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Archive for the ‘Ökonomie’ Category

Marx für Dummies – die Elfte und Letzte

Oktober 20, 2020 10 Kommentare

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von 12345678, 9 und 10:

Karl Marx in der typischen Pose
eines Freimaurers
Bild: Wikipedia

Im Überflug gesehen, wird ein enormer realer Reichtum an Waren und Gütern erzeugt, aber die Masse an abstraktem Reichtum, an Lohn und Profit, ohne welche sich der Warenreichtum nicht erwerben und konsumieren läßt, geht langsam aber fühlbar zurück. (Nachtrag 2020: Letzteres gilt unter der global gegebenen Bedingung einer von Monopolen mittels von deren überhöhten Preisen angetriebenen gesamtmarkträumlichen Preisinflation, welche zugleich dann ein Parasitieren des gesamtmarkträumlichen Profitvolumens zugunsten jener Monopole bewirkt.) Heute läßt sich die gesamtmarkträumliche *Kapitalrendite* effektiv vor allem noch durch Reduzierung von Einkommen und Sachaufwendungen außerhalb der Halle sichern.

Etwa hier scheint die weltweite kapitalistische Produktion nun angelangt zu sein. Nach der Krise von 2008 war der Preisauftrieb über Jahre hinweg überraschend niedrig, es war bereits von sinkenden Preisen und drohender Deflation die Rede, was ein Indikator für sehr verhaltene Investitionen in leistungsfähigere Maschinerie ist und auf lediglich Ersatz- oder Erhaltungsinvestitionen hinweist – mehr lohnt sich nicht, wenn in einer Profitkrise bzw. bei Investitionsnotstand die zahlungsfähige Nachfrage schwächelt.

Hält die rücksichtsvoll als Investitionsnotstand deklarierte Profitkrise länger an, versuchen Unternehmen, ihren mageren Profit durch Preiserhöhungen aufzubessern, was zu Inflation und bei zugleich stagnierenden Einkommen zur Senkung des Lebensstandards führt – als immer letztes Mittel soll eine Erhöhung der Mehrwertrate der niedrigen Profitrate aufhelfen.

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The Great Reset … Fluch oder Segen für die Menschheitsfamilie?

Oktober 17, 2020 101 Kommentare

Ich hatte hier schon einige Male die großen Agenden der UN antönen lassen (siehe z.B. hier: Agenda 21: Globalisierung und Machtausweitung lässt grüßen; und hier: Deine Zukunft als rechtloses Nutzvieh). Nun steht uns wieder so ein großes Ding unserer Hintertanen ins Haus der großen Meinschheitsfamilie. Es gehe um eine gerechtere Verteilung von Ressourcen, im eine saubere Umwelt, und viele andere wohlklingende Worte sind da zu hören. Doch wer genauer hinschaut, kann das Werk der ‚alten‘ Eugeniker wieder erkennen, oder? Wollen wir auch diesen Great Reset, von dem die Eliten so schwärmen?

Auch Norbert Hering hat schon über diese neue Segnung des Weltwirtschaftsforums geschrieben:

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Marx für Dummies – die Zehnte

Oktober 15, 2020 5 Kommentare

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von 1234567, 8 und 9:

Diskussion

Das eigentlich Wunderliche des Kapitals

Karl Marx in der typischen Freimaurerpose
Bild: Wikipedia

Das eigentlich Wunderliche der modernen Produktionsweisen findet sich in der Art und Weise, wie die Aneignung des Konkreten, nämlich der Waren, vermittelt ist – durch eine Abstraktion, durch den sich in Arbeitszeit pro Warenstück bemessenden Wert.

Daß dem so ist, verlangen aber nun einmal mit gutem Recht alle, die sich im Zuge des Kaufs oder Verkaufs von Waren als einander fremde, vereinzelte Individuen gegenübertreten und dann, um nicht übervorteilt zu werden, auf Tauschgerechtigkeit drängen.

Tauschgerechtigkeit läßt sich nur und allein unter Zuhilfenahme des Werts herstellen. Entsprechend heißt es über den Tauschwert unter Punkt 1.2): Wer auch möchte 200 gegen 100 Minuten hergeben, da er dann 100 Minuten für einen anderen gearbeitet hätte, ohne eine Gegenleistung zu erhalten.

Aus dem selben Grund ist auch das Kapital auf den Wert angewiesen. Auch Unternehmen treten auf dem Markt als einander fremde, vereinzelte „Individuen“ bzw. Wettbewerber in Erscheinung. Eben darum sind sie unablässig genötigt, die Herstellkosten zu senken, indem sie die in der Produktion eingesetzte Arbeitszeit verringern. Ungewollt verringern sie so zugleich das gesamtmarkträumliche Wertvolumen und mit diesem zugleich das zur Deckung von Altkapital und zur Realisierung von vorkalkulierten Altrenditen verfügbare Volumen an Zahlungsmitteln.

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Marx für Dummies – die Neunte

Oktober 12, 2020 5 Kommentare

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von 1234567 und 8:

Karl Marx in der Pose eines Freimaurers
Bild: Wikipedia

Unternehmer wissen nichts von Marxscher politischer Ökonomie, nichts vom Mehrprodukt und von einem Mehrwert, dessen Volumen den gesamtmarkträumlichen Profit nach oben hin deckelt. So sucht und findet der Unternehmer allerhand Sündenböcke und Erklärungen für das Versiegen seines Profits – nur auf den tendentiellen Fall der Profitrate kommt er natürlich nicht. Er weiß nichts von solch einem Fall, der ihm seine Felle wegschwimmen läßt. Und selbst wenn ein Unternehmer bzw. ein „Agent“ oder eine „Charaktermaske“ des Kapitals, wie Marx es nicht polemisch, sondern durchaus im Bemühen um Sachlichkeit sagte, vom Fall der wegschwimmenden Felle wüßte, darf ihn dieser nicht kümmern – der Wettbewerb läßt ihm keine Wahl. Falls er zu den ersten gehört, welche verbesserte Maschinerie einsetzen, sind seine Herstellkosten immerhin so lange niedriger als die seiner Wettbewerber, wie diese sich noch mit unverbesserter Maschinerie begnügen. Während dieser Zeit kann er seinen Profit steigern, da sein Betrieb nun produktiver als der gesamtmarkträumliche Durchschnitt ist. Doch währt dieses Glück meist nicht lange und ändert nichts am mittel- bis langfristigen Schrumpfen des betrieblichen Profits und so auch des Gewinns.

Da die unbezahlte Arbeit, die Mehrarbeit, all jene Waren hervorbringt, die nicht in den Konsum der unmittelbar händisch in Warenproduktion und -transport Arbeitenden einfließen, liegt die Mehrwertrate enorm hoch. Mindestens 85 Prozent des Arbeitstags werden wohl der Mehrarbeit dienen. Aus dieser Sicht müßte der tendentielle Fall der Profitrate eigentlich galoppieren. Er wird aber durch Gegentendenzen so weit abgefangen, daß er, so konstatierte Marx zu seiner Zeit noch, eher „schleichend“ ist. Beim heute gegebenen Stand der organischen Zusammensetzung des Kapitals aber kann von einem Schleichen längst nicht mehr die Rede sein. Der tendentielle Fall der Profitrate marodiert.

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Marx für Dummies – die Achte

Oktober 11, 2020 1 Kommentar

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von 123456 und 7:

Karl Marx in der Post eines Freimaurers
Bild: Wikipedia

4.) Tendentieller bzw. schleichender Fall der Profitrate

Carthaginem esse delendam – Karthago muß zerstört werden. Nein, nicht doch. Die große Stadt des Moloch zerstört sich selbst. Will dieser Text Panik verbreiten? Nein, nicht. Die Definition eines Problems ist der erste Schritt zu dessen Lösung.

Im Augenblick ihrer Geburt stieg Aphrodite in vollendeter Gestalt aus der Gischt des Meeres hervor, strahlend rein und betörend schön. Die modernen Produktionsweisen bzw. die modernen Gesellschaften bzw. die Industriegesellschaften kamen auf andere Weise zur Welt. Ihr Jahrhunderte währender blutiger Geburtsvorgang war erst abgeschlossen, als die große Mehrzahl der Konsumtions- und Produktionsmittel nicht mehr von ihren Konsumenten für sich selbst oder für kleine lokale Märkte, sondern in großer Stückzahl als Waren für den Verkauf auch auf den entferntesten Märkten hergestellt wurden. Moderne ist Warenproduktion für große öffentliche Markträume.

Alle guten Dinge haben etwas Lässiges
und liegen wie Kühe auf der Wiese.

wußte Nietzsche, Prophet des totalen Fiaskos der Moderne

Die wissenschaftlich-technischen bzw. modernen Produktionsweisen sind keine auf der Wiese liegende Kuh, sondern ein galoppierendes Pferd, welches mit jedem zurückgelegten Meter größer, schneller und stärker wird. Und infolge des tendentiellen Falls der Profitrate zugleich hungriger, wütender und verzweifelter. Mag die gesamtmarkträumlich durchschnittliche organische Zusammensetzung des Kapitals anfangs bei 1 zu 9 gelegen haben, sprich: 10 Prozent des Kapitals sind konstant, tote Arbeit, und 90 Prozent sind variabel, lebendige Arbeit, so liegt dieses Verhältnis heute – wer weiß das schon genau – bei vielleicht 10 zu 1; die organische Zusammensetzung des Kapitals wächst mit der Zeit. Immer weniger Menschen produzieren immer mehr und auch neuartige Waren, und es werden diese Waren – Ausnahmen gibt es leider mehr als genug – in der Regel billiger, leistungsfähiger und besser.

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Verschwörung, Beschwörung und die drei existentiellen Ängste der Superreichen

Zahlreich kursieren im Netz Darstellungen einer neuen Techno-Welt, welche in der bereits nahen Zukunft Wirklichkeit werden soll. [siehe z.B. Auf dem Weg in die Matrix]

Allbekannt ist das Starlink-Projekt des Superreichen Elon Musk. Bei näherem Hinsehen stellen insbesondere solche Beiträge, die jenes Projekt sehr kritisch ausloten, keineswegs VERschwörungs-Theorien vor. Es sind BEschwörungs-Theorien.

Beschworen wird die nahezu unbegrenzte Fähigkeit der superreichen Elite, grundstürzende technologische Innovationen ins Werk zu setzen — wenn auch zum Bösen hin. Das riecht nicht nur, das stinkt geradezu nach PR, nach Public Relations. Nach Supermann-Geschichten, die uns die immense Macht und die immensen Möglichkeiten der Eliten vor Augen führen. Vor Augen führen sollen! Wir sollen staunen. Ehrfürchtig. «Shock and Awe» heißt übersetzt: Schockiert sein, ehrfürchtig staunen und von Angst beherrscht sein.

Ganz ähnlich, allerdings netter, war es schon bei dem zu Anfang der 1960er Jahre vorgestellten Apollo-Projekt der NASA: Verblüfft bestaunen, bewundern und begeistert sein: Ein Mensch auf dem Mond! Aber was, bitteschön, wollte der da eigentlich!? Wer es glauben wollte: Erster sein.

Public Relations ist der Feind aller nüchternen Betrachtung der Wirklichkeit. Uns Heutigen erweist sich das Projekt Apollo als gigantisch erfolgreiche PR-Maßnahme. Public Relations ist mehr als Propaganda. Immer zeichnet PR vor die Augen ihrer jeweiligen Zielgruppen Bilder, welche intensive Gefühle auslösen. Wunderschöne oder auch schreckliche Bilder. Die Apollo-PR zeichnete begeisternde Bilder, welche insbesondere Erfinder, Techniker, Wissenschaftler und Ingenieure motivierte, sich engagiert einzubringen.

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Globales technisches Wettermanagement und die fromme Helene

Hin und wieder zu hören ist die These, Corona sei eine Operation des Tiefen Staats mit dem Hauptziel, Trumps Wiederwahl zu verhindern. Andere wieder kommen zu der Auffassung, dies sei eher ein Nebenziel, weil es gerade so gut passe. Hauptziel sei der «Great Reset» des WEF. Und genau dafür sprechen überzeugende Indizien.

Jener «Reset» will vor allem die Bargeldabschaffung und die Einführung einer globalen digitalen „Währung“ vom Typ «Überwachen und Strafen» befördern:

1.) Digitales Tracking (dazu das superschnelle 5G-Netz)

2.) Das Einkaufen soll dann mit einer globalen „Währung“ geschehen, die aus „Sozialpunkten“ besteht und von einer KI verwaltet wird: eine Art HartzIV für alle. Und wer nicht brav ist — Pech gehabt! Siehe aktuell hierzu auch den Ökonomen Norbert Häring (Great Reset: Das Weltwirtschaftsforum plant den Großen Neustart, um ihn zu verhindern).

Um an dieses Ziel zu gelangen, fahren die Eliten die Weltwirtschaft mittels Corona nun an die Wand. Die Superreichen machen damit sogar Gewinne, alle anderen verlieren und können dann billig aufgekauft werden (siehe aktuell den Ökonomen Christian Kreiß). Was am Ende allein noch Bestand haben wird, sind Eigentumstitel — die Machtbasis der superreichen globalen Elite.

Hintergrund des ganzen Spiels bildet der sich seit Jahrzehnten schleichend abzeichnende Zusammenbruch der Staatshaushalte und Finanzmärkte. Mehr noch aber der globale Wetterterror, ein technisches Wettermanagement, das bisher niemand anzusprechen gewagt hat. Obwohl ein aufmerksamer Blick in den Wolkenhimmel eigentlich schon sehr viel sagt! Jenes Wettermanagement bildet die Voraussetzung, um weiter Öl und Gas fracken zu können, denn es dient der Verbringung der zum Fracken benötigten gewaltigen Süßwassermengen in Trockengebiete (siehe geoarchitektur.blogspot.com).

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Marx für Dummies – die Siebte

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von 12345 und 6:

Karl Marx in der typischen
Pose der Freimaurer
Foto: Wikipedia

3.) Konstantes und variables Kapital sowie deren organische Zusammensetzung

Ein Produktionsprozeß verausgabt Kapital für zwei Kostenpositionen. Die eine, konstantes Kapital, dient dem Kauf von Produktionsmitteln; die andere, variables Kapital, dient dem Kauf von Arbeitskraft.

Kapital ist Zahlungsmittel für den Kauf der Waren Arbeitskraft und Produktionsmittel.

Nun ist der Preis der Ware Arbeitskraft gleich dem Wert der Waren, die der Arbeiter vermöge seines Lohnes konsumiert. Und auch Produktionsmittel sind Verbrauchsgüter, sind Waren.

Kapital ist Warenverbrauch.

Zu guter Letzt versteht Kapital es, nicht nur vorfindliche Waren und Arbeitskraft produktiv zu konsumieren, sondern auch neue Waren, die zudem einen höheren Wert als die verbrauchten enthalten, zu produzieren sowie den aus diesem Vorgang gewonnenen Mehrwert abzuschöpfen.

Kapital ist Warenerzeuger und Mehrwertabschöpfer.

Der Produktionsprozeß endet mit dem im Verkaufserlös enthaltenen Rückfluß des verbrauchten variablen und konstanten Kapitals sowie des Profits, und ein neuer Produktionsprozeß kann beginnen.

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Marx für Dummies – die Sechste

September 27, 2020 62 Kommentare

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von 1234 und 5:

Hauptteil

Karl Marx in der typischen Pose
der Freimauerer
Foto: Wikipedia

Der Hauptteil stellt in geraffter Form den zum Zwecke der Aufdeckung des Mechanismus des Kapitals verwendeten begrifflichen Werkzeugkasten vor. Marxens Begriffe sind umstandslos aus den Warenströmen und einigen wenigen, allen wissenschaftlich-technischen Warenproduktionen gemeinsamen Bedingungen ableitbar. Da Pferde von vorn aufzuzäumen sind, folgt der Hauptteil dem zeitlichen Ablauf der Entstehungsgeschichte des Kapitals.

Die Berichte der geist-materie-dualistischen Religionen von der von der Schöpfung der Welt beginnen mit dem „Höheren“, mit dem «Logos» bzw. «Geist», was in der deutschen Bibel als „Wort“ übersetzt wurde.

<Im Anfang war das Wor.t>

Marx beginnt seinen Bericht von der Entstehung der Welt des Kapitals mit dem „Niederen“.

<Im Anfang war die Ware.>

Als erstes geht der Blick auf das, was eine Ware von all den vielen schönen Dingen im biblischen Paradies unterscheidet.

1.) Wert, Tauschwert, Gebrauchswert sowie Preis einer Ware

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Marx für Dummies – die Fünfte

September 23, 2020 23 Kommentare

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von 123 und 4:

Profit als Geldstrom zum Kauf des Mehrprodukts

Karl Marx in der typischen
Pose des Freimaurers
Foto: Wikipedia

Im Modell des imaginären, markträumlichen Gesamtbetriebs haben die vom Mehrprodukt repräsentierten Warenströme zweifelsfrei den selben wertlichen Betrag wie der Profit. Allerdings ist der Profit weder ein Waren-, noch ein Wertstrom, er ist ein Strom von Zahlungsmitteln, ein GELDSTROM. Wenn der Warenstrom des Mehrprodukts die imaginäre Gesamthalle mit angebbarem Wertbetrag verläßt und schließlich mit dem selben Wertbetrag, aber nun als Geldstrom wieder bei dem imaginären Gesamtunternehmen ankommt, eben an dem Ort, von dem er als Strom des Mehrprodukts seine Reise begonnen hat, muß die Unterscheidung von Mehrprodukt und Profit sinnlos erscheinen.

Beim Profit geht es nicht mehr um Ströme, sondern ums Stromern, und da vor allem um zwei große Momente. Der erste, die Wiederauferstehung des als *Kapital* in die Unternehmensgruft gelegten Geldes als Mehrprodukt; der zweite, die wenig später erfolgende Metamorphose des Mehrprodukts zum Profit und damit zugleich – profit is money! – die triumphale Himmelfahrt des – ach! – um den *Gewinn* vermehrten Geldes, das nun wieder stromern kann, wohin es nur möchte.

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Corona-Ankunft: Korporatokratie (!?)

September 22, 2020 36 Kommentare

Ich freue mich, dass Nick Mott nach langer Zeit wieder mal vorbei schaut und seine Denk-Art in Kommentaren hier lässt. Eine dieser Kommentare möchte ich gerne als eigenständigen Artikel hier ins Regal stellen, denn es wäre schade um diese Perle, wie ich finde:

***

Links im Unsichtbaren der Tiefe Staat?

Eindeutig verlagerte sich das Gewicht der Entscheidungsmacht in den letzten Jahrzehnten sukzessive aber unaufhaltsam von der ‚Politik‘ über die Lobbykratie hin zur Korporatokratie. Diese führenden ‚Gesellschaftsformen‘ sind natürlich kein Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zweck. Wem gehören diese führenden Gesellschaften?
‚Unternehmern‘.

Aber kaum einer dieser Unternehmer’genies‘ konnte zu derart einflussreicher Position aufsteigen ohne Protegé von Anderen gewesen zu sein – z.B. (aber nicht nur) von sogenannten ‚Financiers‘. Das können wiederum andere Superreiche sein oder Banken oder Geheimdienste oder ‚Logen‘ u.ä.

In jedem Falle supranationale Kreise.

Deren Machtbasis war bis vor kurzem das Abhängigkeitsgeschäft über Kredite oder Manipulation der Märkte (von KI wie Blackrocks ‚Aladdin‘ bis hin zur Instrumentalisierung der UN z.B. über Sanktionen). Das funktionierte aber immer schlechter, weil die überspannten Märkte auf den Kollaps zusteuer(te)n und die Vergesellschaftung von konkreten Ressourcen (Ackerland, Bauland, Wasser, Minen, Immobilien, Transportwegen/-mittel etc.) über den ‚point of no return of investment‘ gerödelt wurden und im Nirvana-Schürfwettbewerb der virtuellen Märkte aka ‚Wetten‘ landete.
Da konnte man sich zwar das Geld wie beim Pokern gegenseitig abknöpfen aber eben keine ‚Mehrwerte‘ mehr schaffen.

Lehmann war 2008 der Startschuss, denn Lehmann wurde ganz offensichtlich geopfert, um die nötige Dynamik loszutreten. Danach konnte für 10 Jahre wortwörtlich Geld verbrannt werden, um den Heißluftballon zu befeuern, indem alle Zentralbanken nach und nach immer unbegrenzter und unregulierter Geld zur Verfügung stellten.

Der Markt für virtuelle Wetten wurde nochmal verdreifacht.

Aber:

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Marx für Dummies – die Vierte

September 20, 2020 27 Kommentare

Dieser Artikel setzt die drei ersten Artikel 1, 2 und 3 fort:

Halle und Warenströme aus der Vogelperspektive

Karl Marx in der typischen
Pose eines Freimaurers
Foto: Wikipedia

Aus der Vogelperspektive auf die Halle geschaut, gehen dort Waren ein und aus. Im Marxschen Sinne Kapitalinvestition sind allein diejenigen Waren, die in die Halle eingehen, um dort (ab)genutzt oder verbraucht zu werden, nämlich Maschinen, Arbeitsmittel, Roh- und Hilfsstoffe plus die unmittelbar händisch warenproduzierenden Arbeitenden. Auch diese repräsentieren bei Marx Warenströme, nämlich die Ströme jener Waren, welche die Arbeitenden der Halle zur Aufrechterhaltung ihrer Arbeitskraft benötigen und von ihren Löhnen kaufen können. In der Person des Arbeitenden gehen quasi Waren in die Halle ein. Politisch-ökonomisch ist alles Warenstrom.

Der aus der Halle ausgehende Warenstrom verzweigt sich je nach Branche sehr verschieden. Konsumgüter gehen an Arbeiter, Angestellte, Unternehmer, Beamte, Freiberufler, Militärangehörige, Rentner, Arbeitslose, Privatiers, Kinder, kurz: an Alle, ob groß oder klein, jung oder alt. Investitionsgüter gehen an Staat und Unternehmen. Allen Warenströmen gemeinsam aber ist der Rückfluß von Geld vom Käufer an den Verkäufer. Mit diesem Rückfluß ist Konkretes zu Abstraktem geworden, Niederes zu Höherem, Materielles zu Geistigem. Aus Waren wurde Geld.

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Marx für Dummies – die Dritte

September 19, 2020 11 Kommentare

Dieser Artikel setzt die beiden ersten Artikel 1 und 2 fort:

Vor dem Kapital

Karl Marx in der typischen Freimaurerpose
Foto: Wikipedia

Die Schöpfungsgeschichten der drei großen Weltreligionen sind geist-materie-dualistisch. Gott schuf Himmel und Erde, das Höhere und das Niedere. Auch das Kapital kennt Höheres und Niederes, nämlich in den Gegensatzpaarungen Kapital <> Arbeit sowie Geld <> Ware. Die Parallelen von Religion und Kapital sind so wenig verblüffend, wie die von Religion und Kultur.

Ein Ding wird zur Ware, sobald es gegen ein anderes Ding oder Gut getauscht wird. Als es noch kein Geld gab, wurde Ware direkt gegen Ware getauscht. Später erst wurde Geld zum Tauschmittel für Waren. Wo Waren gegen Waren oder Geld getauscht werden, muß es ein Wertmaß geben, das zum Beispiel sagt, wie viele Paar Schuhe ein Faß wert ist. Ohne den Wert von Waren zu kennen, läßt sich nicht ohne Bauchgrimmen tauschen. Selbstredend handelt es sich bei dem gesuchten Maß für den Wert einer Ware um den zur Herstellung einer Ware durchschnittlich erforderlichen Gesamtaufwand an Arbeitszeit.

Alles war vor dem Kapital schon da: Wert bzw. Wertmaß, Ware und Geld. Und auch Ausbeutung und Unterdrückung gab es vor dem Kapital bereits, nämlich im Feudalismus. Doch der Feudalismus kannte so gut wie keine aufnahmefähigen großen Märkte. Da im Kapitalismus in großen Stückzahlen produziert wird, benötigt er eine entsprechend vielzählige Abnehmerschar. Diese bot zunächst nur der internationale Handel.

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Marx für Dummies – die Zweite

September 17, 2020 31 Kommentare

Dieser Artikel ist die erste Fortsetzung der Serie Marx kinderleicht. Hier geht es zum ersten Artikel, der Einleitung.

Eingangsbemerkung

Die drei Bände von <Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie> umfassen 2239 eng bedruckte Seiten. Trotz dieses geradezu biblisch anmutenden Umfangs läßt sich das wirtschaftswissenschaftliche Denken von Karl Marx sehr einfach darstellen und – falls keine Schulung in Marxismus-Leninismus vorausging – kinderleicht verstehen.

Politische Ökonomie = Lehre vom Wirtschaftsgeschehen
in großen öffentlichen Markträumen

Politisch ist Marx gescheitert, wissenschaftlich nicht. Auf seiner Werkbank liegt ein rätselvolles Ding, das den Willen in sich trägt, allem Geschehen in der modernen Welt den Takt anzugeben. Sein Name: Kapital. Marx zerlegt es, entdeckt einen Mechanismus und kommt dessen Funktionsweise und ihren Sonderbarkeiten auf die Spur. Und so zeigt er uns schließlich in nicht zu überbietender Klarheit, daß nicht das Böse die gewalttätige Welt des Kapitals, sondern das Kapital die gewalttätige Welt des Bösen hervorbringt. Seine Kernaussage: It’s the mechanism, stupid!

Die Teilnahme höchster Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an mörderischen satanistischen Kultveranstaltungen darf als gesichert gelten und soll hier nicht in Abrede gestellt werden. Von dem Historiker Wolfgang Eggert präsentiertes valides Quellenmaterial darf als Beweis gelten, daß Marx Kontakte zu Personen pflegte, die in dem Verdacht stehen, satanistischen Heilsideologien angehangen zu haben (siehe u.a. hier).

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Marx für Dummies – die Erste

September 16, 2020 30 Kommentare
Karl Marx in der typischen Freimaurerdarstellung
Foto: Wikipedia

Ich freue mich sehr, Euch wieder eine Serie von Artikeln ins Regal stellen zu dürfen, die wieder lehrreichen Inhalt verspricht. Ich oute mich mal vorab noch: ich habe das Kapital von Karl Marx nie komplett gelesen zu haben. Das meiste Wissen dazu habe ich mir durch Interpretationen und Auszügen angeeignet. Daher würde ich auch nie behaupten wollen, dass ich seine Thesen komplett durchdrungen haben. Und ich vermute, dass dies für den überwiegenden Teil der Menschheit gelten sollte. Die folgenden Artikel sind zwar auch wieder eine Interpretation, welche sich aber bemüht, dies auch für Laien durchdringbar zu machen. Ob ich hier zu viel verspreche? Schauen wir mal:

Marx kinderleicht
1867 – 2018: 151 Jahre

Einführung

Kapitalismus, den es wirklich gibt

Der Wind hatte sich gelegt, und über der angenehm kühlen Aussichtsterrasse des gepflegten kleinen Vororthotels wölbte sich ein wolkenloser Himmel. Bei seiner Ankunft hatte der bullige Kerl, der nun neben Peter saß, in nüchtern verhaltenem Stakkato „Wie es aussieht, der einzige noch freie Platz hier draußen“ festgestellt und sein vom Buffet mitgebrachtes Kaffeegedeck ohne Zögern – „Ich darf doch bitte!“ – auf dem Beistelltisch zwischen sich und Peter abgesetzt, genau mittig auf Peters Wall Street Journal. Das schwere Mahagonigestühl zurechtrückend, hatte er vernehmlich „Guten Morgen, Sir, ich störe hoffentlich nicht“ geächzt und sich dann vorsichtig in dem wuchtigen Sitzmöbel niedergelassen. „Ein wirklich herrlicher Platz! Wenn ich in der Gegend bin, ist dieses Haus mein Favorit. Ach, ich hab mich noch nicht vorgestellt: George Vanderbilt, Management-Consultant, Ohio.“

„Peter Bowman, Holzbau, sehr erfreut, George! Das Hotel gehört meinem Schwager Bill,“ hatte Peter aufgeräumt zurückgegrüßt, und ja – nach ein paar höflichen Erkundigungen über Peters Geschäft, erzählte Vanderbilt bald schon geschmeidig von seinem Arbeitsalltag als Unternehmensberater, kam von dort zu den exzellenten Aussichten für Wirtschaft und Handel, schließlich zu den zu erwartenden vielen neuen Stellen, und-und-und. In seiner Welt war alles rosarot. „Selektive Wahrnehmung,“ kam es Peter in den Sinn.

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