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Entfremdung, oder der verlorene Himmel

September 14, 2013 22 Kommentare
Foto: federleicht-leben

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Stellen wir uns die Frage, ob das Streben nach Sicherheit etwas Natürliches, etwas natürlich, selbstbestimmt Gedachtes ist, oder ob eher der Wandertrieb, das Interesse an der Vielfalt der Optionen und Buntheit des Erschienenen dem „Wesen“ des Menschen entspricht. Was ist das für eine Stimme, die Menschen an das Alte, Bekannte, Gewohnte, Vertraute bindet oder aber sie in fremdländische Abenteuer, das Unbekannte und Geheimnisvolle zu schicken vermag? Und was ist mit denen, die, wie mein Berliner Freund einst resignierend konstatierte, er sei überall zu Hause, nur nicht dort, wo er gerade sei?

Schauen wir auf die Geburt eines Kindes, auf den Beginn eines Lebensweges. Das Geburtstrauma bewahrte es vor seinem vorzeitigen Tod, die lebensfeindlichen Erfahrungen informativ abgeschottet kann es eine Existenz wie neugeboren beginnen. Und ich meine sagen zu dürfen: Dieses Kind ist nicht entfremdet, ist trotz völliger Unkenntnis seiner Selbst eins mit sich, ist eins mit der Welt, auch wenn es sie nicht mal im Ansatz kennt. Spannend, gell. Wie kann das Unmögliche möglich sein? Doch fragen wir erst mal nach dem weiteren Kindeswerden.

Babys sanfte Blicke berühren die Erwachsenen, als würden sie an etwas erinnert. Was nicht sein darf, und schon beginnt das Zahnen im Innen und das Ausrichten auf die Realität durch äußere Eingebungen. Und Kleinkind fängt das Weiterlesen …

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