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Der Markt in einer freiheitlichen Ordnung.

Wenn die Menschheit überleben will, muß sie sich verschweizern.

Friedrich Dürenmatt
Zeichen der Anarchisten

Den Befreiten wird daran gelegen sein, daß auch der Markt frei bleibt. Demzufolge werden sie verhindern, daß Gebietskörperschaften oder Föderationen stützend oder hemmend in ihn eingreifen.

Ist der Markt frei, weist er folgende Merkmale auf:

Auf ihm herrscht Eigenverantwortlichkeit.
Komptabilität ist die Kehrseite der Freiheit. Selbständigkeit ist hilfreich nur unter Haftung zu haben. Die eigene Entscheidung, soll sie tragbar sein, muß mit dem Risiko des Fehlschlags verbunden bleiben – und mit der Gefahr der Entdeckung und Verfolgung der eventuell eingegangenen Unregelmäßigkeit. Ist dagegen die Ersatzpflicht uneingeschränkt vorhanden, hat sie eine nicht zu unterschätzende erzieherische Wirkung. Sie regt zur Bedachtsamkeit an.

Unter Freien gibt es nichts und niemanden, der verpflichtet wäre, bei Krankheit, Not und Alter sowie bei Fehlleistung oder Fehltritt stützend einzuspringen. Jeder sollte daher für diese Fälle eigene Vorsorge treffen. Dafür werden sich Unternehmen anbieten.

Der Wettbewerb findet uneingeschränkt statt.

Er verhindert, daß ein Anbieter sich unzulässige Marktmacht aneignet.

Auf dem freien Markt kann niemand ein Monopol erwerben. Denn sobald ein Verkäufer ein Übergewicht erhält, erwächst ihm unvermeidlich ein Konkurrent. Jedes Preisdiktat läßt unausweichlich das Verlangen nach einem Gegenangebot entstehen. Und jede Nachfrage findet auf einem freien Markt einen Anbieter.

Befürchtet wird, daß ein Reicher sich Abhängige heranzieht, sei es zu seinem Schutz, sei es, um mit deren Hilfe private Interessen durchzufechten. Clanbildung ist im Staat weit verbreitet. Das reiche Mitglied einer Gemeinde aber fände dafür bei seinen Weggenossen wenig Verständnis. Und der reiche Einsiedler dürfte unter lauter Freien wenig Bereitschaft zur Knechtschaft antreffen
.
Freie Menschen neigen dazu, sich selbst mit den benötigten Gütern zu versorgen. Auch ihren Strom werden sie, soweit möglich, selbst herstellen. Sodann bevorzugen sie für die Bedarfsdeckung das nahe Umfeld. Das führt zu Dezentralisierung. Und es vermindert den Naturverschleiß, dämmt den Verkehr ein und senkt den Plastikgebrauch.

Der Handel ist frei. Zölle und sonstige Kommerzeinschränkungen erweisen sich rasch als abträglich.

Das Staatsgeld verschwindet.

Es wird abgelöst durch Privatgeldarten.
Deren Vielzahl dürfte im rechnergestützten Markt ohne Bedeutung sein.

Die ungeschriebenen Gesetze erhalten Gültigkeit.

Dabei handelt es sich um Eigenheiten des Markts, die erwirken, daß derjenige, der gegen sie verstößt, dies vehement zu spüren bekommt.

Die jetzt stattfindenden Bemühungen, diesen Gesetzmäßigkeiten eine endgültige juristische Gestalt zu geben, führen unvermeidlich dazu, daß sie durchbrochen werden. Beispielsweise hat das Bestreben der Staaten, die hehre Gewißheit „Wer betrügt, fällt auf die Nase“ in Gesetzesform zu gießen, dazu geführt, daß um so mehr betrogen wird.

Wo zusätzliche Regeln benötigt werden, treffen die Betroffenen entsprechende Vereinbarungen. Diese aber, die selbst errichteten, werden auch befolgt. Denn den, der gegen sie verstößt, merzt der Markt aus.

Die staatseigentümliche Kriminalität bleibt auf der Strecke. Terrorismus, Korruption, Drogenkonsum, Finanzmanipulation, Steuerbetrug verlieren ihre Grundlage.

Moral erhält Beachtung.

Die überwiegende Mehrheit der Marktteilnehmer ist Mitglied einer Gemeinde. Sie ist damit deren Moralgesetzen unterworfen. Diese werden sich in den für das Miteinander bedeutsamen Eigenheiten wenig von einander unterscheiden. Es kann deswegen davon ausgegangen werden, daß unter Freien Anstand, Gewissen und Mitgefühl wesentlich häufiger angetroffen werden, als dies heute unter den Staatsbürgern der Fall ist.
Der freie Markt weist sich durch Ehrbarkeit seiner Teilnehmer aus. Wer auf ihm den Pfad der kommerziellen Tugend verläßt, lernt ihn fürchten. Sicherheit verschafft allein Redlichkeit. Auf dem freien Markt hat dauerhaft nur Lauterkeit eine Chance.

*** Fundstelle: Das föderalistische Manifest ***

Ich hatte vor Jahren das hier mal irgendwo im Netz gefunden.

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Oktober 30, 2021 um 8:37 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. Oktober 31, 2021 um 1:04 am

    @ „Die ungeschriebenen Gesetze erhalten Gültigkeit“

    Ob geschrieben oder nicht: Gesetz ist Gesetz.

    Gesetz = ist die Absicht zur Ordnung.

    Schon die Vereinbarung, wer wann den Müll runterbringt,
    ist das Ende… der romantischen Idee von Anarchie.

  3. No_NWO
    Oktober 31, 2021 um 1:23 am

    Der Thumbnail von faszinationmensch sieht für mich aus wie ein Hirn. Man erkennt nicht, ob da noch Leben drin ist in dem Hirn. Wahnsinn hat viele Facetten. Und sicher auch Übergangsstellen zu Realitätsferne, Traumtänzerei und Blödheit. Mmhhh! Mmhhh! Also ich weiß nicht. Wie alt ist eigentlich der Verfasser obigen Beitrags? Weil — wahrscheinlich gibt es auch eine Übergangsstelle zu Infantilität.

    Ach so, die berühmte Bibelstelle, „Wenn ihr nicht werdet, wie die Kinder, dann nix mit Himmelreich,“ meint Wahrhaftigkeit, nicht Infantilität. (Kinder sind von ihrer Hirnentwicklung erst ab etwa dem siebten Lebensjahr zur Lüge fähig.)

    Frage: Was ist eigentlich böse. Antwort: Seine Mitmenschen mit Irgendwelchem unüberlegten und gedankenlosen infantilen Scheiß zu belästigen. Finde ich. Wirklich.

  4. Gerd Zimmermann
    Oktober 31, 2021 um 11:49 am

    @ st das Ende… der romantischen Idee von Anarchie.

    Anarchie ist eigentlich in der Idee des Kommunismus zu finden.
    Jeder nach seinen Fähigkeiten………

  5. Tula
    Oktober 31, 2021 um 2:23 pm

    Unrein und verzerrend ist der Blick des Wollens. Erst wo wir nichts begehren, erst wo unser Schauen reine Betrachtung wird, tut sich die Seele der Dinge auf, die Schönheit. Wenn ich einen Wald beschaue, den ich kaufen, den ich pachten, den ich abholzen, in dem ich jagen, den ich mit einer Hypothek belasten will, dann sehe ich nicht den Wald, sondern nur eine Beziehung zu meinem Wollen, zu meinen Plänen und Sorgen, zu meinem Geldbeutel. Dann besteht er aus Holz, ist jung oder alt, gesund oder krank. Will ich aber nichts von ihm, blicke ich nur „gedankenlos“ in seine grüne Tiefe, dann erst ist er Wald, ist Natur und Gewächs, ist schön.

    (Hermann Hesse)

  6. Oktober 31, 2021 um 5:57 pm

    @ „Das Staatsgeld verschwindet“

    Daß der Staat das Geld kontrolliert ist nicht ein Problem, sondern wenn – im Gegenteil – er die Verantwortung abgibt und mit ihm, dem Tauschmittel über Gebühr gehandelt und Macht ausgeübt werden kann.

    @ „Moral erhält Beachtung“

    Das ist jetzt auch der Fall. Du gehst
    doch nicht ohne Hose aus dem Haus?

    Oder schwärmt hier jemand von
    Moralwächtern und Sittenpolizei?

    @ „Anarchie ist nicht Chaos, sondern Ordnung ohne Herrschaft“

    Was soll eine Ordnung,
    deren Nichtbefolgung
    konsequenzlos bleibt?

    Also doch Chaos.

    Es sei denn, du lebst mit Menschen,
    die es heute noch gar nicht gibt. 😎

    @ „…lediglich die Abwesenheit jeglicher Autorität.“

    Na dann viel Spaß.

    Die Menschen sind nicht gleich.
    In ihrer Reife befinden sie sich
    auf unterschiedlichen Stufen.

    So wie Kinder verschiedenen Alters.

  7. No_NWO
    November 2, 2021 um 8:09 pm

    Aha, der Thomas Röper schreibt ein Buch darüber, wer alles die Pandemie geplant und vorbereitet hat. So ist zu hören. Dochdoch, sehr löblich das. Wir wissen dann genau, wer das Streichholz angezündet hat. Ach ja, muß ich ja auch erzählen: Ein Haus wurde angesteckt und brennt jetzt langsam und kontrolliert nieder. Tja, und einer der Hausbewohner schreibt ersteinmal ein Buch darüber, wer das Streichholz angezündet hat. Toll!

    Was ist hier eigentlich los, verdammt! Jemand schreibt ein Buch, damit hinterher alle wissen, wer das Streichholz… !? Aber wie wäre es eigentlich mit der Frage, warum überhaupt das Haus angesteckt wurde. Oder ob man es eventuell löschen kann. Oder wie ein brandsicheres Haus beschaffen sein müßte.

    Nein, das geht hier jetzt nicht gegen Thomas Röper, bitteschön. Er macht das bestimmt gut mit dem Buch. Vielmehr geht es gegen die offenbare Weigerung der Kunden der sozialmedialen Waschsalons, sich wie erwachsene Menschen zu verhalten. Nämlich einfach, klar und logisch zu denken, SELBST!

    Kann jeder. Dazu braucht man nicht noch ein Buch, verdammt. Alle zum Lösen aller Fragen benötigte Daten sind bekannt. Jeder kann selbst die nun folgenden Überlegungen anstellen, welche Wissen in Anschlag bringen, das von einem jeden erwachsenen Menschen mit wenig Mühe selbst in Erfahrung zu bringen ist ==>

    a) Die Fertigungstechnik wird in den Industrien permanent verbessert, um teurere händische Arbeit durch billigere Maschinerie zu ersetzen und auf diese Weise die Herstellkosten zu senken. Das geht schon sehr lange so.
    b) Geringere Herstellkosten ermöglichen höheren Gewinn. Es sei denn, der Wettbewerb zwingt dazu, die Kostensenkung in die Warenverkauspreise zu übersetzen und diese zu senken.
    c) Sinkende Warenverkaufspreise aber senken direkt den unternehmerischen Gewinn.
    d) ALLE Unternehmen senken ihre Herstellkosten beständig weiter. Die meisten KLEINEN UND MITTLEREN Unternehmen aber stehen einem marktlichen Wettbewerb gegenüber, was ihre Verkaufserlöse und Gewinne nun beständig weiter fallen lassen muß. Dies wird auch als tendentieller Fall der Profitrate bezeichnet.
    e) Auf diese Weise ist gut jedes siebte kleine und mittlere Unternehmen, und zwar schon VOR der groß ausgerufenen großen Ausrufungs-Pandemie, in eine nicht mehr rückzahlbare Verschuldung abgerutscht. Diese Unternehmen können nur noch so lange produzieren, als sie mit immer weiter wachsenden Krediten versorgt werden. Dies ist in allen entwickelten Industrieländern so.
    f) Es werden diese Unternehmen allein deshalb noch mit Krediten versorgt, damit sie weiterhin bedarfswichtige Waren produzieren können.
    g) Früher oder später können die Banken diesen Unternehmen keine Kredite mehr geben, und es müssen diese Produzenten dann in die Insolvenz. Was ihre Warenproduktion in den Stillstand zwänge.
    h) Da diese Unternehmen bedarfswichtige Waren produzieren, kommt es mit deren Insolvenz so auch zu Versorgungsengpässen für von anderen Unternehmen dringend benötigte Waren. Was schließlich die Warenproduktion insgesamt zum Stillstand brächte, weltweit — was zu zivilisatorischem Chaos würde.

    In den Jahren vor der großen Ausrufung der großen Ausrufungs-Pandemie bereits war die Welt nur eine Armlänge von diesem Chaos entfernt.
    •••••

    Ein solches Chaos würde auch die Superreichen und Megareichen hinwegfegen. Was macht man da? Wenn man super- oder megareich ist, meine ich. Man ruft eine Pandemie aus, treibt die kleineren und mittleren Unternehmen mit Lockdowns eins nach dem anderen ins Aus (Salamitaktik) und kauft die Aschehäuflein anschließend für einen Spottpreis auf. Währenddessen hält man alle in Angst, Unsicherheit und Aufregung und bringt die Menschen gegeneinander auf. Damit niemand SELBST denkt und sich die Punkte a) bis h) klarmacht. Und dann versteht, WARUM das Haus angezündet werden mußte — auf Verderb all jener lieben erwachsenen Kinderlein auf diesem Erdenrund, die noch nicht SELBST denken können. Und darum Experten brauchen. Die ihnen selbstverständlich nur Unsinn erzählen.

    Wer das von a) bis h) aber weiß, weiß auch schon, wie es weitergehen wird. Das Pandemie-Gespenst wird die Welt so lange in Atem und Aufregung halten, bis der Mittelstand nach und nach ganz enteignet sein wird. Das wird einige Zeit brauchen, bis 2026 wahrscheinlich (siehe COP26). Dann wird das Bargeld ganz abgeschafft, und es wird allein noch ein zwischenzeitlich eingeführtes digitales Zentralbankgeld geben. Enteignung, Arbeitslosigkeit, Armut, scharf anziehende Inflation und brutale Staatsrepression werden die Erdenbewohner in eine angstgeschüttelte Horde unterwürfiger Bittsteller verwandeln. Und ERST DANN wird die großherzige Gnadengabe präsentiert werden: das Universelle Grundeinkommen. Heißt, ganz brav und fromm sein und alle Anweisungen der Zentralverwaltung Humane Ressource artig befolgen: Rabotti, denn sonst… !

    Ach so, apropos rabotti, so wird die Warenproduktion dann wieder anlaufen. Dank KI-kommandierter Planwirtschaft und Zwangsarbeit. Ja, sicher, das Universelle Grundeinkommen ist ein Gnadenakt. Doch Gnade verpflichtet. Zu Demut, Gehorsam und Dankbarkeit. Übt schon mal! Oder fangt an, einfach, klar und logisch zu denken. SELBST. DENN DAS IST EURE EINZIGE CHANCE.

    Es sei denn, ihr bevorzugt die technotronische Sklaverei. Dann glaubt weiter den Experten oder lest Bücher darüber, welche bösen Bösewichte das Streichholz angezündet haben. Ach so, ja — das Haus hatte sowieso bloß noch Schrottwert. Man nennt es auch Villa Kapitalismus.

  8. Tula
    November 5, 2021 um 10:56 am

    Die Sprache der Natur

    Heute: Ernteausfälle in der Landwirtschaft Die Natur sagt uns: „Abgesehen von Ernteausfällen aufgrund Eures chaotischen Umgangs mit dem Klima gibt es noch einen anderen Grund für das Auf und ab der Ernten in der Landwirtschaft. Was reichlich wächst, ist dem jeweiligen Jahr günstig für Euch und Eure Gesundheit. Was dagegen spärlich aufgeht, ist auch in dem Jahr nicht so nötig für Euch. Ich schicke Euch ganz natürliche Wellenbewegungen, die nur zu Eurem Besten waren und sind. Eure Wahnvorstellung, jedes Jahr müsse sich mindestens der gleiche Ertrag wie zuvor einstellen, macht Euch anfällig. Es ist derselbe Wahn wie der Irrsinn vom ‚notwendigen Wirtschaftswachstum‘“.

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