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Archive for the ‘Erkenntnis’ Category

Das Pandemie-Gespenst – Eine zeitgeistige Analogie

September 19, 2021 9 Kommentare


Hexenverbrennung 1587
dargestellt in der Wickiana

Wie noch auf jede Notzeit notwendig auch eine Zeit der Not folgen muss, nach dem Schwunggesetzen des ehernen Pendels in der Faust des Geistes der Geschichte, so war auch nach den Verheerungen während jenes Krieges, welchen die Späteren auf dreißig Jahre beschränkt erachteten, und der doch für seine Zeitgenossen wie lebenslänglich erfahren wurde, mit dem diplomatischen Friedensschluss noch lange nicht der Frieden ins Land gekommen.

Und was an Rohheit nicht von fremden Landsknechten auf die Dörfer gebracht worden war, hat der Mensch noch je im Eigenbau zur Selbstversorgung hervorgebracht.

Wohl kein Marktflecken, in dem nicht ein schauerlicher Richtplatz vom Wahn des Misstrauens des Menschen gegen sich selbst Zeugnis ablegen könnte. Nicht Weib noch Kind, nicht Mann und Vieh, konnte sicher sein, dass der Brandpfahl, dem heute ein Opfer zugeführt wird, nicht morgen schon ihm selbst bestimmt werden konnte.

Aus den Chroniken jener Zeit ragt allein ein Dorf heraus, das von einem bestimmten Jahre an keinerlei der Hexerei Verdächtigte mehr zu verzeichnen hatte. Hätte man die Einheimischen darum befragt, sie hätten wohl bestätigt, dass sie zur Vernunft nur über den Gipfel des Wahnes zu schreiten im Stande gewesen waren. Und das begab sich damals so:

Ein stattlicher Bursche, und künftiger Erbe eines ansehnlichen Anwesens, hatte sich einmal ein Mädchen ausersehen, zur zukünftigen Gattin, und der Segen der Dorfgemeinschaft wäre beider gewiss gewesen, da die Überzeugung allgemein gewesen war, sie wären wohl ein sauberes Paar geworden.

Allein das Mädchen empfand eine ängstliche Scheu davor, ihr trautes Heim schon so bald verlassen zu müssen, und verzögerte die endgültige Zusage von Monat zu Monat. Da in der Familie allgemein kein Zwang aufeinander üblich gewesen war, lebten alle in der hellen Zuversicht, dass, wenn eine Sache etwa dringlich daran gewesen wäre, sie sich schon von alleine unverrückbar wie ein Felsbrocken in den Weg legen mochte.

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Ließ sich die Jahrhundertflut der Ahr anhand von Sonnenflecken voraussagen?

September 19, 2021 4 Kommentare

Ich wohne am Rand des Überflutungsgebiets, das die Ahr- und die Erft-Region vor wenigen Wochen heimgesucht hat. Die Fluten haben wichtige Teile der Autobahn 61 / 1 zerstört, so dass diese immer noch über einer länge von ca. 30 Km gesperrt ist. Schätzungen gehen davon aus, dass die letzten Schäden in ca. 10 Jahren beseitigt sein werden. Wir selbst haben im engsten Kreis der Familie eine Person, die in Ahrweiler wohnte und evakuiert werden musste. Sie ist erst an diesem Wochenende zurück in ihre Wohnung im 1. Stock. Es gibt zwar schon wieder Wasser und Strom. Jedoch ist die Heizung als auch warmes Wasser, das via Gas erzeugt wird, erst im Herbst nächsten Jahres wieder verfügbar. Solange muss behelfsmäßig mit einem Stromaggregat geheizt werden.

Vor einer Woche nun hat Ingo Neitzel, der die Fluten hautnah miterleben durfte, einen Text eingestellt, den ich hier gerne auch ins Regal stellen möchte. Er ist einer jener Hobby-Forscher, die sich an die öffentlich zugänglichen Daten diverser Forschungsanstalten andockt und die Rohdaten selbst auswertet. Ihm ist aufgefallen, dass es eine Korrelation zwischen dem massiven Auftreten von Sonnenflecken und der Flut gab, d.h. dass sich diese 2 Wochen im Vorhinein hätte ablesen lassen. Aber schaut einmal selbst:

***

Ich hab heut Zeit gefunden, um den Flutnachweis über meine Sonnenforschung zu veröffentlichen.

Wie schon die Forschung Henrik Svensmark zeigte, so hab auch ich, parallel zu seinem Weg, die Nuss geknackt: Es ist eine Korrelation zwischen Sonnenereignissen (Fleckentätigkeit) und den weltweiten Niederschlägen zu erkennen. Diese lassen sich nachweisen über Plotgrafiken und deren Muster bzw. Kurvenverläufen. Dazu braucht man nur die Sattelitendaten der typischen NOAA-Serie, wie auch ein paar der größten Flüsse in der Welt (möglichst ein Pegel ohne Staustufen oder Tideeinfluss). Diese beobachtet man idealer Weise in einem fortlaufendem Bild auf Monate. Dadurch wird sichtbar, wann es mit einem Versatz von ca 14 Tagen nach einem Sonnenfleckereignis zum steigenden Pegel auf Erden kommt

Sonnen-Auslösekurve zeigt das Pegelverhalten.
Der
Plot bringt das zu Sehende in einen logischen Zusammenhang. Der Screenshot zeigt einen Teil meiner Forschungsreihe zum Flutnachweis. Das Wichtigste kurz erklärt: die obere blaue Linie ist der Rheinpegel in Köln . Der wichtige Gegenpart ist die Violett/Gelb-Kombi. Gelb ist die Zahl der aktuell zur Erde gerichteten Sonnenflecken und violett die Gesamtfläche der Fleckenbedeckung (die Flecken können ja verschiedene Größen haben). Wenn man nun den Versatz der Kurven auf 14 Tage vergleicht, kann kein Zweifel bestehen. Das ist kein Einzelfall, nur bei diesem starken Vorfall konnte man zweifelsfrei die Zuordnung erkennen.
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„Wir waren die, die verschwanden“

September 6, 2021 6 Kommentare

Ich habe gerade ein kleines Büchlein aus der Hand gelegt. Eines mit den letzten Gedanken des viel zu früh von uns gegangenen Freidenkers Roger Willemsen – übrigens einer, der vieles für die Frauen in Afghanistan bewegte, bevor der Westen … aber das ist eine andere Geschichte – er hatte vor seiner Krebsdiagnosen ein größeres Werk begonnen, das er aber sofort ruhen ließ, eben als er seine Diagnose bekam, um sich der verbleibenden Zeit intensiver im Jetzt aufzuhalten. Dennoch hat es ein Teil dieser Arbeit in zwei seiner letzten Vorträge geschafft, und damit eben auch in dieses kleine Buch mit dem Titel „WER WIR WAREN„. Roger war ein Künstler der deutschen Sprache. Was ich damit sagen will: das Buch ist nicht einfach zu lesen. So manche Seite musste ich mehrfach lesen, um das, was er auszudrücken meinte, passend erfassen zu können. Auf den letzten Seiten bringt er zu Papier, was ich gerne hier ins Regal stellen möchte, so dass ein Jeder für sich darauf herumkauen möge, der Motivation unser Arbeit, die uns vor der Ohnmacht vor der Macht der Verhältnisse schützt:

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Von der Geschichte der flachen Erde …

Es ist eine Zeit lang her, dass ich das Thema flache Erde mal wieder in den Fokus schob. Mich fand diese Tage das folgende Video zum Thema aus dem Jahr 2017, das ich gerne wieder hier ins Regal stellen, aus folgenden Gründen:

* Die Stimme des Sprechers Flo ist sehr gefällig.
* Es wird die Geschichte des Wandels von der Kugelerde zur flachen Erde aufgerollt, und erstaunlich viele Freimaurer sind dabei …
* Es sind die wichtigsten Argumente und Gegenargumente zur Theorie der flachen bzw. Kugelerde gebracht.
* Es sind interessante stehende als auch bewegte Bilder zu sehen, die den offiziellen Rahmen rund um die Mondlandungen als auch die Marslandungen ins Wackeln bringen.

Aber was erzähle ich. Mögen die Geister, die immer wieder mal ein wenig an ihrem Weltbild ruckeln mögen, die Stunden und 40 Minuten Gedanken-Jogging genießen:

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Flache Erde: Erklärung ihrer Konstruktion und des Großen Jahres …

Ungewöhnlich designte alte Uhr in Prag

Ich habe mal wieder was für hartgesottene Verschwörungstheoretiker. Es war nun eine lange Zeit seit meinem letzten Post zur Theorie der Flachen Erde. Es gibt dazu eine neue Produktion, die interessante neue Sichten darauf bringt. Die Erde sei nicht nur einfach eine konstant beleuchtete Scheibe. Im Gegenteil der beleuchtete Teil, sprich der ohne Eis, bewege sich in einem Großen Jahr von über 26.000 Jahren einmal rum, so dass in dieser Zeit jeweils ein Teil enteist wird und der gegenüberliegende vereist. Der Autor bespricht dies mit einem Blick auf das Mondgesicht, auf alte Karten, aber auch noch vorhandene alte Uhren. Ich stelle das Video mal für Alle ein, die gerne ihre Gedanken experimentell wandern lassen mögen.

„Frei zu Denken und zu Atmen ist ein Menschenrecht, und alles Andere ist eine Lüge!“

Fische beim Fernsehen
Foto: Martin Bartonitz 2021

Bin ich denn Jeremias, daß ich in die Wüste solcher Ohren rufen muß, denen selbst Symphonien bloß eitel Geklimper wäre? Ach daß uns Beethovens ‚Egmont’-Overtüre in den Ohren reinigend brauste. Hat man mich verstanden – ich künde Euch nicht nur eine Zukunft, die Jedermann heute schon sehen kann, sondern auch die unerhörte Vergangenheit als einer üblen Nachrede.

Sie wollen in die Neue Zeit mit leichtem Gepäck (weg mit dem alten Kram), so wie man in Flip Flop über den Stromboli schlappt. Vor diesen schamanistischen Leichtläufern müssen sich ja Kant und Hegel als tumbe Korpsstudenten ausmachen, und Schopenhauer und Nietzsche als ins Grobe sublimierte Krypto-Matriarchen – was soll uns der alte Kram?
Wir täten aber gut daran, unsere Koffer für die Reise ins Morgen-Land, neben Saatgut, Wasseraufbereiter, Sturmkocher und Hartkeksen, zudem mit ‚Gutem von Gestern’ zu packen. Wenn wir nicht in einer Barbarei enden wollen, bei der noch vor den Versorgungsengpässen, die Moral einbricht, worauf der Mensch wieder des Menschen lupus sein wird, einen wohlsortierten Kanon an Kulturgut mit hinüber zu retten. Aus dem idologischen Scheiterhaufen Euerer Ignoranz ziehe ich den „Emile“ von Rousseau, die Gedichtbände von Novalis und Hölderlin, Nietzsches „Zarathustra“, Dostojewskijs „Schuld und Sühne“, den „Faust“, den „Zauberberg“, die Aphorismen von Lichtenberg und Gracians Handorakel, Canettis „Masse und Macht“, Kierkegaards „Furcht und Zittern“, das Epochenepos von Marcel Proust und die Glossen von Karl Kraus, und weit Tausend Schriften mehr, die uns den Unterschied zwischen Kultur und Zivilisation lehren.

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Werden Verschwörungsleugner immer radikaler?

Da in den Medien gerade wieder eine Kampagne zur Diffamierung jener investigativen Journalisten läuft, die zu den vielen schon aufgedeckten Verschwörungen noch weitere hinzufügen wollen, möchte ich auf einen Artikel auf den Nachdenkseiten hier aufmerksam machen. Der Autor sieht eine regelrechte Radikalisierung der Leugner von Verschwörungen und bemerkt dabei unter anderem:

Naivität oder Böswilligkeit

Die Verschwörungsleugner lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Da gibt es einerseits Jene, die sich durch Naivität, Mangel an politischer Fantasie und Mangel an politischem Wissen eher „unschuldig“ in dieser Position der pauschalen Abwehr gegen die Existenz vertraulicher Absprachen befinden. Und es gibt andererseits Jene, die im vollen Bewusstsein des absurden Charakters dieser Abwehr-These politische Verschwörungen dennoch pauschal als abwegig bezeichnen – das Ziel dieser Gruppe ist es, ganz bewusste Propaganda wider besseres Wissen zu betreiben und Kritiker zu diffamieren. Motiviert werden sie durch ein Heischen nach Applaus aus den großen Medien und nach anderen gesellschaftlichen Vorteilen.

Natürlich gibt es politische Spinner, abwegige politische Behauptungen und antisemitische Agitatoren – denen sollte man mit Nichtbeachtung begegnen oder im Falle justiziabler Äußerungen mit der Härte des Strafgesetzbuchs. Die mittlerweile in „sozialen Medien“ eingeführten halb-privaten Zensur-Praktiken, die unabhängig von konkreten Gesetzen (Volksverhetzung, Beleidigung etc.) wirken, sind strikt abzulehnen. Die Absprache zu dieser Privat-Zensur kann, wie gesagt, ebenfalls als Verschwörung gegen die Meinungsvielfalt bezeichnet werden.

Zur Diffamierung von Standpunkten, die eine Absprache Mächtiger voraussetzen, greift oft folgende Praxis: Eigentlich in der jeweils betreffenden Debatte irrelevante Nazis und UFO-Spinner werden dann in zahlreichen Medienbeiträgen als relevant oder zentral dargestellt, ihre Bedeutung absurd aufgeblasen, um in der Folge Kontaktschuld möglich zu machen. Zusätzlich werden seriöse physikalische Bedenken (etwa beim beim JFK-Attentat oder bei 9/11) in einem Atemzug mit bizarren Alien-Phantasien genannt. Gleichzeitig bewegen sich zahlreiche Verschwörungs-Betrachtungen in großen Medien auf dem Niveau eines Grundschulseminars, eine Protagonistin dieser infantilen und aus den immer gleichen Phrasen bestehenden Sichtweisen ist die „Expertin“ Pia Lamberty.

Zitiert von den Nachdenkseiten: „Verschwörungsleugner: Aggressive Naivität oder gezielte Propaganda“ (Quelle)
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Un-Eigentlich Arbeiten und Ent-Fremdung

Ich möchte Franz Sternbald die Gelegenheit geben, ein paar Worte zu seinem Buch hier ins Regal zu stellen:

Ausgesetzt zur Existenz

Begegnen sich zwei Menschen zum ersten Male, lautet die erste Frage nicht etwa, „wer sind Sie?“, sondern „was (oder gar ‚in was’) machen Sie so?“. „Was machen die Geschäfte?“, meint die Frage „Wie geht’s Ihnen?“

Es widerspricht aber der Würde des Menschen, ausgerechnet die betriebsame Ameise als erstrebenswerte Existenzform zum Vorbild gesetzt zu bekommen. Dennoch zieht die abendländische Sozial-Ethik diesen Vergleich allzu leichtfertig heran („sieh die Ameise, in ihrem Fleiße…“). Mit einiger Verachtung für diesen Vergleich hat sich einmal Lew Tolstoj geäußert. Er soll an dieser Stelle einmal mit seinen Worten zitiert werden:

Man sagt, dass die Arbeit den Menschen gut macht, ich habe aber immer das Entgegengesetzte beobachtet. Die Arbeit und der Stolz auf sie, macht nicht nur die Ameise, sondern auch den Menschen grausam. Es konnte in der Fabel ja nur die Ameise, ein Wesen, das des Verstandes und des Strebens nach dem Guten entbehrt, die Arbeit für eine Tugend halten, und sich damit brüsten. Die Arbeit ist nicht nur keine Tugend, sondern in unserer falsch organisierten Gesellschaft zumeist ein Mittel, das sittliche Empfinden zu ertöten ….
alle haben keine Zeit, keine Zeit, zur Besinnung zu kommen, in sich zu gehen, über sich und die Welt nachzudenken, und sich zu fragen:
Was tue ich? Wozu?

Lew Tolstoj

Wer einen Teil seiner Lebenszeit der Erziehung von Kindern im Sinne Rousseaus „Emile“ widmete, für seine Handreichungen keinen anderen Lohn als Anerkennung verlangte, wer weder gekauft, noch verkauft hat, sondern allein getauscht und geschenkt, somit keine amtlich anerkannte Erwerbsbiographie nachweisen kann, gilt als tätig ‚faul‘.
Denn Arbeit gilt als disziplinierende Strafe, oder, wie schon in der griechischen Antike der unwürdige Teil der ‚Banausoi‘?! Der alttestamentarischen Überlieferung gemäß ist sie gar ein Fluch! Erst mit den Jüngern des Zimmermannsohnes Jesus gelangen die Werktätigen zu ihrer eigentlichen Würde – nachdem sie durch Jesus ihrem Werk zunächst entfremdet worden waren.

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„Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!“

Unser Mitkommentator hier auf dem Blog, Roger Jean Zamofing, hat auf Facebook einen Kommentar zu dem folgenden Artikel hinterlassen, den ich auch hier gerne ins Regal stellen möchte, weist er doch auf, was es braucht, dass wir uns aus den Fänger unserer Hintertanen befreien:

Der Erfinder des „Corona-Inzidenzwerts“ dürfte in nicht allzu ferner Zukunft vom Politkollektiv für den Nobelpreis vorgeschlagen werden. Die Glanzleistung, diesen so zu berechnen, dass er möglichst lange als Alarmsignal taugt, ist nur vergleichbar mit der politischen Etablierung des Verschwörungstheoriebegriffs durch die CIA in den 1960er Jahren und der Erfindung der Drohkulisse des „Klassenfeindes“ in den kommunistischen Regimen des 20 Jahrhunderts. Was uns da als „Inzidenz“ verkauft wird, ist absurdes Theater, nicht nur wegen der definitionsnegierenden Berechnung. Wenn die 11 Bewohner des abgeriegelten Altenheims in einer 10.000-Einwohner-Stadt positiv auf das Corona-Virus getestet werden, gehen alle anderen 9.989 Bürger in den Lockdown. Irre!

Zitiert aus dem Artikel: Die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu sterben, liegt für die meisten Menschen im Nachkommabereich

Die zentrale Frage in einer OPTION I-Gesellschaft wäre spätestens seit dem Begründer unserer Hochschulen, der im Übrigen Weiber, Sklaven und den Haufen der Männer (brave Soldaten und Mitläufer und damit -täter) verachtet hat: „Wer profitiert von was am meisten und warum?“ Da es hier lediglich um Geld und Machtanmaßungen und nicht unser aller LEBENserfüllung geht, haben wir ohne neue Grundlagen und nur mit (guter oder weniger guter) Faktenanalyse und Philosophie keine Chance irgend etwas zu verändern. Wir bleiben eben auch faktisch „Verschwörungstheoretiker“, „Impfgegner“, „Klassenfeinde“, „Antisemiten“ und werden so ohne „Peer Review“ auch keinen Nobel-Preis bekommen, denn dazu muss man sich prostituieren und oftmals seine Seele dem Teufel verkaufen, auch als Wissenschaftler.

Wenn wir jedoch NICHT den Kategorie Fehler mit einer OPTION II-Grundlage wirklich aufdecken und ständig WIRKLICHKEIT mit REALITÄT oder besser noch VIRTUALITÄTEN gleichsetzen, haben wir kein Maß für die tatsächlichen Schweinereien und ihre Kollateralschäden (weil viel zu komplex und inzwischen globalisiert, um eigene Probleme zu erkennen und zu lösen), nichts gegen Abzockereien, Betrügereien und kriminellen Handlungen von Spekulanten, Investoren, Bankern, Industriellen und vor allem käuflichen Politikern ohne Gewissen und nur mit versteckten Absichten in der Hand, die von mit Brosamen bezahlten Huren und Deppen immer wieder gewählt zu werden.

In der Schweiz hätten wir jetzt z.B. die einmalige Chance, unser Wasser und unsere Landwirtschaft vor der Chemie-Mafia zu schützen, und selbsternannte Bio-Verbände sind dagegen, weil die Großverteilerkunden im Vorstand Einsitz genommen haben.

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Ist die Weltgeschichte radikal verfälscht worden? – Teil 7 – Das Großreich Tartaria wird verschwiegen

Das Nichtwalten der Wahrheit, das eigentümliche Walten gerade des Gegenteiles der Wahrheit, die geringe Neigung, Wahrheit zu suchen, die geringe Sehnsucht nach Wahrheit, mit alledem hängt das Karma unserer Zeit zusammen. (…) man glaube nicht, daß Gedanken, daß Behauptungen nicht objektive Mächte sind! Sie sind objektive, reale Mächte! Und es ist ganz unausbleiblich, daß sie ihre Wirkungen nach sich ziehen, auch wenn sie sich nicht umsetzen in äußere Taten.

Für die Zukunft ist viel wichtiger, was die Menschen denken, als das, was sie tun. Denn Gedanken werden im Laufe der Zeit Taten. Wir leben heute von den Gedanken vergangener Zeiten; die erfüllen sich in den Taten, die heute geschehen. Und unsere Gedanken, die die Welt durchfluten, werden sich in den Taten der Zukunft entladen.

Rudolf Steiner im Vortrag vom 30. Dezember 1916 (GA 173)

Ich hatte vor sieben Jahren eine Artikelserie von Zacher erhalten, die sich mit Merkwürdigkeiten unserer Geschichtsschreibung befasst. Er hat Wurzeln in der Ukraine und schaut daher geschichtlich auf etwas andere Gegenden als Jemand, dessen Vorfahren auf dem Gebiet der heutigen Deutschen siedelten. Ihm ist aufgefallen, dass gleiche oder doch sehr ähnlich aussehende Artefakte auf der ganzen Welt zu finden sind und vermutet daher, dass es einmal ein erdumspannendes Imperium gegeben haben muss. Am Ende sieht er hier das Volk der Skythen als den Quell aller Nationen. Ich den letzten Wochen habe ich mich mal wieder in die Wunderwelt des Jon Levi begeben, und bin erneut auf die Skythen gestoßen, allerdings dieses Mal unter dem Namen Tartaren, bzw. geht es um das Großreich Tartaria / Tartary, das bis vor wenigen Jahrhunderten in etwa das Gebiet des heutigen Russlands plus Nordamerika zu umfassen schien.

Die Artikel vom Eingangs erwähnten Autor Zacher sind die folgenden:

erster Teil : Was wir über den Nikotin- und Kokain-Konsum in Afrika und Asien lernen können
zweiter Teil : Über große Steinkugeln und Schädeldeformationen
dritter Teil : Viele Pyramiden mit vielen auffälligen Ähnlichkeiten dieser Welt
vierter Teil : was wir sonst noch von den Mumien lernen können
fünfter Teil : Die Anfänge des vormaligen Weltimperiums
sechster Teil : Die Skythen als Väter der Nationen

Leider gehen inzwischen einige der in den Artikeln enthaltenen Links in die Leere; entweder durch Aufgabe der Web-Seiten oder vermutlich auch durch Zensur, im einfachsten Fall durch Zeigen von Bilder ohne passende Lizenz.

Ich möchte nun selbst die Artikelserie fortsetzen. Warum? Nun, wenn wir aufzeigen können, dass unsere Geschichte maximal verbogen wurde, was können wir unseren Führern ( = Hintertanen) in dieser Welt noch glauben? Hätten wir dann nicht deutlich mehr Motivation eine Stufe weiter in unserer Entwicklung hinaufzuklettern und das uns übergestülpte, maximal entzweiende Parteiensystem hinter uns zu lassen?

Fangen wir also an.

Es war einmal ein Großreich Tartaria

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Der Mensch ist in dreifacher Weise mit der Welt verwoben: via Körper, Seele, Geist

Helena Blavatsky (1877)
Foto: Wikipedia

Ich hatte vor einigen Jahren das erste Mal Lektüre von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, direkt gelesen. Es war ein kleines Büchlein, in dem es um die Phasen der Menschwerdung ging. Dabei nahmen Atlantis und Lemuria größere Passagen ein. Das Wissen darum wird er größtenteils durch die langjährige Mitgliedschaft in der theosophischen Geheimgesellschaft (Stichwort Helena Blavatsky) erlangt haben, aber auch durch seherische Begabungen. Hier auf dem Blog hatten wir seine Ideen zur Ausgestaltung einer gelingenden Gemeinschaft lesen können: Darüber, wie ein neues Denken unsere versklavte Gesellschaft in eine soziale Gemeinschaft transformieren kann … und Vom sozialen Organismus der menschlichen Gesellschaft …. Das Gesamtwerk von Steiner ist so umfassend, dass es Jahre braucht, sich hier einzuarbeiten. Es ist aber auch in einer Sprache verfasst, die uns 100 Jahre später nicht mehr so leicht zugänglich ist. Daher habe ich mir nun ein Buch zugelegt, das die wichtigsten Teile seines Werks kommentiert zusammenfasst: Das große Rudolf Steiner Buch für Einsteiger.

Die folgende Passage möchte ich hier gerne ins Regal stellen, da sie mir zum Verständnis des Menschseins eine wichtige zu sein scheint. Und wieder erfahren wir von den Kristen (wie es No_NWO gerne für die Macher der Katholischen Kirche schreibt), dass sie das Selbstverständnis des Menschen kastrierten. Zuerst ein Zitat aus den Schriften Steiners. Es folgt eine kurze Erläuterungen von Axel Burkhart, dem Autor des oben genannten Buches:

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Vom zwingenden Kult, vom Hinwerfen/Aussteigen …

Kein Oben, Unten, Außerhalb,
kein mächt’ger Gott,
und Katastrophe nicht,
und auch kein
Schwert! Nein — nichts and’res nicht
als nichts als Wahrheit nur
führt in den Wahn hinein Verirrte
hinaus zu lichten Sonnen, hinauf
zu klarer Bergesluft.

Einer nur, der Menschenwille, der
alles wollen kann — zum Wahne hin;
oder zur Wahrheit; in Sklaverei; oder
die Freiheit; zur Düsternis; oder
ans Licht!

Alles kann er. Und nennt verschlagen
Schicksal sich. Ist Willen, ja, und
ganz in seiner Kraft. Und will doch, niemals je,
nicht von sich wissen. Sehnt
gar nach Ketten sich. Will sie!
Und wirft sie wieder ab. So er’s denn
WILL. Wer könnt‘ den
Fürchterlichen zwingen,
des Menschen Willen.

Autor noch unbekannt: wer kennt ihn?

Gunnar Kaiser, dessen Beiträge ich hier schon einige Male ins Regal gestellt hatte, schmeißt seinen Lehrerjob hin, will kein Beamter mehr sein in einem Kult, der Mensch nur wenig Möglichkeit zu Entfaltung bietet, einem Bildungssystem, das den Auftrag hat, den Kult zu bewahren, zu verfestigen. In diesem sehr gutgemachten Aussteigervideo endet er mit folgenden Sätzen:

Bundesarchiv_Bild_183-D0116-0041-019,_Albert_Schweitzer.jpg (539×800)
Albert Schweitzer
Foto: Wikipedia

Ein freier Mensch – nach Albert Schweitzer

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe das Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat ihn versorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und verwirklichen, Schiffbruch erleiden, und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir meinen eigenen Antrieb durch Trinkgeld abkaufen zu lassen.

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens begegnen, als ein gesichertes Dasein führen. Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges, als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheiten für Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde für milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für ich zu denken und zu handeln, gerade in die Welt zu blicken und zu erkennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:
ich bin ein freier Mensch.

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Kirche des sehr heiligen Konsums

In Frankreich hat sich eine neue Kirche gegründet. Die «€glise de la Très Sainte Consommation», die Kirche des Sehr Heiligen Konsums.

Eine Kirche des Konsums! Das wurde ja auch Zeit, schließlich nimmt der Konsum eine nicht allein leiblich-materielle, sondern auch geist-seelische Rolle im Leben der Menschen ein.

Es soll hier nun eine Theologie vorgestellt werden. Eine von Arbeit und Konsum, welche das Konsumieren als kultisch-religiöses Mysterium zu erkennen gibt.

Eine solche Wissenschaft beginnt sinnvollerweise mit dem Mars-Riegel. Und beinahe könnte sie bei diesem auch schon wieder enden. Gab dieser kleine Riegel aus Schokolade und Karamell doch ein zentrales Geheimnis des Konsums geradezu übermütig preis: ENERGIE! Ehedem, in den 1960ern und 70ern, hieß es:

MARS BRINGT VERBRAUCHTE ENERGIE SOFORT ZURÜCK.

Welches war jene verbrauchte Energie? Und welche Energie floß zurück?

These: Als verbrauchte Energie aufgerufen war die im Produktionsprozeß des Riegels vom Arbeitenden verausgabte NIEDERE bzw. leibliche Energie, welche als HÖHERE bzw. geistige Energie zum Leib zurückfließt. Da veredelt, konnte diese Energie das Wunder vollbringen, die zuvor verbrauchte Energie -pling! – „sofort“ zurückzubringen.

Nun, als höhere Energie zurückfließen konnte jene in der Produktion verbrauchte Energie insoweit, als jener Riegel einen auch technischen Produktionsprozeß durchlaufen hat, welcher vom HÖHEREN GEISTE des Kapitals konzipiert worden ist. Was die der Materie innewohnende „niedere“ bzw. leiblich verausgabte Energie in „höhere“ bzw. geistige transformierte. In Pling-Energie.

Der Riegel selbst hat dabei eine kultische Wandlung durchlaufen. Aus seiner niederen Materie wurde höherer Geist. Im Kristentum entspricht dem das Sakrament der sogenannten Kommunion, der Transsubstantiation von Brot in den Leib Christi. Es wird niederes, ganz und gar materielles Brot durch die rituelle Aufnahme in die Hände eines Geistlichen und unter Zugabe magischer Worte, durch eine bestimmte Technik also, vergeistigt.

(Exkurs: Jene magischen Worte lauteten „Hic est corpus“ = Dies ist der Leib. Ketzer verspotteten diese Kulthandlung mit der Verballhornung zu „Hoc est porcus“ = Jenes ist das Schwein. Was auf den Priester zielte und woraus das Schimpfwort Schweinepriester wurde. Zudem entstand daraus der Begriff Hokuspokus.)

Weiter nun: Herstellung und Konsum einer Ware, welche einen von „Höheren“ verwalteten technischen Produktionsprozeß zu durchlaufen hat – verwaltet von „Agenten und Charaktermasken des Kapitals“, so Marx; oder auch von einer sozialistischen Nomenklatura – entspricht dem Tausch von niederer bzw. leiblicher Energie gegen höhere bzw. „geistige“ Energie.

Was für „niedere“ Menschen den Reiz innehat, sich mit dem Warenkonsum zu „vergeistigen“, zu „erhöhen“. Eben hierin, in diesem kultischen Hokuspokus liegt das kultisch-magische Element des Warenkonsums, sein Mysterium. Zumal der diesbezüglich Gläubige sich im Vorteil wähnt. Gibt er mit seiner Arbeit doch „niedere“ bzw. materielle Energie seines Leibes und erhält im Gegenzug „höhere“ bzw. geistige. Eine schöne Sklaverei ist das.

Es ließe sich so nun feststellen, Kapital und Lohnarbeit bildeten die zentrale Kulthandlung des Christentums ab. Woraus sich die über jede sachliche Kritik erhabene ideologische Anziehung der Lohnarbeit erklärt. Ist Lohn doch Geld, und steht so zugleich für die höchstmögliche Immaterialisierung von leiblicher Arbeit hin zu geistiger Reinheit. Im Geld zeigt sich „niedere“ bzw. leiblich-materielle Energie in einer höheren Form, als zu körperlos Abstraktem hin Ausdestilliertes. Der Schritt vom Bargeld hin zu digitalem Geld wäre so nun die Krönung dieser Immaterialisierung und Vergeistigung des Materiellen und Natürlichen.

Schlußgedanke: Kapitalismus läßt sich als eine in den Lebensalltag übergegangene permanente katholische Meßfeier auffassen. Mithin hat das Sakrale seinen angestammten Ort verlassen und den Platz des Profanen besetzt. Was zwei Fragen aufwirft:

Was füllt die so nun entstandene Leerstelle an den Orten des Sakralen? Antwort: Nichts, die Kirchen sind leer.

Die zweite Frage ist drängender: Ist der Ort des Profanen nun vom Sakralen besetzt worden, von der mit dem Lohn nun sakral gewordenen leiblichen Arbeit, wo hat das Profane sich dann hinbegeben? Wo ist sein Ort? Wo ist die Alltagskultur geblieben, das bunte Treiben auf Straßen und Plätzen, die zwanglosen Gespräche und Spiele, die kulturellen Veranstaltungen in den Straßen, Nachbarschaften und Vierteln? Sie sind zu Waren geworden, sie lassen sich kaufen. Und im Home Office konsumieren.

•••••

Zusammenfassung: Jemand gibt mit der Verfügung über seinen Leib zugleich seinen Eigenwillen (eigenen Geist) auf und erhält dafür Geld. Dieses Geld, so glaubt er, sei nicht nur Zahlungsmittel, sondern auch höheres Geistiges. Und so kann er sich nun vorstellen, er erhalte für den Geist, den er verkauft hat, mit dem Geld einen anderen zurück. Sogar einen, der besser ist, als der verkaufte, und welchen er sich über Warenkonsum zuführen könne. (Geld ist also das Gegenteil von Abführmittel, nämlich ein Zuführmittel.😁)

Am Ende dann alles wieder gut. Und sogar besser als gut, denn höherer Geist nun als zuvor. Tolle Sache, das Kapital und die Lohnarbeit. Auf Tollheit folgt bekanntlich Wahnsinn. Und genau den haben wir jetzt.

Euer No_NWO

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„Es kann den allwissenden Gott nicht geben.“

Markus Gabriel,
jüngster deutscher Philosophie-Professor

Dieser Meinung ist der Philosoph Markus Gabriel. In seinem Buch Fiktionen führt er den Beweis an. Sicher eine steile These. Viel steiler finde ich noch seinen These, das die Philosophieansätze der letzten 2.500 Jahre falsch sind und uns an den Rand der Vernichtung führen, u.a. mit Blick auf den Raubbau an unserer Mutter Erde (OK, er bemüht die durchaus in der Kritik stehenden These des vom Menschen verursachten globalen Klimawandel in dem folgende Interview). Sich mit breiter Brust hinzustellen, und gegen fast alle Philosophen (des Mainstreams) zu stehen … Hut ab. Dennoch sagt er ganz klar, dass er das offene Gespräch sucht und sich bewusst ist, dass seine These widerlegt werden kann. Das folgende Interview mit Herrn Gabriel wird von diesem Text begleitet:

Markus Gabriel zählt zu den originellsten und mutigsten Denkern der Gegenwart. Ausgehend von der ältesten Frage der Philosophie – der nach dem Unterschied zwischen Sein und Schein – fordert er eine radikale Neubeschreibung unseres Daseins und seiner leitenden Werte.

Mit einer radikal neuen Philosophie will Markus Gabriel unsere Gegenwart von ihren größten Irrtümern heilen. Im Zentrum seines «Neoexistentialismus» steht der Mensch als ein Wesen, das ständig in Gefahr steht, den wahren Schein mit dem falschen Sein zu verwechseln. Denn erst wenn der Mensch seine Stellung im Kosmos richtig versteht, öffnet sich ein Weg zur Bewältigung heutiger Sinnkrisen – seien diese politischer, ökologischer, moralischer oder existentieller Art. Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger erklärt der Bonner Philosoph, worin moralischer Fortschritt wirklich besteht, weshalb die Rede vom «postfaktischen Zeitalter» Unsinn ist und warum Fiktionen mindestens so real und rettend sind wie wissenschaftliche Tatsachen

Ich finde die Thesen von Markus Gabriel sehr bedenkenswert, und das Interview sehr inspirierend, Dank der inspirierenden Nachfragen von Wolfram Eilenberger, den ich bisher auch nicht kannte. Also ab ins Regal.

Nachtrag: Mit Blick auf die Transhumanisten des Great Reset ist mir noch die folgende These von Herr Gabriel sehr sympathisch: er ist sich sicher, dass ein Computer keine Gedanken haben kann.

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Warum ist nicht Jeder in Texas am Sterben?

Ich habe von einem, der diesen Blog aufmerksam verfolgt, den Hinweis auf den Artikel Why Is Everyone in Texas Not Dying? erhalten mit dem Kommentar, dass es sich lohnen würde, ihn übersetzt hier ins Regal zu stellen. Ich habe mir erlaubt, DeepL zu verwenden und hier ist er:

Warum ist nicht Jeder in Texas am Sterben?

Ich sitze in einer Bar in Texas, umgeben von maskenlosen Menschen, schaue auf die Leute auf der Straße, die herumlaufen, als sei das Leben normal, spreche mit netten und freundlichen Gesichtern und habe das Gefühl, dass die Dinge in der Welt mehr oder weniger normal sind. Die Fälle und Todesfälle, die auf Covid zurückgeführt werden, gehen, wie überall, dramatisch zurück (siehe). 

Wenn Sie nur auf die Angstkampagnen der Medien achten, würden Sie dies verwirrend finden. Vor mehr als zwei Wochen hat der Gouverneur von Texas seine verheerende Abriegelungspolitik komplett rückgängig gemacht und alle seine Notstandsbefugnisse aufgehoben, zusammen mit den ungeheuerlichen Angriffen auf Rechte und Freiheiten.

Diese Abriegelungen hatten etwas sehr Un-Texanisches an sich. Mein Hotelzimmer ist mit Bildern von Cowboys auf Pferden geschmückt, die mit Gewehren in der Luft herumfuchteln, zusammen mit anderen Darstellungen von robustem Individualismus, der den Elementen trotzt. Es ist eine Karikatur, aber die Texaner mögen sie. Dann kam ein neuer Virus – als ob es das in Texas noch nie gegeben hätte – und die neue Zoom-Klasse schlug den umgekehrten Weg ein: nicht Freiheit, sondern Zumutung und Kontrolle. 

Nach fast einem Jahr des Unsinns sagte der Gouverneur am 2. März 2021 endlich, dass es genug ist und hob alles auf. Städte und Gemeinden können immer noch Covid-bezogenen Unfug anstellen, aber zumindest bekommen sie keine Deckung mehr vom Büro des Gouverneurs. 

In diesem Moment bemerkte ein Freund zu mir, dass dies der Test sein würde, auf den wir gewartet haben. Eine vollständige Aufhebung der Beschränkungen würde zu einem Massensterben führen, sagten sie. Würde es das? Konnten die Abriegelungen das Virus wirklich kontrollieren? Wir würden es bald herausfinden, theoretisierte er. 

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