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Posts Tagged ‘anbau von obst und gemüse’

Blühende Obstwiesen statt Kuhweiden mit Schlachtvieh

Oktober 1, 2019 5 Kommentare

Der folgende Text ist als Kommentar an wenig passender im Blog eingestellt worden, passt aber inhaltlich gut zu den Diskussionen, wie unserer Welt zuträglicher gestaltet werden könnte, also ab ins Regal:

Apfelbäume im Herbst – Foto: Wikipedia

Meine Vision ist, dass überall wieder blühende und früchtetragende Obstwiesen entstehen, die allen zugänglich sind, für die sich jeder verantwortlich fühlt und wo jeder nach seinem Bedarf ernten kann. Jede Obstwiese hat einen Baumwart, der sie hauptverantwortlich betreut und der mitarbeitende Helfer anleitet. So war es seit 1869 in Deutschland geregelt, bis es ab den 1960er Jahren zu großräumigen Rodungen kam zugunsten von Bau- und Gewerbegebieten.

Kuhweiden wecken zwar – im Gegensatz zu Industrieanlagen – in vielen Menschen nostalgische Gefühle, stünden aber die Schlachthäuser unmittelbar daneben und könnte man durch große Schaufenster den grauenhaften Todesqualen darin zuschauen, wäre es mit dieser Nostalgie schnell vorbei.

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“Vielleicht haben sie die lieb gehauen.”

Oktober 11, 2014 23 Kommentare

Viele Kinder werden von ihren Eltern meist aus Hilfslosigkeit geschlagen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Kinder werden von ihren Eltern meist aus Hilflosigkeit geschlagen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Ohrfeige hat noch nie geschadet!
Volksmund

Wolfgang Federleichter formulierte gerade in einem Kommentar zum Artikel Glück ist wie ein Schmetterling?:

Frühjahr 2000, Lehnsahn, Schleswig-holstein. Ich lernte Ulli kennen, und Ulli machte mich mit Sylvia bekannt. Sie lebte am herrlichen Ostseestrand, total nett, total offen – eine wahre Freude mit ihr. Klar sprach ich mal mit Ulli über ihre besondere Art. Und Ulli sagte etwas, was mich bis heute beeindruckt:
Vielleicht haben sie die lieb gehauen”.

Menschen sind lebendig. Kaum sind sie auf der Welt, fangen sie an zu strampeln, kaum können sie krabbeln, tun sie das. Eine meiner ersten Kindheitserinnerungen: Ich lag im Hundekorb (mit dem Hund) und weinte und sprach zu dem Hund:
„Pussi, sie haben mich wieder gehauen.“

Das kann also aus der natürlichen Lebendigkeit von Lebewesen werden: Blockierung. Mache ich was “falsch” – Strafe; gehe ich zu langsam – schubsen; will ich woanders hin – zerren; meine ich etwas anderes – siehe da. Wer nicht spurt, wird eingespurt, mit Gewalt, eingewiesen, weggesperrt, aussortiert. Und was macht der, der dieser verrückten Welt auf seine Weise erleben, der nicht gelebt werden will wie ein normalisierter, sondern wie ein normaler Mensch?

Dieser Tage flog mal wieder ein Video auf Facebook an mir vorbei, das mir doch zeigte, wie erschreckend weit verbreitet noch immer die elterliche Erziehungsgewalt ist, sowohl die handgreifliche wie auch die verbale. Ich wollte gerade den Artikel zu dem Video beginnen und fand den obigen Kommentar von Wolfgang passend dazu, der nicht besser einleiten hätte können. Auch die Vorarbeit seines Namensvetters Wolfgang H. in seinem Artikel zur Kollektiven (Zvilisations-)Neurose bereitet das Thema vor, zeigt sie doch noch immer die Auswirkungen der erzeugten Traumata.

Das Video ist die Umsetzung des amerikanischen Originals Weiterlesen …

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