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Wie aus Geld mehr Geld wird — oder: Irgendein Scheiß‘ muß(!) produziert werden.

Geld (Foto: common)

Ihr glaubt, das sei schwierig!? Nein, schwierig ist es eher, das alles NICHT zu verstehen. Eben darum gibt es Universitäten. Ja, die gibt es auch, um NICHT zu verstehen. Jedenfalls dann, wenn es um wirklich heikle Dinge geht. Aber ach, was soll das viele Reden, seht einfach selbst:

Geld => Warenproduktion => mehr Geld. So der Grundkreislauf des Kapitals, welcher sich ganz dumm auch so formulieren läßt: Irgendein Scheiß muß(!) produziert werden. UND bezahlt werden! Woher aber das Geld? Mal einfach gerechnet, so seien konstantes und variables Kapital (Fertigungskosten) 25% des Warenverkaufserlöses. Nur diese 25% sind als Geld vom Kapital in den Konsummarkt (Löhne) gegeben worden und können sodann als Warenverkaufserlöse an den Kapitalisten zurückfließen. Wo kommen die fehlenden 75% her, um jene nicht der Fertigung zugehörigen Löhne, Gehälter, Büro-Ausrüstung, die Steuern, die Kapitalrendite usw. auszahlen zu können? Irgendwie wird das Geld in Umlauf gebracht, und das Kapital kann die restlichen 75% der Waren sodann verkaufen bzw. Geld einnehmen. Alles gut.

Alles gut, alle haben alles, was sie brauchen. Könnte jetzt ewig so weitergehen der Grundkreislauf, nicht!? Tut er aber nicht. Denn ein neuer Kreislauf G => W => G‘ fährt (seltsamerweise) weniger G‘ ein. Obwohl genau die gleichen Waren in genau der gleichen Menge produziert werden. So ein Ärger aber auch, wa!? Dem ist so, weil nun weniger konstantes und variables Kapital aufgewendet werden mußte. Denn – sowas kommt von sowas – es wurde zwischenzeitlich technologisch innoviert, was heißt: Alle Waren lassen sich nun billiger herstellen. Und weil marktlicher Wettbewerb herrscht, müssen sie entsprechend billiger verkauft werden.

Lösung? Ganz einfach, erinnern wir uns: „Irgendein Scheiß muß(!) produziert werden.“ Gut, also mehr Waren produzieren. Eine ganze Zeitlang geht das gut. Bis der Nachfragemarkt gesättigt ist irgendwann. Was dann? Dann kommt Mr. Keynes und ruft: „Ich weiß, ich weiß: Infrastrukturbauten!“ Denn: „Irgendein Scheiß muß(!)… .“ Also nimmt der Staat Kredit auf, baut, und das ausgegebene Geld fließt über Besteuerung auch brav wieder an den Staat zurück. Alles gut.

Unterdessen geht das vom unternehmerischen Wettbewerb erzwungene Kostensenken mithilfe technologischer Innovation unablässig weiter, und G => W => G‘ bringt deshalb immer weniger ein. Was tun wir dann? Klar: „Irgendein Scheiß… .“ Und um so wichtiger wird nun jenes Nochmehr an Warenproduktion — weil technologische Innovation sich zugleich zu immer weniger Arbeit in der Fertigung übersetzt und so nun auch zu Arbeitslosigkeit führt.

Nun gut, man könnte die chinesische Mauer neu neben der alten errichten. Oder ein Belt-and-Road – Projekt machen, das Europa, Asien und Afrika verbindet — Straßen, Eisenbahnen, Schiffshäfen, Frachtflugplätze, denn: „Irgendein Scheiß…“ — ihr kennt den Satz ja! Tja, und dann hoffen, daß die Instandhaltung dauerhaft genug Arbeit schafft.

„Irgendein Scheiß… .“ Wie leicht zu verstehen ist, wird der Zwang zum Produzieren von immer mehr und mehr Waren niemals aufhören können. Denn wie anders sollte die im Laufe der Zeit – und Achtung jetzt: – ja eben NICHT(!) schrumpfende, sondern sogar stetig wachsende Geldsumme des Gesamtkapitals vollständig in den Grundkreislauf gesteckt werden können! Weil der ja weniger und weniger G (= investiertes Geld) braucht. Und so dann auch weniger und weniger G‘ einbringt, sprich dann auch: weniger Kapitalrendite. Also: Immer mehr Scheiß‘ produzieren!

Marx und Engels nannten jenen unglückseligen Mechanismus „tendentieller Fall der Profitrate“. Die Lösung ist am Ende, wenn der Profit auf ein nicht mehr tragfähiges Maß zusammengeschrumpft ist, ganz einfach: Wiedereinführung der Sklaverei. In «Das Kapital» formulierte Marx an einer Stelle das letzte Geheimnis hinter dem Grundkreislauf des Kapitals so: „Kapital ist Kommando über die Arbeit.» Wozu aber bräuchte ein Kommando überhaupt Geld! Nein, braucht es nicht. Es braucht einfach bloß — Peitschen!

Gut, und was sollen wir jetzt tun!? Ruhe bewahren, ist jetzt die erste Bürgerpflicht. Es wird uns schon noch was Schlaues einfallen. Ganz ohne Scheiß!😂

Euer No_NWO

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