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Provozierendes, Ernüchterndes zur Frage eines demokratischen Geldsystems

Geld (Foto: common)

Ja, wer das Geld bzw. den Kredit kontrolliert, macht all Jene von sich abhängig, die Geld bzw. Kredit benötigen. Wer genötigt ist, jemanden um Geld/Kredit zu bitten, wird zum Bittsteller, wird zu einem Abhängigen. Und ist machtlos.

Wird Geld bzw. Kredit verweigert, wird Macht ausgeübt. Die Verfügung über Geld und Kredit entscheidet nicht zuletzt darüber, welche Technologien genutzt und für welche Nachfrager in welchem Umfang von wem welche Waren produziert werden.

FAZIT 1

Wer das Geld unter sich hat, führt das Kommando.

Naheliegend darum der Gedanke, das Geldwesen unter demokratische Entscheidungsgewalt zu bringen. Vielerorts erhebt sich seit langem schon die Forderung nach einem „demokratischen Geldsystem“. Klingt logisch. Ist es aber nicht.

„Quatsch, Unsinn, völliger Blödsinn,“ erhebt sich nun lauter Protest vonseiten der politisch-ökonomischen Traumtänzerfraktionen von sozialdemokratisch extrem links bis sozialdemokratisch extrem rechts!

Wo also nun liegt der logische Fehler? Nun, es ist einfach. Alle verstehen es ohne Mühe, nur Sozialdemokraten nicht:

Kontrolle des Geldes ist Macht, ist Kommando, ja. Leider aber wächst Geld nicht auf Bäumen. Die Existenz von Geld setzt ein wiederum anderes Kommando voraus, und zwar das über die Arbeit. Und dieses setzt ein noch anderes Kommando voraus, nämlich das über die Arbeitsleistung. Dem ist so, weil der Geldwert einer Ware in der Zeitdauer der leiblich-händischen Arbeit liegt, die aufgewendet werden muß, um diese Ware zu produzieren.

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Was nun aber ist größere Macht — die Vergabe von Geld und Kredit zu kommandieren?
Oder die Arbeit von Menschen zu kommandieren?
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Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter
Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter

Wer Menschen sagen kann, welche Arbeit sie wie lange und mit welcher Intensität zu verrichten haben, für den ist die Kontrolle von Geld und Kredit eine Kleinigkeit.

Zumal auch das Geld überhaupt erst AUS DER KONTROLLE DER ARBEIT hervorgeht. Ist Geld doch Tauschäquivalent. Und was in jedem ordinären Tausch von Ware gegen Ware, oder wie auch von Geld gegen Ware, betraglich stattfindet, ist nun einmal ein das Äquivalent suchender Tausch von leiblich-händischer Arbeitszeit. Aber nicht von irgendeiner solchen Arbeitszeitdauer, sondern von einer mit durchschnittlicher Intensität geleisteten Dauer leiblich-händischer Arbeit. Eine Stunde gemächlich verrichteter Arbeit kann nicht den gleichen Wert haben, wie eine Stunde durchschnittlich schnell verrichteter Arbeit.

Wer oder was nun aber bestimmt, ob eine leiblich-händisch verrichtete Arbeit „durchschnittlich schnell“ geleistet worden ist? Dies bestimmt die Uhr bzw. die Messung der Dauer der leiblich-händischen Arbeitszeit, welche aufgewendet werden muß, um eine Ware herzustellen. Was auf den Quotienten Stückzahl pro Zeiteinheit führt. Dieser Quotient läßt sich dem bei anderen Produzenten einer vergleichbaren Ware gegenüberstellen — sprich: vermittelst des marktlichen Wettbewerbs. Die unsichtbare Hand des Marktes ist zwar blind, kann jedoch hervorragend rechnen, und immer erschafft sie Durchschnitte.

Wie das Sprichwort richtig sagt: Zeit ist Geld. Wer zu langsam arbeitet, wendet für seine Warenherstellung zu viel Arbeitszeit auf, was sich zu höheren Herstellkosten übersetzt. Und zu weniger Gewinn also. Der Unterdurchschnittliche verschwindet aus der Riege der Anbieter von Waren. So nun folgt

FAZIT 2

Wer das Geldsystem demokratisieren will, kann dies nur erfolgreich tun, wenn er die Macht in ihrem tiefsten Grunde beseitigt, nämlich das Kommando über die Arbeit. Denn wer die Macht hat, die Arbeit zu kommandieren, besitzt die denkbar größte Macht überhaupt, weil er dasjenige in Händen hält, von dem die Existenz einer Gesellschaft materiell abhängt.

Für Jemanden mit solcher Machtfülle ist es ein leichtes, auch das Geld zu kontrollieren. Und tatsächlich haben sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bereits Großunternehmer (Monopolisten) und Großbankiers personell inniglich miteinander verflochten. Heute wird dies allhin sichtbar.

Wer das Geld kommandieren will, muß sich mit dem Mächtigsten zusammentun, mit dem, der die Arbeit kommandiert — also muß der Großbanker sich mit dem Großunternehmer zusammentun. Und beide, Großbanker und Großunternehmer, benötigen jemanden, der Diejenigen überwacht und gegebenenfalls bestraft, welche leiblich-händisch arbeiten sollen ==> die Repressionsapparate des Staats — hinter jedem Lohnarbeiter ein Gewehr im Anschlag. (Es sei denn, die Staatsschule hat die Kinder von Lohnarbeitern so effektiv zur Arbeit dressiert, dass diese als Erwachsene kommandiert arbeiten „wollen“. Dann braucht es weniger staatliche Repression.) Halten wir fest:

Lohnarbeit ist, gegen Lohn und kommandiert zu arbeiten.

Fazit 3

OHNE KOMMANDO ÜBER DIE ARBEIT bzw. OHNE LOHNARBEIT KANN ES KEIN GELD GEBEN.

Wer ein demokratisches Geldsystem will, muss die Macht beseitigen. Die Macht beruht auf dem Kommando über die Arbeit, bzw. auf der Lohnarbeit. Wer die Macht beseitigen will, muss also die Lohnarbeit beseitigen. Wer die Lohnarbeit beseitigt aber, ENTZIEHT DEM GELD DESSEN RECHNERISCHEN SEINSGRUND, nämlich die Messung des Quotienten aus Warenstückzahl und Zeitdauer. Folgende Erkenntnis nun ist so trivial, wie sie zutreffend ist:

Ohne Geld kann es kein demokratisches Geldsystem geben.

Alles ganz einfach nachvollziehbar, ganz einfach logisch. Ja, blöd, wenn man so etwas Einfaches nicht kapiert. Dann ist man ganz einfach blöd. Und diejenigen, welche die Macht haben, fahren mit Blöden GANZ EINFACH SCHLITTEN.

Träumt also schön weiter, ihr Geldsystem-Demokratisierer. Staat, Sozialdemokratie und Großkapital fahren euch gern im Schlitten zu den Impfzentren. Denn wisset:

Eugenik ist, wenn Arbeitskraftangebot und Arbeiskraftnachfrage deutlich im Ungleichgewicht sind.

Ihr seid einfach zu viele. Angesichts der euch Nichtkapierer existentiell bedrohenden Logik von Lohnarbeit => Geld => Geldsystem, seid ihr vor allem aber zu viele Blöde. Zu viele, die immer nur „arbeiten wollen“. Aber nicht denken. Und die deshalb nicht die Bohne von politischer Ökonomie kapieren. Und deshalb nur Unsinn in der hohlen Birne haben.

Der logische Meta-Schluß:

Offenkundig wollt ihr lieber eugenisch reguliert werden, als die Lohnarbeit abzuschaffen. Das Geldsystem wollt ihr nicht, aber mit Geld bezahlte und vom Geld kommandierte Lohnsklaven wollt ihr weiterhin sein! Ja, bitteschön, dann macht nur so weiter. Aber beklagt euch nicht, ihr Sklaven, ihr wurdet gewarnt. Soeben.

Also sprach Q-Znon

Kategorien:Ökonomie Schlagwörter: , ,
  1. Juli 22, 2021 um 12:57 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. Juli 23, 2021 um 6:53 pm

    .
    Wenn du wissen willst, was Gott über Geld denkt,
    dann sieh dir die Menschen an, denen er es gibt.

    ― Alt-Irisches Sprichwort

  1. Juli 22, 2021 um 12:59 pm

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