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War Rudolf Steiner ein Rassist?

Rudolf Steiner

Heute nahm ich einen Kommentar wahr, in dem behauptet wurde, dass Rudolf Steiner und die heutigen Anthroposophen Rassisten und Antisemiten seien, sogar Nationalisten. Ich war erstaunt, denn die bisherigen Bücher und Schriften so wie Vorträge über seine Weltbilder hatten mir nie einen Hinweis darauf gegeben, dass er Gruppen von Menschen als minderwertig erachtete, sich irgendwo völkisch = gleichmachend anhörte, oder gegen Parlamentarismus sei (ganz im Gegenteil: Soziale Dreigliederung). Eher im Gegenteil, waren ihm sekundär, woher ein Mensch stammte. Wichtig war es ihm, diesen Menschen sich individuell entwickeln zu lassen. Nun, dann kam ein wichtiger Grund: Anthroposophen waren auch auf den von den Querdenkern organisierten Demos gegen die Corona-Politik mit dabei. Und da es dort auch Reichsbürger und Rechte gab, wären eben auch Anthroposophen rechts. Nun, es gibt allerdings aus dem linken Lager der Materialisten, sprich Jenen, die der Esoterik stark ablehnend gegenüberstehen, diese Kritik schon seit ein paar Jahren (siehe Hinweise hier). Dass die Anthroposophen dem Weltbild der Nationalsozialisten entgegenstanden, las ich in einem Artikel von 1935 sowie einen Kommentar von Robert Kaller dazu:

Die Nazis haben teilweise öffentliche Vorträge in München von Rudolf Steiner massiv gestört, Säle gestürmt, es kam zu Schlägereien mit jungen Anthroposophen, die Steiner beschützt haben etc. Die Nazis haben auch offen vom „deutschen Geist“ geredet und sie hatten auch spirituelle Ideen(Thule Kreis) , glaubten teils an Reinkarnation (Himmler) etc. .Die Anthroposophen woll(t)en allerdings die Erde heilen, zum Wohle der ganzen Menschheit und haben dazu zukunftsfähige Ideen und Konzepte für Landwirtschaft, Medizin, Kunst und Bildung ,Bankenwesen entwickelt etc., die auch heute noch Bestand haben, wirken und ständig weiterentwickelt werden. Die Nazis wollten dagegen nur banale Herrschaft und rigide Macht, persönliche Bereicherung , ihre gesellschaftlichen Konzepte waren uralt und aus allen möglichen Kulturen „geklaut“ , aber schienen den Menschen irgendwie vertrauter, einfacher. Das Scheitern der anthroposophischen Ideen und der Sieg Hitlers 1933 ist eine mitteleuropäische Katastrophe , die die Entwicklung der Menschheit und der Welt um Jahrhunderte zurückgeworfen hat . Eine „Götterpanne“.

Schrieb Robert Kaller als Kommentar zum folgenden Zeitungsausschnitt …
Quelle: wird noch nachgereicht

Ich machte mich drauf an die Recherche nach Hinweisen, ob Rudolf Steiner nun eine übler Nazi ist, oder auch sein anthroposophisches Weltbild in dieser schrägen Zeit, in die wir zunehmend geraten, auf den Kopf gestellt wird. Fündig wurde ich dann mit diesem Fazit einer Bewertung seiner Arbeiten:

Anthroposophie und Sozialdarwinismus widersprechen sich. Unterstellungen, Rassismus wäre der Anthroposophie inhärent oder Steiner wäre in konzeptioneller Hinsicht ein Wegbereiter des Holocaust, haben sich als kategorisch unrichtig erwiesen. Die Kommission kommt zu der festen Überzeugung, dass Rudolf Steiner im Vergleich zu anderen Vorkriegsautoren und Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts (etwa Hegel oder Albert Schweitzer) das Opfer selektiver Entrüstung geworden ist.

Ergebnisse einer niederländischen Fachkommission unter Leitung des Menschenrechtsexperten Ted A. van Baarda, die Ende der 1990er-Jahre das Werk Steiners untersuchte (Quelle)

Zuvor las ich noch das folgende:

Also es ist schon eine ziemliche Dummheit, wenn man das Wort Wurzelrasse anführt, um R. Steiner Rassismus vorzuwerfen, eine Dummheit allerdings, die – um ein Lieblingswort von Helmut Zander zu benützen – vermutlich bewusst gepflegt wird, um die eigene Verleumdungsabsicht zu verhüllen.

Anthroposoph Friedwart Husemann im Herbst 2019 in seinem Newsletter (Quelle)

Und so sehen wir eine weitere Verblendung ausgerechnet auf dem linken Auge der Gesellschaft, die doch das Gute für die Armen in der Gesellschaft wollen, und dabei Verkennen, welche Potentiale gerade mit Steiners Weltbild für diese Gruppe vor ihren Füßen liegt. Und wieder schüttelt der immer greiser werdende Martin ob so viel Blindheit, die am Ende schon wieder zu einem eher assimilierenden Borg-Volk führt anstatt der individuellen Freiheit einen passenden Rahmen setzt. Seufz …

  1. Mai 21, 2021 um 8:08 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. No_NWO
    Mai 22, 2021 um 12:56 am

    Die Linke hat heute viele Facetten. Eine davon ist die sozialdemokratische. Die Sozialdemokratie, das sind all diese der Staatsmacht immerzu nahe sein wollenden großen Vereinfacher. Denen all jene, die ihre plump-naiven Weltsichten nicht teilen, das absolute Böse sind. Ehemals bezeichneten wirkliche Linke solche linkskatholischen Tiefflieger als „die dummen Kerls“.

    Geistig entstammt Sozialdemokratie dem Kristentum und trat erstmals mit den Ketzerkreuzzügen des Mittelalters groß in Erscheinung als brutales Mörderpack. Eines, welches Jahrhunderte später protestantisch wurde, danach zu einer säkularen Kraft mit vielen Gesichtern bis hin zum modernen Herrenmenschentum der nationalsozialistischen Führer-Sklaven. Nein, Nationalsozialisten nannten sich nicht etwa irrtümlich „Sozialisten“. Sie waren es ganz so, wie es sich eingebürgert hatte, Sozialdemokraten fälschlich als Sozialisten zu bezeichnen. Tatsächlich waren die Nazis Nationalsozialdemokraten. Immer Schulter an Schulter mit dem Großkapital.

    Den nun letzten großen Versuch, ein Terrorregime von elitär „höheren“ Führersklavenmenschen über als „Unterschichtler“ bezeichnete „niedere“ Menschen (vordem „Untermenschen“) zu errichten, unternahm die sozialdemokratisch-grüne Regierung Schröder/Fischer. Ach ja, um dies nicht zu unterschlagen, wurde ich wegen militanten Widerstands gegen jenes sozialdemokratische bzw. linksfaschistische Regime zu einer 12-jährigen Haftstrafe verurteilt.

    Man könnte nun sagen: NIE WIEDER Nationalsozialismus, NIE WIEDER Nationalsozialdemokratie, NIE WIEDER Rot-Grün! Aber hilft nicht. Sind derzeit wieder auf dem Vormarsch, jene rotlackierten Faschisten.

    Lenin, welcher zuallererst russischer Patriot und danach erst Sozialist war und die Sozialdemokratie bis auf den Grund ihrer feigen kristlich-imperialistischen Mörderseele durchschaut hatte, titulierte die Sozialdemokratie übrigens als „Arbeiteraristokratie im politischen Bündnis mit dem Großkapital“ — folglich so auch im Bündnis stehend mit dem Großkapital gegen unprivilegiertes bzw. prekäres Proletariat. Bingo — siehe HartzIV.

    Und welche Angst sie hatten vor offenem Widerstand, unsere rot-grünen Nationalsozialdemokraten. Die seitens eines aus dem unmittelbaren persönlichen Umfeld von jemandem aus dem SPD-Parteivorstand überbrachte Drohung lautete: Sollte ich vor Gericht bzw. öffentlich aussagen, meine Tat sei Widerstand gewesen und habe sich vor allem gegen DGB, Verdi und IG Metall gerichtet, weil deren Unternehmen die Zwangsmaßnahmen der Arbeitsverwaltung im wesentlich durchführten, würde man mich psychiatrisieren und „mittels Zwangsmedikation zerstören“. Einfach gesagt, sollte nicht öffentlich werden, daß irgendein als linker politischer Aktivist bekannter Jemand Sozialdemokraten als Geistesverwandte des Nationalsozialismus einschätzte. Oder zumindestens als eine jährlich 22 Mrd. €
    umsetzende Mafia — siehe die Zeitschrift «Stern» Nr. 12/2002, „Das größte Spielzeug der Republik“.

    Die sozialdemokratisch braunen Genossen fanden also politische Deckung, weil ich keine Medikamente schlucken mochte. Dem Gericht wurde eine rührselige Geschichte aufgetischt. Nein, nicht wirklich dem Gericht. Das war ohnehin mitwissender Teil des sozialdemokratischen Komplotts. Sondern der Öffentlichkeit. Vor Gerichten haben linksfaschistische Mafiosi keinerlei Angst. Sondern umgekehrt. Nur vor der Öffentlichkeit haben Linksfaschisten Angst — niemand soll der kräftig gebräunten Haut linksfaschistischer Pharisäer gewahr werden.😁😁😁

    Gut nur, daß der ganze linksbraune Spuk bald vorbei sein wird. Denn wer auch bräuchte in der bald schon von einer KI kommandierten Zwangswirtschaft noch eine Arbeiteraristokratie. Wenig wahrscheinlich. Sozialdemokratische Parteien wie auch die Gewerkschaften werden in Klaus Schwabs technotronischer Sklaverei und im Angesicht von Billyboys eugenischer Spritze nurmehr Folklore sein. Kaum anzunehmen, daß man für rot oder grün lackierte Faschisten noch Verwendung finden wird. Außer als Sklaven unter Sklaven. Arme Linksfaschisten!

  3. Mai 23, 2021 um 12:09 pm

    Selbst wenn er Blavatsky & Co. reformiert hat,
    kommt er aus einer ganz anderen „Ecke“ –
    und da kann ich bestätigen, daß sie aus dieser Ecke,
    von Grund auf weder wert auf Rasse,
    noch auf nach außen gezeigte Religion,
    noch auf Nation etc. etwas geben.
    Das Verbindende ist etwas ganz anderes …

    Doch das will ich hier nicht weiter vertiefen,
    denn das kann gerne ein jeder für sich machen,
    samt der Conclusio, die da kommen mag.

    Alles Liebe,
    Raffa.

    • No_NWO
      Mai 23, 2021 um 2:36 pm

      Nöö-nöö, Raphael! Reformiert hat Rudolf Steiner die Blavatsky-Truppe ja gerade NICHT. Vielmehr hat er sich von ihr abgewendet, als zu konstatieren war, daß sich da nichts reformieren ließ. Weil die Blavatsky’schen Theosophen meinten, Spiritualität könne auf die Gegenprobe einer in sich auffindbaren logischen Stimmigkeit verzichten. Man muß Aristoteles nicht lieben, aber man muß sein Organon respektieren. „Anything goes“ und Rudolf Steiner sind unvereinbar. Er vertrat im übrigen den Grundsatz, die Hervorbringungen all seines hellseherischen Schauens würden früher oder später Beleg in der Naturwissenschaft finden. Oder von letzterer korrigiert, oder sogar verworfen werden. Anspruch auf Allwissenheit war Sache des nüchternen Geists eines Rudolf Steiner nicht. Oder sagen wir es deutlicher: Dümmlichkeit war Rudolf Steiners Sache nicht. Zuletzt: Auch sein Hellsehen folgte einem aus der Naturwissenschaft entliehenen methodischen Vorgehen.

      • Mai 23, 2021 um 3:44 pm

        Nenn es wie du willst –
        an den Früchten erkennen wir …

        • No_NWO
          Mai 23, 2021 um 5:42 pm

          EXACTLY.

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