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Der Fall Donald Trump(s)

Wie Marx, Engels und Lenin es sehen würden
… warum es den Great Reset braucht …

Dagobert Duck badet im Geld – Foto: Netzfund

Ja, man darf Kapitalisten auch differenziert betrachten. Denn einzelne dieser Spezies sind noch lange nicht „das Kapital“. Marx umschrieb die Kapitalisten übrigens mit „Agenten und Charaktermasken des Kapitals“. Was sich höchst simpel begründet, da das Kapital von seiner Natur her eine Sammlung von zwingend zu befolgenden Handlungsanweisungen darstellt. Gegen diese zu verstoßen, führt unweigerlich zu unternehmerischem Mißerfolg.

Jene Handlungsanweisungen verändern sich im Gefolge von technologischen, insbesondere aber von fertigungstechnologischen Entwicklungen. Vor allem letztere führen zur Verringerung der Herstellkosten von Waren, was bei gesättigter Nachfrage infolge unternehmerischen Wettbewerbs zu – inflationsbereinigt gesehen – Warenpreissenkungen nötigt. Dies wiederum schmälert die Verkaufserlöse, was so auch den geldlichen Betrag des Profits vermindert. Zumal privat bereits angehäuft gewesenes Geld ja eben nicht weniger wird, nun aber immer weniger Gelegenheiten findet, in Warenproduktionen investiert zu werden und sich auf diese Weise zu rentieren. (Was alles Marx als „tendentieller Fall der Profitrate“ bezeichnet hat.)

Zur Abwehr dieses Nachteiles bildeten Unternehmer (seit etwa 1870) Monopolunternehmen oder Kartelle, welche überhöhte Warenpreise durchsetzen können. Welche es erlauben, deutlich über dem gesamtmarkträumlichen Durchschnitt liegende Profite einzufahren. Was zulasten der Profite aller Nichtmonopolisten geht, welche auf längere Sicht nun in betriebswirtschaftliche Schieflagen geraten (sogenannte Wirtschaftskrisen). Die Rede hier von Schieflagen aller Nichtmonopolisten WELTWEIT, welche ihre Rohstoffe nun zu überhöhten Preisen von den Monopolisten kaufen müssen. Die Rede aber auch von Schieflagen all derjenigen Monopole, welche Waren und Rohstoffe von anderen Monopolisten kaufen müssen.

Ein Monopol sichert bzw. verteidigt seine Profite, indem es die von ihm benötigten (und meistens in Übersee lagernden) Rohstoffe unter seine EXKLUSIVE Kontrolle bringt. Der Wettbewerb mit anderen Monopolen führt sodann zu kriegerischen Auseinandersetzungen, was als „Imperialismus“ bezeichnet wird. Dieser letztere entfaltete sich etwa ab dem Jahre 1900.

Monopolismus und Imperialismus stellen also ebenfalls Handlungsanweisungen (Gesetze) dar, gegen welche zu verstoßen selbstverständlich wieder zu unternehmerischem Mißerfolg führt, in den Bankrott.

Das Kapital ist ein Gesetzgeber, der Gesetzesübertretungen mit Bankrott bestraft. Und es macht das Kapital für niemanden eine Ausnahme. Donald Trump nun hat ins Ausland verlagerte Warenproduktionen zurück in die USA geholt — Make America Great Again. Funktioniert zunächst, wenn es gelingt, die exklusive Kontrolle über die von Amerika benötigten Rohstoffe zu erlangen, damit niemand anderes den US-Unternehmen mithilfe überhöhter Rohstoffpreise die Profite schmälern kann.

Der tendenzielle Fall der Profitrate aber hat in den USA und überall sonst auf der Welt sein zerstörerisches Werk bereits vollendet. Zuletzt hat es sich nicht mehr gelohnt, Geld in Warenproduktionen zu investieren. Trump hätte deswegen nun um so dringlicher möglichst ALLE Rohstofflager weltweit unter US-Kontrolle bringen müssen, um nun seinerseits ausländische Unternehmen und auch Monopole auszuplündern. Indem diese gezwungen sein würden, Rohstoffe zu überhöhten Preisen von den USA zu kaufen.

Leider aber ist da draußen auf dem Globus, außerhalb der USA, nichts mehr an Profiten zu parasitieren. Weil der tendenzielle Fall der Profitrate überall auf der Welt sein zerstörerisches Werk in gleichem Maße vollbracht hat.

Donald Trump hat dies nicht verstanden. Seine Widersacher schon. Deshalb haben sie Donald Trump mit allen Mitteln den Garaus gemacht. Sie verfolgen einen anderen Plan, nämlich jenen, den Handlungsanweisungen bzw. Gesetzen des Kapitals genauestens zu gehorchen — … wenn sie schlau sind!

Das Kapital weist nämlich zu folgendem, völlig logischen bzw. alternativlosen Handeln an. Es sagt: All das viele Geld, das ihr Großkapitalisten, Monopolisten und Imperialisten im Laufe von nun schon mehr als zwei industriellen Jahrhunderten angehäuft habt, läßt sich nun nicht mehr vermehren, da eure Profitquelle, der Profit aus Warenproduktionen, versiegt ist. Darum macht nun einen Great Reset — arrangiert einen Wirtschaftsstillstand, der die Preise von Unternehmen in die Knie zwingt, und kauft diese Unternehmen dann billig auf. Dasselbe tut ihr mit Immobilien — einfach indem ihr bürgerkriegsähnliche Zustände schafft, welche die Immobilienpreise in den Keller fahren werden, überall. Danach gibt es allein noch euch, die ihr alles besitzt. Und ein riesiges Heer von völlig verarmten Sklaven. Unter denen sortiert ihr dann die aus, die Anzeichen machen, sich euch und eurem Kommando nicht gehorsamst unterwerfen zu wollen. Weltweit! Dazu benutzt Impfungen — die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen bzw. ins Krematorium. Zudem schafft ihr erst die Geschäftsbanken ab und ersetzt sodann das Bargeld durch digitales Geld als einziges gesetzliches Zahlungsmittel. Wer euch dann noch nicht gehorchen wollen sollte, dem dreht ihr einfach den Geldhahn zu. Die Guten, die danach übrig bleiben, verbringt ihr in technologisch überwachte Lager, wo ihr die sowohl für euch, als auch für die arbeitenden letzten Mohikaner benötigten Waren produzieren laßt. Da dies technologisch intelligent verwaltete und mittels Kampfdrohnen überwachte Lager sind, nennt ihr sie nicht etwa Arbeitslager, sondern Smart Cities. Deren Insassen optimiert ihr transhumanistisch so, daß sie willfährige und ausdauernde Arbeiter sind. Das ist alles, was ihr zu tun habt. Und fertig ist sie, eure schöne neue Welt.

Euer No_NWO

  1. No_NWO
    März 29, 2021 um 12:52 pm

    Ergänzend zum Beitrag oben hier nun einige Überlegungen zur Rolle der GEWALT aus der Sicht von Karl Marx, bitte (ein von einem anderen Portal hier nun einkopierter Kommentar von mir) ==>

    Das Narrativ der Revolution durch Massengewalt ist eine Teilen der Linken eingeflößte Irreführung. Es braucht für eine Revolution IMMER einen Schulterschluß mit im Regime bereits bestehendem Militär. Die hier einzige Ausnahme war vielleicht Haiti mit Rebellen-General Cinque (aber vielleicht hatte der brit. Unterstützung gegen die Franzosen).

    Es wäre falsch, Militärs grundsätzlich als reaktionär einzustufen. Militärs sind allerdings abwartend. Was sich ergibt aus der letztlichen Rolle von Militär, eine zivile Ordnung aufrechtzuerhalten. Frei nach Marx und mit dessen Blick auf die bürgerliche französische Revolution: Erst wenn im Schoße einer alten Ordnung eine neue ausgereift ist (wenn also die industrielle kapitalistische Produktion zur gesellschaftlich vorherrschenden geworden ist, wenn also die Revolution im Bereich des Materiellen[!] bereits vollzogen ist), wird die Revolution sich auch auf der Bühne des Politischen vollziehen können. Heißt: Eine wirkliche Revolution ist lediglich Abschluß, sie ist der freie Fall eines Pfeilers, der sich zuvor bereits bis an die Grenze seines Kippunktes hin geneigt hat. Dann braucht es lediglich noch einen letzten kleinen Stoß, und… . Nicht die alte Ordnung zu kippen ist das vorrangige Ziel. Sondern der Aufbau einer neuen Ordnung noch innerhalb der alten. Dann kippt die alte Ordnung von selbst. Aus Marxens Blickwinkel gesehen, waren die Machtübernahmen Lenins, Maos oder Fidels Umstürze, nicht Revolutionen.

    Es ist das illusorische Narrativ der aus Massengewalt hervorgehenden Revolution sogar schädlich. Weil es den Blick von der eigentlichen Aufgabe weglenkt, welche darin besteht, jetzt(!) bereits eine neue materielle(!) Praxis durchzusetzen. Hier zu nennen solidarische Praxis aller(!) gesellschaftlichen Kräfte durch Bildung von Kooperations-Kommitees aus Fachleuten seitens von Verwaltung, Unternehmertum, zivilgesellschaftlichen Körperschaften und Militär, welche eine mit dem Great Reset absehbar zusammenbrechen müssende Mindestversorgung (Wasser, Abwasser, Müll, Elektrizität, Krankenpflege, öffentliche Sicherheit) im Schulterschluß mit dem Proletariat aufrechterhalten. DAS ist Revolution.

    Das Kapital hat fertig, es ist mit dem fortgeschrittenen Zerfall der global durchschnittlichen Kapitalrendite faktisch bereits von der materiellen(!) Bühne abgetreten. Ohne ausreichende Kapitalrendite muß die Warenproduktion zum Stillstand kommen. Die Pandemie kaschiert diesen faktisch gegebenen Kollaps lediglich (siehe Ernst Wolff).

    Für den mit der Pandemie gestarteten «Great Reset», der faktisch die Rückkehr in eine (nun aber hochtechnologische industrielle) Zwangs- und Sklavenwirtschaft darstellt, will das Kapital sich am Militär vorbeimogeln. Indem es seine neue Produktionsweise mittels allein technologischer Zwangsmittel durchsetzen will — Bargeldabschaffung und eugenisches Impfen würden dazu bereits ausreichen! Es will sich das vamperialistische Kapital am Ende also auch des Militärs entledigen können. Was in Militärkreisen intern bereits diskutiert werden wird.

    Letztlich ausschlaggebend für den Aufbau einer postkapitalistischen Moderne ist der Schulterschluß von Proletariat, Mittelstand, Zivilgesellschaft UND Militär. Es geht um nicht eine schicke Revolution, sondern um Leben und Tod von Millionen hierzulande; und zuletzt um die Bewahrung von Freiheit und Würde, um nicht in einem permanenten Albtraum aus von Eugenik und Genoziden flankierter Sklaverei leben zu müssen.

    Revolution ist materielle Praxis im politischen Bündnis.

  2. März 29, 2021 um 2:55 pm

    WENN MAN DAS SO LIEST, WILL MAN EIGENTLICH NICHT MEHR LEBEN,, DAMIT KANN MAN AUCH KEINE POSETIVE WIRKUNG ERZIELEN, DIE EINEM NOCHAUFRICHTEN KANN, ICH WIRDE SAGEN DIENATUR HAT ES SO EINGERICHTET DASS ALLES SICH HOCH ENTWICKELT,BIS ZUR REIFE UND DANN BEGINNT DER VERFALL WIE BEIM APFEL AUCH, DIE ERFAHRUNG JEDOCH IST IM KERN DIE NIMMT MAN MIT UBER DIE SEELE, DIE NCIHT MIT VERWEST, UND DANN WAS DAS LEBEN LEBENSWERT.UDN GLENKT VOND ER NAUTRKREATION DIE ALLES LENKT SOWIE SO,…. NUT UNSERE 5 SINENS WELT SIT NICHT IND ER LAGE, DIE HOHEREN EBENEN ZU ERKENNEN, UDN SO BLIBT MAN EIN PET ON TEH STRING….. GUNTHER

    • No_NWO
      März 29, 2021 um 6:27 pm

      Freundlich angemerkt, daß die Wirklichkeit noch nie danach gefragt hat, ob sie auch gefällt. Entweder an ihr wachsen, oder an ihr wachsen. Was eine klare Alternative ist, denke ich. 😁

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