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Vom zwingenden Kult, vom Hinwerfen/Aussteigen …

Kein Oben, Unten, Außerhalb,
kein mächt’ger Gott,
und Katastrophe nicht,
und auch kein
Schwert! Nein — nichts and’res nicht
als nichts als Wahrheit nur
führt in den Wahn hinein Verirrte
hinaus zu lichten Sonnen, hinauf
zu klarer Bergesluft.

Einer nur, der Menschenwille, der
alles wollen kann — zum Wahne hin;
oder zur Wahrheit; in Sklaverei; oder
die Freiheit; zur Düsternis; oder
ans Licht!

Alles kann er. Und nennt verschlagen
Schicksal sich. Ist Willen, ja, und
ganz in seiner Kraft. Und will doch, niemals je,
nicht von sich wissen. Sehnt
gar nach Ketten sich. Will sie!
Und wirft sie wieder ab. So er’s denn
WILL. Wer könnt‘ den
Fürchterlichen zwingen,
des Menschen Willen.

Autor noch unbekannt: wer kennt ihn?

Gunnar Kaiser, dessen Beiträge ich hier schon einige Male ins Regal gestellt hatte, schmeißt seinen Lehrerjob hin, will kein Beamter mehr sein in einem Kult, der Mensch nur wenig Möglichkeit zu Entfaltung bietet, einem Bildungssystem, das den Auftrag hat, den Kult zu bewahren, zu verfestigen. In diesem sehr gutgemachten Aussteigervideo endet er mit folgenden Sätzen:

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Albert Schweitzer
Foto: Wikipedia

Ein freier Mensch – nach Albert Schweitzer

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe das Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat ihn versorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und verwirklichen, Schiffbruch erleiden, und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir meinen eigenen Antrieb durch Trinkgeld abkaufen zu lassen.

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens begegnen, als ein gesichertes Dasein führen. Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges, als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheiten für Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde für milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für ich zu denken und zu handeln, gerade in die Welt zu blicken und zu erkennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:
ich bin ein freier Mensch.

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