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#ZeroCovid: Solidarität oder Totalitarismus?

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. […]
Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

Immanuel Kant

Es werden immer mehr Stimmen laut, die den totalen Lockdown fordern, um dem Virus den Garaus zu machen. Gesammelt wird mit der Bewegung #ZeroCovid. Unterschrieben haben vielen VIPs. Haben sie Recht. Mein Bauch grummelt mal wieder und spürt den faschistischen, ähm, richtiger ist wohl totalitaristischen Geist hochleben, der irgendwo auch deutschen Gemüt liegt? Ich wollte was schreiben. Nun hat mir die Schweizerin Tamara Wernli dies abgenommen und ich möchte sie hier stellvertretend ihre aufklärenden Positionen vorstellen lassen. Ich teile zwar nicht alle ihre Positionen, dennoch ab ins Regal:

Was Tamara allerdings nicht erkennt, ist, dass es Reiche und Reiche gibt. Erstere sind die Reichen des Mittelstand, die mächtig zur Kasse gebeten werden. Die wirklich Super-Reichen zahlen dagegen so gut wie keine Steuern mehr und spielen sich als Philantropen auf … sprich, sie verwenden diese Gelder am Ende versteckt dazu, ihre Profite weiter zu steigern. Aktuellstes Beispiel:

Der Wahn des Philanthropen
Der Microsoft-Gründer Bill Gates möchte sich als Retter feiern lassen und plant schon jetzt, die gesamte Weltbevölkerung durchzuimpfen.

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  1. Januar 28, 2021 um 12:58 pm

    Die Unterstützer von #ZeroCovid sehe ich in zwei Gruppen:
    1. Diejenigen, die einfach nur der Marktwirtschaft den Garaus machen wollen.
    2. Diejenigen, die falsche Vorstellungen von der Natur von Viren und Epidemien haben.
    Beiden gemeinsam ist, dass sie ein starkes Element der Autodestruktion in die Realität bringen. Die Ursache dieser Sehnsucht, sich selbst zu zerstören, ist die Abkehr von Gott.
    Was können wir tun?
    Dasselbe, was wir auch für Gates, Merkel, Söder oder wie sie alle heißen tun können: Gott inständig bitten, dass er eine Ausnahme machen möge und Ereignisse in ihr Leben treten lasse, die sie zu einer Umkehr zurück zu Gott führen – und zwar Ereignisse der Art, dass diejnigen, die schon bei Gott sind, nicht darunter leiden müssen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Gott ein solches Gebet erhören wird. Er könnte der Ansicht sein, dass wir alle eine saftige Abreibung dringend nötig haben und diejenigen, die es verdienen, dann nach ihrem Tod sich seiner Gnade sicher sein können. Was also wollen sie noch mehr?

  2. No_NWO
    Januar 28, 2021 um 1:24 pm

    Zu dem Vid von Tamara Wernli bedarf es einer Begriffsklärung wie folgt, bitte:

    Die Allianz aus Klima- und Covidreligiösen stellt eine suizidal-genozidale postfaschistische Bewegung dar, welche geist-seelisch an die historische nazifaschistische Bewegung des vergangenen Jahrhunderts anschließt. Die Titulierung solcher faktisch Religiösen als „Sozialisten, die uns unsere Freiheit rauben wollen“, ist unsachlich und verharmlosend. So kritikwürdig originär sozialistische Bewegungen im Gestern und Heute im einzelnen auch sein mögen, haben sie dennoch NIEMALS faktisch genozidale Programmatiken vertreten.

    Nicht unterschlagen werden darf weiterhin: Was in der paranoiden Vorstellungswelt der Nazifaschisten eine Art von fiktionalen Ver- oder Beschmutzern einer phantasierten Reinheit von Rasse und Volk waren, sind dem Paranoia der postfaschistischen Klima- und Covid-Religiösen nun fiktionale chemische und virologische Ver- bzw. Beschmutzer einer ebengleich phantasierten Reinheit von Athmosphäre und Biosphäre, nämlich COzwei und COvid. In dieser perfekt parallelen Gefährderkonstruktion bei Nazifaschisten und bei ihrem aktuellen geist-seelischen Geschwister entäußert sich die parallele ideologische Grundstruktur der historischen Nazifaschisten und der zeitgenössischen Klima- und Covidreligiösen.

    Mit der Allianz aus Klima- und Covid-Religiösen stellt sich mitnichten irgendein „Sozialismus“ vor, sondern eine in ihrer massenmörderischen Beseeltheit ultimative faschistische Bewegung. Deren organisatorische und soziologische Gemengelage im übrigen ebenfalls mit jener der historischen nazifaschistischen Bewegung identisch ist. Nämlich zum einen jenes Bündnis aus Linker und Großkapital, das von Lenin sehr schön bildhaft als „Arbeiteraristokratie“ apostrophiert worden ist. Jener Aristokratie entsprechen heute die Funktionsträger in den DGB-Gewerkschaftsbürokratien und in den sozialdemokratischen Parteiapparaten sowie jener Teil der Arbeiterklasse, der beim Großkapital als sogenannte „Kernbelegschaften“ materiell privilegiert beschäftigt ist. Zu jener klassischen faschistischen sozialen Gemengelage zählt im weiteren eine sich sozial vom Abstieg ins Proletariat bedroht vorfindende Mittelschicht, welche sich heute in den grünen Parteien und Organisationen versammelt.

    • Ralf Heimer
      Januar 28, 2021 um 5:31 pm

      Mal so als Gedankenexperiment:
      Nehmen wir mal an, das der Klimawandel ein wirkliches Problem darstellt und nehmen wir auch mal an das Covid doch so ein bisschen gefährlich ist und man es nicht einfach laufen lassen sollte. Ich habe so am Rande vernommen, das es wirklich Leute geben soll, die das als ihre Realität sehen und diese Probleme lieber gelöst sehen wollen.

      Wie würden diese Leute Ihren Kommentar interpretieren? Oder wie interpretieren Leute Ihren Kommentar, die zu den Kritikern der Covid-Maßnahmen gehören – aber nicht zu den NWO und ‚Great Reset‘ Gläubigen?

      Als das: Eine Verharmlosung des Nazi Faschismus.

      So leicht kann man in die Falle tappen, wenn man in faktenfreie parallel Welten abgetaucht ist und überall nur das absolut böse sieht. Am Ende wird sogar jemand der im Wesenskern ein Antifaschist ist zum Wegbereiter desselben.

      • No_NWO
        Januar 28, 2021 um 6:46 pm

        Troll dich, Covid- und Klimatroll!

      • Januar 28, 2021 um 11:19 pm

        Kurze Frage: Warum sollte man das annehmen? Wenn man Unsinn als wahr annimmt, kann das dann zu vernünftigen Ergebnissen im weiteren Verlauf logischer Folgerungen führen?

        • Ralf Heimer
          Januar 29, 2021 um 1:14 pm

          Wenn man Unsinn als wahr annimmt, dann führt das Definitiv nicht zu vernünftigen Ergebnissen. So wie ich das sehe, ist auch genau das der Fall, bei den Behauptungen und den sich daraus ergebenen Schlussfolgerungen, die z.B. ein Kommentator wie No_NWO macht.

          • No_NWO
            Januar 29, 2021 um 2:55 pm

            Mußt du COzwei- und COvid-Trollo hier nun wieder zwanghaft dein Beinchen heben!? Erledige deine Geschäftchen woanders, troll dich, Troll!

          • Januar 29, 2021 um 3:03 pm

            haha, der Mann fühlt sich als Retter der Menschheit und Du bist sooo garstig zu ihm. Da wird er aber zornig sein. Mal sehen, was er als nächstes abläßt….

          • No_NWO
            Januar 29, 2021 um 3:49 pm

            Jaja, diese militanten Religiösen und ihr notorischer Missionseifer sterben nicht aus — ganz hingegeben sind sie an ihren Wahn, einer großen und ruhmreichen guten Sache zu dienen. Es werden die Freiheit zur Vernunft und die Freiheit zum Wahne so denn bis in alle Ewigkeit gleichberechtigt nebeneinander stehen. Mit dem allerdings gebotenen Abstande!

          • Ralf Heimer
            Januar 29, 2021 um 3:37 pm

            Ja, nee, ich und zornig? Offensichtlich habe ich ja Herrn No_NWO mal wieder zornig gemacht 🙂

            Mir reicht es hier, zu demonstrieren, wie wenig dieser Herr/Frau/Whatever zu einer inhaltlichen Pro-Contra Argumentation fähig ist. Also immer weiter so. Funktioniert ja gut.

          • No_NWO
            Januar 29, 2021 um 3:55 pm

            Ja wirst du denn hier nicht sehr nett und freundlich behandelt!? Niemand wird dir hier sagen, was er wirklich von dir denkt. Mit „Troll“ bist du äußerst rücksichtsvoll tituliert. Sei also nicht undankbar.

          • Ralf Heimer
            Januar 29, 2021 um 4:03 pm

            Danke – für die direkte Bestätigung – sag ja, funktioniert super.
            Schade nur, das inhaltliche Beiträge da untergehen.

    • Axel
      Januar 28, 2021 um 6:51 pm

      Die Mittelschichten werden noch ganz woanders hin absteigen!

      In 2016 hat David Graeber ‚Bullshit Jobs‘ veröffentlicht – das Buch zu seinem Essay von 2013, das viral gegangen ist.
      Um es kurz zu machen: das, was diese Mittelschichten so ‚geleistet‘ hatten, wurde wirklich von niemandem gebraucht; dennoch wurden sie privilegiert und konnten sich wichtig fühlen. Und nun, meine Damen und Herren Mittelschichtler, geht diese Ära vorbei.
      https://www.strike.coop/unsinniger-jobs
      https://www.heise.de/tp/features/In-der-Welt-des-grundlosen-Bedingungseinkommens-3396367.html

      Lernt loszulassen. Übt euch in Demut!

      • No_NWO
        Januar 28, 2021 um 7:53 pm

        Lektüretipp: Auf linkezeitung.de, die zwar die CO2-Lüge, leider aber nicht auch die Covid-Lüge zurückweist, findet sich ein ausgezeichneter, auf Marxscher politischer Ökonomie fußender 3-teiliger Beitrag über Geschichte und Rolle der Mittelschichten. (Die zu Marxens Zeiten übrigens noch so gut wie unvorhanden waren, weswegen es zu einer proletarischen Revolution ohnehin keine Alternative gegeben hätte!)

        https://linkezeitung.de/2020/09/28/problematische-mitte-ein-beitrag-zur-klassenanalyse-teil-1-von-3/

      • Januar 28, 2021 um 11:20 pm

        hört sich so an, als ob das für Sie ein innerer Reichsparteitag ist. Warum so viel Hass?

        • Axel
          Februar 11, 2021 um 7:05 am

          Lieber praiaminas,
          normalerweise vermeide ich Dialoge in den Kommentaren eines Blogs, aber hier mache ich jetzt eine Ausnahme.

          Deine Frage ist nicht einfach zu beantworten, ohne Weltbilder zum Einsturz zu bringen.

          Dieser ganze Blog dreht sich eigentlich nur um die Frage, was eigentlich falsch ist an ‚unserer‘ Welt.
          Und das ist leider: fast alles. Wir leben in einer Illusion, die insbesondere von den Mittelschichten getragen wird.
          Einzelne versuchen den ‚Ausbruch‘ – dazu gehört insbesondere auch Martin, mit dem ich viele Gemeinsamkeiten habe.

          Die zivilisatorische Krise, die von den Mächtigen nun eingeleitet wurde, bietet für viele die Möglichkeit, im Zeitraffer aufzuwachen und vielleicht auch den Ausstieg zu wagen. Ich hoffe jedenfalls, dass das – wenigstens für einige – eine Option sein kann und es nicht einfach nur dazu führt, dass die Aussteiger vor den anderen gestorben werden.

          Ich empfehle dir (und auch Martin, falls er mitliest), der Bine (ihr Kanal heißt ‚Durchschauen‘) aufmerksam zuzuhören, da sie wundervoll beschreiben kann, was schief läuft.

          Am Besten in diesem Video:

          „mein tiefer Rückblick“
          https://donnersender.ru/v/11871?channelName=Durchschauen

          Hab keine Angst vor der .ru Domain – es ist nur ein Videoportal – YT eignet sich nur noch zu Katzenvideos, Ablenkung und Desinformation.

          • Februar 11, 2021 um 10:48 pm

            Hallo Axel, ich habe keine Angst vor *.ru – wie kommst Du nur darauf? Wer ist Bine?

            Du sagst „Wir leben in einer Illusion, die insbesondere von den Mittelschichten getragen wird“.

            Das macht Sinn, denn das ist ja auch die größte Bevölkerungsgruppe in Europa. Bei uns werden die Illusionen allerdings hauptsächlich von den Armen getragen, die froh sind, 160 Euro im Monat zu verdienen, die Mehrheit. Viele von ihnen steigen tatsächlich aus, um in noch ärmlicheren Verhältnissen zu landen: sie gehen dorthin zurück, wo sie herkommen – aus dem armen Nordosten Brasiliens.
            „Ausstieg wagen“ – ja ich bin schon mehrfach ausgestiegen. Ich bin ein ziemlicher Aussteiger – aus der Medizin, aus Deutschland, aus dem, was „jeder weiß“, gut möglich dass ich nochmal aussteige, aus der Gemeinschaft der Supermarktkunden. Ob diese Krise geeignet ist, mehr Aussteiger zu erzeugen – vielleicht. Ob der Ausstieg etwas Wünschenswertes ist, kann ich gar nicht mal sagen. Ich hatte den Eindruck, ich konnte nicht anders. Mittlerweile denke ich: klar konnte ich anders, aber es hätte mehr Schmerzen gemacht, ein Insteiger zu bleiben. Ich war noch nicht bereit, drin zu bleiben. Also bin ich geflüchtet. Ist das gut oder schlecht? Wie auch immer. Ich habe und hatte keine Lust, mich zum Deppen machen zu lassen. Das ist so ziemlich die Kurzformel.

          • Martin Bartonitz
            Februar 11, 2021 um 11:20 pm

            Was ist schon richtig oder falsch?
            Zählt nicht allein, das Gefühl der Zufriedenheit? Sich am richtigen Platz zu fühlen? Das es gut so ist, wie es ist? Mit ein wenig Luft, es noch zuträglicher gestalten zu können?
            Wenn ich Dich erzählen lese, mag ich gerne bei Dir sein 🙂

          • Februar 12, 2021 um 1:53 am

            Das ist gegenseitig! Und Du bist eingeladen, wenn Du mal nach Rio kommst 😉
            Ja, ich hab’s nicht so schlecht gemacht und bin zufrieden. Bin mitunter volles Risiko gegangen und haarscharf an gewissen Klippen vorbeigeschrammt und machmal hab ich auch ne Schramme abbekommen bei Unternehmen, die man nicht ganz so gern veröffentlicht. Eins kann ich mir nicht vorwerfen: ein angsterfülltes eingepferchtes „Mittelschichtler-Leben“ geführt zu haben. Eigentlich suche ich eine neue Herausforderung, wenn ich ehrlich bin. Bin nun schon 14 Jahre in Rio … 🙂 🙂

        • Axel
          Februar 12, 2021 um 9:37 am

          Lieber praiaminas und alle bewußt folgenden, am Aufwachen interessierte Mitleser,

          die Hinweise und Links, die ich in meinen Kommentaren poste, haben eine hohe Relevanz und sollten nicht leichtfertig ignoriert werden.
          Wir befinden uns in einem Krieg, der auf Ebene unseres Bewußtseins mit Mitteln der Psychologischen Kriegsführung stattfindet. Die Menschliche Zivilisation befindet sich in höchster Gefahr!

          • No_NWO
            Februar 12, 2021 um 9:41 am

            Und was sagt der ADAC dazu? Hier Pressemitteilung von übermorgen. Der ADAC klärt auf ==>

            Erst abschaffen die Verbrenner. Und danach feststellen, daß E nicht funktioniert. Aber dann werden die Einwohnerschaften durch Biowaffen weitgehend dezimiert sein und niemand wird sich mehr für Autos interessieren. Niemand wird sie mehr benötigen, weil niemand mehr seine Smart City verlassen mag. Ja, sie sind smart, diese ultimativen KZ’s. Sie brauchen keine Zäune und kein Wachpersonal. Die Stadtgrenze bewachen Kampfdrohnen. Und sie werden es „Sozialismus“ nennen.

            Weitermachen, nicht denken! CO2? Was ist das denn!? Ach so, ja, aber das ist doch längst Vergangenheit, Mann, war mal so ein Propaganda-Hype, aber das war damals, Mann, lang ist’s her. Und der Virus, Mann, seine Bekämpfung und die Führerin des deutschen Volkes — aber was ist denn mit dir los, hast wohl schlecht geträumt, wa!? Ist doch alles längst vorbei. Krieg ist Frieden. Arbeit ist Gottesdienst. Nichts Neues unter der Sonne des Kapitals, Mann. Nur anders.

  3. Martin Bartonitz
    Januar 28, 2021 um 10:08 pm

    „Es ist nicht mehr zu ertragen. Ein 16 köpfiges Politbüro und eine eiskalte Technokratin der Macht bringen dieses Land an den Rand des psychischen und wirtschaftlichen Ruins.
    Merkt ihr denn nicht, wie ihr belogen und betrogen werdet?“ – Dr. Josef Thoma

    • Januar 28, 2021 um 11:24 pm

      … so viele sympathische Kollegen, die sich aufreiben. Das macht mich traurig. Aber: vergessen wir nicht, dass es sich um ein fast vollständig weltweites Phänomen handelt, nicht nur um diese Technokratin AM und einige Ministerpräsidenten deutscher Bundesländer.

    • Ralf Heimer
      Januar 29, 2021 um 1:17 pm

      Der Herr Doktore scheint das Infektionsgeschehen in Irland nicht verfolgt zu haben. Wahrscheinlich wird er die Übersterblichkeit in Sachsen in Nov+Dez 2020 auch damit erklären, das die Leute vor Schreck gestorben sind. Vor Schreck, wegen einem positiven PCR-Test.

  4. Januar 28, 2021 um 11:17 pm

    Zero Covid, das noch zur Ergänzung, ist wie „immer glücklich sein“, „nie streiten“ oder „immer erfolgreich sein“. Kurz: es ist ein Idealisierungs- und Kontrollwahn.
    Ich finde es gut, dass es diese Initiative gibt und eine Liste der Unterstützer. So hat man eine sehr übersichtliche Zusammenfassung, wer des Wahnsinns fett Beute geworden ist.
    Kant hat irgendwann mal sinngemäß gesagt: Urteilskraft ist eine Eigenschaft, die man hat oder nicht hat. Es gibt kein Verfahren, sie zu lehren.

    • No_NWO
      Januar 28, 2021 um 11:39 pm

      „Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und…“ ; Fußnote auf der S. AA132 in der «Kritik der reinen Vernunft». Ja, hat er wunderschön ausgedrückt. Man sieht ihn geradezu vor sich, ernst und besorgt dreinblickend. Nur ein ganz leichter Zug in den Mundwinkeln verrät, was ihn beim Schreiben jener Fußnote wohl bewegt.

      • Januar 29, 2021 um 1:49 am

        zu dumm, dass ich meine Exemplare in DE gelassen habe 😉 Immer lesenswert.

    • No_NWO
      Januar 31, 2021 um 2:16 pm

      Zitation Kant von der S. AA 131 an; die berühmte Fußnote (hier lfd. Nr. 24) ist der Zitation hintangestellt. Noch vorweg hervorzuheben über die Schule: „…ob diese [die Schule] gleich einem eingeschränkten Verstande Regeln vollauf, von fremder Einsicht entlehnt, darreichen und gleichsam einpfropfen kann: so muß doch das Vermögen, sich ihrer richtig zu bedienen, dem Lehrlinge selbst angehören, …“

      Ganz dumm und doof gesagt: Wer glaubt, Schule würde schlaumachen, spielt sich selbst einen bösen Streich! Immerhin aber ernährt sie den Lehrer.😁
      •••••••••

      Einleitung
      Von der transzendentalen Urteilskraft überhaupt

      Wenn der Verstand überhaupt als das Vermögen der Regeln erklärt wird, so ist Urteilskraft das Vermögen, unter Regeln zu subsumieren, d.i. zu unterscheiden, ob etwas unter einer gegebenen Regel (casus datae legis) stehe, oder nicht. Die allgemeine Logik enthält gar keine Vorschriften für die Urteilskraft, und
      kann sie auch nicht enthalten. Denn da sie von allem Inhalte der Erkenntnis abstrahiert: so bleibt ihr nichts übrig, als das Geschäfte, die bloße Form der Erkenntnis in Begriffen, Urteilen und Schlüssen analytisch auseinander zu setzen, und dadurch formale Regeln alles Verstandesgebrauchs zu Stande zu bringen. Wollte sie nun allgemein zeigen, wie man unter diese Regeln subsumieren, d.i. unterscheiden sollte,
      ob etwas darunter stehe oder nicht, so könnte dieses nicht anders, als wieder durch eine Regel geschehen. Diese aber erfordert eben darum, weil sie eine Regel
      ist, aufs neue eine Unterweisung der Urteilskraft, und so zeigt sich, daß zwar der Verstand einer Belehrung und Ausrüstung durch Regeln fähig, Urteilskraft aber ein besonderes Talent sei, welches gar nicht belehrt, sondern nur geübt sein will. Daher ist diese auch das Spezifische des so genannten Mutterwitzes, dessen Mangel keine Schule ersetzen kann; denn, ob diese
      gleich einem eingeschränkten Verstande Regeln vollauf, von fremder Einsicht entlehnt, darreichen und gleichsam einpfropfen kann: so muß doch das Vermögen, sich ihrer richtig zu bedienen, dem Lehrlinge selbst angehören, und keine Regel, die man ihm in dieser Absicht vorschreiben möchte, ist, in Ermangelung einer solchen Naturgabe, vor Mißbrauch sicher. [Fußnote 24] Ein Arzt daher, ein Richter, oder ein Staatskundiger kann viel schöne pathologische, juristische oder
      politische Regeln im Kopfe haben, in dem Grade, daß er selbst darin gründlicher Lehrer werden kann, und
      wird dennoch in der Anwendung derselben leicht verstoßen, entweder, weil es ihm an natürlicher Urteils-
      kraft (obgleich nicht am Verstande) mangelt, und er zwar das Allgemeine in abstracto einsehen, aber ob ein Fall in concreto darunter gehöre, nicht unterscheiden kann, oder auch darum, weil er nicht genug durch Beispiele und wirkliche Geschäfte zu diesem Urteile
      abgerichtet worden. Dieses ist auch der einige und große Nutzen der Beispiele: daß sie die Urteilskraft schärfen. Denn was die Richtigkeit und Präzision der
      Verstandeseinsicht betrifft, so tun sie derselben vielmehr gemeiniglich einigen Abbruch, weil sie nur selten die Bedingung der Regel adäquat erfüllen (als casus in terminis) und überdem diejenige Anstrengung des Verstandes oftmals schwächen, Regeln im allgemeinen, und unabhängig von den besonderen Umständen der Erfahrung, nach ihrer Zulänglichkeit, einzusehen, und sie daher zuletzt mehr wie Formeln,
      als Grundsätze, zu gebrauchen angewöhnen. So sind Beispiele der Gängelwagen der Urteilskraft, welchen
      derjenige, dem es am natürlichen Talent desselben mangelt, niemals entbehren kann.

      Fußnote 24 ==> Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was
      man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen. Ein stumpfer oder einge-
      schränkter Kopf, dem es an nichts, als an gehörigem Grade des Verstandes und eigenen Begriffen desselben mangelt, ist durch Erlernung sehr wohl, so gar bis
      zur Gelehrsamkeit, auszurüsten. Da es aber gemeiniglich alsdenn auch an jenem (der secunda Petri) zu fehlen pflegt, so ist es nichts Ungewöhnliches, sehr gelehrte Männer anzutreffen, die, im Gebrauche ihrer Wissenschaft, jenen nie zu bessernden Mangel häufig blicken lassen.

      • Januar 31, 2021 um 7:38 pm

        verrückt gut, dieser Kant. Danke für das ausgedehnte Zitat. Ausserdem auch noch eine sprachliche Wohltat, vor der man sich im Grunde nur schamvoll verneigen kann im Angesicht der eigenen Unfähigkeit, sich treffend auszudrücken.
        Vielleicht ist das, was Kant hier beschreibt auch die Erklärung dafür, dass man wochenlang diskutieren kann, vermeintlich relevante Fakten aufzählen kann und dennoch manche, und durchaus auch sehr belesene Personen, sich einfach nicht zu einer Schlußfolgerung durchringen können, die vom sogenannten Mainstream abweicht. Es treibt einen in den Wahnsinn, v.a. wenn es sich um geliebte Familienangehörige handelt.

        • No_NWO
          Januar 31, 2021 um 8:57 pm

          Gerade vor ein paar Minuten ein Telefonat beendet, in dem genau dies zur Sprache gebracht wurde: im Familienkreis von gleich zwei Bekanntenen sind reichlich studierte Leute, auch Mediziner, und alle hohl genug, um sich spritzen zu lassen. Tja, Bildung ist das eine, Mutterwitz das andere.😁

  5. Martin Bartonitz
    Januar 29, 2021 um 10:30 pm

    Und noch eine weitere Schüppe von Tamara oben auf den Totalitarismus drauf:

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