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Sind die Freimaurer mit ihrem „das Böse schafft das Gute“ auf dem Holzweg?

Goethe lässt die freimaurerisch/-mystische These, dass das Böse stets das Gute schafft, in seinem Faust den Mephistopheles (mephir = Zerstörer, Verderber / tophel = Lügner) sprechen. Intuitiv mag ich das nicht hinnehmen, da ich eher sehe, dass dort, wo Böses ist, meist noch mehr Böses angezogen wird und prächtig gedeiht. Auch mag ich die Interpretation nicht, dass dort, wo das Gute gefördert wird, im gleichen Maße auch das Böse mit erschaffen wird. Nun habe ich einen Vortrag von Armin Risi gefunden, der in meinen Augen schlüssig argumentiert, warum dem so nicht ist. Er sieht in der Fehlinterpretation die nicht klare Trennung von Polarität und Dualität. Bevor es zu seinem Vortrag geht, kurz noch den begleitenden Text zu diesem auf youtube:

Armin Risi beim MysterienZyklus in Bichwil, bei Fostac in der Schweiz. Wieder einma ist es uns im Rahmen des MysterienZyklus gelungen, mit Armin Risi einen erstklassigen Referenten zu gewinnen. Er ist Philosoph, Autor und Referent. Seit 2011 ist er ein Global Advisor (Botschafter) des Council of World Elders; er war Referent am ersten Weltkongress dieses Councils. Heute beschäftigt er sich mit dem Bild des „verbotenen Baumes im Garten Eden“, Adam und Eva und der Entstehung des Menschen – ein wahrhaft faszinierendes Thema, das zwischen Religion, Ideologie und Wissenschaft oszilliert.

Für das Judentum, das Christentum und den Islam ist die Geschichte von Adam und Eva von zentraler Bedeutung. Bis vor 150 Jahren hielten die christlichen Kirchen die Paradiesgeschichte des Alten Testaments für eine anthropologisch-historische Beschreibung der Entstehung des Menschen, und auch heute noch halten biblische Kreationisten an dieser Darstellung fest, weshalb sie glauben, der Kosmos und die Erde seien zusammen mit Adam und Eva vor 7000 Jahren erschaffen worden.

Mitte des 19. Jahrhunderts schlug das Pendel in das andere Extrem aus, weshalb heute die meisten Menschen glauben, der Mensch stamme von den Tieren (von pliozänen Großprimaten) ab. Gnostisch-esoterische Kreise wiederum glauben, dass die Schlange in Wirklichkeit der wahre Freund der Menschen sei – und Jahwe sei ein falscher Gott, der die Menschen unterdrücken wolle und nur deshalb den Menschen verbot, vom „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ zu essen. (Dieser Baum ist nicht zu verwechseln mit dem „Baum des Lebens“, dessen Früchte nicht verboten waren.)
In Weiterführung der besagten Interpretation beschreiben andere Theorien die „Götter von Eden“ als Außerirdische, die an den Menschen der früheren Zeitalter genetische Manipulationen durchführten und untereinander selbst im Kampf standen, was zur Gründung der „Bruderschaft der Schlange“ geführt habe, die noch heute aktiv sei, in Verbindung mit den königlichen Blutlinien, die ebenfalls von diesen Göttern ausgegangen seien.

Was sagen die altjüdischen Interpretationen zur Bedeutung der Geschichte von Adam und Eva und der Schlange? Wie unterscheiden sie sich von den christlichen Interpretationen? Wo zeigen sich die Einflüsse der patriarchalen Priesterschaft? Was ist die spirituell-symbolische Bedeutung der Paradiesgeschichte?

Im Vortrag werden diese Fragen mit dem Schlüssel einer ganzheitlich-theistischen Weltsicht beleuchtet, ausgehend von den jüdischen Thora-Lehren. Die Früchte des verbotenen Baumes beeinflussen heute die ganze Welt, sowohl in religiöser als auch in politischer und militärischer Hinsicht. Wenn wir wieder „bei Adam und Eva anfangen“ und die Paradiesgeschichte mit der Erfahrung der letzten Jahrtausende betrachten, wird auch der in derselben Geschichte angelegte Ausweg erkennbar.

Der Referent, Armin Risi, lebte für 18 Jahre als Mönch in vedischen Klöstern in Europa und Indien und ist bekannt als Kenner der altindischen Sanskritschriften sowie der östlichen und westlichen Philosophien. In diesem Vortrag wendet er den Veda-Schlüssel auf das Buch Genesis an und kommt zu erstaunlichen Erkenntnissen, die höchst brisant sind, gleichzeitig auch jedem religiösen – und atheistischen! – Fundamentalismus den Boden entziehen.

Einmal mehr zeigt sich: Unsere Vorfahren waren nicht primitiv, sondern schöpften aus geistigen Urquellen und verfügten über ein zeitloses Mysterienwissen (im Sanskrit „Veda“ genannt), das heute, im Zyklus der Zeiten, wieder ins Bewußtsein der Menschen tritt.

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