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Was läuft so in Deutschland?

In bin ein in Deutschland geborener und sozialisierter Mensch, habe aber durch meinen Vater und sein Mutter auch tschechische Wurzeln, und durch meine Mutter und ihren Großvater schlesische. Und so geht es mir vermutlich wie vielen Anderen, denn die Menschen wurden seit Jahrhunderten hin- und her geschickt, oder suchten nach Orten, an denen es sich besser ausleben ließ. Ich bin in eine Arbeiterfamilie hinein geboren, und wenn ich mir meinen Stammbaum anschaue, so überwiegen hier die Tagelöhner und davor die Leibeigenen. Ich hatte mir 1996 sogar die Mühe gemacht, mich ins Staatsarchiv bei Leitmeritz (so der Name des Städtchens der Gemeinde der des Geburtsdorfes meines Vaters) gesetzt, um nach meinen Vorfahren zu fahnden. Danach habe ich in Tschechien den Weg derselben abgefahren und kam in Gegenden, die wunderschön und wenig besiedelt waren. Die kleinen Dörfchen hier zählten die Häuser, da es meist nur eine oder zwei Straßen gab. Was aber von der Ferne zu sehen war, war das Schloss ihre damaligen Herrn, inzwischen verfallen.

Was ich damit sagen will: Ich bin von meiner Sozialisierung her ein Arbeiterkind, und damit grundsätzlich der linken Schublade zuzuordnen. Und so habe ich auch eine Zeit lang Rot, später Grün, weil für die Umwelt, gewählt. Inzwischen kann ich aber das, was von Links an Zielen angeboten wird, nicht mehr ertragen, sehe ich dahinter das gefräßige Monster des Faschismus, des einengenden freien Menschen, des alles Verbietenden, des irren Sprach-verhunzenden Genderns, des Gleichschaltenden, sprich Meinungs-einengenden Cancel Cultures. Und hier scheint ein Teil meiner böhmischen Freiheitswurzeln (zur Erinnerung: Prager Fenstersturz) zu greifen: dieses Bevormunden der links/grünen Haltung ist definitiv nicht das Meine. Die Böhmen hielten es wie der alte Fritz: „Jeder möge nach seiner Façon leben.“.

Und so komme ich doch sehr stark in Resonanz mit dem neuen Dokumentarfilm von Imad Karim, der aus dem Libanon vor über 40 Jahre nach Deutschland kam, weil ihn die Demokratie hier regelrecht anzog, aber auch die deutsche Geschichte der Goethes und Schillers. Er dokumentiert quasi den Niedergang unseres Landes in Dekadenz und einer Schuldkultur, und der lange währenden Übernahme linken Gedankenguts. Am Ende scheinen auch wir chinesisch zu werden?

Ich stelle daher auch Karims Film zur Diskussion ins Regal:

Ja, ich bin irgendwo sehr verstört, was unsere Jugend scheinbar verführt (?) durch unsere Medien mit den ‚Made in German‘ treibt … es fühlt sich nicht wirklich gut an, oder?

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  1. Ralf Heimer
    Mai 9, 2021 um 11:17 am

    So wandelt sich also ein humanistischer Freiheitsbegriff hin zu dem dem individuellen Freiheitsbegriff. Und ein weiterer ehemaliger rot/grün Wähler macht in Zukunft sein Kreuz bei den blauen. @Kubitschek, Chapeau, Ihre Neu Rechte Strategie funktioniert – nehmen Sie diesen Artikel als Fallbeispiel.

    • No_NWO
      Mai 9, 2021 um 12:57 pm

      Wir notieren im Logbuch des U-Boots: „Matrose am Sehrohr meldet Treffer mittschiffs.“

    • Mai 10, 2021 um 3:52 am

      … besser blau als rot oder grün – ich war schon immer blau-weiß. Und, was ist am humanistischen Freiheitsbegriff so viel besser als am individuellen? Gibt’s dafür nen Heiligenschein bei Ihnen?

  2. Mai 9, 2021 um 2:05 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  3. Mai 10, 2021 um 3:50 am

    Die Stimme etwas zu bedeutungsschwanger, der Text etwas phrasenhaft. Der Titel „Dekadenz – jubelnd in den Untergang“ trifft die Entwicklung jedoch „mittschiffs“. Vielleicht hätte sich der Autor länger Zeit nehmen sollen, um die Berechtnigung dieses Titel besser zu untermauern. Er IST berechtigt.
    Minute 20:46 bis 21:38 bringen es noch mittschiffiger ins Ziel: das Narrenschiff wird von rot-grünen Faschingskommandanten geführt an irgendeiner Skelettküste elendig Schiffbruch erleiden. Dann kommt das große Heulen und Zähneklappern.
    Besonders nett fand ich die 3 grünen EuropabgeordnetenInnen (oder so) – erinnert mich an unsere kommende Kanzlerin. FJS – einsame Spitze.

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