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Archive for the ‘Bildung’ Category

Die Aufstellung der Armee der Arbeit

November 23, 2020 11 Kommentare

Der folgende Text setzt die beiden ersten Artikel zur Schrift „l’ensaignement – 1. l’école primaire (1. Grundschule)“ der Französin Anne Querrien fort, in der sie beschreibt, wie in ihr die Sicht auf die Schule als Maschinerie zur Formierung gehorsamer Arbeiter reifte (siehe), und wie die Sicht der gesellschaftlichen Führungsschicht auf den ärmsten, den bildungsfernsten Teil der Bevölkerung im 19. Jahrhundert ausfiel (siehe). Der folgende Teil beschreibt sehr erhellend die Genese zur allgemeinen Schulpflicht in Frankreich:

Die Aufstellung der Armee der Arbeit

Anne Querrien

Im Jahr 1816 ist die kollektive Zusammenführung der Kinder zum Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens eine pädagogische Methode, welche zunächst an Hilfebedürftigen und Waisen den – zweifellos an potentiell allen Kindern wiederholbaren – Beweis angetreten hat, Kinder zu guten Arbeitern machen zu können; in der Pädagogik ist diese Methode bereits die Regel, in der Realität ist sie dies noch nicht; die meisten Landschulen werkeln mit nicht mehr als Bordwerkzeug. Ihre Lehrkräfte sind nicht ausgebildet und häufig Männer, die sich nicht für andere Tätigkeiten eignen. Landschullehrer werden so schlecht bezahlt, dass dieser Beruf damals die letzte Wahl war und meistenfalls eher kurzzeitig ausgeübt wurde.

Die Industriellen und Spitzenbeamten, die zwei neu entstandenen gesellschaftlichen Schichten, setzen sich an die Spitze der Bewegung für eine Beschulung der Kinder und gründen im Jahr 1815 die Société pour l’Amélioration de l’Instruction élémentaire, die Gesellschaft zur Verbesserung des Grundschulunterrichts. Diese kämpft für die Anwendung einer pädagogischen Methode, die sich schon seit 20 Jahren in einigen Grundschulen Englands bewährt hat; es ist dies die mutuelle Methode, die in Frankreich bis dahin allerdings ausschließlich im enseignement supérieur, im Hochschulbereich, zum Einsatz gekommen ist, insbesondere an der in diesem Bereich führenden, im Jahr 1747 gegründeten Ecole nationale des Ponts et Chaussées, an der Nationalen Schule der Verwaltung für Straßen und Brückenbau.

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Schule soll die Liebe zur Arbeit fördern …

November 18, 2020 16 Kommentare
Anne QuerrienFoto: Screenshot aus einem Interview

Der folgende Text setzt den ersten Artikel zur Schrift „l’ensaignement – 1. l’école primaire (1. Grundschule)“ der Französin Anne Querrien fort, in der sie beschreibt, wie in ihr die Sicht auf die Schule als Maschinerie zur Formierung gehorsamer Arbeiter reifte. In diesem Teil zeigt sie die Perspektive der gesellschaftlichen Führungsschicht auf den ärmsten, den bildungsfernsten Teil der Bevölkerung auf.

Erziehung und Nachahmung

Obschon mir das vorstehende, erste Kapitel eine Vielzahl von Komplimenten eintrug – „sehr gut geschrieben“; „du solltest schreiben“ usw. – war ich selbst unzufrieden.

Die repressive Seite von Familie zu brandmarken, ohne die Mechanismen der innerfamilialen Repression bloßzulegen, mag angenehm sein, wohltuend sogar, führt jedoch zu keinerlei Veränderung. Ich bin nun selbst Mutter, stelle mir viele Fragen und experimentiere viel, um nicht in alte, ausgefahrene Gleise zu geraten. Ich suche das Gespräch mit meiner Mutter über das hier weiter vorn dargestellte Problem der Zensur meines Lesestoffs. Sie erwidert mir, so wie alle Welt, dass es Erziehung ohne ein Minimum an Repression nicht geben kann.

Bei mir war dies eine übrigens sehr sanfte Repression, der Rat, etwas zu unterlassen; Enttäuschung, falls ich es dennoch täte; nie Gewalt, nie brutale Verbote.

Trotz allem Repression, da es mir peinlich war, beschämend, und es mir Schuldgefühle verursachte. Warum? Ich denke heute, dass ich nicht ertragen konnte, wie argumentiert und wie die Enttäuschung begründet worden ist:

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«Elementare Untersuchung über die Grundschule»

November 15, 2020 1 Kommentar
Anne Querrien – Foto: Screenshot au seinem Interview

Mir ist es erlaubt worden, eine ins Deutsche autorisierte Übersetzung der Schrift „l’ensaignement – 1. l’école primaire (1. Grundschule)“ der Französin Anne Querrien hier ins Regal zu stellen. Es ist eine Schrift, auf die No-NWO schon mehrere Male hinwies, und die ein Thema beleuchtet, was ich schon vor einigen Jahren im Schwerpunkt bearbeitet habe: Schule als Fabrik zur Schaffung gehorsamer Arbeiter für das Hamsterrad der Eliten. Ja, das so erkennen zu müssen, ist ein schmerzlicher Prozess. Aber hey, ich höre dazu auch recht positive Stimmen. Lieber ein Sklave dieser Zeit als der Zeit, in der Sklaven Ketten trugen. Nun macht Euch selbst wieder ein Bild der Recherchen und resultierenden Erkenntnisse von Anne Querrien:

Einführung l’ensaignement
[Anmerkung 1: Das Wort Ensaignement ist nicht übersetzbar, da es ein zusammengemodeltes Kunstwort aus ensa(!)ignée = Aderlass, sowie aus ense(!)ignement = Unterricht/Schule ist.
Anmerkung 2: der französische Originaltext ist erstmals in der Ausgabe Juni 1976 der Zeitschrift «Recherches» publiziert worden ist.]

Unter das Gesetz beugen mittels
einer Institution, der Grundschule.
Deren konkrete Funktionsweise lässt Flucht-
und Seitenwege offen. Um abseits des Gesetzes
zu leben und sich den ihm vorausgegangenen
Praktiken zu verbinden – gehen doch beide, das
Gesetz wie auch die es aufrichtende Obergewalt,
aus von unversöhnlichen Interessen geführten
Machtkämpfen hervor. Entsprechend steigt die
laizistische{*} Schule aus der Asche der mutuellen
Schule auf und führt die Schule der Frères de la doctrine
chrétienne, der Brüder von der christlichen Lehrdoktrin, fort.
{*: die gesetzliche Pflichtschule wird in
Frankreich als laizistische Schule bezeichnet}

Eine Zeit des Experimentierens schließt sich mit dem Gesetz,
mit dem Gesetz der allgemeinen Schulpflicht – für alle die Pflicht
des Erlernens und Handhabens der Zeichen. Aber wie erlernen,
wie handhaben?
Wie ist dieses niemals je zu füllende moderne Fass der Danaïden
beschaffen, das Fass der Demokratisierung und Chancengleichheit?
Im 19. Jahrhundert nahm das Bürgertum kein Blatt vor den Mund;
mit der Schule erstrebte es mitnichten Sozialismus und Selbstverwaltung, sondern Bewahrung des Bestehenden.
Um diese Themen kreist die hier vorgestellte
«Elementare Untersuchung über die Grundschule».
*
* *

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„Ich will nicht verantwortlich für traumatisierte Kinder sein!“

frei nach ‚Kindermund tut Wahrheit kund‘

Ich habe gerade diese Frust-Nachricht von einem Gruppenleiter erhalten, der in einer Offenen Ganztagsschule aktiv ist:

Es ist ja unglaublich was da in Australien abgeht, und die Menschen das mitmachen [hier]. Zum Glück ist es in Deutschland noch nicht so schlimm. Trotzdem, die Maßnahmen für die Schulen sind unerträglich. Ich muss ab Montag eine 1 Klasse übernehmen, ungefragt. Die Kinder sind jetzt schon traumatisiert und weinen. Dieser Maskenwahn ist nicht auszuhalten. Kollegen haben Kreislauf Probleme ohne Ende. Kinder wollen nur noch in der Klasse bleiben, weil auf dem Schulhof Maskenpflicht gilt. Wenn wir aber zum Essen gehen, brauchen wir keine Maske. Ja Mensch, macht denn das Virus Pause während des Essens … und wir sitzen ohne Abstand zusammen. Vor den Ferien brauchten wir keine Masken. Alles war aufgeteilt in Bereiche und weniger Schüler. Jetzt ist wieder full house. Fahrzeuge werden nicht mehr desinfiziert wie vorher, Erstklässler haben keine Eingangsuntersuchung gemacht, weil die Gesundheitsämter überlastet sind. Es sind solche Sachen, wo einem die Worte fehlen. Ich schaue mir diesen Unsinn nicht mehr lange an. Ich werde bald besser einen Krankenschein vorlegen. Ich will nicht verantwortlich sein, für traumatisierte Kinder. Und bin auch nicht die Corona-Polizei, die ständig Kinder und Eltern an die Maske erinnert.

Dieser Lehrer ist ein mit dem Herzen engagierter, kann aber mit diesen unsinnigen Maßnahmen immer schwerer umgehen, zumal die relative Zahl der Infektionen weiter konstant bleibt seit 8 Wochen, siehe offizielle RKI-Zahlen:

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Der Depp

Ich möchte ein schon etwas älteres Thema hier auf dem Blog nochmals auf den Radar bringen: es geht um den Vertrag, den Mensch durch seine Unterschrift auf den Personalausweis eingeht. Das erste Mal hatte ich das Thema mit dem Artikel WER ODER WAS IST DER STROHMANN? angeschnitten. Und wer sich in das Vertragsrecht begibt, sollte sich schlau machen. Aufgeschlaut hat uns hans xavier meier mit einem Vortrag, der anstrengt, weil wir es nicht in der Schule lernen, aus gutem Grund(?) …: Die 10 Gebote des Rechtssystems…. Nun möchte ich ein neu verfasstes Video ins Regal stellen, bei dem es um den hypothetischen (?) Deppen geht, der unwissentlich einen Vertag mit einem Staat eingeht. Was meint Ihr:

Artgerechte Menschenbildung

Es gibt ein weiteres Buch von Horst Költze als Bildungs-Botschaft für das 21. Jahrhundert, auf das ich hier mit seinem Text aufmerksam machen möchte, könnte es doch helfen, ein zuträgliches Lernen der jungen Menschen zu gestalten?

ARTGERECHTE MENSCHENBILDUNG

Schule muss neu gedacht werden!

schallt es von allen Wänden… nicht nur in Deutschland.

In den USA propagiert der Bildungsphilosoph Zachary Stein:

Die Herausforderung für eine lebensfähige Zukunft der Menschheit … kann nicht ohne die richtigen Bildungssysteme gelöst werden!

Zachary Stein

Was ist ein ´richtiges Bildungssystem`?

Ein richtiges Bildungssystem ist artgerechte Menschenbildung!

Was ist für den Menschen artgerecht?

Menschenartgerecht ist Bildung in Freiheit! – denn der Mensch ist ein freies Wesen –

und würd` er in Ketten geboren

Friedrich von Schiller

Bildung in Freiheit basiert auf dem subjektiven Lerninteresse jeder Schülerin/jedes Schülers.

Das bedeutet:

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Was Corona, CO2 und Weltdiktatur mit dem Nationalstaat zu tun haben

NO_NWO hat heute auf Human Connection einen Artikel veröffentlicht, der es für den überwiegenden Teil der Staatsbürger in sich hat, stellt er doch fest, dass dieser via Staatsbildung des eigenständigen Denkens entwöhnt wurde, um so in der Lage zu sein, alles, was für ihn scheinbare Sicherheit bietet, mit Kusshand zu nehmen, sei es die CO2-Steuer, um mit diesen Geldeinnahmen die Welt zu verbessern, oder durch Zwangsimpfungen Leben zu retten. Hat NO_NWO Recht mit dem dystopischen Film, in dem wir gefangen zu sein scheinen?

Was Corona, CO2 und Weltdiktatur mit dem Nationalstaat zu tun haben

Die mit Corona gegebene forcierte Schwächung der Nationalstaaten ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg hin zu einer Weltdiktatur. Doch nichts wäre absurder, als den Nationalstaat nostalgisch zu verklären ( @lothar-j-finger ). Denn es war der Nationalstaat, der seine „Bürger“ so dermaßen veruntertänigt bzw. verdummt hat, daß eine Weltdiktatur in die Nähe des Denkbaren und Möglichen hat rücken können. Der Begriff „Bürger“ im vorhergehenden Satz schließt die sogenannte politische Klasse ein ( @die-burgerratsinitiative ).

Je einfacher eine Wahrheit, um so gefürchteter ist sie.

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Große Schule der Manipulation

Ich habe in der Schule noch gelernt, Manipulationen in Medien zu erkennen. Hier ist gut gezeigt, wie das noch immer, und viel besser als noch vor über 40 Jahren läuft, am Beispiel des Themas Corona:

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Von der Lust am eigenen und gemeinsamen Entdecken und Gestalten …

Nicht Eltern, die gegen die Schulpflicht ihrer Kinder rebellieren, bedrohen unser Bildungssystem. Schule in ihrer jetzigen Form funktioniert einfach nicht mehr. … Ein allgemein akzeptiertes Beziehungsmuster, das andere Menschen zu Objekten degradiert, macht die Gesellschaft kaputt.

Gerald Hüther, Hirnforscher an der Universität Göttingen.

Es ist schon länger her, dass ich Gerald Hüter hier habe zu Wort kommen lassen. Manche meinen, dass man ihm nicht trauen könne, geht er doch bei Bertelsmann ein und aus, jener Organisation, die von unseren Eliten gefüttert wird, um solche Agenden wie Hartz IV oder PPP zu erfinden und umzusetzen.

Die Bertelsmann-Stifung (BSt) gibt sich als gemeinnützige „Reformwerkstatt“ (und ist somit steuerbegünstigt). Gleichzeitig hält sie ca. 75% der Konzernaktien (Rest: Familie Mohn, Entscheidungsgremium: Verwaltungsrat – 4 Konzern, Betriebsrat, 4 Familie). Das wäre nicht mal in den USA zulässig. Das Stiftungsziel ist gesellschaftliche Steuerung. Die BSt ist die erfolgreichste “Public Private Partnership, (PPP)“ *; sie findet Lösungen für Probleme, die sie selbst definiert und verdient prächtig daran.

AGENDA BERTELSMANN – KURZREFERAT — ein Themenpapier zu MACHT, MEDIEN, ÖFFENTLICHKEIT von attac (Quelle)

Dennoch finde ich es immer wieder inspirierend, wie er auf den Punkt bringt, was an unseren Schulen falsch läuft, und wie es anders zuträglicher für alle Beteiligten sein könnte. Also auch dieses Video ab ins Regal:

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» Evolution durch Liebe «

Dezember 5, 2019 9 Kommentare
Michael Hüter

Waren Fortschritt und Reaktion die Leitbegriffe des 19., sind Pfusch und Reparatur die des 21. Jahrhunderts. (Peter Sloterdyijk)

Waren Erziehungsdiktatur und Vaterterror die Leitbegriffe des 19. , sind Mutter- , Eltern- und Liebesmangel die des 21. Jahrhunderts.
Noch nie in der gesamten bisherigen Geschichte der Menschheit hatten Kinder so wenig Möglichkeit in Be-Ziehung zu den ihnen von Natur aus emotional nahe stehenden Personen aufzuwachsen. …
Vergessen Sie die großen Seuchen der Menschheitsgeschichte, wie Pest Cholera und Co. Die Auswirkungen des mittlerweile und zunehmend weltweit zur gesellschaftlichen Normopathie erwachsenen Muttermangels werden noch umfassender und verheerender sein als alle Seuchen der Menschheitsgeschichte bisher. (ergänzt von Michael Hüter)

Michael Hüter, Historiker, Kindheitsforscher, Autor, Verleger, Pianist, Aktivist und dreifacher Vater, meint, dass es eine Mähr sei, dass es heute den Kindern in den westlichen Ländern so gut wie noch nie gehe. Ja, es gibt keine Kinderarbeit mehr, es mangelt an nichts, die jungen Menschen erfahren immer früher immer bessere Bildung, aber er sieht nicht, dass sie dadurch wirklich stets klüger und glücklicher werden.

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Framing / Psycho-Nudging / Kognitive Dissonanz / Massen-Manipulation

Harold Dwight Lasswell
Foto: Wikipedia

Meinungsmanagement ist billiger als Gewalt, billiger als Bestechung oder irgendeine andere Kontrolltechnik.

Harold Dwight Lasswell, Soziologe, 1902-1978, in der Encyclopedia of the Social Sciences von 1930

Folgen wir dem Zitat von Herrn Lasswell, so dürfen wir annehmen, dass mit der Perfektionierung der Techniken inzwischen das aktuelle Meinungsbild das der herrschenden Elite hinter unserem Bühnenbild ist. Gerne möchte ich einen Text hier ins Regal stellen, der sich an einem konkreten Beispiel den Techniken des Meinungsmanagements widmet. Sicher, geschrieben aus der ‚rechten‘ Perspektive der Angst vor der Zunahme von Kriminalität aufgrund von Migration, dennoch gut erklärend, wie ich meine:

Von Tatjana Festerling
Foto: Wikipedia

FRAMING / PSYCHO-NUDGING-TECHNIK / KOGNITIVE DISSONANZ / MASSEN-MANIPULATION (=> Tavistock )
Von Tatjana Festerling (-> Wikipedia)

Mir geht die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) einfach nicht aus dem Kopf. Vor allem die selbstgefällige Dreistigkeit, mit der Seehofer bei der Vorstellung der Statistik Wahrnehmungs-verzerrung betreibt, war schon 2018 unerträglich (hier ein Artikel zu 2019).

Schon lange wollte ich mal was über “kognitive Dissonanz” schreiben. Wie das Framing wird sie von Politik und Medien gezielt zur Manipulation der Menschen eingesetzt. Sie gehört zu diesen berühmten Psycho-Nudging-Techniken, mit denen das u.a. Merkel-Regime arbeitet. Als Beispiel drängt sich Seehofers PKS-Show geradezu auf. Die Methode funktioniert so:

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„Die Wahrheit ist so etwas wie die Schwester der Seele.“

Dieser Spruch soll von Rudolf Steiner stammen. In den beiden letzten Artikeln klang an, dass sich unser Aller Denken in einer Abwärtsspirale befände (1,2), was sich u.a. daran bemerkbar mache, das sich die emotionale uns soziale Psyche nicht mehr bildet und somit viele Jugendliche auf eine Entwicklungsstand eine etwa Einjährigen stehen geblieben sei.

Auf der anderen Seite bemerke ich, dass viele Menschen sich in einen Prozess des gemeinsamen Wirkens begeben haben, in dem das Machen von Fehlern anerkannt wird und auf neue, abwegig klingende Ideen nicht gleich abwertend sondern neugierig reagiert wird. Ich möchte als nächstes ein Interview mit Hans Bonneval ins Regal stellen, der uns über die Art und Weise des Denkens seit den Griechen bis heute erklärt und was wir tun können, um aus einer überwiegend dekadenten in eine kreative Denkweise zu kommen. Zum Interview mit ihm ist wie folgt zu lesen:

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Darüber, warum unsere Kinder nicht mehr erwachsen werden …

August 10, 2019 5 Kommentare
Ruhig dahin plätschernder Glessener Quellbach – Foto: Martin Bartonitz 2019

In der Erziehung geht es nicht darum, dem Kind etwas beizubringen! Es geht darum, emotionale und soziale Psyche zu bilden … es geht ums Anleiten, egal, ob beim Anziehen oder Aufräumen, oder in der Schule. Bis Mitte der 90er wurden Kinder ganz viel angeleitet. Deshalb haben sie auch eine solche Psyche bekommen. Und genau das tun wir heute nicht mehr, weil wir Kinder wie kleine Erwachsene sehen, die das alles schon selbst können.

Michael Winterhoff, zum Abschluss des folgenden Vortrags

Ich habe mir gestern während meiner Heimfahrt wieder einen sehr erhellenden Vortrag angehört, den ich gerne auch hier wieder ins Regal stellen möchte. Ich nehme seit einiger Zeit wahr, dass Unternehmer bemängeln, dass die Jugendlichen, die nun in die Lehre kommen, zunehmend nicht mehr in der Lage wäre, die grundlegenden Dinge zu beherrschen, um eine Lehre durchlaufen zu können. Neben mangelnder Sprachfähigkeit fehlt es häufig an der Fokussierung auf das, was gerade zu tun ist, am Mangel an Disziplin, etwas durchzuhalten.

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Macht Schule krank?

Lea Rademacher, mit frischem Abschluss des Masters in Pädagogik und Management in der Sozialen Arbeit 

Es muss hinterfragt werden, welcher Nutzen daraus resultiert, dass man den SchülerInnen heutzutage die Freude an der Schule nimmt, indem man gute Leistungsergebnisse als Grund für die eigene Bildung voraussetzt und nicht die Bereicherung durch die Wissenserlangung an sich. …
Insgesamt wäre es auch wünschenswert, wenn SchülerInnen mehr Entscheidungs- und Entwicklungsfreiräume gegeben werden und der momentane wirtschaftliche Fokus des Schulsystems einem sozialpädagogischen weicht.

Lea Rademacher, mit gerade abgeschlossenem Master in Pädagogik und Management in der Sozialen Arbeit 

Vor einiger Zeit hatte meine Stieftochter Lea hier auf dem Blog diesen Aufruf gestartet: Umfrage im Rahmen der Masterarbeit „psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern“. Nun ist die Arbeit ausgeführt und bewertet. Und da ich das Ergebnis als wissenswert für unsere Gesellschaft empfinde, habe ich Lea gefragt, ob sie uns eine Zusammenfassung schreiben möchte. Sie hat eingewilligt und hat mir gerade dankenswerter Weise den folgenden Text übermittelt:

Psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schüler

Depression ist eine Krankheit, von der immer mehr Menschen betroffen sind. Während sie lange als Tabuthema galt und von Betroffenen meist verschwiegen wurde, wird sie in den letzten Jahren jedoch mehr und mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft gerückt. Doch obwohl die Thematik immer präsenter wird, bleibt die Erkrankung im Jugendalter häufig unterschätzt. Insbesondere dadurch, dass Depressionen zu den internalisierenden Störungen zählen, was bedeutet, dass sich die Symptome im Inneren des Individuums abspielen und dadurch teilweise für die soziale Umwelt nicht sichtbar sind, bleibt die Krankheit in einigen Fällen unentdeckt (vgl. Bilz 2008, S.10). Dadurch werden depressive Episoden von Außenstehenden häufig erst dann erkannt, wenn der Schweregrad bereits deutlich fortgeschritten ist (vgl. Nevermann/Reicher 2009, S.54). Vor allem in der Schule fallen depressive SchülerInnen im Gegensatz zu Kindern und Jugendlichen mit Aggressivitätsproblemen oder Hyperaktivität selten auf, da sie im Unterricht angepasst und unauffällig wirken (vgl. Bilz 2008, S.9).

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Wandel – auch durch menschenwürdige Bildung

Seit Jahren pfeifen es die Spatzen von den Dächern:

Die Menschheit erlebt einen Zeiten- und Bewusstseinswandel in allen Lebensbereichen – also auch im Bildungssektor.

Für den Wandel im Bildungssektor lege ich mit meinen Ausführungen zur MENSCHENWÜRDIGEN BILDUNG ein Fundamental-Konzept vor.
Meine Darstellung des Fundamental-Konzepts ist holzschnittartig auf Prozessfaktoren begrenzt. Sie enthält drei Teile:

  1. Prozessfaktoren menschenUNwürdiger Bildung
  2. Die Geisteshaltung menschenwürdiger Bildung
  3. Die anthropologische Basis menschenwürdiger Bildung

1. Prozessfaktoren menschenUNwürdiger Bildung

Menschenwürdige Bildung wird besonders deutlich vor dem Hintergrund menschenUNwürdiger Bildung. Meine These:

Das System gegenwärtiger Schulbildung ist menschenUNwürdig!

Meine Einschätzung begründe ich mit acht Prozessfaktoren:

  1. mit dem Schulpflichtgesetz,
  2. mit dem Bildungsziel,
  3. mit dem Curriculum,
  4. mit dem Notensystem,
  5. mit dem Qualitätsmaßstab,
  6. mit der   Kopf-Füßler-Bildung,
  7. mit der   Bildungsgrundlage,
  8. mit der   Ökonomisierung.

Im Einzelnen:

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