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Feuerwerk stellt keine signifikante Belastung einer Rettungsstelle dar. Warum?

Wer so argumentiert, muss Alkohol verbieten & eine Ausgangssperre verhängen!

Ich bestreite nicht Probleme mit Böllern. Ich sehe nur nicht, dass Fontänen und Bengalische Feuer ein wirkliches Problem sind. Das Verbot ist nicht gut begründet, zudem wird massiv im Ausland eingekauft. Und: Am Alkohol verdient der Staat sich dumm und dusslig.

Das ist das Fazit von Alexander Eichholtz

Der fürsorgende Staat möchte die Krankenhauskräfte ein erneutes Mal in der Silvesternacht zusätzlich zu ihrer anstrengenden Betreuung von Corona-Patienten vor einer übermäßigen Anzahl Verletzter schützen. Der folgende Bericht von Alexander Eichholtz, gepostet als Thread auf Twitter, zeigt allerdings auf, dass ein Böllerverbot hier nicht wirklich hilft. Lasst Euch „überraschen“:

Universitätsklinikum Aachen 
Foto: Wikipedia

Bericht aus einer Rettungsstelle in der Silvesternacht

Was wir an Silvester tun: Wir räumen alle Tragen aus der Rettungsstelle. Wir räumen alle Legewagen raus, hängen alle Vorhänge ab, verstecken Wäscheabwurfbehälter und alles was man werfen könnte.

Wir haben mehr Personal im Einsatz. Wir kleben Steckdosen ab, denn Männer neigen dazu, gegen diese zu pieseln (Nudging). Wir bereiten OP-Siebe vor. Bevorraten uns mit Hautklammergeräten.

Dann warten wir, denn so gegen 20 Uhr geht’s los & die RTW liefern die Kunden. Diese sind stockbesoffen, voller Drogen, oder beidem. Man legt sie auf die Bodenmatratzen.

Einschub: warum liegen die auf dem Boden? Weil Betrunkene, Bekiffte, Drogenopfer dazu neigen, von einer Trage zu fallen. Aber wir sind ja nett, darum Bodenmatratzen

Der Laden läuft voll, Patienten bekommen oft nur Nummern, weil man keine Daten hat, da die Kunden nicht mal wissen, wie ihre Mutter heißt. Irgendwann ist voll und man muss aufpassen, denn die Kunden neigen dazu, sich zu übergeben, in die Hose zu machen, herumzukugeln, eine neue Bekanntschaft auf der Nebenmatratze mit Sex zu feiern.

Die normalen Patienten kommen derweil auf die Aufnahmestation der Rettung und man schirmt sie gegen die benebelten Kunden ab. Diese sind zumeist gestürzt und mit Kopf, Lippe, Gesichtsfront aufgekracht, manche haben gebrochene Handgelenke. Auftritt des chirurgischen Rettungsstellenpflegers, der zusammen mit dem AvD die Innere Rettung bestritt, wenn er seine alkoholisierten Verletzten alle versorgt oder mal eine ruhige Minute hat.

Man schaut die Kunden an, versucht zu erklären, was man machen muss: Kleben, Tackern, Nähen, Röntgen, CT. Meist begreifen die Alkohol- und Drogenopfer genau NULL. Es ist nicht leicht. Man versucht sein Bestes, während einem irgendwelche Halbbetrunkenen Leute auf den Puffer gehen und erklären, wie man seinen Job zu machen hat. Na ja, so geht das über Stunden und Stunden und Stunden. Ständig liefert die Feuerwehr Nachschub, 200, 250 Kunden. In einer Nacht.

Am Ende der Nacht sieht´s in der Rettung aus wie bei Hempels unter dem Sofa. Die heftigsten Schnapsleichen schlafen aus, es riecht streng, manche werden von Verwandten abgeholt, viele Trunkenbolde zwischen 16 bis 85 laufen mit frisch getackerten Kopfplatzwunden nach Hause. Manche bleiben, weil sie nen Schädel-Hirn-Trauma haben. Manche müssen operiert werden, weil sie sich beim besoffenen Klettern die Haut in der Achsel so aufgerissen haben, dass ihr Thorax wie ne Knisterfolie klingt.

Man hatte die Kollegen der Polizei im Haus – und das alles nur, weil Menschen glauben, Alkohol, Bier, Schnaps, Barcadi, Cola mit Bumms und Kiff, Kokain, Buttersäure wären cool und, wenn man bewusst damit umgeht, total knorke.

Was ich noch nie, nie, nie gesehen habe, sind Feurwerksverletzungen, nicht mal welche, die mit Gaze und ner Tetanus-Impfung abgefrühstückt gewesen wären.

Und darum halte ich das Böllerverbot für reine Symbolpolitik.

Was wirklich helfen würde, das, ja das lest ihr doch sicher aus diesem Thread heraus.

PS. Leute, ich bestreite nicht, dass es Verletzungen gibt. Aber hier gilt zu schauen, ob es sich um Verletzungen durch illegales Zeug handelt & man muss die geringe Zahl ins Verhältnis setzen, denn:
Wer so argumentiert ,muss Alkohol verbieten & eine Ausgangssperre verhängen

PPS. fernöstliche Touristinnen mit Enzymmangel und nur 0,6 Promille, eine Herausforderung. Ihr würdet es nicht glauben.

*** Ende des Berichts ***

Und wieder einmal stellen wir fest:

Gut gemeint ist häufig nicht gut gemacht.

Nun beteilige ich mich selbst seit Jahren nicht mehr an der Knallerei (u.a. um Tiere nicht zu verängstigen), aber auch seit meiner Sturm- und Drangzeit auch nicht mehr an der Saufereien. Dennoch mag ich auch hier nicht ein Verbot des Böllerns aussprechen sondern würde eher darauf setzen, dass mit der Zeit sich diese Kultur mit wachsender Verantwortung sich wandeln wird.

Kategorien:Gesundheit Schlagwörter: ,
  1. Martin Bartonitz
    Dezember 31, 2021 um 9:55 am

    https://platform.twitter.com/widgets.js

  2. Dezember 31, 2021 um 11:24 am

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  3. Martin Bartonitz
    Dezember 31, 2021 um 11:04 pm

    https://platform.twitter.com/widgets.js

  4. Fluß
    Januar 2, 2022 um 3:12 pm

    Es gab übrigens nur das Verbot des Verkaufs der Böllersachen. Man konnte also mit schon besessenem Böllerzeug böllern. Ich hab nen schönen Ausblick und es gab schöne Bilder zu sehen. Ich hab mich sowas von gefreut und es fühlte sich kristallin klar und frei an ❤ .

  5. Fluß
    Januar 2, 2022 um 3:17 pm

    Und warm ist es übrigens weil Preise steigen und politische Maßnahmen gesetzt wurden, so daß viele wieder mit eigenen Verkehrsmitteln fahren bzw. laufen und dafür brauchts keinen Schnee 🙂 .
    Hier gabs übrigens ein großes sich drehendes Muster am Himmel während der Böllerzeit. Keine Ahnung, wo`s herkam.

  6. Fluß
    Januar 2, 2022 um 5:18 pm

    Es ist ja ganz logisch, daß dieses angebliche Virus noch nicht einmal ein grippaler Infekt ist. Und schnell wachsende krankhafte Körperzellen entstehen ja weil mindestens 2 Zell-Kerne in einer Zelle sind, gibt es öfters. Und die sind bedenklich. Aber nicht ein angeblicher Virus, der insgesamt noch nicht einmal einen Grippalen Infekt auslöst.
    Oder in wissenschaftlicher Sprache: Erkrankungen (Wissenschaftler suchen oft nach der Genetik, also vergleichen Gene), welche nur wenige Leute haben, dafür bekommen Wissenschaftler kaum Fördermittel bzw. es gibt dann keine Förderer oder nur wenig.

    Was krank macht sind Keime, die resistent gegen Antibiotika sind, wie MRSA. Und da die fast alle auf und in sich tragen, können sich die wenigen, die sich da schützen müßten, für bessere eigene Hygiene sorgen und sie nicht anderen aufzwängen.

    Es gibt Erkrankungen wie Scharlach, die brechen bei einigen Menschen öfters aus (meistens Kinder), sowas gilt als normal.

    Die Wissenschaft sollte sich darum kümmern (nicht Sorgen machen), daß sie Menschen ihre Freiheit lassen, auch die Geistige Freiheit. da die monetären Wissenschaften oft vermodern und dafür gibt es viele Beispiele, sollten sie sich nicht ins Leben der Menschen einmischen.

    Das Wort Sorgen wird oft fremdentwendet.
    Wenn Lauterbach sich sorgt, dann meint er damit, daß er vorsorgt daß das geschieht, was er will.

    Usw….. . Ich habe noch keinen einzigen Test machen lassen und ich habe seit vielen Jahren keine Impfung mehr erhalten. Arbeite ja nicht mehr in der Gesundheitspflege.
    Durch die Ausbildung wurde ich wie viele andere gegen vieles geimpft. Heute würde ich dagegen abraten. Aber bei den Ausbildungs-Impfungen (fürs Examen) ging es immer nur um den Schutz für sich selber. Falls man sich sticht usw… . Ging nie um den Patienten.

    Anstatt also daß die Ärte besser werden sich Fortbilden werden sie genötigt zu gefährden und da ist eine Impfung mindestens eine Körperverletzung (Einstich), aber hintendran ist noch viel mehr.

    Das letzte Mal, als ich wegen dem HSM-Problemen untersucht wurde, stand dürch einen Assistenz-Arzt im Arztbrief, daß beim Ultraschall gesehen wurde, daß das Herz zu groß ist und beim Kardiologen (der fürs Gerät nicht für mich die 5.Software da hatte) den ich aufsuchte, der sah es als nicht vergrößert. Der Unterschied: der Assistenzarzt war saudumm. Er erkannte noch nicht einmal daß das Herz wegen des ständigen Aktivierens (beide Elektroden sponnen rum, eine bearbeitete das Herz, eine das Zwerchfell) sich ständig veränderte. Beim Kardiologen dann (Praxis) waren die Elektroden ruhiger, der arzt konnte also richtig sehen. Aber er hatte die HSM-Software nicht da.

    Krankenhäuser sind keine Ausbilder, wird immer wieder beswiesen.

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