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Posts Tagged ‘Gerechtigkeit’

Werte: alles nur leere Worte?

Dezember 11, 2019 4 Kommentare
Foto: Martin Bartonitz 2019

Ah, ja, was ist die Richtigkeit, die Echtheit,
der eigentliche Sinn der Rechte?
Was ist der Wert, die Wirklichkeit,
die Wahrhaftigkeit der Menschenwürde?
Was ist die Ehrlichkeit der Ehre?
Sind das alles nur Worte ohne Bedeutung?
Sind das alles nur Töne ohne Klang?
Ist es nichts and’res als Litanei,
Lamento, melodieloser Gesang?
Sind das alles nur Beschwichtigungen
berechtigter Beschwerden
über übel Erlebtes und Erlittenes?
Wie erkennt und unterscheidet man
das Falsche und das Echte?
Ist alles nur viel lauter Lärm um Nichts?
Fragen & Klagen,
Sorgen, Kummer, Gedanken, Bedenken…
über Dinge des Lebens,
wie vorgefunden und vorgegeben
von Leuten, die leiten und lenken…
Sind wir immer wieder nur Opfer der Verführung,
Opfer der Torheit und der Betörung,
der Verleitung durch die Lästigen,
die Listigen und Willkürlichen,
Opfer von rechtmäßigem Verlangen ohne Erhörung.
Opfer des wahllosen Wähnens der Wahnsinnigen,
Opfer der Manipulierung und des Unmuts
der Unmenschlichen und Unmanierlichen?

Gerhard A. Fürst
10.12.2019

Darüber wie die Ungleichheit in die Welt kam …

September 23, 2013 9 Kommentare
Geist ist eingedrungen in die Natur,
wie das Messer dringt in eines Baumes Mark.
Nunmehr freilich kann die toddrohende Schneide
nicht aus dem Stamme herausgezogen werden,
denn der Baum würde dabei verbluten.
Aber niemand darf behaupten,
dass ein Schwert im Herzen der Weltesche
das Merkmal sei für ihre Gesundheit.
Jean-Jacques Rousseau (1750) :
Über den Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen
Kategorien:Erkenntnis, Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: ,

Wo ist euer Gerechtigkeitssinn?

Anabel Schunke- Politaktivistin und Model

Anabel Schunke- Politaktivistin und Model

Es ist das erste Mal, dass ich mich direkt an Euch wende, an all Jene, denen das Politische, das, was um uns herum passiert, unser alltägliches Leben in so großem Maße prägt, nicht so wichtig erscheint. Denen es so vorkommt, als hätte all das nichts mit uns zu tun.

Ich frage euch ganz direkt nach eurem Gerechtigkeitssinn und wo er geblieben ist. Denn für mich erscheint es fast unmöglich, dass wir uns in unserer so durch und durch von der neoliberalistischen Ideologie durchzogenen Welt noch zurechtfinden können, so lange wir ihn nicht zumindest zu einem großen Teil ausgeschaltet haben. Denn wenn ich auf diese Welt blicke, dann sehe ich nichts mehr, was ich mit meinem Gerechtigkeitssinn vereinbaren kann.

Und ich kann euch verstehen. Ich weiß, dass es so einfacher ist. Es ist schwer, die Welt zu nehmen, wie sie ist, wenn der Gerechtigkeitssinn noch nicht ausgeschaltet oder auf ein Mindestmaß reduziert worden ist. Es ist nicht so unbeschwert und es ist erst recht nicht unkompliziert mit Augen durch die Welt zu gehen, die mehr sehen, als das eigene Chaos, die eigenen individuellen Probleme im Leben. Aber ich glaube, dass ihr dennoch etwas spürt, dass ihr dennoch spürt, dass die Welt, wie sie ist, kein guter, kein fairer Ort ist. Und dass sie auch nicht wieder besser, sondern zunehmend schlechter wird, dass die Verbrechen immer größer werden, dass der Reichtum sich nur einseitig verteilt, während die große Masse immer weniger hat, immer mehr ausgebeutet wird. Und genau so merkt ihr, dass das nicht die einzigen Dinge sind, die schief laufen, dass es so unendlich viele Probleme auf der Welt gibt. Und ihr spürt, dass es nicht mehr nur weit entfernte Problematiken sind, von denen ich hier spreche. Dass die Ungerechtigkeit immer näher kommt, in kleineren Auswüchsen auch schon hier, in unserer vermeidlich so gesättigten Weiterlesen …

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