischer) Macht. Ohne Macht sind sie ebenso harmlos, wie sie bedürftig, orientierungslos und abhängig sind. Wir müssen also bewusst darin werden, wem oder was wir Macht geben und zugestehen. Darauf kommen wir später als wichtige Lernaufgabe für uns zurück.

Zunächst soll dieser Punkt nochmals betont werden: so „krank“ und asozial die oben aufgezählten Charakteristika in der Welt der Erwachsenen auch wirken und so zerstörerisch und widernatürlich sie in der Gestaltung alles Sozialen und Politischen auch sind – sie sind keine Vergiftungen aus menschenfremden Sphären oder irgendwelche „böse Entitäten“, die wie Viren in uns eindringen; sondern es sind die Auswirkungen und Symptome von psychischer Entwicklungsstagnation, die deshalb so grotesk wirken, weil sie prä-personal und prä-sozial sind, sich aber im Personalen und Sozialen äußern. Das Kranke entsteht durch die Abweichung, die zu einer immer größeren Dysbalance mit sich selbst und der Umwelt führt.

Dies mag vorerst nur nach einer theoretischen Nuancierung klingen, aber es hat enorme Auswirkungen auf die Frage, was wir daraus lernen und vor allem, wie wir mit dem Phänomen „Links“ umgehen können. Dazu werde ich im letzten Teil dieser Reihe kommen.

Fassen wir in Bezug auf die „Linken“ nochmal zusammen. Der Kern ihres Grundmotives ist gleichzeitig ihr größter blinder Fleck: der Mangel in Bezug auf nährendes, mütterliches Geborgensein. Dieser Mangel an Mütterlichkeit zieht sich motivisch als roter Faden durch alles, was als „Links“ daherkommt. Es ist ein typischer, in verschiedenen Variationen wiedererkennbarer Versuch, mit diesem Mangel fertig zu werden, indem er zusammen mit den daraus entstandenen Emotionen und dem Kampf ums Überleben als psychisches Gesamtpaket in die (soziale und politische) Welt hineinprojiziert wird.

Die Projektion nach außen dient einer der Hauptmotive von „Links“: Eigenverantwortung abgeben. Man kann alle Ansätze von „Links“ – die theoretischen, die sozialen, die pädagogischen, die ideologischen, die organisatorischen – als spezifischen Versuch beschreiben, dem Einzelnen Verantwortung zu nehmen. Wenn ich keine Verantwortung für meinen Lebensstandard übernehmen will, dann fordere ich eine Gesellschaft, in der alle den gleichen Lebensstandard bekommen. Wenn ich keine Verantwortung für Erfolg und Misserfolg übernehmen will, dann fordere ich ein System ohne Maßstäbe. Ohne Verantwortung für meine Emotionen werde ich ein System verlangen, dass nichts Unangenehmes in mir auslöst (ansonsten ist es falsch). Keine Verantwortung für Kinder, Mitarbeiter oder Schutzbefohlene übernehmen wollen heißt dann, dass ich jede meiner Handlungen durch etwas Unpersönliches, von mir Losgelöstes rechtfertigen möchte. Es bedeutet, dass ich mir eine Lebensphilosophie zurecht schneidern muss, in der immer „das System“, „das Kollektiv“ oder einfach „die anderen“ („Links“ sagt: „wir alle“) sich kümmern und alles richten sollen, während ich meinen Impulsen, meiner Bequemlichkeit und meinen unmittelbaren Bedürfnissen folgen kann. Dafür wehre ich mich dagegen, verantwortlich gemacht zu werden, also muss ich mich gegen jede Art von Hierarchie, ja gegen jede Art von Organisation, Verlässlichkeit und Pflichtgefühl wehren. All das muss weg. „Es soll alles anders werden, aber ich will so bleiben wie ich bin! Die Welt soll so sein, dass ich’s bequem habe und nicht gefordert werde.“ So spricht „Links“ und setzt damit den eigenen Überforderungszustand als Maßstab für die Welt.

Die Folge davon ist, dass keine Anstrengungen mehr unternommen werden, dass es keinen konstanten Einsatz mehr für Erhalt und Verbesserung gibt, dass nichts mehr organisiert und geleitet wird (niemand möchte geleitet werden, alle wollen ihren Impulsen folgen) und dass sich also „Links“ nicht mehr verlässlich kümmert. Das Ergebnis sind die…

Hauptsymptome von „Links“: Verwahrlosung und chronische Negativität

Wie auch immer „Links“ sich kundtut, es wirkt stets verwahrlostIntellektuell verwahrlost in unsauberen, emotional aufgeputschten Pseudo-Argumenten. Emotional verwahrlost im Mangel an Geduld und Empathie für andere und einer Neigung zu affektiver Überspanntheit und aggressiven Ausfällen. Motivational verwahrlost in der „Null-Bock“-Haltung und dem willenlosen Nachplappern von Kollektiv-Forderungen nach mehr Bequemlichkeit und Entlastung. Kulturell und sozial verwahrlost im Mangel an Sinn für Ästhetik und Ordnung und im entsprechend chaotischen Leben in gesellschaftlichen Randbereichen (man schaue sich die Protagonisten und ihre „Lagerstätten“ der sogenannten „links-autonomen“ Szene und ähnlichem an, deren Zustand Bände spricht über Achtlosigkeit, Vernachlässigung und Lieblosigkeit). Persönlich verwahrlost im Mangel an Selbstreflexion, Kritikfähigkeit und Selbstkontrolle (Disziplin) – eigentlich eine Verwahrlosung des Selbstwertgefühls.

Das zweite Hauptmerkmal von „Links“ ist eine konstante Negativität. Vertreter von „Links“ können sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten, aber sie wirken immer frustriert, empört und gegen etwas. Sie sind nur für etwas, wenn es eine Anti-Bewegung darstellt: Opposition, Revolution, Demonstration, Tumult, Straßenschlachten und Widerstand – sei es körperlich, emotional oder intellektuell. Ihr emotionales Erlebensspektrum scheint tatsächlich beschränkt zu sein auf Aversionen. Vergeblich wartet man bei „Links“ auf eine kleinste Äußerung von z.B. Freude, Heiterkeit, Leichtigkeit, Dankbarkeit, Verspieltheit, Humor oder Anziehung. Niemals aber wird man Stolz bei ihnen erleben. Ganz im Gegenteil haben wir es meistens mit physisch oder metaphorisch irgendwie weggeduckten, vermummt-versteckten, „No-future“-Gestalten zu tun, die sich nur mit zwei Dingen beschäftigen: was ihnen fehlt und wie sie Rache üben können.

Vielleicht lässt sich „Links“ psychologisch am einfachsten und treffendsten definieren als die Lebenseinstellung und Weltanschauung chronischer Negativität.

So offenbart es sich jedenfalls unter dem bunten Mantel großartiger Theorien und Revolutionsideen in seiner Wesensart stets hungrig-suchend statt satt und großzügig, mehr verzweifelt als willensstark, frustriert statt optimistisch, mehr als Opfer denn als Täter, mehr abgehängt als vorausgehend, mehr abstrakt-abgehoben als konkret-zupackend, mehr monologisch-ausschweifend als dialogisch-lösungsorientiert, mehr jammernd-klagend als kraftvoll-optimistisch, mehr schwarz-weiß als differenziert und eher gewaltbereit als friedensstiftend.

Ich bin mit alledem so wortreich und ausführlich, damit unsere Wahrnehmung sich für diese Grundstimmung und emotionale Einfärbung öffnet. Denn diese gilt es zu erkennen und zu adressieren. Alles andere ist nur Oberflächenfärbung und bedarf keiner Auseinandersetzung, wenn wir weiterkommen wollen. Mir geht es darum, den Tonfall und Duktus zu identifizieren, damit wir uns nicht mehr von noch so ausgefeilten Theoriekonstrukten ablenken lassen. Motiv und Motivation sind entscheidend und diese müssen erkannt werden – ganz besonders dort, wo sie aufwendig verschleiert und verklärt werden.

Wenn wir einmal fähig sind, das Grundmotiv jeder Ausdrucksform von „Links“ heraushören zu können – und darum geht es in diesem Artikel – dann wird es uns immer leichter fallen, all die unausgesprochenen Fantasie-Annahmen und die unreflektierten, axiomatischen „Wenn-danns“ zu erkennen, mit denen es seine utopischen, zuckersüßen Luftschlösser baut. Die eigentliche Überschrift „linker“ Versprechen lautet stets: „Ich habe einen Traum. (Mehr habe ich nicht.)“ Die Umsetzungsversuche dieser Träume beruhen alle auf der tragischen und allzu menschlichen Verwechslung von Wunsch und Wirklichkeit verbunden mit Ungeduld, Überspanntheit und Ignoranz der realen Umstände und Gesetzmäßigkeiten. Der medizinische Begriff für diesen Zustand ist chronischer Stress mit dissoziativer Störung. Deshalb führt „Links“, je mehr es die Führung übernimmt, umso schneller ins Desaster.

Jedes „linke“ System, das jemals ausprobiert wurde, hat ein riesiges Loch in seiner Mitte, das tatsächlich primär ein psychisches Loch ist. Ein Mangel an Real-Sein und Substanz. Wenn dieses Loch nicht glücklicherweise von konstruktiven, werterhaltenden (nicht-linken) Bemühungen und Fähigkeiten gefüllt wird, wird es sofort automatisch und blind von noch pathologischeren Kräften korrumpiert und ausgenutzt, die weder mütterlich noch konstruktiv sind. Denn in der realen Welt sind die „linken“ Ansätze ohne eigene Kraft, ohne autonome Willensstärke und ohne Immunsystem. Deshalb werden sie so schnell korrumpiert von Kräften, meist von psychopathischen Mono- und Megalomanen, die sich die Schwäche und die Sehnsucht von „Links“ nach Macht und Selbstbestätigung zu Nutze machen (Siehe dazu auch Teil 1 dieser Reihe).

Was dann „Links“ so durchsetzungsstark gemacht hat sind nicht seine hervorragenden Konzepte und Utopien, sondern Gier, Machtversessenheit, Angst und Hass – sprich: Rücksichtslosigkeit und Radikalismus. Im Denken, im Fühlen und im Handeln. Die Psychopathen verwandeln die luftigen und löcherigen Systeme und Fabrikate von „Links“ in kürzester Zeit in jene menschenfeindlichen, geistlosen Monster, wie wir sie seit Anfang des letzten Jahrhunderts weltweit erleiden und mit ansehen müssen. Bis heute.

Ohne diesen Einfluss primitiver destruktiver Kräfte außerhalb von „Links“ scheitern die „Linken“ ansonsten schon viel früher schlichtweg an ihrer Irrealität und ihrem Mangel an Befähigung. Je mehr sie in der mentalen Welt ideologisierter Wunschfantasien leben, desto mehr verachten sie das, was sie am meisten bräuchten: Kompetenz und die Auseinandersetzung mit der Realität. Solche Anstrengungen meiden sie geflissentlich zu Gunsten ihrer maßstabslosen und bequemen Selbstgefälligkeit.

„Links“ ist unbrauchbar

Aus all dem folgt, dass „Links“ für sich genommen politisch und gesellschaftlich unbrauchbar weil substanzlos ist. Es ist ein psychologischer, genauer gesagt ein entwicklungs-psychologischer Rückstand und muss als solcher verstanden werden. Sozial taucht es in allen möglichen Variationen und „Farben“ auf: wir hatten es schon in rot, in braun, neuerdings in grün und immer gern in schwarz – farblos. Da es kein eigenes Gesicht hat, zeigt es sich in wechselnden Masken, doch der Tonfall darunter bleibt der gleiche. Politisch und historisch lässt sich seine Bedeutung in einem Satz zusammenfassen: „Links“ ist die beste psychologische Massenvernichtungswaffe von Psychopathen gegen gesunde Völker und die Menschheit. Und wir müssen sie durchschauen, um gegen sie gefeit zu sein.

„Links“ wird nur dann wirksam – und dann auch gleich bedrohlich für Gesellschaft und friedliches Zusammenleben – wenn es als naive Zorn-Masse und als desorientiertes Empörungs-Kollektiv von steuernden Soziopathen und Psychopathen gegen Ordnung, Kultur und menschliche Entwicklung eingesetzt wird. „Links“ ist das ausreichend unreife und ohnmächtige, psychisch-soziale Material, das am leichtesten und effektivsten missbraucht werden kann. Daraus entstehen, wie schon erwähnt, die totalitären, faschistischen und repressiven Regimes, wie wir sie bis heute noch haben und die „Links“ im Nachhinein immer „gar nicht wollte“. Seltsamerweise läuft in der Realisierung „linker“ Fantasien immer etwas ganz und gar schief.

Die Träumer von „Links“ bemerken den Betrug und Verrat – wenn überhaupt – erst, wenn es viel zu spät ist. Sie haben und hatten auch keine Chance, etwas dagegen zu tun, weil sie den Kräften, die sich ihrer bedienennichts entgegenzusetzen haben. Sie haben dafür wie oben beschrieben kein Immunsystem, zu wenig Realitätskompetenz, keine eigene Werte-Zentrierung und keine kohäsive Zielorientierung. Und was tun sie? Sie reagieren mit neuen Luftschlössern und herbei-phantasierten Versprechen. Sie können nicht anders als die emotional aufgeladenen Theoriebastler und Wort-Illusionisten, die sie sind und stets in Opposition zur Wirklichkeit stehen.

Besonders aber im ängstlichen Hass gegen „Rechts“.

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  1. muktananda13
    November 5, 2020 um 8:10 pm

    Wenn die eigene Psyche sich von Außen politisch lenken läßt, so schwenkt sie entweder links oder rechts. In der Mitte… gibt ´s keinen Platz für Politik mehr.

    • November 6, 2020 um 11:13 am

      Was ist für dich „Politik“?

  2. muktananda13
    November 5, 2020 um 8:13 pm

    Freiheit bedeutet nicht, links oder rechts abbiegen ZU SOLLEN, sondern es vielleicht gerade ZU WOLLEN.

    • November 6, 2020 um 8:30 am

      es zu wollen und zu können.

      • muktananda13
        November 6, 2020 um 10:04 am

        Ganz genau.
        Wenn die Massen SOLLEN oder MÜSSEN, so ist das Zwang. Und ein Leben als Zwang bedeutet Freiheitraub.
        Ungeachtet der Vorwände.

  3. muktananda13
    November 5, 2020 um 8:15 pm

    „Rechts“ und „Links“ sind Fallen der Politik und, implizit, der Psyche.

  4. Norbert Piechotta
    November 5, 2020 um 9:19 pm

    Bei Wut und Zorn mal dringend nacharbeiten – ansonsten viel inkonsistentes Blabla. Weit weg von Mausfeld, Ortega, Jung, Adler und den Klassikern.

  5. No_NWO
    November 5, 2020 um 9:20 pm

    Untertanentum gibt es links und rechts. Es werden jeweils andere Schwerpunkte nach außen gekehrt. Aber interessant ist ja gerade das, was nicht offen kommuniziert wird.

    Beispiel sei der Schlagersänger Heino, welcher die mit Abstand meisten Tonträger in Deutschland verkauft hat; weit abgeschlagen dahinter als Nr. 2 lag Michael Jackson. Der Heino war nun ganz bestimmt nicht links. Genausowenig war er rechts. Die B-Seite der Single seines Superhits „Blau blüht der Enzian“ war das Lied „Eines Tages sind alle gleich“.

    Die ketzerische Frage dann lautet natürlich, ob es diesen Gleichen allen gleich gut oder gleich schlecht gehen soll. Der Gleichheitsbegriff des Untertanen meint immer das zweitere, sowohl bei Links- wie auch bei Rechtsuntertanen. „Gleichheit“ unter einem solchen Vorzeichen ist immer Selbstbestrafung, ist immer der Wille, kollektiv Sühne zu tun. „Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa,“ spricht die katholische Liturgie offen aus. Und sie denkt: Wenn wir uns dann als Kollektiv gemeinsam zum Sühneopfer darbringen, wenn es uns allen schlecht geht, dann wird Gott aufhören, uns zu strafen, und wir werden alle ERLÖST sein. Irgendwie kindlich auch, anrührend lieb sogar. Aber jetzt bitte nicht fragen WOVON erlöst! Denn dann wird der Wahnsinn der christlichen Kultur offenbar. Oder sagen wir am besten gleich der Wahnsinn von Links und Rechts.

  6. Martin Bartonitz
    November 5, 2020 um 10:54 pm

    Jörg Pohl über den aktuellen Gesellschaftswandel, einem Ant-NWO-Entwurf:

    Es gibt täglich weitere und vor allem klare Hinweise darauf, dass es zu einem global wirksamen Veränderungsprozess gekommen ist. Es zeigt sich dabei deutlich, dass die überkommenen gesellschaftlichen Führungs- und Entscheidungsstrukturen erschreckend schnell an ihre Grenzen kommen. Oder vielleicht zeigen sie auch nur ihr wahres Gesicht!? Mit Notstandsgesetzen, Katastrophenschutzverordnungen usw. versuchen die gesellschaftlichen und damit immer und imer wieder ausschliesslich die politischen Führungsstrukturen ihre geradezu ernüchternde Schmallippigkeit und fatale Unfähigkeit. Wenn dabei dann in selbstverherrlichender Beweihräucherung und den harten Mann markierende Blassfingerige und den Anzug nur am Bauch ausbeulende Greise und Möchtegerne sowie feist Lächelnde ob ihrer Scheinmacht geifernde Habenichts im Brustton der oftmals kurzsichtigen und proklamatorischen Stumpfheit ihr eigenes Volk belügen, hintergehen und vor allem „knechten“, dann zeigt das meiner Meinung nach sehr deutlich die Perversion des Geschehens an. Und damit auch, dass es „an der Zeit ist“. An der Zeit zu gehen oder eben gegangen zu werden. Doch dieses mal wird es kein ruhiges und finanziell voll ausgestattetes Dahinsiechen mehr geben.
    Sie verkennen die Situation! Und genau das ist es, was meiner Ansicht nach das Phänomen der Jetztzeit, eben das immer vehementere Drängen anch Transparenz und Nachvollziehbarkeit des eigenen und des legitimierten Handelns und Wirkens, ganz klar herausarbeitet. Es findet eine Metamorphose statt. Aus der Raupe wird eine Puppe, aus der Puppe wird ein Schmetterling. Und die politischen Entscheidungsträgerschaften werden daran nicht mehr teilnehmen. Nicht weil sie nicht gefragt wären, sondern weil sie niemand mehr fragt und sie damit obsolet werden.
    Nun fragst Du Dich, so wie ich auch, wie wird das denn geschehen?
    Ich sehe so wenig wie Du voraus, was uns die Zukunft bringt und wie genau sie sich für uns strukturieren wird, vor allem, was die Führungsstrukturen der Gesellschaften angeht. Ich sehe vor allem einen ganz wichtigen Punkt, der sich völlig ändern wird. Es ist das Entscheidungsgefüge und die Durchsetzungsfähigkeiten einzelner Bestandteile dieses Entscheidungsgefüges. Es wird KEINE politischen Entscheidungsgefüge mehr geben, die nach Gutdünken und isoliert von ihren sie einsetzenden Gesellschaften frei verfügen können, ohne dass ihre Handlungen nicht zur individuellen Rechenschaft gezogen werden können. Es wird keine innergesellschaftlichen Gefüge mehr geben, die schmarotzend und sich selbst fettmachend abisolieren können von der sie umgebenden Gemeinschaft. Es wird keine waffenproduzierenden Gewerke mehr geben, die am sogenannten Markt ihre todbringenden Produkte veräussern können, denn genau die sind es, die zum Übel auf der Welt geworden sind, da sie zur Zementierung von lebenvernichtenden „Eliten“ in besonderer Weise beitragen. Utoperia lässt grüßen.
    Ja, nicht nur Dein Gehirn hat jetzt bereits Zweifel. Meines auch, denn auch ich bin nur ein kleines Rad in einem großen Räderwerk und kann mich nicht lossagen von den Tagesmeldungen und den aktuellen Geschehnissen.
    Dennoch versuche ich vorsätzlich, ja mit Absicht, die einzelnen Erlebnisstränge und -felder so zu verstehen, dass ich ihre Muster erkenne und damit „denkbar“ mache. Es bewahrt mich zudem davor, verrückt zu werden und vor Angst und Beklemmungen zu verzagen und aufzugeben. Im Gegenteil, diese Geschehnisse tragen sogar dazu bei, dass ich mir meiner eigenen Sterblichkeit und Unvollkommenheit immer stärker bewusst werde. Doch ich spüre auch, dass in mir etwas geschehen ist, was mich dazu veranlasst, es hier und an anderen Stellen schriftlich niederzulegen.
    Ich sehe gewaltige Änderungen, sie geschehen im Hier und Jetzt. Und nur, weil ich mich seit Jahrzehnten mit Mustern sowohl in der Natur wie auch in den in ihr existierenden Lebensgemeinschaften beschäftige, wird es mir möglich, weiterzudenken, zu forschen und Erkenntnisse zur Disposition und Debatte zu stellen.
    Wir leben in einer vehementen und extrem dynamischen Zeit der Metamorphose. Und gesellschaftliche Entwicklungen sind auch natürliche Abläufe. Nicht umsonst verwendete bereits Ende des letzten Jahrtausends ein bis dato kaum beachteter Denker die Ausdrücke des larvalen Stadiums, setze neue Impulse bei der Kybernautenphilosophie und hinterließ ein bemerkenswertes Vermächtnis in Schriftform.
    Schaut einfach hinaus, beobachtet die Natur, beobachtet eure Gesellschaften und Gemeinschaften und ihr spürt es allenthalben. Diese Zeit zeigt uns den Beginn einer durchgreifenden und vollständigen Veränderung. Nicht nur das Angesicht der Erde verändert sich vollständig, auch die in ihr lebenden Gesellschaften sind in derselben vehementen Weise betroffen. Und alle, die in diesen Gemeinschaften rigide, unterdrückend, maßregelnd, sanktionierend vorgehen, werden zu den Verlierern gehören. Die, die Nachhaltigkeit vorgeben und dabei ausbeuten und vernichten, sind Verlierer. Die, die demokratische Teilhabe propagieren und dabei isolieren, diffamieren und Guantanoma-Regeln, SA- und SS-ähnliche Systeme etablieren, sind Verlierer. Kurz die, die lügen, hintergehen und sich parasitär auf Kosten ihrer eigenen Gemeinschaften verhalten, sind Verlierer.
    Dieser Schockzustand der Erkenntnis zeitigt sehr oft Angst, doch im Grunde genommen ist es der Geburtsschock einer völlig sich verändernden Welt.
    Und ich arbeite daran, euch das begreiflich zu machen, denn dadurch wird es „denkbar“. Und wenn es denkbar wird, wird es „handhabbar“. Die Geschehnisse bedürfen anderer Denk-, Entscheidungs- und Handlungsmuster, die durchgängig transparent und nachvollziehbar sind. Evidenzbasiert nennt man das in der „Wissen-schaft“. Messsysteme, Evaluierungsinstrumente sind immer nur so gut wie die, die sie einetzen und daraus Erkenntnisse versuchen abzuleiten. Doch gerade diesen muß Gehör geschenkt werden und sie müssen Entscheidungsbefugnisse bekommen, die aber – im Gegensatz – zur aktuellen Situation jederzeit nachprüfbar sein müssen, um Änderungen vornehmen zu können.
    Wie dem auch sei, ich wünsche euch allen, dass ihr ein wenig Zuversicht bekommt und erkennt, dass eure Angst ein Motor für den Mut ist. Den Mut, sich und andere zu hinterfragen und Beweise abzuverlangen für ihre Vorgehensweisen. Und vor allem den Mut, die, die euch sanktionieren, in eurer Freizügigkeit einengen, darauf hinzuweisen, dass sie dann viel zu weit gehen und es eine Grenze gibt, die ihr durch ein klares „NEIN, HALT STOP“ zum Ausdruck bringt.
    Lebt, liebt, lernt und lacht !

  7. November 6, 2020 um 7:50 am

    „Stärke wird bekämpft.“
    Nein.
    Alte, kranke, Arme und Schwache werden bekämpft.

  8. November 6, 2020 um 7:59 am

    „So kommt man dann auf der Bühne am größten raus, wenn man sich als Vertreter einer geschundenen Minderheit inszenieren kann. “
    Das ist auch falsch. Es mag auf ausländische Minderheiten zu treffen. Aber deutsche Alte, Kranke, arme und Schwache werden in Deutschland auch und gerade von patriotischen, rechten und erst recht „linken“ (ich schreibe das in Anführungszeichen, weil es in Deutschland keine wirklich Linken mehr offiziell, als Partei gibt) verachtet und nieder gemacht. Diese deutschen Randgruppen (die größte sind die deutschen Arbeitslosen) finden öffentlich nicht statt. Im Gegenteil, sie wurden von der NEOLIBERALEN deutschen Gesellschaft (Neoliberal=Kapitalistisch) medial über Jahre in den Dreck gezogen, so daß heute jeder, der arbeitslos ist, automatisch das Stigma „faul“ übergestülpt bekommt, egal, ob das stimmt, oder nicht.
    „Rechte“ (konservative, neoliberale, Wirtschaftsfreundliche) behaupten auch immer, daß man durch Arbeit aus der Armut kommt. Dies ist eine kapitalistische LÜGE.
    Arbeit macht weder frei noch reich. Arbeit im Kapitalismus ist immer Ausbeutung und endet IMMER in Armut, nämlich dann, wenn es um die Rente geht. Einfache Arbeiter können 100 Jahre malochen, sie werden nie eine Rente oberhalb der Armutsgrenze bekommen. Leider kapieren das die einfachen Arbeiter mit einem … derzeit ca Stundenlohn von unter 12 Euro (das ändert sich ja auch) nicht. Wer für so wenig Geld arbeitet, beutet sich selber aus zugunsten der kapitalistischen Unternehmer und sonstigen Bosse.
    Man kann das ausrechnen, wie hoch der Stundenlohn sein müßte, damit die Rente armutsfest ist. In Deutschland sind wir davon jedenfalls sehr weit entfernt. Deshalb leben wir hier im Kapitalismus, auch wenn die Medien, die tendentiell eher rechts stehen, gerne unisono behaupten, wir würden in einem Sozialismus leben. Was gelogen ist, um den Leuten den Kopf zu verwirren.
    Und die Schein-Linken (also die derzeitige linke Partei) macht das Spiel der Verwirrung mit.

  9. November 6, 2020 um 8:03 am

    „Das Bedürfnis nach Eingebettet-Sein und Zugehörigkeit“
    ist sehr verbreitet unter Rechten, daher kommt auch der Führerwahn. Irgend eine starke Person soll das richten, was der Einzelne vermeint, nicht zu schaffen. Oder der Verbund von Einzelnen.
    Also irgendwie ist der gesamte Aufsatz oben völlig blödsinnig und jeder einzelne Absatz ist spielend leicht zu widerlegen, wenn man denn will. Ich höre aber jetzt hier erst mal auf.
    Ich gebe nur noch generell zu bedenken, daß Menschen generell nur dann selbstständig und eigenverantwortlich leben können, wenn es die Umstände (Bildung, Arbeit, Löhne, Gehälter, Aufstiegsmöglichkeiten, Karrieremöglichkeiten und so weiter) zu lassen.
    Wo diese Umstände nicht in Ordnung sind, gibt es keine Chancengleichheit von Geburt an, und es kann dem Einzelnen nicht mehr die alleinige Verantwortung für sein Leben bzw. sein mögliches Scheitern im kapitalistischen System zugeschrieben werden.

  10. muktananda13
    November 6, 2020 um 10:14 am

    Solange Menschen einige andere Menschen und eiserne Vorschriften und Ideologien brauchen, um über sie zu regieren und sie anzuführen, anstatt sie geistig in die Höhe zu begleiten, ständig vor den Geboten und Verboten niederkniend, bleiben sie geistig gefangen.

  11. muktananda13
    November 6, 2020 um 10:26 am

    Menschen brauchen Begleiter und, an erster Stelle, geistig-wissenschaftliche Erziehung, geistige Pfleger, um sich real und schnell weiterzuentwickeln. Alles Materielle hat ihre Wurzeln im Geist, weil alles Geist ist.

    Form ist nur die grobe Fassade des Geistes.
    Alles Bewusstsein, in unterschiedlichen Frequenzen und Wellenlängen.
    Alles Eines.

    Leid ist immer dort vorhanden, wo Erkenntnis schwindet.

    • November 6, 2020 um 4:20 pm

      Leid ist dort vorhanden, wo Zwang herrscht.

      • muktananda13
        November 6, 2020 um 6:02 pm

        Jawohl ja. Zwang ist Leid.

  12. Martin Bartonitz
    November 6, 2020 um 11:08 am

    Jörg Pohl auf Facebook zum Artikel:

    Sagte ja schon immer, alle Knallköpfe und Verschränkten haben auch eine Mutter, vielleicht sogar eine „Übermutter“. Was ein Text, pühhh. Zum Lesen und Nachdenken sehr gut geeignet. By the way, Mutter, wenn die „Übermutter“ den Pantoffelhelden und nach Aufmerksamkeit (dazu gehört auch Zärtlichkeit) yiepernden „Kleinkerl“ erst einmal soweit hat, dass er sagt „Er sei doch im Grunde genommen nur ein Mann, der lieb sein möchte“ o.ä., dann hat sie ihren „Muttermilch-Virus“ erfolgreich weitergegeben. Und wenn dieser dann eigentlich latent homoerotische Neigungen entwickelt, diese aber – schon alleine wegen der Rücksichtnahmme auf die ihn versorgende und umhegende „Mutter“ nicht wagt auszuleuchten und für sich zu verstehen, dann kann das individuell wie auch solzial erhebliche Blockierungen herbeiführen, die durchaus auch in autodestruktiven und latent soziophoben Handlungsmustern münden kann. Häufiger als man vielleicht zunächst meint, in der sich dann manifestierenden Vergötzlichung der „Übermutter“, sozusagen als „Opferdreingabe“ für das mütterliche „Versklavungsangebot“ zur Erlangung einfachster Aufmerksamkeitsmuster.
    🙂 Und nun Feuer frei!

    • No_NWO
      November 6, 2020 um 11:55 am

      Lustigerweise ist jene Übermutter ein Kind. Lackmustest für Untertanen! Die Frage aller Fragen müßte ja wohl die Greta-Frage sein. Also denn: Feuer frei: Wie hältst du es mit Greta und dem menschengemachten Klimawandel?

  13. November 6, 2020 um 11:34 am

    Muktananda: „Leid ist immer dort vorhanden, wo Erkenntnis schwindet.“

    In einigen deiner Zeilen lese ich auch
    Frust, Ärger, vieleicht sogar Wut ?

    Keine Spur von Zufriedenheit ―
    geschweige denn Glückseligkeit.

    Warum nicht?

    🌿

    Du sagst: „Menschen brauchen Begleiter und, an erster Stelle, geistig-wissenschaftliche Erziehung, geistige Pfleger“

    Sofern sie sich von der Frequenz der
    Liebe getragen sehen, einverstanden.

    Andernfalls sollen sie „bleiben,
    wo der Pfeffer wächst“. 😇

    • muktananda13
      November 6, 2020 um 1:33 pm

      Nein, Nirmalo, weder Frust, noch Ärger oder Wut sind bei mir vorhanden. Hier und jetzt sicherlich nicht. Vielmehr sind es die Sehnsucht und der Wunsch danach, dass die Menschen in ihrem Größtenteils endlich mal sehen zu WOLLEN, was sie eigentlich sind und was das Leben eigentlich ist.

      Wenn nur ein einziger Mensch unglücklich ist, so kann ich nicht wirklich glückselig sein.
      Wahres Glück ist dort, wo es unzerstückelt ist.
      Ich kenne das wahre Glück – teilweise materiell und besonders spirituell- , ohne mich verstecken zu müssen.

  14. Tula
    November 6, 2020 um 11:43 am

    Sadhguru über Politik und Demokratie

  15. November 6, 2020 um 3:29 pm

    Muktananda, du sagst: „weder Frust, noch
    Ärger oder Wut sind bei mir vorhanden“

    Dann sagst du: „die Sehnsucht und der Wunsch danach,
    dass die Menschen in ihrem Größtenteils endlich mal
    sehen zu WOLLEN, was sie eigentlich sind“

    Genau diesen Frust spüre ich in vielen deiner Beiträge hier:
    Daß die Menschen nicht so sind, wie du willst, daß sie sind.

    🌱

    Die Erde ist ein Lernfeld, in dem die unterschied-
    lichsten Erfahrungen gemacht werden können.

    Sie ist eine Bühne für die ganze psychologische Palette
    des Menschen: Von Polizist bis Lokomotivführer, von
    Hure bis Krankenschwester, von Politiker bis Guru…

    Ob Bettler oder Groß-Unternehmer, ob blind oder Bergsteiger
    – sogar die Kombination beider ist möglich: Blinde Bergführer!

    Unternehmensberater ohne Beine…
    Alle Kostüme & Rollen sind möglich.

    Und jede Rolle will zu 100%
    …authentisch gespielt sein.

    • muktananda13
      November 6, 2020 um 3:41 pm

      Zwischen Frust und Sehnsucht oder Wunsch ist eine weite Brücke, mein Freund.
      Doch jeder versteht immer das, was er kann und will.

  16. Gerd Zimmermann
    November 7, 2020 um 5:01 am

    @ Ein spiritueller Lehrer gibt dir nichts. Im Gegenteil: Er nimmt dir alles weg, was dir wert erscheint. Von Wissen und vom Intellekt hält er nicht besonders viel (bis gar nichts). Ein spiritueller Lehrer oder Meister ist ein Wachrüttler, mehr nicht. Er weist dich darauf hin, daß bereits alles vorhanden ist.

    Nirmalo

    und das vermisse ich bei diesen Rauschebart.

    Nicht das er mir erklären sollte wie die Schöpfung aus dem Nichts funktioniert.

    Dafür habe ich andere richtig grosse Hinweisschilder beachtet.

    Ein Universum aus der Singular(ität).
    Morgen finden Martins Fachkollegen heraus was das Wort Singular bedeutet.

    Oder auch nicht.

    Das Universum ist sichtbar, der EINE Schöpfer (Singular) bleibt allerdings
    unsichtbar.
    Darum kann der Rauschebart nicht wissen und brabbelt irgend etwas in
    seinen Bart.

    Viel schlimmer noch die Wissenschaft.
    Was liegt auf der Autobahn und sonnt sich ?
    Der Bart von diesem Witz.

    Man kann es nicht sehen, man kann es nicht hören………
    Na dann, viel Spass beim suchen.

    Wer sucht der findet.

    Martins Fachkollegen machen ja Fortschritte beim finden des
    Unsichtbaren, Unmessbaren und Unbeschreiblichen.

    Es gehört schon einiges an Gleichmut dazu die Wogen der Gemüter
    zu beobachten.

    Der Papst kann nicht wissen, dass der Liebe Gott nicht an den
    Emotionen der Menschen teil hat.

    Der Papst kann die Krabbelgruppe nie verlassen, sorry,
    Martins Fachkollegen auch nicht.

    Reife, egal welche, ob geistige Reife oder die Reife eines Apfels.
    Newton konnte nicht erkennen dass der Apfel erst reifen musste,
    bevor ihn der Apfel der Erkenntnis auf den Kopf viel.

    Ein anderer versuchte es mit doppelter Lichtgeschwindigkeit
    um Licht einzuholen.

    Der Apfel der Erkenntnis viel aber auch doppelt so weit von ihm weg.

  17. Gerd Zimmermann
    November 7, 2020 um 5:26 am

    @ oder Wunsch ist eine weite Brücke,

    Muktan

    allerdings ohne Brückenpfeiler.

    @ „Rechts“ und „Links“ sind Fallen der Politik

    ?????

    Und trittst Du in diese Falle ?

    Solange man nicht weis wo rechts und links, wo oben und unten
    im Universum ist, ist weder rechts noch links definiert.

    Die Wissenschaft macht allerdings Fortschritte, laut Martins Aussage.

    Na schaun wir mal wo oben, wo unten ist, im Universum.
    Danach definieren wir links und rechts.

  18. Gerd Zimmermann
    November 7, 2020 um 5:34 am

    @ ihr eigenes Volk belügen,

    Du fühlst dich doch als leibeigenes Volk.

    Ich besitze kein leibeigenes Volk.

    Lasse mich ergo auch nicht „wählen“.

  19. November 7, 2020 um 10:01 am

    Ein spiritueller Lehrer gibt dir nichts. Im Gegenteil: Er nimmt dir alles weg, was dir wert erscheint. Von Wissen und vom Intellekt hält er nicht besonders viel (bis gar nichts). Ein spiritueller Lehrer oder Meister ist ein Wachrüttler, mehr nicht. Er weist dich darauf hin, daß bereits alles vorhanden ist.

    Nirmalo

    Gerd: „und das vermisse ich bei diesen Rauschebart.“

    Es wird seine Gründe haben, daß du diesen Mann
    in seiner Einzigartigkeit nicht anerkennen kannst.

    Die Thematik hier ist: Respekt.

    Es gibt keine Wesenheit und keinen einzigen Menschen,
    dem wir nicht unseren Respekt entgegen bringen können.

    Gut, nicht auf der kindlichen Ebene (2), auf der wir
    – zumindest wenn wir stinkig drauf sind – die Dinge
    maximal in schwarz und weiß unterscheiden können,
    in richtig und falsch, in Freund und Feind.

    Ich meine die Erwachsenen-Reife (4).
    Hier ist differenziertes Betrachten möglich.

    Auf dieser Ebene unserer Geistigen Reife können wir
    in JEDEM Menschen auch Schönes sehen und
    Respektierendes sagen. Ausnahmslos!

    Wer nur Schwarzes sehen will und nicht auch das Leuchtende,
    will – geistig gesehen – nicht erwachsen werden. Solches
    Verhalten nennen wir üblicherweise „kindisch“.

    🌱

    Gerd: „Es gehört schon einiges an Gleichmut dazu die Wogen der Gemüter zu beobachten.“

    Das funktioniert halt nur dann, wenn der Abstand da ist,
    wenn das Theater als solches… gesehen werden kann.

    Ein Film ist nur dann interessant und spannend, wenn
    ich vergessen habe, daß ich mich in einem Film befinde.

    🌱

    Gerd: „Der Papst kann nicht wissen, dass der Liebe Gott nicht an den Emotionen der Menschen teil hat.“

    Ich weiß nicht, ob er es weiß,
    aber… er kann es wissen.

    Emotionen sind das Salz der Dramen.

    🌱

    Gerd: „Der Papst kann die Krabbelgruppe nie verlassen“

    Das kannst du vermuten – aber nicht wissen, weil du dich mit ihm
    noch nicht einmal auf eine Tasse Kaffee getroffen hast, geschweige
    denn eine Woche lang in seinen Puschen gelaufen bist. 😇

    • November 7, 2020 um 12:33 pm

      “ Ein spiritueller Lehrer oder Meister ist ein Wachrüttler, mehr nicht. Er weist dich darauf hin, daß bereits alles vorhanden ist.“

      klar ist alles vorhanden. Es ist nur falsch verteilt.
      Gilt übrigens auch für den Verstand.

      • November 7, 2020 um 12:35 pm

        Der liebe Gott oder sonstwer hat mir leider sehr viel Verstand gegeben, sonst würde ich auf deine nichtssagenden Sprüche mit Sicherheit reinfallen.
        Und so ist das mit den Dummen: Die lassen sich leicht von Rauschebärten an der Nase rum führen. Wovon die Rauschebärte dann wiederum profitieren (in jeder Hinsicht). Folge: „Man“ (die Masse/ Nirmalo/ andere Esoterikfreaks) halten das für wahr, weil es ja „alle sagen“.
        Was seid ihr am. Ihr könnt einem fast leid tun.

  20. Martin Bartonitz
    November 8, 2020 um 9:06 am

    Susan Bonath schreibt zu den Vorkommnissen auf der Leipziger Demo:

    Weil´s endlich mal nötig ist: Als Linke und Kommunistin distanziere ich mich ausdrücklich vom Missbrauch des Begriffes „links“ durch sich selbst fälschlicher Weise als „links“ und „antifaschistisch“ bezeichnende bürgerliche Bündnisse wie „Leipzig nimmt Platz“.
    Denn:
    Wer mit dem ideellen Gesamtkapitalisten, dem Machtorgan der herrschenden Klasse alias Staat ins Bett steigt, ist nicht links sondern ein rechtes Arschloch.
    Wer mit Massenüberwachung, Wegsperren von Alten und Kranken, massenhaften Traumatisierungen von Kindern, mit millionenfacher Zerstörung von Existenzen armer Menschen und einem Verfolgungsregime kein Problem hat, ist nicht links, sondern ein rechtes Arschloch.
    Wer gemeinsame Sache mit Parteien macht, die in Regierungen sitzen und im Sinne der Herrschenden die Massen unterdrücken, drangsalieren und knechten – mit Hartz IV, Polizeigewalt, Asylknästen etc., der ist nicht links sondern ein rechtes Arschloch.
    Wer den Kapitalisten das Wasser trägt, trägt den Faschisten den Wein. Denn Faschismus ist kein moralisches Versagen von kleinen Leuten. Faschismus ist eine krisenbedingt von Teilen des Kapitals betriebene und finanzierte Radikalisierung des bürgerlich-demokratischen Repressionsregimes in Richtung eines autoritären bürgerlichen Repressionsregimes, nicht mehr, nicht weniger.


    Links sein heißt, für Gleichwertigkeit aller Menschen zu sein, gegen Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen durch Menschen. Das zur Erinnerung.
    Diese Leute vekaufen staatstragend eine Schimäre unter dem Label „links“, die vor Heuchelei trieft. Zumal die dümmliche Einfalt, mit der sie die Widersprüche in ihrem Handeln und Denken (nein, nicht denken, sondern nachplappern) ignorieren, eine Beleidigung für den Intellekt eines jeden aufrechten Linken ist.
    Nun sind auch sie eine Ausgeburt der barbarischen Verhältnisse, kleinbürgerliche Zombies im Dienste des Kapitals mit Stockholm-Syndrom eben. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sind psychische Auswirkungen kapitalistischer Macht- und Konkurrenzverhältnisse auf die Mehrheit der Menschen. Darum darf man das nicht emotionalisieren. Man sollte es sachlich feststellen und überlegen, wie man damit umgeht als Linker.
    Wir müssen verstehen: Die herrschende Klasse hat die Linken schon vor 50 Jahren nach ´68 gekauft, sich einverleibt, ihnen Posten in ihrem Staatsapparat verschafft – nicht nur in Deutschland. Es war ihre Absicht, die Interessen der Lohnabhängigen umzudeuten, den Begriff links zu moralisieren und zu entpolitisieren. Den Salat sehen wir jetzt in Form dieser einfältigen, staatstragenden Bande.
    Davon müssen wir uns endlich distanzieren und emanzipieren. Wenn wir das nicht tun, wird die Arbeiterklasse die Abfahrt nach links nicht nur verpassen. Sie wird sich von den rechten Lockvögeln an der falschen Abbiegung ködern lassen. Sie wird sich in den Wirren ihrer Emotionen verlaufen. Sie wird Kleinkriege untereinander beginnen. Und das dürfen wir nicht zulassen!
    Und wenn wir das nicht zulassen wollen, müssen wir uns von diesen kleinbürgerlichen, rechten Pissern, die sich als links vermarkten, distanzieren und zur Arbeiterklasse hingehen. Auch wenn sich dazwischen auch viele Wirrköpfe mit zahlreichen wenig linken Emotionen befinden. Weil wir nämlich gar keine andere Chance haben, wenn wir die kapitalistische Barbarei loswerden wollen.
    WIR müssen einen klaren Kopf bewahren. Wir müssen versuchen, die Entwicklungen rational und politisch zu bewerten. Emotional können und müssen wir sein, wenn es um Einzelschicksale geht, aber nicht, wenn es darum geht, die Gesamtsituation zu bewerten. Ob mir jemand persönlich sympathisch oder unsymphatisch ist, spielt dabei keine Rolle. Das hier ist Klassenpolitik. Es muss heißen: Friede den Hütten, Krieg den Palästen. Überall. Ohne Abstriche.

    • No_NWO
      November 8, 2020 um 9:58 am

      Schön klares Statement. Leider aber auf der Links-Rechts-Spalterschiene und in altbekannter katholischer Manier: Gut gegen Böse! Und wir sind die Guten.

      Wie wird Susan Bonath die Gretchenfrage des „Wie hältst du es mit dem von der UN, von Greta und dem IPCC propagierten anthropogenen Klimawandel“ beantworten? Weiterhin so , wie sie es als entschiedene Anhängerin des genozidalen Wahnsinns von «Extinction Rebellion» getan hat? Wird sie Wettermodifikation durch Geo-Engineering weiterhin zurückweisen wollen? So lange sie sich dieser Frage aller Fragen nicht offen stellen wird, stützt sie unweigerlich das massenmörderische Geschäft der Superreichen, den Great Reset und die NWO. Also bitteschön, Frau Bonath, Sie haben das Wort.

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