Archiv

Archive for the ‘Erkenntnis’ Category

„Frei zu Denken und zu Atmen ist ein Menschenrecht, und alles Andere ist eine Lüge!“

Fische beim Fernsehen
Foto: Martin Bartonitz 2021

Bin ich denn Jeremias, daß ich in die Wüste solcher Ohren rufen muß, denen selbst Symphonien bloß eitel Geklimper wäre? Ach daß uns Beethovens ‚Egmont’-Overtüre in den Ohren reinigend brauste. Hat man mich verstanden – ich künde Euch nicht nur eine Zukunft, die Jedermann heute schon sehen kann, sondern auch die unerhörte Vergangenheit als einer üblen Nachrede.

Sie wollen in die Neue Zeit mit leichtem Gepäck (weg mit dem alten Kram), so wie man in Flip Flop über den Stromboli schlappt. Vor diesen schamanistischen Leichtläufern müssen sich ja Kant und Hegel als tumbe Korpsstudenten ausmachen, und Schopenhauer und Nietzsche als ins Grobe sublimierte Krypto-Matriarchen – was soll uns der alte Kram?
Wir täten aber gut daran, unsere Koffer für die Reise ins Morgen-Land, neben Saatgut, Wasseraufbereiter, Sturmkocher und Hartkeksen, zudem mit ‚Gutem von Gestern’ zu packen. Wenn wir nicht in einer Barbarei enden wollen, bei der noch vor den Versorgungsengpässen, die Moral einbricht, worauf der Mensch wieder des Menschen lupus sein wird, einen wohlsortierten Kanon an Kulturgut mit hinüber zu retten. Aus dem idologischen Scheiterhaufen Euerer Ignoranz ziehe ich den „Emile“ von Rousseau, die Gedichtbände von Novalis und Hölderlin, Nietzsches „Zarathustra“, Dostojewskijs „Schuld und Sühne“, den „Faust“, den „Zauberberg“, die Aphorismen von Lichtenberg und Gracians Handorakel, Canettis „Masse und Macht“, Kierkegaards „Furcht und Zittern“, das Epochenepos von Marcel Proust und die Glossen von Karl Kraus, und weit Tausend Schriften mehr, die uns den Unterschied zwischen Kultur und Zivilisation lehren.

Weiterlesen …
Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: ,

Werden Verschwörungsleugner immer radikaler?

Da in den Medien gerade wieder eine Kampagne zur Diffamierung jener investigativen Journalisten läuft, die zu den vielen schon aufgedeckten Verschwörungen noch weitere hinzufügen wollen, möchte ich auf einen Artikel auf den Nachdenkseiten hier aufmerksam machen. Der Autor sieht eine regelrechte Radikalisierung der Leugner von Verschwörungen und bemerkt dabei unter anderem:

Naivität oder Böswilligkeit

Die Verschwörungsleugner lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Da gibt es einerseits Jene, die sich durch Naivität, Mangel an politischer Fantasie und Mangel an politischem Wissen eher „unschuldig“ in dieser Position der pauschalen Abwehr gegen die Existenz vertraulicher Absprachen befinden. Und es gibt andererseits Jene, die im vollen Bewusstsein des absurden Charakters dieser Abwehr-These politische Verschwörungen dennoch pauschal als abwegig bezeichnen – das Ziel dieser Gruppe ist es, ganz bewusste Propaganda wider besseres Wissen zu betreiben und Kritiker zu diffamieren. Motiviert werden sie durch ein Heischen nach Applaus aus den großen Medien und nach anderen gesellschaftlichen Vorteilen.

Natürlich gibt es politische Spinner, abwegige politische Behauptungen und antisemitische Agitatoren – denen sollte man mit Nichtbeachtung begegnen oder im Falle justiziabler Äußerungen mit der Härte des Strafgesetzbuchs. Die mittlerweile in „sozialen Medien“ eingeführten halb-privaten Zensur-Praktiken, die unabhängig von konkreten Gesetzen (Volksverhetzung, Beleidigung etc.) wirken, sind strikt abzulehnen. Die Absprache zu dieser Privat-Zensur kann, wie gesagt, ebenfalls als Verschwörung gegen die Meinungsvielfalt bezeichnet werden.

Zur Diffamierung von Standpunkten, die eine Absprache Mächtiger voraussetzen, greift oft folgende Praxis: Eigentlich in der jeweils betreffenden Debatte irrelevante Nazis und UFO-Spinner werden dann in zahlreichen Medienbeiträgen als relevant oder zentral dargestellt, ihre Bedeutung absurd aufgeblasen, um in der Folge Kontaktschuld möglich zu machen. Zusätzlich werden seriöse physikalische Bedenken (etwa beim beim JFK-Attentat oder bei 9/11) in einem Atemzug mit bizarren Alien-Phantasien genannt. Gleichzeitig bewegen sich zahlreiche Verschwörungs-Betrachtungen in großen Medien auf dem Niveau eines Grundschulseminars, eine Protagonistin dieser infantilen und aus den immer gleichen Phrasen bestehenden Sichtweisen ist die „Expertin“ Pia Lamberty.

Zitiert von den Nachdenkseiten: „Verschwörungsleugner: Aggressive Naivität oder gezielte Propaganda“ (Quelle)
Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter:

Un-Eigentlich Arbeiten und Ent-Fremdung

Ich möchte Franz Sternbald die Gelegenheit geben, ein paar Worte zu seinem Buch hier ins Regal zu stellen:

Ausgesetzt zur Existenz

Begegnen sich zwei Menschen zum ersten Male, lautet die erste Frage nicht etwa, „wer sind Sie?“, sondern „was (oder gar ‚in was’) machen Sie so?“. „Was machen die Geschäfte?“, meint die Frage „Wie geht’s Ihnen?“

Es widerspricht aber der Würde des Menschen, ausgerechnet die betriebsame Ameise als erstrebenswerte Existenzform zum Vorbild gesetzt zu bekommen. Dennoch zieht die abendländische Sozial-Ethik diesen Vergleich allzu leichtfertig heran („sieh die Ameise, in ihrem Fleiße…“). Mit einiger Verachtung für diesen Vergleich hat sich einmal Lew Tolstoj geäußert. Er soll an dieser Stelle einmal mit seinen Worten zitiert werden:

Man sagt, dass die Arbeit den Menschen gut macht, ich habe aber immer das Entgegengesetzte beobachtet. Die Arbeit und der Stolz auf sie, macht nicht nur die Ameise, sondern auch den Menschen grausam. Es konnte in der Fabel ja nur die Ameise, ein Wesen, das des Verstandes und des Strebens nach dem Guten entbehrt, die Arbeit für eine Tugend halten, und sich damit brüsten. Die Arbeit ist nicht nur keine Tugend, sondern in unserer falsch organisierten Gesellschaft zumeist ein Mittel, das sittliche Empfinden zu ertöten ….
alle haben keine Zeit, keine Zeit, zur Besinnung zu kommen, in sich zu gehen, über sich und die Welt nachzudenken, und sich zu fragen:
Was tue ich? Wozu?

Lew Tolstoj

Wer einen Teil seiner Lebenszeit der Erziehung von Kindern im Sinne Rousseaus „Emile“ widmete, für seine Handreichungen keinen anderen Lohn als Anerkennung verlangte, wer weder gekauft, noch verkauft hat, sondern allein getauscht und geschenkt, somit keine amtlich anerkannte Erwerbsbiographie nachweisen kann, gilt als tätig ‚faul‘.
Denn Arbeit gilt als disziplinierende Strafe, oder, wie schon in der griechischen Antike der unwürdige Teil der ‚Banausoi‘?! Der alttestamentarischen Überlieferung gemäß ist sie gar ein Fluch! Erst mit den Jüngern des Zimmermannsohnes Jesus gelangen die Werktätigen zu ihrer eigentlichen Würde – nachdem sie durch Jesus ihrem Werk zunächst entfremdet worden waren.

Weiterlesen …
Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: , , ,

„Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!“

Unser Mitkommentator hier auf dem Blog, Roger Jean Zamofing, hat auf Facebook einen Kommentar zu dem folgenden Artikel hinterlassen, den ich auch hier gerne ins Regal stellen möchte, weist er doch auf, was es braucht, dass wir uns aus den Fänger unserer Hintertanen befreien:

Der Erfinder des „Corona-Inzidenzwerts“ dürfte in nicht allzu ferner Zukunft vom Politkollektiv für den Nobelpreis vorgeschlagen werden. Die Glanzleistung, diesen so zu berechnen, dass er möglichst lange als Alarmsignal taugt, ist nur vergleichbar mit der politischen Etablierung des Verschwörungstheoriebegriffs durch die CIA in den 1960er Jahren und der Erfindung der Drohkulisse des „Klassenfeindes“ in den kommunistischen Regimen des 20 Jahrhunderts. Was uns da als „Inzidenz“ verkauft wird, ist absurdes Theater, nicht nur wegen der definitionsnegierenden Berechnung. Wenn die 11 Bewohner des abgeriegelten Altenheims in einer 10.000-Einwohner-Stadt positiv auf das Corona-Virus getestet werden, gehen alle anderen 9.989 Bürger in den Lockdown. Irre!

Zitiert aus dem Artikel: Die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu sterben, liegt für die meisten Menschen im Nachkommabereich

Die zentrale Frage in einer OPTION I-Gesellschaft wäre spätestens seit dem Begründer unserer Hochschulen, der im Übrigen Weiber, Sklaven und den Haufen der Männer (brave Soldaten und Mitläufer und damit -täter) verachtet hat: „Wer profitiert von was am meisten und warum?“ Da es hier lediglich um Geld und Machtanmaßungen und nicht unser aller LEBENserfüllung geht, haben wir ohne neue Grundlagen und nur mit (guter oder weniger guter) Faktenanalyse und Philosophie keine Chance irgend etwas zu verändern. Wir bleiben eben auch faktisch „Verschwörungstheoretiker“, „Impfgegner“, „Klassenfeinde“, „Antisemiten“ und werden so ohne „Peer Review“ auch keinen Nobel-Preis bekommen, denn dazu muss man sich prostituieren und oftmals seine Seele dem Teufel verkaufen, auch als Wissenschaftler.

Wenn wir jedoch NICHT den Kategorie Fehler mit einer OPTION II-Grundlage wirklich aufdecken und ständig WIRKLICHKEIT mit REALITÄT oder besser noch VIRTUALITÄTEN gleichsetzen, haben wir kein Maß für die tatsächlichen Schweinereien und ihre Kollateralschäden (weil viel zu komplex und inzwischen globalisiert, um eigene Probleme zu erkennen und zu lösen), nichts gegen Abzockereien, Betrügereien und kriminellen Handlungen von Spekulanten, Investoren, Bankern, Industriellen und vor allem käuflichen Politikern ohne Gewissen und nur mit versteckten Absichten in der Hand, die von mit Brosamen bezahlten Huren und Deppen immer wieder gewählt zu werden.

In der Schweiz hätten wir jetzt z.B. die einmalige Chance, unser Wasser und unsere Landwirtschaft vor der Chemie-Mafia zu schützen, und selbsternannte Bio-Verbände sind dagegen, weil die Großverteilerkunden im Vorstand Einsitz genommen haben.

Weiterlesen …

Ist die Weltgeschichte radikal verfälscht worden? – Teil 7 – Das Großreich Tartaria wird verschwiegen

Das Nichtwalten der Wahrheit, das eigentümliche Walten gerade des Gegenteiles der Wahrheit, die geringe Neigung, Wahrheit zu suchen, die geringe Sehnsucht nach Wahrheit, mit alledem hängt das Karma unserer Zeit zusammen. (…) man glaube nicht, daß Gedanken, daß Behauptungen nicht objektive Mächte sind! Sie sind objektive, reale Mächte! Und es ist ganz unausbleiblich, daß sie ihre Wirkungen nach sich ziehen, auch wenn sie sich nicht umsetzen in äußere Taten.

Für die Zukunft ist viel wichtiger, was die Menschen denken, als das, was sie tun. Denn Gedanken werden im Laufe der Zeit Taten. Wir leben heute von den Gedanken vergangener Zeiten; die erfüllen sich in den Taten, die heute geschehen. Und unsere Gedanken, die die Welt durchfluten, werden sich in den Taten der Zukunft entladen.

Rudolf Steiner im Vortrag vom 30. Dezember 1916 (GA 173)

Ich hatte vor sieben Jahren eine Artikelserie von Zacher erhalten, die sich mit Merkwürdigkeiten unserer Geschichtsschreibung befasst. Er hat Wurzeln in der Ukraine und schaut daher geschichtlich auf etwas andere Gegenden als Jemand, dessen Vorfahren auf dem Gebiet der heutigen Deutschen siedelten. Ihm ist aufgefallen, dass gleiche oder doch sehr ähnlich aussehende Artefakte auf der ganzen Welt zu finden sind und vermutet daher, dass es einmal ein erdumspannendes Imperium gegeben haben muss. Am Ende sieht er hier das Volk der Skythen als den Quell aller Nationen. Ich den letzten Wochen habe ich mich mal wieder in die Wunderwelt des Jon Levi begeben, und bin erneut auf die Skythen gestoßen, allerdings dieses Mal unter dem Namen Tartaren, bzw. geht es um das Großreich Tartaria / Tartary, das bis vor wenigen Jahrhunderten in etwa das Gebiet des heutigen Russlands plus Nordamerika zu umfassen schien.

Die Artikel vom Eingangs erwähnten Autor Zacher sind die folgenden:

erster Teil : Was wir über den Nikotin- und Kokain-Konsum in Afrika und Asien lernen können
zweiter Teil : Über große Steinkugeln und Schädeldeformationen
dritter Teil : Viele Pyramiden mit vielen auffälligen Ähnlichkeiten dieser Welt
vierter Teil : was wir sonst noch von den Mumien lernen können
fünfter Teil : Die Anfänge des vormaligen Weltimperiums
sechster Teil : Die Skythen als Väter der Nationen

Leider gehen inzwischen einige der in den Artikeln enthaltenen Links in die Leere; entweder durch Aufgabe der Web-Seiten oder vermutlich auch durch Zensur, im einfachsten Fall durch Zeigen von Bilder ohne passende Lizenz.

Ich möchte nun selbst die Artikelserie fortsetzen. Warum? Nun, wenn wir aufzeigen können, dass unsere Geschichte maximal verbogen wurde, was können wir unseren Führern ( = Hintertanen) in dieser Welt noch glauben? Hätten wir dann nicht deutlich mehr Motivation eine Stufe weiter in unserer Entwicklung hinaufzuklettern und das uns übergestülpte, maximal entzweiende Parteiensystem hinter uns zu lassen?

Fangen wir also an.

Es war einmal ein Großreich Tartaria

Weiterlesen …
Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: , ,

Der Mensch ist in dreifacher Weise mit der Welt verwoben: via Körper, Seele, Geist

Helena Blavatsky (1877)
Foto: Wikipedia

Ich hatte vor einigen Jahren das erste Mal Lektüre von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, direkt gelesen. Es war ein kleines Büchlein, in dem es um die Phasen der Menschwerdung ging. Dabei nahmen Atlantis und Lemuria größere Passagen ein. Das Wissen darum wird er größtenteils durch die langjährige Mitgliedschaft in der theosophischen Geheimgesellschaft (Stichwort Helena Blavatsky) erlangt haben, aber auch durch seherische Begabungen. Hier auf dem Blog hatten wir seine Ideen zur Ausgestaltung einer gelingenden Gemeinschaft lesen können: Darüber, wie ein neues Denken unsere versklavte Gesellschaft in eine soziale Gemeinschaft transformieren kann … und Vom sozialen Organismus der menschlichen Gesellschaft …. Das Gesamtwerk von Steiner ist so umfassend, dass es Jahre braucht, sich hier einzuarbeiten. Es ist aber auch in einer Sprache verfasst, die uns 100 Jahre später nicht mehr so leicht zugänglich ist. Daher habe ich mir nun ein Buch zugelegt, das die wichtigsten Teile seines Werks kommentiert zusammenfasst: Das große Rudolf Steiner Buch für Einsteiger.

Die folgende Passage möchte ich hier gerne ins Regal stellen, da sie mir zum Verständnis des Menschseins eine wichtige zu sein scheint. Und wieder erfahren wir von den Kristen (wie es No_NWO gerne für die Macher der Katholischen Kirche schreibt), dass sie das Selbstverständnis des Menschen kastrierten. Zuerst ein Zitat aus den Schriften Steiners. Es folgt eine kurze Erläuterungen von Axel Burkhart, dem Autor des oben genannten Buches:

Weiterlesen …

Vom zwingenden Kult, vom Hinwerfen/Aussteigen …

Kein Oben, Unten, Außerhalb,
kein mächt’ger Gott,
und Katastrophe nicht,
und auch kein
Schwert! Nein — nichts and’res nicht
als nichts als Wahrheit nur
führt in den Wahn hinein Verirrte
hinaus zu lichten Sonnen, hinauf
zu klarer Bergesluft.

Einer nur, der Menschenwille, der
alles wollen kann — zum Wahne hin;
oder zur Wahrheit; in Sklaverei; oder
die Freiheit; zur Düsternis; oder
ans Licht!

Alles kann er. Und nennt verschlagen
Schicksal sich. Ist Willen, ja, und
ganz in seiner Kraft. Und will doch, niemals je,
nicht von sich wissen. Sehnt
gar nach Ketten sich. Will sie!
Und wirft sie wieder ab. So er’s denn
WILL. Wer könnt‘ den
Fürchterlichen zwingen,
des Menschen Willen.

Autor noch unbekannt: wer kennt ihn?

Gunnar Kaiser, dessen Beiträge ich hier schon einige Male ins Regal gestellt hatte, schmeißt seinen Lehrerjob hin, will kein Beamter mehr sein in einem Kult, der Mensch nur wenig Möglichkeit zu Entfaltung bietet, einem Bildungssystem, das den Auftrag hat, den Kult zu bewahren, zu verfestigen. In diesem sehr gutgemachten Aussteigervideo endet er mit folgenden Sätzen:

Bundesarchiv_Bild_183-D0116-0041-019,_Albert_Schweitzer.jpg (539×800)
Albert Schweitzer
Foto: Wikipedia

Ein freier Mensch – nach Albert Schweitzer

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe das Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat ihn versorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und verwirklichen, Schiffbruch erleiden, und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir meinen eigenen Antrieb durch Trinkgeld abkaufen zu lassen.

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens begegnen, als ein gesichertes Dasein führen. Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges, als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheiten für Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde für milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für ich zu denken und zu handeln, gerade in die Welt zu blicken und zu erkennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:
ich bin ein freier Mensch.

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: ,

Kirche des sehr heiligen Konsums

In Frankreich hat sich eine neue Kirche gegründet. Die «€glise de la Très Sainte Consommation», die Kirche des Sehr Heiligen Konsums.

Eine Kirche des Konsums! Das wurde ja auch Zeit, schließlich nimmt der Konsum eine nicht allein leiblich-materielle, sondern auch geist-seelische Rolle im Leben der Menschen ein.

Es soll hier nun eine Theologie vorgestellt werden. Eine von Arbeit und Konsum, welche das Konsumieren als kultisch-religiöses Mysterium zu erkennen gibt.

Eine solche Wissenschaft beginnt sinnvollerweise mit dem Mars-Riegel. Und beinahe könnte sie bei diesem auch schon wieder enden. Gab dieser kleine Riegel aus Schokolade und Karamell doch ein zentrales Geheimnis des Konsums geradezu übermütig preis: ENERGIE! Ehedem, in den 1960ern und 70ern, hieß es:

MARS BRINGT VERBRAUCHTE ENERGIE SOFORT ZURÜCK.

Welches war jene verbrauchte Energie? Und welche Energie floß zurück?

These: Als verbrauchte Energie aufgerufen war die im Produktionsprozeß des Riegels vom Arbeitenden verausgabte NIEDERE bzw. leibliche Energie, welche als HÖHERE bzw. geistige Energie zum Leib zurückfließt. Da veredelt, konnte diese Energie das Wunder vollbringen, die zuvor verbrauchte Energie -pling! – „sofort“ zurückzubringen.

Nun, als höhere Energie zurückfließen konnte jene in der Produktion verbrauchte Energie insoweit, als jener Riegel einen auch technischen Produktionsprozeß durchlaufen hat, welcher vom HÖHEREN GEISTE des Kapitals konzipiert worden ist. Was die der Materie innewohnende „niedere“ bzw. leiblich verausgabte Energie in „höhere“ bzw. geistige transformierte. In Pling-Energie.

Der Riegel selbst hat dabei eine kultische Wandlung durchlaufen. Aus seiner niederen Materie wurde höherer Geist. Im Kristentum entspricht dem das Sakrament der sogenannten Kommunion, der Transsubstantiation von Brot in den Leib Christi. Es wird niederes, ganz und gar materielles Brot durch die rituelle Aufnahme in die Hände eines Geistlichen und unter Zugabe magischer Worte, durch eine bestimmte Technik also, vergeistigt.

(Exkurs: Jene magischen Worte lauteten „Hic est corpus“ = Dies ist der Leib. Ketzer verspotteten diese Kulthandlung mit der Verballhornung zu „Hoc est porcus“ = Jenes ist das Schwein. Was auf den Priester zielte und woraus das Schimpfwort Schweinepriester wurde. Zudem entstand daraus der Begriff Hokuspokus.)

Weiter nun: Herstellung und Konsum einer Ware, welche einen von „Höheren“ verwalteten technischen Produktionsprozeß zu durchlaufen hat – verwaltet von „Agenten und Charaktermasken des Kapitals“, so Marx; oder auch von einer sozialistischen Nomenklatura – entspricht dem Tausch von niederer bzw. leiblicher Energie gegen höhere bzw. „geistige“ Energie.

Was für „niedere“ Menschen den Reiz innehat, sich mit dem Warenkonsum zu „vergeistigen“, zu „erhöhen“. Eben hierin, in diesem kultischen Hokuspokus liegt das kultisch-magische Element des Warenkonsums, sein Mysterium. Zumal der diesbezüglich Gläubige sich im Vorteil wähnt. Gibt er mit seiner Arbeit doch „niedere“ bzw. materielle Energie seines Leibes und erhält im Gegenzug „höhere“ bzw. geistige. Eine schöne Sklaverei ist das.

Es ließe sich so nun feststellen, Kapital und Lohnarbeit bildeten die zentrale Kulthandlung des Christentums ab. Woraus sich die über jede sachliche Kritik erhabene ideologische Anziehung der Lohnarbeit erklärt. Ist Lohn doch Geld, und steht so zugleich für die höchstmögliche Immaterialisierung von leiblicher Arbeit hin zu geistiger Reinheit. Im Geld zeigt sich „niedere“ bzw. leiblich-materielle Energie in einer höheren Form, als zu körperlos Abstraktem hin Ausdestilliertes. Der Schritt vom Bargeld hin zu digitalem Geld wäre so nun die Krönung dieser Immaterialisierung und Vergeistigung des Materiellen und Natürlichen.

Schlußgedanke: Kapitalismus läßt sich als eine in den Lebensalltag übergegangene permanente katholische Meßfeier auffassen. Mithin hat das Sakrale seinen angestammten Ort verlassen und den Platz des Profanen besetzt. Was zwei Fragen aufwirft:

Was füllt die so nun entstandene Leerstelle an den Orten des Sakralen? Antwort: Nichts, die Kirchen sind leer.

Die zweite Frage ist drängender: Ist der Ort des Profanen nun vom Sakralen besetzt worden, von der mit dem Lohn nun sakral gewordenen leiblichen Arbeit, wo hat das Profane sich dann hinbegeben? Wo ist sein Ort? Wo ist die Alltagskultur geblieben, das bunte Treiben auf Straßen und Plätzen, die zwanglosen Gespräche und Spiele, die kulturellen Veranstaltungen in den Straßen, Nachbarschaften und Vierteln? Sie sind zu Waren geworden, sie lassen sich kaufen. Und im Home Office konsumieren.

•••••

Zusammenfassung: Jemand gibt mit der Verfügung über seinen Leib zugleich seinen Eigenwillen (eigenen Geist) auf und erhält dafür Geld. Dieses Geld, so glaubt er, sei nicht nur Zahlungsmittel, sondern auch höheres Geistiges. Und so kann er sich nun vorstellen, er erhalte für den Geist, den er verkauft hat, mit dem Geld einen anderen zurück. Sogar einen, der besser ist, als der verkaufte, und welchen er sich über Warenkonsum zuführen könne. (Geld ist also das Gegenteil von Abführmittel, nämlich ein Zuführmittel.😁)

Am Ende dann alles wieder gut. Und sogar besser als gut, denn höherer Geist nun als zuvor. Tolle Sache, das Kapital und die Lohnarbeit. Auf Tollheit folgt bekanntlich Wahnsinn. Und genau den haben wir jetzt.

Euer No_NWO

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: , , ,

„Es kann den allwissenden Gott nicht geben.“

Markus Gabriel,
jüngster deutscher Philosophie-Professor

Dieser Meinung ist der Philosoph Markus Gabriel. In seinem Buch Fiktionen führt er den Beweis an. Sicher eine steile These. Viel steiler finde ich noch seinen These, das die Philosophieansätze der letzten 2.500 Jahre falsch sind und uns an den Rand der Vernichtung führen, u.a. mit Blick auf den Raubbau an unserer Mutter Erde (OK, er bemüht die durchaus in der Kritik stehenden These des vom Menschen verursachten globalen Klimawandel in dem folgende Interview). Sich mit breiter Brust hinzustellen, und gegen fast alle Philosophen (des Mainstreams) zu stehen … Hut ab. Dennoch sagt er ganz klar, dass er das offene Gespräch sucht und sich bewusst ist, dass seine These widerlegt werden kann. Das folgende Interview mit Herrn Gabriel wird von diesem Text begleitet:

Markus Gabriel zählt zu den originellsten und mutigsten Denkern der Gegenwart. Ausgehend von der ältesten Frage der Philosophie – der nach dem Unterschied zwischen Sein und Schein – fordert er eine radikale Neubeschreibung unseres Daseins und seiner leitenden Werte.

Mit einer radikal neuen Philosophie will Markus Gabriel unsere Gegenwart von ihren größten Irrtümern heilen. Im Zentrum seines «Neoexistentialismus» steht der Mensch als ein Wesen, das ständig in Gefahr steht, den wahren Schein mit dem falschen Sein zu verwechseln. Denn erst wenn der Mensch seine Stellung im Kosmos richtig versteht, öffnet sich ein Weg zur Bewältigung heutiger Sinnkrisen – seien diese politischer, ökologischer, moralischer oder existentieller Art. Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger erklärt der Bonner Philosoph, worin moralischer Fortschritt wirklich besteht, weshalb die Rede vom «postfaktischen Zeitalter» Unsinn ist und warum Fiktionen mindestens so real und rettend sind wie wissenschaftliche Tatsachen

Ich finde die Thesen von Markus Gabriel sehr bedenkenswert, und das Interview sehr inspirierend, Dank der inspirierenden Nachfragen von Wolfram Eilenberger, den ich bisher auch nicht kannte. Also ab ins Regal.

Nachtrag: Mit Blick auf die Transhumanisten des Great Reset ist mir noch die folgende These von Herr Gabriel sehr sympathisch: er ist sich sicher, dass ein Computer keine Gedanken haben kann.

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: , ,

Warum ist nicht Jeder in Texas am Sterben?

Ich habe von einem, der diesen Blog aufmerksam verfolgt, den Hinweis auf den Artikel Why Is Everyone in Texas Not Dying? erhalten mit dem Kommentar, dass es sich lohnen würde, ihn übersetzt hier ins Regal zu stellen. Ich habe mir erlaubt, DeepL zu verwenden und hier ist er:

Warum ist nicht Jeder in Texas am Sterben?

Ich sitze in einer Bar in Texas, umgeben von maskenlosen Menschen, schaue auf die Leute auf der Straße, die herumlaufen, als sei das Leben normal, spreche mit netten und freundlichen Gesichtern und habe das Gefühl, dass die Dinge in der Welt mehr oder weniger normal sind. Die Fälle und Todesfälle, die auf Covid zurückgeführt werden, gehen, wie überall, dramatisch zurück (siehe). 

Wenn Sie nur auf die Angstkampagnen der Medien achten, würden Sie dies verwirrend finden. Vor mehr als zwei Wochen hat der Gouverneur von Texas seine verheerende Abriegelungspolitik komplett rückgängig gemacht und alle seine Notstandsbefugnisse aufgehoben, zusammen mit den ungeheuerlichen Angriffen auf Rechte und Freiheiten.

Diese Abriegelungen hatten etwas sehr Un-Texanisches an sich. Mein Hotelzimmer ist mit Bildern von Cowboys auf Pferden geschmückt, die mit Gewehren in der Luft herumfuchteln, zusammen mit anderen Darstellungen von robustem Individualismus, der den Elementen trotzt. Es ist eine Karikatur, aber die Texaner mögen sie. Dann kam ein neuer Virus – als ob es das in Texas noch nie gegeben hätte – und die neue Zoom-Klasse schlug den umgekehrten Weg ein: nicht Freiheit, sondern Zumutung und Kontrolle. 

Nach fast einem Jahr des Unsinns sagte der Gouverneur am 2. März 2021 endlich, dass es genug ist und hob alles auf. Städte und Gemeinden können immer noch Covid-bezogenen Unfug anstellen, aber zumindest bekommen sie keine Deckung mehr vom Büro des Gouverneurs. 

In diesem Moment bemerkte ein Freund zu mir, dass dies der Test sein würde, auf den wir gewartet haben. Eine vollständige Aufhebung der Beschränkungen würde zu einem Massensterben führen, sagten sie. Würde es das? Konnten die Abriegelungen das Virus wirklich kontrollieren? Wir würden es bald herausfinden, theoretisierte er. 

Weiterlesen …
Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: , ,

Wahrheiten …

Aber die Wahrheit ist, dass sich die Regierungen unseres Lebens bemächtigt haben, in einem Umfang, wie es ihnen durch den Geist der Verfassung niemals erlaubt wäre. Kein Kanzler, kein Minister oder ein Behördenleiter hat das Recht und den verfassungsgemäßen Auftrag, ein Land und dessen Bürger der Freiheit zu berauben. …

Sie haben uns zu dienen und wir nicht ihnen. Wir haben sie nicht ermächtigt, uns zu entmündigen, und wir werden das auch niemals tun.

Kein Politiker hat die Befugnis, die Kompetenz und die Macht, mir zu sagen, ob mein Unternehmen, meine Arbeit system-relevant ist oder nicht. Für mich und meine Familie ist sie system-relevant, und das muss als Begründung reichen.

Jörg Karrenbrock

Nun, die Feststellung „keine Macht“ erfahren wir dieser Tagen doch recht deutlich: das, was uns seitens der Regierung übergestülpt wird ist dermaßen widersprüchlich und willkürlich, und dennoch folgt der überwiegende Teil der Bürger gehorsamst, als läge es den schon länger hier Lebenden im Kulturgut.

Ich möchte einen weiteren Beitrag von Jörg Karrenbrock ins Regal stellen, der mit Blick auf die Würde des Menschen analysiert, was da gerade mit uns gemacht wird:

Woher kommt und was heißt Leibeigenschaft? Feudalherrschaft.?

März 18, 2021 1 Kommentar

Ich möchte auf einen weiteren Text von Erhard Landmann aufmerksam machen. Er hat eine interessante Ableitung des Begriffs Feudalherrschaft … wieder mit Blick auf außerirdische Besucher, die uns vor ein paar Jahrhundert ihren Willen aufzwangen:

In den meisten Sprachen schreibt man richtiger feodal statt feudal. „Fe od al“ bedeutet der Planet „Fe“ in der Galaxie „Od“ im „All“, beziehungsweise die „Fee“ aus der Galaxis „Od“ im „All“. „Feoff“ ist im Englischen der „Vasall“, „fee“ ist das Erbgut, der Lohn, die Bezahlung, „feud“ ist der Streit, die „Fehde“. Das Auflehnen der Leibeigenen gegen die bösen Herren führte also zur Fehde, zum Streit. Die Leibeigenschaft, im französischen „servage“ ( was die Nähe zur Sklaverei besser andeutet) wurde also von den Bösen aus der Galaxis Od im All, von den Bösen vom Planeten „Fe, Phe“ eingeführt. Hier noch einige interessante Worte im Zusammenhang mit dem Begriff Fee. So ist „felix“ keineswegs das lateinische Wort für „der Glückliche“ sondern „lix“, besser „lich“, ist die Planetenoberfläche. „Fe lich“ ist also die „Oberfläche des Planeten Fe. „Fecundo“ bedeutet heute in vielen Sprachen „fruchtbar“ und deutet auf Erinnerungen an die oben beschriebenen sexuellen Praktiken hin, aber „kundo, cundo“ ist der Botschafter, der Verkünder, der Engel (Angelsachse) vom Planeten Fe. In vielen Märchen wurden die Feen, Kobolde, Gnome mit „fetiro“ ( der Vetter) angesprochen.

Ein Kampf mit Feen wurde „fehtan“= fechten, genannt und das Wort vehement, Vehemens (Fehemens = die „Fe führt hem in jenseitige All“), bedeutet stürmisch, weil das Aufsteigen des Raumschiffes bei der Fahrt „Heim ins jenseitige All“ sehr stürmisch verlief. Und schließlich dürfen wir das Phänomen (Phe no men) nicht vergessen; eine Erscheinung vom Planet Phe, ein „men“ vom Planet Phe. Auch die russischen Vor- und Familiennamen Feodor und Fjodor, sowie der „Phönix (Phenix, Fenix) aus der Asche“ weisen auf den Planeten Fe, Phe in der Galaxie hin. „Phe nich, Phe neigt, nach dem Planet Phe neigt sich das UFO. UFOs pflegen sich nämlich bei der Auffahrt seitlich zu neigen.

Erhard Landmann in seinem empfehlenswerten Artikel Die Frauen vom Planeten Fe – Wer steckt hinter manch einer Entführung durch Ufos?

Für Viele mag Herr Landmann ein Spinner sein. So manch Einen hat er aber auch sicher inspiriert, die Welt mit anderen Augen anzuschauen. Wer mag, der kann ihn hier etwas näher kennenlernen:

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: , ,

Gehorsam ist nicht gleich verantwortlich

Lars Voller, Intrinsify-er,
Unternehmer und Unternehmungsberater

„… Mit welcher moralischen Begründung und mit welcher Motivation auch immer: Er stellt jedenfalls mit Gesetzen und Verordnungen zur Corona-Bekämpfung Unmengen von Regeln auf, bis weit ins Privatleben hinein. Der Staat reißt damit die Verantwortung für die Gesundheit der Bürger an sich. Er stopft sich die Torte in den Bauch. Wenn sich dann einzelne Bürger nicht an die Regeln halten, sich zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen zu nahe kommen, im Park ohne Masken spazieren gehen oder sich zuhause zum Kochen treffen, dann wirft der Staat ihnen vor „unverantwortlich“ zu handeln. Aber dieser Vorwurf ist falsch!

Denn Leute, die Corona-Parties feiern oder eine Maske als Kehlkopf-Wärmer verwenden, sind nicht verantwortungslos, sondern ungehorsam. Wenn der Staat sich als Obrigkeit versteht und von seinen Untertanen Gehorsam verlangt, dann soll er es gefälligst auch so sagen. Und es nicht als eine Frage von Verantwortung tarnen! Der paternalistische Staat hat den Bürgern mit der weitgehenden Verregelung des Alltags die Verantwortung an vielen Stellen längst entrissen. Dann kann er ihnen dort auch keine Verantwortungslosigkeit vorwerfen.

Wäre beispielsweise das Tragen von Masken in Supermärkten kein Zwang, dann könnte sich ein verantwortungsvoller Mensch überlegen, ob es für ihn und seine Mitmenschen sinnvoll wäre, in einer besonderen Situation wie der einer Epidemie einer ansteckenden Atemwegserkrankung eine Maske zu tragen. Dazu würde er sich selbstverantwortlich informieren. Er würde sich die Folgen bewusst machen. Und er würde am Ende selbst die Entscheidung treffen und selbst die Verantwortung dafür übernehmen.

Aber jemand, der einfach nur eine Regel befolgt, weil ihm eine Strafe angedroht wird, kann gar kein verantwortungsvoller Bürger mehr sein! Ihm wird die Chance zur Verantwortungsübernahme von vorne herein genommen. Und Menschen, die sich daran gewöhnen, keine Verantwortung mehr übernehmen zu müssen, sondern nur noch stumpfe Gehorsamkeit zu leisten, verrohen. Die Fähigkeit zur Verantwortungsübernahme verkümmert dann mangels Gebrauch.

Das ist im Übrigen der gleiche Missbrauch wie bei der „Solidarität“: Durch die Verstaatlichung der sozialen Verantwortung wird aus Solidarität Zwang. Und selbstverständlich sinkt dann die individuelle Bereitschaft anderen Menschen zu helfen. Sie wird ja substituiert durch staatliche Regeln und finanzielle Umverteilung. Was bleibt, ist dann nur noch gehorsames Abliefern von Steuern und Abgaben, um das Soziale kümmert sich dann der Staat. Die Bürger gewöhnen sich daran und werden zwangsläufig immer unsolidarischer. Ihnen allerdings dann soziale Kälte vorzuwerfen, ist einfach nur zynisch.

In Wahrheit resultiert die Übernahme von Verantwortung aus der Abschaffung von Zwängen. Nicht aus dem Errichten von Zwängen. Und aus Verantwortungsübernahme resultiert gesellschaftlicher Fortschritt. Nicht aus Paternalismus. Das Freie entwickelt sich weiter. Das Regulierte erstarrt.

Weiterentwicklung, gesellschaftlicher und technologischer Fortschritt ist aber doch gerade jetzt genau das, was wir dringend brauchen.“

Das ist zitiert aus dem aktuellen Vollmer Waschtag (Nr. 23)
Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: , ,

Abschied nehmen … nur wie?

Ich möchte ein kleine persönliche Geschichte hier einstellen. Es ist mir ein Anliegen in diesen für mich extrem wirren Corona-Zeiten!

Mein Schwager ist vor ein Paar Wochen gestorben. Er war in meinem Alter und wir haben viel Spaß miteinander gehabt. Der Krebs hat ihn regelrecht gefressen. Chemo war ihm ein letztes Mittel. Mehr ist nicht zu sagen. Er war am Ende im Hospiz. Corona-Regel war, dass nur Frau und Kinder eine Stunde am Tag besuchen durften. Für mich hatten sie noch eine letzte Ausnahme gemacht, da ich eine längere Anreise hatte. Ich war über eine Stunde bei ihm und wir haben nochmals über die alten Zeiten in jungen Jahren, d.h. Studienzeiten gesprochen … PUH. Er sah schon so alt wie mein Vater, der nun 90 Jahre ist, aus. Aber wir waren uns dennoch sehr nahe …

Ich hatte ihm einen Text meiner ältesten Tochter für ihn mitgebracht. Ich konnte ihn vor lauter Tränen (die mir gerade wieder fließen) nicht vorlesen, und so reichte ich ihm mein Handy mit dem Text. Und so liefen auch ihm die Tränen über die Wangen. Nun, ich habe diese Bilder von ihr vor Augen und die Gefühle, die wir hatten, und es mag für den geneigten Leser wohl schwierig sein, diese selbst zu sehen. Aber die empathischen unter Euch mögen das schaffen. Und für Euch mag ich ihre Zeilen an ihren Onkel gerne hier ins Regal stellen:

Lieber Onkel,
räumliche Distanz und unterschiedliche Lebenswege haben dazu geführt, dass wir uns in den letzten Jahren leider nicht mehr oft gesehen haben. Und obwohl in diesem Gedanken Bedauern mitschwingt, erinnere ich mich doch vor allem an das Positive.
Wenn ich an dich denke, so denke ich an die Familienfeste meiner Kindheit bei Oma und Opa. An Weihnachten, Ostern, die großen Geburtstage. Oftmals wurde es schon dunkel draußen, wenn die Gespräche am Tisch auf lebhafte und leidenschaftliche Weise laut wurden, unterbrochen nur von noch lauterem Gelächter und dem klirrenden Geschirr aus der Küche. Ich erinnere mich an diese Geräuschkulisse, als wären diese Erinnerungen nicht schon Jahrzehnte alt, sondern erst wenige Wochen.
Wenn ich an diese Abende denke, assoziiere ich damit vor allem Familie, Wärme, Fröhlichkeit. Du warst die treibende Kraft hinter diese Atmosphäre. Das werde ich sehr vermissen.
Deine Nichte

Er wurde inzwischen eingeäschert. Aufgrund der Corona-Situation hat meine Schwester noch mit der Beerdigung gewartet. Sie wird noch in diesem Monat stattfinden. Im kleineren, Corona-bedingten Kreis. Sein Wunsch war es, in einem Friedwald beigesetzt zu werden. Wir mögen in bunten Kleidern kommen, denn er mochte sein Leben sehr, und wir sollen ihn so in Erinnerung halten. Ich bin gespannt auf seine Rede, die er im Sommer letzten Jahren geschrieben hatte, als im klar wurde, dass sein Ende nicht mehr lange auf sich warten wird.

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: ,

Sehen wir gerade die Transformation von der Selbstverlorenheit in die Selbsterkenntnis?

Februar 14, 2021 13 Kommentare

Ich habe heute Mal wieder Post von Mario Walz bekommen. Wenn ich mir den Verlauf der Corona-PLandemie anschauen, besonders die Kämpfe zwischen Jene, die die getroffenen Maßnahmen als unangemessen erachten, besonders mit Blick auf die Fakten, die nicht im Mainstream präsentiert werden, und Jenen, die sich diesem Blick entweder verweigern oder aus anderen Gründen nicht wagen und noch viel strengere Maßnahmen fordern, bis ein #ZeroCovid (siehe auch) erreicht ist, so macht mich das aktuell doch sehr müden. Da tuen Marios Worte meiner Seele gut. Wie steht es bei Euch?

Ausschnitt aus dem aktueller Rundbrief Neue positive Nachrichten

Mario Walz

Dass das Warten auf den Messias keine Option ist, hab ich in meinem letzten Video detailliert besprochen (Change it – love it or leave it). Es bleibt dabei: WIR Menschen entscheiden, wie sich die Menschheit entwickelt.
Das funktioniert, indem wir zunächst unser eigenes Dasein bestimmen (oder uns bestimmen lassen) und wirkt darüber hinaus, weil die individuellen Lebensentscheidungen zu einer kollektive Gemeinsamkeit heranwachsen.

Dass sich die aktuelle Zeitqualität so unfassbar extrem zeigt, liegt daran, dass wir einen gigantischen Paradigmenwechsel erleben.

Das Fischezeitalter ist vorbei und damit das Thema dieser Ära: Selbstverlorenheit,
Die energetischen Kräfte dieser Ära machten es möglich, dass sich einige wenige zusammenschließen konnten, um ihre teilweise skurrilen Vorstellungen und Ideale zu allgemein anerkannten Strukturen aufzubauen, die dazu führten, dass sich viele Menschen den mächtigen Strukturen unterordneten. Durch diese Unterdrückung oder das selbstständige Hingeben an Ideale, in denen das eigene ICH keine Rolle mehr spielte, verloren sich die Menschen sozusagen. Sie fanden Kraft und Hoffnung nicht mehr in sich selbst oder in der Natur, sondern in größeren Strukturen, wie Religionen oder anderen philosophischen oder politischen Idealen, die alle den einzelnen als ein sündiges, unwürdiges oder ohnmächtiges Wesen degradierten. Die Hoffnung und Sehnsucht nach Führung, Frieden, Liebe und Anerkennung fanden viele Menschen jener Zeit nicht mehr in sich selbst, sondern in den Texten und Vorschriften ihrer religiösen, politischen oder anderweitigen Ideale. Aber die Zeit der Selbstaufgabe oder Hingabe an „höhere Mächte“ endet jetzt.
Und somit endet auch die Zeit jeglicher Herrschaft – weswegen auch das Patriarchat endet.

Weiterlesen …
%d Bloggern gefällt das: