Startseite > Gesellschaft > Haben freie Privatstädte das Potential, die Welt zum Positiven zu verändern?

Haben freie Privatstädte das Potential, die Welt zum Positiven zu verändern?

Woraus entstünde, ohne eine vorausgehende Übereinkunft, die Verpflichtung für eine Minderheit, sich der Wahl der Mehrheit zu unterwerfen? Und woher haben Hundert, die einen Herren wollen, das Recht, für Zehn zu stimmen, die keinen wollen? Das Gesetz der Stimmenmehrheit beruht selbst auf der Übereinkunft und setzt zumindest einmal Einstimmigkeit voraus.

Jean-Jacques Rousseau zum Gesellschaftsvertrag

Nach diesem Zitat stellte Titus Gebel in seinem Vortrag vor Zuhörern des Ludwig von Mises Institut fest, dass selbst Rousseau meinte, dass beim ersten Abschluss des Gesellschaftvertrags inklusive aller Änderungsmechanismen 100% zustimmen müssten, denn Alle seien davon betroffen. Das wäre konsequent und wäre so bisher noch nie umgesetzt worden und deshalb würde dieser Teil des Russeauschen Gesellschaftervertrags in der Regel verschwiegen.

Ich habe wieder einmal etwas gefunden, von dem ich meine, dass es sich lohnte, sich damit zu beschäftigen. Es geht um das Konzept der freien Privatstädte, die sich auf einem autonomen Gebiet eines Staates konstituieren. Was die Vorstellung dieser Idee so interessant macht, ist die Analyse, warum unser Staatssystem nicht für den Bürger funktioniert: Im Wesentlichen werden Gesetze zum Nutzen gut organisierter Großkapitalinteressen gefasst. Auch würden laufend Änderungen am Grundgesetz vorgenommen, ohne dass der Bürger darauf noch Einfluss hätte.

Und genau hier würden die freien Privatstädte Sicherheiten schaffen. Wer Bürger einer solchen Stadt werden möchte, der schließt einen Dienstleitungsvertrag mit dem Betreiber dieser Stadt. Für ein jährliche Gebühr gewährleistet letzterer die Sicherheit des Bürgers. War der Betreiber nicht in der Lage, dies zu tun, z.B. weil bei dem Bürger eingebrochen wurde, so ist der Betreiber schadensersatzpflichtig. Das besondere jedoch. Der Bürgervertrag kann nicht von einer der Parteien geändert werden.

Ist der Bürger in der Stadt, so kann er frei nach der Goldenen Regel mit anderen Bürgern wirtschaftliche Beziehungen eingehen. Gibt es Probleme, so werden unabhängige Schiedsgerichte aufgerufen, so wie es im Handelsrecht Usus ist.

Wirtschaftet der Betreiber schlecht, so wird er damit rechnen müssen, dass seine Bürger kündigen und die seine Stadt verlassen und in eine andere freie Privatstadt ziehen. Die freien Privatstädte würden unterschiedliche Betreibermodelle im Sinne einer Konkurrenz der Ideen anbieten. Die Spanne können von anarcho-kapiataliste Modelle bis zu Kibbuzen reichen.

Was allerdings nötig ist, ist ein entsprechender Vertrag der Betreibergesellschaft mit einem Staat. Dazu müssen Staaten in ihrer Verfassung so etwas zulassen, so dass eine Autonomie ähnlich, wie das für Hongkong gegenüber China der Fall ist, erreicht werden kann. Daran würde schon seit Jahren gearbeitet. Erste südamerikanische Staaten wären nun so weit. In aktuellen Interview meinte Herr Gebel, das ab dem nächsten Jahr die ersten freien Privatenstädte besiedelt werden könnten.

Ich bin gespannt, was daraus wird. Laut Herrn Gebel sollten in dieser Art Stadtstaat die Bürger deutlich selbstbestimmter unterweges seien als sie es in den aktuelln Staatsgebilden gewohnt sind. Also auch mit dieser Idee ab ins Regal:

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. Martin Bartonitz
    November 21, 2021 um 3:06 pm

    Gerne noch das erwähnte aktuelle Interview mit Titus Gebel, in dem auch der Mensch Gebel etwas mehr erfasst werden kann:

  2. Martin Bartonitz
    November 21, 2021 um 3:06 pm

    Dieser Vortrag hatte mich auf die Fährte zu den freien Privatstädten gesetzt:

  3. Fluß
    November 24, 2021 um 2:14 pm

    Sowas in kleinerer Art gibt es schon mit Waggong-Kommunen, aber es klappt oft nicht lange, weil die Orte keine Stellplätze erlauben.

    Nun machen se ja sowas ähnliches mit Tiny-Häusern im Ahrtal, da sollen speziell Familien hin. Noch direkte Anschlüsse wegen Strom. Gemeinschaftswaschkücke usw…
    Hat was von nem Campingplatz mit Baracken.

    Aber als große Dimension hats ja Fitzeck gemacht, delbsternannter König von Deutschland:
    https://koenigreichdeutschland.org/de/
    https://bumibahagia.com/2019/03/15/koenigreich-deutschland-peter-fitzeck-kann-in-bestem-sinne-weiter-wirken/
    http://www.freigeist-forum-tuebingen.de/2013/05/razzia-in-neudeutschland-hintergrunde.html

  4. Fluß
    November 24, 2021 um 2:29 pm

    Aus dem Razzia-Link:

    „““ Deutschland ist kein Staat http://www.freigeist-forum-tuebingen.de/2012/11/deutschlands-status-und-viele-fragen.html wie beispielsweise Frankreich, oder England, sondern ein vereinigtes Wirtschaftsgebiet dessen Erträge verwaltet werden.
    Mittlerweile ist dies nichts Neues mehr, es spriessen nur so die aufklärenden Seiten und jede Behörde ist zu einer privaten Firma geworden, die das tut was eine Firma in der Marktwirtschaft tun muss: Gewinnmaximierung!

    Das Volk wird dabei als humane Ressurse mit einem Pernoalausweis (Persona aus dem etruskischen für Maske, eines identitätslosen, ersetzbaren Sklaven entlehnt) versehen und somit zum Personal der Firma gemacht und nach dem neusten Stand der Technik systematisch in ein Wachkoma versetzt. Medien, Beschallung und Beschäftigungstherapie. Brot und Spiele ( Bier und Fussball).

    Nun, da hat Peter Fitzek genau in den Gesetztesbüchern gelesen, was man denn machen kann laut den Gesetzten der BRD-Verwalter, um aus diesem Sklavenstatus rauszukommen und auf internationaler Ebene als ein Mensch mit Seele angesehen zu werden und nicht wie PERSONAl beHANDELT zu werden.
    Die Kaufläute beHANDELN eine SACHE (Persona) nämlich nur nach dem Handels und Seerecht, ganz nach dem Gesetz des Kaufmanns, das da lautet:
    PACTA SUN SERVANTA – Verträge sind zu halten.
    Und den ersten Vertrag der uns als Sache definiert und uns zum Arbeitssklaven (Verwaltungsgut) macht (Human Resource) ist die Unterschrift unserer Eltern auf der Geburtsurkunde.
    Dann nochmal mit 18 mit der eigenen Unterschrift auf dem Personalausweis, mit der wir ganz unwissentlich einen Vertrag mit dem Verwaltungsapparat eingegangen sindund dafür auch noch selber bezahlen (Gebühr). „““

    Das mit der natürlichen Person kommt da als nächstes, hab ich aber nicht rüberkopiert, da es eigentlich ums Kriegsrecht geht. Hans Meier beschreibt es in seinen Hintergrundinformationen.

  5. November 27, 2021 um 9:23 pm

    Martin,
    ich der „Point-of-no-return“ nicht schon überschritten?
    Der Lüge und ihren Gesellen die Maske herunterzuziehen,
    das Machwerk aufzutun, welches sie meinten, geschickt hinter dem unsichbaren Feind des Virusses zu verstecken …

    Sie sind zu weit gegangen und das wissen sie – zu weit auf verschiedenen Ebenen.
    Können wir denen,
    – dennen locker 95% der Welt gehören,
    – denen die Infra-Struktur gehört,
    – die Philosophien, Dogmen und Weltbilder installiert haben,
    um uns zu verführen und zu blenden
    – auf deren „Spielfeld“ wir stehen,
    ihnen als das, als Menschen, als Völker, noch „entreißen“,

    wo sie uns noch mit Angst, Schuld und Zwang re.gieren.
    Erkennen wir deren Absichten, ihre Früchte, ihren Geist,
    dann können wir uns vor ihrer geistigen Vereinnahmung befreien,
    die Lüge(n) erkennen und uns für das andere Prinzip entscheiden …
    – welches sie allerdings auch verwässert, untergraben, auf den Kopf gestellt haben.

    Wir haben die Möglichkeit hinzuschauen, uns zu entscheiden
    und uns weder Geist noch freien Willen nehmen zu lassen.

    Bleiben wir wacker, wach, der Wahrheit auf der Spur,
    Raffa.

  6. November 28, 2021 um 2:00 pm

    @ „denen … die Philosophien, Dogmen und Weltbilder installiert haben, um uns zu verführen und zu blenden…“

    Klingt, als sähest
    du dich als Opfer.

    • Tula
      November 28, 2021 um 3:06 pm

      Keine Chance, er ist störrisch wie ein Esel.😀

    • November 28, 2021 um 4:03 pm

      Klingt er so, als hätte ich daraus befreien können,
      auch wenn es dem Esel nicht so leicht viel,
      weil auch an mir die kognitive Dissonanz nagte.

      Wie weit bist du schon da raus gewachsen, Nirmalo.
      So ein kleiner Bericht ,wäre schon klasse und hilfreich
      und wer weiß, für einige gar ein Mutmacher, einfach mal loszulassen
      oder zumindest mit auf den Narrenhügel zu steigen, um zu schauen …

      Merci im Voraus,
      Raffa.

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: